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Dokumentenidentifikation DE112004001924T5 24.08.2006
Titel Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel
Anmelder Kabushiki Kaisha Kawai Gakki Seisakusho, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Erfinder Yoshisue, Kenji, Hamamatsu, Shizuoka, JP;
Higasa, Hirotaka, Hamamatsu, Shizuoka, JP;
Kihara, Tsutomu, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 112004001924
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 13.10.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/JP2004/015064
WO-Veröffentlichungsnummer 2005036521
WO-Veröffentlichungsdatum 21.04.2005
Date of publication of WO application in German translation 24.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse G10C 3/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
Erfindungsfeld

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel, der einen Hammer nach oben drückt, nachdem der Hammer eine Saite angeschlagen hat, um sicherzustellen, dass eine Taste des Konzertflügels wiederholt betätigt werden kann.

Eine Mechanik für einen Konzertflügel einschließlich eines Repetitionsschenkels ist allgemein wie nachfolgend beschrieben aufgebaut. Die Mechanik eines Konzertflügels kann um ein hinteres Ende schwenken und umfasst ein Hebeglied, das an einem hinteren Teil einer Taste angeordnet ist, wobei ein Repetitionsschenkel und ein Stößer schwenkbar mit dem Hebeglied verbunden sind. Der Repetitionsschenkel ist an dem Hebeglied über einen gegabelten Schenkel-Montageteil des Hebeglieds verbunden. Der Repetitionsschenkel erstreckt sich in der Längsrichtung, und ein Hammer ist auf einer oberen Fläche des Repetitionsschenkels über eine Hammerrolle angeordnet. Das obere Ende des Stößers ist mit einem in dem Repetitionsschenkel ausgebildeten Stößer-Führungsloch verbunden und unterhalb der Hammerrolle gegenüber derselben angeordnet, wobei im losgelassenen Zustand der Taste dazwischen ein geringfügiger Abstand vorgesehen ist. Weiterhin werden der Repetitionsschenkel und der Stößer durch eine Repetitionsfeder in einer Rückführungsrichtung gedrückt. In dem losgelassenen Zustand der Taste ist der Stößer unter und gegenüber einer Stellpuppe angeordnet, wobei dazwischen ein geringfügiger Abstand vorgesehen ist.

Wenn bei dem oben beschriebenen Aufbau eine Taste gedrückt wird, wird das Hebeglied nach oben gedrückt, wodurch der Repetitionsschenkel und der Stößer zusammen mit dem Hebeglied nach oben geschwenkt werden. Bei dieser Schwenkbewegung drückt der Stößer den Hammer über die Hammerrolle nach oben. Wenn der Hammer in unmittelbare Nähe zu einer Position zum Anschlagen einer darüber gespannten Saite geschwenkt wird, wird der Stößer mit der Stellpuppe verbunden, um von der Hammerrolle gelöst zu werden. Dadurch wird der Hammer von der Mechanik und der Taste getrennt, sodass der Hammer die Saite in einem freien Drehungszustand anschlagen kann. Nachdem der Hammer die Saite angeschlagen hat, schwenkt der Hammer in der entgegen gesetzten Richtung.

Wenn dann die Taste losgelassen wird, wird der Repetitionsschenkel durch die Federkraft der Repetitionsfeder zurück geschwenkt, wobei der Hammer über die Hammerrolle rechtzeitig nach oben gedrückt wird, während die Taste zu einer vorbestimmten Höhe zurückgeführt wird. Der Stößer wird also durch die Federkraft der Repetitionsfeder zurück geschwenkt und unter der Hammerrolle positioniert, sodass ein folgendes Anschlagen der Saite zuverlässig durchgeführt werden kann, obwohl die Taste noch nicht vollständig zurückgeführt wurde. Dadurch wird ein wiederholtes Betätigen der Taste sichergestellt.

Aus den vorstehenden Erläuterungen wird deutlich, dass der Repetitionsschenkel eine Komponente ist, die den Hammer über die Hammerrolle nach oben drückt, nachdem der Hammer die Saite angeschlagen hat, um eine wiederholte Betätigung der Taste wie etwa bei einem Triller zu ermöglichen, bei dem dieselbe Taste mehrmals hintereinander betätigt wird. Herkömmlicherweise ist der Repetitionsschenkel wie die anderen Komponenten der Mechanik aus Holz ausgebildet. Die Verwendung von Holz ist vorteilhaft, weil dieses einfach erhältlich ist und hervorragend verarbeitet werden kann, wobei es zudem trotz seines geringen Gewichts sehr steif ist. Insbesondere muss der Repetitionsschenkel einerseits ein geringes Gewicht aufweisen, um eine leichte Schwenkbewegung in Reaktion auf das Loslassen der Taste zu ermöglichen, damit der Hammer innerhalb einer vorbestimmten Zeit nach oben gedrückt werden kann, und andererseits sehr steif sein, um ein starkes Verziehen des Repetitionsschenkels während des Hochdrückens des Hammers zu verhindern.

Ein herkömmlicher Repetitionsschenkel aus einem Kunstharz ist in der Patentliteratur 1 angegeben. Dieser Repetitionsschenkel ist aus einem ABS-Kunstharz usw. ausgebildet und weist eine leitende Beschichtung oder eine Metallschicht auf wenigstens einer Fläche auf, um eine elektrostatische Aufladung des Repetitionsschenkels zu verhindern.

Wie oben beschrieben wird Holz allgemein als Material für den herkömmlichen Repetitionsschenkel verwendet, weil Holz nicht nur leicht, sondern auch sehr steif ist. Weil Holz jedoch ein natürliches Material ist, ist es nicht homogen, sondern weist Variationen in der Steifigkeit und im Gewicht auf und neigt zu Verformungen wie etwa einem Verziehen oder Verdrehen aufgrund von Eigenspannungen. Weiterhin erfährt Holz große dimensionale Veränderungen aufgrund von Trockenheit oder Nässe, sodass eine relativ große Vergrößerung oder Verkleinerung des Repetitionsschenkels in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit auftreten kann. Dadurch verändert sich der Zwischenraum zwischen dem Stößer-Montageteil des Hebeglieds und dem Repetitionsschenkel, wodurch die Verbindung zwischen dem Repetitionsschenkel und dem Hebeglied gelockert oder angezogen wird. Die Verformung des Repetitionsschenkels und die Veränderung des Zwischenraums zwischen dem Stößer-Montageteil des Hebeglieds und dem Repetitionsschenkel können den Betrieb des Repetitionsschenkels instabil machen.

Wenn der Repetitionsschenkel dagegen wie in der Patentliteratur 1 angegeben aus einem ABS-Kunstharz ausgebildet ist, können die oben beschriebenen Probleme des Repetitionsschenkels aus Holz nicht auftreten, weil das ABS-Kunstharz eine hervorragende Formbeständigkeit und Dimensionsstabilität aufweist. Weiterhin ist der Repetitionsschenkel aus ABS-Kunstharz vorteilhaft, weil er mit hoher Präzision verarbeitet werden kann und die Materialkosten reduziert werden können. Weil jedoch das ABS-Kunstharz ein größeres spezifisches Gewicht aufweist als Holz, wird das Gewicht des Repetitionsschenkels erhöht, wodurch seine Bewegung verlangsamt wird. Weil das ABS-Kunstharz weiterhin weniger steif als Holz ist, verzieht sich der Repetitionsschenkel aus ABS-Kunstharz beim Hochdrücken des Hammers stark, wodurch eine Zeitverzögerung beim Hochdrücken des Hammers verursacht wird. Es gehen also die Vorteile des Repetitionsschenkels aus Holz verloren, wodurch die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung der Taste vermindert wird.

Die vorliegende Erfindung bezweckt, die oben beschriebenen Probleme zu lösen, wobei es eine Aufgabe der Erfindung ist, einen Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel anzugeben, der eine hervorragende Formbeständigkeit und Dimensionsstabilität aufweist und zudem ein geringes Gewicht und eine hohe Steifigkeit aufweist, damit wiederholte Betätigungen einer Taste stabil durchgeführt werden können und die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung der Taste verbessert wird.

Patentliteratur 1

Japanische offengelegte Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 2003-5740.

Beschreibung der Erfindung

Um die oben genannte Aufgabe zu lösen, gibt die Erfindung nach Anspruch 1 einen Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel an, der einen Hammers nach oben drückt, nachdem der Hammer eine Saite angeschlagen hat, wobei der Repetitionsschenkel ein gegossener Artikel aus einem thermoplastischen Kunstharz einschließlich von langen Fasern ist, wobei der gegossene Artikel durch einen Langfaserprozess gegossen wird.

Der oben genannte Langfaserprozess dient dazu, einen gegossenen Artikel durch das Spritzgießen eines Pellets zu erhalten, das faserige Verstärkungen derselben Länge enthält und mit einem thermoplastischen Kunstharz beschichtet ist. Gemäß diesem Langfaserprozess werden im Gegensatz zu dem Ausbilden eines Gussartikels durch das Spritzgießen eines Pellets, das einfach lange Fasern als Verstärkungen enthält, relativ lange Faserverstärkungen in dem Gussartikel vorgesehen. Der Repetitionsschenkel gemäß der vorliegenden Erfindung enthält also relativ lange Verstärkungs-Langfasern, sodass er eine sehr große Steifigkeit im Vergleich zu einem Repetitionsschenkel aufweisen kann, der nur aus einem Kunstharz wie etwa einem ABS-Kunstharz ausgebildet ist. Deshalb kann eine Steifigkeit erhalten werden, die nicht geringer als diejenige eines Repetitionsschenkels aus Holz ist. Daraus folgt, dass eine Ablenkung des Repetitionsschenkels beim Hochdrücken des Hammers nach dem Anschlagen der Saite unterdrückt werden kann, sodass der Repetitionsschenkel den Hammer innerhalb einer vorbestimmten Zeit nach oben drücken kann. Weil weiterhin der durch den Langfaserprozess ausgebildete Gussartikel eine ebenso hervorragende Formbeständigkeit und Dimensionsstabilität aufweist wie der Gussartikel aus einem einfachen Kunstharz, kann eine Verformung wie etwa ein Verziehen oder Verdrehen des Repetitionsschenkels und eine Vergrößerung oder eine Verkleinerung desselben aufgrund von Trockenheit oder Nässe auf viel kleinere Werte als bei einem Repetitionsschenkel aus Holz reduziert werden. Es kann also ein stabiler Betrieb des Repetitionsschenkels sichergestellt werden und damit die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung der Taste verbessert werden.

Die Erfindung nach Anspruch 2 gibt einen Repetitionsschenkel nach Anspruch 1 an, wobei die Langfasern eine Länge von nicht weniger als 0,5 mm aufweisen.

Weil bei dieser Konfiguration Verstärkungs-Langfasern mit einer Länge von nicht weniger als 0,5 mm in dem Gussartikel enthalten sind, kann eine sehr große Steifigkeit erhalten werden, wodurch eine für den Repetitionsschenkel erforderliche Steifigkeit sichergestellt wird.

Die Erfindung nach Anspruch 3 gibt einen Repetitionsschenkel nach Anspruch 1 oder 2 an, wobei die Langfasern Kohlenstofffasern sind.

Allgemein weisen Kohlenstofffasern eine höhere elektrische Leitfähigkeit auf als andere Verstärkungs-Langfaser wie etwa Glasfasern. Deshalb wird durch die Verwendung von Kohlenstofffasern als Verstärkungs-Langfasern die elektrische Leitfähigkeit des Repetitionsschenkels erhöht, wodurch eine durch die Reibung zwischen dem Repetitionsschenkel und den anderen Komponententeilen einschließlich des Hammers erzeugte statische Elektrizität zuverlässig abgeführt werden kann, sodass der Repetitionsschenkel nicht elektrostatisch aufgeladen wird. Dadurch kann das Haften von Staub an dem Repetitionsschenkel und in dessen Nachbarschaft unterdrückt werden, sodass ein hervorragender Betrieb und ein vorteilhaftes Aussehen des Repetitionsschenkels aufrechterhalten werden.

Die Erfindung nach Anspruch 4 gibt einen Repetitionsschenkel nach einem der Ansprüche 1 bis 3 an, wobei das thermoplastische Kunstharz ein ABS-Kunstharz ist.

Allgemein sind andere Komponententeile wie etwa eine Schenkelgarnierung für den Kontakt mit einer Abnickschraube an dem Repetitionsschenkel befestigt. Das ABS-Kunstharz weist eine relativ starke Haftung im Vergleich zu anderen thermoplastischen Kunstharzen auf, sodass durch die Verwendung von ABS-Kunstharz als thermoplastischem Kunstharz zum Ausbilden des Repetitionsschenkels die Schenkelgarnierung und die anderen Komponententeile einfach durch Bonden an dem Repetitionsschenkel befestigt werden können, wodurch die Montage des Repetitionsschenkels vereinfacht wird.

Die Erfindung nach Anspruch 5 gibt einen Repetitionsschenkel nach einem der Ansprüche 1 bis 4 an, wobei der Repetitionsschenkel einen Teil mit reduzierter Querschnittfläche aufweist, um das Gewicht zu reduzieren.

Weil bei dieser Konfiguration der Teil mit reduzierter Querschnittfläche zu einer Reduktion des Gewichts des Repetitionsschenkels beiträgt, kann das Gewicht des Repetitionsschenkels vermindert werden. Weil weiterhin der Repetitionsschenkel gemäß der Erfindung aufgrund der oben beschriebenen Verstärkungs-Langfasern eine größere Steifigkeit aufweist, kann die für den Repetitionsschenkel erforderliche Steifigkeit aufrechterhalten werden, obwohl die Querschnittfläche des Repetitionsschenkels durch den Teil mit reduzierten Querschnittfläche reduziert wird. Es kann also das Gewicht des Repetitionsschenkels maximal reduziert werden und gleichzeitig die erforderliche Steifigkeit aufrechterhalten werden, wodurch die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung der Taste verbessert wird. Weil der Repetitionsschenkel weiterhin durch Spritzgießen ausgebildet wird, kann der Teil mit reduzierter Querschnittfläche einfach und mit großer Genauigkeit während des Gießens des Repetitionsschenkels ausgebildet werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 zeigt Ansichten eines Repetitionsschenkels für einen Konzertflügel gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei (a) eine Draufsicht, (b) eine Seitenansicht und (c) eine Ansicht von unten ist.

2 ist eine Seitenansicht einer Mechanik für einen Konzertflügel mit dem Repetitionsschenkel von 1.

3 ist ein Kurvendiagramm, das das Ergebnis eines Steifigkeitstests zu dem Repetitionsschenkel in Bezug auf ein Vergleichsbeispiel zeigt.

4 ist eine vergrößerte Seitenansicht eines Teils A in 1(b) .

5 ist eine Querschnittansicht entlang der Linie V-V von 1(a).

Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung

Die Erfindung wird im Folgenden ausführlich mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben, die eine bevorzugte Ausführungsform zeigen. In der folgenden Beschreibung wird die dem Spieler zugewandte Seite eines Konzertflügels als „vorne" (rechts in 2) bezeichnet, während die dem Spieler abgewandte Seite als „hinten" bezeichnet wird. Weiterhin wird die Richtung, in der die Tasten 2 angeordnet sind, als Querrichtung bezeichnet.

Zuerst wird ein Repetitionsschenkel 4 mit Bezug auf 1 beschrieben. In der vorliegenden Ausführungsform wird der Repetitionsschenkel 4 durch eine gegossene Komponente aus einem thermoplastischen Kunstharz gebildet, das unter Verwendung eines Langfaserprozesses gegossen wird. Zum Beispiel wird der Repetitionsschenkel 4 durch ein Spritzgießen unter Verwendung eines unten beschriebenen Pellets erhalten. Das Pellet wird gebildet, indem ein Faserbündel aus Kohlenstofffasern, die durch die Anlegung einer vorbestimmten Zugkraft ausgerichtet wurden, mit beispielsweise einem ABS-Kunstharz beschichtet wird, das ein thermoplastisches Kunstharz mit einem gummiartigen Polymer aus einer Strangpressvorrichtung ist. Dadurch können die Kohlenstofffasern in dem geformten Pellet aufgenommen werden, ohne das Bündel aus Kohlenstofffasern beim Ausbilden des Pellets zu brechen, sodass Kohlenstofffasern mit einer dem Pellet entsprechenden Länge in dem Pellet enthalten sein können. In der vorliegenden Ausführungsform ist die Länge des Pellets auf 5 bis 15 mm gesetzt, sodass Kohlenstofffasern mit einer Länge von 0,5 bis 2 mm in dem durch das Spritzgießen unter Verwendung des Pellets ausgebildeten Repetitionsschenkel 4 enthalten sind.

Wie in 1 gezeigt, ist der Repetitionsschenkel 4 ein stabförmiges Glied, das sich in der Längsrichtung erstreckt und einstückig mit einem Hebeglied-Montageteil 41 in einem zentralen Teil, einem Hammerrollen-Drückteil 42 vor dem Hebeglied-Montageteil 41 und einem Schenkelpuppen-Montageteil 43 hinter dem Hebeglied-Montageteil 41 ausgebildet ist.

Der Hebeglied-Montageteil 41 weist einen rechteckigen Querschnitt mit einer im wesentlichen fixen Länge und Höhe auf, wobei ein Montageloch 44 zum Montieren des Repetitionsschenkels 4 an dem Hebeglied 3 (siehe 2) ausgebildet ist, um sich durch einen zentralen Teil des Hebeglied-Montageteils 41 in der Querrichtung zu erstrecken.

Der Hammerrollen-Drückteil 42 weist eine größere Breite auf als der Hebeglied-Montageteil 41. Die Breite des Hammerrollen-Drückteils 42 vergrößert sich nach vorne hin etwas, und die Breite der vorderen Hälfte des Hammerrollen-Drückteils 42 ist fixiert. Weiterhin ist die Höhe der hinteren Hälfte des Hammerrollen-Drückteils 42 gleich derjenigen des Hebeglied-Montageteils 41, wobei sich die obere Fläche der vorderen Hälfte derselben nach unten krümmt. Die vordere Hälfte des Hammerrollen-Drückteils 42 ist mit einem Stößer-Führungsloch 45 versehen, das sich vertikal durch denselben in der Längsrichtung erstreckt, wobei der vordere Endteil der oberen Fläche der vorderen Hälfte als ein Garnierungs-Montageteil 46 zum Montieren einer Schenkelgarnierung 39 (siehe 2) ausgebildet ist.

Wie in 4 gezeigt, ist die untere Fläche der vorderen Hälfte des Hammerrollen-Drückteils 42 eine Stufe höher als diejenige der hinteren Hälfte, sodass untere gestufte Teile 56 zwischen der vorderen Hälfte und der hinteren Hälfte ausgebildet sind. Weiterhin sind Vertiefungen 57 an entsprechenden Positionen in Nachbarschaft zu der Vorderseite der unteren gestuften Teile 56 ausgebildet. Die Vertiefungen 57 erstrecken sich vertikal entlang der gesamten Höhe in den entsprechenden linken und rechten Außenseitenflächen des Hammerrollen-Drückteils 42. Vordere und hintere Ränder jeder Vertiefung 47 bilden Markierungslinien 57a und 57a. Die Vertiefungen 57 und die Markierungslinien 57a weisen annähernd rechte Winkel zu der unteren Fläche des Hammerrollen-Drückteils 42 auf, wobei sich die Vorderfläche jedes unteren gestuften Teils 56 mit einem vorbestimmten kleinen Winkel relativ zu der assoziierten Markierungslinie 57a neigt. Die unteren gestuften Teile 56 und die Markierungslinien 57a werden als Bezug zum Einstellen der Winkelposition des Stößers 5 der Mechanik 1 in Bezug auf den Repetitionsschenkel 4 verwendet.

Weiterhin verjüngt sich die obere Fläche des Hammerrollen-Drückteils 42. Insbesondere verjüngen sich die linken und rechten oberen Ränder der linken und rechten Wandteile 45a und 45a, die das Stößer-Führungsloch 45 definieren, während des Gießens, um gerundete Teile 45b mit einem Radius von 0,2 bis 0,5 mm zu bilden.

Die hintere Hälfte des Hammerrollen-Drückteils 42 weist erste vertiefte Teile 49 (nur einer ist gezeigt) auf, die in entsprechenden linken und rechten Seitenflächen ausgebildet sind, um einen Teil mit reduzierter Querschnittfläche zu bilden, wobei die Peripherien 48 unvertieft bleiben. Insbesondere umfasst der erste vertiefte Teil 49 einen Teil 49a, dessen Tiefe von einer Position in Nachbarschaft zu dem Stößer-Führungsloch 45 nach hinten hin zunimmt, einen Teil 49b, dessen Tiefe von der unteren Peripherie 48 nach oben hin zunimmt, und einen Teil 49c mit einer fixen Tiefe. Der Garnierungs-Montageteil 46 weist einen dreieckigen Vorsprung 47 auf, der von einer unteren Fläche nach unten vorsteht, wobei zweite vertiefte Teile 50 (Teile mit reduzierter Querschnittfläche) in entsprechenden linken und rechten Hälften der unteren Fläche des dreieckigen Vorsprungs 47 ausgebildet sind und ein in der Querrichtung zentraler Teil keine Vertiefung aufweist. Weiterhin ist die untere Fläche des Hammerrollen-Vertiefungsteils 42 mit einer Vertiefung 52 versehen, mit der ein Ende einer Repetitionsfeder 6 (siehe 2) verbunden ist.

Weiterhin weist der Schenkelpuppen-Montageteil 43 annähernd dieselbe Breite wie das hintere Ende des Hammerrollen-Drückteils 42 und annähernd dieselbe Höhe wie der Hebeglied-Montageteil 41 auf. Weiterhin weist der Schenkelpuppen-Montageteil 43 eine untere Fläche auf, deren hinterer Endteil als eine Fläche ausgebildet ist, die sich nach hinten zu nach oben neigt, wobei ein Schraubloch 51 für die Montage einer Schenkelpuppe 23 (siehe 2) schräg durch den Schenkelpuppen-Montageteil 43 zwischen der sich neigenden Fläche und der oberen Fläche ausgebildet ist. Der Schenkelpuppen-Montageteil 43 weist dritte vertiefte Teile 54 (nur einer ist gezeigt) in entsprechenden linken und rechten Seitenflächen auf, um einen Teil mit reduzierter Querschnittfläche zu bilden, dessen Peripherien 53 unvertieft bleiben. Jeder der dritten vertieften Teile 54 weist eine vorbestimmte fixe Tiefe auf, mit Ausnahme eines geringfügig vertieften Teils um das Schraubloch 51 herum.

Im Folgenden wird die Anordnung der Mechanik 1 mit dem wie oben aufgebauten Repetitionsschenkel 4 mit Bezug auf 2 beschrieben. Eine Mechanik 1 ist für jede aus der Vielzahl von Tasten 2 (nur eine ist gezeigt) vorgesehen. Wie in 2 gezeigt, umfasst die Mechanik 1 das Hebeglied 3, das geschwenkt werden kann und sich in der Längsrichtung erstreckt, wobei der Repetitionsschenkel 4 und der Stößer 5 schwenkbar an dem Hebeglied 3 montiert sind. Die Mechanik 1 ist zwischen linken und rechten Klammern 21 und 21 (nur eine ist gezeigt) montiert. Die linken und rechten Klammern 21 und 21 sind starr an den entsprechenden linken und rechten Endteilen eines Klaviaturrahmens (nicht gezeigt) befestigt, in dem die assoziierten Tasten 2 platziert sind, und eine Hebegliedleiste 22 ist zwischen den Klammern 21 und 21 angeordnet. Das hintere Ende des Hebeglieds 3 ist schwenkbar an Hebegliedkapseln 24 montiert, die an der Hebegliedleiste 22 festgeschraubt sind. Jedes der Hebeglieder 3 ist über einen Hebegliedsattel 26 auf einer Auslösepuppe 25 angeordnet, die auf dem hinteren Teil der oberen Fläche der assoziierten Taste 2 vorgesehen ist.

Eine Hammerstielleiste 23 erstreckt sich zwischen der linken und der rechten Klammer 21 und 21. Eine große Anzahl von Stielkapseln 31 (nur eine ist gezeigt) sind über entsprechende Schrauben 38 starr an der Hammerstielleiste 23 befestigt, und jeder Hammer 30 wird schwenkbar durch eine entsprechende Stielkapsel 31 gehalten. Der Hammer 30 umfasst einen Hammerstiel 32, dessen vorderer Endteil schwenkbar an der entsprechenden Stielkapsel 31 montiert ist, und einen Hammerkopf 33, der an einem hinteren Ende des Hammerstiels 32 montiert ist. Eine zylindrische Hammerrolle 37 ist an der unteren Fläche des Hammerstiels 32 an einer vorbestimmten Position in Nachbarschaft zu dem vorderen Ende derselben befestigt. Weiterhin ist ein Fänger 10 auf dem hinteren Endteil der Taste 2 gegenüber der Rückseite des Hammers 30 vorgesehen.

Das Hebeglied 3 weist einen gegabelten und sich nach oben erstreckenden Schenkel-Montageteil 3a auf, wobei ein Filztuch (nicht gezeigt) mit jedem der Löcher (nicht gezeigt) in den entsprechenden gegabelten Teilen des Schenkel-Montageteils 3a angebracht ist. Zwischen den zwei Filztüchern erstreckt sich ein Stift 3b in der horizontalen Richtung. Der Repetitionsschenkel 4 ist über den Stift 3b, der in das Montageloch 44 eingesteckt ist, schwenkbar an dem Hebeglied 3 montiert, sodass der Hebeglied-Montageteil 41 mit dem Schenkel-Montageteil 3a verbunden ist. Eine Schenkelschraube 27 ist vertikal durch das Schraubloch 51 in dem hinteren Endteil des Repetitionsschenkels 4 derart geschraubt, dass die Schenkelschraube hinein- und herausgeschraubt werden kann. Die Schenkelpuppe 28 ist einstückig mit dem unteren Ende der Schenkelschraube 27 ausgebildet. Der Repetitionsschenkel 4 wird durch die Repetitionsfeder 6, die an dem Hebeglied 3 montiert und mit der Vertiefung 52 verbunden ist, in einer Rückführrichtung (gegen den Uhrzeigersinn in 2) gedrückt. Wenn sich die Taste 2 bei dieser Anordnung in einem losgelassenen Zustand befindet, wird der Repetitionsschenkel 4 in einem Zustand gehalten, der durch die Federkraft der Repetitionsfeder 6 zu einer Rückführseite geschwenkt ist, wobei die Schenkelpuppe 28 in Kontakt mit der oberen Fläche des Hebeglieds 3 gehalten wird. Der Winkel des Repetitionsschenkels 4 in dem losgelassenen Zustand der Taste kann durch Drehen der Schenkelschraube 27 eingestellt werden.

In Nachbarschaft zu dem Stößer-Führungsloch 45 des Repetitionsschenkels 4 ist der Hammer 30 über die Hammerrolle 37 auf der oberen Fläche des Repetitionsschenkels 4 angeordnet. Wie in 5 gezeigt, weist die Hammerrolle 37 eine Breite auf, die ungefähr gleich der der Distanz zwischen den äußeren Enden der entsprechenden Wandteile 45a und 45a des Stößer-Führungslochs 45 ist, sodass die Hammerrolle 37 derart auf die Wandteile 45a und 45a platziert werden kann, dass sie sich über die gesamte Breite des Stößer-Führungslochs 45 erstreckt. An der oberen Fläche des Garnierungs-Montageteils 46 ist die Schenkelgarnierung 39 gegenüber einer Abnickschraube 7 fixiert, die von unten in die Stielkapsel 31 geschraubt ist und hinein- und herausgeschraubt werden kann. Bei dieser Anordnung kann die Abnickschraube 7 gedreht werden, um die nach unten gerichtete Erstreckung und damit den Zeitpunkt einzustellen, zu dem der Repetitionsschenkel 4 über die Schenkelgarnierung 39 gegen die Abnickschraube 7 stößt.

Der Stößer 5 ist L-förmig ausgebildet und umfasst einen Hammerdrückteil 5a, der sich vertikal erstreckt und einen rechteckigen Querschnitt aufweist, und einen Stellpuppen-Stoßteil 5b, der sich hinter einem unteren Ende des Hammerdrückteils 5a und wesentlichen rechwinklig zu demselben erstreckt. Die Ecke des Stößers 5 ist mit dem vorderen Ende des Hebeglieds 3 verbunden. Ein oberes Ende des Hammerdrückteils 5a ist mit dem Stößer-Führungsloch 45 des Repetitionsschenkels 4 derart verbunden, dass sich das obere Ende des Hammerdrückteils 5a in der Längsrichtung bewegen kann. In dem losgelassenen Zustand der Taste ist das obere Ende des Hammerdrückteils 5a der Hammerrolle 37 gegenüber mit dazwischen einem geringfügigen Abstand angeordnet. Weiterhin wird der Stößer 5 durch die gegen den Repetitionsschenkel 4 drückende Repetitionsfeder 6 in einer Rückführrichtung (gegen den Uhrzeigersinn in 2) gedrückt.

Eine Stößerpuppenschraube 9 zum Einstellen der Winkelposition des Stößers 5 ist durch einen mittleren Teil des Hammerdrückteils 5a des Stößers 5 in der Längsrichtung derart geschraubt, dass sie hinein- und herausgeschraubt werden kann. Eine Stößerpuppe 12 ist einstückig mit einem Ende der Stößerpuppenschraube 9 ausgebildet. In dem losgelassenen Zustand der Taste stößt die Stößerpuppe 12 gegen einen Löffel 13, der von dem Hebeglied 3 nach oben steht. Indem also die Stößerpuppenschraube 9 gedreht wird, kann die Winkelposition des Stößers 5 in dem losgelassenen Zustand der Taste eingestellt werden.

Die Winkeleinstellung durch den Stößer 5 wird in Bezug auf die Markierungslinien 57a oder die unteren gestuften Teile 56 in dem Repetitionsschenkel 4 (siehe 4) vorgenommen. Insbesondere wenn die Markierungslinien 57a als Bezug verwendet werden, wird der Schnittpunkt zwischen der rückseitigen Markierungslinie 57a und der oberen Fläche des Repetitionsschenkels 4 auf einen Bezugspunkt B gesetzt und wird die Stößerpuppenschraube 9 gedreht, um eine Rückfläche 5c des Stößers 5 mit dem Bezugspunkt B auszurichten, wodurch der Stößer 5 zu einer vorbestimmten Winkelposition eingestellt wird. In diesem Zustand ist die Rückfläche 5c des Stößers 5 mit der Vorderfläche des unteren gestuften Teils 56 auf der Basis der Winkelbeziehung zwischen der Markierungslinie 57a und der Vorderfläche des unteren gestuften Teils 56 ausgerichtet. Indem also die unteren gestuften Teile 56 als Bezug verwendet werden und die Rückfläche 5c des Stößers 5 mit der Vorderfläche der unteren gestuften Teile 56 ausgerichtet wird, kann der Stößer 5 zu einer vorbestimmten Winkelposition eingestellt werden. Wie weiter oben beschrieben, kann die Winkelposition des Stößers 5 unter Verwendung der Markierungslinien 57a und der unteren gestuften Teile 56 eingestellt werden.

Weiterhin ist eine Einstellleiste 40 auf die untere Fläche der Hammerstielleiste 23 geschraubt. Eine Stellpuppe 8 zum Beschränken der nach oben gerichteten Schwenkbewegung des Stößer 5 ist in die untere Fläche der Einstellleiste 40 derart geschraubt, dass sie hinein- und herausgeschraubt werden kann, wobei sie dem vorderen Ende des Stellpuppen-Stoßteils 5b mit dazwischen einem vorbestimmten Abstand angeordnet ist.

Der Betrieb der Mechanik 1 mit dem oben beschriebenen Aufbau ist grundsätzlich der gleiche wie bei der weiter oben beschriebenen herkömmlichen Mechanik. Insbesondere wird bei einem Niederdrücken der Taste 2 aus dem losgelassenen Zustand von 2 das Hebeglied 3 über die Auslösepuppe 25 nach oben geschwenkt, wobei der Repetitionsschenkel 4 und der Stößer 5, die an dem Hebeglied 3 montiert sind, zusammen mit dem Hebeglied 3 nach oben geschwenkt werden. Durch diese Schwenkbewegung kommt der Repetitionsschenkel 4 über die Schenkelgarnierung 39 in einen Stoßkontakt mit der Abnickschraube 7, wobei der Stößer 5 gleichzeitig den Hammer 30 über die Hammerrolle 37 nach oben drückt, sodass der Hammer 30 nach oben schwenkt. Wenn dann der Hammer 30 in die unmittelbare Nachbarschaft zu einer Position zum Anschlagen der darüber gespannten Saite S schwenkt, wird der Stößer 5 mit der Stellpuppe 8 verbunden, wodurch der Stößer 5 von der Hammerrolle 37 gelöst wird. Dadurch wird der Hammer 30 von der Mechanik 1 und der Taste 2 getrennt, um die Saite S in einem freien Drehungszustand anzuschlagen.

Nach dem Anschlagen der Saite S schwenkt der Hammer 30 in der entgegen gesetzten Richtung zurück und wird durch den Fänger 10 gestoppt. Wenn dann die Taste 2 losgelassen wird, wird der Hammer 30 von dem Fänger 10 gelöst, wobei sich der Repetitionsschenkel 4 rechtzeitig, während die Taste 2 zu einer vorbestimmten Höhe zurückehrt, durch die Federkraft der Repetitionsfeder 6 von der Abnickschraube 7 wegbewegt und um das Hebeglied 3 geschwenkt wird, um den Hammer 30 über die Hammerrolle 37 nach oben zu drücken. Der Stößer 5 wird also durch die Federkraft der Repetitionsfeder 6 zurück zu der Position unter der Hammerrolle 37 bewegt, sodass ein folgendes Anschlagen der Saite auch dann zuverlässig durchgeführt werden kann, wenn die Taste 2 noch nicht vollständig zurückgekehrt ist, um die Fähigkeit zu einem wiederholten Betätigen der Taste sicherzustellen.

Weil wie oben beschrieben gemäß der vorliegenden Ausführungsform der Repetitionsschenkel 4 ein Gussartikel aus ABS-Kunstharz ist, der unter Verwendung eines Langfaserprozesses ausgebildet wird und relativ lange Kohlenstofffasern mit einer Länge von 0,5 bis 2 mm als Verstärkungs-Langfasern aufweist, kann eine sehr große Steifigkeit erhalten werden, die nicht geringer als diejenige eines Repetitionsschenkels aus Holz ist. Daraus resultiert, dass eine Ablenkung des Repetitionsschenkels 4 während des Hochdrückens des Hammers 30 nach dem Anschlagen der Saite unterdrückt werden kann, wodurch der Repetitionsschenkel 4 den Hammer 30 innerhalb einer vorbestimmten Zeit nach oben drücken kann. Weil der unter Verwendung des Langfaserprozesses ausgebildete Gussartikel aus ABS-Kunstharz weiterhin eine ebenso hervorragende Formbeständigkeit und Dimensionsstabilität aufweist wie ein Gussartikel aus einem einfachen Kunstharz, können eine Verformung wie etwa ein Verziehen oder Verdrehen des Repetitionsschenkels 4 und eine Vergrößerung oder Verkleinerung desselben aufgrund von Trockenheit oder Nässe auf viel kleinere Werte reduziert werden als bei einem Repetitionsschenkel aus Holz. Es kann also ein stabiler Betrieb des Repetitionsschenkels 4 sichergestellt werden und es kann die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung der Taste verbessert werden.

Weil weiterhin gemäß der vorliegenden Erfindung Kohlenstofffasern als Verstärkungs-Langfasern in dem Repetitionsschenkel 4 verwendet werden, kann die elektrische Leitfähigkeit des Repetitionsschenkels erhöht werden, um die durch die Reibung zwischen dem Repetitionsschenkel 4 und anderen Komponententeilen einschließlich des Hammers 30 erzeugte statische Elektrizität zuverlässig abzuführen, um eine elektrostatische Aufladung des Repetitionsschenkels 4 zu verhindern. Dadurch kann das Haften von Staub an dem Repetitionsschenkel 4 und dessen Nachbarschaft verhindert werden, sodass ein hervorragender Betrieb und ein vorteilhaftes Aussehen des Repetitionsschenkels aufrechterhalten werden.

Weil weiterhin in der vorliegenden Ausführungsform das ABS-Kunstharz, das eine relativ hohe Haftung aufweist, als thermoplastisches Kunstharz zum Ausbilden des Repetitionsschenkels 4 verwendet wird, können die Schenkelgarnierung 39, die Filztücher und andere Komponententeile einfach an dem Repetitionsschenkel 4 durch Bonden befestigt werden, wodurch die Montage des Repetitionsschenkels 4 vereinfacht wird.

3 zeigt die Resultate eines Tests, der durchgeführt wurde, um die Effekte zur Verstärkung der Steifigkeit des Repetitionsschenkels gemäß der vorliegenden Ausführungsform in Bezug auf ein Vergleichsbeispiel zu bestätigen. Der Repetitionsschenkel des Vergleichsbeispiels ist aus Holz (Weißbuche) ausgebildet, wobei die vorliegende Ausführungsform und das Vergleichsbeispiel gleiche Größen und Formen aufweisen. In dem Test wurde in einem Zustand, in dem die gegenüberliegenden Enden jedes Repetitionsschenkels festgehalten wurde, die Verschiebung des Repetitionsschenkels gemessen, während eine Last von oben auf einen zentralen Teil desselben ausgeübt wurde. Anschließend wurde die Steifigkeit des Repetitionsschenkels auf der Basis der Beziehung zwischen der Last und der gemessenen Verschiebung berechnet. Es wurde eine gleiche Anzahl von Proben der Ausführungsform und des Vergleichsbeispiels vorbereitet. 3 zeigt die Beziehungen zwischen den entsprechenden durchschnittlichen Lasten und den durchschnittlichen Verschiebungen der Ausführungsform und des Vergleichsbeispiels.

Wie in 3 gezeigt, konnte durch das Testergebnis bestätigt werden, dass die Steifigkeit des Repetitionsschenkels gemäß der vorliegenden Ausführungsform um ungefähr 13% gegenüber dem Vergleichsbeispiel erhöht wurde, sodass also der Repetitionsschenkel der vorliegenden Ausführungsform eine beträchtlich höhere Steifigkeit aufweist als der Repetitionsschenkel aus Holz. Weiterhin konnte bestätigt werden, dass die Variation in der Steifigkeit der verschiedenen Proben bei der vorliegenden Ausführungsform kleiner ist. Bei gleicher Größe und Form des Repetitionsschenkels kann also im Vergleich zu einem Repetitionsschenkel aus Holz eine beträchtlich größere Steifigkeit erhalten werden, wenn das Material der vorliegenden Ausführungsform verwendet wird. Wenn die oben beschriebenen ersten bis dritten vertieften Teile 49, 50 und 54 (Teile mit reduzierter Querschnittfläche) in dem Repetitionsschenkel ausgebildet werden, kann das Gewicht des Repetitionsschenkels 4 maximal reduziert werden, wobei gleichzeitig eine Steifigkeit erhalten wird, die derjenigen des herkömmlichen Repetitionsschenkels aus Holz ohne derartige Teile mit reduzierter Querschnittfläche entspricht, wodurch die Fähigkeit zur Wiederholten Betätigung der Taste verbessert wird.

Weil sich weiterhin die Wandteile 45a des Stößer-Führungslochs 45 des Repetitionsschenkels 4 verjüngen und die Hammerrolle 37 des Hammers 30 auf den Wandteilen 45a angeordnet ist, ist die Kontaktfläche zwischen dem Repetitionshebel 4 und der Hammerrolle 37 reduziert, wodurch der Reibungswiderstand und damit die statische Last für die Taste reduziert werden kann. Es konnte außerdem durch einen Test bestätigt werden, dass die statische Last für die Taste um 1 g auf 3 g reduziert wurde.

Es ist zu beachten, dass die vorliegende Erfindung keineswegs auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt ist, sondern auf verschiedene Weise realisiert werden kann. Zum Beispiel wird in der Ausführungsform ABS-Kunstharz als thermoplastisches Kunstharz verwendet und werden Kohlenstofffasern als Verstärkungs-Langfasern verwendet, wobei jedoch auch andere geeignete Materialien verwendet werden können. Zum Beispiel können auch Glasfasern als Verstärkungsfasern verwendet werden. Weiterhin sind in der Ausführungsform die ersten bis dritten Verstärkungsteile 49, 50 und 54 als Teile mit reduzierter Querschnittfläche ausgebildet, um das Gewicht des Repetitionsschenkels zu reduzieren, wobei jedoch, wenn eine höhere Steifigkeit angestrebt wird, diese Teile mit reduzierter Querschnittfläche auch weggelassen werden können. Weiterhin wird die vorliegende Erfindung in der Ausführungsform auf einen Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel angewendet, wobei sie jedoch auch für einen Repetitionsschenkel in einem elektronischen Klavier oder in einem automatischen Klavier angewendet werden kann. Es ist weiterhin zu beachten, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen vorgenommen werden können, ohne dass deshalb der Erfindungsumfang verlassen wird.

Industrielle Anwendbarkeit

Wie oben beschrieben, gibt die vorliegende Erfindung einen Repetitionsschenkel für eine wiederholte Betätigung einer Taste in einem Konzertflügel an, mit dem die erforderlichen Operationen stabil durchgeführt werden können, wobei die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung der Taste verbessert ist.

Zusammenfassung

Es wird ein Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel angegeben, der eine hervorragende Formbeständigkeit und Dimensionsstabilität und zudem ein geringes Gewicht und eine hohe Steifigkeit aufweist, sodass erforderliche Operationen stabil durchgeführt werden können und die Fähigkeit zu einer wiederholten Betätigung einer Taste verbessert wird. Ein Repetitionsschenkel 4 für einen Konzertflügel, der einen Hammer 30 nach oben drückt, nachdem der Hammer eine Saite angeschlagen hat, wird durch einen Gussartikel aus einem thermoplastischen Kunstharz einschließlich von verstärkenden Langfasern gebildet, wobei der gegossene Artikel durch einen Langfaserprozess gegossen wird. Der Repetitionsschenkel 4 weist Teile 49, 50 und 54 mit reduzierter Querschnittfläche auf, um das Gewicht zu reduzieren. Die verstärkenden Langfasern sind Kohlenstofffasern, und das thermoplastische Kunstharz ist ein ABS-Kunstharz.


Anspruch[de]
  1. Repetitionsschenkel für einen Konzertflügel, der einen Hammer nach oben drückt, nachdem der Hammer eine Saite angeschlagen hat, wobei der Repetitionshebel ein Gussartikel aus einem thermoplastischen Kunstharz einschließlich von verstärkenden Langfasern ist, wobei der Gussartikel durch einen Langfaserprozess gegossen wird.
  2. Repetitionsschenkel nach Anspruch 1, wobei die Langfasern eine Länge aufweisen, die nicht kürzer als 0,5 mm ist.
  3. Repetitionsschenkel nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Langfasern Kohlenstofffasern sind.
  4. Repetitionsschenkel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das thermoplastische Kunstharz ein ABS-Kunstharz ist.
  5. Repetitionsschenkel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Repetitionsschenkel einen Teil mit reduzierter Querschnittfläche aufweist, um das Gewicht zu reduzieren.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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