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Dokumentenidentifikation DE60113880T2 27.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001373612
Titel VERBESSERTE VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON FANTASIEGARNEN
Anmelder Gigliotti e Gualchieri Costruzione Macchine Tessili S.p.A., Prato, IT
Erfinder GIGLIOTTI, Giovanni, I-59013 Montemurlo, IT
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 60113880
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.03.2001
EP-Aktenzeichen 019197706
WO-Anmeldetag 28.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/IT01/00158
WO-Veröffentlichungsnummer 2002077339
WO-Veröffentlichungsdatum 03.10.2002
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2004
EP date of grant 05.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse D02G 3/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D01H 1/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D01H 7/88(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Vorrichtung zur Herstellung von Effektgarnen.

Stand der Technik

Es ist bekannt, dass für die Herstellung von Effektgarnen die sogenannten Zwirnmaschinen oder Fadenzwirnmaschinen verwendet werden, die aus mehreren aneinanderliegenden Produktionseinheiten bestehen, von denen jede umfasst:

  • – eine Fadenspeisegruppe und/oder eine Streckgruppe von Lunten, die einer Vorlage entnommen werden;
  • – eine Formgruppe zur Bildung des Garns, bestehend beispielweise aus einer Hohlspindel oder aus zwei nacheinanderfolgenden Hohlspindeln,
  • – eine Mitnahmegruppe nach der Formgruppe,
  • – eine Garnaufwickelgruppe des hergestellten Garns an Spulen oder Kops.

Eine derartige Vorrichtung wurde in der GB 1320405 A offenbart.

In den bekannten Maschinen, wo das Aufwickeln auf Spulen für jede Produktionseinheit erfolgt, ist die zu bildende Spule unterhalb der Form- und Mitnahmegruppen mit horizontaler und zur Stirnseite der Maschine parallelen Achse angeordnet. Da der Platzbedarf der Aufwickelgruppe in Richtung der Stirnseite der Maschine größer ist als jener der anderen Einheiten, müssen die Produktionseinheiten zueinander angemessen beabstandet sein, mit der Folge, ihre Gesamtanzahl und folglich die Herstellungsleistung der Maschine im verfügbaren Raum begrenzen zu müssen.

Die Anwesenheit der Aufwickelgruppe beträgt eine beträchtliche Höhe der Maschine und folglich gestaltet sie das Arbeiten an darüber liegenden Gruppen schwierig.

Auch der Eingriff an den Aufwickelspulen, die im unteren Teil der Maschine angeordnet sind, ist sehr unbequem.

Es ist auch das Bedürfnis bekannt, die Maschinen zur Herstellung von Effektgarnen derart zur Verfügung zu haben, dass sie den unterschiedlichsten und veränderlichen Bedürfnissen der Mode anpassbar sind. Insbesondere besteht der Bedarf an Maschinen, die zur Herstellung von Garnen mit besonderen Effekten erlauben (z.B. hergestellt über zwei nacheinanderfolgenden Hohlspindeln), die auf Spulen aufgewickelt werden, jedoch auch Garne herkömmlicher Art (beispielsweise hergestellt über eine einzige Hohlspindel) und auf Kops aufgewickelt.

Darstellung der Erfindung

Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer verbesserten Vorrichtung zur Herstellung von verschiedenen Typologien von Effektgarnen. Insbesondere ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, die derart aufgebaut ist, dass ein einfacher und unverzüglicher Übergang von der Herstellung von Garnen mit besonderen Effekten zu jener von Garnen herkömmlicher Art und umgekehrt erlaubt wird.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung der oben angeführten Nachteile, wenn das Aufwickeln auf Rollen erfolgt.

Diese Aufgaben werden durch eine Vorrichtung in Übereinstimmung mit den beigefügten Ansprüchen gelöst.

Die technischen Merkmale und die Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen näher aus der eingehenden, nachfolgenden Beschreibung eines nicht beschränkenden, in den Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiels hervor.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 erläutert eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, in der das Aufwickeln des Garns auf einer Spule erfolgt;

2 erläutert eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, in der das Aufwickeln des Garns auf einen Kops erfolgt,

3 erläutert schematisch eine Hohlspindel, die für das Aufwickeln des Garns an einem Kops geeignet ist.

Beste Weise zur Ausführung der Erfindung

Unter Bezugnahme auf 1 und 2, umfasst eine Produktionseinheit 1 eine Vorrichtung zur Herstellung von Effektgarn gemäß der vorliegenden Erfindung, getragen von einem ersten Gestell 10:

  • – eine Vorlage von Fäden 11 und/oder Lunten oder Bändern 12, die auf Spulen oder Kops 13 und/oder Rollen 14 aufgewickelt werden,
  • – eine Speise- und/oder Streckegruppe 15 der Fäden und/oder der Lunten;
  • – eine erste Garnformgruppe 16, umfassend, im dargestellten Beispiel, eine erste Hohlspindel 17, die eine erste Spule 25 von Bindegarn 26 trägt;
  • – eine unterhalb der ersten Hohlspindel 17 liegende Mitnahmegruppe, die eine erste Antriebswalze 18 umfasst;
  • – eine zweite Garnformgruppe 19, die nach der ersten Mitnahmegruppe angeordnet ist und eine zweite Hohlspindel 20 umfasst, die eine zweite Spule 27 von in den Faden 28 (1) bzw. einen Kops 29 zum Aufwickeln von Garn (2) trägt, so wie näher nachstehend erläutert;
  • – eine zweite Mitnahmegruppe, die unterhalb der zweiten Hohlspindel 20 liegt und eine zweite Antriebswalze 21 umfasst;
  • – eine Ringbank 22 mit Ringen 23, die auf an und für sich bekannte Art und Weise längs von Ständern 24 beweglich ist, die im unteren Teil des Gestells 10 angeordnet sind.

Wie in 1 erläutert ist erfindungsgemäß ein zweites Gestell 30 der Produktionseinheit 1 gegenüberliegend vorgesehen. Insbesondere trägt das zweite Gestell 30 für jede Produktionseinheit 1 eine an und für sich bekannte Aufwickelgruppe 32, die eine Spule 31 umfasst, die mit horizontalen und im wesentlichen zur Stirnseite der Produktionseinheit 1 parallelen Achse angeordnet ist. Jede Spule 31 ist freilaufend auf Seitenstutzen 33 angebracht und durch eine Antriebswalze 34 in Drehung versetzt, die mit einer Fadenführerumfangsnut (nicht dargestellt) versehen ist.

Um eine höchstmögliche Annäherung der Produktionseinheiten 1, vereinbar mit dem Platzbedarf der Speise-/Streckform- und Mitnahmegruppen zu erlauben, sind vorteilhafter Weise die Aufwickelgruppen 32 (und daher die Spulen 31) am Gestell 30 auf zwei übereinanderliegenden Reihen angeordnet.

Zur Abnahme der angefertigten Spulen 35 sind Transport-mittel vorgesehen, die eine Antriebskette 36 umfassen.

Eine zwischen den Gestellen 10 und 30 angeordnete und innerhalb eines Podestes 41 liegende Leitung ist für die pneumatische Förderung des an den Aufwickelspulen 31 hergestellten Garns vorgesehen.

Die Betriebsweise der oben beschriebenen Vorrichtung ist im wesentlichen wie folgt.

Ein Faden 100 wird einer ersten Hohlspindel 17 und nachfolgend einer zweiten Hohlspindel 20 zugeführt. Beide Hohlspindeln werden über nicht erläuterte Tangentialriemen in Drehbewegung gehalten. Am Ausgang der Spindel 20 wird das hergestellte Garn 101 über die Leitung 40 der Aufwickelgruppe 32 und der Spule 31 zugeführt.

Bei dieser Arbeitsmodalität der Vorrichtung ist die Ringbank 22 mit Ringen 23 nicht in Bearbeitung und wird auf einer derartigen Höhe gehalten, dass sie sich nicht mit der unteren Spindel 20 überschneidet. Die Vorrichtung kann überdies auch verwendet werden, um Garne herzustellen, die keine zweiten Bindefaden 28 vorsehen, in dem einfacher Weise die zweite Hohlspindel 20 umgangen wird.

Wird die vorliegende Lösung getroffen ist es möglich, die Aufwickelgruppen 32 auf eine derartige Höhe vom Boden zu verstellen, dass die notwendigen Eingriffe alle äußerst bequem gestaltet werden.

In der in 2 dargestellten Ausbildung trägt die untere Hohlspindel 20 anstatt einer Spule mit Bindefaden, eine Röhrchen 50. Überdies bewegt sich die Ringbank 22 in Senkrechtrichtung mit jedem Ring 23 im wesentlichen auf die vertikale Achse der Spindel 20 zentriert auf und ab. Dies erlaubt das Garn 102 am Ausgang von der ersten Hohlspindel 17 auf einen Kops 51 in ähnlicher Weise wie bei den Ringspindeln aufzuwickeln.

In 3 sind einzeln die Anpassungsmittel dargestellt, die es erlauben, das Röhrchen 50 (schraffiert dargestellt) auf der unteren Hohlspindel 20 anzubringen, und die Bildung des Kops 51 (gleichfalls schraffiert) zu erhalten.

Die Anpassungsmittel umfassen eine untere Buchse 52 und eine obere Buchse 53, die an der Spindelstange mittels nicht dargestellten Verstellschrauben befestigt sind. In jeder zueinander um 120° versetzten Buchse 52, 53 sind Knöpfe 55, 56 vorgesehen, die der Einwirkung einer Feder 57, 58 unterliegen, um das Röhrchen 50 zu erfassen. Auf diese Art und Weise ist die Zentrierung des Röhrchens 50 und die einwandfreie Bildung des Kops 51 gewährleistet.

In dieser Arbeitsmodalität der Vorrichtung, sind die oben beschriebenen Aufwickelgruppen 32 an den Spulen 31 nicht in Bearbeitung und durch einfache Abnahme der zweiten Spule 27 und Einsetzen eines Röhrchens 50 um die untere Hohlspindel 20 herum derart, dass das Röhrchen am Drehsockel der Spindel festliegt, erhält man die Umwandlung der Maschine mit zwei Hohlspindeln in einer Maschine mit einer Hohlspindel und einer Ringspindel.

Mittels einer erfindungsgemäßem Vorrichtung ist es schließlich möglich, sowohl Garne mit besonderen Effekten (insbesondere gegeben durch die Anwesenheit von zwei Bindefäden und aufgewickelt am Kops) als auch herkömmliche Garne herzustellen (insbesondere mit einem einzigen Bindefaden und aufgewickelt auf Kops).

Überdies ist durch die Unabhängigkeit der Antriebe einer jeden oder mehrerer Produktionseinheiten möglich, die Vorrichtung für die gleichzeitige Herstellung von verschiedenen Garntypologien zu verwenden.

Die so konzepierte Erfindung kann zahlreiche Änderungen und Varianten erfahren, die alle in den Schutzbereich der Erfindung treten. Überdies können die Einzelheiten alle durch technisch äquivalente Elemente ersetzt werden.


Anspruch[de]
  1. Einrichtung zum Herstellen von Effektgarnen umfassend ein erstes Gestell (10), das eine Mehrzahl von Produktionseinheiten (1) trägt, wobei je eine Speisegruppe (15) und/oder Streckengruppe von einem oder mehreren Fäden und/oder einer Lunte umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das folgende vorhanden ist:

    – erste Spinnenmittel (16);

    – Drehmittel (20) um einen senkrechten Achse, die unter den besagten ersten Spinnenmitteln angeordnet sind und in einer der zwei Betriebsbedingungen der Einrichtung als Bildungsmittel eines ersten Garnes (101) wirken;

    – eine senkrecht bewegende Bank (22) mit Wechselbewegung entlang der Ständer (24), die am unteren Teil des besagten ersten Gestells (10) angeordnet ist und für jede Einheit (1) einen Ring (23) für das Garnaufwickeln auf einer Hülse (50) trägt, die entfernbar an den besagten Drehmitteln (20) vereinigt ist, was erlaubt, in der zweiten Betriebsbedingung der Maschine einen Kops (29) eines zweiten Garnes (102) zu bilden;

    vor dem besagten ersten Gestell (10) vorgesehenes zweites Gestell (30), welches für jede Produktionseinheit (1) eine Aufwickelgruppe (32) zur Aufnahme des besagten ersten Garnes (101) auf eine Spule (31) aufweist.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die besagten ersten Spinnenmittel aus einer Hohlspindel (17) bestehen, die eine erste Spule (25) von Bindegarn (26) trägt.
  3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die besagten Drehmittel aus einer Hohlspindel (20) bestehen, wobei eine mit der besagten Hohlspindel (20) mitarbeitende zweite Spule (27) von Bindegarn (28) vorgesehen ist, um das besagte erste Garn (101) zu bilden.
  4. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen (31) der Aufwickelgruppen (32) auf dem besagten zweiten Gestell (30) in mindestens zwei übereinliegenden Reihen angeordnet sind.
  5. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Röhre (40) für die pneumatische Förderung des besagten ersten Garnes (101) von der Produktionseinheit (1) zu der Aufwickelgruppe (32) vorhanden ist.
  6. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Anpassungsmittel eingeschlossen sind, die es erlauben, die besagte Hülse (50) auf der besagten Hohlspindel (20) zu montieren, wobei die besagten Anpassungsmittel aus einer unteren Buchse (52) und einer oberen Buchse (53) bestehen, die auf dem Schaft (54) der Hohlspindel durch Gewindeschrauben befestigt sind und beide Buchsen (52,53) Knöpfe (55,56) aufweisen, die um 120° verschoben sind und der Wirkung von Federn (57,58) für den Einsatz der Hülse (50) unterliegen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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