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Dokumentenidentifikation DE102005001306A1 27.07.2006
Titel Sanitärarmatur mit einer Anordnung lichtemittierender Elemente
Anmelder Hansa Metallwerke AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Kunkel, Horst, 70199 Stuttgart, DE;
Veigel, Gunter, 71229 Leonberg, DE
Vertreter Ostertag & Partner, Patentanwälte, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 05.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005001306
Offenlegungstag 27.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse E03C 1/05(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05B 1/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F21V 33/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F21V 21/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F21V 19/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Sanitärarmatur enthält eine Anordnung lichtemittierender Elemente (24a bis 24d; 1241 bis 1244) zur Ausleuchtung von Wasser, das aus der Sanitärarmatur aus- oder in diese eintritt. Erfindungsgemäß enthält die Anordnung lichtemittierende Elemente (24a bis 24c; 1241 bis 1243), die Licht in drei Primärfarben erzeugen, und mindestens ein lichtemittierendes Element (24d; 1244), das Licht in einer von den Primärfarben verschiedenen Mischfarbe erzeugt. Auf diese Weise lassen sich als besonders angenehm empfundene creme- oder pastellfarbige Mischfarben mit hoher Intensität erzeugen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur mit einer Anordnung lichtemittierender Elemente zur Ausleuchtung von Wasser, das aus der Sanitärarmatur aus- oder in diese eintritt.

Eine derartige Sanitärarmatur ist aus der DE 203 17 375 U1 bekannt. Die dort beschriebene Sanitärarmatur weist im Bereich des Wasseraustritts oder Wassereintritts Leuchtmittel auf, mit denen sich unterschiedliche Farben erzeugen lassen. Die Farbe wird dabei in Abhängigkeit von der Wassertemperatur eingestellt. Bei einem darin näher erläuterten Ausführungsbeispiel umfassen die Leuchtmittel drei LEDs, welche Licht in den Farben Rot, Blau sowie weißes Licht erzeugen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Sanitärarmatur derart weiterzubilden, daß die Lichtwirkung nicht nur lediglich Informationen vermitteln, sondern auch als angenehm empfundene Emotionen stimulieren kann.

Bei einer Sanitärarmatur der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anordnung lichtemittierende Elemente, die zumindest annähernd Licht in drei Primärfarben erzeugen, und mindestens ein lichtemittierendes Element enthält, das Licht in einer von den Primärfarben verschiedenen Mischfarbe erzeugt.

Der Begriff Primärfarbe bezeichnet dabei einen Satz von Farben, die bei additiver Lichtmischung weißes Licht ergeben. Prinzipiell gibt es unendlich viele Sätze derartiger Primärfarben. In der Praxis besonders gebräuchlich sind aber die Primärfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B), da die für das Farbempfinden maßgeblichen Sinneszellen auf der menschlichen Netzhaut auf diese drei Primärfarben ansprechen.

Die Erfinder haben nun erkannt, daß sich allein mit drei lichtemittierenden Elementen, die drei Primärfarben erzeugen (oder diesen sehr nahe kommen), nur die Farben innerhalb eines bestimmten Farbraumes erzeugen lassen. Handelt es sich bei den Primärfarben um Rot, Grün und Blau, so sind die darstellbaren Farben auf den RGB-Farbraum beschränkt. Durch Hinzunahme einer weiteren Farbe, die sich als Mischfarbe aus den Primärfarben ergibt, lassen sich erfindungsgemäß weitere Farben mit hoher Sättigung und Intensität erzeugen.

Als besonders angenehm empfundene Farben, z.B. Pastellfarben wie mintgrün oder zartrosa, lassen sich dann erzeugen, wenn es sich bei dieser zusätzlichen Farbe um Gelb handelt. Eine solche Sanitärarmatur ist besonders gut für eine Anwendung im Wellness- und Farbtherapiebereich geeignet.

Bei den lichtemittierenden Elementen kann es sich prinzipiell um jede Art von Lichtquelle handeln, die in der Lage ist, farbiges Licht zu erzeugen. Unter dem Begriff "farbiges Licht" versteht man Licht, dessen spektrale Zusammensetzung im sichtbaren Wellenlängenbereich (ca. 380 nm bis 780 nm) liegt. Auch eine Kombination einer Weißlichtquelle, z.B. einer Niedervolt-Halogenlampe, mit einem Farbfilter kommt grundsätzlich in Betracht.

Besonders geeignet als lichtemittierende Elemente sind allerdings die bereits erwähnten LEDs. Für die Verwendung von LEDs spricht zum einen, daß diese Halbleiterbauelemente eine sehr hohe Lichtausbeute haben. Zum anderen sind LEDs so klein, daß sie auch innerhalb des Armaturengehäuses in unmittelbarer Nähe des Wassereinlasses oder Wasserauslasses Platz finden. Damit entfällt die Notwendigkeit, das von den lichtemittierenden Elementen erzeuge Licht über Lichtleiter, z.B. optische Fasern, bis in den Bereich der Wassereintritts- oder Wasseraustrittsöffnung zu leiten.

Da selbst LEDs eine – wenn auch vergleichsweise geringe – Verlustwärme erzeugen, kann es zweckmäßig sein, einen Kühlkörper für die lichtemittierenden Elemente vorzusehen, der unmittelbar mit dem Wasser in Kontakt steht, das durch die Sanitärarmatur fließt. Ein solcher Kühlkörper ist selbstverständlich ganz allgemein, d.h. auch im Falle von weniger als vier lichtemittierenden Elementen, vorteilhaft einsetzbar.

Für zahlreiche Anwendungen genügt es, für die vier Farben jeweils eine LED vorzusehen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die vier lichtemittierenden Elemente in einer Multi-Color-LED zusammenzufassen. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Bauelement, in dem vier Halbleiterstrahlungsquellen auf einem Chip zusammengefaßt sind.

Es können auch mehrere Multi-Color-LEDs matrixartig auf einem gemeinsamen Träger angeordnet sein. Eine solche matrixartige Anordnung ermöglicht hohe Lichtdichten und erlaubt es zudem, die lichtemittierenden Elemente bereits auf dem Träger so zu verteilen, daß das von der Anordnung ausgehende Licht von vornherein gemischt ist.

Da viele Lichtquellen und insbesondere auch LEDs relativ große Lichtaustrittswinkel haben, kann es zweckmäßig sein, durch zusätzliche optische Elemente das von den lichtemittierenden Elementen ausgehende Licht zumindest annähernd zu kollimieren. Eine Möglichkeit hierzu besteht darin, vor einer Lichtaustrittsfläche eines jeden Elements eine optische Komponente mit positiver Brechkraft anzuordnen, welche das von dem Element erzeugte Licht bündelt. Handelt es sich bei den lichtemittierenden Elementen um einige wenige LEDs, so können diese optischen Komponenten als Sammellinsen mit ggf. asphärisch geformter brechender Fläche ausgebildet sein. Bei einer matrixartigen Anordnung einer Vielzahl von lichtemittierenden Elementen kann es hingegen günstiger sein, optische Komponenten zur Lichtbündelung vorzusehen, die als Mikrolinsen-Array, als Beugungsstrukturen oder auch eine Kombination aus beiden ausgeführt sind.

Zusätzlich oder alternativ hierzu kann eine Sammellinse vorgesehen sein, die das von der Anordnung erzeugte Licht (weiter) bündelt.

Zur Einstellung der gewünschten Farbwirkung kann die Sanitärarmatur eine Steuereinrichtung, zur Einstellung der Lichtfarbe enthalten, die mit den lichtemittierenden Elementen verbunden ist.

Um eine bessere Durchmischung des von den lichtemittierenden Elementen erzeugten Lichts zu erzielen, kann eine Streueinrichtung vorgesehen sein, bei der es sich beispielsweise um eine Streuscheibe mit unregelmäßig geformter oder gezielt strukturierter Oberfläche handeln kann, wobei im letztgenannten Fall die typische Strukturgröße 1 mm und vorzugsweise 0,1 mm nicht überschreiten sollte. Anstelle einer zusätzlichen Streuscheibe kann eine solche Oberfläche auch auf ohnehin vorhandenen optischen Komponenten, z.B. auf einer Fläche einer Sammellinse, aufgebracht sein.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen Darin zeigen:

1 einen Auslaufkopf einer Sanitärarmatur in einem schematischen axialen Schnitt;

2 eine vergrößerte perspektivische Darstellung einer Lichtquelle und einer Optikeinheit, die in dem in der 1 gezeigten Auslaufkopf integriert sind;

3 ein anderes Ausführungsbeispiel für eine Lichtquelle und eine Optikeinheit in einer an die 2 angelehnten Darstellung, bei dem die Lichtquelle eine matrixartige Anordnung aus Multi-Color-LEDs enthält;

4 eine einzelne Multi-Color-LED der in der 3 gezeigten Lichtquelle in Draufsicht.

Die 1 zeigt in einem schematischen axialen Schnitt einen Auslaufkopf 10 einer Sanitärarmatur, der fest im Sanitärbereich installiert oder auch Teil eines Handstücks sein kann. Bei der Sanitärarmatur kann es sich z.B. um eine Duscharmatur, eine Waschtischarmatur oder eine Badarmatur handeln. Der Auslaufkopf 10 hat ein Gehäuse 11 und einen darin enthaltenen Mischwasserauslauf 12, der in an sich bekannter Weise mit einer in der 1 nicht gezeigten Mischbatterie verbunden ist. Die Mischbatterie ist ihrerseits an einen Warmwasser- und einen Kaltwasserzulauf angeschlossen. Der Mischwasserauslauf 12 geht in einen Ringkanal 14 über, der stirnseitig mit Auslaßöffnungen 15 versehen ist.

In dem von dem Ringkanal 14 umschlossenen Raum sind eine Lichtquelle 16 und eine Optikeinheit 18 aufgenommen, die in der 2 perspektivisch und vergrößert dargestellt sind. Die Lichtquelle 16 umfaßt eine auf einem Kühlkörper 20 aufgebrachte Platine 22, die vier LEDs 24a, 24b, 24c und 24d trägt. Die LEDs 24a bis 24d sind zur Erzeugung von rotem, grünem, blauem bzw. gelbem Licht ausgelegt. Der Kühlkörper 20 ist umfangsseitig mit Kühlrippen 25 versehen und derart in den Auslaufkopf 10 eingebaut, daß das im Mischwasserauslauf 12 fließende Wasser unmittelbar an den Kühlrippen 25 vorbeistreicht. Da der Kühlkörper 20 Temperaturen von ca. 70° erreichen kann, ist bei den üblichen Wassertemperaturen im Sanitärbereich gewährleistet, daß ein Temperaturgradient zwischen dem Kühlkörper 20 und dem vorbeifließenden Wasser besteht. Aufgrund der großen Wärmekapazität von Wasser genügt bereits ein kleiner Temperaturgradient, um eine gute Kühlwirkung zu erzielen.

Die Optikeinheit 18 umfaßt vier Sammellinsen 26a, 26b, 26c und 26d, die in einer Linsenhalterscheibe 28 aufgenommen sind und jeweils eine plane Eintrittfläche und eine asphärisch konvexe Austrittsfläche haben. Die Sammellinsen 26a bis 26d sind jeweils so nahe an den Austrittsfenstern der LEDs 24a bis 24d angeordnet, daß das von einer einzelnen LED 24a, 24b, 24c oder 24d emittierte Licht praktisch vollständig auf die plane Eintrittsfläche der ihr jeweils zugeordneten Sammellinse 26a, 26b, 26c bzw. 26d auftrifft.

Die Optikeinheit 18 enthält ferner eine plan-konvexe Kondensorlinse 30, deren plane Eintrittsfläche eine Streuscheibe 32 trägt. Bei der Streuscheibe kann es sich beispielsweise um eine geätzte, gesandete oder geschliffene Scheibe handeln. Eine stärkere Streuung erhält man mit Volumenstreuscheiben, wie sie z.B. als Milchglasscheiben Verwendung finden. Anstelle einer separaten Streuscheibe 32 kann die plane Eintrittsfläche der Kondensorlinse 30 auch unmittelbar durch Materialabtrag, z.B. Ätzen, Sanden, Schleifen oder Fräsen, mattiert oder profiliert werden, um eine Streuwirkung zu erzielen.

Lichtaustrittsseitig wird die Optikeinheit 18 durch eine Abdeckscheibe 34 abgeschlossen, die auswechselbar an dem Gehäuse 11 des Auslaufkopfes 10 befestigt ist. Die Abdeckscheibe 34 ist außenseitig mit einer Beschichtung 35 versehen, welche die Anlagerung von Kalk erschwert. Die Abdeckscheibe 34 kann auf diese Weise sehr einfach durch feuchtes Abwischen gereinigt werden.

Die Platine 22 der Lichtquelle 16 ist über eine Leistungselektronik 36 mit einer Steuerung 38 des Auslaufkopfs 10 verbunden. Die Steuerung 38 hat die Aufgabe, die LEDs 24a bis 24d einzeln anzusteuern. Außerdem wirkt die Steuerung 38 auf ein im Mischwasserauslauf 12 eingebautes Magnetventil 40 ein, mit dem sich die austretende Mischwassermenge einstellen läßt.

Ferner ist die Steuerung 38 mit einem Temperaturfühler 42 und einem Durchflußschalter 44 verbunden, der ein Schaltsignal erzeugt, sobald Mischwasser vom Mischwasserauslauf 12 in den Ringkanal 14 fließt. Über einen Fotodetektor 46 kann die Steuerung 38 die Helligkeit in einem Raum ermitteln, in dem sich der Auslaufkopf 10 befindet. Über eine Bedieneinheit 48 kann die Funktion des Auslaufkopfs 10 gesteuert und ggf. auch programmiert werden. Zur Stromversorgung ist die Steuerung 38 mit einer Spannungsquelle 50 verbunden, bei der es sich z.B. um das häusliche Wechselstromnetz oder einen Akkumulator handeln kann. Die Steuerung 38, in welche die Leistungselektronik 36 integriert sein kann, der Fotodetektor 46 und die Bedieneinheit 48 können räumlich entfernt von den übrigen Teilen des Auslaufkopfs 10 angeordnet sein, was durch eine gestrichelte Linie 52 angedeutet ist. Eine solche räumliche Trennung ist beispielsweise dann zweckmäßig, wenn der Auslaufkopf 10 zusammen mit einem Handstück einen Duschkopf bildet.

Der vorstehend anhand der 1 und 2 beschriebene Auslaufkopf 10 funktioniert wie folgt: Stellt ein Benutzer an der Bedieneinheit 48 eine gewünschte Wassermenge und -temperatur ein, so gibt das Magnetventil 40 die entsprechende und von der nicht dargestellten Mischbatterie mit der gewünschten Temperatur bereitgestellte Wassermenge frei. Das Mischwasser, das in der durch Pfeile 54 angedeuteten Fließrichtung das Magnetventil 40 durchströmt, betätigt den Durchflußschalter 44. Die Steuerung 38 erhält dadurch die Information, daß nunmehr Wasser aus den Auslaßöffnungen 15 des Auslaufkopfes 10 austreten wird.

In einem ersten Betriebsmodus, der an der Bedieneinheit 48 eingestellt werden kann, steuert die Steuerung 38 die LEDs 24a bis 24d so an, daß das von den LEDs 24a bis 24d erzeugte Licht eine mit der Wassertemperatur korrelierte Farbe hat. Die tatsächliche Wassertemperatur wird dabei der Steuerung 38 von dem Temperaturfühler 42 übermittelt. Die Farbe kann beispielsweise so gewählt sein, daß bei kaltem Wasser blaues Licht, bei heißem Wasser rotes Licht und bei lauwarmem Wasser weißes Licht erzeugt wird. Das Licht der erwünschten Farbe wird dabei durch additive Mischung des von den Leuchtdioden 24a bis 24d erzeugten Lichts erzeugt.

Mit Hilfe des Fotodetektors 46 kann die Steuerung 38 ermitteln, wie hell das Umgebungslicht ist. Je heller das Umgebungslicht ist, desto höher muß die Intensität des von den LEDs 24a bis 24d erzeugten Lichts sein. Nur dann ist gewährleistet, daß das von der Lichtquelle 16 erzeugte Licht für den Benutzer wahrnehmbar ist.

Die LEDs 24a bis 24d erzeugen außerdem erst dann Licht, wenn der Durchflußschalter 44 einen Wasserdurchfluß in dem Wasserauslauf 12 registriert. Auf diese Weise wird verhindert, daß Licht erzeugt wird, bevor Wasser aus den Austrittsöffnungen 15 austritt, und es dadurch zu störenden Blenderscheinungen für den Benutzer kommt.

Die von den einzelnen LEDs 24a bis 24d erzeugten Lichtbündel haben unmittelbar hinter den Austrittsfenstern der LEDs 24a bis 24d zunächst einen Austrittswinkel von etwa 130°. Um einen möglichst großen Teil des austretenden Lichts nutzen zu können, sammeln die asphärischen Linsen 26a bis 26d einen Großteil des von den LEDs 24a bis 24d erzeugten Lichts und richten dieses auf die Streuscheibe 32. Die Streuscheibe 32 hat die Aufgabe, die von den einzelnen LEDs 24a bis 24d erzeugten Lichtbündel weiter zu durchmischen. Das in der Streuscheibe 32 gestreute Licht wird von der nachfolgenden Kondensorlinse 30 weiter kollimiert und verläßt als divergentes, aber farblich weitgehend homogenes Strahlenbüschel über die Abdeckscheibe 34 den Auslaufkopf 10. Das Strahlenbüschel wird von dem austretenden Mischwasser zylindrisch umgeben und beleuchtet das Mischwasser somit von innen. In der 1 ist für einen einzelnen gestrichelt dargestellten Lichtstrahl 56, der von der rotes Licht erzeugenden LED 24a ausgeht, die optische Wirkung der Sammellinse 26a, der Streuscheibe 32 und der Kondensorlinse 30 angedeutet.

Die von den LEDs 24a bis 24d freigesetzte Verlustwärme wird über die Platine 22 an den Kühlkörper 20 weitergegeben, der in unmittelbarem thermischen Kontakt mit dem Gehäuse 11 des Auslaufkopfs 10 steht. Die Verlustwärme kann auf diese Weise über den Kühlkörper 20 an das den Auslaufkopf 10 durchströmende Mischwasser abgegeben werden.

In einem zweiten Betriebsmodus, der an der Bedieneinheit 48 eingestellt werden kann, kann der Benutzer eine von der Wassertemperatur unabhängige Farbe für das von den LEDs 24a bis 24d erzeugte Licht einstellen. Die Wahl dieser Farbe kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten erfolgen. Die Farbe kann beispielsweise an der Bedieneinheit 48 über entsprechende Bedienelemente unmittelbar eingestellt werden. In Betracht kommt ferner, daß die Farbe in einer Transponder-Karte gespeichert ist, die mit einem Sende-/Empfangskopf in der Bedieneinheit 48 zusammenwirken kann. Die auf der Transponder-Karte gespeicherte Farbe kann z.B. vom Benutzer frei gewählt oder von einem Lichttherapeuten vorgegeben sein. Zusätzlich oder alternativ hierzu kommt auch eine Abhängigkeit der Farbe von der Tageszeit, der Jahreszeit oder vom Wetter in Betracht.

Da die Lichtquelle 16 nicht nur drei LEDs 24a, 24b, 24c für Primärfarben Rot, Grün und Blau enthält, sondern darüber hinaus die gelbes Licht erzeugende LED 24d, können auch intensive, aber dennoch als angenehm empfundene Pastell- und Cremefarben wie beispielsweise Mintgrün oder Zartrosa durch additive Farbmischung realisiert werden. Diese unter Verwendung eines Gelbanteils erzeugten Farben verändern sich entlang der Ausbreitungsrichtung des Lichts nicht oder nur unwesentlich, da sich geringe Schwankungen der Farbanteile, wie sie bei einem divergenten Lichtbündel zwangsläufig durch Entmischung auftreten, nur wenig auf die Mischfarbe auswirkt.

Die 3 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Lichtquelle 16 und der Optikeinheit 18 in einer an die 2 angelehnten perspektivischen Darstellung. Gleiche oder einander entsprechende Teile sind dabei mit um 100 erhöhten Bezugsziffern bezeichnet.

Auf der Platine 122 sind eine Vielzahl von Multi-Color-LEDs 124 in einem matrixartigen wabenartigen Muster angeordnet. Wie die vergrößerte Draufsicht auf eine einzelne Multi-Color-LED 124 der 4 zeigt, hat jede Multi-Color-LED 124 eine hexagonale Grundform und enthält vier einzelne lichtemittierende Elemente 1241 bis 1244, welche die Farben Rot (R), Grün (G), Blau (B) bzw. Gelb (Y) erzeugen können und auf einem gemeinsamen Chip angeordnet sind. Unmittelbar auf den Träger 122 ist für jede Multi-Color-LED 124 eine plan-konvexe Kunststofflinse 126 aufgebracht, die den Lichtaustrittswinkel des Lichts verkleinert, das von den Elementen 1241 bis 1244 jeweils erzeugt wird.

Bei dem in der 3 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel ist zusätzlich zu den Sammellinsen 126 eine matrixartige Anordnung diffraktiver Strukturen 126' vorgesehen, die jeweils die Wirkung einer asphärischen Sammellinse haben. Anstelle von diffraktiven Strukturen 126' können auch Mischungen aus refraktiv und diffraktiv wirkenden Strukturen verwendet werden. Das die diffraktiven Strukturen 126' durchtretende Licht gelangt auch bei diesem Ausführungsbeispiel auf eine Streuscheibe 132 und wird von einer Kondensorlinse 130 gebündelt, bevor es den Auslaufkopf 10 verläßt.

Gegenüber dem in den 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel hat die Verwendung matrixartig angeordneter Multi-Colors-LEDs 124 und matrixartig angeordneter diffraktiver Strukturen 126' den Vorteil, daß insgesamt eine sehr geringe Bauhöhe erforderlich ist, um die Lichtquelle 16 und die Optikeinheit 18 in dem Auslaufkopf 10 integrieren zu können. Dieser Aspekt ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn der Auslaufkopf 10 Teil einer Waschtischarmatur ist. In derartigen Fällen ist der Bauraum im Auslaufkopf meist derart beschränkt, daß nur sehr kleine Lichtquellen mit hoher Leuchtdichte eingesetzt werden können.


Anspruch[de]
  1. Sanitärarmatur mit einer Anordnung lichtemittierender Elemente (24a bis 24d; 1241 bis 1244) zur Ausleuchtung von Wasser, das aus der Sanitärarmatur aus- oder in diese eintritt,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Anordnung lichtemittierende Elemente (24a bis 24c; 1241 bis 1243), die zumindest annähernd Licht in drei Primärfarben erzeugen, und mindestens ein lichtemittierendes Element (24d; 1244) enthält, das Licht in einer von den Primärfarben verschiedenen Mischfarbe erzeugt.
  2. Sanitärarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärfarben Rot, Grün und Blau sind.
  3. Sanitärarmatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe Rot durch Lichtwellenlängen zwischen 625 nm und 650 nm, die Farbe Grün durch Lichtwellenlängen zwischen 500 nm und 550 nm und die Farbe Blau durch Lichtwellenlängen zwischen 455 nm und 485 nm festgelegt sind.
  4. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischfarbe Gelb ist.
  5. Sanitärarmatur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischfarbe durch Lichtwellenlängen zwischen 570 nm und 590 nm festgelegt ist.
  6. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtemittierenden Elemente einzelne LEDs (24a bis 24d; 124) sind.
  7. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vier lichtemittierende Elemente (1241 bis 1244), die unterschiedliche Farben erzeugen, in einer Multi-Color-LED (124) zusammengefaßt sind.
  8. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung mehrere Sätze von jeweils vier lichtemittierenden Elemente (24a, 24b, 24c, 24d) enthält, wobei die lichtemittierenden Elemente innerhalb eines Satzes Licht in vier unterschiedlichen Farben erzeugen.
  9. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor einer Lichtaustrittsfläche eines einzelnen lichtemittierenden Elements (24a bis 24d) oder einer Untergruppe (124) lichtemittierender Elemente (1241 bis 1244) eine optische Komponente (26a bis 26d; 126, 126') mit positiver Brechkraft angeordnet ist, welches das von dem lichtemittierenden Element oder der Untergruppe lichtemittierender Elemente erzeugte Licht bündelt.
  10. Sanitärarmatur nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Komponente (126, 126') sowohl diffraktiv als auch refraktiv wirkende Strukturen enthält.
  11. Sanitärarmatur nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Komponente (26a bis 26d; 126') die Wirkung einer asphärischen Sammellinse hat.
  12. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Streueinrichtung (32), die das von den lichtemittierenden Elementen (24a bis 24d; 1241 bis 1244) erzeugte Licht streut.
  13. Sanitärarmatur nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Streueinrichtung (32) eine Oberfläche mit Strukturen umfaßt, deren Abmessungen weniger als 1 mm betragen.
  14. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sammellinse (30), die von allen lichtemittierenden Elementen erzeugtes Licht bündelt.
  15. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das von den lichtemittierenden Elementen (24a bis 24d; 1241 bis 1244) erzeugte Licht lichtleiterfrei in der Sanitärarmatur ausbreitet.
  16. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine mit den lichtemittierenden Elementen (24a bis 24d; 1241 bis 1244) verbundene Steuereinrichtung (38) zur Einstellung der Lichtfarbe.
  17. Sanitärarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Kühlkörper für die lichtemittierenden Elemente (24a bis 24d; 1241 bis 1244), der unmittelbar in Kontakt mit Wasser steht, das durch die Sanitärarmatur fließt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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