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Dokumentenidentifikation DE102005006118A1 24.08.2006
Titel Selbsteinstellendes Gleitstück für Teleskopkranausleger
Anmelder Grove U.S. LLC, Shady Grove, Pa., US
Erfinder Tepper, Rocco, 26441 Jever, DE;
Paschke, Franz, 26452 Sande, DE;
Brinkmann, Jan, 26125 Oldenburg, DE
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Anmeldedatum 10.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005006118
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B66C 23/687(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Teleskopkranausleger-Gleitstück, das mindestens zwei zusammenwirkende Gleitstückteile (1, 5) aufweist, die gegeneinander vorgespannt und an einer Schrägfläche gegeneinander verschiebbar sind, so dass sich die Gesamtbreite des Gleitstücks je nach Lage der Gleitstückteile (1, 5) zueinander ändert. Ferner betrifft sie eine Teleskopkranausleger-Gleitstückanordnung mit einem solchen Gleitstück, wobei das Gleitstück an einem inneren Teleskopteil, insbesondere am Fußstück (18) eines inneren Teleskopteils, so angeordnet ist, dass ein äußeres Teleskopteil (21) an ihm gleiten kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Teleskopkranausleger-Gleitstück sowie eine Teleskopkranausleger-Gleitstückanordnung. Insbesondere betrifft sie ein selbsteinstellendes Gleitstück, d.h. ein Gleitstück, das dazu in der Lage ist, innerhalb seiner Anordnung im oder am Teleskopausleger, seine Breite den vorhandenen Gegebenheiten und Notwendigkeiten anzupassen um seine Aufgaben optimal erfüllen zu können.

Wenn im vorliegenden Kontext der Begriff "Gleitstückanordnung" verwendet wird, so umfasst dieser die Teile des Gleitstücks selbst sowie diejenigen Teile des Teleskopauslegers bzw. der Auslegerteile, die mit dem Gleitstück zusammenwirken, um dessen Funktion sicherzustellen.

Gleitstücke dienen bei Teleskopauslegern dazu, das Teleskopieren der Teleskopteile gegeneinander mit möglichst geringen Reibverlusten und somit geringem Verschleiß an den Teleskopteilen selbst zu ermöglichen. Sie werden üblicherweise einfach zwischen die Teleskopteile eingebracht und meist an einem Teleskopteil, dem äußeren oder dem inneren befestigt, so dass das jeweils andere Teleskopteil über die Gleitfläche des Gleitstückes laufen kann.

Der Nachteil solcher herkömmlicher Lösungen besteht darin, dass sie genaue Einstellungen nur schwer und mit hohem Aufwand in nur einer definierten Verriegelungsposition ermöglichen, Nacheinstellungen (z.B. bei Verschleiß) erfordern und ohne besondere Nachstellungen oder bei falscher Einstellung Passungenauigkeiten hervorrufen.

Durch den Einsatz von hochfesten Werkstoffen bei der Herstellung von Teleskopauslegern und die durch die einhergehende Reduzierung der Ausleger-Blechdicken werden die Verformungen dieser Ausleger im Betrieb deutlich erhöht. Solche in Kauf genommenen Verformungen hervorgerufen aus

  • (a) Lose in den Gleitstücken
  • (b) Blechbiegungen infolge punktueller Lasteinleitungen (Membranwirkungen)
  • (c) Höherer Ausnutzung der Querschnittsteile
können den Kranbetrieb erschweren, weshalb dafür gesorgt werden muss, sämtliche Verformungen, die aus oben genannten Gründen auftreten, auf ein Minimum zu begrenzen. Einen besonders großen Einfluss auf (a) und (b) haben dabei die Passgenauigkeiten und die Ausbildung der Gleitstücke.

Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Teleskopausleger-Gleitstück bzw. eine Teleskopausleger-Gleitstückanordnung bereitzustellen, welche bei beliebiger Teleskopierstellung eine optimale Passgenauigkeit bieten, um Auslegerverformungen auf ein Minimum zu beschränken.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Teleskopausleger-Gleitstück gelöst, das die Merkmale des anliegenden Anspruchs 1 aufweist, sowie durch eine Teleskopausleger-Gleitstückanordnung mit einem solchen Gleitstück. Die Unteransprüche definieren bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.

Gemäß der Erfindung weist das Teleskopausleger-Gleitstück mindestens zwei zusammenwirkende Gleitstückteile auf, die gegeneinander vorgespannt und an einer Schrägfläche gegeneinander verschiebbar sind, so dass sich die Gesamtbreite des Gleitstücks je nach Lage der Gleitstückteile zueinander ändert. Der besondere Vorteil dieser Teilung des Gleitstücks in mindestens zwei Teile liegt darin, dass sich damit ohne weiteres unterschiedliche Breiten des gesamten Gleitstücks einstellen lassen.

Die Keile werden bevorzugt mit ihrer Schräge so ausgebildet, dass die Vorspannung in Höhenrichtung entlang einer steilen Schrägfläche läuft, wohingegen die aufzunehmende Last (äußere Krafteinleitung) in Breitenrichtung (im Wesentlichen quer zur Vorspannung) auf eine flache Schräge trifft. Durch die Kraftaufteilung an der Schrägfläche können mit einer relativ kleinen Kraft (hervorgerufen aus der Vorspannung) die beiden Einzelteile gegeneinander verschoben werden, woraus die Anpassung des Gleitstückes an die Gegengleitfläche erfolgt. Durch die Auswahl der einzelnen Materialien bezüglich ihres Reibverhältnisses untereinander und der Gegenwirkung der Vorspannung ist es aufgrund einer hinreichend flachen Schräge möglich, die Verschiebung der Einzelteile infolge einer Kraft in Breitenrichtung (äußere Krafteinwirkung) zu verhindern.

In dieser Breitenrichtung kann das Gleitstück demzufolge selbsthemmend ausgeführt werden. Daher kann sich das Gleitstück selbst einstellen, durch äußere Kraftwirkung ist das Gleitstück dagegen unverschieblich und kann somit die Last voll übertragen.

Aufgrund der in Höhenrichtung erforderlichen geringen Verschiebekraft, kann die Vorspannung der Einzelteile zueinander während des Teleskopiervorganges durch eine geringe Gegenkraft aufgehoben werden.

Der dadurch entstehende Luftspalt zwischen den Gleit- bzw. Anlageflächen führt zur Aufhebung der Reibung zwischen den Gleitpartnern, so dass mit relativ geringer Zylinderkraft teleskopiert werden kann. Ebenso haben aufrtretende Toleranzen (Lang- bzw. Kurzwelligkeiten) in den Schaftstücken keinen Einfluss auf die Gleitstücke; so dass Klemmungen der Teleskopteile an den Gleitstücken ausgeschlossen werden.

Das Aufheben der Vorspannung erfolgt vorzugsweise über eine Verriegelungseinheit (beispielsweise im Teleskopierzylinder integriert) oder über eine andere hier nicht näher beschriebene Zugvorrichtung, die vorzugsweise mit der Stahlbauverriegelung in geeigneter Weise gekoppelt ist.

Mit diesem System der mechanischen Kopplung wird gewährleistest, das der Luftspalt zwischen den Gleit- bzw. Anlageflächen nur während des eigentlichen Teleskopiervorganges vorhanden ist.

Erfindungsgemäß wird vorteilhafterweise eine qualitativ hochwertige Breiteneinstellung automatisch vorgenommen; Wartungspersonal muss nicht mehr in die Einstellung eingreifen. Nacharbeiten, wie z.B. das Nachstellen der Gleitstücke entfallen, wodurch eine große Zeitersparnis realisiert werden kann. Auch der Verschleiß der Gleitstücke wird automatisch nachgesteuert.

Gemäß einer Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Gleitstück so ausgebildet, dass die Schrägfläche durch die keilförmige Ausgestaltung mindestens eines der Gleitstückteile erzeugt wird. Natürlich können beide Gleitstückteile zumindest abschnittsweise keilförmig ausgestaltet werden, um die erfindungsgemäße Bildung der Schrägfläche zu realisieren.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Gleitstück einen Schubkeil und ein Gleitteil auf, wobei durch die Positionierung des Schubkeils gegenüber dem Gleitteil eine Gleitfläche des Gleitteils verschoben werden kann. Das Gleitteil ist dementsprechend das Teil, welches die Gleitfläche umfasst, an welcher ein Teleskopteil beim Teleskopiervorgang gleitet.

Die erfindungsgemäße Teleskopausleger-Gleitstückanordnung weist ein Gleitstück auf, wie es in mehreren Ausführungsformen oben beschrieben wurde, oder wie es im Weiteren noch im Einzelnen beschrieben wird. Bevorzugt ist dabei das Gleitstück an einem inneren Teleskopteil, insbesondere am Fußstück eines inneren Teleskopteils so angeordnet, dass ein äußeres Teleskopteil an ihm gleiten kann. Eine umgekehrte Anordnung ist grundsätzlich möglich.

Im Folgenden wird bei der Erläuterung bestimmter Ausführungsformen oftmals aufgezeigt, wie das erfindungsgemäße Gleitstück im Fußstück eines Teleskopteils angeordnet ist. Dies ist als bevorzugte Ausführungsform zu verstehen; im Grunde kann die Anordnung auch im Teleskopteil (Schaft) selbst an geeigneten Stellen über dessen Länge verwirklicht werden.

Vorteilhafterweise ist der Schubkeil des Gleitstücks über eine Vorspanneinrichtung an dem inneren Teleskopteil befestigt, wobei mittels der Vorspanneinrichtung die Position des Schubkeils gegenüber dem verschieblich angeordneten Gleitteil und damit auch die Position des Gleitteils eingestellt wird. Die Vorspanneinrichtung kann eine Federspanneinrichtung sein, insbesondere eine Druckfederspanneinrichtung, die an einem Ende eine Befestigung zur Fixierung an dem inneren Teleskopteil (Fußstück) und am anderen Ende ein Druckelement aufweist, das eine Druckkraft auf den Schubkeil aufweist.

Der Schubkeil und das Gleitteil sind bevorzugt in einer Aufnahme im inneren Teleskopteil bewegbar und bewegungsgekoppelt angeordnet, so dass die Bewegung des Schubkeils in einer ersten Richtung eine Bewegung des Gleitteils in einer zweiten, hierzu im Wesentlichen quer angeordneten Richtung bewirken kann, und umgekehrt. Dies kann so ausgeführt werden, dass die Bewegungsrichtung des Schubkeils im Verhältnis zum Querschnitt des inneren Teleskopteils im Wesentlichen vertikal und im Wesentlichen tangential zum Teleskopteilumriss verläuft, und die Bewegungsrichtung des Gleitteils eine im Wesentlichen horizontale und im Wesentlichen radial vom inneren Teleskopteil nach außen verlaufende Richtung ist. Letztere Richtung ist die Richtung, die den Spalt vom inneren Teleskopteil zum äußeren Teleskopteil hin überbrückt.

Es besteht die Möglichkeit, den Schubkeil und das Gleitteil in einer Aufnahme im inneren Teleskopteil anzuordnen. Das Gleitteil steht dabei mit einem Abschnitt, der dessen Gleitfläche umfasst, durch eine Öffnung in der Außenwandung des inneren Teleskopteils nach außen hervor, und die Größe des Überstandes hängt mit dem Positionsverhältnis zwischen Schubkeil und Gleitstück zusammen.

Gemäß einer Ausführungsvariante ist die Vorspannung durch eine Einstellvorrichtung an der Vorspanneinrichtung, insbesondere durch eine Stellvorrichtung für die Druckfeder-Grundlänge einstellbar. Außerdem kann die Vorspannung so gewählt werden bzw. sich je nach Spaltmaß zwischen den Teleskopteilen so einstellen, dass das Gleitstück mit seiner Gleitfläche durch die Kraft des Schubkeils stets den Spalt zwischen dem inneren und dem äußeren Teleskopteil überbrückt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gleitstückanordnung weist der Schubkeil einen Angriff bzw. Eingriff für einen Verriegelungsbolzen eines Teleskopierzylinders auf, wobei der Angriff/Eingriff und/oder der Bolzen derart ausgebildet sind, dass der Bolzen beim Einriegeln in das innere Teleskopteil den Schubkeil gegen die Vorspannung verschiebt und damit das Gleitteil zumindest teilweise aus der Kraftwirkung durch den Schubkeil befreit. Durch eine solche Maßnahme wird ein leichteres Teleskopieren der Teleskopteile untereinander ermöglicht, da die Reibungskräfte verringert werden. Der Angriff/Eingriff des Schubkeils und/oder der Bolzen können bei einer solchen Ausführungsform gefaste bzw. abgeschrägte zusammenwirkende Flächen aufweisen, welche beim Einriegeln die Verschiebung des Schubkeils bewirken. Grundsätzlich sind natürlich auch andere Möglichkeiten denkbar, um mit dem Verriegelungsbolzen den Schubkeil anzuheben bzw. etwas von dem Gleitteil zu entfernen, beispielsweise Hebel- oder Seilzugeinrichtungen zwischen Bolzen und Schubkeil bzw- Schubkeil und Stahlbau-Verriegelungseinheit.

Die Erfindung wird im Weiteren anhand bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert. Sie kann alle hierin genannten Merkmale einzeln und in jedweder Kombination umfassen. In den beiliegenden Zeichnungen zeigen:

1 und 2 verschiedene Ansichten für einen Schubkeil eines erfindungsgemäßen Gleitstücks;

3 und 4 verschiedene Ansichten für ein Gleitteil des erfindungsgemäßen Gleitstücks;

5 ein erfindungsgemäßes Gleitstück, eingebaut in einem Teleskopteil-Fußstück;

6 einen Schubkeil mit einer Vorspanneinrichtung;

7A und 7B die Vorspanneinrichtung aus 6 im Detail;

8 eine Ansicht eines Teleskopteil-Fußstücks mit einer Aufnahme für ein Gleitstück gemäß der Erfindung;

9 und 10 eine Ansicht des Fußstücks mit eingebautem Schubkeil;

11 bis 13 verschiedene Betriebssituationen für die Gleitstückanordnung mit unterschiedlichen Spaltmaßen zwischen den Teleskopteilen;

14 eine vergrößerte Darstellung der Gleitstückanordnung mit aufgezeigten einwirkenden Kräften; und

15 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gleitstückanordnung mit Verriegelungsbolzen-Freistellung.

In den 1 bis 4 sind die Einzelteile eines erfindungsgemäßen Gleitstückes in einer Ausführungsform im Einzelnen und in perspektivischer Darstellung aufgezeigt. Das Gleitstück besteht aus zwei Teilen, nämlich dem Schubkeil 1 (1 und 2) und dem Gleitteil 5 (3 und 4). Der Schubkeil 1 weist die Keilfläche 2 auf sowie die Lagerfläche 3. Ebenfalls besitzt er eine Fixierungseinrichtung 4, die hier als abgesetzter Durchgang ausgebildet ist und für den Eingriff einer Vorspanneinrichtung bereitsteht, die im Weiteren noch detailliert erläutert wird. Das in den 3 und 4 dargestellte Gleitteil 5 bildet das Gegenstück zum Schubkeil 1, und es weist an seiner Außenseite die Gleitfläche 6 sowie an seiner Innenseite die Keilfläche 7 auf, welche mit der Keilfläche 2 des Schubkeils im Einbauzustand aufeinander trifft und zusammenwirkt. Ferner weist es noch eine Aussparung 8 auf. In der Aussparung 8 wird später, ebenso wie in der Aussparung des Schubkeils die nicht näher bezeichnet ist, ein Teil der Vorspanneinrichtung aufgenommen (siehe 5, 6, 9 und 10).

Im eingebauten Zustand ist das Gleitstück in der 5 zu sehen. Das Gleitstück mit dem Schubkeil 1 und dem Gleitstück 5 liegt im Wesentlichen zwischen den Rahmenstegen 10a (außen) und 10i (innen), sowie unter dem Steg 9. Ein Teil des Gleitteils 5 ragt durch eine Öffnung im Rahmenteil 10a hindurch, und zwar so, dass die Gleitfläche 6 nach außen vorsteht. An dieser Gleitfläche 6 gleitet das äußere Teleskopteil, das in 5 nicht dargestellt ist. In den 5 und 6 sowie in 7 ist auch die Vorspanneinrichtung 11 zu sehen, die hier als Druckfeder-Vorspanneinrichtung ausgebildet ist. Sie weist ein Befestigungselement 12 sowie einen äußeren Zylindertopf 13 und einen inneren Federtopf 14 auf. Das Federpaket 16 (7A) sorgt dafür, dass der Schubkeil 1 von dem inneren Federtopf 14 nach unten gedrückt wird, und wegen der beiden aneinander liegenden Keilflächen des Schubkeils 1 und des Gleitteils 5 wird dadurch das Gleitteil 5 nach außen hin vorgespannt.

Wie aus 5 hervorgeht, wird der Schubkeil auf der einen Seite (Fläche 3 in 1) am Steg 10i geführt. Die Keilfläche 2 des Schubkeils 1 liegt an der Fläche 7 des Gleitteils 5, und hier ist besonders auf die Ausführung und Neigung dieser schrägen Keilfläche zu achten, sowie auf die Materialwahl, insbesondere in Bezug auf die Reibungszahl.

Durch eine im Wesentlichen vertikale Verschiebung des Schubkreis 1 erfolgt bei geeigneter Schrägung der Keilfläche eine horizontale Verschiebung (nach außen) des Gleitteils 5. Die hierbei auftretenden Betriebssituationen werden später noch im Einzelnen erläutert. Die Vorspanneinrichtung, die im Weiteren insgesamt auch als Federtopf 11 bezeichnet wird, ist an dem Steg 9 befestigt, und sie drückt mit dem inneren Federtopf 14 auf die umrandete Ausnehmung 4, die in 1 dargestellt ist, und zwar von oben mit der Kraft des Federpakets 16. Der Durchgang in der Aufnahme 4 ermöglicht dabei den Durchtritt der Stellschraube 15, und diese Stellschraube 15 ist insbesondere in 9 besser zu sehen. Die 9 und die 10 sind Ansichten des Teleskopteil-Fußstückes, ebenso wie die 8, in der das Fußstück mit dem Bezugszeichen 18 und die Aufnahme (Tasche) für das Gleitstück mit dem Bezugszeichen 19 versehen worden sind. In den Darstellungen der 9 und 10 ist nun besser zu sehen, wie der Federtopf 11 mit seinem Befestigungselement 12 durch zwei Befestigungsschrauben 20 befestigt ist und wie die Stellschraube 15 in die Ausnehmung de Schubkeils 1 hineinragt. Die Stellschraube 15 weist einen Innensechskant auf, mittels dem sich die Ausgangslänge des Federpakets und damit die Ausgangs-Stellkraft einstellen lässt.

Der in 10 gezeigte Zustand entspricht etwa einer halb gespannten Voreinstellung.

Anhand der 11, 12 und 13 werden nunmehr verschiedene Betriebszustände mit verschiedenen Spaltmaßen zwischen dem Fußstück des inneren Teleskopteils, hier dem äußeren Steg 10a, und dem Schaft des äußeren Teleskopteils aufgezeigt, wobei letzterer mit dem Bezugszeichen 21 versehen wurde.

Die 11 zeigt eine Situation mit einem minimalen Spaltmaß, das durch den Pfeil 22 angedeutet wird. Der Schaft 21 befindet sich also hier sehr nahe an dem Steg 10a, und dies kann entweder durch eine besondere Betriebsstellung der Fall sein oder durch die vorhandenen Toleranzen, beispielsweise wenn das Fußstück mit maximal positiven Toleranzen und das Schaftstück 21 mit maximal negativen Toleranzen gefertigt wurde.

Das Federpaket des Federtopfes 11 ist in diesem Zustand vollständig gespannt, da das Schaftstück 21 das Gleitstück 5 sehr weit nach innen drückt (Pfeil), wodurch der Schubkeil 1 an dem Steg 10i entlang und an den aufeinander liegenden Keilflächen weit nach oben gedrückt wird. In besonderen Fällen ist das Federpaket im Federtopf 11 dabei auf Blocklänge vorgespannt. An der mit 25 bezeichneten Stelle ist zu sehen, wie weit der Schubkeil 1 nach oben gedrückt wurde.

Bei einem Zustand mit normalen Spaltmaß, also entweder in einer entsprechenden Betriebssituation oder bei Nulltoleranz von Schaftstück 21 und Fußstück, ergibt sich ein Zustand wie er in 12 dargestellt ist. Das Federpaket im Federtopf 11 ist halb vorgespannt, also auf halbem Maximalhub der Federn, und es drückt den Schubkeil 1 soweit nach unten (Pfeil), dass dieser das Gleitstück 5 nach außen schiebt bis es am äußeren Teleskopschaft 21 anliegt. Auch hier zeigt insbesondere ein Blick auf die hervorgehobene Stelle 25, dass sich der Schubkeil 1 hier in einer mittleren Position befindet.

Die 13 zeigt nun einen Zustand auf, bei dem ein maximales Spaltmaß zwischen Fußstück und dem nächstgrößeren Schaftstück 21 vorhanden ist. Auch dies kann in besonderen Betriebssituationen auftreten oder dann, wenn das Fußstück mit maximal negativen und das Schaftstück mit maximal positiven Toleranzen gefertigt ist. Hier ist zu sehen, dass das Federpaket im Federtopf 11 bei einem großen oder maximalen Hub liegt und den Schubkeil 1 sehr weit herunterdrückt. Insbesondere erkennt man dies an der wieder hervorgehobenen Stelle 25. Dabei schiebt der Schubkeit 1 an der schrägen Keilfläche das Gleitteil 5 sehr weit nach außen (links), bis der Spalt zwischen Fußstück (Steg 10a) und dem nächstgrößeren Schaftstück 21 überbrückt ist.

Es herrscht also bei verschiedenen Betriebszuständen bzw. bei allen möglichen Toleranzgestaltungen in jedem Fall ein Zustand, bei dem der äußere Schaft 21 an der Gleitfläche des Gleitteils 5 anliegt, und diese Situation ergibt sich aus der auf den Keil wirkenden Federkraft des Federtopfes 11. Eine Verschiebung des Gleitstücks infolge äußerer Krafteinwirkung wird durch den erfindungsgemäßen Aufbau des Gleitstückes ausgeschlossen. In 14 sind diese Kräfte nochmals durch Pfeile dargestellt.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist in der 15 gezeigt. Die Gleitstückanordnung entspricht hier der bisher gezeigten mit der Ausnahme, dass noch ein Verriegelungsbolzen 26 dargestellt ist, der aus dem Kopf eines Teleskopierzylinders heraus in einen Eingriff im Schubkeil 1 hineinragt. Es ist also in 15 die verriegelte Stellung gezeigt. Der Verriegelungsbolzen hat die Fase 29, die bei seinem Eingriff in den Schubkeil 1 bewirkt, dass dieser etwas nach oben angehoben wird. Die Stellschraube 28 ist lose. Durch das Anheben des Keils 1 mit den Verriegelungsbolzen bei dessen Eingriff, d.h. bei der Einriegelung wird das Gleitteil 5 teilweise aus der Kraftwirkung durch den Schubkeil 1 befreit und liegt nicht mehr unter Vorspannung am äußeren Schaftstück 21 an (Luftspalt 30).

Der Teleskopierzylinder muss daher weniger Kraft zum Teleskopieren aufbringen, und man erreicht eine Unabhängigkeit des gesamten Systems von den Toleranzen im äußeren Teleskopteil (Schaftstück). Weiterhin entfällt die Notwendigkeit, die Gleitstücke zu schmieren.

Bei dieser Ausführungsform ist es sinnvoll, auch den Eingriff im Schubkeil 1 mit einer zum Verriegelungsbolzen korrespondierenden Form zu versehen, also auch dort Fasen anzubringen.


Anspruch[de]
  1. Teleskopkranausleger-Gleitstück, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei zusammenwirkende Gleitstückteile (1, 5) aufweist, die gegeneinander vorgespannt und an einer Schrägfläche gegeneinander verschiebbar sind, so dass sich die Gesamtbreite des Gleitstücks je nach Lage der Gleitstückteile (1, 5) zueinander ändert.
  2. Gleitstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägfläche so ausgebildet ist, dass die Vorspannung entlang einer steilen Schrägfläche wirkt und die äußere aufzunehmende Kraft in Breitenrichtung auf eine flache Schrägfläche wirkt bzw. trifft.
  3. Gleitstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrägfläche durch die keilförmige Ausgestaltung mindestens eines der Gleitstückteile (1, 5) erzeugt wird.
  4. Gleitstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Schubkeil (1) und ein Gleitteil (5) aufweist, wobei durch die Positionierung des Schubkeils (1) gegenüber dem Gleitteil (5) eine Gleitfläche (6) des Gleitteils (5) verschoben werden kann.
  5. Teleskopkranausleger-Gleitstückanordnung mit einem Gleitstück gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitstück an einem inneren Teleskopteil, insbesondere am Fußstück (18) eines inneren Teleskopteils so angeordnet ist, dass ein äußeres Teleskopteil (21) an ihm gleiten kann.
  6. Gleitstückanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubkeil (1) des Gleitstücks über eine Vorspanneinrichtung (11) an dem inneren Teleskopteil befestigt ist, wobei mittels der Vorspanneinrichtung (11) die Position des Schubkeils (1) gegenüber dem verschieblich angeordneten Gleitteil (5) und damit auch die Position des Gleitteils (5) eingestellt wird.
  7. Gleitstückanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspanneinrichtung (11) eine Federspanneinrichtung, insbesondere eine Druckfederspanneinrichtung ist, die an einem Ende eine Befestigung (12) zur Fixierung an dem inneren Teleskopteil (18) und am anderen Ende ein Druckelement aufweist, das eine Druckkraft auf den Schubkeil (1) ausübt.
  8. Gleitstückanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubkeil (1) und das Gleitteil (5) in einer Aufnahme (19) im inneren Teleskopteil bewegbar und bewegungsgekoppelt angeordnet sind, so dass die Bewegung des Schubkeils (1) in einer ersten Richtung eine Bewegung des Gleitteils (5) in einer zweiten, hierzu im wesentlichen quer angeordneten Richtung bewirken kann, und umgekehrt.
  9. Gleitstückanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtung des Schubkeils (1) im Verhältnis zum Querschnitt des inneren Teleskopteils im wesentlichen vertikal und im wesentlichen tangential zum Teleskopteilumriss verläuft, und die Bewegungsrichtung des Gleitteils (5) eine im wesentlichen horizontale und im wesentlichen radial vom inneren Teleskopteil nach außen verlaufende Richtung ist.
  10. Gleitstückanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubkeil (1) und das Gleitteil (5) in einer Aufnahme (19) im inneren Teleskopteil (18) angeordnet sind und das Gleitteil (5) mit einem Abschnitt, der dessen Gleitfläche (6) umfasst, durch eine Öffnung in der Außenwandung des inneren Teleskopteils nach außen hervorsteht, wobei die Größe des Überstandes mit dem Positionsverhältnis zwischen Schubkeil (1) und Gleitstück (5) zusammenhängt.
  11. Gleitstückanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung durch eine Einstellvorrichtung an der Vorspanneinrichtung, insbesondere durch eine Stellvorrichtung für die Druckfeder-Grundlänge, einstellbar ist.
  12. Gleitstückeinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung so gewählt wird bzw. sich so einstellt, dass das Gleitstück (5) mit seiner Gleitfläche (6) durch die Kraft des Schubkeils (1) stets den Spalt zwischen dem Inneren und dem äußeren Teleskopteil überbrückt.
  13. Gleitstückanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubkeil (1) einen Angriff bzw. Eingriff für einen Verriegelungsbolzens (26) eines Teleskopierzylinders (27) aufweist, wobei der Angriff/Eingriff und/oder der Bolzen (26) derart ausgebildet sind, dass der Bolzen (26) beim Einriegeln in das innere Teleskopteil den Schubkeil (1) gegen die Vorspannung verschiebt und damit das Gleitteil (5) zumindest teilweise aus der Kraftwirkung durch den Schubkeil (1) befreit.
  14. Gleitstückanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Angriff/Eingriff des Schubkeils (1) und/oder der Bolzen (26) gefaste bzw. abgeschrägte zusammenwirkende Flächen aufweisen, welche beim Einriegeln die Verschiebung des Schubkeils (1) bewirken.
  15. Gleitstückanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubkeil (1) einen An- bzw. Eingriff mit einer Ziehvorrichtung bzw. Kopplungseinheit zur Stahlbauverriegelung aufweist, wobei die Zieh- bzw. Kopplungseinheit so ausgebildet wird, dass bei gezogener Stahlbauverriegelung der Schubkeil entgegen der Vorspannung verschoben wird, und damit das Gleitteil wenigstens teilweise aus der Kraftwirkung durch den Schubkeil befreit wird.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






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