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Dokumentenidentifikation DE60208162T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001365933
Titel FAHRZEUGKÜHLUNGSANORDNUNG
Anmelder Gibbs Technologies Ltd., Nuneaton, Warwickshire, GB;
Gibbs International Technologies Ltd., Road Town, Tortola, VG
Erfinder GIBBS, Alan Timothy, London SW11 4DL, GB
Vertreter Kuhnen & Wacker Patent- und Rechtsanwaltsbüro, 85354 Freising
DE-Aktenzeichen 60208162
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.02.2002
EP-Aktenzeichen 027014240
WO-Anmeldetag 28.02.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/GB02/00826
WO-Veröffentlichungsnummer 2002070289
WO-Veröffentlichungsdatum 12.09.2002
EP-Offenlegungsdatum 03.12.2003
EP date of grant 21.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B60F 3/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60K 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F01P 3/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Kühlungsanordnungen für Amphibienfahrzeuge.

Über viele Jahre hinweg ist die Bauweise von straßentauglichen Fahrzeugen weiterentwickelt worden, so daß die Mehrheit der Hersteller bezüglich einer optimierten Anordnung der verschiedenen Hauptkomponenten, zumindest im Rahmen verschiedener Fahrzeugklassen, z. B. Personenkraftfahrzeuge oder Lastkraftwagen, zu einer Einigung gelangt ist. In jedem Falle ist der Motor normalerweise an der Fahrzeugfront angebracht und wird mit Wasser gekühlt.

Zwar mag es für Hersteller von Amphibienfahrzeugen zweckdienlich und kostengünstig sein, Fahrzeugbauteile von straßentauglichen Fahrzeugen an ihre Produkte anzupassen; doch sind bei der Konstruktion unterschiedliche Einschränkungen bezüglich des Einsatzes auf dem Wasser als Faktor zu berücksichtigen.

Die nächstliegende Position für einen Motorkühler in einem straßentauglichen Fahrzeug befindet sich an der Frontseite des Fahrzeugs, wo ein Kühlluftstrom ohne weiteres zu erhalten ist. Wenn der Motor an der Frontseite angebracht ist, kann zudem für einen Kühlmittelstrom vom Motor zum Kühler und umgekehrt ohne weiteres gesorgt werden. Eine Kühlluftöffnung ist vorgesehen, deren Fläche typischerweise eine Kompromißlösung zwischen einer Luftströmungskapazität einerseits und einem durch die Luftbewegung durch den Kühler erzeugten, aerodynamischen Strömungswiderstand, sowie einem dort hindurch führenden Kühlkanal andererseits darstellt. Es ist ein Kühlgebläse vorgesehen, das normalerweise von der Motorkurbelwelle angetrieben wird, wenn der Motor entlang der vorderen und hinteren Hauptachse des Fahrzeugs angebracht ist, aber normalerweise elektrisch angetrieben wird, wenn der Motor in Querrichtung angebracht ist.

Für ein Amphibienfahrzeug gelten jedoch andere Beschränkungen. Es werden nun drei beispielhafte Lösungsansätze aus dem Stand der Technik unter Bezugnahme auf die beigefügten 1 bis 4 angeführt.

Bei der Konstruktion des französischen Hobbycar (1 und 2) wurde ein an der Front angebrachter Kühler 1 verwendet, der in einem Kühlkanal 2 mit einem Einlaß 3 und Auslässen 4 an jeder Fahrzeugseite positioniert ist. Diese Anordnung ermöglichte die Verwendung von Luft, die den Kühler an Land kühlt, und von Luft und Wasser, die den Kühler zu Wasser kühlt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß diese Anordnung aus folgenden Gründen nur für geringe Geschwindigkeiten zu Wasser geeignet ist. Der Kühler ist einer mechanischen Beschädigung nicht nur durch Kollisionen mit fremden Objekten ausgesetzt, sondern auch weil die Anordnung und die Verrippung des Kühlers nur dafür ausgelegt sind, daß Luft über ihn hinweg bzw. durch ihn hindurch strömen kann. Angesichts der größeren Dichte von Wassers im Verhältnis zu Luft, könnte dadurch, daß das Wasser mit 15 Knoten (28 km/h) oder mehr durch einen Fahrzeugkühler bewegt wird, ein Zusammenbruch der Kühlerstruktur herbeigeführt werden. Zudem setzt die Befestigung des Kühlers an der Frontseite des Hobbycar lange Wasserleitungen oder -schläuche voraus, um den Kühler mit dem mittig angebrachten Motor zu verbinden.

Rorabaugh und Costa (US-Patent 5,755,173) schlagen eine Anordnung vor, bei der der Kühler in einem Spoiler angebracht ist, der über dem Hinterdeck eines Amphibienfahrzeugs angebracht ist. Diese Anordnung setzt voraus, daß in der Konstruktion des Fahrzeugs ein Spoiler enthalten ist, der vom ästhetischen Standpunkt aus betrachtet nicht ansehnlich ist und, wie bei der Hobbycar-Konstruktion, längere Rohrleitungen erfordert. Es gestaltet sich zudem schwierig, eine Kühlluftströmung durch einen solchen horizontal angebrachten Kühler zu ermöglichen.

Bei dem Militäramphibienfahrzeug (3 und 4) von Alvis Stormer wurde ein an der Front angebrachter Kühler 5 verwendet, der in einem abfallenden Vorderdeck 6 angebracht ist, wobei ein Gebläse 8 auf einer Innentrennwand 7 angebracht ist. Durch das Deck 6 und den Kühler 5 und dann durch die Trennwand 7 wurde Luft eingesogen und durch das Deck 9 über den Motor 10 ausgelassen. Bei dieser Anordnung ist das Gebläse unglücklicherweise entfernt vom Kühlergrill angebracht, was sich als ineffizient erweist. Es ist zudem zu beachten, daß die von dem Kühler 5 abgeführte Wärme zusammen mit der vom Motor 10 und dem Abgassystem 11 erzeugten Wärme dazu neigt, für den Fahrer, der den Sitz bei Position 12 entlang dem Motor 12 einnimmt, eine unangenehm warme Umgebung zu erzeugen. In einem Militärfahrzeug mag dies zwar annehmbar erscheinen, aber in einem auf den Freizeitmarkt ausgerichteten Fahrzeug wäre dies nicht tragbar.

Das Abgassystem eines straßentauglichen Fahrzeugs ist im allgemeinen unterhalb des Fahrzeugs angebracht, wobei eine Katalysator (wenn ein solcher eingebaut ist) so nah wie möglich am/an den Auspuffkrümmer/n angebracht ist, um ein schnellstmögliches "Light-Off" (Anspringen oder Anlassen des Katalysators) zu ermöglichen, bei dem die bei einem Kaltstart auftretenden Schadstoffemissionen minimiert werden. Der Katalysator ist so konzipiert, daß er heißlaufen kann, jedoch wird der Rest des Abgassystems bei kühleren Temperaturen betrieben; so daß der allerhinterste Schalldämpfer in einem straßentauglichen Fahrzeug fast immer als erstes zu korrodieren beginnt, da er kaum eine Temperatur erreicht, die hoch genug ist, um das sich darin ansammelnde, säurehaltige Wasser zu verdampfen.

Da das Abgassystem einen straßentauglichen Fahrzeugs unterhalb des Autos ansetzt, wird es während des Fahrbetriebs des Fahrzeugs wirksam gekühlt, obwohl Fälle von Katalysatoren bekannt geworden sind, die während des Leerlaufbetriebs in Verkehrsstaus überhitzten.

Für ein Amphibienfahrzeug gibt es bezüglich der Positionierung des Abgassystems unterschiedliche Beschränkungen: Der/die Auspuffkrümmer sollten zweifelsohne über dem Wasserpegel angeordnet sein, um sicherzustellen, daß kein Wasser in das Endrohr eingesogen wird, was zu einem Motorschaden und einem Stillstand des Fahrzeugs führen kann. Da das Fahrzeug auch in Salzwasser betrieben werden kann, ist es äußerst wünschenswert, das Abgassystem so weit wie möglich vor Wasser zu schützen, das über die Bauteile des Abgassystems spritzt. Man hat beispielsweise im Rahmen der Erforschung neuer Ölvorkommen festgestellt, daß eine Korrosion in ihrer Wirkung am stärksten an der "Spritzzone" ist, wo die Metallkomponenten weder ständig in das Wasser eingetaucht noch ständig der Luft ausgesetzt sind, sondern zwischen Trocken- und Naßzuständen abwechseln.

Eine weitere negative Auswirkung von Wasser, mit dem ein Abgassystem bespritzt wird, ist, daß die Bauteile des Systems Temperaturextremen und an bestimmten Stellen einer Abschreckung ausgesetzt sein können, was zu Rißbildung und vorzeitiger Zerstörung der Bauteile führt.

Der Abgasschalldämpfer (12, 6) befindet sich beim Hobbycar in einem dafür vorgesehenen Raum im hinteren Bereich des Fahrzeugs (Austritt 14, 5). Dabei handelt es sich zwar um eine gute Anordnung für ein mit niedriger Geschwindigkeit betriebenes Amphibienfahrzeug, gibt jedoch für ein mit höheren Geschwindigkeiten betriebenes Amphibienfahrzeug auch Anlaß zur Sorge im Hinblick auf die Effizienz des Abgassystems. Da die umgebenden Karosseriewandbleche aus einem Verbundkunststoffmaterial gefertigt sind, können sie durch die heißen Abgase beschädigt werden.

Das Alvis-Stormer-Fahrzeug wurde mit einem seitlichen Abgasaustritt ausgestattet (4). Diese Anordnung ist bei einer heutigen Konstruktion vom Gesundheits- und Sicherheitsstandpunkt aus betrachtet ungeeignet, da die Abgase vom Fahrzeug aus zu den Fußgängern auf den angrenzenden Gehwegen geleitet würden. Bei Rorabaugh und Costa ist keine Abgasanordnung offenbart, doch ist noch eine weitere Konstruktion für eine Kühlungsanordnung von de Blanc (US-A-4,607,562) bekannt.

Wassergekühlte Abgassysteme sind bei Booten bekannt; doch sind diese schwer und funktionieren zu Lande nicht, es sei denn, sie sind mit einem zusätzlichen Kühlmittel versehen; das zu einem weiteren Anstieg des Gewichts beiträgt.

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die vorgenannten Nachteile zu überwinden.

Gemäß der Erfindung wird ein Amphibienfahrzeug mit den Merkmalen nach Anspruch 1 geschaffen.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung ist, daß die Motorwärme von den Fahrer- und Fahrgastbereichen ferngehalten wird; und daß ein Großteil des Wassers, häufig Meerwasser, von dem/den Kühler/n und dem/den Abgasschalldämpfer/n ferngehalten werden kann; und daß Luft wirksam durch die/den Kühler bewegt wird, um den/die Abgasschalldämpfer zu kühlen; wodurch ermöglicht wird, daß die Abgase zur Hinterseite des Fahrzeugs abgelassen werden.

Die Verwendung eines in Querrichtung, an der Frontseite angebrachten Antriebsstrangs eines typischen Familienautos erweist sich als für den Antrieb der Vorderräder von Amphibienfahrzeugen zweckdienlich; insbesondere da passenderweise auch das dazugehörige Lenkgetriebe verwendet werden kann. Eine solche Umsetzung hat jedoch auch ihre Nachteile, was nach einer weiteren Überlegung hinsichtlich der Bauweise und des Verwendungszwecks des Amphibienfahrzeugs offenbar wird.

Um einen spürbaren Durchbruch auf dem potentiellen Freizeitsektor für Amphibienfahrzeuge zu erreichen, ist es notwendig, einen Betrieb mit beträchtlicher Geschwindigkeit auf dem Wasser anbieten zu können. Wenn das Amphibienfahrzeug zu einem Gleitbetrieb in der Lage ist, bei dem das Fahrzeug im wesentlichen über das Wasser, und nicht durch das Wasser fährt, kann es zu Geschwindigkeiten auf dem Wasser von 15 Knoten (28 km/h) oder mehr in der Lage sein. Zu diesem Zweck sollte das Gewicht des Motors eher auf die Rückseite des Fahrzeugs verlagert sein, um dazu beizutragen, daß das Fahrzeug auf dem Wasser eine Haltung einnehmen kann, bei der sein Heck nach unten neigt, was für den Start und die Beibehaltung eines Gleitbetriebs notwendig ist.

Wenn der Motor am äußersten Ende des Fahrzeugs plaziert ist, kann es sich schwierig gestalten, die Nebenaggregate des Motors und den Bootsantrieb angesichts des zur Verfügung stehenden, beschränkten Raums unterzubringen; und außerdem sicherzustellen, daß Motorsysteme wie der Verbrennungslufteinlaß, das Zündsystem und das Motormanagementsystem trocken gehalten werden.

Die Antriebsstränge für den Vorderradantrieb weisen im allgemeinen Antriebswellen auf, die hinter dem Motorblock angeordnet sind. Wenn ein solcher Antriebsstrang hinter den Hinterrädern des Fahrzeugs angebracht ist, muß, bei dessen ursprünglicher Ausrichtung, ein Antrieb von den Antriebswellen nach vorne zu den Rädern, vorbei am Motor, übertragen werden. Diese Lösung wäre aber zu kostspielig und aufwendig.

Hilfsweise könnte der Antriebsstrang umgekehrt werden, wobei sich das Getriebe vor dem Motor befindet, dann wären aber zusätzliche Zahnräder erforderlich, um die Drehrichtung der Halbwellen umzukehren. Daher ist es zweckdienlich, den Antriebsstrang vor der Hinterachse zu anzubringen. Dies hat auch einen Vorteil bei der Vermarktung, da das Fahrzeug als Sportwagen mit Mittelmotor zur Straßennutzung vermarktet werden kann. Ein im Heck angebrachter Motor kann jedoch auch eine durchführbare Alternative darstellen.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:

1 eine perspektivische Ansicht der Front des bekannten "Hobbycar"-Amphibienfahrzeugs ist;

2 eine ähnliche Ansicht des Fahrzeugs, das in 1 gezeigt ist, jedoch ohne die äußere Karosserie;

3 eine schematische Seitenschnittansicht des bekannten Amphibienfahrzeugs nach Alvis Stromer;

4 eine schematische, im Schnitt erstellte Draufsicht auf das Fahrzeug von 3;

5 eine perspektivische Hinteransicht des Fahrzeugs von 1;

6 eine perspektivische Hinteransicht des Fahrzeugs von 1 ohne die äußere Karosserie, und

7 eine schematische, im Schnitt erstellte Seitenansicht des Amphibienfahrzeugs gemäß der Erfindung.

Unter Bezugnahme auf 7 ist der Motor 101 des Amphibienfahrzeugs 100 in einem Motorraum 102 angeordnet. Das Motor wird durch einen Kühler 103 gekühlt, der in einem Kühlungsraum 104 angebracht ist, der gesondert zum Motorraum und von diesem abgedichtet ist. In diesem Fall handelt es sich bei dem Fahrzeug um ein Fahrzeug mit Mittelmotor, so daß der Kühlungsraum an der Fahrzeugkarosserie hinten oben angeordnet ist.

Der Kühler wird durch einen oder mehrere Gebläse 105 gekühlt. Die/das Gebläse kann elektrisch, hydraulisch oder durch eine mechanische Antriebseinrichtung vom Motor oder einer anderen Stelle im Antriebsstrang aus, je nach mechanischer Zweckmäßigkeit, angetrieben werden. Die Kühlluft wird durch den Kühler 103 mit Hilfe der/des Gebläse/s in den Kühlungsraum 104 gesogen, und nach dem Kühler durch eine Öffnung 106 ausgestoßen. Die Kühlluft gelangt auf ihrem Weg zur Öffnung 106 über (einen) Abgasschalldämpfer 107, wodurch sie auf ihrem Weg dazu beiträgt, die Schalldämpfer zu kühlen. Wenn dies auch unlogisch erscheinen mag, wird darauf hingewiesen, daß die Kühlmitteltemperatur des Kühlers im wesentlichen auf den Siedepunkt des Kühlmittels unter einem Druck von etwa 120 Grad (248 Grad Fahrenheit) beschränkt ist. Über diesen Punkt hinaus wird das Kühlsystem funktionsunfähig. Im Gegensatz dazu unterliegt die Temperatur des Abgassystems keiner solchen Beschränkung. Somit kann sogar die Umgebungsluft, die durch ihre Bewegung durch den Kühler erwärmt worden ist, immer noch zum Abkühlen des Abgases verwendet werden. Um eine ausreichende Kühlungs- bzw. Abgasschalldämpfungsfähigkeit bereitzustellen, sind mehr als ein Kühlmittelkühler und mehr als ein Abgasschalldämpfer erforderlich.

Um das Zündsystem des Motors vor eindringendem Wasser zu schützen, sind die Öffnungen 108 und 110, durch die die Kühlmittelschläuche 109 bzw. Abgasrohr(e) 111 aus dem Motorraum austreten, mit Dichtungen 112 und 113 aus einer Metall -und Gummizusammensetzung abgeschlossen. Diese sind beispielsweise aus dem Amphicar-Amphibienfahrzeug bekannt, und gehören nicht zur Erfindung. Da die Temperaturen der Kühlmittelschläuche 109 niedriger sind als die der Abgasleitung/en 111, können die Dichtungen 112 einfach aus Gummi gefertigt sein.

Die Befestigung des Kühlers 103, des Gebläses 105 und der Abgasschalldämpfer 107 erfolgt mittels herkömmlicher Halterungen und elastischer Befestigungselemente, die bereits in der Kfz-Technik bekannt sind. Diese Befestigungselemente bilden keinen spezifischen Teil der Erfindung aus.

Die/der Katalysator/en des Motors (nicht gezeigt) sollte/n bevorzugterweise innerhalb des Motorraums 102 angebracht sein. Die Katalysatoren sind für einen Betrieb bei hohen Temperaturen ausgelegt; sowohl die Katalysatoren an sich als auch ihre elektrischen Verbindungen (z. B. für die Lambdasonden) sind vom Wasser fernzuhalten.

Bei einem straßentaugliches Fahrzeug steht der Motorraum 102 nach unten zur Straße hin offen, wodurch eine zusätzliche Kühlung des Motorblocks, des Getriebes, des Katalysators und beliebiger anderer mechanischer und elektronischer Bauteile, die in diesem Bereich befestigt sind, ermöglicht wird. Der Motorraum eines Amphibienfahrzeugs muß jedoch unterhalb des Motors abgedichtet sein; nicht nur um zu verhindern, daß der Motor naß wird, sondern auch um den Auftrieb zu erhalten. Für den Motorraum kann/können daher ein weiteres Kühlsystem oder weitere Kühlsysteme, die/das weitere Kühlkanäle und -gebläse aufweisen kann/können, gesondert zu demjenigen für den Kühler und das Abgassystem erforderlich sein. Andererseits muß es nicht notwendig sein, wie vorstehend beschrieben, um die Öffnungen zwischen dem Motorraum und dem Kühlungsraum herum eine formschlüssige Abdichtung vorzusehen.

Obwohl bei der bevorzugten Ausführungsform Kühlgebläse verwendet werden, besteht die Möglichkeit, wenn der Motor eine geringe Nennleistung aufweist und der Kühler groß ist, auf die Gebläse zu verzichten und den Kühler durch eine natürliche Luftbewegung über den Kühler, die als "Staudruck" bekannt ist, zu kühlen.

Neben dem Wasserkühlungssystem für einen Motor können bei einem Amphibienfahrzeug weitere Kühlsysteme für das Motoröl, das Getriebeöl und das Verteilergetriebeöl erforderlich sein. (Wobei das Verteilergetriebe dazu verwendet wird, eine Bootsantriebseinrichtung, z. B. einen Düsenantrieb, anzutreiben.) Wenn der Motor zudem über eine Luftaufladungseinrichtung verfügt, kann ein Ansaugluft-Zwischenkühler erforderlich sein, um den Wirkungsgrad des Motors durch Abkühlen der Ansaugluft beizubehalten, nachdem dieselbe durch den Auflader, Abgasturbolader oder eine andere Luftaufladungseinrichtung gelangt ist. Diese weiteren Kühlungssysteme können, wie vorstehend beschrieben, entweder in dem Motorraum oder in dem gesonderten Kühlungsraum angeordnet sein. Die Anordnung dieser Systeme bestimmt sich in erster Linie durch Einbauanforderungen und in zweiter Linie durch das Wärmemanagement.


Anspruch[de]
  1. Amphibienfahrzeug (100) mit einem in der Mitte oder hinten angebrachten Verbrennungsmotor (101) zum Antreiben des Fahrzeugs, einem Kühlsystem zum Kühlen des Motors (101) einschließlich einem oder mehreren Kühlern (103) und einem oder mehreren nebeneinander angeordneten Motor-Auspuffschalldämpfern (107); dadurch gekennzeichnet, daß der (die) Kühler (103) und die Auspuffschalldämpfer (107) in der Mitte oder im hinteren Teil des Fahrzeugs (100) in einem Kühlungsraum (104) getrennt von dem Motorraum (102) zusammengebaut sind, wobei der (die) Kühler (103) und der (die) Schalldämpfer (107) derart angeordnet sind, daß der (die) Kühler (103) direkt durch frische Umgebungsluft gekühlt wird/werden, und daß die durch den (die) Kühler (103) gelangende Luft so gelenkt wird, daß sie anschließend an dem (den) Schalldämpfer(n) (107) vorbeibewegt wird.
  2. Amphibienfahrzeug (100) nach Anspruch 1, wobei der Kühlungsraum (104) von dem Motorraum (102) abgedichtet ist.
  3. Amphibienfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Kühlungsraum (104) in einer Position oben hinten angeordnet ist.
  4. Amphibienfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kühlmittelkühler (103) so angeordnet ist, um durch ein oder mehrere elektrisch betriebene(s) Kühlgebläse (105) gekühlt zu werden.
  5. Amphibienfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Kühlmittelkühler (103) so angeordnet ist, um durch ein oder mehrere hydraulisch betriebene(s) Kühlgebläse (105) gekühlt zu werden.
  6. Amphibienfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Kühlmittelkühler (103) so angeordnet ist, um durch ein oder mehrere mechanisch betriebene(s) Kühlgebläse (105) gekühlt zu werden.
  7. Amphibienfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Kühlmittelkühler (103) so angeordnet ist, um durch "Staudruckluft" gekühlt zu werden.
  8. Amphibienfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Motor mit (einem) Katalysator(en) ausgestattet ist, der (die) in dem Motorraum (102) angeordnet ist (sind).
  9. Amphibienfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Motor mit (einem) Katalysator(en) ausgestattet ist, der (die) in dem Kühlungsraum (104) angeordnet ist (sind).
  10. Amphibienfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kühleinrichtungen für das Motoröl oder Getriebeöl oder für das Zapfwellenöl oder die für Motoransaugluft sich innerhalb des Motorraums (102) befinden.
  11. Amphibienfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Kühleinrichtungen für das Motoröl oder das Getriebeöl oder das für Zapfwellenöl oder die Motoransaugluft sich in dem Kühlungsraum (104) befinden.
  12. Amphibienfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Motorraum (102) mit einem separaten Kühlsystem neben jenem ausgestattet ist, das für den Kühlungsraum (104) vorgesehen ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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