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Dokumentenidentifikation DE202006005558U1 10.08.2006
Titel Setzadapter
Anmelder Adolf Würth GmbH & Co. KG, 74653 Künzelsau, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202006005558
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.08.2006
Registration date 06.07.2006
Application date from patent application 30.03.2006
IPC-Hauptklasse B25C 7/00(2006.01)A, F, I, 20060330, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Setzadapter für Ankerteller.

Es ist bekannt, einen Gipsputz gegenüber einer Betonwand dadurch besser zu verankern, dass in die Betonwand vor dem Aufbringen des Putzes Ankerteller mit Hilfe von Bolzen befestigt werden. Diese Ankerteller haben einen Abstand von der Oberfläche der Wand, so dass sie nach dem Aufbringen des Putzes vollständig von dem Putz umgeben sind. Beispielsweise haben solche Ankerteller die Form eines Rades mit einem äußeren Ring, der mit Hilfe von Armen bzw. Stegen mit der Nabe verbunden ist. Durch die Nabe führt ein Loch, durch das zur Befestigung ein Bolzen in den Beton eingeschossen wird (DE 20114678).

Zum Einschießen der Bolzen dienen Bolzensetzgeräte, die eine Auslösesicherung aufweisen. Das Bolzensetzgerät muss mit einer bestimmten Kraft auf den Untergrund aufgedrückt werden, bevor ein Bolzen gesetzt werden kann. Bei dem Setzen von Ankertellern müsste der Benutzer diesen mit der Hand halten und dann das Setzgerät aufsetzen. Dabei ist nicht gewährleistet, dass der Bolzen tatsächlich durch das vorgesehene Loch hindurch eingetrieben wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit zu schaffen, das Anbringen von Ankertellern zu erleichtern und sicherzustellen, dass die Ankerteller immer richtig gesetzt werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Setzadapter mit dem im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Der Setzadapter wird mit seiner Einrichtung an dem Setzgerät befestigt. Diese Befestigung ist insoweit dauerhaft, als sie während einer Vielzahl von Setzvorgängen nicht geändert zu werden braucht. Natürlich kann der Adapter auch wieder abgenommen werden, wenn das Setzgerät zu anderen Zwecken verwendet werden soll.

Der Adapter hat auf seiner dem Setzgerät abgewandten Seite eine Aufnahme, in die ein Ankerteller eingesetzt werden kann. Nach dem Einsetzen des Ankertellers in die Aufnahme ist dieser gegenüber dem Setzgerät so positioniert, dass der in dem Setzgerät vorhandene Bolzen gegenüber der Bohrung des Ankertellers ausgerichtet ist. Das Einsetzen geschieht von der Vorderseite her, was bedeutet, dass der Ankerteller in der gleichen Weise wieder herausgezogen werden kann. Bei befestigtem Ankerteller führt dies dazu, dass der Adapter durch Angreifen an dem Setzgerät von dem gesetzten Ankerteller abgezogen werden kann.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Setzadapter eine Durchbrechung für den Hals des Setzgeräts aufweist. Der Hals des Setzgeräts lässt sich also in diese Durchbrechung einführen. Gleichzeitig kann in Weiterbildung die Durchbrechung dazu dienen, den Adapter an dem Setzgerät zu befestigen. Insbesondere kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass der Adapter 1 quer zu der Durchbrechung verlaufende und in die Durchbrechung hinein reichende Schraube aufweist. Mit Hilfe dieser Schraube lässt sich der Adapter dann an dem Hals des Setzgeräts festlegen.

Die Aufnahme für den Ankerteller kann in Weiterbildung der Erfindung so ausgestaltet werden, dass sie eine kurze Hülse aufweist, die den Kern bzw. die Nabe des Ankertellers umgeben kann und Ausnehmungen aufweist, durch die die Arme bzw. Stege des Ankertellers hindurch greifen. Wenn es sich bei dem Kern des Ankertellers um eine quadratische Form handelt, kann die Hülse ebenfalls quadratisch sein. Falls es sich dagegen bei dem Kern um einen zylindrischen Abschnitt handelt, ist dementsprechend die Hülse ebenfalls zylindrisch.

Die Hülse kann den Kern mit enger Passung umgeben, so dass eine gewisse Festlegung auch dann gegeben ist, wenn das Setzgerät bei eingesetztem Ankerteller noch bewegt wird.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass es sich bei dem Setzadapter um ein einstückiges sehr einfach aufgebautes Teil handelt, das beispielsweise aus Metall gedreht oder gefräst oder auch einstückig aus Kunststoff gespritzt ist.

Der Adapter wird folgendermaßen verwendet. Er wird auf den Hals des Setzgeräts aufgesetzt und an diesem festgeschraubt. Dann wird ein Ankerteller von vorn in die Aufnahme des Adapters eingesetzt und das Setzgerät gegen die Oberfläche der Wand angedrückt, in die der Ankerteller eingeschossen werden soll. Der Benutzer drückt jetzt das Setzgerät so weit an, bis die Auslösesicherung überwunden ist, und kann jetzt den Bolzen einschießen. Der Bolzen trifft dann exakt das Loch, dem gegenüber er ausgerichtet ist. Nach den Setzen zieht der Benutzer einfach das Setzgerät zurück.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, deren Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:

1 einen Schnitt durch den von der Erfindung vorgeschlagenen Setzadapter;

2 eine Ansicht des Setzadapters von unten in 1;

3 eine der 2 entsprechende Darstellung des Adapters mit einem in der Aufnahme des Adapters eingesetztem Ankerteller in einem gegenüber der 2 verkleinerten Maßstab.

Der in 1 im Schnitt dargestellte Setzadapter besteht in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel aus einem metallischen zylindrischen Teil, das eine Durchbrechung 1 koaxial zum Außenumfang 2 aufweist. Diese Durchbrechung 1 in Form eines zylindrischen Lochs entspricht in ihrem Innendurchmesser etwa dem Außendurchmesser des Halses eines Setzgeräts, für das der Adapter gedacht ist. Von der Mantelfläche 2 her ist eine Gewindebohrung 3 vorgesehen, die bis in die Durchbrechung 1 reicht. Wird der Adapter auf den Hals eines Setzgeräts aufgesetzt, kann mit Hilfe einer in die Gewindebohrung 3 eingeschraubten Schraube der Adapter an dem Hals des Setzgeräts festgelegt werden. Die in 1 obere Seite 4 des Setzadapters ist die dem Setzgerät zugeordnete Seite, da von dieser Seite her der Hals des Setzgeräts in die Durchbrechung 1 eingeführt wird. Auf der gegenüberliegenden, in 1 unteren Seite setzt sich der Adapter in einer kurzen zylindrischen Hülse 5 fort. Die Außenseite der Hülse 5 ist bündig mit der Mantelfläche 2 des Setzadapters.

Der Hülsenabschnitt 5, siehe auch 2 weist in seiner Wand vier rechtwinklig zueinander angeordnete Ausnehmungen 6 auf, die den Armen eines Ankertellers 7 entsprechend angeordnet sind. Ein solcher Ankerteller 7 ist in 3 dargestellt. Der Ankerteller weist die Form eines Rades mit einem äußeren Ring 8, einer Nabe 9 und vier die Nabe 9 mit dem äußeren Ring 8 verbindenden Armen 10 auf. Wie man der 3 entnehmen kann, sind die Ausnehmung 6 des Setzadapters in ihrer Breite und in ihrer räumlichen Anordnung der Anordnung der Arme 10 des Setzadapters 7 entsprechend angeordnet. Der Ankerteller 7 kann also von unten in 1 bzw. von oberhalb der Papierebene in 2 in den Setzadapter eingeschoben werden. Er liegt dann so, wie dies die 3 zeigt. Die verbleibenden Teile der Hülse 5 liegen an der Außenseite der Nabe 9 des Adapters und an den Seiten der Arme 10 an. Die in dem Ankerteller vorhandene zentrale Öffnung 11 für den Bolzen ist jetzt konzentrisch zu dem Setzadapter angeordnet, so dass auch der in dem Setzgerät vorhandene Bolzen gegenüber der Öffnung 11 ausgerichtet ist. Beim Auslösen des Setzgeräts wird der Bolzen also durch diese Öffnung 11 hindurch geschossen.


Anspruch[de]
  1. Setzadapter für Ankerteller (7), mit

    1.1 einer Einrichtung zur dauerhaften Befestigung des Setzadapters an einem Setzgerät,

    1.2 einer Aufnahme zur vorübergehenden Halterung eines mit dem Setzgerät zu setzenden Ankertellers (7) vor und während des Setzens, sowie mit

    1.3 einem Durchgang (1) in dem Adapter für einen Bolzen, wobei

    1.4 der Ankerteller (7) in der Aufnahme gegenüber dem Setzgerät positioniert ist und

    1.5 der Adapter mit dem Setzgerät nach dem Setzen des Ankertellers (7) von diesem abziehbar ist.
  2. Setzadapter nach Anspruch 1, mit einer Durchbrechung (1) für den Hals des Setzgeräts.
  3. Setzadapter nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Adapter eine quer zu der Durchbrechung (1) verlaufende Gewindebohrung (3) für eine Schraube aufweist.
  4. Setzadapter nach Anspruch 3, bei dem der in die Durchbrechung (1) eingeschobene Hals des Setzgeräts durch die Schraube festlegbar ist.
  5. Setzadapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Aufnahme für den Ankerteller (7) eine kurze Hülse (5) für den Kern (9) des Ankertellers (7) mit Ausnehmungen (6) für die Arme (10) des Ankertellers (7) aufweist.
  6. Setzadapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Aufnahme derart ausgebildet ist, dass der Ankerteller (7) von vorne in sie einsetzbar ist.
  7. Setzadapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, als einstückiges Bauteil ausgebildet.
  8. Setzadapter nach Anspruch 7, bei dem das Bauteil aus Metall hergestellt ist.
  9. Setzadapter nach Anspruch 7, aus Kunststoff gespritzt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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