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Dokumentenidentifikation DE202006007411U1 17.08.2006
Titel Paneel, insbesondere zum leimlosen Verlegen von Laminatfußböden
Anmelder Akzenta Paneele + Profile GmbH, 56759 Kaisersesch, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 202006007411
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.08.2006
Registration date 13.07.2006
Application date from patent application 08.05.2006
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20060508, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Paneel, insbesondere zum leimlosen Verlegen von Laminatfußböden, bestehend aus einer rechteckigen Platte aus Holzwerkstoff mit an gegenüberliegenden Kanten vorgesehenen Profilen einer Feder-Nut-Verbindung mit mindestens einer Hinterschneidung, wobei an der Unterseite der Feder ein vorspringender, konvex gewölbter Bereich und an der Oberseite der unteren Nutwange eine entsprechende Mulde vorgesehen ist.

Paneele der genannten Art werden durch Einwinkeln ihrer Profile miteinander verbunden. Der konvex gewölbte Bereich der Feder gleitet dabei in dem entsprechend konkav gewölbten Bereich der Oberseite der unteren Nutwange nach Art eines Scharniers. In der Oberfläche der aufeinander gleitenden Teile sind häufig Vertiefungen zur Bildung von sogenannten Staubkammern vorgesehen, in denen sich der Abrieb der Oberflächen sammeln soll. Diese Vertiefungen erschweren oft den Einwinkelvorgang sowie einen guten Sitz der Verbindungsteile.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Profile der Feder-Nut-Verbindung derart zu gestalten, dass der Vorgang des Einwinkelns optimiert wird und dass dennoch ausreichend Raum für Staubkammern verbleibt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass auf derjenigen Seite des konvex gewölbten Bereichs der Feder, die dem freien Ende der Feder abgewandt ist, eine Vertiefung in dessen Oberfläche und/oder in der Oberseite der unteren Nutwange auf der dem freien Nutwangenende zugewandten Seite eine Vertiefung vorgesehen ist.

Bei dieser erfindungsgemäßen Konstruktion kann die konvexe Wölbung des vorderen Bereichs der Federunterseite voll erhalten bleiben und gleitet beim Einwinkeln formschlüssig in der entsprechend ausgebildeten Mulde der Oberseite der unteren Nutwange. Dadurch kann ein optimales Einwinkeln der Profile erfolgen, ohne dass die fortlaufende Krümmung des Profils in dem zum Einwinkeln aktiv benötigten Bereich gestört wird. Eine erste Staubkammer kann in an sich bekannter Weise zwischen dem vorderen freien Ende der Feder und dem hinteren Nutende vorhanden bleiben, während eine zweite Staubkammer zwischen denjenigen Bereichen der Feder- und Nutteile entsteht, die erst unmittelbar vor Vollendung des Einwinkelvorgangs miteinander in Berührung kommen.

Vorzugsweise wird die in der Federoberfläche vorgesehene Vertiefung durch eine Abflachung des gewölbten Bereichs der Feder gebildet. Eine solche Abflachung lässt sich fertigungstechnisch leicht herstellen und bildet in dem genannten Profilbereich keine Störstelle für den Einwinkelvorgang.

Der konvex gewölbte Bereich der Feder kann im Wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet sein, wobei sich die Vertiefung, im Querschnitt gesehen, vom unteren Scheitelpunkt des gewölbten Bereichs aus vom freien Federende weg erstreckt.

Vorzugsweise weist die Abflachung im Querschnitt die Form einer Sekante auf, durch die ein Segment des kreisförmigen Profils abgeschnitten wird.

Die Sekante verläuft zweckmäßig in einem Winkel von etwa 100° bis 110° zur Senkrechten, vorzugsweise in einem Winkel von 106°. Dadurch ist gewährleistet, dass sich der hintere, an die Abflachung anschließende Bereich der Feder im verbundenen Zustand der Profile in der konkaven Vertiefung der Nut anlegt und eine gute Verbindung der Profile in horizontaler Richtung bewirkt.

Die zweite Staubkammer kann auch dadurch gebildet werden, dass zusätzlich oder ausschließlich eine Vertiefung in der Oberseite der unteren Nutwange ausgebildet ist. Vorzugsweise ist dabei die an der oberen Seite der unteren Nutwange vorgesehene Mulde im Wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet, während die darin ausgebildete, zusätzliche Vertiefung sich, im Querschnitt gesehen, vom unteren Scheitelpunkt der Mulde aus zum freien Ende der Nutwange hin erstreckt.

Die Vertiefung ist dabei zweckmäßig im Querschnitt kreisbogenförmig ausgebildet ist, wobei der Radius der Vertiefung kleiner als der der Mulde ist.

Die Erfindung ist in der Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel veranschaulicht und im Nachstehenden im Einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben:

Es zeigen:

1 die miteinander zu verbindenden Profile zweier gegenüberliegender Plattenkanten,

2 einen Zustand während des Einwinkelns der Profile und

3 die fertig miteinander verbundenen Profile.

Die erfindungsgemäßen Paneele bestehen aus jeweils einer rechteckigen Platte 1 aus Holzwerkstoff, vorzugsweise aus MDF- oder HDF-Material. An gegenüberliegenden Kanten ist die jeweilige Platte 1 mit Profilen einer Feder-Nut-Verbindung ausgerüstet, wobei auf der einen Seite der Platte 1 die Feder 2 und auf der anderen Seite der Platte 1 die Nut 3 ausgebildet ist.

Die Platten sollen in an sich bekannter Weise leimlos verlegbar sein und dabei nicht nur in vertikaler Richtung sondern auch in horizontaler Richtung einen innig festen Zusammenhalt bieten. Dies wird durch eine and den Profilen vorgesehene entsprechende Hinterschneidung erreicht. Dabei ist an der Unterseite der Feder 2 ein vorspringender, konvex gewölbter Bereich 4 vorgesehen, der mit einer an der oberen Seite der unteren Nutwange 5 vorgesehenen Mulde 6 zum Eingriff kommt. Die Mulde 6 ist entsprechend der Ausgestaltung des konvex gewölbten Bereichs 4 der Feder entsprechend konkav gewölbt.

Bei der in der Zeichnung dargestellten Konstruktion steht die untere Nutwange 5 ein Stück gegenüber der oberen Nutwange 7 vor. Während sich die konkave Wölbung der Mulde 6 der Nut bis hinauf zur oberen Nutwange 7 erstreckt, ist das vordere Ende der Feder 2 durch einen vertikalen Abschnitt 8 verkürzt, sodass im fertig verbundenen Zustand der Platten 1 im innen liegenden Bereich der Nut 3 eine Staubkammer 9 entsteht.

Auf derjenigen Seite des konvex gewölbten Bereichs 4 der Feder 2, die dem freien, mit dem vertikalen Abschnitt 8 versehenen Ende der Feder 2 abgewandt ist, ist eine Vertiefung 10 in Form einer Abflachung vorgesehen.

Der konvex gewölbte Bereich 4 der Feder 2 ist im Querschnitt im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet.

In 1 der Zeichnung ist eine vertikale Linie 11 eingetragen, die genau durch den unteren Scheitelpunkt 12 des konvex gewölbten Bereichs 4 der Feder verläuft.

Wie insbesondere aus 1 zu erkennen ist, erstreckt sich die Abflachung vom unteren Scheitelpunkt 12 des gewölbten Bereichs 4 aus vom freien Federende weg schräg nach oben. Im Querschnitt weist diese Abflachung die Form einer Sekante auf, d.h., dass an dieser Stelle des kreisförmig gewölbten Bereichs 4 der Feder 2 ein Kreissegment weggefräst wird.

In dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel bildet die Sekante zu der durch den unteren Scheitelpunkt 12 der Feder 2 verlaufenden vertikalen Linie 11 einen Winkel 16 von etwa 106°.

Wie insbesondere aus 3 hervorgeht, wird aufgrund dieser konstruktiven Ausgestaltung zwischen der Abflachung und dem Nutgrund 13 eine zweite Staubkammer 14 gebildet, die zur Aufnahme des verbleibenden Abriebs, der nicht in die nach dem Einwinkeln zwischen dem vertikalen Abschnitt 8 am Federende und dem Nutende entstehende Staubkammer 9 gelangt, dienen kann.

Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, liegt während des Einwinkelvorgangs die Oberfläche 15 des konvex gewölbten Bereichs 4 über ihre Länge zwischen dem unteren Scheitelpunkt 12 und dem durch den vertikalen Abschnitt 8 gebildeten vorderen Federende voll an dem konkav gewölbten Nutgrund 13 an, sodass ein sanftes, zwangsgeführtes Einwinkeln der Profilteile erfolgen kann. Die an dem rückwärtigen Ende der Nut 2 vorgesehene Abflachung liegt dabei während des Einwinkelns in einem inaktiven Bereich der Feder, sodass dadurch der Einwinkelvorgang nicht negativ beeinträchtigt wird. Aufgrund der Ausbildung der Abflachung ist der jenige Bereich der Feder, der zur Verbindung zweier Platten durch die Nutöffnung eingesteckt werden muss, etwas schmaler, sodass dadurch das Einfügen der Feder in die Nut erleichtert wird.

Alternativ zu dieser Ausführungsform ist es auch möglich, ausschließlich oder zusätzlich in der Oberseite der unteren Nutwange 5 eine Vertiefung 18 vorzusehen, die im zusammengefügten Zustand der Paneele entweder allein die zweite Staubkammer 14 oder gemeinsam mit der durch die Abflachung gebildeten Vertiefung 10 der Feder 2 die zweite Staubkammer 14 bildet.

In 1 ist im Bereich der Nut 3 die gleiche vertikale Linie 11 eingetragen wie im Bereich der Feder 2. Im zusammengefügten Zustand sind die beiden Linien 11 deckungsgleich wie in 3 zu erkennen ist.

Die Linie 11 durch den Nutbereich verläuft genau durch den unteren Scheitelpunkt 17 der in der unteren Nutwange 5 vorgesehenen Mulde 6. Die Mulde 6 ist im Wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet.

Die in der Mulde 6 ausgebildete Vertiefung 18 erstreckt sich, im Querschnitt gesehen, vom unteren Scheitelpunkt 17 der Mulde 6 aus zum freien Ende der Nutwange 5 hin. Die Vertiefung 18 ist im Querschnitt ebenfalls etwa kreisbogenförmig ausgebildet, wobei jedoch der Radius der Vertiefung 18 wesentlich kleiner ist als der der Mulde 6.

1Platte 2Feder 3Nut 4gewölbter Bereich der Feder 5untere Nutwange 6Mulde 7obere Nutwange 8vertikaler Abschnitt 9erste Staubkammer 10Vertiefung 11vertikale Linie 12unterer Scheitelpunkt der Feder 13Nutgrund 14zweite Staubkammer 15Oberfläche des gewölbten Bereichs 16Winkel 17unterer Scheitelpunkt der Mulde der unteren Nutwange 18Vertiefung

Anspruch[de]
  1. Paneel, insbesondere zum leimlosen Verlegen von Laminatfußböden, bestehend aus einer rechteckigen Platte (1) aus Holzwerkstoff mit an gegenüberliegenden Kanten vorgesehenen Profilen einer Feder-Nut-Verbindung mit mindestens einer Hinterschneidung, wobei an der Unterseite der Feder (2) ein vorspringender, konvex gewölbter Bereich (4) und an der oberen Seite der unteren Nutwange (5) eine entsprechende Mulde (6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf derjenigen Seite des konvex gewölbten Bereichs (4) der Feder (2), die dem freien Ende der Feder (2) abgewandt ist, eine Vertiefung (10) in dessen Oberfläche und/oder in der Oberseite der unteren Nutwange (5) auf der dem freien Nutwangenende zugewandten Seite eine Vertiefung (18) vorgesehen ist.
  2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (10) in dem gewölbten Bereich (4) der Feder (2) durch eine Abflachung gebildet ist.
  3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der konvex gewölbte Bereich (4) der Feder (2) im Querschnitt im Wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet ist und dass die Vertiefung (10) sich, im Querschnitt gesehen, vom unteren Scheitelpunkt (12) des gewölbten Bereichs (4) aus vom freien Federende weg erstreckt.
  4. Paneel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abflachung im Querschnitt die Form einer Sekante aufweist.
  5. Paneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekante in einem Winkel (16) von etwa 100° bis 110° zur Senkrechten (11) verläuft.
  6. Paneel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekante in einem Winkel von etwa 106° zur Senkrechten (11) verläuft.
  7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Oberseite der unteren Nutwange (5) vorgesehene Mulde (6) im Wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet ist und dass die Vertiefung (18) sich, im Querschnitt gesehen, vom unteren Scheitelpunkt (17) der Mulde (6) aus zum freien Ende der Nutwange (5) hin erstreckt.
  8. Paneele nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (18) im Querschnitt kreisbogenförmig ausgebildet ist, wobei der Radius der Vertiefung (18) kleiner als der der Mulde (6) ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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