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Dokumentenidentifikation DE102005006929A1 24.08.2006
Titel Gelierhilfe in Form von Portionierkörpern
Anmelder Bergerhoff, Klaus-Peter, 57589 Pracht, DE
Erfinder Bergerhoff, Klaus-Peter, 57589 Pracht, DE
Vertreter Bergerhoff, P., Dr., 57577 Hamm
DE-Anmeldedatum 16.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005006929
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse A23L 1/05(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Möglichkeit zur einfachen Herstellung von Gelierprodukten, vornehmlich im Haushalt + Handwerk (Gelees, Konfitüren, Marmeladen etc.).

Zur Herstellung von Gelee, zum Beispiel, muss eine vorbestimmte Menge von Fruchtsaft oder Früchten mit einem Geliermittel zusammengebracht werden, um ein Gelee, eine Konfitüre oder eine Marmelade herzustellen.

Handelsübliche Gelierhilfen sind:

  • 1. Kleinkristallin bzw. pulverförmige Geliermittel aus Pektinen und Säuerungsmitteln, die mit Süßungsmitteln versetzt werden und der die vorbestimmte Menge Saft bzw. Obst beizumischen ist.
  • 2. Sogenannter Gelierzucker: der Gelierzucker besteht aus Kristallzucker dem bereits das Geliermittel wie unter a) beigemischt wurde.

Die Herstellung von Gelee, Konfitüre oder Marmelade nach a) oder b) hat den Nachteil, dass der Hersteller (Hausfrau/Handwerker) die Zudosierung von Geliermitteln sehr genau vornehmen muss, vor allem, wenn abweichende Mengen (Gramm/Kg) an Saft oder Früchten vorrätig sind, als gemäß Rezeptur des Herstellers vorgeschrieben werden.

Weiterhin sind Anbrucheinheiten (Reste in Tüten, Beuteln) schlecht aufzubewahren und verlieren schnell ihre Gelierkraft. Der Gelierzucker gemäß b) wird durch Vermischen von Geliermitteln und Süßungsmitteln in vorgeschriebenem Verhältnis hergestellt und in den Handel gebracht.

Leider entmischt sich das Gemisch von Süßungsmitteln und Geliermittel nach der Abfüllung, durch den Transport vom Hersteller zum Verbraucher, so dass kein homogenes Mischverhältnis mehr vorhanden ist. Wenn der Verbraucher (Hausfrau/Handwerker) nur einen Teil der Gebinde (Tüte/Beutel) verwendet, führt die abweichende Rezeptur zu Missergebnissen und letztlich zur Kaufablehnung.

Einige Gelierzuckerhersteller versuchen die Geliermittel mit Feuchtigkeit (Wasser, Öl) an die Kristalle zu binden damit keine Entmischung eintreten soll.

Diese Verfahren sind aufwendig und benötigen besondere Packmittel, die gegen Feuchtigkeit (H2O) bzw. Öl (Lebensmittelecht) unempfindlich bzw. undurchlässig sind.

Der Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde:

  • 1. Jede beliebige Menge an Gelee aus Obst oder Früchten herstellen zu können, ohne aufwendige Wägevorgänge durchzuführen zu müssen, durch einfachste Zudosierung (zählen).
  • 2. Zu garantieren, dass die vorgesehene Rezeptur eingehalten werden kann ohne Entmischungsprozesse berücksichtigen zu müssen.
  • 3. Anbrucheinheiten problemlos zu lagern sind, wobei die Haltbarkeit des Geliermittels verlängert ist.
  • 4. Die Verpackung kostengünstiger ist und die Entsorgung problemloser.

Die Erfindung sieht vor, das Geliermittel mit einem Träger aus (Zucker/Zuckerersatzstoffen oder Stärke) rezeptgetreu zu vermischen und in Würfel-/Kugel- oder andere Körperformen zu bringen. Die Körper werden durch Schütten, Pressen oder Wärme bzw. Schütten und Pressen und Wärme geformt und in Standardverpackungen abgefüllt.

Das Geliermittel bleibt durch den Einschluss in den Körper rezepturgemäß erhalten.

Durch das Einformen in einen Körper kann der Anteil des Geliermittels zum Trägerstoff durch den Hersteller beliebig verändert werden, so dass z.B. ein Würfel, Kugel o.Ä. für eine Gewichtseinheit Saft oder Früchte steht. Es sind dadurch Kleinsteinheiten an Fertigprodukten herstellbar, sowie Produkte wie normalzuckerhaltig, zuckerreduziert und zuckerfrei (bis auf den in den Früchten bzw. Saft enthaltenen Fruchtzucker) mit Rezepttreue und Erfolgsgarantie.


Anspruch[de]
  1. Körper zur Herstellung von Gelee, Konfitüre, Marmelade (Würfel/Kugel/Eiform/Zylinder o.Ä.), hergestellt aus ein oder mehreren Komponenten zum Einschließen von Gelierhilfsmitteln.
  2. Körper zur Herstellung von Gelee, Konfitüre, Marmelade (Würfel/Kugel/Eiform/Zylinder o.Ä.), zum Portionieren von Gelierhilfsmittel, durch zählen, in die vorgegebene Gewichtseinheit Saft bzw. Frucht.
  3. Körper zur Herstellung von Gelee, Konfitüre, Marmelade (Würfel/Kugel/Eiform/Zylinder o.Ä.), die das Gelierhilfsmittel fest einschließen und damit eine Entmischung zuverlässig verhindert wird.
  4. Körper zur Herstellung von Gelee, Konfitüre, Marmelade (Würfel/Kugel/Eiform/Zylinder o.Ä.), bei dem die Haftung des Gelierhilfsmittels im Körper nicht durch produktfremde Beimischungen, wie z.B. Öl, erreicht wird und die Feuchte keine besonderen Verpackstoffe erforderlich macht.
  5. Körper zur Herstellung von Gelee, Konfitüre, Marmelade (Würfel/Kugel/Eiform/Zylinder o.Ä.), bei dem die Beimischung von Gelierhilfsmittel (Pektine/Säuerungsmittel etc.) variabel ist, damit es möglich wird, auch mit weniger Körpern pro Gewichtseinheit Saft oder Frucht die Rezepte gemäß Vorgabe zur Herstellung von Gelee, Konfitüre und Marmelade zu garantieren.

    Bekannte Mittel auf dem Markt mit eingeschlossenen Rezepturvorgaben sind: Suppenwürfel, Soßenwürfel, Kräuterbutter.
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