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Dokumentenidentifikation DE102005001905A1 27.07.2006
Titel Echtzeit-Vergebührung von Diensten
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Farthofer, Martin, Wien, AT;
Gascon-Wingenbach, Juan-Jose, Wien, AT;
Kanbach, Andreas, Dr., 13467 Berlin, DE;
Kastelwicz, Georg, Dr., 10179 Berlin, DE;
Kim, Peter, Dr., 12623 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 14.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005001905
Offenlegungstag 27.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse H04L 12/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04L 29/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vergebühren mindestens eines Dienstes, welcher ein erstes Netzelement (A-TN) und ein zweites Netzelement (B-TN, AS, MRFC) eines Kommunikationsnetzes betrifft. Erfindungsgemäß wird beim Versenden von mindestens einer Signalisierungsnachricht eines ersten Protokolls zwischen dem ersten Netzelement (A-TN) und dem zweiten Netzelement (B-TN, AS, MRFC) von einem Zustandselement (ZE) mindestens ein Parameter der mindestens einen Signalisierungsnachricht ausgewertet, der den zu vergebührenden Dienst angibt, und es wird das Auswerteergebnis mit mindestens einer weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls an ein Vergebührungszentrum (OCS) gesandt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vergebühren mindestens eines Dienstes, welcher ein erstes Netzelement und ein zweites Netzelement eines Kommunikationsnetzes betrifft.

In Mobilfunknetzen werden für die Vergebührung die beiden Methoden „Online Charging" und „Offline Charging" unterstützt. Während für den Nutzer eines ersteren Netzelementes, wie zum Beispiel einem Mobilfunkendgerät, einem mobilen Computer, einem mobilen Organizer, einem Computer etc. beim „Offline Charging" die Vergebührung erst nach der Nutzung von zum Beispiel multimedialen Diensten erfolgt, findet beim „Online Charging" die Vergebührung in zeitlicher Nähe zur Ausführung des Dienstes statt. Daher wird bei dem „Online Charging" auch von einer Echtzeit-Vergebührung gesprochen. Die „Prepaid-Vergebührung" ist ein Beispiel einer Echzeitvergebührung, bei der als zeitliche Nähe zur Ausführung des Dienstes das Konto des Nutzers des zum Beispiel Mobilfunkendgerätes vor Ausführung des Dienstes belastet wird.

Mobilfunknetze der 3. Generation (zum Beispiel das UMTS-Netz) sind nicht nur für Sprache und variable Datenströme ausgelegt, sondern erlauben dem Kunden auch die Nutzung von multimedialen Diensten. Die Vergebührung zur Nutzung von multimedialen Diensten ist äußerst komplex und bisher nicht zufriedenstellend-gelöst. Vergebührungsmodelle sollen in Mobilfunknetzen der 3. Generation für das Online- und Offline Charging mit einem hohen Maß an Flexibilität den Betreibern zur Verfügung stehen.

Von besonderer Bedeutung ist die Vergebührung von Ereignissen (Events) zu Diensten, die sich aus den zur Verfügung stehenden Informationen der Signalisierung ergeben kann. Eine Vergebührung von Ereignissen bzw. Diensten auf der Basis einer Signalisierung ist bisher nicht bekannt und wird in der 3GPP-Standardisierung nicht eindeutig beschrieben (3GPP TS 32.299 V 0.2.0; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Charging Management; Diameter Charging Application; Release 6; 01/2004). Dienste bzw. Ereignisse (Events) können u. a. über das sogenannte IP Multimedia Subsystem (IMS) bereitgestellt werden. Das IMS (IP Multimedia Subsystem) wurde im Rahmen des 3GPP Release 5 sowie Release 6 standardisiert. Die Vergebührung im IMS wird in den 3GPP Spezifikationen TS 32.225 (Release 5) (3GPP TS 32.225 V5.4.0; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Charging management; Charging data description for the IP Multimedia Subsystem (IMS), Release 5; 12/2003) und TR 32.815 (3GPP TR 32.815 v6.0.0; Technical Report; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Services and System Aspects; Telecommunication management; Charging management; Online Charging System (OCS) architecture study; Release 6; 09/2003), sowie in der Spezifikation TS 32.296 (beide Release 6) (3GPP TS 32.296 V1.0.0; Technical Specification; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Charging management; Online Charging System (OCS): Applications and interfaces, Release 6; 03/2004) beschrieben. Die Spezifikationen sowohl für Release 5 als auch für Release 6 sind noch nicht stabil. Es wird erwartet, dass der IETF-Draft „DIAMETER Credit Control Application" (IETF Internet Draft: Diameter Credit-Control Application; draft-ietf-aaa-diameter-cc-03.txt, February 2004) referenziert werden wird. Dieser Draft beschreibt die DIAMETER-Nachrichten unter anderem für Session (Verbindungs)-Vergebührungen. Das technische Problem bei der Verwendung der Ro-Schnittstelle zur Vergebührung besteht darin dass für eine Verbindungs-Vergebührung ein relativ komplexes Verfahren verwendet wird (Reservierungen sowie eine sogenannte Budget-Kontrolle sind erforderlich. Weiterhin muss ein Zustandselement über die gesamte Zeit der Verbindung aktiv bleiben) und noch kein Zustandselement für die Umsetzung von zum Beispiel dem SIP-Protokoll auf das Diameter-Protokoll beschrieben worden ist.

Die gegenwärtige Architektur in 3GPP-Netzen erlaubt sowohl die zeit- als auch die volumenbasierte Vergebührung von Diensten. Speziell für das Online Charging ist im IP-basierten Multimedia Subsystem (IMS) die Ro-Schnittstelle standardisiert worden. Sie verbindet die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion (Serving-Call-State-Control-Function = SCSCF) und das Vergebührungszentrum = Online Charging System (OCS) miteinander. Als Protokoll für die Ro-Schnittstelle wurde von der 3GPP im IMS Rel. 6 die IETF draft Credit Control Application (CCA) = das Diameter-Protokoll gewählt, das in keinem Zusammenhang mit der SIP-Signalisierung steht. Die Spezifikation 3GPP TS 32.299 V 0.2.0; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Charging Management; Diameter Charging Application; Release 6; 01/2004 sieht vor, dass die Ausführung des Dienstes vom Ergebnis der Vergebührung abhängig ist. Das beschriebene Konzept blockiert also für einen „Service Request" die Ausführung des Dienstes.

Die 3GPP-Standardisierung hat bisher noch keine konkrete Umsetzung einer Vergebührung von SIP-basierten Sessions (Verbindungen) auf entsprechende Nachrichten des Diameter-Protokolls und kein Zustandselement für die Vergebührung definiert. Es ist auch noch kein IP Multimedia Subsystem (IMS) im Einsatz, so dass es auch noch kein bekanntes Zustandselement gibt, das die Zusammenhänge zwischen der. entsprechenden SIP- und Diameter-Nachrichten des Diameter-Protokolls beschreibt.

Die Steuerung von Diensten in 3GPP Netzen wird mit dem SIP-Protokoll durchgeführt. Dies ist unter anderem in der Spezifikation TS 24.229 (3GPP TS 24.229 V5.6.0; Technical Specification; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Core Network; IP Multimedia Call Control Protocol based on Session Initiation Protocol (SIP) and Session Description Protocol (SDP); Stage 3; Release 5; 09/2003-09) beschrieben. In den Spezifikationen TS 32.225 (R5) und TS 32.296 (R6) ist beschrieben, wie die Vergebührung von Diensten auf dem SIP-AS (Applikations-Server) (R5 und R6, in R6 auch als IMS-AS bezeichnet) sowie auf der IMS Gateway Funktion (nur R6) durchzuführen ist.

Im Kapitel „Event Charging with Unit Reservation (ECUR)" der TS 32.225 für Release 5 und im Kapitel „Event Charging with Unit Reservation" der TS 32.299 für Release 6 wird beschrieben, dass beim Service Request (Dienst-Anfrage) eine ACR-Start-DIAMETER-Nachricht (R5) bzw. eine CCR-initial-DIAMETER-Nachricht (R6) abgesetzt wird, woraufhin zur Vergebührung so genannte Einheiten (Units) beim Vergebührungszentrum reserviert werden. Während der Erbringung des Dienstes wird eine ACR-Interim-DIAMETER-Nachricht (R5) bzw. eine CCR-update-DIAMETER-Nachricht (R6) abgesetzt, worauf dem Nutzerkonto Einheiten abgezogen werden und neue Einheiten reserviert werden. Nach der Erbringung des Dienstes wird eine ACR-End-DIAMETER-Nachricht (R5) bzw. eine CCR-terminate-DIAMETER-Nachricht (R6) abgesetzt, worauf die zuletzt verbrauchten Einheiten dem Nutzerkonto abgezogen werden. Es wird ein DIAMETER-Zustandselement für die gesamte Dauer der Dienstausführung aufrechterhalten. Dabei ist die Dienstausführung bzw. der Verbindungsaufbau solange blockiert, bis eine DIAMETER-Credit-Control-Antwortnachricht (CCA) vorliegt. Dies wird auch als Synchronität bezeichnet.

Es ist zu erwarten, dass in der Release 5 da:. Online Charging durch die Mechanismen der Release 6 ersetzt werden (d.h. der Hakala-Diameter-Credit-Control-Draft (IETF Internet Draft: hakala-diameter-credit-control-Draft; draft-hakala-diametercredit-control-05.txt, Harri Hakala, Leena Mattila, Juha-Pekka Koskinen, Marco Stura, November 2002) wird im IETF-Standardisierungsprozeß nicht weiter verfolgt und daher von der 3GPP gegen den Diameter Credit Control Application Draft (CCA) (IETF Internet Draft: Diameter Credit-Control Application; draft-ietf-aaa-diameter-cc-03.txt, February 2004) ausgetauscht oder aber das Online Charging wird aus der Release 5 gestrichen. In Release 6 werden die Meldungen zur Vergebührung für das Online Charging mit den Nachrichten Credit Control Request (CCR) und Credit Control Answer (CCA) durchgeführt. Diese beiden Nachrichten sind in den Diameter Credit Control Application Draft (IETF Internet Draft: Diameter Credit-Control Application; draft-ietf-aaa-diameter-cc-03.txt, February 2004) definiert und wurden von der 3GPP bereits im IMS Rel. 6 (3GPP TS 32.299 V 0.2.0; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Charging Management; Diameter Charging Application; Release 6; 01/2004) eingeführt.

Die Aufgabe der Erfindung ist darin zu sehen, eine Möglichkeit für ein effizientes und kosteneffektive Vergebühren von Diensten in einem Kommunikationsnetz vorzuschlagen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß jeweils durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein Kern der Erfindung ist darin zu sehen, dass zum Vergebühren mindestens eines Dienstes, welcher ein erstes Netzelement und ein zweites Netzelement eines Kommunikationsnetz, zum Beispiel über ein zellulares Mobilfunknetz, über ein IP-Netz etc., betrifft, beim Versenden von mindestens einer Signalisierungsnachricht eines ersten Protokolls, zum Beispiel dem SIP-Protokoll, dem H.323 etc., zwischen dem ersten Netzelement und dem zweiten Netzelement ein Zustandselement mindestens einen Parameter der mindestens einen Signalisierungsnachricht auswertet, der den zu vergebührenden Dienst angibt. Im Allgemeinen werden Daten eines Dienstes zwischen dem ersten Netzelement und dem zweiten Netzelement über das Kommunikationsnetz ausgetauscht, jedoch kann es auch vorkommen, dass keine Daten eines Dienstes ausgetauscht werden und trotzdem eine Vergebührung durchgeführt wird. Dies kann zum Beispiel bei einem Telefonat ohne Austausch von Sprache der Fall sein. Hier wird nach Zeit vergebührt. Erfindungsgenäß wird das Auswerteergebnis mit mindestens einer weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls, zum Beispiel dem Diameter-Protokoll, an ein Vergebührungszentrum gesandt. Dabei kann zum Beispiel das erste Netzelement ein Mobilfunkendgerät, ein mobiler Computer, ein Computer und/oder ein mobiler Organizer sein. Das zweite Netzelement kann zum Beispiel ein Applikationsserver, ein Präsenzserver, ein Proxy-Server, ein Mobilfunkendgerät, ein mobiler Computer, ein Computer und/oder ein mobiler Organizer oder Ähnliches sein. Die Erfindung sieht also einen asynchronen Meldungsverkehr vor. Ein asynchroner Meldungsverkehr beeinflusst den Ablauf des Verbindungsaufbaus nicht. Die Vergebührung ist somit unabhängig von der Ausführung des Dienstes und damit nicht blockierend. In den 3GPP Standards wird für das Online Charging (Echtzeit-Vergebührung) das synchrone Verfahren genutzt. Das Zustandselement kann zum Beispiel ein Netzelement einer Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion (Call-State-Control-Function), eines Applikationsservers, ein Netzelement des IP Multimedia Subsystems und/oder ein eigenständiges Netzelement sein. Des Weiteren könnte das Zustandselement in einem Dienste-Knoten integriert sein. Als Dienste-Knoten im 3GPP-Netzen werden zum Beispiel Push-to-Talk-Server (PoC) oder Konferenz-Server, Instant Messaging Server = Nachrichten-Server, MMS-Relay-Server = Multimedia-Nachrichten-Server, Presence-Server = Präsenz-Server, Location Server = Orts-Server, SIP-Gateways (z.B. MRFC) oder Sprachspeicher (Voicemail Server) angesehen. Die Applikationsserver bzw. Dienste-Knoten verfügen gemäß der Spezifikation TS 32.296 (3GPP, 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Chargang management; Online Charging System (OCS): Applications and interfaces (Release 6), V1.0.0, March 2004) über eine Ro-Schnittstelle.

Im Gegensatz zu zeitbasierten Vergebührungsmodellen erfordern ereignisgesteuerte Echtzeit-Vergebührungsmodelle immer eine sofortige bzw. zeitnahe Entscheidung über die Ausführung eines Dienstes. Im Rahmen des Diameter-Protokolls kann das Vergebührungszentrum zum Beispiel der Verbindungs-Status-Kontroll-Funktin (S-CSCF) des IP Multimedia Subsystems mitteilen, wie mit der Ausführung des Dienstes zu verfahren ist. D.h. die Entscheidung wird nicht den Netzelementen überlassen, sondern von dem Vergebührungszentrum vorgegeben und aus dem Ergebnis der Vergebührungsanfrage abgeleutet.

Die Meldungen zur Vergebührung für die Echtzeit-Vergebührung können zum Beispiel mit den Nachrichten Credit Control Request (CCR) und Credit Control Answer (CCA) durchgeführt werden. Diese beiden Nachrichten sind in dem IETF draft CCA (IETF Internet Draft: Diameter Credit-Control Application; draft-ietf-aaa-diameter-cc-04.txt, March 2004) definiert und wurden von der 3GPP im IMS Rel. 6 (3GPP TS 32.299 V 0.2.0; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Service and System Aspects; Telecommunication management; Charging Management; Diameter Charging Application; Release 6; 01/2004) verwendet.

Die Vergebührung bezieht sich auf die Nutzung eines Dienstes bzw. SIP basierte Ereignisse und wird zum Beispiel von den SIP-Nachrichten eines Verbindungsaufbaus (z.B. INVITE, 200 OK, ACK) angestoßen bzw. getriggert. Selbstverständlich können erfindungsgemäß auch andere Signalisierungsprotokolle wie etwa das H.323-Protokoll für das Verfahren bzw. für die Vorrichtung verwendet werden. Mit der Einführung des IP Multimedia Subsystems IMS in den Mobilfunknetzen der 3. Generation ergeben sich für den Nutzer eines ersten Netzelementes nicht nur die Möglichkeit zur Nutzung eines Dienstes, sondern es können auch bestimmte Hinweise (Notifications) angefordert werden. Diese Hinweise bzw. Dienste geben Auskunft über einen Zustand und können als Dienstmerkmale (Supplementary Services, ähnlich denen im Festnetz/GSM) verstanden werden, die sich auf die Verbindungssteuerung oder auf die Ausführung des Dienstes selbst beziehen. Zum Beispiel könner. für die Verbindungssteuerung dem Nutzer eines ersten Netzelementes auf Antrag die folgenden Dienste bzw. Hinweise zur Verfügung gestellt werden:

  • • Rückruf bei Besetzt (Hinweis an A-TN, dass der B-TN. Frei ist)
  • • Anrufweiterschaltung (Hinweis an A-TN, dass der Ruf weitergeleitet wurde)
  • • Gebührenanzeige (Advice of Charge)

Die folgenden Hinweise können sich durch die Ausführung des Dienstes bzw. der Applikation ergeben:

  • • Presence Service (update Buddy list)
  • • Location Service (Hinweis auf Aufenthaltsort)
  • • Push to Talk over Cellular (PoC) (Hinweis auf den Zustand von PTT)
  • • Sprachspeicher (Hinweis auf den Zustand des Sprachspeichers)
  • • Weckdienst (Hinweis auf Alarm)
  • • Instant Messaging (Nachrichten-Dienst)

All diese Hinweise bzw. Dienste können als asynchrone Ereignisse betrachtet werden und können dem Nutzer eines ersten Netzelementes nützliche, ggf. gebührenpflichtige Informationen liefern. Die gewünschten Hinweise können vom Nutzer eines ersten Netzelementes angefordert werden. Beispielsweise wird mit der SIP-Methode „SUBSCRIBE" das gewünschte Ereignis bzw. der gewünschte Dienst vom Nutzer eines ersten Netzelementes angefordert. Ein zweites Netzelement stellt dem Nutzer das Ereignis bzw. den Dienst über das Kommunikationsnetz mit Hilfe der SIP-Methode NOTIFY zur Verfügung. Das standardisierte Verfahren wird mit Hilfe der SIP-spezifischer Event-Notification im IETF Internet Standard: RFC 3265: Session Initiation Protocol (SIP)-Specific Event Notification, June 2002 beschrieben. Jedoch ist eine Echtzeit-Vergebührung von derartigen Ereignissen bisher noch nicht bekannt.

In der vorliegenden Erfindungsmeldung kann für die Echtzeit-Vergebührung zum Beispiel die SUBSRCIBE-Methode verwendet werden, mit der die vom Nutzer eines ersten Netzelementes gewünschten Dienste angefordert werden können. Die gewünschten Dienste werden als Ereignisse mit geeignetem Parameter zum Beispiel in einer SUBSCRIBE-Signalisierungsnachricht eingetragen. Derzeit ist die SUBSCRIBE-Methode eine bekannte und standardisierte SIP-Methode, mit der ein Nutzer eines ersten Netzelementes Dienste über das Kommunikationsnetz anfordern kann. Die angefragten Dienste werden dem Vergebührungszentrum (Online Charging System (OCS)) als Ereignisse mit geeigneten Parametern zur Vergebührung mitgeteilt. Die Vergebührung der Dienste wird vom Vergebührungszentrum durchgeführt. Die Korrelation von einer empfangenen SUBSCRIBE-Methode und den verwendeten Diameter-Nachrichten manifestiert sich in einem Zustandselement. Das Zustandselement beschreibt auf der Basis der SUBSRCIBE-Methode die Korrelation zwischen den SIP- und den Diameter Nachrichten.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass mindestens eine weitere Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls, zum Beispiel dem Diameter-Protokoll, mindestens einen weiteren Parameter für die Vergebührung des Dienstes enthält. Der mindestens eine weitere Parameter wird der mindestens einen weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls zum Beispiel durch das Zustandselement, einem Netzelement des IP Multimedia Subsystems, einem Dienste-Knoten oder Ähnlichem hinzugefügt. Der mindestens eine weitere Parameter kann dabei die zu erwartende Dauer des Dienstes, die zu erwartende Datenmenge des Dienstes und/oder einen fixen Geldbetrag angeben.

Die in der Erfindung beschriebene Methode zeichnet sich durch eine einfache Realisierung von ereignisgesteuerten Vergebührungsmodellen auf der Basis von Online Charging Micropayment, standardisierter Ereignisse bzw. Dienste, sofortige Kontobelastung und keine aufwendige Reservierungsprozeduren aus. Dabei wird die Einführung neuer ereignisgesteuerter Dienste vereinheitlicht und damit vereinfacht. Es gibt eine eindeutige Zuordnung des angeforderten Ereignisses auf die Vergebührung. Der Nutzer eines Dienstes wählt das Ereignis selbst aus. Die Nutzung des standardisierten Verfahrens kann zur Anforderung von Hinweisen mit Hilfe von SUBSCREBE/NOTIFY erfolgen. Des Weiteren ist keine Erweiterung vom SIP- bzw. Diameter-Protokoll notwendig.

Die Erfindung wird anhand eines in einer Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigen

1 ein Beispiel eines Flussdiagramms für das erfindungsgemäße Verfahren,

2 ein Beispiel für eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Vergebührung eines Dienstes mit einem fixen Timer,

3 eine Zustandstabelle zu 2,

4 ein Flussdiagramm für eine Solvenzüberprüfung zu 2,

5 Zustandstabellen zu 4,

6 ein Flussdiagramm für ein Rückbuchen von nicht verbrauchten Einheiten,

7 Zustandstabellen zu 6,

8 ein Flussdiagramm für eine Vergebührung mit einem flexiblen Timer,

9 Zustandstabellen zu 8,

10 ein Flussdiagramm für eine Vergebührung eines Dienstes mit einem fixen Timer,

11 ein zweites Flussdiagramm für einer. Abbau einer Verbindung,

12 eine erfindungsgemäße Vorrichtung.

1 zeigt ein Beispiel eines Flussdiagramms für das erfindungsgemäße Verfahren. Unter Berücksichtigung des erfindungsgemäßen Zustandselementes ZE wird ein Beispiel einer Echtzeit-Vergebührung mit SIP-basierten Diensten diskutiert. Das Zustandselement ZE ist in diesem Beispiel in der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF implementiert und korreliert die SIP-Methode SUBSCRIBE mit den CCR/CCA-Kommandos des Diameter-Protokolls. Die NOTIFY-Nachrichten, die sich aufgrund der SUBSCRIBE-Nachricht ergeben, sind nicht dargestellt. Ein erstes Netzelement A-TN sendet eine SUBSCRIBE-Nachricht an die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF und beantragt einen Dienst (NOTIFY). Daraufhin sendet die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF eine SUBSCRIBE-Nachricht weiter an ein zweites Netzelement B-TN/AS/MRFC. Wenn das zweites Netzelement B-TN/AS/MRFC den Antrag akzeptiert, sendet das zweite Netzelement B-TN/AS/MRFC an die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF eine 200 OK – Nachricht zurück. Die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF Leitet die 200 OK – Nachricht an das erste Netzelement A-TN weiter. Aufgrund der empfangenen SUBSCRIBE-Nachricht und dem darin enthaltenen Ereignis für den angeforderten Dienst in Form mindestens eines Parameters wird ein Auswerteergebnis vom Zustandselement ZE in der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF erstellt und eine Diameter-CCR-Nachricht (Credit Control Request) mit dem Auswerteergebnis an das Vergebührungszentrum OCS gesendet. Die Vergebührung des Ereignisses erfolgt nun aufgrund des übermittelten Auswerteergebnisses. Als Ergebnis der Vergebührung wird eine Diameter-CCA-Nachricht (Credit Control Answer) an das Zustandselement ZE in der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF gesendet.

Unter Umständen kann bei einem asynchronen Meldungsverkehr und einem fehlenden Guthaben eine Einmalvergebührung ggf. nicht durchgeführt werden. Bei preiswerten Diensten ist dieses Vergebührungsmodell durchaus erwünscht. Andererseits muss auf einen synchronen Meldungsverkehr zurückgegriffen werden, wenn das Ergebnis einer Vergebührungsanfrage im Zusammenhang mit der Ausführung des angeforderten Hinweises steht (z.B. bei höherwertigen Diensten). In diesem Fall muss der Nutzer eines ersten Netzelementes A-TN auf zum Beispiel eine SUBSCRIBE-Anfrage eine negative Antwort erhalten.

Für das erfindungsgemäße Verfahren könnte eine SUBSCRIBE-Nachricht gemäß folgendem Kodierungsbeispiel verwendet werden:

SUBSCRIBE sip:andreas@vmail.example.com SIP/2.0

To: <sip:andreas@example.com>

From: <sip:andreas@example.com>;tag=78923

Date: Mon, 22 March 2004 03:55:06 GMT

Call-Id: 1349882@andreas-phone.example.com

CSeq: 4 SUBSCRIBE

Contact: <sip:andreas@andreas-phone.example.com>

Event: message-summary

Expires: 86400

Accept: application/simple-message-summary

Content-Length: 0

In der Kopfzeile „Event" der SUBSCRIBE-Methode bzw. – Nachricht wird als Ereignis "message-summary" angegeben. Dieses Ereignis ist beispielsweise für den Dienst „Message Waiting Indication" vorgesehen. Mit diesem Dienst werden dem Teilnehmer entsprechende Hinweise (NOTIFY) zu Aufzeichnungen seiner Sprachbox mitgeteilt. Einige weitere Dienste bzw. Ereignisse, die auf der Basis der SUBSCRIBE-Methode zur Disposition einer Echtzeit-Vergebührung stehen und für die Realisierung von verschiedenen multimedialen Diensten von der IETF standardisiert wurden, sind

  • • Reg (IETF Internet Draft: A Session Iniziation Protocol (SIP) Event Package for Registrations, draft-ietf-sipping-reg-event.txt, J. Rosenberg, October 2002)
  • • Presence (IETF Internet Draft: A Presence Event Package for the Session Initiation Protocol (SIP), draft-ietf-simple-presence-l0.txt, J. Rosenberg, January 2003 and IETF: Internet Draft: A Session Initiation Protocol (SIP) Event Notification Extension for Resource Lists, draft-ietf-simple-event-list-04, A. B. Roach, J. Rosenberg et al., December 2003)
  • • Presence.winfo (Präsenz-Info) (IETF: Internet Draft: A Watcher Information Event Template-Package for the Session Initiation Protocol (SIP), draft-ietf-simple-winfopackage-05.txt, J. Rosenberg, January 2003)
  • • Conference (Konferenz) (IETF: Internet Draft: A Session Initiation Protocol (SIP) Event Package for Conference State, draft-ietf-sipping-conference-package-02, J. Rosenberg et al., October 2003)
  • • Message-Context (Nachrichten-Kontext)("voice-message" /"fax-message"/"pager-message"/"multimedia-message" /"text-message"/"none")(IETF: Internet Standard: RFC 3458: Message Context for Internet Mail, E. Burger et al.; January 2003)
  • • Message-summary (Nachrichten-Zusammenfassung) (IETF: Internet Draft: A Message Summary and Message Waiting Indication Event Package for the Session Initiation Protocol (SIP), draft-ietf-sipping-mwi-04.txt, R. Mahy, December 2003)
  • • Refer (IETF: Internet Standard: RFC 3515: The Session Initiation Protocol (SIP) Refer Method, R. Sparks, April 2003)

2 zeigt ein Beispiel für eine Vergebührung eines Dienstes mit einem fixen Timer. Selbstverständlich könnte sich erfindungsgemäß der Timer auch auf einen fixen Geldbetrag und/oder die zu erwartende Datenmenge des Dienstes beziehen. Die Verbindung mit Hilfe des SIP-Protokolls (SIP-Verbindung) wird, wie in der Spezifikation T5 24.229 (3GPP TS 24.229 V5.6.0; Technical Specification; 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Core Network; IP Multimedia Call Control Protocol based on Session Initiation Protocol (SIP) and Session Description Protocol (SDP); Stage 3; Release 5; 09/2003-09) beschrieben, aufgebaut. Wenn die 200 OK – Nachricht das Netzelement des IP Multimedia Subsystems IMS-NE passiert, wird eine DIAMETER-CCR-Nachricht (Credit Control Request) an das Vergebührungszentrum OCS gesendet. Ein in diesem Beispiel verwendetes Netzelement des IP Multimedia Subsystems IMS-NE, kann selbstverständlich auch das erfindungsgemäße Zustandselement, eine Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion CSCF, ein Dienste-Kroten oder Ähnliches sein. Ein erster weiterer Parameter „angefragte Aktion" (Requested-Action AVP) in der Diameter-CCR-Nachricht wird in diesem Beispiel auf Direkt-Vergebührung (DIRECT DEBITING) gesetzt. Bei einem zweiten weiteren Parameter, angefragte-Dienste-Einheiten" (Requested-Service-Unit AVP) gibt, in diesem Beispiel die angeforderten Zeiteinheiten (Units) (z.B. 60 Sekunden) zum Aufziehen des Timers an. Der argefragte Dienst wird anhand der mitgeschickten SDP-Session-Description AVP sowie SDP-Media-Component AVP identifiziert. Das Vergebührungszentrum OCS bewertet die in der Diameter-CCR-Nachricht mitgesandten Parameter (SDP-AVPs), errechnet anhand der angeforderten Zeiteinheiten einen Preis (das sogenannte „Rating") und zieht diesen Betrag vom Nutzerkonto ab. Wichtig ist, dass die 200 OK Nachricht weitergeschickt wird, ohne eine Antwort auf die DIAMETER-CCR-Nachricht abzuwarten. Dadurch wird der Aufbau der Verbindung (Session) nicht verzögert. Gleichzeitig wird ein Timer, dessen Dauer konfigurierbar ist, aufgezogen. Der Timer ist für alle Dienste gleich, da das Netzelement des IP-Multimedia-Subsystems IMS NE nicht unbedingt erkennen kann, welcher Dienst mit dem Aufbau der Session angefordert wird. Die Diameter-CCR-Nachricht wird mit einer Diameter-CCA-Nachricht (Credit Control Answer) beantwortet. Aus dieser Antwort (Diameter-CCA-Nachricht) ist zu erkennen, ob das Nutzerkonto eines ersten Netzelementes A-TN ausreichend gedeckt ist oder nicht. Nach Ablauf des Timers wird erneut eine Diameter-CCR-Nachricht an das Vergebührungszentrum OCS geschickt, welche die gleichen Parameter (SDP-AVPs) enthält.

Die weitere Vorgehensweise ist genauso wie bei der ersten Diameter-CCR-Nachricht. Änderungen der Dienste-Parameter werden dem Vergebührungszentrum OCS in der nächsten DIAMETER-CCR-Nachricht (nach Ablauf des Timers) bekannt gegeben.

Sollte das Konto keine ausreichende Deckung aufweisen, wird die Diameter-CCR-Nachricht mit einer Diameter-CCA-Nachricht, welche ein Resultat der Überprüfung für die Kontodeckung des Nutzerkontos eines ersten Netzelementes A-TN (result Code AVP) enthält, beantwortet. In diesem Fall wird die SIP-Verbindung (Session) abgebrochen. Beim Abbruch der Verbindung durch den Nutzer des ersten Netzelementes A-TN werden keine weiteren DIAMETER-Nachrichten ausgetauscht.

3 zeigt eine Zustandstabelle zu 2. In der Zustandstabelle werden verschiedene Zustände, auch Zustandsautomaten genannt, und die dadurch abhängigen Aktionen seitens des Netzelementes des IP Multimedia Subsystems IMS-NE bzw. des Vergebührungszentrums OCS dargestellt. Zur Vereinfachung werden keine Fehlerfälle berücksichtigt (z.B. Ausbleibende Antworten des Vergebührungszentrums OCS auf DIAMETER-Nachrichten und/oder 3xx, 4xx, 5xx sowie 6xx SIP-Antwort-Nachrichten). Weiterhin wird angenommen, dass die Antwortnachrichten auf Diameter-CCR-Nachrichten in der gleichen Reihenfolge eintreffen, in der die Anfragen gestellt wurden. Ein Eintreffen in anderer Reihenfolge wird als Fehlerfall angesehen. Der Diameter-Timer, der das Eintreffen der Diameter-CCA-Nachricht als Antwort auf die Diameter-CCR-Nachricht überwacht, sowie ungültige Nachrichten, sind nicht enthalten.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, ganz ähnlich zu den Gebührenimpulsen beim klassischen Festnetztelefonieren, eine Verbindung (Session) bzw. einen Dienst durch ereignisgesteuerte Signalisierungsnachrichten (Event-Nachrichten) zu vergebühren. Der oben genannte Timer von 60 Sekunden würde eine sogenannte 60/60-Vergebührung ermöglichen.

4 zeigt ein Flussdiagramm für eine Solvenzüberprüfung zu 2. Es ist offensichtlich, dass durch den asynchronen Nachrichtenaustausch per DIAMETER-Nachrichten eine gewisse Unschärfe auftritt. Typischerweise dauert eine Anfrage beim Vergebührungszentrum OCS per DIAMETER-Nachrichten ca. 0,5 Sekunden. Dies ist aber ein Zeitrahmen, der auch für den Netzbetreiber vertretbar sein kann.

Problematisch ist hingegen, dass der Nutzer eines ersten Netzelementes A-TN immer wieder erneut eine Verbindung (Session) aufbauen kann, auch wenn sein Konto leer ist. Dies könnte für Angriffe auf das Kommunikationsnetz (Denial-of-Service) genutzt werden. Dieses Problem kann durch Implementierung des „Solvenzchecks" ausgeschlossen werden. Hierbei wird gleich am Anfang des Nachrichtenaustausches mit der Diameter-CCR-Nachricht abgefragt, ob das Konto noch gedeckt ist, wobei ein weiterer Parameter in der Diameter-CCR-Nachricht (Requested-Action AVP) auf „CHECK_BALANCE" gessetzt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Verbindung sofort wieder abgebaut. Der Nutzer des ersten Netzelementes A-TN hat zwar trotzdem kurzzeitig eine Verbindung aufgebaut, jedoch kann das Netzelement des IP Multimedia Subsystems IMS NE nun den Nutzer des ersten Netzelementes A-TN für alle kostenpflichtigen Dienste sperren.

5 zeigt die Zustandstabellen zu 4. Die Zustände bzw. der Zustandsautomat für die Solvenzüberprüfung (Balance Check) ist in der Tabelle a) zu sehen. Der Zustandsautomat zeigt den Fall ohne Fehlermeldungen. Dieser Zustandsautomat wird zusätzlich (bzw. sogar zum gleichen Zeitpunkt, falls die Antwort auf die Solvenzabfrage später eintrifft, als die 2000K-Nachricht, die zum Netzelement des IP Multimedia Subsystem IMS-NE gesendet wird) zum Zustandsautomat gemäß 3 verwendet.

Es ist aber auch möglich, die Solvenzprüfung in den Zustandsautomaten des Basisszenarios gemäß 3 zu integrieren. Der Zustandsübergang des Grundszenarios gemäß Tabelle b) wird dann ersetzt durch Tabelle c).

6 zeigt ein Flussdiagramm für ein Rückbuchen von nicht verbrauchten Einheiten durch den Nutzer eines ersten Netzelementes A-TN. Um eine feinere (z.B. sekundengenaue) Granularität bei der Vergebührung des Dienstes zu erreichen, kann das Netzelement des IP Multimedia Subsystems IMS NE „unverbrauchte" Einheiten an das Vergebührungszentrum OCS zurückgeben. Dies geschieht mit der Diameter-CCR-Nachricht, wobei mindestens ein weiterer Parameter (Requested-Action AVP) auf Zurückbuchen „REFUND ACCOUNT" gesetzt wird und der mindestens eine weitere Parameter (Requested-Service-Unit AVP) die nicht verbrauchten Einheiten angibt.

7 zeigt die Zustandstabellen zu 6. Der Zustandsautomat ist in der folgenden Tabelle a) in der Basiskonfiguration zu sehen. Der Zustandsautomat zeigt den Fall ohne Fehlermeldungen. Der Zustand in Tabelle a) wird durch den Zustand für das Rückbuchen nicht genutzter Einheiten gemäß Tabelle b) ersetzt. Hinzu kommen der Zustand gemäß c) bzw. falls auf eine Antwort auf eine Diameter-Nachricht gewartet werden soll, wird der Zustand gemäß Tabelle d) hinzugefügt und die Zustände gemäß Tabelle e).

8 zeigt ein Flussdiagramm für eine Vergebührung mit einem flexiblen Timer. Eine weitere Verbesserung des Verfahrens ist möglich, wenn nicht für alle Dienste der gleiche fixe Timer gesetzt wird, sondern ihn das Vergebührungszentrum OCS anhand des Dienstes festlegt (z.B. 30 Sekunden für (teure) Videotelefonie, 300 Sekunden für (preiswerte) Sprachtelefonie). Damit kann die Anzahl der ausgetauschten DIAMETER-Nachrichten zwischen dem Netzelement des IP Multimedia Subsystem IMS-NE und dem Vergebührungszentrum OCS reduziert werden. Wie bei der Basislösung gemäß 2 wird zuerst ein auf dem Netzelement des IP Multimedia Subsystems IMS NE voreingestellter Timer aufgezogen. In der Diameter-CCR-Nachricht zu Beginn des Verbindungsaufbaus wird der mindestens eine weitere Parameter (Requested-Service-Unit AVP) nicht gefüllt, so dass diese Nachricht vom Vergebührungszentrum OCS mit einem konkreten Zeitwert in mindestens einem weiteren Parameter (Granted-Service-Unit AVP) in der Diameter-CCA-Nachricht beantwortet wird. Läuft der voreingestellte Tiner ab, wird ein weiterer Timer aufgezogen, welcher die vom Vergebührungszentrum OCS gewährten Zeiteinheiten abzüglich der bereits verbrauchten Zeiteinheiten des voreingestellten Timers enthält.

9 zeigt Zustandstabellen zu 8. Der Zustand gemäß der Basiskonfiguration in Tabelle a) ändert sich gemäß Tabelle b). Der Zustandsautomat zeigt den Fall ohne Fehlermeldungen.

10 zeigt ein Flussdiagramm für eine Vergebührung eines Dienstes mit einem fixen Timer. Im Folgenden wird ein Beispiel für einen Nachrichtenfluss gezeigt, in dem die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF, ein Netzelement des IP Multimedia Subsystems IMS-NE, die Vergebührung anstößt. In diesem Fall wird ein fixer, auf der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF definierter Timer, wie in 2 beschrieben, genutzt.

Im Detail werden folgende Funktionen durchgeführt:

Eine Solvenzüberprüfung kann am Anfang des Verbindungsaufbaus durchgeführt werden. Wenn der Dienst gestartet wird, wird ein Timer gestartet, und es werden dem Vergebührungszentrum OCS die für die Vergebührung des Dienstes notwendigen Parameter mit der Aufforderung eine direkte Abbuchung durchzuführen, übergeben. Das Vergebührungszentrum OCS bestimmt, aufgrund von den gelieferten Parametern die Kosten des Diensts und bucht den entsprechenden Geldbetrag direkt vom Nutzerkonto (keine Reservierung) ab. Bei Ablauf des Timers wird dieser erneut gestartet, und es werden dem Vergebührungszentrum OCS die für die Vergebührung des Dienstes notwendigen Parameter, sowie die geforderten Einheiten erneut übergeben, woraufhin erneut eine Abbuchung stattfindet. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis der Dienst beendet wird. Mit einer SIP-Signalisierungsnachricht „SIP BYE" wird die Verbindung beendet. Wenn diese SIP Nachricht empfangen wird, kann die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF dem Vergebührungszentrum die übrig gebliebenen Einheiten zur Gutschrift übermitteln.

In der folgenden Beschreibung werden dem Vergebührungszentrum OCS, für die Ermittlung der Kosten des Dienstes (Rating), die Daten (SDPs) geliefert. Alternativ kann statt dem SDP-Parameter bzw. dem SDP-Session-Beschreibungsparametern AVP und SDP-Media-Komponente AVP auch eine Dienste-Indikation mit dem Dienste-Identifier AVP als Parameter an das Vergebührungszentrum OCS übermittelt werden (dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn statt nach Zeit, nach Volumen vergebührt wird). Zusätzlich kann dem Vergebührungszentrum OCS das Volumen der SIP Signalisierung, auch aufgeschlüsselt in „SIPheader-Volumen" oder „SIP-Message-Body Volumen" (im Nachrichten-Körper (Message Body) können zusätzliche Daten wie z.B. ein Bild transportiert werden) mitgeteilt werden.

  • I. Um eine Verbindung zu einem zweiten Netzelement B-TN, AS, MRFC aufzubauen, schickt das erste Netzelement A-TN eine „SIP INVITE" – Nachricht über das IMS Netzwerk zu dem gewünschten zweiten Netzelement B-TN, AS, MRFC. Die Nachricht wird zu der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF weitergeleitet, da dieses Netzelement für die Ausführung von nutzer-spezifischen Diensten und natürlich für die Vergebührung der Verbindung zuständig ist. Wenn die Solvenzüberprüfung aktiviert ist, dann generiert die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF eine Diameter-CCR-Nachricht bei Empfang einer „SIP INVITE"-Nachricht. Die Parameter (Attribute-Value-Pairs (AVP)) der Diameter-CCR-Nachricht müssen mit den folgenden Daten versorgt werden, damit das Vergebührungszentrum OCS die Solvenzüberprüfung durchführen kann:

    a. Der Diameter-CCR-Typ (CC-Request-Type) AVP wird auf „Ereignis-Anfrage" (EVENT REQUEST) gesetzt.

    b. Der Parameter „angefragte Aktion" (Requested-Action) AVP wird auf „Überprüfe Konto" (CHECK BALANCE) gesetzt.

    c. Die von der 3GPP spezifizierten SDP-Session-Beschreibungen und SDP-Media-Komponenten -AVPs werden mit den entsprechenden SDP Daten aus der „SIP INVITE" – Nachricht versorgt. Von der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF wird die „SIP INVITE" – Nachricht zum nächsten IMS Netzelement (z.B.: eine I-CSCF) weitergeleitet. Der Verbindungsaufbau wird dabei nicht unterbrochen.
  • II. Das Vergebührungszentrum OCS empfängt die Diameter-CCR-Nachricht und prüft zuerst welche Art der Vergebührung (z. B. Online Charging) durchgeführt werden soll. Das Vergebührungszentrum OCS erkennt durch die Überprüfung des „CC-Request-Types" und der „Requested-Action", dass eine Solvenzüberprüfung durchgeführt werden soll.
  • III. Das Vergebührungszentrum OCS bewertet die gelieferten SDP Informationen (der SDP beschreibt welche Art der Verbindung gefordert ist, z.B. Sprachtelephonie oder Videotelephonie) und ermittelt die Kosten für den Dienst.
  • IV. Entsprechend der Bewertung der SDP Informationen wird die Deckung des Nutzerkontos überprüft. In diesem Fall weist das Nutzerkonto eine ausreichende Deckung auf, und das Vergebührungszentrum OCS sendet dieses Ergebnis in der Diameter-CCA-Nachricht an die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF zurück.
  • V. Die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF empfängt die Diameter-CCA-Nachricht und prüft das erhaltene Ergebnis in Form eines Parameters (Check-Balance-Result AVP), welcher in diesem Fall ausreichend Kredit „Enough-Credit" anzeigt. Dementsprechend wird der Verbindungsaufbau nicht abgebrochen.
  • VI. Das zweite Netzelement B-TN, AS, MRFC des angerufenen Nutzers schickt eine „SIP 200 OK" – Nachricht, wenn der Nutzer abhebt. Die „SIP 200 OK" – Nachricht wird bei der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF verwendet, um die „Online"-Vergebührung zu starten. Zu diesem Zweck startet die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF einen konfigurierbaren Timer und generiert eine Diameter-CCR-Nachricht mit den folgenden Daten:

    a. Der Anfrage-Typ (Request-Type) wird auf „Ereignis-Anfrage" (EVENT REQUEST) gesetzt.

    b. Der Parameter „angefragte Aktion" (Requested-Action AVP) wird auf „Direkte Vergebührung" (DIRECT_DEBITING) gesetzt. Diese Einstellung führt dazu, dass der Geldbetrag sofort vom Nutzerkonto abgezogen wird.

    c. Zur Indikation des Dienstes werden auch die Daten des SDPs in die entsprechenden AVPs eingefügt (SDP-Session-Description und SDP-Media-Component AVPs).

    d. Entsprechend des Timers der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF, wird der Parameter angefragte Diensteinheiten (Requested-Service-Unit AVP) ausgefüllt. D.n. die Dauer des Timers entspricht der Anzahl der geforderten Einheiten.

    Der Verbindungsaufbau wird nicht angehalten, wenn die Diameter-CCR-Nachricht zum Vergebührungszentrum OCS gesendet wird. Aus diesem Grund kommt es zu keiner Verzögerung des Verbindungsaufbaus.
  • VII. Das Vergebührungszentrum OCS empfängt die Diameter-CCR-Nachricht und prüft zuerst welche Art der „Online"-Vergebührung durchgeführt werden soll. Das Vergebührungszentrum OCS erkennt, dass entsprechend des angefragten Typs „Request-Type" und der angefragten Aktion „Requested-Action", der in Schritt. VIII ermittelte Geldbetrag sofort vom Nutzerkonto abgebucht werden soll.
  • VIII. Das Vergebührungszentrum OCS bewertet den SDP-Parameter und ermittelt anhand der geforderten Einheiten die Kosten des Dienstes. Der errechnete Betrag wird vom Nutzerkonto sofort abgezogen.
  • IX. In der Diameter-CCA-Nachricht sendet des Vergebührungszentrum OCS die gewährten Einheiten an die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF zurück.
  • X. Da das Vergebührungszentrum OCS die geforderten Einheiten zur Verfügung gestellt hat, wird der Verbindungsaufbau nicht beeinflusst.

11 zeigt ein zweites Flussdiagramm für den Abbau einer Verbindung. Der Verbindungsabbau wird für das Aufbuchen der nicht verbrauchten Einheiten nicht unterbrochen. Die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF muss dem Vergebührungszentrum OCS mindestens eine Dienste-Information (Parameter) liefern, so dass das Vergebührungszentrum OCS die Kosten für den jeweiligen Dienst ermitteln kann. Hierfür kann die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF die von der 3GPP spezifizierten SDP AVPs oder der. Service-Identifier AVP verwenden.

  • I. Nach Beendigung des Gesprächs schickt das erste Netzelement A-TN eine „SIP BYE" – Nachricht. Diese wird über die IMS Netzelemente zu dem zweiten Netzelement B-TN, AS, MRFC geschickt. Wenn die „SIP BYE" – Nachricht die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF passiert, dann können die nicht verbrauchten Einheiten zurück an das Vergebührungszentrum OCS geschickt werden, und in weiterer Folge kann ein entsprechender Geldbetrag auf das Nutzerkonto aufgebucht werden. Wenn die Rückbuchung nicht verbrauchter Einheiten erwünscht ist, dann schickt die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF bei Empfang der „SIP BYE" – Nachricht eine Diameter-CCR-Nachricht mit den folgenden Informationen an das Vergebührungszentrum OCS:

    a. Der angefragte Typ (Request-Type) wird auf Ereignis-Anfrage (EVENT REQUEST) gesetzt.

    b. Der Parameter „angefragte Aktion" (Requested-Action AVP) wird auf „Rückbuchen" (REFUND ACCOUNT) gesetzt. Diese Binstellung führt dazu, dass der Geldbetrag, welcher über die Vergebührung (Rating) ermittelt wird auf das Nutzerkonto aufgebucht wird.

    c. Zur Indikation des Dienstes werden auch die Daten der SDPs in die entsprechenden AVPs eingefügt (SDP-Session-Description und SDP-Media-Component AVPs).

    d. Der Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF – Timer beinhaltet die verbleibenden Einheiten, diese werden in den Parameter „angefragten Diensteinheiten" (Requested-Service-Unit AVP) übernommen, um diese an das Vergebührungszentrum OCS zurück zu senden.
  • II. Das Vergebührungszentrum OCS bestimmt, welche Aktion verlangt wird, zu diesem Zweck werden die Parameter „Request-Type" und „Requested-Action" überprüft. Entsprechend dieser Informationen erkennt das Vergebührungszentrum OCS, dass ein bestimmter Geldbetrag, welcher in Schritt III bestimmt wird, auf das Nutzerkonto aufgebucht werden soll.
  • III. Über die SDP Bewertung und die gelieferten Einheiten errechnet das Vergebührungszentrum OCS den Geldbetrag, welcher auf das Nutzerkonto zurückgebucht werden soll.
  • IV. Der errechnete Geldbetrag wird auf das Nutzerkonto aufgebucht.
  • V. Nachdem der errechnete Geldbetrag erfolgreich aufgebucht wurde, wird eine Diameter-CCA-Nachricht an die Dienste-Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion S-CSCF geschickt.

12 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß 1 und 2. Mit einer Empfangseinheit E empfängt die Vorrichtung mindestens eine Signalisierungsnachricht eines ersten Protokolls. Die Verarbeitungseinheit V wertet den mindestens einen in. der Signalisierungsnachricht enthaltenen Parameter aus und sendet das Auswertergebnis mit mindestens einer weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls über eine Sendeeinheit S der Vorrichtung an ein Vergebührungszentrum.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Vergebühren mindestens eines Dienstes, welcher ein erstes Netzelement (A-TN) und ein zweites Netzelement (B-TN, AS, MRFC) eines Kommunikationsnetzes betrifft,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass beim Versenden von mindestens einer Signalisierungsnachricht eines ersten Protokolls zwischen dem ersten Netzelement (TN A) und dem zweiten Netzelement (TN B, AS, MRFC) ein Zustandselement (ZE) mindestens einen Parameter, der mindestens einen Signalisierungsnachricht auswertet, der den zu vergebührenden Dienst angibt, und

    dass das Auswertergebnis mit mindestens einer weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls an ein Vergebührungszentrum (OCS) gesandt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine weitere Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls mindestens einen weiteren Parameter für die Vergebührung eines Dienstes, welcher zwischen dem ersten Netzelement (TN A) und dem zweiten Netzelement (TN B, AS, MRFC) übertragen wird, enthält.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Parameter von der Zustandseinheit (ZE) der mindestens einen weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls hinzugefügt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Parameter von einem Netzelement des IP-Multimedia-Subsystems (IMS-ZE) und/oder einem Dienste-Knoten der mindestens einen weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls hinzugefügt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Parameter die zu erwartende Dauer des Dienstes, einen fixen Geldbetrag und/oder die zu erwartende Datenmenge des Dienstes angibt.
  6. Verfahren nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von mindestens einem Parameter in mindestens einer Signalisierungsnachricht eines ersten Frotokolls die zu erwartende Dauer des Dienstes, ein fixer Geldbetrag und/oder die zu erwartende Datenmenge des Dienstes bestimmt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls mindestens ein weiterer Parameter enthalten ist, der die nicht genutzten Einheiten durch einen Nutzer des ersten Netzelementes (A-TN) für den angefragten Dienst angibt.
  8. Verfahren nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vergebührungszentrum (OCS) mit mindestens einem weiteren Parameter signalisiert wird, dass vom Vergebührungszentrum (OCS) eine Solvenzüberprüfung des Kontos des Nutzers des ersten Netzelementes (A-TN) durchgeführt werden soll.
  9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von mindestens einem Parameter in mindestens einer Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls die zu erwartende Dauer des Dienstes, ein fixer Geldbetrag und/oder die zu erwartende Datenmenge des Dienstes vom Vergebührungszentrum (OCS) bestimmt wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalisierungsnachricht eines ersten Protokolls eine SIP-Nachricht und/oder eine H.323-Nachricht ist.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Versenden von mindestens einer SIP-Subscribe-Signalisierungsnachricht zwischen dem ersten Netzelement (A-TN) und dem zweiten Netzelement (B-TN, AS, MRFC) das Zustandselement (ZE) mindestens einen Parameter der mindestens einen SIP-Subscribe-Signalisierungsnachricht auswertet.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls eine Diameter-Nachricht ist.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zustandselement (ZE) ein Netzelement des IP-Multimedia-Subsystems ist.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zustandselement (ZE) ein Netzelement. einer Verbindungs-Status-Kontroll-Funktion (CSCF), eines Netzelementes des IP Multimedia Subsystems (IMS-ZE), eines Applikationsservers (AS) und/oder ein eigenständiges Netzelement ist.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zustandselement (ZE) ein Netzelement. in einem Dienste-Knoten des Kommunikationsnetzes ist.
  16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zustandselement (ZE) sowohl Signalisierungsnachrichten eines ersten Protokolls als auch Signalisierungsnachrichten eines zweiten Protokolls verarbeiten kann.
  17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationsnetz ein zellulares Mobilfunknetz und/oder ein IP-Netz ist.
  18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Netzelement (A-TN) ein Mobilfunkendgerät, ein mobiler Computer, ein Computer und/oder ein mobiler Organizer ist.
  19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Netzelement (B-TN, AS, MRFC) ein Applikationsserver (AS), ein Mobilfunkendgerät, ein Proxy-Server (MRFC), ein Präsenz-Server, ein mobiler Computer, ein Computer und/oder ein mobiler Organizer ist.
  20. Vorrichtung zum Vergebühren mindestens eines Dienstes, welcher ein erstes Netzelement (A-TN) und ein zweites Netzelement (B-TN, AS, MRFC) eines Kommunikationsnetzes betrifft,

    – mit einer Empfangseinheit (E) in einer Zustandseinheit (ZE) zum Empfangen mindestens einer Signalisierungsnachricht eines ersten Protokolls beim Versenden zwischen dem ersten Netzelement (A-TN) und dem zweiten Netzelement (B-TN, AS, MRFC),

    – mit einer Verarbeitungseinheit (V) in einer Zustandseinheit (ZE) zum Auswerten mindestens eines Parameters der mindestens einen Signalisierungsnachricht, der den zu vergebührenden Dienst angibt,

    – mit einer Sendeeinheit (S) in einer Zustandseinheit (ZE) zum Versenden des Auswertergebnisses mit mindestens einer weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls an ein Vergebührungszentrum (OCS).
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Zustandseinheit (ZE) zum Hinzufügen mindestens eines weiteren Parameters zur mindestens einen weiteren Signalisierungsnachricht eines zweiten Protokolls vorgesehen ist.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass als Kommunikationsnetz ein zellulares Mobilfunknetz und/oder ein IP-Netz vorgesehen sind.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Zustandselement (ZE) zum Verarbeiter von sowohl Signalisierungsnachrichten eines ersten Protokolls als auch von Signalisierungsnachrichten eines zweiten Protokolls vorgesehen ist.
Es folgen 12 Blatt Zeichnungen






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