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Dokumentenidentifikation DE69832231T2 27.07.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000871314
Titel Telefon mit einer Basisstation und mindestens einem Endgerät und entsprechendes Verfahren
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder Cronin, Gerard, 75008 Paris, FR;
Lorieau, Christophe, 75008 Paris, FR;
De Crouy-Chanel, Remy, 75008 Paris, FR
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 69832231
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 27.03.1998
EP-Aktenzeichen 982009706
EP-Offenlegungsdatum 14.10.1998
EP date of grant 09.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.2006
IPC-Hauptklasse H04M 1/72(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Telefongerät mit einer an die Netzwerkverbindung anschließbaren Basisstation, mindestens einem ersten und einem zweiten über die Basisstation an die Netzwerkverbindung anschließbaren Endgerät für den Erhalt der eingehenden Anrufe, wenn sie in normalem Betriebsmodus sind, wobei die Geräte mit Meldesystemen für eingehende Anrufe ausgestattet sind.

Die Erfindung betrifft auch ein in solch einem Gerät umgesetztes Verfahren und zugleich ein für solch ein Gerät geeignetes Endgerät.

Die Erfindung findet zahlreiche Anwendungsbereiche in kabellosen Geräten analogen Typs oder in denjenigen, die der DECT- oder anderen Normen entsprechen.

Diese Geräte werden im Wesentlichen entwickelt, um Anschlüsse zwischen den Endgeräten und dem Äußeren über die Netzwerkverbindung zu ermöglichen. Allerdings werden dem Anwender andere Möglichkeiten geboten, wie beispielsweise die gut bekannte Gegensprechfunktion, die eine Sprachverbindung zwischen einem Endgerät und der Basisstation ermöglicht, ohne dabei das Telefonnetzwerk zu benutzen. Dies kann für Anwendungen wie diejenigen genutzt werden, welche die Babyfon-Funktion umsetzen.

Man findet im Dokument GB-A 2 304 002 eine Beschreibung solch einer Funktion.

Wenn man eine Überwachung einer Person ausführt, die nicht gestört werden soll, wird ein eingehender Anruf als störend betrachtet.

Diese Erfindung schlägt ein Gerät der im Vorwort aufgeführten Art vor, die es ermöglicht, das Gerät in anderen Funktionen zu verwenden, die nicht unbedingt auf die Netzwerkverbindung zugreifen und das eine Verbindung zwischen Endgeräten ermöglicht und der vor allem die überwachten Personen nicht mit störenden Geräuschen belästigt.

Ein solches Gerät ist insofern bemerkenswert, da das erste Endgerät mit einer Steuerung ausgestattet ist, um es in einen Überwachungsmodus umzuschalten, dem zufolge die Meldesysteme für eingehende Anrufe daran gehindert werden, ausgelöst zu werden.

Die Idee der Erfindung besteht aus der Verwendung der Endgeräte, die generell mobil sind und die unter Verwendung ihres Akkumulators, mit dem sie üblicherweise ausgestattet sind, folglich leicht an Stellen gebracht werden können, die nicht mit elektrischem Strom versorgt werden.

Die folgende Beschreibung wird hinsichtlich der beigefügten Zeichnungen als nicht erschöpfendes Beispiel gut verständlich machen, wie die Erfindung gebaut werden kann.

1 zeigt ein der Erfindung entsprechendes Gerät.

2 zeigt ein erstes Organigramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise des der Erfindung entsprechenden Geräts.

3 zeigt ein zweites Organigramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise des der Erfindung entsprechenden Geräts.

4 zeigt ein drittes Organigramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise des der Erfindung entsprechenden Geräts.

5 zeigt ein viertes Organigramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise des der Erfindung entsprechenden Geräts.

Auf 1 ist das dargestellte Gerät ein den DECT-Normen entsprechendes Gerät. Es wird aus einer Basisstation BS und einer Vielzahl von Endgeräten gebildet, wobei nur die Geräte HS1 und HS2 gezeigt werden. Außerdem wurde das Gerät HS1 mehr im Detail dargestellt.

Für die Leitung 10 enthält die Basisstation BS eine Schnittstellenschaltung, um mit der Telefonleitung 12 Verbindung aufzunehmen, und eine Sende-Empfangs-Einheit 14 mit einer Antenne 16, um über den Funkweg mit den Endgeräten HS1, HS2 in Kommunikation zu kommen. Für die Verarbeitung aller Informationen analoger Art enthält diese Basisstation außerdem ein Signalverarbeitungsorgan 17, gebildet um einem Signalprozessor DSP, der insbesondere die Sprachsignale verarbeitet. Alle Elemente dieser Basisstation BS werden von einer Mikroprozessor-Steuerungseinheit 20 verwaltet. Dieses Organ wird insbesondere und auf übliche Art aus einem Schreib-Lese-Speicher 24, einem Nur-Lese-Speicher 26 mit den Funktionsanweisungen des Geräts und einem Verwaltungsprozessor 29 gebildet.

Das Endgerät HS1, als einziges im Detail gezeigt (das Gerät HS2 kann identischer Struktur sein), enthält eine Kommunikationseinheit 40 mit einer Antenne 41, die es ihm ermöglicht, mit der Basisstation BS und von da mit den anderen Endgeräten HS2,... zu kommunizieren. Diese Einheit verarbeitet die aus dem Mikrofon 42 kommenden Informationen und übermittelt die Signale auch an einen Lautsprecher 44. Dabei ist auch ein Verwaltungsorgan 50 vorgesehen, gebildet, genau wie das Verwaltungsorgan 20, aus einem Schreib-Lese-Speicher 54, einem Nur-Lese-Speicher 56 mit den Funktionsanweisungen des Geräts und einem Verwaltungsprozessor 59. Das Gerät HS1 enthält außerdem auch eine Anzeigevorrichtung 60, auf der unterschiedliche Informationen angezeigt werden, und eine Tastatur 61.

Diese Handgeräte sind mobil und werden aufgrund dessen von einem in der Figur nicht dargestellten Akkumulator versorgt.

Gemäß einem Merkmal der Erfindung ist ein in die Kommunikationseinheit 40 integrierter Grenzwertdetektor 63 vorgesehen.

Auf 2 wird ein Organigramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise eines der Erfindung gemäß einer ersten Ausführungsvariante entsprechenden Geräts gezeigt.

Dieses Organigramm unterliegt einer im Endgerät mit der Bezeichnung überwachtes Gerät, dessen Funktionen zur Überwachung einer passiven Person eingesetzt werden, was einen eher geeigneten Fall für die Überwachung eines Kleinkindes darstellt, enthaltenen Anweisungsstruktur. Dieses Endgerät wird in den Raum, in das Schlafzimmer, in dem sich die passive Person befindet, gegeben.

Dieses Organigramm beginnt in Feld K0, welches einen Ruhezustand anzeigt. Dann geht man in den in Feld K1 gezeigten Zustand über. Dieser Zustand K1 besteht aus der Anzeige auf einem Bildschirm 60 eines aublaufenden Menüs bis zur Anzeige der Rubrik Babyüberwachung. Diese Rubrik bewirkt nach Bestätigung die Verhinderung der Klingeltonauslösung und die Versetzung des Handgeräts in einen Spezialzustand, in dem, wenn es von einem anderen Handgerät angerufen wird (Gegensprechfunktion), das Mikrofon (eventuell mit einer Leistung über der eines normalen Wechselgesprächs) automatisch aktiviert und jede Tonübertragung unterbunden wird. Solange man keine zusätzlichen Funktionen betätigt, die in Feld K5 erkannt werden, bleibt das Endgerät in diesem überwachten Zustand. Eine zusätzliche Funktion bewirkt den Übergang nach Feld K7, wo die neue Funktion analysiert wird.

3 bezieht sich auf das Organigramm des Handgeräts mit der Bezeichnung Überwachungshandgerät. Dieses Organigramm beginnt in Feld K10, welches einen Ruhezustand anzeigt. Dann geht man in den in Feld K11 gezeigten Zustand über. Dieser Zustand K11 besteht aus dem Betätigen einer bestimmten Taste und dem Wählen der Nummer des überwachten Geräts. Dies bewirkt die gegenseitige Verbindung der beiden Handgeräte. Das Volumen des Lautsprechers 44 wird auf Hörposition der Geräusche gebracht, welche aus dem Schlafzimmer des Kleinkinds kommen. Dieser Zustand (Überwachungszustand) wird beibehalten, solange die Tastatur des Endgeräts nicht betätigt wird (Feld K15). Wenn dies der Fall ist, wird diese neue Funktion analysiert (Feld K17).

4 bezieht sich auf die Funktion zur Überwachung einer passiven Person mit der Auslösung der Überwachungsverbindung, sobald vom Grenzwertdetektor 63 ein zu lautes Geräusch erkannt wurde. Dieser Betriebsmodus ist vorteilhaft, wenn man Akkumulatorladungen vermindern will, da die Verbindung nur effektiv wird, sobald ein ungewöhnliches Geräusch erkannt wurde. Die Felder K20, K21 und K25 dieses Organigramms, ähnlich wie die respektiven Felder K0, K1 und K5, müssen nicht veranschaulicht werden. Sobald ein Vorkommnis erkannt wird, was in Feld K25 stattfindet, wird dieses Vorkommnis in Feld K27 analysiert. Man bestimmt dann, ob es das Mikrofon ist, welches ein zu lautes Geräusch aufgenommen hat. Wenn ja, dann ist Feld K29 das Feld, welches den Aufbau der Überwachungsverbindung anzeigt. Das Feld K31 betrifft eine andere Verarbeitung, welche diesem Betriebsmodus ein Ende setzt.

Das Überwachungsgerät geht in den Ruhezustand über, sobald die Nummer des überwachten Geräts eingegeben wurde.

Eine andere Ausführungsform besteht in der Überwachung einer aktiven Person, d. h. einer Person, die selbst eine bereits bestehende Verbindung mit nur sehr wenigen Handgriffen aufbauen will. Beispielsweise mit der Betätigung einer einzigen Taste. Diese wird in 5 gezeigt, deren Form derjenigen der 3 ähnelt, wobei die Felder K50, K51, K55, K57, K59 und K61 respektive mit den Feldern K20, K21, K25, K27 K29 und K31 zu kongruieren sind. Der einzige Unterschied ist, dass man in Feld K57 die Betätigung einer Taste für die Auslösung des Verbindungsaufbaus erkennt.

&mgr;P
= Mikroprocessor
RAM
= Schreib-Lese-Speicher
ROM
= Nur-Lese-Speicher
DSP
= Digitaler Signalprozessor


Anspruch[de]
  1. Telefongerät mit:

    – einer an die Netzwerkverbindung anschließbaren Basisstation (B3),

    – mindestens einem ersten und einem zweiten über die Basisstation (BS) an die Netzwerkverbindung anschließbaren Endgerät (HS1, HS2) für den Erhalt der eingehenden Anrufe, wenn sie in normalem Betriebsmodus sind, wobei die Geräte mit Meldesystemen für eingehende Anrufe (44) ausgestattet sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass das erste Endgerät mit eine Steuerung ausgestattet ist, um es in einen Überwachungsmodus umzuschalten, dem zufolge die Meldesysteme für eingehende Anrufe (44) daran gehindert werden, ausgelöst zu werden.
  2. Telefongerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überwachungsverbindung zwischen zwei Endgeräten (HS1, HS2), die ohne Verwendung der Netzwerkverbindung in Überwachungsmodus geschaltet wurden, aufgebaut wird.
  3. Telefongerät nach Anspruch 1 oder 2, in dem die besagten Endgeräte ein Mikrofon (42) enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrofon (42) im Überwachungsmodus über eine größere Leistung als im normalen Modus verfügt, um bei einem über einem vorbestimmten Grenzwert liegenden Geräusch den Aufbau der besagten Überwachungsverbindung auszulösen.
  4. Telefongerät nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, in dem die besagten Endgeräte eine Tastatur (61) zur Bedienung enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbau der Überwachungsverbindung über die Betätigung von mindestens einer Taste verläuft.
  5. Telefongerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsmodus anhand eines im ersten Endgerät (HS1) angezeigten Menüs aufgebaut wird.
  6. Verfahren zur Versicherung von Verbindungen in einem Gerät eines in den vorhergehenden Ansprüchen angegebenen Typs mit einer Basisstation (BS), welche insbesondere für den Erhalt eingehender Anrufe an die Netzwerkverbindung angeschlossen ist, wobei eine Vielzahl von Endgeräten (HS1, HS2...) an die besagte Basisstation (BS) angeschlossen und mit einem Meldesystem eingehender Anrufe ausgestattet sind und das Verfahren folgende Schritte enthält:

    – Einrichtung eines so genannten überwachten Zustands in einem Endgerät,

    – Einrichtung eines so genannten überwachten Zustands in einem anderen Endgerät

    – Bestimmung einer Überwachungsverbindung zwischen dem überwachten Endgerät und dem überwachenden Endgerät,

    dadurch gekennzeichnet, dass es außerdem einen Schritt enthält zur:

    – Stummschaltung der Meldesysteme für eingehende Anrufe bei Endgeräten in überwachtem Zustand.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Verbindung ab ihrer Festlegung effektiv ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Verbindung ausgehend von der Detektion eines Geräuschpegels über einem vorbestimmten Grenzwert aufgebaut wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Verbindung ausgehend vom Druck auf eine Taste der Tastatur (61) des Endgeräts aufgebaut wird.
  10. Endgerät (HS1) mit einer an die Netzwerkverbindung anschließbaren Basisstation (BS) und dazu in der Lage, in einen so genannten überwachten Zustand gebracht zu werden, in dem eine Verbindung mit einem so genannten überwachenden zweiten Endgerät (HS2) aufgebaut wird, mit einem Mikrofon (42) für die mögliche Aufnahme von Geräuschen, wenn das Gerät in überwachtem Zustand ist, mit Meldesystemen für eingehende Anrufe (44) und einer Tastatur (61), um in überwachten Zustand zu wechseln oder um eine Verbindung mit dem überwachenden Endgerät zu definieren (HS2), dadurch gekennzeichnet, dass es mit geeigneten Mitteln (50) für die Verhinderung dessen ausgestattet ist, dass die Meldesysteme eingehender Anruf (44) ausgelöst werden, wenn das Gerät in überwachtem Zustand ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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