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Dokumentenidentifikation DE69832588T2 10.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000949848
Titel Mikrowellenherd mit kreisförmigen konkave Portionen in einem Hohlraum zum Verteilen der Mikrowellen
Anmelder Daewoo Electronics Corp., Seoul/Soul, KR
Erfinder Jun, Woo Keun, Seocho-Ku, Seoul, KR
Vertreter Dr. Weitzel & Partner, 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 69832588
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.04.1998
EP-Aktenzeichen 981066830
EP-Offenlegungsdatum 13.10.1999
EP date of grant 30.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.2006
IPC-Hauptklasse H05B 6/80(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Mikrowellenofen, und genauer auf einen Mikrowellenofen, welcher Mikrowellen in vertikalen und horizontalen Richtungen innerhalb eines Hohlraumes gleichförmig verteilen kann, wodurch er Nahrungsmittel effektiv aufheizt.

Wie bekannt ist, ist ein Mikrowellenofen ein Gerät zum Aufheizen von Nahrungsmitteln dadurch, dass er Mikrowellen durch die Nahrungsmittel hindurch leitet. Im allgemeinen weist ein Mikrowellenofen ein Magnetron (eine Magnetfeldröhre) auf, welches die Mikrowellen erzeugt, wenn an dieses eine Hochspannung angelegt wird. In dem Mikrowellenofen erzeugt das Magnetron Mikrowellen, welche Frequenzen von näherungsweise 2,450 MHz aufweisen. Wenn die Hochfrequenten Mikrowellen durch die Nahrungsmittel, welche in einem Kochhohlraum beinhaltet sind, hindurch gestrahlt werden, werden Teilchen der Nahrungsmittel schnell bewegt, so dass eine Reibungswärme aus einer Reibung zwischen den Teilchen erzeugt wird. Der Mikrowellenofen heizt die Nahrungsmittel durch Verwenden der Reibungswärme.

Solche Mikrowellen werden erzeugt, wenn eine Hochspannung, die durch primäre und sekundäre Induktionsspulen eines Transformators erzeugt wird, der in einer unteren Wand eines Gehäuses positioniert ist, an das Magnetron angelegt wird, und die Mikrowellen werden durch einen Wellenleiter in den Kochhohlraum hinein gestrahlt.

DE 15 15 156 A offenbart einen Mikrowellenofen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Die 11 zeigt einen herkömmlichen Mikrowellenofen 400.

Wie in der 11 gezeigt ist, weist der herkömmliche Mikrowellenofen 400 ein Gehäuse 430 auf. Das Gehäuse 430 umfasst einen Kochhohlraum 410 und eine Steuerungskammer 420, welche voneinander durch eine Abtrennung 415 getrennt sind.

Ein Wellenleiter 450, welcher die fochfrequenten Mikrowellen, die durch ein Magnetron 440 erzeugt werden, in den Kochhohlraum 410 hinein leitet, ist an einer vorbestimmten Position auf der Abtrennung 415 angeschlossen. Das Magnetron 440 ist an eine Seite des Wellenleiters 450 gekoppelt. Um die fochfrequenten Mikrowellen in den Kochhohlraum 410 hinein auszustrahlen, ist eine Öffnung 452 an einer vorbestimmten Position in der Abtrennung 415 ausgebildet. Zusätzlich ist eine Antenne 442 zum Senden der fochfrequenten Mikrowellen integral an einer Seite des Magnetrons 440 ausgebildet.

Ein Transformator 460 zum Erzeugen einer Hochspannung ist an einer unteren Wand der Steuerungskammer 420 montiert. Der Transformator 460 ist mit dem Magnetron 440 verbunden, so dass er die Hochspannung an das Magnetron 440 anlegt.

Eine Kochschale 480, auf welcher die Nahrungsmittel, die erwärmt werden sollen, positioniert werden, ist in dem Kochhohlraum 410 vorgesehen. Um die Nahrungsmittel gleichförmig zu erwärmen, ist die Kochschale 480 an eine Welle 472 eines Motors 470 gekoppelt und wird gedreht, während die Nahrungsmittel erwärmt werden.

Der Mikrowellenofen 400, welcher die oben beschriebene Struktur aufweist, arbeitet wie folgt.

Zuerst, wenn ein Benutzer den Betriebsschalter (nicht gezeigt), der an eine Vorderseite des Gehäuses 430 angeschlossen ist, einschaltet, sendet ein Mikrocomputer (nicht gezeigt), der in dem Mikrowellenofen 400 installiert ist, ein Betriebssignal zu dem Transformator 460. Als ein Ergebnis erzeugt der Transformator 460 die Hochspannung und überträgt die Hochspannung zu dem Magnetron 440, so dass die hochfrequenten Mikrowellen durch das Magnetron 440 erzeugt werden. Die hochfrequenten Mikrowellen werden in den Kochhohlraum 410 durch die Antenne 442, den Wellenleiter 450 und eine Öffnung 452 hinein gestrahlt, so dass die Nahrungsmittel, die auf der Kochschale 480 positioniert sind, erwärmt werden.

Gleichzeitig sendet der Mikrocomputer ein Betriebssignal zu dem Motor 470, so dass dieser die Kochschale 480 dreht, während die Nahrungsmittel erwärmt werden.

Der herkömmliche Mikrowellenofen 400, welcher die oben genannte Struktur aufweist, weist jedoch einen Nachteil auf, dass die Mikrowellen nicht gleichförmig in dem Kochhohlraum 410 verteilt werden, so dass die Mikrowellen in die Nahrungsmittel, welche erwärmt werden sollen, bis auf eine begrenzte Tiefe eindringen. Aus diesem Grund erreichen die Mikrowellen, wenn eine große Menge von Nahrungsmitteln auf der Kochschale 480 positioniert werden, nicht einen Bereich der Nahrungsmittel, so dass die Nahrungsmittel nicht gleichförmig erwärmt werden.

Um das obige Problem zu lösen, ist ein Mikrowellenofen, welcher ein Mittel zum Umrühren der Nahrungsmittel, welche in einem Behälter aufgenommen sind, wodurch verursacht wird, dass die gesamten Nahrungsmittel den Mikrowellen ausgesetzt werden, vorgeschlagen worden.

Der Mikrowellenofen erfordert jedoch ein ausreichendes Umrühren der Nahrungsmittel, um die Nahrungsmittel gleichförmig aufzuheizen. Zudem ist solch ein Umrühren schwierig, wenn die Nahrungsmittel, welche erwärmt werden sollen, zerbrechlich sind.

Auf der anderen Seite offenbart das US-Patent mit der Nummer 4 937 418, welches Boulard erteilt wurde, einen Mikrowellenofen, welcher die Temperatur innerhalb des Kochhohlraums gleichförmig verteilt, während er das Umrühren der Nahrungsmittel minimiert.

Der Mikrowellenofen von Boulard weist einen Wellenspreizer auf, welcher einen Wellenleiter umfasst. Der Wellenleiter weist wenigstens eine wellenaufnehmende Öffnung auf, die an einem oberen Bereich desselben ausgebildet ist, und wenigstens eine wellenstreuende Öffnung, welche an einem unteren Bereich desselben ausgebildet ist. Erste und zweite Prallwände zum Ablenken der Mikrowellen sind in dem Wellenleiter vorgesehen.

Der Wellenspreizer von Boulard ist jedoch als eine getrennte Einrichtung vorgesehen und in dem Kochhohlraum installiert, so dass das nutzbare Volumen des Kochhohlraums vermindert ist.

Zusätzlich offenbart das US-Patent mit der Nummer 5 698 128, welches Sakai erteilt wurde, einen Mikrowellenofen, in welchem Vorsprünge in dem Kochhohlraum ausgebildet sind. In dem Mikrowellenofen von Sakai ist eine Vielzahl von konvexen Vorsprüngen mit verschiedenen Größen in dem Kochhohlraum ausgebildet, so dass die Mikrowellen, die in den Kochhohlraum eingestrahlt werden, gleichförmig verteilt werden. Das Ausbilden der Vorsprünge in dem Kochhohlraum ist jedoch schwierig, und die Mikrowellen werden nicht geeignet in dem Kochhohlraum verteilt, wenn die konvexen Vorsprünge unzureichend in dem Kochhohlraum vorgesehen werden.

Die vorliegende Erfindung ist ausgeführt worden, um die Probleme des Standes der Technik zu lösen, und dementsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Mikrowellenofen zur Verfügung zu Stellen, welcher Mikrowellen in horizontalen und vertikalen Richtungen innerhalb eines Kochhohlraumes gleichförmig verteilen kann, und welcher mit einer einfachen Struktur leicht hergestellt werden kann.

Um die obige Aufgabe der vorliegenden Erfindung zu lösen, wird ein Mikrowellenofen zur Verfügung gestellt, der die Merkmale von Anspruch 1 umfasst.

Die obige Aufgabe und andere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden offensichtlicher werden, durch Beschreiben einer vorzuziehenden Ausführung derselben im Detail mit Bezug auf die angehängten Zeichnungen, in welchen:

Die 1 eine Querschnittsansicht eines Mikrowellenofens gemäß einer vorzuziehenden Ausführung der vorliegenden Erfindung ist;

die 2 eine Querschnittsansicht ist, aufgenommen entlang der Linie M-N, die in der 1 gezeigt ist;

die 3 eine Draufsicht ist, welche Prüfkörper zeigt, die zum Testen einer Temperaturabweichung in einer horizontalen Ebene angeordnet sind;

die 4 ein Graph ist, welcher eine horizontale Temperaturabweichung der Prüfkörper zeigt, welche in einem Test mit einem herkömmlichen Mikrowellenofen verwendet wurden;

die 5 ein Graph ist, welcher eine horizontale Temperaturabweichung der Prüfkörper zeigt, welche in einem Test mit einem Mikrowellenofen gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wurden;

die 6 eine Vorderansicht ist, welche einen Prüfkörper zum Testen einer Temperaturabweichung in einer vertikalen Richtung desselben zeigt;

die 7 ein Graph ist, welcher eine vertikale Temperaturverteilung des Prüfkörpers zeigt, der in einem Test mit einem herkömmlichen Mikrowellenofen verwendet wurde;

die 8 ein Graph ist, welcher eine vertikale Temperaturverteilung des Prüfkörpers zeigt, der in einem Test mit einem Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung verwendet wurde;

die 9 eine quergeschnittene Ansicht ist, welche einen konkaven Bereich zum Verteilen von Mikrowellen gemäß einer zweiten Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigt;

die 10 eine quergeschnittene Ansicht ist, welche einen konkaven Bereich zum Verteilen von Mikrowellen gemäß einer dritten Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigt; und

die 11 eine quergeschnittene Ansicht eines herkömmlichen Mikrowellenofens ist.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung im Detail mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben werden.

Die 1 zeigt einen Mikrowellenofen 100 gemäß der vorzuziehenden Ausführung der vorliegenden Erfindung.

Wie in der 1 gezeigt ist, weist der Mikrowellenofen 100 ein Gehäuse 130 auf. Das Gehäuse 130 umfasst einen Kochhohlraum 110 und eine Steuerungskammer 120, welche voneinander durch eine erste Seitenwand 115 getrennt sind. Der Kochhohlraum 110 wird durch eine obere Wand 111, eine untere Wand 112, eine Tür 116 (in der 2 gezeigt), die an einem vorderen Ende des Mikrowellenofens 100 installiert ist, eine erste Seitenwand 115, eine zweite Seitenwand 117, welche entgegengesetzt zu der ersten Seitenwand 115 positioniert ist, und eine dritte Seitenwand 118, welche entgegengesetzt zu der Türe 116 positioniert ist, begrenzt.

Ein Wellenleiter 150, der eine Mikrowelle aus einem Magnetron 150 in den Kochhohlraum 110 hinein führt, ist an eine Rückseite der ersten Seitenwand 115 angeschlossen. Die erste Seitenwand 115 ist an ihrer vorbestimmten Position entsprechend dem Wellenleiter 150 mit einem Mikrowellenauslass 152 versehen, so dass ermöglicht wird, dass die Mikrowelle in den Kochhohlraum 110 hinein ausgestrahlt wird. Das Magnetron 140 ist an einer Seite des Wellenleiters 150 montiert. Eine Antenne 142 zum Übertragen der Mikrowelle zu dem Wellenleiter 150 ist integral mit dem Magnetron 140 ausgebildet.

Ein Transformator 160 zum Erzeugen einer Hochspannung ist auf einer unteren Wand der Steuerungskammer 120 montiert. Der Transformator 160 ist mit dem Magnetron 140 derart verbunden, dass er eine Hochspannung an dem Magnetron 140 anlegt.

Eine Kochschale 180, auf welcher Nahrungsmittel 186, die erwärmt werden sollen, positioniert werden, ist in dem Kochhohlraum 110 vorgesehen. Um die Nahrungsmittel gleichförmig zu erwärmen, ist die Kochschale 180 durch eine Welle 172 mit einem Motor 170 verbunden und dreht sich, während die Nahrungsmittel erwärmt werden.

Um die Mikrowelle, die in den Kochhohlraum 110 hinein gestrahlt wird, in horizontaler und vertikaler Richtung desselben gleichförmig zu verteilen, ist die zweite Seitenwand 117 mit wenigstens einem ersten bogenförmigen konkaven Bereich 182 ausgebildet, und die dritte Seitenwand 118 ist mit wenigstens einem zweiten bogenförmigen konkaven Bereich 184 ausgebildet. Gemäß der vorzuziehenden Ausführung der vorliegenden Erfindung sind die zweite und die dritte Seitenwand 117 und 118 jeweils mit zwei bogenförmigen konkaven Bereichen ausgebildet, welche voneinander um eine vorbestimmte Strecke mit Abstand angeordnet sind. Ferner ist gemäß einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung die obere Wand mit wenigstens einem bogenförmigen konkaven Bereich ausgebildet.

Wenn zwei bogenförmige konkave Bereiche in der zweiten Seitenwand 117 ausgebildet sind, wird ein Abstand zwischen den beiden bogenförmigen konkaven Bereichen in dem Bereich von einem Viertel der Wellenlänge bis einer halben Wellenlänge der Mikrowelle ausgebildet.

Vorzugsweise weist jeder bogenförmige konkave Bereich einen Durchmesser D auf, welcher größer ist, als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle. Noch eher vorzuziehen ist es, dass der Durchmesser des bogenförmigen konkaven Bereiches in dem Bereich von 70 bis 100 mm liegt. Innerhalb dieses Bereiches können der erste und der zweite bogenförmige konkave Bereich 182 und 184 voneinander abweichende Durchmesser aufweisen.

Eine Strecke L zwischen einer Mitte C von jedem bogenförmigen konkaven Bereich 182, der in der zweiten Seitenwand 117 ausgebildet ist, und der unteren Wand (Bodenwand) ist größer als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle. Gemäß der vorzuziehenden Ausführung der vorliegenden Erfindung ist der Abstand L größer als 60 mm. Ferner liegt eine Tiefe d des bogenförmigen konkaven Bereiches in einem Bereich von 3 bis 24 mm. Innerhalb dieses Bereiches können die ersten und zweiten bogenförmigen konkaven Bereiche voneinander abweichende Tiefen aufweisen.

Von oben aus gesehen liegt eine Mitte C zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen 182, die in der zweiten Seitenwand 117 ausgeformt sind, in einer Linie mit oder ist um eine vorbestimmte Strecke versetzt gegenüber einer Mitte des Mikrowellenauslasses 152. Wenn die Mitte C zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen 182 versetzt gegenüber der Mitte des Mikrowellenauslasses 152 ist, ist ein Versatzabstand I kürzer als eine Achtel Wellenlänge der Mikrowelle. Das bedeutet, wenn man von oben aus betrachtet, ist die Mitte C zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen 182, die in der zweiten Seitenwand 117 ausgebildet sind, weniger als 15 mm von der Mitte des Mikrowellenauslasses 152 versetzt.

Zudem ist ein Abstand zwischen einem unteren Ende des Mikrowellenauslasses 152 und einer unteren Wand 112 des Hohlraumes 110 größer als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle.

Die 9 zeigt einen bogenförmigen konkaven Bereich 282 gemäß einer anderen Ausführung der vorliegenden Erfindung. Gemäß dieser Ausführung ist der bogenförmige konkave Bereich 282 an einer Vorderkante desselben mit einem Randbereich 284 ausgebildet, der einen Durchmesser aufweist, der identisch mit dem Durchmesser des bogenförmigen konkaven Bereiches 282 ist. In diesem Fall wird das Ausbilden des bogenförmigen konkaven Bereiches 282 an einer Seitenwand des Kochhohlraumes 110 leicht erzielt. Vorzugsweise ist eine Breite t des Randbereiches 284 größer als 1 mm.

Die 10 zeigt einen bogenförmigen konkaven Bereich 382 gemäß noch einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung. Der bogenförmige konkave Bereich 382 ist an einer Vorderkante desselben mit einem Randbereich 384 ausgebildet, der einen Durchmesser aufweist, der größer als der Durchmesser des bogenförmigen konkaven Bereiches 382 ist. In diesem Fall ist ein Radius des Randbereiches 384 größer als der Durchmesser des bogenförmigen konkaven Bereiches 382 um näherungsweise 1 mm, und eine Breite t desselben ist größer als 1 mm.

Der Mikrowellenofen 100, welcher die oben beschriebene Struktur aufweist, arbeitet wie folgt.

Zuerst, wenn der Benutzer einen Betriebsschalter (nicht gezeigt), der an einem vorderen Bereich des Gehäuses 130 angeschlossen ist, einschaltet, sendet ein Mikrocomputer (nicht gezeigt), der in dem Mikrowellenofen 100 installiert ist, ein Betriebssignal zu dem Transformator 160. Nachdem er das Betriebssignal empfangen hat, erzeugt der Transformator 160 eine Hochspannung und überträgt die Hochspannung zu dem Magnetron 140, so dass die hochfrequenten Mikrowellen durch das Magnetron 140 erzeugt werden. Die hochfrequenten Mikrowellen werden in den Kochhohlraum 110 durch die Antenne 142, den Wellenleiter 150 und den Mikrowellenauslass 152 ausgestrahlt.

Wie in den 1 und 2 im Detail gezeigt ist, werden die Mikrowellen, wenn die Mikrowellen, die in den Kochhohlraum 110 hinein ausgestrahlt werden, in einen Kontakt mit den bogenförmigen konkaven Bereichen 182 und 184, die in der zweiten und der dritten Seitenwand 117 und 118 ausgebildet sind, gelangen, in verschiedenen Richtungen abgelenkt, so dass sie vertikal und horizontal durch die Nahrungsmittel 186, die auf der Kochschale 180 positioniert sind, durchdringen, wodurch sie die Nahrungsmittel 186 effektiv erwärmen.

Um zu ermöglichen, dass die Mikrowellen gleichförmig in vertikalen und horizontalen Richtungen in die Nahrungsmittel 186 eindringen, müssen nicht nur die abgelenkten Mikrowellen geeignet in die Nahrungsmittel 186 hinein geleitet werden, sondern heiße Punkte (Hot Spots), welche erzeugt werden, wenn die abgelenkten Mikrowellen die ausgestrahlten Mikrowellen kreuzen, müssen gleichförmig in den vertikalen und horizontalen Richtungen erzeugt werden.

Zu diesem Zweck müssen die Positionen, Formen und Größen von den bogenförmigen konkaven Bereichen 182 und 184 geeignet bestimmt werden. Der Erfinder der vorliegenden Erfindung hat verschiedene geometrische Experimente zum Erzeugen von optimalen heißen Punkten in dem Kochhohlraum 110 ausgeführt und optimale Positionen, Formen und Größen von bogenförmigen konkaven Bereichen 182 und 184 herausgefunden. Entsprechend den Experimenten des Erfinders werden die Mikrowellen gleichförmig in der vertikalen und horizontalen Richtung in dem Kochhohlraum 110 verteilt, durch Ausbilden der bogenförmigen konkaven Bereiche 182 und 184, welche die Positionen, Formen und Größen aufweisen, wie sie oben beschrieben worden sind.

Die experimentellen Ergebnisse sind wie folgt. Um Abweichungen der horizontalen Temperaturverteilung in dem Kochhohlraum abzuschätzen, wurden Testprüfkörper 1 bis 5 auf der Kochschale angeordnet, wie in der 3 gezeigt ist. Becher, welche in sich Wasser aufwiesen, wurden als Testprüfkörper verwendet. Die Tabellen 1 und 2 zeigen die Ergebnisse, welche jeweils durch einen herkömmlichen Mikrowellenofen und den Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung getestet wurden.

[Tabelle 1] Ergebnis, welches durch den herkömmlichen Mikrowellenofen getestet wurde.
  • (wobei gilt, T1: Temperatur vor dem Erwärmen, T2: Temperatur nach dem Erwärmen, &Dgr;T: T2 – T1, &Dgr;Tmax: maximales &Dgr;T, &Dgr;Tmin: minimales &Dgr;T, Aufwärmzeit: 2 Minuten)
[Tabelle 2] Das Ergebnis, welches durch den Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung getestet wurde.
  • (wobei gilt, T1: Temperatur vor dem Erwärmen, T2: Temperatur nach dem Erwärmen, &Dgr;T: T2 – T1, &Dgr;Tmax: maximales &thgr;T, &Dgr;Tmin: minimales &Dgr;T, Aufwärmzeit: 2 Minuten)

Die 4 und 5 zeigen Graphen, welche die obigen Ergebnisse zeigen. Wie aus den 4 und 5 verständlich ist, betrug in dem herkömmlichen Mikrowellenofen eine Temperaturdifferenz w zwischen einem Prüfkörper 1, welcher das minimale &thgr;T aufwies, und einem Prüfkörper 4, welcher das maximale &Dgr;T aufwies, 9,2°. Auf der anderen Seite betrug in dem Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung die Temperaturdifferenz w zwischen einem Prüfkörper 2, welcher das minimale &Dgr;T aufwies, und einem Prüfkörper 4, welcher das maximale &Dgr;T aufwies, 4,5°. Dementsprechend ist es verständlich, dass der Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung Nahrungsmittel horizontal gleichförmig erwärmen kann.

Zudem, um eine vertikale Temperaturabweichung in dem Kochhohlraum zu testen, wurde eine Flasche, welche in sich Milch aufwies, wie in der 6 gezeigt ist, als ein Testprüfkörper verwendet. Die Tabellen 3 und 4 zeigen die Ergebnisse, welche jeweils durch einen herkömmlichen Mikrowellenofen und den Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung getestet wurden.

[Tabelle 3] Ergebnis, welches durch den herkömmlichen Mikrowellenofen getestet wurde.
[Tabelle 4] Ergebnis, welches durch den Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung getestet wurde.

Die 7 und 8 sind Graphen, welche die obigen Ergebnisse zeigen. In dem herkömmlichen Mikrowellenofen war eine Temperaturdifferenz w1 zwischen dem oberen und dem mittleren Bereich der Milchflasche größer als eine Temperaturdifferenz w2 zwischen dem mittleren und dem unteren Bereich der Milchflasche. Im Gegensatz hierzu war in dem Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung die Temperaturdifferenz w1 zwischen dem oberen und dem mittleren Bereich der Milchflasche ähnlich zu der Temperaturdifferenz w2 zwischen dem mittleren und dem unteren Bereich der Milchflasche. Dementsprechend wird verständlich sein, dass der Mikrowellenofen der vorliegenden Erfindung Nahrungsmittel vertikal gleichförmig erwärmen kann.

Die obigen Ergebnisse sind bei vielen Experimenten erzielt worden, und Wasser, Pizza, Milch und ähnliches wurde als Prüfkörper verwendet. Als ein Ergebnis werden die Nahrungsmittel gleichförmig und effektiv erwärmt und schmecken gut.

Wie oben beschrieben worden ist, kann der Mikrowellenofen gemäß der vorliegenden Erfindung die Mikrowellen durch die Nahrungsmittel in der vertikalen und horizontalen Richtung derselben gleichförmig eindringen lassen, so dass die Erwärmungseffizienz für die Nahrungsmittel verbessert wird und die Aufwärmzeit derselben reduziert wird.

Weil zudem die bogenförmigen konkaven Bereiche einfache Formen aufweisen, ist die Herstellungsarbeit derselben einfach, und die Herstellungskosten derselben sind vermindert.

Obwohl die vorzuziehende Ausführung der Erfindung beschrieben worden ist, wird es für den Fachmann verständlich sein, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebene vorzuziehende Ausführung beschränkt ist, sondern verschiedene Änderungen und Modifikationen innerhalb des Schutzumfanges der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden können, wie er durch die angehängten Ansprüche definiert wird.


Anspruch[de]
  1. Ein Mikrowellenofen (100), umfassend ein Gehäuse (130), welches einen Kochhohlraum (110) zum Aufnehmen von Nahrungsmitteln, die erwärmt werden sollen, und eine Steuerungskammer (120), die von dem Kochhohlraum (110) durch eine Abtrennung getrennt ist, eine Türe (116), die an einem vorderen Ende des Gehäuses (130) zum Öffnen/Schließen des Kochhohlraumes (110) installiert ist, einen Magnetron (140), das in der Steuerungskammer (120) zum Erzeugen einer Mikrowelle installiert ist, und einen Wellenleiter (150) zum Leiten der Mikrowelle, die durch das Magnetron (140) erzeugt wird, in den Kochhohlraum (110) aufweist, wobei der Kochhohlraum (110) durch eine obere Wand (111), eine untere Wand (112), eine erste Seitenwand (115), an welcher der Wellenleiter (150) angeschlossen ist, eine zweite Seitenwand (117), die entgegengesetzt zu der ersten Seitenwand (115) positioniert ist, die Türe (116) und eine dritte Seitenwand (118), die entgegengesetzt zu der Türe (116) positioniert ist, begrenzt ist, wobei die erste Seitenwand (115) mit einem Mikrowellenauslass (152) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite und die dritte Seitenwand (117 und 118) jeweils mit zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182 und 184) ausgebildet sind, wobei die bogenförmigen konkaven Bereiche (182 und 184) voneinander um eine vorbestimmte Strecke mit Abstand zueinander zum Verteilen der Mikrowellen angeordnet sind.
  2. Der Mikrowellenofen (100), wie er in Anspruch 1 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder bogenförmige konkave Bereich einen Durchmesser (D) aufweist, welcher größer ist als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle.
  3. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 2 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser von jedem konkaven Bereich in einem Bereich von 30 bis 100 mm liegt.
  4. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 3 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (C) zwischen einer Mitte von jedem bogenförmigen konkaven Bereich (182) der in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet ist, und der unteren Wand (112) größer ist als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle.
  5. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 4 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (L) zwischen einer Mitte von jedem bogenförmigen konkaven Bereich (182), der in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet ist, und der unteren Wand (112) größer als 60 mm ist.
  6. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 5 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder bogenförmige konkave Bereich eine Tiefe (d) in einem Bereich von 3 bis 24 mm aufweist.
  7. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 6 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Mitte (C) zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), die in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, von oben gesehen in einer Linie mit einer zweiten Mitte des Mikrowellenauslasses (152) liegt.
  8. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 6 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Mitte (C) zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), welche in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, von oben gesehen versetzt gegenüber einer zweiten Mitte des Mikrowellenauslasses (152) um weniger als ein Achtel der Wellenlänge der Mikrowelle ist.
  9. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 6 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Mitte zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), die in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, von oben gesehen versetzt gegenüber einer zweiten Mitte des Mikrowellenauslasses (152) um weniger als 15 mm ist.
  10. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 9 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Randbereich (284), der eine Tiefe von mehr als 1 mm aufweist, an einer Vorderkante von jedem bogenförmigen konkaven Bereich (282) ausgebildet ist.
  11. Der Mikrowellenofen (100), wie er in Anspruch 1 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), die in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, in einem Bereich von einer viertel Wellenlänge bis einer halben Wellenlänge der Mikrowelle liegt.
  12. Der Mikrowellenofen (100), wie er in einem der Ansprüche 1 bis 11 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen einem unteren Ende des Mikrowellenauslasses (152) und der unteren Wand (112) des Hohlraumes (110) größer ist als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle.
  13. Der Mikrowellenofen (100), wie er in Anspruch 1 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder bogenförmige konkave Bereich (182) einen Durchmesser (D) aufweist, der größer als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle ist, einen Abstand (L) zwischen einer ersten Mitte von jedem bogenförmigen konkaven Bereich (182), der in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet ist, und der unteren Wand (112) größer als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle ist, jeder bogenförmige konkave Bereich (182) eine Tiefe (d) in einem Bereich von 3 bis 24 mm aufweist, und eine zweite Mitte zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), welche in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, von oben gesehen in einer Linie mit einer dritten Mitte des Mikrowellenauslasses (152) liegt.
  14. Der Mikrowellenofen (100), wie er in Anspruch 1 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser (D) von jedem konkaven Bereich (182) in einem Bereich von 30 bis 100 mm liegt, ein erster Abstand zwischen einer ersten Mitte (C) von jedem bogenförmigen konkaven Bereich (182), der in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet ist, und der unteren Wand (112) größer als 60 mm ist, jeder bogenförmige konkave Bereich (182) eine Tiefe in einem Bereich von 3 bis 24 mm aufweist, und eine zweite Mitte zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), die in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, von oben gesehen versetzt gegenüber einer dritten Mitte des Mikrowellenauslasses (152) um weniger als 15 mm ist.
  15. Der Mikrowellenofen (100), wie er in Anspruch 14 beansprucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Abstand zwischen zwei bogenförmigen konkaven Bereichen (182), die in der zweiten Seitenwand (117) ausgebildet sind, in einem Bereich von einer viertel Wellenlänge bis einer halben Wellenlänge der Mikrowelle liegt, und ein dritter Abstand zwischen einem unteren Ende des Mikrowellenauslasses (152) und der unteren Wand (112) des Hohlraums (110) größer als eine halbe Wellenlänge der Mikrowelle ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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