PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006007132U1 17.08.2006
Titel Anpassverstärker für die Verwendung eines Baumes als Empfangsantenne
Anmelder Friese, Wolfgang, 57078 Siegen, DE
DE-Aktenzeichen 202006007132
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.08.2006
Registration date 13.07.2006
Application date from patent application 04.05.2006
IPC-Hauptklasse H04B 1/00(2006.01)A, F, I, 20060504, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04B 1/08(2006.01)A, L, I, 20060504, B, H, DE   H01Q 1/24(2006.01)A, L, I, 20060504, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Benutzt man einen speziell aufgebauten Anpassverstärker und beachtet dessen korrekte Anschluss-Kontaktierung mit einem Baum, so kann letzterer als Empfangsantenne für Funkaussendungen vom unteren kHz- bis hin zum unteren MHz-Bereich benutzt werden.

Bei einer direkten Ankopplung eines Empfängers mit einem Baum durch Kontaktierung mit Einstich- oder Einschraubsonden würde es in den meisten Fällen zu einer Verschleppung des Bezugspotenzials kommen. Durch die Kontaktierung am Baum und durch die Kontaktierung der Erde, beispielsweise durch die Schutzerdung netzgespeister Gerätschaften kommt es zu einer Schleifenbildung, in die der Antennenkreis eingebunden wird. Daraus resultierend kommt es zur Verstärkung von Erdströmen, außerdem wirkt das System als richtungsempfindliche Erdantenne.

Um einen korrekten Baumantennenbetrieb zu ermöglichen, muss der Anpassverstärker eine bezugspotenzialfreie Ankopplung der Folgegeräte ermöglichen. Der Antennenkreis, bestehend aus einer Einstich- (oder Einschraub-) Sonde unmittelbar am unteren Ende des Stammes, sowie einer weiteren in beispielsweise 2 m Höhe über dem Erdboden, sowie dem Stamm zwischen beiden Sonden und den beiden, möglichst kurzen Zuleitungen zum Verstärker, darf nicht galvanisch mit den Folgegeräten verbunden sein. Es darf auch keine unmittelbare Kontaktierung des Verstärkers mit dem Erdboden erfolgen. Um die Wirkung eventueller Übergangswiderstände bei der Sondenkontaktierung zu eleminieren empfiehlt sich die Benutzung eines Elektrometerverstärkers oder eines Instrumentationsverstärkers.

Der Anpassverstärker ist wie folgt aufgebaut und verschaltet:

Der Schaltungsaufbau befindet sich in einem abgschirmten Gehäuse. Dieses ist in einem Kunststoffgehäuse untergebracht oder eine nichtleitende Bodenplatte verhindert eine leitende Berührung mit dem Erdboden. Die Gesamtverstärkung des Anpassverstärkers muss wegen des fehlenden Bezuges unbedingt niedrig gehalten werden, um ein Schwingen zu vermeiden. Die Signalauskopplung erfolgt je nach gewünschtem Frequenzbereich über einen Breitbandübertrager (z.B. Ringkernübertrager). Die Auskopplung muss mittels einer vom (inneren) Gehäuse isolierten Buchse erfolgen. Die Versorgung des Anpassverstärkers darf nicht mit den Folgegeräten gekoppelt sein. Sie erfolgt entweder über Batterien bzw. Akkumulatoren oder muss durch eine gesonderte bezugspotenzialfreie Spannungsquelle bereitgestellt werden.


Anspruch[de]
  1. Anpassverstärker für die Verwendung eines Baumes als Empfangsantenne

    dadurch gekennzeichnet,

    – dass es sich um einen Elektrometer- oder Instrumentationsverstärker handelt

    – dass dieser in einem abgeschirmten Gehäuse eingebaut ist, welches sich in einem zweiten isolierten Gehäuse befindet oder durch eine isolierte Bodenplatte vor einer leitenden Erdkontaktierung geschützt wird

    – dass die Signalauskopplung des Verstärkers bezugspotenzialfrei über einen geeigneten Übertrager erfolgt

    – dass die Signalauskopplung über eine vom (inneren) Gehäuse isolierten Buchse erfolgt

    – dass die Versorgung des Verstärkers durch eine eigene Batterie, einen eigenen Akkumulator oder durch eine gesonderte bezugspotenzialfreie Spannungsquelle erfolgt

    – dass die Verstärkung der Schaltung relativ gering ist

    – dass die Platzierung des Verstärkers in unmittelbarer Nähe des Baumes erfolgt

    – dass die Einstech- oder Einschraubsonden mit kurzen Kabeln mit den Anpassverstärkereingängen verbunden werden
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com