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Dokumentenidentifikation DE60302564T2 03.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001498927
Titel Hochstromschutzvorrichtung
Anmelder MTA S.p.A., Codogno, Lodi, IT
Erfinder Falchetti, Antonio, 26845 Codogno (LO), IT
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 60302564
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.07.2003
EP-Aktenzeichen 034254664
EP-Offenlegungsdatum 19.01.2005
EP date of grant 30.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.2006
IPC-Hauptklasse H01H 85/044(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hochstrom-Schutzvorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Noch genauer bezieht sich die vorliegende Erfindung eine verbesserte Hochstrom-Schutzvorrichtung zur Verwendung in der Automobilindustrie.

Der Ausdruck "hoher bzw. Hochstrom", wie er hierin verwendet wird, bezieht sich auf Ströme, die größer oder gleich 40 A sind.

Wie bekannt ist, werden Automobile mit Sicherungen zum Schützen der Versorgungsleitungen von elektrischen Verbrauchervorrichtungen ausgestattet bzw. versehen. Insbesondere wurde neben der herkömmlichen bzw. konventionellen Verwendung von Niedrigenergie- und Mittelenergie-Sicherungen, welche zum Schützen der hilfsweisen elektrischen Funktionen des Motorfahrzeugs angeordnet sind, die Verwendung von Leitungssicherungen eingeführt, um die primären bzw. Hauptverbraucher, wie beispielsweise ABS-Vorrichtung, Klimaanlage, Zündkerzen für Dieselmotoren, Lichtmaschine, elektronische Einspritzvorrichtung, Radiatorgebläse, Automatikgetriebe, elektronische Steuer- bzw. Regeleinheiten, Benzinpumpen, usw. ... zu schützen.

Im allgemeinen sind die Leistungssicherungen, die am häufigsten verwendet werden, jene, die Nennströme von zwischen 20 und 100 A haben, obwohl es manchmal notwendig sein kann, Leistungssicherungen zu verwenden, die höhere Nennströme, beispielsweise in der Größenordnung von 400 A aufweisen.

Im Gegensatz zu Niederenergie- bzw. -leistungs- und Mittelenergie-Sicherungen brauchen die Leistungssicherungen in der Praxis nicht während des gesamten Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs ausgetauscht werden, ausgenommen nach speziellen Ereignissen, wie beispielsweise ernsthaften elektrischen Kurzschlüssen. In dieser Situation werden Überlastströme veranlaßt, durch den Abschnitt der Sicherung zu strömen, die einen kleinen leitfähigen Querschnitt aufweist, was zu einer beträchtlichen Erwärmung führt, welche diesen Abschnitt zum Schmelzen bringt.

Dokument EP 1 075 012 offenbart eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Ein Beispiel einer Hochstrom-Schutzvorrichtung wird beispielsweise in der Patentanmeldung EP-A-924734 beschrieben. Diese Schutzvorrichtung umfaßt einen leitenden bzw. leitfähigen Eingabeabschnitt, der elektrisch mit einer Mehrzahl von leitfähigen Ausgabeabschnitten mittels jeweiliger Sicherungselemente verbunden ist, um so eine einzige leitfähige bzw. leitende Platte auszubilden, welche in einem einzigen Stück aus einer Platte aus leitfähigem Metall erzeugt ist. Die leitfähige Platte ist innerhalb eines schützenden Gehäuses oder einer Sicherungshalterbox untergebracht, um sowohl gefährliche Leckagen von geschmolzenem Material zu verhindern als auch eine geeignete thermische Isolierung sicherzustellen.

Wenn eines der Sicherungselemente schmilzt, wird die Versorgung zu dem entsprechenden Verbraucher unterbrochen, aber die Verbraucher, die durch die verbleibenden Sicherungselemente geschützt werden, bleiben benutzbar. Diese Situation kann manchmal unbefriedigend oder sogar gefährlich sein, beispielsweise wenn das Ereignis bei einem Hauptverbraucher von beachtlicher Wichtigkeit auftritt. In diesem Fall kann es auch notwendig sein, die Zufuhr zu anderen Verbrauchern beispielsweise aus Gründen zu unterbrechen, die mit einer Fahrzeug- und Fahrersicherheit verbunden sind. Es besteht daher eine Notwendigkeit, eine Hochstrom-Schutzvorrichtung verfügbar zu haben, welche eine selektive Steuerung bzw. Regelung der damit verbundenen Verbraucher erlaubt.

Der wichtigste elektrische Hauptverbraucher ist im allgemeinen die Lichtmaschine, die durch Leistungssicherungen zu schützen ist, welche Nennströme von bis zu 400 A aufweisen. Die anderen elektrischen Hauptverbraucher werden andererseits durch Mittelenergie-Sicherungselemente geschützt, denen Nennstromwerte von zwischen 40 und 80 A zugeordnet sind bzw. werden, d.h. ungefähr um eine Größenordnung weniger als der Nennstromwert der Leistungssicherung.

Jedoch ist es schwierig, Energie- bzw. Leistungs- und Mittelenergiesicherungen auf der gleichen leitfähigen Platte, im Hinblick auf das hohe Verhältnis, d.h. 1 zu 10, zwischen dem Nennstromwert, der der Leistungssicherung zugeschrieben wird, und jenem der Mittelenergiesicherungen herzustellen. Dieses Verhältnis zwischen den Strömen überträgt sich in der Tat in ein beinahe identisches Verhältnis zwischen den Querschnitten der schmelzbaren Abschnitte der Sicherungselemente. Es sollte auch beachtet werden, daß, da bzw. wenn die Oberfläche des schmelzbaren Abschnitts erhöht wird, die Wärmeableitung auch ansteigt, wie auch der Abfall in einem elektrischen Potential. Im Vergleich mit den typischen Abmessungen der Querschnitte von Sicherungen, die Nennströme von 40 bis 80 A aufweisen, d.h. 2–3 mm, würde es notwendig sein, Sicherungen mit Querschnitten von 25–35 mm zu haben, um Nennströme von 400 A zu erreichen. Natürlich würden schmelzbare Abschnitte dieser Abmessungen von Gesichtspunkten eines Reduzierens des durch die Sicherungshalterbox eingenommenen Raums und eines Begrenzens der Wärmeableitung unzufriedenstellend sein.

Es besteht daher eine große Notwendigkeit, eine Hochstrom-Schutzvorrichtung verfügbar zu haben, welche Sicherungen selektiv schützen kann, die deutlich verschiedene Nennströme aufweisen.

Das Ziel bzw. der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, eine Hochstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, die strukturelle und funktionelle Charakteristika aufweist, wie beispielsweise die oben erwähnten Erfordernisse zu erfüllen und gleichzeitig die Probleme zu verhindern, die unter Bezugnahme auf den Stand der Technik erwähnt sind.

Dieses Problem wird durch eine Hochstrom-Schutzvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Weitere Charakteristika bzw. Merkmale und Vorteile der Schutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform davon klar werden, welche anhand eines nicht beschränkenden Beispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen gegeben wird, in welchen:

1 eine schematische, perspektivische Ansicht einer Hochstrom-Schutzvorrichtung gemäß der Erfindung ist,

2 ist eine teilweise schematische Explosionsansicht der Vorrichtung von 1,

3 ist eine schematische Ansicht der Vorrichtung von 1,

4 ist eine teilweise geschnittene, schematische Ansicht der Vorrichtung von 1,

5 ist eine schematische, perspektivische Ansicht der leitfähigen bzw. leitenden Platte der Vorrichtung von 1,

6 den flachen Rohling der Platte von 5 vor einem Zurichten und Biegen zeigt,

7 und 8 schematische Ansichten der leitfähigen Platte von 5 sind,

9 eine schematische Draufsicht auf die Schmelz- bzw. Sicherungsmittel der Vorrichtung von 1 ist, und

10 ein elektrisches Diagramm einer Verwendung der Vorrichtung von 1 ist.

Unter Bezugnahme auf die oben erwähnten Zeichnungen wird eine Hochstrom-Schutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung generell mit 1 angegeben.

Die Schutzvorrichtung 1 umfaßt ein schützendes Gehäuse 2, welches vorzugsweise aus Kunststoff- bzw. Plastikmaterial hergestellt ist, und eine leitfähige Metallplatte 5, welche aus einem leitfähigen Material hergestellt ist.

Das schützende bzw. Schutzgehäuse wird durch eine Abstütz- bzw. Supportbasis 3 und durch eine Abdeckung 4 gebildet, die teilweise damit verbunden ist. Ein Schlitz 9 ist bzw. wird entlang einer Seite der Supportbasis 3 gebildet, um einen Sitz für das Einsetzen eines Abschnitts der leitfähigen Metallplatte bzw. metallischen leitfähigen Platte 5 zu bilden.

Die leitfähige bzw. leitende Platte 5 umfaßt einen leitfähigen Eingabeabschnitt 6 und einen leitfähigen Ausgabeabschnitt 7. Insbesondere weist, wie dies in 5 und 6 gezeigt ist, der leitfähige Eingabeabschnitt 6 einen ersten, im wesentlichen rechtwinkeligen bzw. rechteckigen, leitfähigen Abschnitt 6a auf, der mittels eines verbindenden bzw. Verbindungsabschnitts 6b mit einem zweiten, im wesentlichen quadratischen, leitfähigen Abschnitt 6c verbunden ist.

Der leitfähige Ausgabeabschnitt 7 ist elektrisch mit dem leitfähigen Eingabeabschnitt 6 mittels eines Schmelz- bzw. Sicherungsabschnitts 8 verbunden, der einen Querschnitt von verringerter Breite aufweist. In der gezeigten Ausführungsform ist der Sicherungsabschnitt 8 mit dem verbindenden Abschnitt 6b verbunden.

Der Sicherungsabschnitt 8 bildet das Leistungs- bzw. Energiesicherungselement der Vorrichtung 1 der vorliegenden Erfindung, welche erwärmt wird, bis es als ein Ergebnis des Kreislaufs von Strömen von vorgegebener Stärke schmilzt. Die elektrische Verbindung bzw. Kontinuität zwischen dem leitfähigen Eingabeabschnitt 6 und dem leitfähigen Ausgabeabschnitt 7 wird deshalb unterbrochen. Die Breite des Sicherungsabschnitts 8 ist in Abhängigkeit vom Nennstrom geeicht, der dem Leistungssicherungselement zugeschrieben ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Nennstrom des Sicherungsabschnitts 8 zwischen 300 und 400 A. Als Hinweis liegt die Breite L des Sicherungsabschnitts 8 zwischen 1,6 mm und 2,0 mm für Ströme, die Nennwerte innerhalb des Bereichs zwischen 300 und 400 A aufweisen. In der beschriebenen Ausführungsform beträgt die Breite L 1,8 mm.

Die leitfähige Platte 5 kann vorteilhafter Weise in einem einzigen Stück ausgebildet sein, indem sie aus einer Platte aus Metall als Rohling hergestellt wird, das für die Herstellung von Leistungssicherungen mit hohen Nennströmen geeignet ist, beispielsweise Kupfer (Cu) oder Kupfer, das mit einer Schicht Zinn (Sn) beschichtet ist. Als Hinweis beträgt die Gesamtdicke der leitfähigen Platte 5 1,2 mm.

Die leitfähige Platte 5 wird mittels Biegen und nachfolgender Zurichtvorgänge geformt, um die in 5 gezeigte Form anzunehmen.

6 zeigt den flachen Rohling der leitfähigen Platte 5, bevor die Biege- und Zurichtvorgänge durchgeführt werden. Die Platte 5 ist in vorteilhafter Weise mit einer versteifenden bzw. Versteifungsbrücke 10 versehen, welche den Ausgabeabschnitt 7 und den zweiten Abschnitt 6c des Eingabeabschnitts 6 verbindet.

Um die in 5 gezeigte Form anzunehmen, wird die Platte 5 in der Nähe der Biegelinien X-X und X'-X' gebogen, so daß der leitfähige Ausgabeabschnitt 7 zusammen mit dem Sicherungsabschnitt 8 und der zweite leitfähige Abschnitt 6c im wesentlichen unter rechten Winkeln zu dem ersten leitfähigen Abschnitt 6a stehen.

Die Brücke 10 versteift die Struktur, wobei dies ermöglicht, daß der Biegevorgang ohne das Risiko durchgeführt wird, ein Biegen oder sogar einen Bruch des Sicherungsabschnitts 8 zu veranlassen.

Die Brücke 10 wird dann mittels eines einfachen Trim- bzw. Zurichtvorgangs entfernt und die leitfähige Platte 5 wird in der Basis 3 durch das Einsetzen des ersten Abschnitts 6a in dem Schlitz 9 eingepaßt. Die leitfähige Platte 5 ist in vorteilhafter Weise mit einem rückhaltenden bzw. Rückhaltezahn 30 versehen, um einen Abschnitt der Seite der Basis 3 einschnappend zu ergreifen, in welcher der Schlitz 9 ausgebildet ist. Dies verhindert, daß die leitfähige Platte 5 zufällig von seinem Sitz entfernt wird, wenn sie korrekt in der Basis 3 untergebracht ist, beispielsweise als ein Ergebnis eines Stoßes, der auf den ersten Abschnitt 6a ausgeübt wird.

Der leitfähige Eingabeabschnitt 6 und der leitfähige Ausgabeabschnitt 7 sind mit jeweiligen Mitteln zur Verbindung mit elektrischen Anschlüssen ausgestattet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Verbindungsmittel des Eingabeabschnitts 6 ein Paar von Öffnungen, die allgemein mit 11 angegeben sind, von welchen jede angeordnet sind, um mit Mitteln (nicht in den Zeichnungen gezeigt) zum Klemmen an einen Pol bzw. Anschluß einer Batterie 12 assoziiert zu werden.

Die Verbindungsmittel des Ausgabeabschnitts 7 umfassen eine Öffnung 14, die geeignet ist, eine Schraube 25 und eine zugehörige Mutter (in den Zeichnungen nicht gezeigt) aufzunehmen, um einen elektrischen Anschluß eines Versorgungskabels zu fixieren, das beispielsweise von der Lichtmaschine und von dem Starter- bzw. Anlaßmotor kommt.

Die Schutzvorrichtung 1 umfaßt Sicherungsmittel, welche an der leitfähigen Platte 5 festgelegt sind und in elektrischer Wechselwirkung bzw. Verbindung damit stehen. Die Sicherungsmittel sind aus einem zweiten leitfähigen Material hergestellt, das eine elektrische Leitfähigkeit aufweist, die niedriger als die elektrische Leitfähigkeit des leitfähigen Materials der leitfähigen Platte 5 ist.

Die Sicherungsmittel umfassen vorzugsweise eine Sicherungsplatte 15, die in einem einzigen Stück ausgebildet ist, indem aus einer Platte eines Metalls ein Rohling ausgebildet wird, das für die Herstellung von Leistungssicherungen mit Nennsicherungsströmen von zwischen 40 und 80 A geeignet ist, beispielsweise Zink (Zn) oder verzinntem Zink. Als Hinweis beträgt die Gesamtdicke der leitfähigen Platte 5 1,2 mm.

Die Sicherungsplatte 15 weist einen Eingabeabschnitt 16, einen Ausgabeabschnitt und einen Sicherungsabschnitt auf, der geeignet ist, den Eingabeabschnitt 16 und Ausgabeabschnitt miteinander elektrisch zu verbinden. In der beschriebenen Ausführungsform gibt es zwei Sicherungsabschnitte, bezeichnet mit 17 und 18, welche den Eingabeabschnitt 16 mit zwei jeweiligen Ausgabeabschnitten 19, 20 verbinden. Grundlegend sind die beiden Sicherungsabschnitte 17 und 18 parallel zueinander und schützen zwei verschiedene Mittelenergie-Hauptverbraucher.

Damit die Sicherungselemente eine geeignete Länge aufweisen, während sie kompakt bleiben, sind die Sicherungsabschnitte 17, 18 S-förmig gestaltet, können aber auch mit einer davon verschiedenen Verbundleitungsgestalt ausgebildet sein.

Die Sicherungsplatte 15 weist in vorteilhafter Weise Mittel zum Festlegen an der leitfähigen Platte 5 und Mittel für einen Anschluß bzw. eine Verbindung an einen elektrischen Pol bzw. Anschluß (in den Zeichnungen nicht gezeigt) auf. Die Mittel für eine Verbindung mit dem elektrischen Anschluß umfassen einen elektrischen Verbinder 26, der mit einem komplementären elektrischen Verbinder (in den Zeichnungen nicht gezeigt) zu koppeln ist.

In der beschriebenen Ausführungsform ist jeder der Ausgabeabschnitte 19, 20 der Sicherungsplatte 15 so gestaltet, um an einem seiner Enden einen elektrischen Vater- bzw. Stecker-Verbinder 26 zu bilden, der mit einem komplementären elektrischen Mutter- bzw. Buchsen-Stecker zu koppeln ist.

Im Bereich jedes elektrischen Verbinders 26 weist die Abstützbasis 3 aus Kunststoffmaterial eine rohrförmige Schutzvorrichtung 27 auf, die sich von der Abdeckung 4 erstreckt und eine vordere Öffnung 28 für das Einsetzen des elektrischen Verbinders 26 aufweist, der sich innerhalb der rohrförmigen Schutzvorrichtung 27 erstreckt. Auf ähnliche Weise wird der komplementäre elektrische Verbinder in einer rohrförmigen Schutzvorrichtung (in den Zeichnungen nicht gezeigt) untergebracht, die geeignet ist, um eine Formpassung mit der rohrförmigen Schutzvorrichtung 27 zu erzielen. Zu diesem Zweck ist die rohrförmige Schutzvorrichtung 27 mit Eingriffmitteln 29 versehen, die für ein einschnappendes Ergreifen von entsprechenden Eingriffsmitteln der rohrförmigen Schutzvorrichtung des komplementären elektrischen Verbinders geeignet sind.

Die Mittel zum Fixieren an die leitfähige Platte 5 umfassen eine kreisförmige Öffnung 22, die in dem Eingabeabschnitt 16 der Sicherungsplatte 15 ausgebildet ist und für das Einsetzen des Schafts einer Schraube 23 vorgesehen ist, die in Eingriff mit einer entsprechenden Öffnung ist, die in der leitfähigen Platte 5 ausgebildet ist. Eine Mutter 24 in Gewindeeingriff mit der Schraube 23 sichert die Sicherungsplatte 15 an der leitfähigen Platte 5.

Der Kopf der Schraube 23 ist in vorteilhafter Weise in einem Sitz in der Kunststoffbasis 3 untergebracht, welches ihre Drehung verhindert.

Im Hinblick auf den großen Temperaturbereich, der innerhalb des Schutzgehäuses 2 während der Verwendung der Vorrichtung 1 erreicht wird, sind die Mutter 24 für das Festlegen der Sicherungsplatte 15 und die Mutter für das Klemmen des Anschlusses des Kabels, das aus der Lichtmaschine kommt, vorzugsweise aus einem Material mit einem großen thermischen Ausdehnungskoeffizienten, beispielsweise Stahl, hergestellt. Die Klemmkraft der Mutter an der jeweiligen Schraube steigt daher, wenn die Temperatur ansteigt.

Der Nennsicherungsstrom des Sicherungsabschnitts 17 ist in vorteilhafter Weise verschieden von dem Nennsicherungsstrom des Sicherungsabschnitts 18. Es ist so möglich, primäre bzw. Hauptverbraucher mit verschiedenen Nennsicherungsströmen zu schützen.

Der Nennsicherungsstrom jedes der Sicherungsabschnitte 17 und 18 der Sicherungsplatte 15 ist vorzugsweise innerhalb des Bereichs von zwischen 40 und 80 A. Als Hinweis liegen die Breite l1 des Sicherungsabschnitts 17 und die Breite l2 des Sicherungsabschnitts 18 zwischen 1,2 und 2,2 mm für Ströme, die Nennwerte innerhalb dieses Bereichs aufweisen. In der beschriebenen Ausführungsform ist der Nennsicherungsstrom des Sicherungsabschnitts 17 70 A, welches einer Breite l1 von etwa 2,0 mm entspricht, während der Nennstrom des Sicherungsabschnitts 18 60 A ist, welches einer Breite l2 von etwa 1,55 mm entspricht. Diese Werte werden lediglich als Hinweis und für eine Sicherungsplatte 15 gegeben, die eine Dicke von etwa 0,8 mm aufweist.

Gemäß einer ersten Ausführungsform ist bzw. wird die Sicherungsplatte 15 an dem Eingabeabschnitt 6 der leitfähigen Platte 5, insbesondere an dem zweiten leitfähigen Abschnitt 6c fixiert. Zu diesem Zweck weist der zweite leitfähige Abschnitt 6c eine Öffnung 21 zum Aufnehmen des Schafts der Schraube 23 auf, die sich durch die Öffnung 22 erstreckt, die in der Sicherungsplatte 15 ausgebildet ist, um so zu ermöglichen, daß sie mittels der Mutter 24 geklemmt wird.

In dieser ersten Konfiguration bringt ein Schmelzen des Sicherungsabschnitts 8 eine Unterbrechung der Zufuhr von der Lichtmaschine zum leitfähigen Eingabeabschnitt 6 hervor, d.h. zu den Verbrauchern, die damit mittels der Sicherungsplatte 15 verbunden sind, und eine Unterbrechung der Zufuhr von der Batterie zum Anlaßmotor.

Die Verbraucher, die mit dem leitfähigen Eingabeabschnitt mittels der Sicherungsplatte 15 verbunden sind, setzen andererseits nichtsdestotrotz fort, durch die Batterie 12 versorgt zu werden, und sie sind daher trotz des Fehlens der Zufuhr verwendbar, die von der Lichtmaschine kommt. Die Verbraucher bzw. Verwender, die mit den Ausgabeabschnitten 17 und 18 verbunden sind, sind beispielsweise die zentrale elektrische Einheit des Motors und die elektrische Servolenkungsvorrichtung.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist die Sicherungsplatte 15 an dem Ausgabeabschnitt 7 der leitfähigen Platte 5 fixiert. Zu diesem Zweck ist der Ausgabeabschnitt 7 mit einer Öffnung 13 zum Aufnehmen des Schafts der Schraube 23 versehen, die sich durch die Öffnung 22 erstreckt, die in der Sicherungsplatte 15 ausgebildet ist, um es ihr zu ermöglichen, daß sie mittels der Mutter 24 geklemmt wird. Die Sicherungsplatte 15 ist daher stromabwärts vom Leistungssicherungselement 8 im Hinblick auf den Anschluß für eine Verbindung mit der Batterie 12 angeordnet. Mit anderen Worten sind, wie dies aus dem in 10 gezeigten elektrischen Diagramm gesehen werden kann, wenn die Sicherungsplatte 15 an dem leitfähigen Ausgabeabschnitt 7 der leitfähigen Platte 5 fixiert ist, ihre Sicherungsabschnitte 17 und 18 in Reihe mit dem Leistungssicherungselement 8.

In dieser zweiten Konfiguration bringt ein Schmelzen des Sicherungsabschnitts 8 eine Unterbrechung der Zufuhr von der Batterie 12 zu dem leitfähigen Ausgabeabschnitt 7 hervor. Die Zufuhr zum Startermotor und zu den elektrischen Verbrauchern, die mit dem leitfähigen Abschnitt 7 mittels der Sicherungsplatte 15 verbunden, sind dementsprechend unterbrochen.

In diesem Fall sind die Verbraucher, die mit den Ausgabeabschnitten 17 und 18 der Sicherungsplatte verbunden sind, beispielsweise die Halterbox der Mittel-Niederenergiesicherung und die zentrale elektrische Einheit des Motors.

Gemäß einer dritten Ausführungsform umfassen die Sicherungsmittel ein erstes Sicherungsmittel, das an dem Ausgabeabschnitt 7 fixiert ist, und ein zweites Sicherungsmittel, das an dem Eingabeabschnitt 6 insbesondere an dem zweiten Abschnitt 6c fixiert ist. In der beschriebenen Ausführungsform nehmen das erste und zweite Sicherungsmittel die Form von zwei Sicherungsplatten 15 an, die an dem Ausgabeabschnitt 7 bzw. an dem Eingabeabschnitt 6 fixiert sind.

In diesem Fall ist, wie dies aus dem in 10 gezeigten elektrischen Diagramm gesehen werden kann, die Sicherungsplatte 15, die an dem elektrisch leitfähigen Ausgabeabschnitt 7 stromabwärts vom Leistungssicherungselement 8 im Hinblick auf den Anschluß für eine Verbindung mit der Batterie 12 fixiert ist, parallel zu der Sicherungsplatte 15, welche an dem leitfähigen Eingabeabschnitt 6 fixiert ist.

Natürlich können sich die zwei Sicherungsplatten 15 voneinander sowohl hinsichtlich der Anzahl von Ausgabeanschlüssen als auch hinsichtlich der Nennsicherungsströme der Sicherungsabschnitte 17, 18 unterscheiden. Es kann auch mehr als zwei Sicherungsplatten 15 geben und es kann verschiedene Anzahlen von Sicherungsplatten 15 für den Eingabeabschnitt 6 und für den Ausgabeabschnitt 7 geben.

In dieser dritten Konfiguration bringt ein Schmelzen des Sicherungsabschnitts 8 eine Unterbrechung der Zufuhr von der Batterie 12 zum leitfähigen Ausgabeabschnitt 7 und von der Lichtmaschine zum leitfähigen Eingabeabschnitt 6.

Obwohl die Zufuhr zu den Verbrauchern, die mit dem leitfähigen Ausgabeabschnitt 7 mittels der Sicherungsplatte 15 verbunden sind, unterbrochen ist, setzen die Verbraucher, die mit dem Eingabeabschnitt 6 verbunden sind, fort, durch die Batterie 12 versorgt zu werden, und sind so trotz des Fehlens einer Versorgung aus der Lichtmaschine einsetzbar bzw. verwendbar.

Natürlich sind die oben erwähnten elektrischen Verbraucher bloß als Hinweis gegeben und können aus der Gruppe ausgewählt werden, die eine ABS-Vorrichtung, Klimaanlage, Zündkerzen für Dieselmotoren, Lichtmaschine, elektronische Einspritzvorrichtung, Radiatorgebläse, Automatikgetriebe, elektronische Regel- bzw. Steuereinheiten, Benzinpumpe, usw. umfaßt.

In Abhängigkeit von der Auswahl der Konfiguration einer Verwendung der Vorrichtung und der elektrischen Verbraucher, die mit den Sicherungsmitteln assoziiert sind, kann die Leistungssicherung als ein selektives Element im Falle seines Schmelzens verwendet werden.

Wie aus der vorangehenden Beschreibung erkannt werden kann, erfüllt die Hochstrom-Schutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung die Erfordernisse und überwindet die im Hinblick auf den Stand der Technik im Einleitungsabschnitt dieser Beschreibung erwähnten Probleme.

Ein Vorteil, der aus der Verwendung der vorliegenden Erfindung resultiert, ist jener, daß es möglich ist, eine Schutzvorrichtung bereitzustellen, die Sicherungselemente aufweist, die mit Nennströmen assoziiert sind, welche sich voneinander um eine Größenordnung unterscheiden.

Die Schutzvorrichtung der vorliegenden Erfindung erfüllt auch eine selektive Funktion im Falle eines Schmelzens des Leistungssicherungselements, indem es die Zufuhr zu einigen elektrischen Verbrauchern unterbricht, während die Zufuhr aus der Batterie zu anderen elektrischen Verbrauchern aufrecht erhalten wird, welche in Abhängigkeit von den Anforderungen des Verwenders der Vorrichtung ausgewählt werden können.


Anspruch[de]
  1. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1), umfassend einen leitfähigen bzw. leitenden Eingabeabschnitt (6), einen leitfähigen Ausgabeabschnitt (7) und einen Schmelz- bzw. Sicherungsabschnitt (8), der den leitfähigen Eingangs- bzw. Eingabeabschnitt (6) und den leitfähigen Ausgangs- bzw. Ausgabeabschnitt (7) miteinander elektrisch verbindet, wobei der leitfähige Eingabeabschnitt (6), der leitfähige Ausgabeabschnitt (7) und der Sicherungsabschnitt (8) eine einzige leitfähige Platte (5) ausbilden, die aus einem ersten leitfähigen Material hergestellt und in einem einzigen Stück ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Sicherungs- bzw. Schmelzmittel (15) umfaßt, die aus einem zweiten leitfähigen Material gebildet sind, welche an der leitfähigen Platte (5) festgelegt sind und in elektrischer Wechselwirkung bzw. Verbindung damit sind, wobei das erste leitfähige Material eine elektrische Leitfähigkeit größer als die elektrische Leitfähigkeit des zweiten leitfähigen Materials aufweist.
  2. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 1, in welcher die Sicherungsmittel (15) an dem leitfähigen Eingabeabschnitt (6) der leitfähigen Platte (5) festgelegt sind.
  3. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 1, in welcher die Sicherungsmittel (15) an dem leitfähigen Ausgabeabschnitt (7) der leitfähigen Platte (5) festgelegt sind.
  4. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 1, in welcher die Sicherungsmittel (15) erste Sicherungsmittel bzw. Schmelzmittel, die an dem leitfähigen Ausgabeabschnitt (7) der leitfähigen Platte (5) festgelegt sind, und zweite Sicherungsmittel bzw. Schmelzmittel umfassen, die an dem leitfähigen Eingabeabschnitt (6) der leitfähigen Platte (5) festgelegt sind.
  5. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in welcher die Sicherungsmittel (15) wenigstens eine Sicherungsplatte bzw. Schmelzplatte (15) umfassen, die aus einem einzigen Stück gebildet ist und einen Eingangs- bzw. Eingabeabschnitt (16) und wenigstens einen Ausgangs- bzw. Ausgabeabschnitt (19, 20) und einen entsprechenden Sicherungsabschnitt bzw. Schmelzabschnitt (17, 18) umfaßt, der geeignet ist, den Eingabeabschnitt (16) und den Ausgabeabschnitt (19, 20) miteinander elektrisch zu verbinden.
  6. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 5, in welcher der Eingabeabschnitt (16) der wenigstens einen Sicherungsplatte (15) Mittel (22) zum Festlegen der leitfähigen Platte (5) umfaßt.
  7. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, in welcher der Ausgabeabschnitt (19, 20) die Sicherungsplatte (15) Mittel (26) zur Verbindung mit einem elektrischen Anschluß umfaßt.
  8. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, in welcher der leitfähige Ausgabeabschnitt (7) Mittel (14) zur Verbindung mit einem elektrischen Anschluß umfaßt.
  9. Hochstrom-Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, in welcher das erste leitfähige Material Kupfer ist.
  10. Hochstrom-Schutzvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, in welcher das zweite leitfähige Material Zink ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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