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Dokumentenidentifikation DE10347478B4 27.07.2006
Titel Chirurgische Fingerkappe
Anmelder AESCULAP AG & Co. KG, 78532 Tuttlingen, DE
Erfinder Rothweiler, Christoph , Dipl.-Ing., 78166 Donaueschingen, DE;
Dworschak, Manfred, 78589 Dürbheim, DE;
Keller, Anton, Dipl.-Ing., 78589 Dürbheim, DE;
Schnekenburger, Rolf, Dipl.-Ing., 78532 Tuttlingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.09.2003
DE-Aktenzeichen 10347478
Offenlegungstag 28.04.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse A61B 19/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 18/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A61B 18/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H03K 17/94(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine chirurgische Fingerkappe zum mindestens teilweisen Bedecken eines Fingers, wobei die Fingerkappe mindestens ein elektrisches Schaltelement zum Öffnen oder Schließen eines Stromkreises einer elektrochirurgischen Vorrichtung trägt.

Chirurgische Fingerkappen der eingangs genannten Art sind beispielsweise als Teil von chirurgischen Handschuhen bekannt, weiche von Ärzten bei chirurgischen Eingriffen getragen werden. Bei chirurgischen Eingriffen, welche elektrochirurgische Vorrichtungen verwenden, beispielsweise Hochfrequenzinstrumente zum Koagulieren von Gewebe, wird üblicherweise ein Fußschalter eingesetzt, den der Operateur mehrmals während der Operation betätigt.

Nachteil derartiger Fußschalter ist, dass der Operateur häufig während des chirurgischen Eingriffs auf den Boden sehen muß, damit er weiß, wo sich der Schalter befindet und er diesen sicher betätigen kann.

Aus der US 3,845,771 ist ein chirurgischer Handschuh bekannt, welcher mit einer oder mehreren leitfähigen Bahnen versehen ist. Mit diesen lassen sich elektrochirurgische Instrumente betätigen, und zwar indem die elektrisch leitfähige Bahn des Handschuhs direkt mit dem elektrisch leitfähigen Instrument in Verbindung gebracht und so ein Stromkreis geschlossen werden kann.

Nachteilig bei einer solchen Anordnung ist, dass bei unbeabsichtigtem Kontakt zwischen einem Finger des Handschuhs, welcher mit einer Leiterbahn versehen ist, und dem Instrument, sofort ein Strom, insbesondere ein Hochfrequenzstrom, fließen kann.

Eine an einem Finger anordenbare Schaltvorrichtung ist aus der gattungsbildenden US 5,242,440 A bekannt. In der US 5,776,126 A wird eine laparaskopische chirurgische Vorrichtung beschrieben. Ferner offenbart die WO 02/071925 A2 eine kabellose elektrochirurgische Vorrichturtg. Aus der WO 84/02459 A1 ist eine Vorrichtung zur Übertragung elektrischer Energie zu und von lebendem Gewebe offenbart. Des weiteren befasst sich die US 2002/0128646 A1 mit einer kabellosen elektrochirurgischen Vorrichtung. Eine weitere Vorrichtung zur Übertragung elektrischer Energie zu und von lebendem Gewebe wird in der US 4,765,343 beschrieben. Und schließlich befasst sich die US 2002/0130673 A1 mit elektroaktiven Polymersensoren.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine chirurgische Fingerkappe der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, dass eine einfache und sichere Betätigung von elektrochirurgischen Vorrichtungen durch einen Operateur möglich ist.

Diese Aufgabe wird bei einer chirurgischen Fingerkappe der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst; dass das mindestens eine Schaltelement induktiv betätigbar ist und einen Magnetfeldsensor umfasst.

Mit einem solchen elektrischen Schaltelement lassen sich Stromkreise, beispielsweise Steuerstromkreise und/oder Arbeitsstromkreise, auf einfache Weise öffnen und schließen. Insbesondere ist kein direkter Stromfluß vom Schaltelement auf das Instrument erforderlich. Dadurch wird bei Verwendung der erfindungsgemäßen Fingerkappe kein unbeabsichtigter Stromfluß von der Fingerkappe auf das Instrument ermöglicht. Derartige unkontrollierte Stromflüsse lassen sich so sicher vermeiden. In jedem Fall kein ein Operateur auf einfache Weise einen Stromkreis einer elektrochirurgischen Vorrichtung öffnen und schließen ohne auf der Suche nach einem Betätigungsschalter von dem chirurgischen Eingriff abgelenkt zu werden. Die Fingerkappe kann insbesondere so ausgebildet sein, dass sie einen Finger ringförmig umgibt, wodurch sie sicher am Finger gehalten wird. Um auch berührungslos einen Stromkreis schalten zu können, ist es günstig, dass das mindestens eine Schaltelement induktiv betätigbar ist. Dadurch kann ein Schaltvorgang ausgelöst werden, wenn das Schaltelement in der Nähe von induktiven Elementen kommt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn besonders dicke Handschuhe oder Fingerkappen verwendet werden. Insbesondere lässt sich dann das Schaltelement auf einer Innenseite der Fingerkappe anordnen, wo es üblicherweise gegen äußere Einflüsse automatisch geschützt ist. Des weiteren lassen sich derartige Schaltelemente sehr klein ausbilden, erfordern keine beweglichen Teile und sind sehr empfindlich. Ein besonders einfacher Aufbau ergibt dadurch, dass das mindestens eine Schaltelement einen Magnetfeldsensor umfaßt. Derartige Sensoren sind besonders klein und können mittels kleiner Magnete oder ferromagnetischer Bauelemente betätigt werden.

Vorzugsweise ist die Fingerkappe Teil eines chirurgischen Fingerlings. Dies erhöht die Handhabbarkeit der Fingerkappe und stellt einen sicheren Halt derselben an einem Finger eines Operateurs sicher. Insbesondere behält sie ihre Position in gewünschter Weise bei.

Günstig ist es, wenn die Fingerkappe Teil eines chirurgischen Handschuhs ist. Auf diese Weise kann ein Operateur den Handschuh anziehen und hat gleichzeitig sofort die Möglichkeit, mit dem Schaltelement einen Stromkreis der verwendeten Vorrichtung zu öffnen oder zu schließen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der chirurgische Handschuh oder der chirurgische Fingerling mindestens eine elektrische Zuleitung für das mindestens eine Schaltelement umfaßt. Auf diese Weise lässt sich ein Verheddern von Zuleitungen im Bereich der Hände des Operateurs oder im Operationsbereich wirksam verhindern.

Denkbar wäre es auch, dass die Fingerkappe Teil eines Fingerhuts ist.

Vorzugsweise ist die Fingerkappe schlauchförmig ausgebildet. Auf diese Weise lässt sie sich einfach und sicher auf einen Finger aufziehen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Länge der Fingerkappe in etwa ihrem Durchmesser entspricht. An einer solchen Fingerkappe lässt sich ein Schaltelement in gewünschter Weise anordnen und je nach Vorliebe des Verwenders an unterschiedlichen Stellen des gleichen Fingers fixieren.

Besonders einfach lässt sich die Fingerkappe anlegen, wenn sie elastisch ist.

Um ein Verrutschen der Fingerkappe zu verhindern, ist die Fingerkappe vorzugsweise an einem Ende geschlossen. Dadurch kann die Fingerkappe nur so weit auf einen Finger aufgeschoben werden, bis der Finger an das geschlossene Ende der Fingerkappe anstößt.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das mindestens eine Schaltelement ein druckbetätigbarer Schalter oder Taster ist. Durch einfaches Druckausüben der Bedienperson mittels eines Fingers, welcher die Fingerkappe trägt, lässt sich ein Stromkreis schließen oder öffnen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob das Schaltelement gegen das Instrument oder die Vorrichtung, welche betätigt werden sollen, oder gegen andere Gegenstände gedrückt wird.

Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Schaltelement ein ohmscher Schalter oder Taster. Derartige Schalter oder Taster lassen sich besonders einfach herstellen und in besonders kleiner Ausführung an einer Fingerkappe anbringen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Magnetfeldsensor ein Hallsensor ist. Grundsätzlich kann das Schaltelement so ausgelegt sein, dass es direkt den Stromkreis ein- oder ausschaltet.

Günstig ist es, wenn eine das mindestens eine Schaltelement umfassende Schaltvorrichtung zum Ein- und Ausschalten des Stromkreises der Vorrichtung vorgesehen ist. Dies ermöglicht es, nur das Schaltelement an der Fingerkappe anzuordnen und größere und schwerere Bauelemente der Schaltung in einem Bereich eines Operationsraumes, wo sie einen chirurgischen Eingriff nicht behindern.

Um die Fingerkappe bei hochfrequenzchirurgischen Eingriffen verwenden zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Schaltvorrichtung eine Hochfrequenz-Aktivierungseinheit ist.

Gemäß einer bevorzugten Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Stromkreis der elektrochirurgischen Vorrichtung ein Steuer- und/oder Regelstromkreis oder ein Arbeitsstromkreis ist. Beispielsweise kann mittels des Schaltelements ein Steuerstromkreis geschaltet werden, welcher wiederum einen Arbeitsstromkreis des Instruments betätigt. Dadurch reichen bereits sehr kleine Ströme aus, um einen Schaltvorgang zu bewirken. Dies erhöht die Sicherheit der die Fingerkappe tragenden Person.

Vorteilhaft ist es, wenn die elektrochirurgische Vorrichtung ein elektrochirurgisches Instrument oder ein medizinisches oder chirurgisches Gerät ist. Denkbar ist es insbesondere, dass eine Bedienperson nicht nur ein Instrument steuert, welches von der Bedienperson geführt wird, sondern auch weitere medizinische oder chirurgische Geräte, die im Zusammenhang mit einem chirurgischen Eingriff oder dergleichen verwendet werden. Ferner wäre es auch denkbar, dass eine Bedienperson mit mehreren Fingerkappen ausgestattet wird, um auf einfache Weise mehrere Geräte unabhängig voneinander schalten zu können.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:

1: einen chirurgischen Handschuh;

2: eine Ausschnittsvergrößerung eines Fingers des chirurgischen Handschuhs aus 1;

3: eine schematische Darstellung der Funktion des chirurgischen Handschuhs aus 1;

4: eine Schaltskizze für ein nicht erfindungsgemäßes kapazitives Schaltelement;

5: eine Schaltskizze für ein induktives Schaltelement; und

6: eine Schaltskizze für einen Hallsensor als Schaltelement.

In 1 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehener chirurgischer Handschuh dargestellt, welcher fünf Fingerlinge 12, 14, 16, 18 und 20 umfaßt. Der Fingerling 12 dient zur Aufnahme eines Daumens, Fingerling 14 zur Aufnahme eines Zeigefingers, Fingerling 16 zur Aufnahme eines Mittelfingers, Fingerling 18 zur Aufnahme eines Ringfingers und Fingerling 20 zur Aufnahme eines kleinen Fingers einer Hand einer Bedienperson. Der in 1 dargestellte Handschuh 10 ist für eine linke Hand ausgebildet, grundsätzlich ist es auch möglich, einen ähnlichen Handschuh für eine rechte Hand herzustellen.

Alle Fingerlinge 12 bis 20 sind einstückig mit dem Handschuh 10 ausgebildet. Der Fingerling 14 weist an seinem vorderen Ende eine geschlossene Fingerkappe 22 auf, welche auch offen, wie gestrichelt dargestellt, in Form eines Ringes ausgebildet sein könnte. Die Fingerkappe 22 ist einstückig mit dem Fingerling 14 ausgebildet. Sie trägt einen druckbetätigbaren ohmschen Schalter 24, welcher mit zwei Zuleitungen 26 und 28 verbunden ist, welche am Fingerling 14 und am Handschuh 10 befestigt sind. In den 1 bis 3 sind die Zuleitungen 26 und 28 auf einer äußeren Oberfläche 30 des Handschuhs 10 und des Fingerlings 14 verlaufend angeordnet, denkbar wäre es aber auch, die Zuleitungen 26 und 28 auf einer Innenseite 32 des Handschuhs 10 und des Fingerlings 14 verlaufend anzuordnen. Alternativ können die Zuleitungen 26 und 28 auch in das Handschuhmaterial eingelassen sein, welches vorzugsweise ein elastischer Kunststoff oder Latex ist.

Wie im vergrößerten Ausschnitt in 2 dargestellt, umfaßt der Schalter 24 einen beweglich gelagerten Betätigungsknopf 34, welcher zwei Kontakte 36 und 38 aufweist, die in einem betätigten Zustand mit an freien Enden der Zuleitungen 26 und 28 angeordneten Leitungskontakten 40 und 42 in Verbindung treten und dadurch einen Stromfluß über die Zuleitungen 26 und 28 ermöglichen können.

In 3 ist schematisch die Verwendung des Handschuhs 10 dargestellt. Ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 44 versehenes chirurgisches Instrument in Form einer endoskopischen Bipolarschere wird bei einem chirurgischen Eingriff von einem Operateur gehalten. Unabhängig davon, ob der Operateur das Instrument 44 an dessen beiden Branchen 46 und 48 oder anderweitig hält, kann er beispielsweise einen Hochfrequenzstromkreis mittels des an der Fingerkappe 22 angeordneten Schalters 24 schließen, wodurch bei Berührung mit einer Instrumentenspitze 56 in einem nicht dargestellten Operationsbereich Gewebe verödet werden kann. Indem der Operateur den Schalter 24 gegen das Instrument 44 an einer beliebigen Stelle drückt, werden die Kontakte 36 und 38 gegen die Leitungskontakte 40 und 42 geführt, wodurch der Stromkreis wie gewünscht geschlossen wird.

In den 4 bis 6 sind schematisch weitere Varianten von Schaltelementen dargestellt, die nachfolgend im einzelnen erörtert werden.

Ein in 4 schematisch gestrichelt gezeichnetes HF-chirurgisches Gerät 50a ist über Zuleitungen 26a und 28a mit einem an einem nicht erfindungsgemäß ausgebildeten Fingerling 14a angeordneten kapazitiven Schalter 24a in Form eines Kondensators verbunden. Ein hochfrequenzchirurgisches Instrument 44a weist einen weiteren Kondensator 54a auf und ist insgesamt auf seiner äußeren Oberfläche mit einer Isolationsschicht 52a versehen. Das Instrument 44a ist über Zuleitungen 60a und 62a mit dem Gerät 50a verbunden. Um einen Hochfrequenzstrom an eine Instrumentenspitze 56a des Instruments 44a zu leiten, genügt es, wenn ein Operateur den Fingerling 14a mit dem Schalter 24a in die Nähe des Kondensators 54a bringt. Das Gerät 50a umfaßt eine entsprechende Schaltung, mit der ein Hochfrequenzstrom für das Instrument 44a entsprechend einer an einem Regler 58a eingestellten Höhe freigeschaltet wird.

In 5 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines chirurgischen Fingerlings 14b dargestellt, welcher einen induktiven Schalter 24b in Form einer am Fingerling 14b beziehungsweise einer Fingerkappe 22b angeordneten Spule aufweist, welche über Zuleitungen 26b und 28b mit einem hochfrequenzchirurgischen Gerät 50b verbunden ist. Über Zuleitungen 60b und 62b ist das Gerät 50b mit einem hochfrequenzchirurgischen Instrument 44b verbunden, welches eine weitere Spule 64b aufweisen kann, welche zwischen die Zuleitungen 60b und 62b geschaltet ist. Zwischen dem mit einer Isolationsschicht 52b bedeckten Instrument 44b und dem Schalter 24b wird kein direkter Ohm'scher Kontakt hergestellt. Eine Annäherung des Schalters 24b an das Instrument 44b bewirkt eine Änderung des durch den Schalter 24b fließenden Steuerstroms, wodurch ein Hochfrequenzstrom im Instrument 24 aktiviert oder deaktiviert wird, so dass mit der Instrumentenspitze 56b Gewebe mit einem Hochfrequenzstrom beaufschlagt werden kann oder auch nicht. Eine Höhe des Hochfrequenzstroms lässt sich am Gerät 50b mittels des Reglers 58b einstellen.

Ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Fingerlings 14c ist in 6 dargestellt. Der Fingerling 14c umfaßt einen magnetisch sensitiven Schalter 20c in Form eines Hallsensors, welcher über Zuleitungen 26c und 28c mit einem hochfrequenzchirurgischen Gerät 50c verbunden ist, welches einen Steuerschalter 68c umfaßt. Eine Sensibilität des Schalters 24c lässt sich über einen Regler 58c einstellen. Über Zuleitungen 60c und 62c ist ein Hochfrequenzchirurgisches Instrument 44c mit dem Gerät 50c verbunden. Das Instrument 44c weist einen kleinen Steuermagneten 66c auf, welcher in das Instrument 44c nicht sichtbar integriert ist. Es kann jedoch auch eine Markierung am Instrument 46c vorgesehen sein, so dass ein Operateur die Position des Steuermagneten 66c erkennen kann. Bewegt der Operateur einen vom Fingerling 46c umgebenen Finger in Richtung auf den Steuermagneten 66c zu, so wird die dementsprechend ausgebildete Steuerschaltung 68c das Instrument 44c, insbesondere dessen Spitze 46c, mit einem Hochfrequenzstrom beaufschlagen. Entfernt der Operateur den Fingerling 14c wieder aus dem Bereich des Steuermagneten 66c; so wird die Steuerschaltung 68 den Hochfrequenzstrom zum Instrument 44c wieder unterbrechen.

Mit allen vorgestellten möglichen Ausführungsvarianten von Fingerkappen 22 beziehungsweise Fingerlingen 14 lassen sich elektrochirurgische Instrumente und Geräte auf einfache Weise von einem Operateur schalten. Je nach Ausbildung des, Schaltelements können bestimmte Bereiche am Instrument vorgesehen sein, zu welchen ein Schalter 24 bewegt oder geführt werden muß, um beispielsweise einen Steuerstrom für eine Schaltvorrichtung zu schalten, mit welchen ein Arbeitsstromkreis am Instrument 44 mittels der Steuervorrichtung geschlossen werden kann.

Alle vorgestellten Schaltelemente können in eine Fingerkappe 22 integriert sein, in einen Fingerling oder in einen Handschuh. Die Anordnung des Schalters 24 am Fingerling 14 für den Zeigefinger eines Operateurs ist rein beispielhaft. Ohne weiteres können an jedem der Fingerlinge 12 bis 20 eines Handschuhs 10 entsprechende Schalter 24 vorgesehen sein, so dass ein Operateur mit einer Hand gleichzeitig mehrere Geräte schalten kann.


Anspruch[de]
  1. Chirurgische Fingerkappe (22) zum mindestens teilweisen Bedecken eines Fingers, welche Fingerkappe (22) mindestens ein elektrisches Schaltelement (24) zum Öffnen oder Schließen eines Stromkreises (26, 28; 60, 62) einer elektrochirurgischen Vorrichtung (44, 50) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (24) induktiv betätigbar ist und einen Magnetfeldsensor (24) umfasst.
  2. Fingerkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerkappe (22) Teil eines chirurgischen Fingerlings (14) ist.
  3. Fingerkappe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerkappe (22) Teil eines chirurgischen Handschuhs (10) ist.
  4. Fingerkappe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der chirurgische Handschuh (10) oder der chirurgische Fingerling (14) mindestens eine elektrische Zuleitung (26, 28) für das mindestens eine Schaltelement (24) umfaßt.
  5. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerkappe (22) Teil eines Fingerhuts ist.
  6. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerkappe (22) schlauchförmig ausgebildet ist.
  7. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Fingerkappe (22) in etwa ihrem Durchmesser entspricht.
  8. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerkappe (22) elastisch ist.
  9. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerkappe (22) an einem Ende geschlossen ist.
  10. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (24) ein druckbetätigbarer Schalter oder Taster ist.
  11. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (24) ein ohmscher Schalter oder Taster ist.
  12. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldsensor (24) ein Hallsensor ist.
  13. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine das mindestens eine Schaltelement (24) umfassende Schaltvorrichtung (50) zum Ein- und Ausschalten des Stromkreises der elektrochirurgischen Vorrichtung vorgesehen ist.
  14. Fingerkappe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung (50) eine Hochfrequenz-Aktivierungseinheit ist.
  15. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromkreis (26, 28; 60, 62) der elektrochirurgischen Vorrichtung (50) ein Steuer- und/oder Regelstromkreis (26, 28) oder ein Arbeitsstromkreis (60, 62) ist.
  16. Fingerkappe nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrochirurgische Vorrichtung (44; 50) ein elektrochirurgisches Instrument (44) oder ein medizinisches oder chirurgisches Gerät (50) ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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