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Dokumentenidentifikation DE202006007931U1 17.08.2006
Titel Vorrichtung zum Schutz und zur Unterstützung von Wachstum und Pflege langer Pferdemähnen
Anmelder Büllesbach, Gaby, 53913 Swisttal, DE
Vertreter Koch, T., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 53113 Bonn
DE-Aktenzeichen 202006007931
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.08.2006
Registration date 13.07.2006
Application date from patent application 18.05.2006
IPC-Hauptklasse B68B 5/00(2006.01)A, F, I, 20060518, B, H, DE

Beschreibung[de]

Beim Einsatz besonderer Pferdearten zur Dressur liegt auch ein besonderes Augenmerk auf die äußere Erscheinung des Pferdes, wie beispielsweise allgemeiner Zustand, Glanz des Fells, körperliche Verfassung etc., welche zur Gesamtbewertung miteinbezogen werden.

Bei sogenannten Barockrassen, wie beispielsweise Friesen, Tinker, Andalusier etc. kommt hier ein weiterer ästhetischer Aspekt hinzu: eine besonders gepflegte und lange Mähne.

Zu diesem Zweck bemühen sich Pferdebesitzer o.g. Arten die Mähne über das übliche Maß hinaus wachsen zu lassen und besonders zu pflegen. Das tägliche Trainieren und Reiten des Pferdes strapaziert jedoch die Mähne des Pferdes, beispielsweise durch Zügel, die sich im Haar verfangen bzw. Reibung verursachen. Hierdurch entstehen ähnlich bei der menschlichen Behaarung Abnutzungserscheinungen, wie beispielsweise Spliss, die das Wachstum und Erscheinungsbild maßgeblich beeinträchtigen bzw. ein ungestörtes Wachstum unmöglich machen.

Es stellt sich insofern die Aufgabe eine Vorrichtung zu schaffen, die ein ungehindertes Wachstum und den Erhalt des Pflegezustandes der Pferdemähne sicherstellt und unterstützt.

Diese Aufgabe ist mit einer gemäß Schutzanspruch 1 ausgeführten Vorrichtung gelöst.

Gemäß der Neuerung wird erreicht, dass die Mähne des Pferdes mit einer robusten und leicht anzubringenden Schutzhaube umgeben wird, die bei jeglichem Einsatz, wie z.B. Ausritt, Turnier oder auch dem Weidegang Schutz vor o.g. Einflüssen bietet.

Zur Vorbereitung wird die Mähne nach bekannten Vorgehensweisen (z.B. französischer oder klassischer Zopf) geflochten.

Hierauf wird der Mähnenschutz um das Haar gelegt und z.B. mit im Mähnenschutz eingearbeiteten Druckknöpfen fixiert.

Durch eine auf das jeweilige Pferd anpassbare Verwendungsform (Anpassung in Länge und Breite bzw. Material) des Mähnenschutzes kann individuell ein maximales Schutzergebnis erzielt werden.

Der Mähnenschutz wird aus einem widerstandsfähigen und waschbaren Material hergestellt (verschiedene Ausführungen möglich, als Standard wird ein besonderer Samt verwendet).

Ein weiteres Merkmal ist die Möglichkeit der Farb- und Designanpassung, z.B. an die Farbe des Pferdes bzw. des Reitzubehörs oder Anbringung besonderer Verzierungen, um ein zusätzliche ästhetische Aufwertung zu erzielen.

Unter Verwendung verschiedener Materialien, z.B. wasserabweisenden oder modisch orientierten Stoffen und Farben etc., ist der Mähnenschutz in den verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten eine wirksame und praktische Vorrichtung

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der 1 bis 4 der Zeichnungen erläutert, wobei als Haltevorrichtungen Druckknöpfe verwendet sind. Des weiteren ist in 5 der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel mit abgeänderten Haltevorrichtungen dargestellt. Es zeigen:

1: Mähnenschutz in Grundform

2 und 3: Einlegen der Mähne in den Schutz

4: Angelegter Mähnenschutz

5: Ein Mähnenschutz nach 1 mit Haltebändern statt Druckknöpfen

In 1 wird der Mähnenschutz (1) dargestellt. Es handelt sich hierbei um ein rechteckiges Fell oder vliesförrniges Fasertuch (2) (Standard, Seitenverhältnis beträgt 1 : 3), bestehend aus o.g. Materialien, welches an den Rändern (3, 4, 5, 6) doppelt versaumt wurde, um eine Abnutzung des Materials an den Rändern zu vermeiden.

Im Abstand von ca. 10 cm über die gesamte Länge des Schutzes befinden sich Druckknöpfe zur Befestigung.

Die Druckknöpfe sind jeweils aus an der unteren und oberen Längsseite gegenüberliegenden herkömmlichen Befestigungsteilen (7, 8) für Druckknöpfe gebildet.

Die wie oben beschrieben vorbereitete Mähne wird nun, wie in 2 und 3 dargestellt, in den Mähnenschutz (1) eingelegt. Daraufhin werden die Befestigungsteile (7, 8) der Druckknöpfe miteinander verbunden. Der letzte Druckknopf wird mit dem am Sattel angebrachten Hilfsriemen (Standardaccessoires an einem Sattel) verbunden bzw. beim Einsatz ohne Sattel einfach geschlossen und an einer Seite des Halses angelegt.

Der Mähnenschutz (1) ist nun einsatzbereit.

In 2, 3 und 4 sieht man den Hals des Pferdes mit seinen Mähnenhaaren 9. Diese Mähnenhaare sind zu fünf Zöpfen geflochten, wobei der erste obere Zopf 10a in 2 zu sehen ist und der fünfte Zopf 10e in 3

In 5 ist wie in 1 ein Mähnenschutz in Form eines vliesförmigen Fasertuches zu erkennen, wobei aber abgeänderte Haltevorrichtungen (11') verwendet sind, die jeweils aus gegenüberliegenden Befestigungsteilen (12, 13) in Form einzelner, an der unteren und oberen Längsseite paarig gegenüberliegender Haltebänder bestehen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen, insbesondere von Zöpfen der Mähnenhaare oder von fixierten einzelnen Haarbüscheln,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    zum zusätzlichen Erhalt des Pflegezustandes der Pferdemähne sowie zur Ermöglichung eines ungehinderten Wachstums des Mähnenhaares die Vorrichtung (1) unter Bildung eines Mähnenschutzes aus einem rechteckigen Fell oder vliesförmigen Fasertuch (2) besteht, dessen Ränder (3, 4, 5, 6) an den beiden Längsseiten und den beiden Schmalseiten verstärkt sind,

    dass im Abstand zueinander über die untere und die obere Längsseite des rechteckigen Fells oder Fasertuchs (2) entlang den Rändern (3, 4) Haltevorrichtungen (11, 11') zum Fixieren der einen Mähnenschutz bildenden Vorrichtung (1) in der Mähne derart paarig an der unteren und oberen Längsseite angebracht sind,

    dass jeweils unter Bildung einer Haltevorrichtung (11, 11') ein Befestigungsteil (7; 12) am unteren Rand (3) mit einem am oberen Rand (4) gebildeten gegenüberliegenden Befestigungsteil (8; 13) unter Faltung des rechteckigen Fells oder Fasertuchs (2) miteinander verbindbar ist,

    wobei eine Schutzhaube für die Zöpfe oder die geeignet fixierten Haarbüschel des Mähnenhaars bildbar ist.
  2. Vorrichtung zum Schutz von Pferdemähnen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass zum Fixieren der als Schutzhaube angelegten Vorrichtung über die gesamte Längsseite des rechteckigen Fells oder Fasertuchs (2) über die gesamte Längsseite am oberen und unteren Rand (3, 4) Teile von Druckknöpfen (7, 8) paarig im gleichen Abstand als Haltevorrichtung (11) gegenüberliegend angeordnet sind.
  3. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass als Haltevorrichtungen (11') über die Längsseiten jeweils einander gegenüberliegende Befestigungsteile aus Schlaufen- oder Klettbändern (12, 13) gebildet sind, welche paarig gegenüber liegen.
  4. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach Anspruch 1, 2, oder 3, dadurch gekennzeichnet,dass das Seitenlängenverhältnis von Längsseite zu Schmalseite des rechteckigen Fells oder vliesförmigen Fasertuchs (2) 3 : 1 beträgt.
  5. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet,dass die an den Längsseiten aufeinander folgenden Befestigungsteile (7, 8; 12, 13) der Haltevorrichtung (11, 11') jeweils im Abstand von 10 cm zueinander angelegt sind.
  6. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet,dass das vliesförmige rechteckige Fasertuch (2) aus einem textilen, vorzugsweise samtartigen Gewebe oder aus einem Gewebe zum Nässeschutz gebildet ist.
  7. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet dass das vliesförmige Fasertuch (2) aus einem widerstandsförmigen, waschbaren Material besteht.
  8. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet,dass zur Anpassung der Länge und Breite des rechteckigen Fells oder vliesförmigen Fasertuchs (2) der zum Mähnenschutz dienenden Vorrichtung (1) oder zur Bildung dieser Vorrichtung aus unterschiedlichen Materialabschnitten, das Fell oder das Fasertuch aus einzelnen rechteckigen oder quadratischen, miteinander verbindbaren Fell- oder Stoffstücken zusammensetzbar ist.
  9. Vorrichtung zum Schutz langer Pferdemähnen nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet,dass das rechteckige Fell oder vliesförmige Fasertuch (2) oder deren Fell- oder Stoffstücke zur Verstärkung der Ränder (3, 4, 5, 6) jeweils aus einem doppelt versaumten Materialstück gebildet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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