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Dokumentenidentifikation DE102006004043A1 31.08.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zur Durchführung des Thermosublimationstransfers
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Walther, Thomas, Dipl.-Ing., 63067 Offenbach, DE
DE-Anmeldedatum 28.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004043
Offenlegungstag 31.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.2006
IPC-Hauptklasse B41M 5/035(2006.01)A, F, I, 20060128, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Durchführung des Sublimationsdrucks bzw. zur Durchführung des Sublimationstransferverfahrens zur Dekoration planer und/oder geformter Substrate oder Körper unter Anwendung infraroter Wärmequellen. Sie beschreibt Vorrichtungen zur Durchführung eines solchen Verfahrens. Außerdem beschreibt die Erfindung Verfahren, mit denen der Verbund aus dem Zwischenträger mit der aufgedruckten Sublimationsfarbschicht zu dem den Sublimationsfarbstoff aufnehmenden Substrat zueinander fixiert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung beschreibt Vorrichtungen und Verfahren zur Durchführung des Sublimationsdrucks oder des Sublimationstransferverfahrens den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 5.

Aus der allgemeinen Dekorationstechnik ist es bekannt, unförmige Körper wie zum Beispiel Tassen, Displays oder auch Schmuckstücke, Leder und Textilien zu dekorieren, indem eine Druckfarbe auf eine Zwischenträger, in den meisten Fällen im Inkjet-Verfahren, gedruckt wird, die einen Farbstoff enthält, der unter Anwendung von Wärme und gegebenenfalls Druck von einem festen ohne Übergang in einen gasförmigen Zustand übergeht und der gasförmige Farbstoff in das zu dekorierende Produkt eindringt. Der gasförmige Farbstoff geht in dem zu dekorierenden Produkt wieder in einen festen Zustand über und verbleibt dort verhaftet. Dieses Verfahren ist als Sublimationsdruck oder Thermosublimationstransfer bekannt.

Für größere Losgrößen ist es ökonomischer mit einem der hochvolumigen Druckverfahren, wie Offsetdruck, Flexodruck oder Tiefdruck, ein Bild auf dem Zwischenträgersubstrat zu drucken mit einer Thermosublimationsfarbe, die Farbstoffe enthält, wobei das auf dem Zwischenträger gedruckte Bild gegen das den sublimierten Farbstoff aufnehmende Substrat fixiert wird. Für die Fixierung des Zwischenträgers gegen das den sublimierten Farbstoff aufnehmenden Substrates werden Stempel, Platten oder Klammern eingesetzt, die in der Regel aus einem metallischen Werkstoff bestehen.

Nachteilig ist, dass der eigentliche Sublimationsprozess unter Wärmeinwirkung mit den bekannten Erhitzungsverfahren, wie Konvektion, z.B. in einem Wärmeofen, oder Konduktion, z.B. durch eine Metallplatte oder Stempel erfolgt. In beiden Fällen muss erst das Zwischenträgersubstrat und das Fixiermittel erwärmt werden, bevor die Wärme an den gewünschten Wirkort, die auf dem Zwischenträger aufgedruckte Sublimationsfarbe, vordringt. Der Prozess bis zu dem Erreichen der für die Sublimation benötigten Temperatur von 200-300 Grad Celsius benötigt in der Regel 30-40 s und verschließt sich daher einer rationalen industriellen Fertigung. Moderne Druckmaschinen produzieren 4 Druckbögen oder mehr pro Sekunde, so dass für den anschließenden Sublimationsvorgang ca. 120 Aggregate zur Verfügung stehen müssten, wenn die gesamte Produktion an gedruckten Zwischenträgern verarbeitet werden sollte. Deswegen hat sich der Sublimationstransfer zwar für die Dekoration im Rahmen der Dokumentensicherheit, wie zum Beispiel bei Personalausweisen, bei der Dekoration von weißer Ware, wie zum Beispiel Tellern und Tassen, durchgesetzt, aber nur in einem sehr geringen Maße in der industriellen, großflächigen Anwendung.

Alternativ könnte der Zwischenträger mit der auf dem Zwischenträger befindlichen Sublimationsfarbe auch durch einen Infrarotstrahlung erhitzt werden. Infrarotstrahler sind in der Drucktechnik sehr weit verbreitet und dienen in erster Linie zur Trocknung von Druckfarben und Lackschichten. Eine solche Trocknungsanlage, die auf kurz- oder mittelwelliger Infrarotstrahlung beruht, ist unter anderem in der US 6,026,748 A beschrieben. Vorraussetzung für eine effiziente Erwärmung in diesem Fall ist jedoch, dass die Mittel, mit denen der Zwischenträger gegen das den Farbstoff empfangende Substrat fixiert wird, eine äußerst geringe Absorption der Infrarotwellenlängen aufweist. Ansonsten könnte der Zwischenträger nur indirekt durch eine Erwärmung des Fixiermittels erwärmt werden, ein Vorgang, der in der Regel nur sehr langsam von Statten geht und daher keine Beschleunigung des Transferschrittes erwarten lässt.

Auch könnte das Material durch einen schmalbandigen Laserstrahl erwärmt werden. Solche Lasertrocknungsanlagen sind in der Druckindustrie unter anderem aus der DE 102 34 076 A1 bekannt. Der Vorteil solcher Laser liegt darin, dass bei einer geschickten Wahl des Frequenzspektrums bzw. des Frequenzbandes, die Absorption der infraroten Strahlung im Papier des Zwischenträgers vermieden werden kann. Dies ist von großem Vorteil, da die Sublimationsfarbschicht auf der der Strahlungsquelle abgewandten Seite des Zwischenträgers befindet. Kann eine direkte Erwärmung dieser Farbschicht, ohne die indirekte Erwärmung über die Erwärmung des Zwischenträgers zu nutzen, erfolgen, würde dies eine wesentliche Beschleunigung der Transferzeiten bedeuten.

Vorraussetzung für eine schnelle Erwärmung ist jedoch, dass das Fixiermittel, das den Zwischenträger gegen das die Sublimationsfarbe aufnehmende Substrat fixiert, die Infrarotstrahlung nicht oder nur in einem sehr geringen Maße absorbiert, damit sie ungeschwächt an den gewünschten Wirkort gelangen kann.

Aus der Trocknertechnik und aus der Küchentechnik sind Gläser oder Glaskeramiken bekannt, die Infrarotstrahlung nur in einem sehr geringen Maße absorbieren. Materialien aus Borosilikatglas werden zum Beispiel als Abdeckplatten für Infrarotstrahler in der Trockentechnik verwandt.

Aufgabe der Erfindung ist es, den Zwischenträger mit der darauf befindlichen Sublimationsfarbschicht durch eine Fixiermittel oder -vorrichtung gegen den Gegenstand, der den sublimierten Farbstoff aufnimmt, zu fixieren, wobei das Fixiermittel oder die Fixiervorrichtung die zur Erwärmung genutzten Infrarotstrahlen nicht oder in einem sehr geringen Maße absorbiert.

Dieses Ziel wird durch die Merkmale der Vorrichtungen und Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 39 erreicht.

Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren zum Sublimationstransfer zwischen einem Zwischenträger mit einer aufgedruckten Sublimationsfarbschicht, die als Donorschicht dient, und einem aufnehmenden Substrat, das den sublimierten Farbstoff aufnimmt, die eine Fixiereinrichtung verwendet, die zur Fixierung des Zwischenträgers mit der aufgedruckten Sublimationsfarbschicht auf dem aufnehmenden Substrat während des Sublimationstransfers dient. Die Temperatur der Fixiereinrichtung wird während des Sublimationstransfers unterhalb der erforderlichen Sublimationstemperatur von 200 bis 300 Grad Celsius gehalten. Die für den Sublimationsvorgang benötigte Wärmeenergie wird durch infrarote Wärmestrahler oder durch Laser, die Licht im infraroten Wellenlängenbereich emittieren, erzeugt. Diese Wärmestrahlung wirkt durch die Fixiereinrichtung hindurch.

Der Transferkammer kann in einer Vakuumkammer erfolgen, deren obere Begrenzung durch eine Glas- oder Glaskeramikplatte gebildet wird.

Die Fixiereinrichtung wirkt während des Transfervorganges mit einer Druckkraft auf einen Verbund aus Zwischenträger und aufnehmenden Substrat.

Die Fixiereinrichtung aus Glas oder Glaskeramik weist einen geringen Absorptionskoeffizienten für infrarotes Licht auf.

Der Transport des Verbundes aus Zwischenträger und aufnehmendem Substrat kann taktend, kontinuierlich oder einem gegebenen Bewegungsgesetz folgend erfolgen.

Eine zugehörige Förderrichtung kann als Transportband, Saugband, Rollenbahn oder Greifertransportsystem ausgeführt sein.

Bei der Verwendung einer Hohlwalze wird der Verbund aus Zwischenträger und Substrat auf einer Fördervorrichtung oder durch Eigenbewegung von der Hohlwalze überrollt, wobei die für den Sublimationstransfer benötigte Energie durch infrarote Wärmestrahlung mittels der Hohlwalze zugeführt wird. Hierdurch können Zwischenträger oder Zwischenträger und Substrat bahnförmig zugeführt werden. Die Mantelfläche der Hohlwalze ist hierzu aus Glas oder Glaskeramik gebildet.

Die Hohlwalze kann den Verbund aus Zwischenträger und aufnehmendem Substrat gegen ein unter dem Verbund befindliches Förderband, eine Platte oder eine Gegenwalze drücken, um den Transfer auszuführen. Der Anpressdruck wird durch die Hohlwalze erzeugt.

Die Bestandteile des Verbundes für den Sublimationstransfer können manuell oder durch Anlegevorrichtungen zusammengefügt und dann von einem oder mehreren Greifern erfasst werden, die den Verbund während des Durchlaufs durch die Sublimationstransfervorrichtung zusammengefügt transportieren. Dabei ist auch eine Fixierung durch Nadeln oder Klammern oder Kleber möglich.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der beschriebenen Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von schematischen Zeichnungen näher dargestellt.

Darin zeigen

1 ein Schema zu einem ersten Verfahrensschritt,

2 ein Schema zu einem zweiten Verfahrensschritt,

3 ein Schema zu einem dritten Verfahrensschritt,

4 ein Schema zu einem vierten Verfahrensschritt, und

5 ein Schema zu einem fünften Verfahrensschritt.

In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung (1) wird ein Zwischenträger 2 mit einer darauf aufgedruckten Sublimationsfarbschicht 3 auf einem Substrat 4 abgelegt, das später die aus der Sublimationsfarbschicht 3 sublimierten Farbstoffe aufnimmt. In dem dritten Schritt wird eine Glas- oder Glaskeramikplatte 1 auf den Bedruckstoff abgesenkt. Durch diese wird der Zwischenträger 2 auf dem aufnehmenden Substrat 4 fixiert. Die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 kann in einem Rahmen oder einer sonstigen Vorrichtung gelagert sein. Die Druckwirkung 5, der durch die Glas- oder Glaskeramikplatte auf den Zwischenträger 2 und indirekt auf das aufnehmende Substrat 4 ausgeübt wird, kann dem Eigengewicht der Glas- oder Glaskeramikplatte 1 mit samt Ihrer Aufhängevorrichtungen entsprechen oder durch entsprechende Stell- oder Hilfsmittel verstärkt oder abgeschwächt werden. In einem weiteren vierten Arbeitschritt wird dann der Sublimationsschritt durchgeführt, indem Wärmestrahlung 6 durch die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 hindurchstrahlt, wobei die Strahlung durch die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 nicht oder nur in einem sehr geringen Maße absorbiert wird. Die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 kann in eine Fördereinrichtung 10, z.B. einem Förderband oder Förderketten integriert sein, wobei die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 sich vorteilhaft taktenden anlog des Materialvorschubs auf- und abgesenkt wird.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung (2) wird die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 nicht auf den Zwischenträger 2 abgesenkt, bzw. liegt nur mit einer geringen Druckwirkung 5 auf diesem auf und dient in erster Linie als Begrenzung 11 eines Vakuumraums 7. Der Vakuumraum wird zum Beispiel nach oben durch die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 begrenzt und die Fixierung des Zwischenträgers 2 auf dem die sublimierten Farbstoffe aufnehmenden Substrat 4 durch das Vakuum im Vakuumraum 7 fixiert. Nach Aufbau des Vakuums bzw. bei bestehen eines für die Fixierung ausreichenden Vakuums kann das Substrat durch Wärmestrahlung 6 durch die Glas- oder Glaskeramikplatte 1 hindurch die Erwärmung durchführen. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt unter anderem darin begründet, dass dieser Vakuumbetrieb auch einen kontinuierlichen Transport ermöglichen kann.

Bei beiden Verfahren, wie sie in 1 und 2 dargestellt sind, kann die Vorrichtung mit der Glas- oder Glaskeramikplatte, wie in 3 dargestellt, entweder statisch sich unter einer Infrarotstrahlungsquelle 8 befinden, oder die Infrarotstrahlungsquelle 8 kann über der Vorrichtung in einer Richtung oder hin- und her bewegt werden, oder die Vorrichtung mit der Glas- oder Glaskeramikplatte 1 wird unter der Infrarotstrahlungsquelle 8 in einer Richtung oder hin- und her bewegt.

In einer weiteren Ausprägung der Erfindung, wie sie in 4 dargestellt ist, wird das aufnehmende Substrat 4 mit dem darauf befindlichen, mit der Sublimationsfarbschicht 3 bedruckte Zwischenträger 2 auf einer kontinuierlichen Fördervorrichtung 10 in eine Vakuumkammer oder Unterdruckkammer bewegt, die nach oben von der für Infrarot transparenten Glas- oder Glaskeramikplatte 1, die auf einem Rahmen aufliegt, begrenzt. Um den Transport des Verbundes aus Zwischenträger 2 und Substrat 4 zu ermöglichen, kann die Kammer in Förderrichtung durch Lamellen, Vorhänge oder Vorrichtungen 9 oder ein verschließbares Schott 9 beidseitig abgeschlossen sein, das bei dem Durchgang des Verbundes aus Zwischenträger 2 und Substrat 4 kurzfristig öffnet. Durch das Vakuum bzw. Unterdruck soll eine gute Fixierung des Zwischenträgers 2 auf dem den sublimierten Farbstoff aufnehmenden Substrat 4 gewährleistet werden. Parallel oder anschließend zu dem Vakuumaufbau in der Kammer wird durch die Strahlungsquelle 8, die für den Sublimationsvorgang benötigte Erwärmung durchgeführt. Nach dem Transfervorgang wird der Verbund aus Zwischenträger 2 mit dem aufnehmenden Substrat 4 aus der Kammer ausgeführt. Der Transport dieses Verbundes durch die Kammer kann kontinuierlich, mit veränderlichen Geschwindigkeiten oder taktend erfolgen. Die Fördereinrichtung 10 kann ein Band, ein Saugband, ein Saugertransportsystem, eine Rollenbahn, ein Greiferwagensystem mit Ketten oder mit Einzelantrieb erfolgen.

In einer weiteren Ausprägung (4 und 5) wird die Vakuumkammer in Förderrichtung vor und nach der Vakuumkammer durch eine oder mehrere Schleusenkammern 11 begrenzt, die den Vakuumabbau in der Vakuumkammer 7, in der der Sublimationsvorgang stattfindet, begrenzen soll. Dabei wird der Verbund aus Zwischenträger 2 und das den Sublimationsfarbstoff aufnehmende Substrat 4 zuerst in mindestens eine Vorkammer geführt, in der ein Vakuum aufgebaut wird. Erst nach Aufbau des Vakuums bzw. Unterdrucks wird der Verbund dann in die nächste Kammer weitertransportiert. Ebenso erfolgt der Transport aus der Hauptkammer in eine Schleusenkammer, die der Hauptkammer nachgeordnet sind. Die Schleusenkammern können einzelnen Kammern sein, die der Hauptkammer vor- und nachgeordnet sind, oder es können mehrere Kammern sein, die der Hauptkammer vor- und nachgeordnet sind, in denen zum Beispiel der Unterdruck kaskadenartig auf- bzw. abgebaut wird.

Als Alternative zur Anordnung der Strahlenquelle 8 außerhalb des Vakuumraums kann die Strahlenquelle 8 auch innerhalb des Vakuumraums angeordnet sein (siehe 5). In diesem Fall kann auf den Einsatz eines Glas- oder Glaskeramik als oberer Abschluss der Kammer verzichtet werden.

In einer weiteren Ausprägung (6) befindet sich die Infrarotstrahlungsquelle 8 oder eine optische Umlenkeinheit, die den infraroten Strahl ablenkt und gegebenenfalls auffächert, innerhalb einer Hohlwalze 12, deren Mantelfläche aus einem Material besteht, dass infrarote Wärmestrahlung nicht oder nur in einem sehr geringen Maße absorbiert. Die Hohlwalze 12 rollt dabei auf dem Verbund aus Zwischenträger 2 mit der aufgedruckten Sublimationsfarbschicht 3 und dem aufnehmenden Substrat 4 ab. Dabei kann sich die Hohlwalze lagefest gelagert sein und der Verbund aus Zwischenträger 2 und dem aufnehmenden Substrat 4 bewegt sich unter der Hohlwalze 12 hindurch oder der Verbund ist lagefest und die Hohlwalze 12 rollt auf diesem Verbund ab.

Eine solche Hohlwalze 12 eignet sich auch in hervorragender Weise für die Sublimationstransfer zwischen zwei Bahnen oder einer Bahn und einem in Abschnitte geteilten Gegenstück. Dabei wird die Zwischenträgerbahn 13 mit der aufgedruckten Sublimationsfarbe abgerollt, zwischen der Hohlwalze 12 und einer Gegendruckwalze 17 gemeinsam mit der abgerollten aufnehmenden Substratbahn 15 hindurchgeführt und die Sublimation durchgeführt. Danach wird die Zwischenträgerbahn 13 und die Substratbahn 15 wieder aufgerollt. Für den Bahntransport sind Auf-/Abrollungen 14, 16 vorgesehen. Die Gegenbahn kann auch einzelnen Abschnitten bestehen, die durch eine Fördereinrichtung transportiert wird.

Bei einer Bogenverarbeitung besteht immer das Problem, dass der während des Transportes lose Verbund aus Zwischenträger 2 und aufnehmenden Substrat 4 sich verschieben kann, wodurch Passfehler auftreten können. Die beiden Substrate können von Hand oder jeweils durch so genannte Anleger, wie sie auch aus Bogendruckmaschinen bekannt sind, zusammengefügt werden. Eine Fixierung zueinander ist möglich, in dem Zwischenträger 2 und aufnehmendes Substrat 4 gemeinsam in einen Greifer aufgenommen werden, der den Bogentransport allein oder nur unterstützend durch die Vorrichtung übernimmt. Eine andere Möglichkeit besteht darin den Verbund aus Zwischenträger 2 und aufnehmendes Substrat 4 durch lösbare Klammern, Nadeln zu fixieren. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, den Verbund von Zwischenträger 2 und aufnehmendes Substrat 4 durch einzelne, vorzugsweise lösbare Klebepunkte zu fixieren.

1Glas- oder Glaskeramikplatte 2Zwischenträger 3Sublimationsfarbschicht auf dem Zwischenträger/Donorschicht 4Substrat 5Druckwirkung 6Wärmestrahlung, z.B. Infrarotstrahlung 7Vakuumraum 8Infrarotstrahler/Infrarotlaser/Mikrowellengenerator 9Absperrvorrichtung für Vakuumkammer 10Fördereinrichtung 11Schleusenkammer 12Hohlwalze 13Zwischenträgerbahn 14Ab-/Aufrollung Zwischenträger 15Substratbahn 16Ab-/Aufrollung aufnehmendes Substrat 17Gegendruckwalze

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Sublimationstransfer zwischen einem Zwischenträger mit einer aufgedruckten Sublimationsfarbschicht, die als Donorschicht dient, und einem aufnehmenden Substrat, das den sublimierten Farbstoff aufnimmt, wobei eine Fixiereinrichtung vorgesehen ist, die zur Fixierung des Zwischenträgers mit der aufgedruckten Sublimationsfarbschicht auf dem aufnehmenden Substrat während des Sublimationstransfers dient, gekennzeichnet dadurch, dass sich die Temperatur der Fixiereinrichtung während des Sublimationstransfers unterhalb der erforderlichen Sublimationstemperatur von 200 bis 300 Grad Celsius verbleibt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die für den Sublimationsvorgang benötigte Wärmeenergie durch infrarote Wärmestrahler oder durch Laser, die Licht im infraroten Wellenlängenbereich emittieren, erzeugt wird und diese Wärmestrahlung durch die Fixiereinrichtung hindurch wirkt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Fixiereinrichtung auf den Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) vor dem Beginn des Sublimationstransfers abgesenkt wird und während des Sublimationstransfers auf dem Verbund mit dem Eigengewicht der Fixiereinrichtung aufliegt.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Fixiereinrichtung auf den Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) vor dem Beginn des Sublimationstransfers abgesenkt wird und während des Sublimationstransfers mittels Stellmittel ein erhöhter Druck ausgeübt wird.
  5. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4 zum Sublimationstransfer von einem Zwischenträger mit einer aufgedruckten Sublimationsfarbschicht als Donorschicht und einem den sublimierten Farbstoff aufnehmenden Substrat, mit einer Fixiereinrichtung zur Fixierung des Zwischenträgers auf dem aufnehmenden Substrat während des Sublimationstransfers, gekennzeichnet dadurch, dass die Fixiereinrichtung aus Glas oder Glaskeramik besteht bzw. geformt ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Fixiereinrichtung um eine plane Platte handelt.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet dadurch, dass die Fixiervorrichtung in ihrer Form der Form des den Sublimationsfarbstoff aufnehmenden Formkörpers angepasst ist.
  8. Verfahren zum Sublimationstransfer nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass ein Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) in eine Vakuumkammer durch eine Fördereinrichtung transportiert wird oder in eine solche Vakuumkammer eingelegt wird, deren obere Begrenzung durch eine Glas- oder Glaskeramikplatte gebildet wird.
  9. Verfahren zum Sublimationstransfer nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, dass die für den Sublimationstransfer benötigte Wärme durch Infrarotstrahler oder Laser, die im infraroten Wellenlängenbereich emittieren, erzeugt wird und die Strahlungsquellen durch die obere Abdeckung des Vakuumraums hindurch in den Vakuumraum wirkt.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 zur Durchführung eines Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet dadurch, dass die Fixiereinrichtung aus Glas oder Glaskeramik einen geringen Absorptionskoeffizienten für infrarotes Licht aufweist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 zur Durchführung eines Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet dadurch, dass der Absorptionsgrad im infraroten Wellenlängenbereich zwischen 0 und 0,5% liegt.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 zur Durchführung eines Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet dadurch, dass der Absorptionsgrad im infraroten Wellenlängenbereich zwischen 0,5 und 2% liegt.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 zur Durchführung eines Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet dadurch, dass der Absorptionsgrad im infraroten Wellenlängenbereich zwischen 2% und 10% liegt.
  14. Verfahren zum Sublimationstransfer nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass ein Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) in eine Vakuumkammer (7) durch eine Fördereinrichtung transportiert wird und die für den Sublimationstransfer benötigte Erwärmung durch einen Infrarotstrahler oder einem Laser, der infrarotes Licht emittiert, erzeugt wird, wobei die infrarote Strahlungsquelle sich in dem Vakuumraum befindet oder die infrarote Strahlen durch Spiegel, Optiken, Glasfaserkabel oder Glasfaserbündel in den Vakuumraum gelenkt werden.
  15. Verfahren nach Anspruch 8, 9 oder 14, gekennzeichnet dadurch, dass eine Vakuumkammer (7) vorgesehen ist, die mit einem Gebläse oder Pumpen verbunden ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 8, 9 oder 14, gekennzeichnet dadurch, gekennzeichnet dadurch, dass der Transport des Verbundes aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrates (4) taktend erfolgt.
  17. Verfahren nach Anspruch 8, 9 oder 14, gekennzeichnet dadurch, dass der Transport des Verbundes aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrates (4) kontinuierlich erfolgt.
  18. Verfahren nach Anspruch 8, 9 oder 14, gekennzeichnet dadurch, dass der Transport des Verbundes aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrates (4) anhand eines vorgegebenen Bewegungsgesetzes erfolgt.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 oder 10 bis 13, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Förderrichtung um ein Transportband handelt.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 oder 10 bis 13, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Förderrichtung um ein Saugband handelt.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 oder 10 bis 13, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Förderrichtung um eine Rollenbahn handelt.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7 oder 10 bis 13, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Förderrichtung um ein Greifertransportsystem handelt.
  23. Verfahren zum Sublimationstransfer nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass ein Verbund aus Zwischenträger (2) mit der darauf befindlichen Sublimationsfarbschicht (3) und dem den Sublimationsfarbstoff aufnehmenden Substrat (4) auf einer Fördervorrichtung einer Hohlwalze (12) zugeführt wird oder die Hohlwalze (12) auf dem Verbund aus Zwischenträger (2) mit der darauf befindlichen Sublimationsfarbschicht (3) und dem den Sublimationsfarbstoff aufnehmenden Substrat (4) abrollt und die für den Sublimationstransfer benötigte Energie durch infrarote Wärmestrahlung zugeführt wird.
  24. Verfahren zum Sublimationstransfer nach Anspruch 23, gekennzeichnet dadurch, dass zu mindestens der Zwischenträger (2) mit der aufgedruckten Sublimationsfarbschicht (3) bahnförmig der Vorrichtung zum Sublimationstransfer zugeführt wird.
  25. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahren zum Sublimationstransfer nach Anspruch 23 oder 24, gekennzeichnet dadurch, dass eine Fixiervorrichtung durch eine Hohlwalze (12) gebildet wird, und dass ein Transferverbund aus einem Zwischenträger (2) der Sublimationsfarbschicht (3) und einem Sublimationsfarbstoff aufnehmenden Substrat (4) auf einer Fördervorrichtung der Hohlwalze (12) zuführbar ist, wobei die Hohlwalze (12) beim Transport des Transferverbundes auf diesem abrollt, oder dass die Hohlwalze (12) abrollend über den Transferverbund geführt wird, und dass die für den Sublimationstransfer benötigte Energie mittels einer Infrarotstrahlungsquelle (8) zuführbar ist.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet dadurch, dass die Infrarotstrahlungsquelle (8) sich im Inneren der Hohlwalze (12) befindet.
  27. Vorrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet dadurch, dass die infrarote Strahlung durch Optiken, Glasfaser, Glasfaserbündel oder Spiegel in das innere der Hohlwalze (12) gelenkt wird, bzw. im inneren der Hohlwalze (12) so abgelenkt wird, dass die Wirkrichtung in Richtung des Substratverbundes gelenkt wird.
  28. Vorrichtung nach Anspruch 25, 26 oder 27, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Strahlungsquelle um einen infraroten Wärmestrahler oder einen Laser handelt, der im infraroten Wellenlängenbereich emittiert.
  29. Vorrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet dadurch, dass die Mantelfläche der Hohlwalze (12) aus Glas oder Glaskeramik besteht.
  30. Vorrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet dadurch, dass die Hohlwalze (12) gegen den Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) und ein unter dem Verbund befindliche Gegenwalze (17) wirkt.
  31. Vorrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet dadurch, dass die Hohlwalze (12) gegen den Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) und ein unter dem Verbund befindliches Förderband wirkt.
  32. Vorrichtung nach Anspruch 25, gekennzeichnet dadurch, dass die Hohlwalze (12) gegen den Verbund aus Zwischenträger (2) und aufnehmenden Substrat (4) und eine unter dem Verbund befindliche Platte wirkt.
  33. Vorrichtung nach Anspruch 25 bis 32, gekennzeichnet dadurch, dass zu mindestens der Zwischenträger (2) mit der aufgedruckten Sublimationsfarbschicht (3) bahnförmig ist.
  34. Vorrichtung nach Anspruch 25 bis 33, gekennzeichnet dadurch, dass die infrarote Wärmestrahlung durch einen infraroten Wärmestrahler oder einem Laser, der in dem infraroten Wellenlängenbereich emittiert, erzeugt wird.
  35. Vorrichtung nach Anspruch 25 bis 33, gekennzeichnet dadurch, dass der Anpressdruck des bahnförmigen Zwischenträgers (2) gegen das aufnehmende Substrat durch eine Hohlwalze (12) erzeugt wird, in deren inneren sich ein infraroter Wärmestrahler befindet.
  36. Vorrichtung nach Anspruch 25 bis 33, gekennzeichnet dadurch, dass der Anpressdruck des bahnförmigen Zwischenträgers (2) gegen das aufnehmende Substrat durch eine Hohlwalze (12) erzeugt wird, wobei die infrarote Strahlung durch Optiken, Spiegel, Glasfaser oder Glasfaserbündel in das Innere der Walze und/oder in die Wirkrichtung in Richtung aufnehmendes Substrat gelenkt wird.
  37. Verfahren zur lösbaren Fixierung zwischen einem Zwischenträger (2) mit aufgedruckter Sublimationsfarbschicht (3) und einem Substrat (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, 8, 9 oder 14 bis 18, gekennzeichnet dadurch, dass die Bestandteile des Verbundes manuell oder durch Anlegevorrichtungen zusammengefügt werden und dann von einem oder mehreren Greifern erfasst werden, die den Verbund, bestehend aus dem Zwischenträger und dem aufnehmenden Substrat, während des Durchlaufs durch die Sublimationstransfervorrichtung zusammengefügt transportieren.
  38. Verfahren zur lösbaren Fixierung zwischen einem Zwischenträger (2) mit aufgedruckter Sublimationsfarbschicht (3) und einem Substrat (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, 8, 9 oder 14 bis 18, gekennzeichnet dadurch, dass die Bestandteile des Verbundes manuell oder durch Anlegevorrichtungen zusammengefügt werden und dann von einer oder mehreren Nadeln oder Klammern zueinander fixiert werden und anschließend der Sublimationstransfer durchgeführt wird.
  39. Verfahren zur lösbaren Fixierung zwischen einem Zwischenträger (2) mit aufgedruckter Sublimationsfarbschicht (3) und einem Substrat (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, 8, 9 oder 14 bis 18, gekennzeichnet dadurch, dass die Bestandteile des Verbundes manuell oder durch Anlegevorrichtungen zusammengefügt werden und dann von einem oder mehreren Klebstoffstellen zueinander fixiert werden und anschließend der Sublimationstransfer durchgeführt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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