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Dokumentenidentifikation DE102005020870A1 17.08.2006
Titel Sensorschaltung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Wallrafen, Werner, 65719 Hofheim, DE
DE-Anmeldedatum 04.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005020870
Offenlegungstag 17.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.2006
IPC-Hauptklasse G01D 5/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01D 5/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01D 5/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G08C 19/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Sensorschaltung, die mindestens ein Sensorelement und eine Signalaufbereitungsschaltung enthält und deren Ausgangssignal von einem niedrigeren und einem höheren Stromwert gebildet wird, ist vorgesehen, dass Mittel zur Einstellung mindestens eines der Stromwerte auf einen vorgegebenen Wertebereich und zur Speicherung mindestens eines Korrekturstroms vorgesehen sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sensorschaltung, die mindestens ein Sensorelement und eine Signalaufbereitungsschaltung enthält, und deren Ausgangssignal von einem niedrigeren und einem höheren Stromwert gebildet wird.

Sensorschaltungen nach der Gattung des Hauptanspruchs haben den Vorteil, dass zwischen der Sensorschaltung und einer mit der Sensorschaltung verbundenen Schaltung zum Auswerten der Sensorsignale nur zwei Leitungen erforderlich sind, nämlich keine weitere Leitung zur Stromversorgung der Sensorschaltung. Dabei erfolgt die Signalübertragung im Einzelnen dadurch, dass der eine Stromwert der Stromaufnahme der Sensorschaltung und der andere, höhere Stromwert der Stromaufnahme zuzüglich eines durch eine zusätzliche Stromsenke erzeugten Stroms entspricht. Die Exemplarstreuung der Stromaufnahme derartiger Sensorschaltungen ist jedoch recht hoch, so dass bei der Festlegung einer Schwelle zur Unterscheidung der beiden Stromwerte in der Auswerteschaltung folgendes Problem auftritt. Darüber hinaus kann die Stromaufnahme stark temperaturabhängig sein.

Für diejenigen Exemplare der Sensorschaltung, welche eine sehr niedrige Stromaufnahme haben, ist ein großer zusätzlicher Strom erforderlich, um über die Schwelle zu gelangen. Wird jedoch die Sensorschaltung für einen derart hohen zusätzlichen Strom ausgelegt, wird bei denjenigen Exemplaren, die bereits eine hohe Stromaufnahme haben, der höhere Stromwert so groß, dass die Verlustleistung im integrierten Schaltkreis ansteigt, so dass die maximale Betriebstemperatur eingeschränkt werden muss oder zusätzliche Kühlmaßnahmen eingesetzt werden müssen. Außerdem kann der höhere Stromwert nicht beliebig klein gewählt werden in Hinblick auf Forderungen an einen hinreichend großen Nutz-Störabstand.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden. Diese Aufgabe wird bei der erfindungsgemäßen Sensorschaltung dadurch gelöst, dass Mittel zur Einstellung mindestens eines der Stromwerte auf einen vorgegebenen Wertebereich und zur Speicherung mindestens eines Korrekturstroms vorgesehen sind.

Die erfindungsgemäße Sensorschaltung hat den Vorteil, dass beide Stromwerte innerhalb gewisser Toleranzen für alle Exemplare gleich sind, so dass keine Überlastung bei dem oberen Stromwert erfolgt. Außerdem kann die Auswerteschaltung eine fest vorgegebene Schwelle enthalten, so dass eine beliebige Zuordnung einzelner Exemplare der erfindungsgemäßen Sensorschaltung zur Auswerteschaltung bei der ersten Montage eines Gesamtsystems und eine Kompatibilität bei Austausch möglich ist.

Bei einer ersten Ausbildung der erfindungsgemäßen Sensorschaltung ist vorgesehen, dass die Mittel zur Einstellung des niedrigeren Stromwertes dienen und mindestens eine steuerbare Stromsenke enthalten, welche die Differenz zwischen einem Wert in dem vorgegebenen Wertebereich der niedrigeren Stromwerte und der Stromaufnahme der Sensorschaltung ausgenommen die mindestens eine Stromsenke aufnimmt.

Eine zweite Ausbildung der erfindungsgemäßen Sensorschaltung besteht darin, dass die Mittel zur Einstellung des höheren Stromwertes dienen und mindestens eine steuerbare Stromsenke enthalten, welche die Differenz zwischen dem niedrigeren Stromwert und dem höheren Stromwert derart aufnimmt, dass sich der höhere Stromwert in dem oberhalb eines Schwellwertes liegenden vorgegebenen Wertebereich der höheren Stromwerte befindet.

Bei der erfindungsgemäßen Sensorschaltung kann vorgesehen sein, dass die steuerbare Stromsenke von mehreren Stromsenken mit verschiedenen konstanten Stromwerten gebildet ist, von denen eine oder mehrere auswählbar sind.

Es ist jedoch auch möglich, eine einzelne steuerbare Stromsenke zu verwenden, die kontinuierlich oder in einzelnen Schritten einstellbar ist.

Um den eingestellten unteren Stromwert auch bei verschiedenen Betriebstemperaturen konstant zu halten, ist bei einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die mindestens eine Stromsenke durch mehrere zuschaltbare Widerstände gebildet ist, die parallel zu in der Sensorschaltung vorhandenen Schaltungen an den Ausgang einer Spannungsstabilisierschaltung angeschlossen sind. Auch dies kann durch entsprechende Streuung mehrerer Stromsenken mit konstantem Stromwert oder einer Stromsenke mit einem einstellbaren Stromwert erfolgen.

Eine zweite Ausbildung besteht darin, dass die Steuerung der mindestens einen Stromsenke ferner von der Sensortemperatur abhängig ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensorschaltung besteht darin, dass die Signalaufbereitungsschaltung eine digitale Schaltung umfasst, der Ausgangssignale des Sensorelements über einen Analog-Digital-Wandler zuführbar sind und die Ausgänge für die mindestens eine Stromsenke aufweist und mit mindestens einem Arbeitsspeicher und einem nichtflüchtigen Speicher versehen ist.

Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zur Einstellung des Ausgangssignals bei einer Sensorschaltung nach der ersten Ausbildung, wobei der niedrigere Stromwert im Wesentlichen der einer Exemplarstreuung unterliegenden Stromaufnahme der Sensorschaltung an sich und einem Korrekturstrom entspricht, wobei der höhere Stromwert um einen zu- und abschaltbaren fest vorgegebenen Signalstrom über dem niedrigeren Stromwert liegt, wobei der Korrekturstrom derart eingestellt wird, dass der niedrigere Stromwert in einem vorgegebenen Wertebereich liegt, und wobei der Wert des Korrekturstroms festgestellt und gespeichert wird.

Zur Einstellung des Ausgangssignals bei der zweiten Ausbildung der erfindungsgemäßen Sensorschaltung dient ein Verfahren, wobei der niedrigere Stromwert im Wesentlichen der einer Exemplarstreuung unterliegenden Stromaufnahme der Sensorschaltung an sich entspricht und unterhalb einer vorgegebenen Schwelle liegt, wobei der höhere Stromwert um einen zu- und abschaltbaren Signalstrom über dem niedrigeren Stromwert liegt, wobei der Signalstrom derart eingestellt wird, dass sich der höhere Stromwert in dem oberhalb der vorgegebenen Schwelle liegenden vorgegebenen Wertebereich des höheren Stromwerts befindet, und wobei ein zur Einstellung dienender Wert gespeichert wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung anhand mehrerer Figuren dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1: ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels,

2: ein Anwendungsbeispiel mit zwei erfindungsgemäßen Schaltungen,

3, 4 und 5: Diagramme zur Erläuterung des Ausgangsstroms der Sensorschaltung,

6: ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels,

7: ein Blockschaltbild eines dritten Ausführungsbeispiels,

8: ein Blockschaltbild eines vierten Ausführungsbeispiels,

9: ein Blockschaltbild eines fünften Ausführungsbeispiels,

10 und 11: Diagramme zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele nach den 8 und 9 und

12 und 13: Diagramme zur weiteren Erläuterung der ersten und zweiten Ausbildung der Erfindung.

Die Sensorschaltung 11 nach 1 enthält eine Brückenschaltung 1 aus magneto-resistiven Elementen, deren Ausgangssignal über einen Verstärker 2 und einen Analog-Digital-Wandler 3 einer von einem Prozessor 4 gebildeten digitalen Schaltung zugeführt wird. Dem Prozessor 4 sind ein RAM als Arbeitsspeicher und ein NVRAM als Speicher für nicht flüchtige Daten zugeordnet. Sowohl die Spannungsversorgung als auch die Signalübertragung von bzw. zu einer Auswerteschaltung erfolgt über Anschlüsse 5, 7. Die Brückenschaltung 1, der Verstärker 2, der Analog-Digital-Wandler 3 und der Prozessor 4 nehmen einen Betriebsstrom IB auf, der von Exemplar zu Exemplar zwischen 2 mA und 8 mA schwanken kann. Der Prozessor steuert zu Zwecken der Signalübertragung eine Stromsenke 6, die schaltungstechnisch einer Konstantstromquelle entspricht, mit den zu übertragenden digitalen Signalen an.

Ohne weitere Maßnahmen würde bei ausgeschalteter Stromsenke 6 nur der Betriebsstrom IB fließen, während bei eingeschalteter Stromsenke 6 ein um den Signalstrom IS, beispielsweise um 10 mA erhöhter Strom zur Auswerteschaltung fließt. Dabei würde bei einem extrem niedrigen wert von IB, beispielsweise 2 mA, der Gesamtstrom 12 mA betragen und somit eine eingestellte Schwelle von beispielsweise 11 mA gerade überschreiten. Bei Exemplaren mit einem extrem hohen Stromverbrauch, beispielsweise 8 mA, wäre jedoch der maximal von der Sensorschaltung aufgenommene Strom 18 mA.

Bei der erfindungsgemäßen Sensorschaltung wird daher der Strom der Stromsenke 6 auf einen kleineren Wert, beispielsweise 2 mA, eingestellt. Mit Hilfe weiterer Stromsenken 8, 9, 10 wird dafür Sorge getragen, dass der niedrigere Stromwert, nämlich bei ausgeschalteter Stromsenke 6 unabhängig von der Exemplarstreuung auf einen Wert um 10,5 mA eingestellt wird.

Dies erfolgt während des Fertigungsprozesses der Sensorschaltung dadurch, dass in an sich bekannter Weise der Prozessor 4 in einen Programmierzustand gebracht wird, die Stromaufnahme gemessen wird und ein zusätzlicher Strom mit Hilfe der Stromsenken 8, 9 und gegebenenfalls weiterer Stromsenken eingestellt wird. Außerdem kann noch eine Temperaturabhängigkeit dadurch kompensiert werden, dass in Abhängigkeit von der mit einem Temperatursensor 37 gemessenen Temperatur eine weitere Stromsenke 10 mit einem Strom IKT gesteuert wird.

Bei ausgeschalteter Stromsenke 6 wird die Stromaufnahme über die Anschlüsse 5, 7 deutlich unterhalb der Schwelle von beispielsweise 11,5 mA liegen, während bei eingeschalteter Stromquelle ein Strom von 12,5 mA die Schwelle deutlich überschreitet.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach 2 werden zwei Sensorschaltungen 11, 12 verwendet, um die Position eines beweglichen Gegenstandes 13 zu messen – beispielsweise eines Magneten. Zwei Positionssensoren werden zur Erhöhung der Sicherheit bei der Positionsmessung von sicherheitsrelevanten Vorrichtungen, beispielsweise der Drosselklappe eines Kraftfahrzeugmotors, verwendet. Die Sensorschaltungen sind als Baustein mit einer Kunststoffumhüllung 14 umspritzt. Sie verfügen jeweils über einen Anschluss 15, 16 und einen Anschluss 17, 17'. Zur Verbindung mit entsprechenden Anschlüssen 18, 19, 20, 20' einer Schaltung 21, die im folgenden auch Auswerteschaltung genannt wird, dienen Leitungen 28, 29, 35, 36. Die Auswerteschaltung 21 enthält eine Betriebsspannungsquelle 22, die jeweils über einen Strommesswiderstand 23, 24 mit den Anschlüssen 18, 19 und damit mit den Leitungen 28, 29 verbunden ist. Der Spannungsabfall an den Messwiderständen 23, 24 wird Verstärkern 25, 26 mit Schwellwertcharakteristik und Hysterese zugeführt, an deren Ausgängen 31, 32 Signale zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen.

Die Anschlüsse der Sensorschaltungen 11, 12 sind mit jeweils einem Kondensator 33, 34 überbrückt, um hochfrequente Einstrahlungen zu filtern. Die Kondensatoren 33, 34 sind derart bemessen, dass die von den Sensorschaltungen 11, 12 erzeugten Ausgangssignale nicht beeinträchtigt werden.

Die 3 und 4 zeigen für eine Sensorschaltung ohne die erfindungsgemäßen Maßnahmen den Verlauf des Stroms I1, der jeweils aus einem niedrigen Stromwert IB, der zum Betrieb der Sensorschaltung benötigt wird, und einem pulsierenden Anteil IS besteht, welcher der Amplitude des Ausgangssignals entspricht. In der Auswerteschaltung wird dann durch Vergleich mit einer Schwelle S ein digitales Signal gebildet. 3 stellt den Fall dar, dass der Betriebsstrom IB den noch zulässigen Mindestwert IBmin einnimmt. Dadurch ergibt sich die zum Überschreiten der Schwelle S notwendige Größe von IS. 4 geht von einem höchst zulässigen Betriebsstrom IBmax aus. Wie durch einen Vergleich der 3 und 4 sichtbar wird, nimmt bei IBmax der höhere Stromwert IBmax+IS eine sehr hohe, für die Bildung eines digitalen Signals nicht erforderliche Größe an, die zu Überlastungen der Sensorschaltung führen kann.

Durch erfindungsgemäße Maßnahmen erhält der Ausgangsstrom I1 die in 5 dargestellte Form. Der niedrigere Wert IB wird durch die beschriebenen Maßnahmen auf einen im Wesentlichen konstanten Wert IBmax = IB + IK1 + ... + IKn + IKT eingestellt. Dadurch kann IS relativ klein gehalten werden, so dass der höhere Stromwert IBmax + IS1 unabhängig von dem jeweiligen IB einen geringen Wert annimmt.

6 zeigt als zweites Ausführungsbeispiel eine Sensorschaltung 11', bei welcher nur eine Stromsenke 38 zur Erzeugung des Korrekturstroms IK vorgesehen ist, die über einen Digital-Analog-Wandler 39 vom Prozessor 4 gesteuert wird. Die digitalen Ausgangssignale des Prozessors 4 beinhalten dabei die durch die einmalige Einstellung gewonnenen Informationen und die mit Hilfe des Temperatursensors 37 gewonnenen Temperaturkompensationsgrößen. Die Stromsenke 6 zur Erzeugung des Signalstroms IS ist bei dem Ausführungsbeispiel nach 6 als separate Stromsenke ausgeführt, der ein digitales Signal vom Prozessor 4 zugeführt wird. Es ist jedoch ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen auch möglich, die Erzeugung des Signalstroms IS in die Stromsenke 38 und deren Ansteuerung einzubeziehen.

Bei der als drittes Ausführungsbeispiel in 7 dargestellten Sensorschaltung 11'' werden die verschiedenen Ströme durch Widerstände 44, 45, 46 gebildet, die über steuerbare Schalter 47, 48, 49 zuschaltbar sind. Die Wirkung als Konstantstromquelle entsteht dadurch, dass die Widerstände 44, 45, 46 wie die übrigen Schaltungen 1 bis 4 an den Ausgang einer Spannungsstabilisierschaltung angeschlossen sind, die schematisch in 7 aus einem Transistor 41, einer Z-Diode 42 und einem Widerstand 43 bestehend dargestellt sind.

Da eine solche Spannungsstabilisierschaltung ohnehin zum Betrieb der übrigen Schaltungen 1 bis 4 erforderlich ist, zeichnet sich das Ausführungsbeispiel nach 7 durch einen geringen zusätzlichen Aufwand für die Stromsenken aus. Dabei können die steuerbaren Schalter 47 bis 49 in einfacher Weise durch Feldeffekttransistoren realisiert werden. Die Anzahl der Widerstände und Schalter richtet sich nach der jeweils erforderlichen Genauigkeit. Werden beispielsweise der Widerstand 44 und der Schalter 47 zur Erzeugung von IS benutzt, so können bei einer binären Abstufung der Werte von sieben weiteren Widerständen beispielsweise 128 verschiedene Werte für IB* eingestellt werden.

Anhand der 8 bis 11 werden Ausführungsbeispiele erläutert, bei welchen der niedrigere Stromwert, der sich nach der Herstellung der Sensorschaltung entsprechend den Fertigungstoleranzen einstellt, beibehalten wird, jedoch der höhere Stromwert derart eingestellt wird, dass sich ein durch Vergleich mit dem vorgegebenen Schwellwert auswertbares Ausgangssignal ergibt. Soweit die Sensorschaltungen nach den 8 und 9 mit den Sensorschaltungen nach den 1, 6 und 7 übereinstimmen, wird auf die Erläuterungen zu diesen Figuren hingewiesen.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach 8 ist ein Analog-Digital-Wandler 3' vorgesehen, der über fünf Eingänge verfügt, so dass außer dem Ausgangssignal des Verstärkers 2 und dem Ausgangssignal des Temperatursensors 37 noch die Spannungen vor und nach einem Strommesswiderstand 52 und das Massepotential am Eingang 7 gemessen werden können. Durch Differenzbildung der Spannungen am Widerstand 52 wird die Stromaufnahme der Schaltungen 1, 2, 3' und 4 gemessen, die den niedrigeren Stromwert IB bildet, der zwischen IBmin und IBmax liegt (10, 11).

In den Sensorschaltungen 51, 51' nach den 8 und 9 wird aus der gemessenen Stromaufnahme IB derjenige Korrekturstrom IK ermittelt, der zusätzlich zu dem Strom IS durch die Stromsenke 53 (8), 44 bis 49 (9) fließen muss, damit der Gesamtstrom im fest gelegten Bereich höherer Stromwerte liegt. Der Korrekturwert IK, die Summe IK+IS oder die gemessene Stromaufnahme IB werden im flüchtigen oder nichtflüchtigen Speicher abgelegt. Im Falle von 10 ist ein maximaler Korrekturwert IKmax erforderlich, im Falle von 11 ein minimaler Korrekturwert IKmin, der auch 0 sein kann.

Diese Kalibrierung kann einmalig nach der Herstellung der Sensorschaltung oder auch jeweils nach jedem Einschalten der Sensorschaltung erfolgen. Die Einstellung des Stroms IS erfolgt dann bei dem Ausführungsbeispiel nach 8 mit Hilfe des Digital-Analog-Wandlers 39 und einer Stromsenke 38, während bei dem Ausführungsbeispiel nach 9 hierzu – wie im Einzelnen im Zusammenhang mit 7 beschrieben – Schalter 47, 48, 49 und Widerstände 44, 45, 46 dienen, die eine zusätzliche Belastung der Spannungsstabilisierungsschaltung 41, 42, 43 bilden und somit als konstante Stromsenke wirken.

Die 12 und 13 zeigen Diagramme, welche die verschiedenen Stromwerte und Korrekturen im Zusammenhang mit der Exemplarstreuung darstellen – und zwar 12 für die erste Ausbildung und 13 für die zweite Ausbildung der Erfindung. Es sind jeweils Werte für Exemplare E=1 bis E=9 dargestellt, deren Betriebsstrom IB innerhalb eines Toleranzbereichs zwischen IBmin und IBmax liegt.

Um Signale zu erhalten, deren oberer Pegel H oberhalb und deren unterer Pegel L unterhalb einer Schwelle S liegt, werden bei der ersten Ausbildung nach 12 den Stromwerten IB Korrekturwerte IK hinzugefügt, deren Größe jeweils derart bemessen ist, dass die resultierenden Ströme IB + IK innerhalb eines Wertebereichs I1L liegen, der sich unterhalb der Schwelle S befindet. In Abhängigkeit davon, welcher Binärwert zu übertragen ist, wird, wie im Zusammenhang mit den 1 bis 7 beschrieben, der Signalstrom IS hinzugefügt, so dass der Pegel H in dem Wertebereich I1H liegt. Der Übersichtlichkeit halber ist in 12 IBmax etwas unterhalb des Wertebereichs I1L dargestellt. IBmax kann jedoch auch im Wertebereich I1L liegen, so dass IK bei solchen Exemplaren 0 ist.

Bei der zweiten Ausbildung bleibt der Pegel L innerhalb des Toleranzbereichs zwischen IBmin und IBmax, das heißt, dem Betriebsstrom IB wird kein Korrekturstrom hinzugefügt. Allerdings wird der zum Erreichen des Pegels H erforderliche Signalstrom IS um einen Korrekturstrom IK erhöht, so dass die Stromwerte IB+IS+IK für den Pegel H innerhalb des Wertebereichs I1H liegen.

1Brückenschaltung 2Verstärker 3Analog-Digital-Wandler 4Prozessor 5Anschluss 6Stromsenke 7Anschluss 8Stromsenke 9Stromsenke 10Stromsenke 11Sensorschaltung 12Sensorschaltung 13beweglicher Gegenstand 14Kunststoffumhüllung 15Anschluss 16Anschluss 17Anschluss 18Anschluss 19Anschluss 20Anschluss 21Auswerteschaltung 22Betriebsspannungsquelle 23Messwiderstand 24Messwiderstand 25Verstärker 26Verstärker 27 28Leitung 29Leitung 30 31Ausgang 32Ausgang 33Kondensator 34Kondensator 35Leitung 36Leitung 37Temperatursensor 38Stromsenke 39Digital-Analog-Wandler 40 41Transistor 42Z-Diode 43Widerstand 44Widerstand 45Widerstand 46Widerstand 47Schalter 48Schalter 49Schalter 50 51Sensorschaltung 52Widerstand 53Stromsenke

Anspruch[de]
  1. Sensorschaltung, die mindestens ein Sensorelement und eine Signalaufbereitungsschaltung enthält, und deren Ausgangssignal von einem niedrigeren und einem höheren Stromwert gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (4, 8, 9, 10, 38, 53) zur Einstellung mindestens eines der Stromwerte auf einen vorgegebenen Wertebereich und zur Speicherung mindestens eines Korrekturstroms vorgesehen sind.
  2. Sensorschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (4, 8, 9, 10, 38) zur Einstellung des niedrigeren Stromwertes dienen und mindestens eine steuerbare Stromsenke (8, 9, 10, 38) enthalten, welche die Differenz zwischen einem Wert in dem vorgegebenen Wertebereich der niedrigeren Stromwerte und der Stromaufnahme der Sensorschaltung (11) ausgenommen die mindestens eine Stromsenke (8, 9, 10, 38) aufnimmt.
  3. Sensorschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (4, 53) zur Einstellung des höheren Stromwertes dienen und mindestens eine steuerbare Stromsenke enthalten, welche die Differenz zwischen dem niedrigeren Stromwert und dem höheren Stromwert derart aufnimmt, dass sich der höhere Stromwert in dem oberhalb eines Schwellwertes liegenden vorgegebenen Wertebereich der höheren Stromwerte befindet.
  4. Sensorschaltung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbare Stromsenke von mehreren Stromsenken (8, 9) mit verschiedenen konstanten Stromwerten gebildet ist, von denen eine oder mehrere auswählbar sind.
  5. Sensorschaltung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stromsenke durch mehrere zuschaltbare Widerstände (44, 45, 46) gebildet ist, die parallel zu in der Sensorschaltung vorhandenen Schaltungen (1, 2, 3, 4) an den Ausgang einer Spannungsstabilisierschaltung angeschlossen sind.
  6. Sensorschaltung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der mindestens einen Stromsenke (8, 9, 10, 53) ferner von der Sensortemperatur abhängig ist.
  7. Sensorschaltung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalaufbereitungsschaltung eine digitale Schaltung (4) umfasst, der Ausgangssignale des Sensorelements (1) über einen Analog-Digital-Wandler (3) zuführbar sind und die Ausgänge für die mindestens eine Stromsenke (6, 8, 9, 10, 38, 44 bis 49, 53) aufweist und mit mindestens einem Arbeitsspeicher und einem nicht flüchtigen Speicher versehen ist.
  8. Verfahren zur Einstellung des Ausgangssignals einer Sensorschaltung, das von einem niedrigeren und einem höheren Stromwert gebildet wird, wobei der niedrigere Stromwert im Wesentlichen der einer Exemplarstreuung unterliegenden Stromaufnahme der Sensorschaltung an sich und einem Korrekturstrom entspricht, wobei der höhere Stromwert um einen zu- und abschaltbaren fest vorgegebenen Signalstrom über dem niedrigeren Stromwert liegt, wobei der Korrekturstrom derart eingestellt wird, dass der niedrigere Stromwert in einem vorgegebenen Wertebereich liegt und wobei der Wert des Korrekturstroms festgestellt und gespeichert wird.
  9. Verfahren zur Einstellung des Ausgangssignals einer Sensorschaltung, das von einem niedrigeren und einem höheren Stromwert gebildet wird, wobei der niedrigere Stromwert im Wesentlichen der einer Exemplarstreuung unterliegenden Stromaufnahme der Sensorschaltung an sich entspricht und unterhalb einer vorgegebenen Schwelle liegt, wobei der höhere Stromwert um einen zu- und abschaltbaren Signalstrom über dem niedrigeren Stromwert liegt, wobei der Signalstrom derart eingestellt wird, dass sich der höhere Stromwert in dem oberhalb der vorgegebenen Schwelle liegenden vorgegebenen Wertebereich des höheren Stromwerts befindet, und wobei ein zur Einstellung dienender Wert gespeichert wird.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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