Warning: fopen(111data/log202001291222.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Verfahren zur Datenübertragung über eine DSL-Datenverbindung - Dokument DE102005007682A1
 
PatentDe  



Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Datenübertragung über eine DSL-Datenverbindung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

In der Fachzeitschrift für Aus- und Weiterbildung (Unterrichtsblätter Nr. 5, C 10964 vom 10.Mai 1999) wird das Prinzip eines Frequenzgetrenntlage-Verfahrens (Data-over-Voice) für ADSL-Systeme erläutert.

Ein Merkmal dieser Systeme ist, dass sie gleichzeitig mit einem bestehenden Telefonanschluss oder ISDN-Basisanschluss über eine Leitung betrieben werden können.

Der DSL-Kanal ist in einen Aufwärtskanal – Upstream – und einen Abwärtskanal – Downstream – unterteilt. Für jede Übertragungsrichtung wird also ein Frequenzband reserviert. Der Abwärtskanal liegt in einem höheren Frequenzbereich und weist eine höhere Bandbreite als der Aufwärtskanal auf.

Um eine verfügbare Bandbreite optimal ausnutzen zu können, ist es bekannt, nicht in beide Richtungen die gleiche Bitrate zu übertragen. Bekannt ist, damit der Kunde im Internet (World Wide Web) optimal „surfen" kann, dass eine asymmetrische Bitratenverteilung erfolgt. Für das Herunterladen von Daten aus dem Internet steht dem Kunden daher eine höhere Bitrate zur Verfügung.

Ein Splitter dient zur Trennung des Schmalbandsignals (Telefon) und des Breitbandsignals bzw. DSL-Signals (Internet).

Bei einem Anschluss mit Frequenzgetrenntlage-Verfahren, bei dem auf Grund einer langen Anschlussleitung eine Verstärkerschaltung in der Anschlussleitung angeordnet ist, wird der Datenstrom zum Kunden (Abwärtsrichtung) und der Datenstrom vom Kunden (Aufwärtsrichtung) über eine Filteranordnung mit einem Hochpass- und einem Tiefpassfilter getrennt.

Diese Filter sind aufwändig zu realisieren bzw. mit einem hohen Bauaufwand verbunden und dadurch teuer. Die Filter müssen nämlich die Frequenzen relativ scharf begrenzen und daher eine hohe Steilheit besitzen. Im anderen Fall bzw. bei ungenügender Steilheit besteht die Gefahr von Rückkopplungen beim Einsatz eines Verstärkers, was eine Datenübertragung beeinträchtigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 derart weiter zu bilden, dass in einfacher Weise der Aufwand einer derartigen Filteranordnung reduziert wird, und zwar ohne dass damit eine Einbuße an der Zuverlässigkeit der Datenübertragung verbunden ist.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 in Verbindung mit seinen Oberbegriffsmerkmalen gelöst.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass durch eine Verlagerung der Filterfrequenzen ein Frequenzbereich entsteht, der weder über den Hochpass noch den Tiefpass gelangt. Dieser Bereich weist für beide Frequenzbänder und damit für beide Richtungen eine hohe Dämpfung auf. Durch diese Verlagerung verringert sich die Gefahr von Rückkopplungen bei einer Schaltung, insbesondere einer Verstärkerschaltung, auch bei Filtern mit geringerer Steilheit. Filter mit geringerer Steilheit sind kostengünstiger zu realisieren.

Nach der Erfindung wird daher die Filteranordnung mit zwei den Aufwärtskanal und den Abwärtskanal voneinander trennenden Filterfrequenzen – fu, fo – derart betrieben, dass eine erste dem Aufwärtskanal zugeordnete Filterfrequenz fu und eine zweite dem Abwärtskanal zugeordnete Filterfrequenz fo vorhanden sind, wobei beide Filterfrequenzen fo, fu in einem Frequenzabstand &Dgr;f voneinander entfernt liegen und dadurch ein Frequenzbereich vorhanden ist, bei dem Signale weder über den Tiefpassfilter noch über den Hochpassfilter gelangen.

Erfindungsgemäß erfolgt somit die Trennung der Bänder nicht mehr bei einer einzigen Trennfrequenz ftr. Die Trennfrequenz des Tiefpasses stimmt nicht mehr mit der Trennfrequenz des Hochpasses überein.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, dass vorhandene Techniken ohne Änderungen einsetzbar sind. Der Bereich hoher Dämpfung, zwischen fu und fo, wird automatisch erkannt und entsprechend in der Nutzung abgeschaltet oder nur gering belastet. Beim DSL-System bzw. DSL-Verfahren wird nämlich zweckmäßigerweise die Leitung bzw. das jeweilige Signal-Rauschverhältnis oder eine andere geeignete Größe bei der Inbetriebnahme gemessen. Aufgrund des Ergebnisses werden die einzelnen Träger, z.B. 255 Träger, die praktisch als kleine parallele Modems arbeiten bzw. 255 Frequenzbänder, entsprechend belastet oder auch ggf. ganz ausgeschaltet. Durch die Abschaltung arbeiten dann weniger als 255 Träger. Da die Trägerzahl aber dennoch sehr hoch ist, wird die Datenübertragungsgeschwindigkeit nicht wesentlich beeinträchtigt.

Einen weiteren vorteilhaften Einfluss in Bezug auf das Rückkopplungsverhalten eines eingesetzten Signal-Verstärkers ergibt sich, wenn ein Saugkreis mit einer Resonanzfrequenz eingesetzt wird. Die Resonanzfrequenz liegt beispielsweise mittig zwischen fu und fo, wobei fu und fo den nicht genutzten Bereich festlegen. Beispielsweise liegt der Saugkreis zwischen dem Hochpass und dem Verstärker. Dadurch wird das Rückkopplungsverhalten weiter verbessert.

Insbesondere ist vorgesehen, dass der Abwärtskanal in einem höheren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal liegt. Wie bisher können die Vorteile des Frequenzlage-Verfahrens genutzt werden.

Eine Beschneidung der Frequenzbänder erfolgt nach Vorgaben des Betreibers. So ist vorzugsweise vorgesehen, dass durch zumindest eine Verlagerung einer der Filterfrequenzen mindestens ein Kanalbereich der beiden Kanäle verkleinert wird. Eine unterste und oberste Kanalfrequenz, z.B. 138 kHz und 1,1 MHz, bleiben vorzugsweise erhalten. Grundsätzlich können beide Kanalbereiche, d.h. der des Aufwärtskanals und der des Abwärtskanals, verkleinert werden.

Wenn beide Bänder beschnitten werden, verringert sich eine Up- und Downstream-Geschwindigkeit (Auf- und Abwärtskanal). Diese Verringerung spielt jedoch gegenüber der erreichten Zuverlässigkeit der Datenübertragung eine untergeordnete Rolle.

Grundsätzlich können für jede Übertragungsrichtung je ein Verstärker eingesetzt werden, so dass also insgesamt zwei Verstärker in einer Einheit benötigt werden.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist jedoch vorgesehen, dass lediglich ein Frequenzbereich des hochfrequenteren Abwärtskanals durch einen Verstärker verstärkt wird. Vorzugsweise wird der gesamte Frequenzbereich des Abwärtskanals verstärkt.

Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Telefonkabel ergibt sich aus der Kabellänge eine Obergrenze einer übertragbaren Bitrate.

In der Praxis spielt die Reichweite eine große Rolle. Bei Kunden, die mit bekannten Lösungen einen DSL-Anschluss möchten, darf der Abstand zur Vermittlungsstelle wegen der vorhandenen Kabeldämpfung des Übertragungskabels nicht größer als 4 bis 5 km sein. Dies reicht in vielen Fällen jedoch nicht aus. In weiter entfernt liegenden Gebieten müssen Zwischenverstärker eingesetzt werden. Diese Verstärker sind aufwändig und teuer und sind außerdem störanfällig.

Mit dem Verstärker, der die höheren Frequenzen verstärkt, wird in einfacher Weise eine höhere Reichweite in vereinfachter Weise geschaffen. Es wird vorzugsweise lediglich der Frequenzbereich des Abwärtskanals durch den Verstärker verstärkt.

Dieser Maßnahme liegt der Gedanke zugrunde, dass die Datenübertragung in Aufwärtsrichtung aufgrund der tiefen Frequenzlage bei den benötigten Entfernungen sowie auch bei größeren Entfernungen ohne Verstärkung sicher betreibbar ist. Eine zu hohe Kabeldämpfung bzw. ein zu geringer Störabstand ist nämlich durch die Leitungsinduktivität und die Leitungskapazität nur bei hohen Frequenzen vorhanden. Bei tiefen Frequenzen spielt die von einer Übertragungsstrecke abhängige Leitungsinduktivität und -kapazität eine untergeordnete Rolle.

Um die Reichweite für DSL-Anschlüsse zu erhöhen, genügt es also ausschließlich den hohen Frequenzbereich für die Signale in Abwärtsrichtung zu verstärken, was den Aufbau einer Verstärkervorrichtung sehr vereinfacht. Der Verstärker kann für diesen zu verstärkenden Frequenzbereich optimiert werden.

Die einfache ausschließlich in eine Richtung verstärkende Verstärkerschaltung hat einen relativ geringen Stromverbrauch. Dadurch ist es sogar möglich, die Verstärkervorrichtung unabhängig von einer separaten Stromquelle – Anschluss von einem Energieversorger – in Außengehäusen (Outdoorgehäusen) zu betreiben, wie nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist. Ein Stromversorgung kann – intern – durch eine oder mehrere separate Doppeladern vom Amt erfolgen, wobei dann über eine zur Stromversorgung verwendete Doppelader mehrere Verstärkervorrichtungen versorgt werden sollen. Auch kann die Stromversorgung – intern – von einem POTS-System eines/des jeweiligen Anschlusses erfolgen. Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, dass ein Telefonanschluss bei einem Ausfall des Verstärkers dennoch funktioniert. Daher ist es günstig, wenn Filter als passive Filter ausgeführt sind. Außerdem funktioniert der Aufwärtskanal weiter, wenn der Verstärker ausfallen sollte. Dieser Kanal kann dann zum Absetzen einer Störungsmeldung genutzt werden.

Wenn beispielsweise der Kunde seinen DSL-Anschluss kündigt, kann eine Schaltung mit dem Verstärker mit Filtern in der Leitung verbleiben. Die POTS-Anschlüsse sind weiterhin betreibbar.

Um eine Rückkopplung der höheren Frequenzen auf den Eingang des Verstärkers zu verhindern, wird ein von der Vermittlungsstelle kommendes Signal im Abwärtskanal über den Hochpassfilter zu dem Verstärker zugeführt, während ein von einem Kunden kommendes Signal im Aufwärtskanal unverstärkt durch den Tiefpassfilter durchgeführt wird.

Der Telefonanschluss muss nicht verstärkt werden, da dieser tiefe Frequenzen nutzt, bei denen eine Leitungsdämpfung gering ist. Er kann ein ISDN-Basisanschluss und/oder ein analoger Telefonanschluss sein.

Da bei einer DSL-Verbindung ein „Surfen" im Internet häufiger vorkommt als eine Datenübertragung vom Kunden zur Vermittlungsstelle, ist auch bei einer bevorzugten Realisierung vorteilhaft, wenn ein asymmetrischer Betrieb vorhanden ist und zwar derart, dass die Frequenzbreite des Abwärtskanals größer ist als die des Aufwärtskanals.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel.

Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Beschreibung, in den Patentansprüchen, der Zusammenfassung und in der Zeichnung werden die in der hinten angeführten Liste der Bezugszeichen verwendeten Begriffe und zugeordneten Bezugszeichen verwendet. In der Zeichnung zeigen:

1 eine Schaltungsanordnung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, und

2 eine bevorzugte Frequenzzuordnung mit einer Frequenzgetrenntlage nach der Erfindung im Vergleich mit einer Frequenzzuordnung nach dem Stand der Technik.

Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein Verfahren zur Datenübertragung über eine DSL-Datenverbindung bzw. ein DSL-System. Das System umfasst einen Telefonanschluss und eine DSL-Datenverbindung mit einer gemeinsamen Leitung 7. Der Telefonanschluss kann ein analoger Anschluss oder ein ISDN-Basisanschluss sein. Zur Trennung von Telefonanschluss und DSL wird beim Kunden ein Splitter an eine TAE-Dose angeschlossen.

1 zeigt eine Schaltungsanordnung bzw. Verstärker-Schaltungsanordnung 1 bzw. Verstärkereinheit oder Verstärkerschaltung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Das beschriebene Verfahren dient zur Vermeidung von Rückkopplungen durch einen Verstärker 4. Wie 2 zeigt, ist zur Datenübertragung ein DSL-Aufwärtskanal 13, der von einem Kundenanschluss zu einer Vermittlungsstelle 6 gerichtet ist, vorhanden. Weiterhin ist ein DSL-Abwärtskanal 14 zur umgekehrten Datenübertragung vorhanden.

Der DSL-Aufwärtskanal 13 dient daher zur Datenübertragung von einem Kundenanschluss zu einer Vermittlungsstelle und der DSL-Abwärtskanal 14 zur umgekehrten Datenübertragung.

Es erfolgt, wie 2 zeigt, ein asymmetrischer Betrieb derart, dass die Frequenzbreite des Abwärtskanals 14 größer ist als die des Aufwärtskanals 13.

Weiterhin wird eine Filteranordnung mit einem Tiefpassfilter 2 und einem Hochpassfilter 3 zur Trennung beider Kanäle eingesetzt, wie 1 zeigt.

Erfindungsgemäß wird die Filteranordnung mit zwei beide Kanäle voneinander trennenden Filterfrequenzen fu, fo betrieben derart, dass eine erste dem Aufwärtskanal 13 zugeordnete Filterfrequenz fu und eine zweite dem Abwärtskanal 14 zugeordnete Filterfrequenz fo vorhanden sind, wobei beide Filterfrequenzen in einem Frequenzabstand &Dgr;f voneinander entfernt liegen und dadurch ein Frequenzbereich vorhanden ist, bei dem Signale weder über den Tiefpassfilter 2 noch über den Hochpassfilter 3 gelangen und somit ein Bereich hoher Dämpfung entsteht.

2 veranschaulicht weiterhin, dass der Abwärtskanal 14 in einem höheren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal 13 liegt. Der Aufwärtskanal 13 liegt zwischen 138 kHz und einer Frequenz fu, die deutlich kleiner als ftr = 276 kHz ist. Der Abwärtskanal 14 liegt zwischen einer Frequenz fo, die deutlich oberhalb von 276 kHz liegt, und 1,1 MHz oder höher.

Die Frequenz ftr = 276 kHz ist die Trennfrequenz nach dem im unteren Bereich der 2 gezeigten Stand der Technik.

Grundsätzlich werden die Werte von fo und fu und die Differenz zu ftr vom Betreiber festgelegt. Hierbei wird man sich jedoch an den Nutzbandbreiten eines Trägers eines nutzbaren Frequenzbereiches der DSL-Datenverbindung orientieren, sodass &Dgr;f immer einzelne Träger und somit ein ganzzahliges Vielfaches der Nutzbandbreite eines Trägers umfasst.

Es gilt: fu < ftr und fo > ftr

Der Frequenzabstand &Dgr;f wird gebildet durch die Differenz aus fo – fu.

Eine Grenz- bzw. Trennfrequenz liegt vor, bei der ein Signal etwa um etwa 70% gedämpft wird. Zeichnerisch ist jedoch zur Vereinfachung ein Wert mit 100% Dämpfung dargestellt.

Wie 2 zeigt, wird durch eine Verlagerung beider Filterfrequenzen von ftr zu fu bzw. von ftr zu fo mindestens ein Kanalbereich des oberen bzw. unteren Kanals verkleinert. Die unterste Kanalfrequenz fku von 138 MHz des Aufwärtskanals 13 und die oberste Kanalfrequenz fko von 1,1 MHz des Abwärtskanals bleiben erhalten. Beide Kanalbereiche (Auf- und Abwärtskanal) werden durch die Verlagerung von ftr zu fu und fo verkleinert.

Es wird insbesondere lediglich der Frequenzbereich des Abwärtskanal durch den Verstärker 4 verstärkt. Dadurch ergibt sich ein einfacher und effizienter Regenerator.

Nach diesem Beispiel wird der gesamte Frequenzbereich des Abwärtskanals 14 verstärkt.

Die Verstärkerschaltung 1 liegt in der Übertragungsleitung 7 zwischen der Vermittlungsstelle bzw. dem Amt 6 und dem Kundenanschluss 5.

Im Pfad der Übertragungsleitung 7 befindet sich der Tiefpassfilter 2. Er filtert die höherfrequenteren Signale heraus und lässt nur tiefere Frequenzsignale von der Vermittlungsstelle 6 zum Kundenanschluss 5 passieren, und zwar im Frequenzbereich des Aufwärtskanals 13 und des POTS-Frequenzbereichs.

Parallel zum Tiefpassfilter 2 ist der Hochpassfilter 3 geschaltet. Ein von der Vermittlungsstelle bzw. Amt 6 kommendes Signal im Abwärtskanal 14 wird durch den Hochpassfilter 3 hindurchgelassen.

Am Ausgang des Hochpassfilters ist der Verstärker 4 geschaltet. Er muss nur die hohen Frequenzen verstärken, die aufgrund der Leitungsinduktivität und Leitungskapazität einer hohen Leitungsdämpfung unterliegen.

Die Filter 2 und 3 sind vorzugsweise als passive Filter, beispielsweise mit Filterkondensatoren und Filterinduktivitäten, ausgeführt. Die Stromversorgung für den Verstärker 4 kann durch eine oder mehrere Doppeladern von der Vermittlungsstelle 6 erfolgen bzw. von einem POTS-System (Telefon) des jeweiligen Anschlusses.

Durch diese Verstärkeranordnung werden bei einem Ausfall des Verstärkers 4 nur Signale im Abwärtskanal 14 unterbrochen, wie der Schaltungsanordnung in 1 zu entnehmen ist.

Wie 2 zeigt, ist für einen Telefonanschluss, der ein analoger und/oder ISDN-Telefonanschluss sein kann, ein unteres Frequenzband 11 reserviert. Das Frequenzband des Telefons wird, selbst bei einem ISDN-Basisanschluss, nicht verstärkt, zumindest nicht durch den Verstärker 4.

Der Aufwärtskanal 13 liegt, wie 2 veranschaulicht, zwischen dem Frequenzbereich 11 des Telefonanschlusses und dem ungenutzten Frequenzbereich &Dgr;f. Die Übertragung erfolgt auch hier, wie nach dem Stand der Technik (unteres Diagramm) nach dem Frequenzgetrenntlageverfahren.

Die Frequenzbandbreite des Abwärtskanals 14 ist stets größer als die des Aufwärtskanals 13.

Vorzugsweise ist der Übertragungsweg in weniger als 255 Frequenzbänder (Träger) aufgeteilt, so dass praktisch viele kleine Modems arbeiten. Eine Auswahl der zu nutzbaren Frequenzbänder wird durch Messung des Signal-Rauschverhältnisses jedes Frequenzbandes realisiert.

Weiterhin weist der Verstärker 4 vorzugsweise einen Frequenzgang auf, der einer Dämpfungsverzerrung der Leitung 7 der Datenübertragungsstrecke angepasst ist.

Wie die 2 zeigt, werden ein unteres Frequenzband 11 für den Telefonanschluss, wobei auch dies ein Faxanschluss sein kann, ein unteres Frequenzband 13 und ein oberes Frequenzband 14 für die DSL-Datenverbindung benutzt. Dem Telefonanschluss (POTS) ist der untere Frequenzbereich zugeordnet.

Alternativ kann – nicht gezeigt – durch eine Verlagerung lediglich einer Frequenz fu oder fo nur ein Kanal 13 oder 14 verkleinert werden.

Grundsätzlich ist möglich, dass nur der Aufwärtskanal 13 beschnitten wird, wobei die Geschwindigkeit im Aufwärtskanal verringert wird.

Es gilt: fu < ftr und fo = ftr

Vorzugsweise wird jedoch nur der Abwärtskanal 14 beschnitten, wobei die Geschwindigkeit im Abwärtskanal verringert wird.

Es gilt dann: fu = ftr und fo > ftr.

Denkbar ist auch, die Trennfrequenz vom Tiefpass 2 fu größer ftr zu machen. Hierdurch entsteht der Vorteil einer noch geringeren Restdämpfung für den unverstärkten Bereich 13.

Diese Variante ist besonders vorteilhaft, weil dadurch das Upstreamband bzw. der Abwärtskanal 13 nicht beschnitten wird, was sich mit Vorteil auf die Restdämpfung im unteren, vorzugsweise unverstärkten, Bereich auswirkt.

Der obere Bereich bzw. der Abwärtskanal 14 wird durch die Verstärkung mit dem Verstärker 4 besonders im oberen Bereich besser nutzbar gemacht. Dadurch können trotz der Abtrennung im unteren Bereich gängige Downstream-Geschwindigkeiten problemlos realisiert werden. Gängige Downstream-Geschwindigkeiten können problemlos realisiert werden.

Die Träger (bzw. Frequenzbänder) zwischen fu und fo können administrativ ausgeschaltet werden, weil sie zur Datenübertragung nicht benötigt werden, weil sie auf Grund der hohen Dämpfung kaum verwendbar sind. Zur weiteren Verbesserung des Rückkopplungsverhaltens der Verstärkeranordnung 1 kann beispielsweise zwischen dem Hochpass 3 und dem Verstärker 4 ein Saugkreis angeordnet werden, dessen Resonanzfrequenz mittig zwischen fu und fo liegt.

Insbesondere ist zwischen der Filterfrequenz (fu) und der Filterfrequenz (fo) ein Saugkreis mit einer Resonanzfrequenz zwischengeschaltet, wodurch das Rückkoppelverhalten der Verstärkerschaltungsanordnung weiter verbessert wird.

Bei einer vorteilhaften Variante der administrativen Ausschaltung ist vorgesehen, dass die Verstärkereinheit bzw. Verstärker-Schaltungsanordnung 1 auf eine Aufforderung oder ständig oder nur in einer Inbetriebnahmephase ein Erkennungsschaltkriterium oder eine Erkennungszeichenfolge sendet. Hierdurch können die vorgenannten administrativen Einstellungen automatisch, beispielsweise durch den DSLAM, durchgeführt werden.

Die Erfindung ist nicht nur auf die dargestellten Beispiele beschränkt. Einzelmerkmale dieser Beschreibung können untereinander kombiniert werden. Auch kann die Erfindung mit Merkmalen, die eingangs in der Beschreibung erläutert sind (Stand der Technik), kombiniert werden.

Auch können ferneinstellbare digitale Filter eingesetzt werden, was eine hohe Flexibilität ermöglicht. Was aber auch beim Stromverbrauch der Schaltung berücksichtigt werden muss. Dies muss daher bei der Stromversorgung von der Vermittlungsstelle über separate Kabeladern bzw. über die Stromversorgung der jeweiligen POTS Anwendung berücksichtigt werden. Separate Stromversorgungen vor Ort hingegen sind in der Leitung jedoch kaum begrenzt.

1Verstärker-Schaltungsanordnung 2Tiefpassfilter 3Hochpassfilter 4Verstärker 5Kundenanschluss 6Vermittlungsstelle/Amt 7Übertragungsleitung 11POTS-Frequenzbereich (Telefon) 13DSL-Aufwärtskanal 14DSL-Abwärtskanal

Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Datenübertragung über eine DSL-Datenverbindung, bei der in einer langen Anschlussleitung eine Verstärkervorrichtung (1) angeordnet ist, wobei ein DSL-Aufwärtskanal (13) zur Datenübertragung von einem Kundenanschluss (5) zu einer Vermittlungsstelle und ein DSL-Abwärtskanal (14) zur umgekehrten Datenübertragung vorhanden ist, sowie eine Filteranordnung zur Trennung beider Kanäle (13, 14) eingesetzt wird, die ein Tiefpassfilter (2) und ein Hochpassfilter (3) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Filteranordnung mit zwei beide Kanäle (13, 14) voneinander trennenden Filterfrequenzen (fu, fo) betrieben wird, derart, dass eine erste dem Aufwärtskanal (13) zugeordnete Filterfrequenz (fu) und eine zweite dem Abwärtskanal (14) zugeordnete Filterfrequenz (fo) vorhanden sind, wobei beide Filterfrequenzen (fo, fu) in einem Frequenzabstand (&Dgr;f) voneinander entfernt liegen und dadurch ein Frequenzbereich vorhanden ist, bei dem Signale weder über den Tiefpassfilter (2) noch über den Hochpassfilter (3) gelangen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Verlagerung mindestens einer der Filterfrequenzen (fu, fo) mindestens ein Kanalbereich des oberen bzw. unteren Kanals (13, 14) verkleinert wirdund eine unterste Kanalfrequenz (fku) des Aufwärtskanals (13) und eine oberste Kanalfrequenz (fko) des Abwärtskanals (14) unverändert bleiben, wodurch vorzugsweise ein oder beide Kanalbereiche verkleinert werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Verlagerung lediglich der Filterfrequenz (fo) des Abwärtskanals der obere Kanal (14) verkleinert wird, wobei die Filterfrequenz (fu) des Aufwärtskanals (13) unverändert bleibt (fu = ftr) und somit die gesamte Bandbreite des Aufwärtskanals (13) erhalten bleibt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abwärtskanal (14) in einem höheren Frequenzbereich als der Aufwärtskanal (13) liegt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich nur ein Kanal (13, 14), insbesondere ein Frequenzbereich des hochfrequenteren Abwärtskanals (14), durch einen Verstärker (4) verstärkt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Frequenzbereich (fko – fo) des Abwärtskanals (14) verstärkt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filteranordnung mit dem Hoch- und Tiefpassfilter (2, 3) als passive Filteranordnung ausgeführt ist.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zeitweise unterhalb des Aufwärtskanals ein Telefon-Kanal vorliegt, wobei der Telefonkanal ein ISDN-Kanal oder ein Kanal für ein analoges Telefon ist.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen asymmetrischen Betrieb derart, dass die Frequenzbreite des Abwärtskanals (14) größer ist als die des Aufwärtskanals (13).
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Discrete-Multitone-Modulationsverfahren (DMT) mit 255 Frequenzbänder/Trägern.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Frequenzabstand (&Dgr;f) ein ganzzahliges Vielfaches der Nutzbandbreite eines Trägers eines nutzbaren Frequenzbereiches der DSL-Datenverbindung ist und einzelne Träger umfasst.
  12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder alle zwischen der Filterfrequenz (fu) und der Filterfrequenz (fo) vorgesehenen Träger ausgeschaltet sind.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Filterfrequenz (fu) und der Filterfrequenz (fo) ein Saugkreis mit einer Resonanzfrequenz zwischengeschaltet ist.
  14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkerschaltungsanordnung (1) auf Aufforderung, ständig oder in der Inbetriebnahmephase eine Signal sendet, damit Einstellungen im Zusammenhang mit dem Frequenzabstand ((&Dgr;f) vorgenommen werden können.
  15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filteranordnung durch feineinstellbare digitale Filter gebildet wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com