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Dokumentenidentifikation DE69833161T2 20.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000892533
Titel Funkgerät
Anmelder Nokia Corp., Espoo, FI
Erfinder Courtis, Nicholas John, Bagshot, Surrey GU19 5EW, GB;
Ronney, Eric Thomas, Wokingham, Hampshire RG40 4PF, GB;
Bye, David Keith, Alton, Hampshire GU34 1QG, GB
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69833161
Vertragsstaaten DE, ES, FR, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.07.1998
EP-Aktenzeichen 983056573
EP-Offenlegungsdatum 20.01.1999
EP date of grant 11.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.2006
IPC-Hauptklasse H04M 1/27(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 1/72(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   H04M 1/60(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Funktelefon. Im Speziellen bezieht sich die Erfindung auf ein Funktelefon mit einem Kopfsprechhörer mit einem von einem Benutzer betätigbaren Schalter.

Funktelefone arbeiten bekanntermaßen mit Kopfsprechhörern, die am Handapparat des Funktelefons eingesteckt werden können, um eine Freisprecheinrichtung bzw. -möglichkeit bereitzustellen. Das handtragbare Mobiltelefon NOKIA® 8110, erhältlich von Nokia Mobile Phones Ltd., kann zum Beispiel unter Verwendung des Kopfsprechhörers NOKIA HDXK-8 arbeiten. Dieser Kopfsprechhörer ist gemäß 1 gezeigt und umfasst einen In-Ohr-Lautsprecher 10, ein Mikrofon 11 in Reihe, eine Leitung 12, eine Krokodilklemme 13 zur Befestigung der Leitung 12 an einem Kleidungsstück und einen Stecker 14 zum Einstecken in eine Buchse an dem Adapter 15. Der Adapter 15 hat einen Stecker 16 zum Verbinden des Kopfsprechhörers mit dem Systemstecker eines Telefons NOKIA 8110.

Die JP043060944 (MATSUSHITA) offenbart ein drahtloses tragbares Telefon mit einem Kopfsprechhörer und einer Spracherkennungselektronik. Die Spracherkennungselektronik wird aktiviert durch Drücken eines Schalters an dem Kopfsprechhörer und ist ansonsten deaktiviert. Ziffern einer Telefonnummer, die in den Kopfsprechhörer gesprochen werden, werden von der Spracherkennungselektronik erkannt, um die Eingabe einer Telefonnummer in das Telefon zu ermöglichen. Anschließend wählt das Telefon die gesprochene Telefonnummer in Erwiderung darauf, dass der Benutzer das Wort „Start" sagt.

Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine verbesserte Benutzerschnittstelle für ein Funktelefon zur Verfügung zu stellen, das einen Kopfsprechhörer einbezieht.

Gemäß der Erfindung ist ein tragbares Funktelefon bereitgestellt, das einen Kopfsprechhörer mit einem von einem Benutzer betätigbaren Schalter und einem Ohrteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Telefon ferner eine Auswahleinrichtung aufweist, die, reagierend auf von einem Benutzer durch den Schalter eingegebene Steuerungsinformationen und in Erwiderung auf die Steuerungsinformationen, über das Ohrteil Informationen in Bezug auf im Funktelefon gespeicherte Telefonnummern bereitstellt, um einem Benutzer zu ermöglichen, eine aus einer Vielzahl von im Funktelefon gespeicherten Telefonnummern auszuwählen.

Ein tragbares Telefon gemäß der Erfindung kann einen Vorteil darin haben, dass es einem Benutzer erlaubt, zu wählende Telefonnummern unter Verwendung des Schalters und des Ohrteils des Kopfsprechhörers auszuwählen, ohne auf eine Anzeige schauen und/oder ein Tastenfeld an dem Funktelefon-Handapparat bedienen zu müssen. Ein Benutzer kann so bequem Telefonnummern unter Verwendung des Kopfsprechhörers auswählen und wählen, auch wenn ein anderer Teil des Funktelefons außer Reichweite oder nicht einfach zugänglich ist. Des Weiteren kann ein Funktelefon gemäß der Erfindung einem Benutzer erlauben, in Situationen, in denen eine herkömmliche Nutzung eines Handapparats ungelegen wäre, wie etwa beim Gehen auf einer verkehrsreichen Straße, eine Telefonnummer auszuwählen und einen Ruf einzuleiten.

Ein Funktelefon gemäß der Erfindung kann das/die herkömmliche Tastenfeld und/oder Anzeige entbehren, die typischerweise auf einem Funktelefon-Handapparat zu finden sind. Stattdessen können die Funktionen des Tastenfelds und/oder der Anzeige durch den Kopfsprechhörer bereitgestellt werden.

Idealerweise weist das Funktelefon einen Hauptgehäuseanteil auf und kann die Auswahleinrichtung sich in diesem Hauptgehäuseanteil befinden.

Der Kopfsprechhörer kann eine Leitung zur Verbindung des Kopfsprechhörers mit dem Hauptgehäuseanteil aufweisen. Idealerweise ist der Schalter auf dieser Leitung des Kopfsprechhörers angeordnet, wobei die Leitung die elektrische Verbindung zwischen dem Schalter und der Auswahleinrichtung bereitstellt.

Vorzugsweise ist die Leitung vom Hauptgehäuseanteil abtrennbar. Das kann ermöglichen, den Kopfsprechhörer vom Hauptgehäuseanteil abzustecken und zu lagern, wenn er nicht benötigt wird.

Vorzugsweise ist der Schalter eine Drucktaste. Das kann den Vorteil bereitstellen, einem Benutzer zu erlauben, den Schalter dezent und/oder wiederholt zu aktivieren. Es könnten auch andere Arten von Schaltern benutzt werden, wie etwa ein Kipphebelschalter oder ein Schiebeschalter.

Geeigneterweise weist der Kopfsprechhörer weiter ein Mikrofon auf, vorzugsweise auf der Leitung angeordnet, das einem Benutzer erlaubt, eine Zweiwegekommunikation über den Kopfsprechhörer durchzuführen.

Um einen angenehmen und dezenten Kopfsprechhörer bereitzustellen, ist es möglich, dass das Ohrteil ein Ohrteil in In-Ohr-Bauweise ist.

Geeigneterweise enthält der Hauptgehäuseanteil des Funktelefons einen Sende-Empfänger und ist in Form eines Handapparats ausgestaltet, der getrenntes Ohrteil und Mikrofon aufweist.

Vorzugsweise stellt die Auswahleinrichtung aufgezeichnete Sprachkennzeichen, die mit im Telefon gespeicherten Telefonnummern verknüpft sind, über das Ohrteil bereit. Diese Sprachkennzeichen können während der Produktion in den Speicher des Telefons eingebettet werden, und/oder von einem Benutzer in einem überschreibbaren Speicher aufgezeichnet werden.

Als Alternative kann die Auswahleinrichtung synthetisierte Sprachkennzeichen, die mit im Telefon gespeicherten Telefonnummern verknüpft sind, über das Ohrteil bereitstellen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand von Beispielen in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, bei denen zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Kopfsprechhörers NOKIA HDXK-8 nach Stand der Technik;

2 eine Ansicht eines tragbaren Funktelefons gemäß der Erfindung, wobei der Kopfsprechhörer auf einem Kopf eines Benutzers angeordnet ist;

3 einen schematische Darstellung des Tastenfelds, des Mikroprozessors und der Hauptfunktionselemente des Handapparats gemäß 2;

4 ein Flussdiagramm, das zeigt, wie eine Telefonnummer unter Verwendung der Taste und des Mikrofons des gemäß 2 gezeigten Kopfsprechhörers ausgewählt werden kann;

5 ein Flussdiagramm, das zeigt, wie eine Telefonnummer unter Verwendung der Taste, des Mikrofons und des Ohrteils des gemäß 2 gezeigten Kopfsprechhörers ausgewählt werden kann;

6 ein Flussdiagramm, das zeigt, wie eine Telefonnummer unter Verwendung der Taste und des Ohrteils des gemäß 2 gezeigten Kopfsprechhörers ausgewählt werden kann;

7 ein weiteres Flussdiagramm, das zeigt, wie eine Telefonnummer unter Verwendung der Taste und des Ohrteils des Kopfsprechhörers ausgewählt werden kann;

8 ein Flussdiagramm, das zeigt, wie eine ausgewählte Telefonnummer gerufen werden kann und wie der Ruf unter Verwendung der Taste des gezeigten Kopfsprechhörers beendet werden kann;

9 eine Tabelle, die Informationen zeigt, die in Speicherplätzen 1 bis 4 in dem Handapparat gemäß 2 gespeichert sind.

Bezugnehmend auf 2 ist ein tragbares Funktelefon gezeigt, welches einen Telefon-Handapparat 30 und einen Kopfsprechhörer 40 aufweist. Der Telefon-Handapparat 30 ist ein handtragbares Mobiltelefon, das von einem abnehmbaren Akkumulator 27 versorgt wird. Der Handapparat 30 umfasst eine Antenne 34, die mit einer Sende-Empfänger-Einheit verbunden ist, ein Mikrofon 32, einen Lautsprecher 31 und all die anderen Merkmale, die herkömmlicherweise in einem Mobiltelefon zu finden sind. Ferner wird bezugnehmend auf 3 ein Mikroprozessor 100 eingesetzt, um all die grundlegenden Funktionen des Handapparats zu steuern und um die Tastenfeld-, Anzeige- und Kopfsprechhörerfunktionen zu steuern. Wahlweise können die Telefonfunktionen jedoch von einem Master- bzw. Hauptmikrocomputer gesteuert werden, während die Tastenfeld-, Anzeige- und Kopfsprechhörerfunktionen der Steuerung von separaten Slave- bzw. Nebenmikrocomputern unterliegen, die zur Kommunikation mit dem Hauptmikrocomputer verbunden sind.

Die Benutzerschnittstelle von Handapparat 30 weist eine Anzeige, z.B. eine Flüssigkristallanzeige 29, die an sich im Stand der Technik wohl bekannt ist, und ein Tastenfeld 28 an der Vorderseite des Handapparats 30 auf. Die Anzeige ist auf die übliche Weise verbunden mit und wird geregelt von dem Mikroprozessor 100. Das Tastenfeld 28 weist im Wesentlichen zwei Hauptsätze von Tasten auf, nämlich alphanumerische Tasten 28a, die mit alphanumerischen Daten verknüpft sind, hauptsächlich zum Wählen von Telefonnummern, aber auch zum Eingeben von alphanumerischen Daten in die Telefonspeicher; und einen Satz von Funktionstasten 28b zum Ermöglichen verschiedener vorbestimmter Funktionen oder Operationen.

Die Tasten 28a sind in vier Reihen zu je drei Tasten angeordnet. Wie es für die Anordnung der numerischen Tasten eines Telefons herkömmlich ist, weist die oberste Reihe jeweils Tasten für Zahlen 1, 2 und 3 auf, die zweite Reihe darunter jeweils für Zahlen 4, 5 und 6, die nächste Reihe darunter jeweils für Zahlen 7, 8 und 9, und die unterste Reihe jeweils für *, 0 und #. Manche oder alle dieser Tasten können auch mit alphabetischen Informationen verknüpft sein, wie es wiederum ziemlich herkömmlich ist. Statt numerischen werden eher alphabetische Daten dadurch ausgewählt, dass z.B. den alphanumerischen Tastenanschlägen andere vorbestimmte Tastenanschläge vorangestellt werden, wie etwa die „ABC"-Funktionstaste.

Wie üblich bei Mobiltelefonen umfassen die Tasten 28b eine „SENDEN"- und eine „ENDE"-Taste, um einen Telefonruf einzuleiten bzw. zu beenden. Eine andere Taste, die sich speziell in der linken oberen Ecke befindet, ist eine „EIN/AUS"-Taste zum Ein- und Ausschalten des Telefons. Eine andere der Funktionstasten kann eine Menü- oder Funktionstaste sein, die z.B. mit „MENÜ" oder „FUNKTION" oder einer geeigneten Abkürzung davon gekennzeichnet ist. Drücken dieser Taste aktiviert eine Vielzahl voreingestellter Menüs, deren zugehörige Anweisungen in einem Speicher gespeichert sind, welche auf Anzeige 29 betrachtet und wahlweise aktiviert werden können. Die verschiedenen Menüs können durch Drücken der entsprechenden alphanumerischen Tasten nach einem Drücken der Taste „MENÜ" oder „FUNKTION" ausgewählt werden. Das entsprechende Menü wird dem Benutzer in Worten oder Abkürzungen auf dem Anzeigeelement 29 gezeigt. Der Benutzer kann z.B. in der Lage sein, bei geeigneter Menüwahl den Klingelton auszuwählen. Auch anspruchsvollere Optionen können über die Menüeinrichtung zur Verfügung stehen. Der Benutzer kann zum Beispiel in der Lage sein, die sogenannte Betriebsart automatischer Wahlwiederholung zu aktivieren, welche einen Rufversuch wiederholt, falls eine Telefonnummer besetzt ist oder nicht geantwortet wird. Gemäß der Erfindung sind spezielle Menüeinrichtungen bereitgestellt, um eine manuelle Auswahl verschiedener Kopfsprechhörer-Betriebsarten zu erlauben. Jede vorbestimmte Folge von Tastenanschlägen kann eingesetzt werden, um die entsprechenden Menüs auszuwählen, welche auf dem Anzeigeelement 29 Hinweistexte wie „WÄHLEN MIT KOPFSPRECHHÖRER" oder „NUMMERNERZEUGUNG MIT KOPFSPRECHHÖRER" anzeigen können.

Der Kopfsprechhörer 40, der gemäß 2 gezeigt ist, umfasst zwei Ohrteile 20 und ein Mikrofon 21, das an dem Ende eines Auslegers angeordnet ist. Eine Leitung 22 verbindet die Ohrteile 20 und das Mikrofon 21 mit einem Stecker 24. Ein Stück entlang der Leitung entfernt befindet sich ein Drucktastschalter 33, der zur Aktivierung durch einen Daumen oder Finger eines Benutzers in geeigneter Weise angeordnet ist. Der Stecker 24 wird in eine Kopfsprechhörer-Buchse an dem Telefon-Handapparat 30 eingesteckt, welche wiederum über eine geeignete Kopfsprechhörer-Schnittstelle 200 mit dem Mikroprozessor 100 elektrisch verbunden ist. Die Leitung 22 stellt eine elektrische Verbindung zwischen dem Stecker 24 und den Ohrteilen 20, dem Mikrofon 21 und dem Schalter 33 des Kopfsprechhörers 40 bereit. In Folge dessen werden, wenn der Kopfsprechhörer 40 in den Handapparat 30 eingesteckt wird, die Ohrteile 20, das Mikrofon 21 und der Schalter 33 mit dem Mikroprozessor 100 elektrisch verbunden. Der Kopfsprechhörer 40 kann, wenn nicht benötigt, von dem Handapparat 30 abgesteckt werden.

Um einen Benutzer beim Abrufen von Telefonnummern zum anschließenden Wählen zu unterstützen, enthält der Handapparat 30 einen nicht-flüchtigen Speicher, wie einen EEPROM-Speicher 300, der mit dem Mikroprozessor verbunden ist und einem Benutzer ermöglicht, in dem Funktelefon 30 Informationen zu speichern, die sich auf diese Telefonnummern beziehen. Der EEPROM speichert die Informationen in einem Datenbankformat, wobei jeder Eintrag Informationen enthält, die sich auf eine bestimmte Telefonnummer beziehen. Andere Arten nichtflüchtiger Speicher, zum Beispiel Flash-Speicher oder batteriegestützte RAM, könnten anstelle des EEPROM verwendet werden. 9 zeigt eine Tabelle, die vier Einträge oder Speicherplätze in dem EEPROM-Speicher des Handapparats zeigt. Jeder Speicherplatz enthält ein Sprachkennzeichen, einen Namen und eine Telefonnummer. Das Sprachkennzeichen ist als ein Ton- bzw. Schallsignalverlauf aufgezeichnet, welcher typischerweise eine Abtastung der Sprache bzw. Stimme des Benutzers ist, die von dem Mikrofon 32 empfangen wird. Dieser Signalverlauf kann von einem Lautsprecher des Funktelefons wiedergegeben werden. Der Name und die Telefonnummer können von einem Benutzer über die alphanumerischen Tasten 28a des Tastenfelds 28 wie herkömmlich in den EEPROM-Speicher eingegeben werden.

Das Funktelefon stellt ein Merkmal bereit, womit ein Benutzer unter Verwendung des Kopfsprechhörers die Sprachkennzeichen, die Namen und/oder die Telefonnummern zum anschließenden Speichern in dem EEPROM erzeugen kann. Dieses Merkmal kann von dem Benutzer durch Bedienen des Tastenfelds 28 auf die herkömmliche Weise aus den Menüs des Funktelefons ausgewählt werden. Im Anschluss an eine Auswahl dieses Merkmals drückt der Benutzer die Taste 33 an dem Kopfsprechhörer und kann durch einen Ton oder eine Stimme in dem Ohrteil 20 aufgefordert werden, das Sprachkennzeichen in das Mikrofon 21 des Kopfsprechhörers zu sprechen. Die Spracheingabe wird von dem Mikroprozessor über die Kopfsprechhörer-Schnittstelle 200 empfangen und als Sprachkennzeichen in dem nächsten verfügbaren Speicherplatz des EEPROM aufgezeichnet. Die Taste 33 an dem Kopfsprechhörer wird dann benutzt, um das eingegebene Sprachkennzeichen zu bestätigen. Als nächstes gibt der Benutzer den Namen und die Telefonnummer auf ähnliche Weise in das Mikrofon 21 ein, um den Eintrag in dem Speicherplatz zu vervollständigen. Der Mikroprozessor ist mit einem Spracherkennungsalgorithmus zum Entschlüsseln des Namens und der Telefonnummer aus den Namen- und Telefonnummer-Sprachsignalverläufen, die in das Mikrofon 21 eingegeben werden, ausgestattet. Nach Vervollständigen eines Eintrags in den EEPROM über den Kopfsprechhörer kann das Funktelefon dem Benutzer den Eintrag wahlweise automatisch über das Ohrteil 20 unter Verwendung eines Sprachgenerators wiedergeben. Es können auch weitere Einträge in den EEPROM eingegeben werden.

Das Funktelefon stellt auch ein Merkmal bereit, womit der Benutzer eine Telefonnummer erzeugen und die Telefonnummer anschließend unter Verwendung des Kopfsprechhörers wählen kann. Ist dieses Merkmal an dem Handapparat ausgewählt, drückt der Benutzer die Taste 33 an dem Kopfsprechhörer und kann durch einen Ton oder eine Stimme in dem Ohrteil aufgefordert werden, die Telefonnummer zu sprechen, welche der Benutzer zu wählen wünscht. Die Spracheingabe des Benutzers wird dann von dem Mikrofon 21 empfangen und unter Verwendung des Mikroprozessors verarbeitet, der geeigneterweise mit einem Spracherkennungsalgorithmus ausgestattet ist, um die Telefonnummer in dem Funktelefon zu erzeugen. Die von der Spracherkennung erzeugte Telefonnummer kann dem Benutzer über das Ohrteil unter Verwendung eines Sprachgenerators wiedergegeben werden. Ein langer Druck der Taste an dem Kopfsprechhörer durch den Benutzer wird dann benutzt, um ein Wählen der erzeugten Telefonnummer einzuleiten.

Ein Funktelefon kann einem Benutzer verschiedene Verfahren bereitstellen, um Telefonnummern, die in dem Funktelefon gespeichert sind, auszuwählen und dann zu wählen. Bevorzugte Verfahren zur Auswahl einer Telefonnummer sind gemäß den Flussdiagrammen der 4 bis 7 gezeigt. Diese Verfahren hängen generell davon ab, dass Sprachkennzeichen und Telefonnummern vorher in dem Speicher des Funktelefons gespeichert werden. Das bevorzugte Verfahren zum Wählen ausgewählter Telefonnummern ist in dem Flussdiagramm gemäß 8 gezeigt. Jedes der Auswahlflussdiagramme gemäß 4 bis 7 setzt sich im Wählflussdiagramm gemäß 8 fort (siehe Markierung A).

Bezugnehmend auf das Auswahlflussdiagramm gemäß 4, verlangt der erste Schritt 41, dass der Mikroprozessor erkennt, ob die Taste an dem Kopfsprechhörer gedrückt wurde. Diesen ersten Schritt haben all die Flussdiagramme gemäß 4 bis 7 gemeinsam. In Schritt 42 spricht der Benutzer das Sprachkennzeichen, das mit der Telefonnummer verknüpft ist, die der Benutzer zu wählen wünscht, in das Mikrofon 21. In Schritt 43 vergleicht der Mikroprozessor den von dem Benutzer eingegebenen Signalverlauf mit all den Sprachkennzeichen-Signalverläufen, die in dem EEPROM gespeichert sind, und wählt das Sprachkennzeichen mit der besten Signalverlaufübereinstimmung aus. Die Telefonnummer, die in dem gleichen Speicherplatz wie das Sprachkennzeichen mit der besten Übereinstimmung gespeichert ist, wird dann aus dem EEPROM abgerufen.

Das bevorzugte Verfahren zum Vergleich von durch den Benutzer eingegebenen Signalverläufen und den Signalverläufen, die in dem EEPROM gespeichert sind, beinhaltet ein Identifizieren oder Extrahieren eindeutiger Eigenschaften, die mit den Signalverläufen verknüpft sind. Ein Vergleich dieser eindeutiger Eigenschaften wird dann durchgeführt, um die Signalverläufe mit der besten Übereinstimmung zu bestimmen. Die eindeutigen Eigenschaften werden so gewählt, dass diese im Wesentlichen von der Amplitude und der Länge der Signalverläufe unabhängig sind, was einen konsistenten Abgleich von Signalverläufen auch dann ermöglicht, wenn zum Beispiel ein Benutzer einen Namen leise oder langsam spricht. Bei einer Spracherkennung können die gleichen eindeutigen Eigenschaften der eingegebenen Signalverläufe extrahiert werden, um zu bestimmen, welche Worte gesprochen wurden.

Nun bezugnehmend auf das Auswahlflussdiagramm gemäß 5 sind Schritte 51 und 52 äquivalent zu Schritten 41 und 42 in dem Flussdiagramm gemäß 4. In Schritt 53 vergleicht der Mikroprozessor den durch den Benutzer eingegebenen Signalverlauf mit all den Sprachkennzeichen-Signalverläufen, die in dem EEPROM gespeichert sind, und wählt das Sprachkennzeichen mit der besten Signalverlaufübereinstimmung aus. Das Sprachkennzeichen mit der besten Übereinstimmung wird dann über das Ohrteil 20 des Kopfsprechhörers ausgegeben. Der Benutzer hat nun drei Möglichkeiten, was durch die Schritte 54 und 55 dargestellt ist. Die erste Möglichkeit für den Benutzer ist, die Taste an dem Kopfsprechhörer nicht zu drücken, wodurch die Auswahl zeitlich abläuft, siehe Schritt 56. Die zweite Möglichkeit für den Benutzer ist ein kurzer Druck der Taste an dem Kopfsprechhörer. Dies ruft Schritt 57 auf, wodurch der Mikroprozessor den durch den Benutzer eingegebenen Signalverlauf mit all den Sprachkennzeichen-Signalverläufen vergleicht, die in dem EEPROM gespeichert sind, und das Sprachkennzeichen mit der nächstbesten Signalverlaufübereinstimmung auswählt. Das Sprachkennzeichen mit der nächstbesten Übereinstimmung wird dann über das Ohrteil 20 des Kopfsprechhörers ausgegeben und der Benutzer hat noch einmal drei Möglichkeiten, was durch die Schritte 54 und 55 dargestellt ist. Die dritte Möglichkeit für den Benutzer ist ein langer Druck der Taste an dem Kopfsprechhörer, wodurch Schritt 58 durchgeführt wird, d.h. die Telefonnummer, die in dem gleichen Speicherplatz gespeichert ist wie das letzte ausgegebene Sprachkennzeichen, wird aus dem EEPROM abgerufen.

Nun bezugnehmend auf das Auswahlflussdiagramm gemäß 6 ist Schritt 61 äquivalent zu Schritt 41 in dem Flussdiagramm gemäß 4. In Schritt 62 fragt der Mikroprozessor das Sprachkennzeichen ab, das in dem ersten Speicherplatz in dem EEPROM gespeichert ist, und gibt das erste Sprachkennzeichen über das Ohrteil des Kopfsprechhörers aus. Der Benutzer hat nun drei Möglichkeiten, was durch die Schritte 64 und 65 dargestellt ist. Diese Möglichkeiten sind äquivalent zu den Benutzermöglichkeiten, die durch die Schritte 54 und 55 in dem Auswahlflussdiagramm gemäß 5 dargestellt sind. Wenn der Benutzer jedoch die zweite Möglichkeit auswählt, d.h. einen kurzen Druck der Taste an dem Kopfsprechhörer, wird Schritt 67 aufgerufen, wodurch der Mikroprozessor das Sprachkennzeichen, das in dem nächsten Speicherplatz in dem EEPROM gespeichert ist, abfragt und dieses Sprachkennzeichen durch das Ohrteil des Kopfsprechhörers ausgibt. Dann hat der Benutzer noch einmal drei Möglichkeiten, was durch die Schritte 64 und 65 dargestellt ist. So kann ein Benutzer der Reihe nach/sequentiell durch die Sprachkennzeichen blättern, bis das gewünschte über das Ohrteil ausgegeben wird. Wenn das gewünschte Sprachkennzeichen ausgegeben wird, kann die Telefonnummer, die in dem gleichen Speicherplatz wie das letzte ausgegebene Sprachkennzeichen gespeichert ist, durch einen langen Druck der Taste aus dem EEPROM abgerufen werden.

Nun bezugnehmend auf das Auswahlflussdiagramm gemäß 7 sind die Schritte 71 und 72 äquivalent zu Schritten 61 und 62 in dem Flussdiagramm gemäß 6. In Schritt 73 kann der Benutzer wählen, das letzte durch das Ohrteil 20 ausgegebene Sprachkennzeichen durch Drücken der Taste innerhalb einer zugewiesenen Zeitspanne, zum Beispiel zwei Sekunden, zu akzeptieren. Wenn der Benutzer nicht wählt, das letzte Sprachkennzeichen durch Drücken der Taste zu akzeptieren, dann setzt sich das Flussdiagramm bei Schritt 74 fort, wodurch der Mikroprozessor das Sprachkennzeichen, das in dem nächsten Speicherplatz in dem EEPROM gespeichert ist, abfragt und dieses Sprachkennzeichen durch das Ohrteil des Kopfsprechhörers ausgibt. Der Vorgang kehrt dann zu Schritt 73 zurück, an welchem Punkt der Benutzer wählen kann, wie zuvor das letzte ausgegebene Sprachkennzeichen durch Drücken der Taste zu akzeptieren. So werden die in dem EEPROM gespeicherten Sprachkennzeichen automatisch und der Reihe nach/sequentiell von dem Mikroprozessor durchgeblättert, bis das gewünschte von dem Benutzer akzeptiert wird. Wenn der Benutzer ein Sprachkennzeichen akzeptiert, wird die Telefonnummer, die in dem gleichen Speicherplatz gespeichert ist wie das Sprachkennzeichen, von dem Mikroprozessor aus dem EEPROM abgerufen, siehe Schritt 75. Wahlweise kann der Benutzer die Taste für eine lange Dauer drücken, um das automatische Durchblättern der Sprachkennzeichen abzubrechen.

In den vorstehend beschriebenen Auswahlflussdiagrammen wird eine Telefonnummer typischerweise aus dem EEPROM abgerufen. Wenn das einmal ausgeführt wurde, kann die Telefonnummer von dem Funktelefon automatisch gewählt werden, wie in Schritt 81 in dem Flussdiagramm gemäß 8 gezeigt. Schritte 82 und 83 zeigen, wie ein Benutzer den Ruf durch Drücken der Taste an dem Kopfsprechhörer beenden kann.

In Anbetracht der vorangegangenen Beschreibung wird einem Fachmann deutlich, dass innerhalb des Umfangs der Erfindung verschiedene Veränderungen vorgenommen werden können.


Anspruch[de]
  1. Tragbares Funktelefon, mit

    einem Kopfsprechhörer (40) mit einem von einem Benutzer betätigbaren Schalter (33) und einem Ohrteil (20), dadurch gekennzeichnet, dass das Telefon ferner aufweist:

    eine Auswahleinrichtung (100), die, reagierend auf von einem Benutzer durch den Schalter (33) eingegebene Steuerungsinformationen und in Erwiderung auf die Steuerungsinformationen, über das Ohrteil (20) Informationen in Bezug auf im Funktelefon gespeicherte Telefonnummern bereitstellt, um einem Benutzer zu ermöglichen, eine aus einer Vielzahl von im Funktelefon gespeicherten Telefonnummern auszuwählen.
  2. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 1, wobei die Auswahleinrichtung über das Ohrteil Sprachkennzeichen bereitstellt, die mit Telefonnummern verknüpft sind, die im Telefon gespeichert sind.
  3. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 2, wobei die Sprachkennzeichen vorab aufgezeichnet sind.
  4. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 2, wobei die Sprachkennzeichen synthetisiert sind.
  5. Tragbares Funktelefon gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Funktelefon einen Hauptgehäuseanteil aufweist.
  6. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 5, wobei sich die Auswahleinrichtung im Hauptgehäuseanteil befindet.
  7. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei der Kopfsprechhörer eine Leitung zur Verbindung mit dem Hauptgehäuseanteil aufweist.
  8. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 7, wobei der Schalter auf der Leitung angeordnet ist.
  9. Tragbares Funktelefon gemäß Anspruch 7 oder Anspruch 8, wobei der Schalter über die Leitung mit der Auswahleinrichtung verbunden ist.
  10. Tragbares Funktelefon gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Leitung vom Hauptgehäuseanteil abtrennbar ist.
  11. Tragbares Funktelefon gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei der Hauptgehäuseanteil des Funktelefons einen Sende-Empfänger aufweist.
  12. Tragbares Funktelefon gemäß einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei der Hauptgehäuseanteil des Funktelefons ein Handapparat ist.
  13. Tragbares Funktelefon gemäß einem der Ansprüche 7 bis 12, wobei der Hauptgehäuseanteil eine Audioschnittstelle aufweist, welche ein Ohrteil und ein Mikrofon aufweist.
  14. Tragbares Funktelefon gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Ohrteil ein Ohrteil in In-Ohr-Bauweise ist.
  15. Tragbares Funktelefon gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Schalter eine Drucktaste ist.
  16. Tragbares Funktelefon gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Kopfsprechhörer ferner ein Mikrofon aufweist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






IPC
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B Arbeitsverfahren; Transportieren
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