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Dokumentenidentifikation DE102005055861A1 03.08.2006
Titel Verpackungsmaschine mit einer Vielzahl von UV-Lampen quer zum Verpackungspfad
Anmelder Tetra Laval Holdings & Finance S.A., Pully, CH
Erfinder Bengtsson, Bengt, River Falls, Wis., US;
Hemphill, Jenifer, Woodbury, Minn., US;
Eno, Kenneth Millard, Woodville, Wis., US
Vertreter Müller Schupfner Patentanwälte, 80336 München
DE-Anmeldedatum 23.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005055861
Offenlegungstag 03.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.2006
IPC-Hauptklasse B65B 55/08(2006.01)A, F, I, 20060302, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65B 55/04(2006.01)A, L, I, 20060302, B, H, DE   B65B 55/10(2006.01)A, L, I, 20060302, B, H, DE   B65B 55/02(2006.01)A, L, I, 20060302, B, H, DE   A61L 2/10(2006.01)A, L, I, 20060302, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein UV-Sterilisierungssystem für eine Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln, das mindestens drei UV-Lampen enthält, wovon jede eine Längenausdehnung und eine Querausdehnung hat. Jede Lampe ist innerhalb eines Gehäuses mit einem Reflektor befestigt. Die Lampen sind aneinander angrenzend, eine neben der anderen, befestigt, so dass die Längenausdehnungen parallel zueinander sind und quer zum Verpackungsförderpfad. Das UV-Sterilisierungssystem sorgt, in Verbindung mit einer Wasserstoffperoxidanwendung bei einer Konzentration von etwa 3,0 Prozent, für eine logarithmische Reduzierung von mindestens etwa 4,5 bis 5,0 der koloniebildenden mikrobiellen Einheiten.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zum Sterilisieren mit ultraviolettem (UV) Licht (UV-Sterilisierungssystem) für eine Verpackungsmaschine. Genauer gesagt, betrifft die vorliegende Erfindung ein Sterilisierungssystem mit einer Vielzahl von Lampen für Verpackungsmaschinen zum Formen, Füllen und Versiegeln.

Verpackungsmaschinen zum Formen, Füllen und Versiegeln sind bekannter Stand der Technik, wie auch die bei solchen Maschinen verwendete Sterilisierungssysteme. Diese Maschinen werden vielfach in der Nahrungsmittelverpackungsindustrie eingesetzt, um eine Verpackung zu formen, die Verpackung mit einer Flüssigkeit oder einem festen Nahrungsmittel (oder einer Mischung aus flüssigen und festen Nahrungsmitteln) zu befüllen und um die Verpackung nach dem Befüllen zu versiegeln.

Sterilisierungssysteme werden in solchen Maschinen eingesetzt, um Mikroben wie Bakterien, Hefe und Schimmel auszurotten (d.h. abzutöten). Üblicherweise dienen die Sterilisierungssysteme dazu, die Verpackung vor und/oder nach dem Formen der Verpackung, jedoch vor dem Befüllen und Versiegeln, zu sterilisieren.

Es werden auch unterschiedliche Arten von Sterilisierungssystemen verwendet. Eine Art von Sterilisierungssystem verwendet beispielsweise Wasserstoffperoxid als Flüssigkeit oder in Form von Dampf, der auf das Äußere der Verpackungen und/oder in das Innere der Verpackungen gesprüht wird. Die Wasserstoffperoxidkonzentration kann von etwa 3 Prozent bis zu etwa 35 Prozent reichen, um die Anforderungen des hohen logarithmischen Reduzierungsfaktors (Bakterienabtötungsrate) zu erreichen. Andere Arten von Sterilisierungssystemen benutzen Energie, beispielsweise in Form ultravioletter Emissionen oder Elektronenstrahlemissionen, um diese Mikroben abzutöten. Andere Arten von Sterilisierungssystemen wiederum verwenden Kombinationen aus diesen Systemen und Verfahren.

Gängige Sterilisierungssysteme verwenden Wasserstoffperoxid, das im Allgemeinen an einer Sterilisierungsstation innerhalb der Maschine direkt auf die Verpackung aufgebracht wird. Beispielhafte Anordnungen solcher Maschinen und Maschinensterilisierungssysteme, Verfahren und dergleichen werden offenbart bei Cicha et al., US-Patent Nr. 6,406,666; Palaniappan, et al., US-Patent Nr. 6,120,730; Lees, US-Patent Nr. 6,058,678; Palaniappan, et al., US-Patent Nr. 6,056,918 und Eno, US-Patent Nr. 5,809,740, wobei alle diese Patente der vorliegenden Anmeldung zugeordnet sind und sich hierin auf diese bezogen wird. Ein System, das UV-Lampen verwendet, besitzt zwei quer zum Kartonpfad angeordnete Lampen, wohingegen eine andere Anordnung eine einzelne lang gestreckte Lampe enthält, die entlang oder parallel zum Kartonpfad verläuft.

Obgleich alle diese Systeme gut arbeiten und funktionieren, gibt es Grenzen bei der Menge des Restwasserstoffperoxid (das im Allgemeinen in Form von kondensiertem Dampf auf der Oberfläche des Verpackungsmaterials verbleibt), das beim Verpacken übrig bleiben kann, wenn das Nahrungsmittel in die Packung eingefüllt wird, sowie Wasserstoffperoxid, das sich in der örtlichen Umgebung der Maschine befinden kann. Somit ist eine angemessene Trocknungszeit notwendig, um sicherzustellen, dass diese Obergrenzen erreicht werden. Und je höher die Konzentration des verwendeten Wasserstoffperoxid ist (z.B. 35 Prozent gegenüber 3 Prozent), desto größer ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass ein höheres Niveau an Restwasserstoffperoxid länger in der Packung bleiben wird. Darüberhinaus kann es durch höhere Wasserstoffperoxidkonzentrationen zu Problemen im Hinblick auf den Maschinenmaterialabbau u. ä. kommen.

Des Weiteren, über das Erreichen der Sterilitäts- und Sauberkeitsstandards (die eine bestimmte Menge an Mikroben zulassen) hinaus, ist bekannt, dass größere Mengen mikrobieller Verunreinigung zu verpackten Nahrungsmitteln mit kürzerer Haltbarkeit führen. Das heißt, dass typischerweise mit steigendem Anteil an mikrobieller Verunreinigung die Haltbarkeit des Produkts abnimmt. Dies ist bei Produkten mit langer oder verlängerter Haltbarkeit und bei aseptischen Produkten von größter Bedeutung, bei denen das Produkt strenge kommerzielle Sterilitätserfordernisse erfüllen muss, und trifft insbesondere auf Produkte zu, die in säurereicher Umgebung vertrieben werden („HAAD"), so dass es möglich ist, ein säurereiches (pH<4,5) Produkt, wie beispielsweise Orangensaft, über einen längeren Zeitraum hinaus ungekühlt zu lagern. Oft weist der Kartonrohling für ein HAAD-Produkt eine Folienstruktur mit einer Aluminiumsperre auf.

Nichtsdestoweniger werden diese Erfordernisse für alle Hygienestufen von staatlichen Aufsichtsbehörden, beispielsweise der US-amerikanischen Nahrungs- und Arzneimittelbehörde (USFDA) und dem US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) überwacht und durchgesetzt.

Demnach besteht Bedarf an einem Sterilisierungssystem für eine Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln, das die Fähigkeit, auf oder in der Verpackung befindliche Mikroben abzutöten und anderweitig zu eliminieren, steigert. Erstrebenswerterweise verwendet ein solches Sterilisierungssystem eine niedrigere Wasserstoffperoxidkonzentration und behält währenddessen eine hohe Bakterienabtötungsrate (logarithmische Reduzierung) bei. Es ist insbesondere erwünscht, dass ein solches System mit dem gesamten Arbeitsablauf der bekannten Form-, Füll- und Versiegelungsmaschinen kompatibel ist.

Kurze Zusammenfassung der Erfindung

Ein Sterilisierungssystem mit einer Vielzahl von UV-Lampen für eine Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln sorgt, in Verbindung mit einer Wasserstoffperoxidanwendung bei einer Konzentration von etwa 3,0 Prozent, für eine logarithmische Reduzierung von wenigstens etwa 4,5 bis 5,0 der koloniebildenden mikrobiellen Einheiten. Gestaltet ist eine Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln von Verpackungen, die auch ein Fördersystem zum Befördern der Verpackungen durch eine Vielzahl von Stationen entlang eines Förderpfads enthält. Die Verpackungsmaschine enthält eine Sterilisierungsstation mit einem Wasserstoffperoxidverteilungssystem.

Das UV-Sterilisierungssystem enthält wenigstens drei UV-Lampen. Jede Lampe hat eine Längenausdehnung und eine Querausdehnung und ist innerhalb eines Gehäuses mit einem Reflektor befestigt. Die Lampen sind aneinander angrenzend eine neben der anderen angeordnet, so dass die Längenausdehnungen parallel zueinander und quer zum Verpackungsbeförderungspfad verlaufen.

Ein bevorzugtes System enthält sechs UV-Lampen, die aneinander angrenzend eine neben der anderen angeordnet sind. Die Längenausdehnung der Lampen ist größer als eine Breite des Beförderungspfads. Jede Lampe besitzt eine Intensität bzw. Stärke von etwa 15 Milliwatt je Quadratzentimeter (mW/cm2) bis etwa 16 mW/cm2.

Diese und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Ansprüchen.

Kurze Beschreibung der vielen Ansichten der Zeichnungen

Die Errungenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden dem Durchschnittsfachmann auf dem relevanten Gebiet nach Durchsicht der folgenden detaillierten Beschreibung und der zugehörigen Zeichnungen noch ersichtlicher werden, in denen:

1 eine beispielhafte Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln mit einem Sterilisierungssystem mit einer Vielzahl von UV-Lampen zeigt, das die Prinzipien der vorliegenden Erfindung verkörpert;

2 eine untere perspektivische Ansicht des UV-Sterilisierungssystems mit beförderten Kartons (ohne einen Förderer), unterhalb der Lampen, ist; und

3 eine perspektivische Draufsicht auf das UV-Sterilisierungssystem ist, die den Kartonschacht und einen Teil eines Kartons im Schacht zeigt.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Obgleich die vorliegende Erfindung in einer Vielzahl von Ausführungsformen denkbar ist, wird eine gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform in den Zeichnungen dargestellt und nachfolgend beschrieben. Dabei versteht es sich von selbst, dass es sich bei der vorliegenden Offenbarung um ein erläuterndes Beispiel der Erfindung handelt und es nicht beabsichtigt ist, die Erfindung auf die dargestellte spezielle Ausführungsform zu beschränken.

Des Weiteren sollte deutlich sein, dass es sich bei der Überschrift dieses Abschnitts der Beschreibung, nämlich „Detaillierte Beschreibung der Erfindung", um eine Auflage des US-Patentamts handelt, und dass dies weder bedeutet noch soll daraus gefolgert werden, dass der hierin offenbarte Gegenstand beschränkt wird.

Nun wird auf die Zeichnungen Bezug genommen und insbesondere auf 1, in der eine Verpackungsmaschine 10 zum Formen, Füllen und Versiegeln gezeigt ist, die ein quer verlaufendes UV-Bestrahlungssystem 12 zum Sterilisieren von Verpackungen C enthält, das die Prinzipien der vorliegenden Erfindung verkörpert. Die Verpackungsmaschine 10 zum Formen, Füllen und Versiegeln kann der bei Katsumata, US-Patent Nr. 6,012,267, offenbarten entsprechen, wobei das Patent dem Eigentümer der vorliegenden Erfindung übertragen wurde und das durch Bezugnahme hierin enthalten ist. Die Maschine 10 ist so ausgestaltet, dass sie eine durch sie hindurchlaufende Reihe von Kartons C lagern, aufrichten, füllen und versiegeln kann.

Eine typische Füllmaschine 10 enthält ein Kartonmagazin 14 zum Lagern der flachen, gefalteten Kartonrohlinge. Die Füllmaschine 10 enthält eine Kartonaufrichtestation 16, die die Kartons in der flachen, gefalteten Form aufnimmt, die Kartons zu einer rohrförmigen Gestalt aufrichtet und ihre Bodenklappen versiegelt. Ein Ausstattungsgegenstand, wie die jetzt weithin anerkannte Plastiktülle (nicht gezeigt), kann dann an dem teilweise aufgerichteten Karton angebracht werden.

Um die versiegelte Bodenwand W zu bilden, werden die rohrförmig gestalteten Kartons auf einem Dorn 18 positioniert, der durch eine Anzahl von Stationen rotiert, an denen die Bodenklappen vorgefaltet oder „gebrochen" werden, erhitzt und mit Druck aneinander gedrückt werden, um die Polymerbeschichtung zu schmelzen und die versiegelte Bodenwand W zu bilden. Nachdem die Bodenwand gebildet wurde, wird der Karton von dem Dorn 18 gezogen und in einen Taktförderer 20 gestellt zum Sterilisieren, Füllen und oben Versiegeln an den jeweiligen Stationen zum Sterilisieren 22, Befüllen 24 und oben Versiegeln 26. Zusätzlich können auf dem Taktförderer 20 Verschlüsse angebracht werden und mit den Kartons C an einer Verschlussanbringstation 28 versiegelt werden.

Nach dem Anbringen der Verschlüsse wird der Karton C sterilisiert. Um die hohen Reinheitsstandards, die für HAAD oder jedes Produkt mit langer Haltbarkeitsdauer erforderlich sind, zu erreichen, wird typischerweise eine relativ hohe Wasserstoffperoxidkonzentration(H2O2)-Anwendung (als Dampf oder flüssiges Wasserstoffperoxid) benutzt. Die H2O2-Konzentration kann sich bis auf 35 Gewichtsprozent des Sprays belaufen. Es sind Systeme bekannt, die H2O2-Konzentrationen von bis zu 53 Prozent verwenden. Der Fachmann wird jedoch erkennen und verstehen, dass, obgleich das H2O2 tatsächlich die Keime abtötet, wenn sich die H2O2-Konzentrationen auf 35 Prozent bis 53 Prozent belaufen, das auf der Verpackung verbleibende H2O2 oberhalb der von den staatlichen Standards gesetzten Grenzen liegen kann. Diese Systeme mit hoher H2O2-Konzentration können logarithmische Reduzierungsraten von bis zu 5,9 nach zehn Minuten kontinuierlicher Maschinenteilsterilisierung bei einer H2O2-Konzentration von 35 Prozent erreichen, wie bei Swank, US-Patentanmeldung Nr. 10/400,305 offenbart ist.

In einer typischen Verpackungsmaschine 10 zum Formen, Füllen und Versiegeln wird, nach der Sterilisierung des Kartons C (mit daran angeordnetem Verschluss), der Karton C an der Füllstation 24 mit einem Produkt, beispielsweise Orangensaft, befüllt, und die oberen Felder werden gefaltet und an der oberen Versiegelungsstation 26 versiegelt, um die gewohnten Giebel zu bilden. Die geformten, befüllten und versiegelten Verpackungen werden dann von der Maschine 10 herunter geladen, um für den Vertrieb (beispielsweise in Kisten) verpackt zu werden.

Das vorliegende Sterilisierungssystem 12 gestattet die Verwendung einer geringeren H2O2-Konzentration, wobei die erwünschten Mikrobenabtötungsraten immer noch erreicht werden. Das System 12 enthält eine Vielzahl von quer ausgerichteten ultravioletten (UV-) Lampen 30a–f, die sich in einer längslaufenden Gruppe entlang dem Kartoneinordnungspfad 32 angeordnet sind. Diese Ausgestaltung, obgleich im Wesentlichen innerhalb derselben Grundfläche (und somit etwa einer gleichen gesamten „Verweilzeit" gegenüber bekannten Systemen), sorgt für eine längere gerichtete oder direkte UV-Bestrahlung, um eine höhere Abtötungsrate zu erzielen.

Ein vorliegendes Sterilisierungssystem enthält eine Reihe von sechs UV-Lampen 30a–f, wobei jede einzelne Lampe quer zur Bewegungsrichtung der Kartons (entlang Pfad 32) ausgerichtet ist, sowie eine Vielzahl von Lampen, die aneinander angrenzend in Längsrichtung befestigt sind. In einem vorliegenden System sind die Lampen 30a–f innerhalb eines einzigen Gehäuses 34 befestigt und zwar über eine Rinne 36, die aufrechte Seitenwände 38 und ein offenes unteres Ende 40 (wie dargestellt trichterförmig) hat, damit das Kartonantriebssystem (z.B. der Förderer 20) die Kartons C durch die Rinne 36 schieben kann. Das Design des Einzelgehäuses 34 gestattet es, die Ausgestaltung mit sechs Lampen 30a–f in derzeitige Verpackungsmaschinen zum Formen, Füllen und Versiegeln einzubauen und zwar in derselben „Grundfläche" wie bekannte UV-Systeme und somit ohne große Veränderungen an der Maschine 10.

Das vorliegende Mehrlampensystem 12 erhöht die UV-Exposition (Bestrahlung) der Verpackungen C innerhalb im Wesentlichen derselben Grundfläche wie bei bekannten Systemen. Jede UV-Lampe 30 ist eine 30 bis 900 Watt(W)-Lampe oder Glühbirne mit einer Wellenlänge von etwa 200 bis etwa 300 Nanometer (nm). Die Lampen 30 haben jeweils eine Stärke von etwa 15 mW/cm2 bis etwa 16 mW/cm2. Die Lampen sind jeweils in einer Reflektoranordnung 44 positioniert, die ein parabolisches Profil zeigt, um das von den Glühbirnen ausgesendete UV-Licht besser fokussieren zu können. Die Anordnungen von Lampen 30 (mit Lampen 30, Reflektoren 44 und Stromquellen 46, sowie Überwachungs- und örtlicher Kontrollausstattung (nicht dargestellt)) werden gekühlt, um die Lampen 30 auf einer erwünschten Betriebstemperatur zu halten. Bei einem vorliegenden System wird die Temperatur bei etwa 15°C bis 20°C gehalten.

Die Längenausdehnung l30 der Lampen 30 ist größer als die Breite wc der Kartons C auf dem Förderpfad 32. Dies sorgt für mehr „direkte" UV-Bestrahlung der Kartons C, wenn sie durch die Maschine 10 laufen. Es hat sich gezeigt, dass die Mehrlampenanordnung 30a–f den „süßen Punkt" des Bereichs erhöht, über dem die UV-Bestrahlung am wirksamsten ist. Das heißt, die wirksame Energie aus der Mehrlampenanordnung 30a–f ist viel größer als die durch bekannte UV-Anordnungen erreichbare. Obgleich dies zum Teil der erhöhten Anzahl an UV-Quellen zugeschrieben wird, resultiert dies auch daraus, dass die Kartons auf dem Pfad 32 mehr direkter UV-Bestrahlung ausgesetzt werden. Dadurch dass das vorliegende System 12 Mehrfach-UV-Quellen bereitstellt, ist die Gesamtmenge an UV-Strahlung, der der Karton C ausgesetzt ist, deutlich größer, obwohl die „Grundfläche" des Systems 12 (und insbesondere des Gehäuses 44) nicht wesentlich größer ist als der von bekannten UV-Bestrahlungssystemen.

Die erhöhte effektive Energie hat deutlich höhere Mikrobenausrottungs(abtötungs)ergebnisse im Vergleich zu bekannten UV-Systemen gezeigt, bei Verwendung der niedrigeren (3 Prozent) H2O2-Konzentration. Es hat sich gezeigt, dass die logarithmischen Reduzierungen steigen und zwar von etwa 3,0 auf 3,5 bei der Zweilampenquerbefestigungsanordnung und von etwa 3,5 auf 4,0 bei der Einzellängslampenanordnung hin zu etwa 4,5 auf 5,0 bei dem vorliegenden Mehrfachlampenquerbefestigungssystem 12. Dies sind (weil es sich um logarithmische Faktoren handelt) Steigerungen bei den Abtötungsraten, die sich einem Faktor 10 nähern und in einigen Fällen diesen übersteigen.

Alle Patente, auf die hier verwiesen wird, sind hiermit durch Bezugnahme hierin enthalten, ob im Text dieser Offenbarung ausdrücklich genannt oder nicht.

In der vorliegenden Offenbarung sollen die Wörter „ein/e" als sowohl den Singular als auch den Plural einschließend angesehen werden. Umgekehrt sollen die Pluralnennungen, dort, wo es zutreffend ist, auch den Singular miteinschließen.

Dem vorhergehenden kann entnommen werden, dass zahlreiche Veränderungen und Variationen ausgeführt werden können, ohne dabei vom wahren Geist und Schutzumfang der neuen Konzepte der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es versteht sich, dass keine Beschränkung der dargestellten spezifischen Ausführungsformen beabsichtigt ist oder daraus abgeleitet werden soll. Die Offenbarung soll durch die angehängten Ansprüche alle jene Abwandlungen abdecken, die in den Schutzumfang der Ansprüche fallen.


Anspruch[de]
  1. System zum Sterilisieren mit ultraviolettem (UV) Licht (UV-Sterilisierungssystem) für eine Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln, wobei die Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln dazu konfiguriert ist, Verpackungen zu formen, zu befüllen und zu versiegeln, die Maschine ein Fördersystem hat, das die Verpackungen durch eine Vielzahl von Station entlang eines Förderpfads befördert, die Verpackungsmaschine eine Sterilisierungsstation mit einem Wasserstoffperoxidverteilungssystem enthält, wobei das UV-Sterilisierungssystem umfasst:

    wenigstens drei UV-Lampen, wobei jede Lampe eine Längenausdehnung und eine Querausdehnung hat, jede Lampe innerhalb eines Gehäuses mit einem Reflektor befestigt ist, die Lampen aneinander angrenzend eine neben der anderen befestigt sind, so dass die Längenausdehnungen parallel zueinander und quer zum Verpackungsförderpfad verlaufen, wobei das UV-Sterilisierungssystem, in Verbindung mit einer Wasserstoffperoxidanwendung bei einer Konzentration von etwa 3,0 Prozent für eine logarithmische Reduzierung von mindestens etwa 4,5 bis 5,0 koloniebildender mikrobieller Einheiten sorgt.
  2. UV-Sterilisierungssystem nach Anspruch 1, umfassend sechs UV-Lampen, die aneinander angrenzend eine neben der anderen befestigt sind.
  3. UV-Sterilisierungssystem nach Anspruch 1, wobei eine Längenausdehnung der Lampen größer als eine Breite des Förderpfads ist.
  4. UV-Sterilisierungssystem nach Anspruch 1, wobei jede Lampe eine Stärke von etwa 15 mW/cm2 bis etwa 16 mW/cm2 hat.
  5. Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln mit einem UV-Sterilisierungssystem, umfassend:

    ein Kartonmagazin;

    eine Kartonaufrichtungsstation;

    eine Kartonbodenversiegelungsstation;

    ein UV-Sterilisierungssystem mit wenigstens drei UV-Lampen, wobei jede Lampe eine Längenausdehnung und eine Querausdehnung hat, jede Lampe innerhalb eines Gehäuses mit einem Reflektor befestigt ist, die Lampen aneinander angrenzend eine neben der anderen befestigt sind, so dass die Längenausdehnungen parallel zueinander und quer zum Verpackungsbeförderungspfad verlaufen, wobei das UV-Sterilisierungssystem, in Verbindung mit einer Wasserstoffperoxidanwendung bei einer Konzentration von etwa 3,0 Prozent, für eine logarithmische Reduzierung von wenigstens 4,5 bis 5,0 der koloniebildenden mikrobiellen Einheiten sorgt;

    eine Befüllungsstation und

    eine Station zum oben Versiegeln.
  6. Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln nach Anspruch 5, umfassend sechs UV-Lampen, die aneinander angrenzend eine neben der anderen befestigt sind.
  7. Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln nach Anspruch 5, wobei eine Längenausdehnung der Lampen größer als eine Breite des Förderpfads ist.
  8. Verpackungsmaschine zum Formen, Füllen und Versiegeln nach Anspruch 5, wobei jede Lampe eine Stärke von etwa 15 mW/cm2 bis etwa 16 mW/cm2 hat.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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