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Dokumentenidentifikation DE60116562T2 07.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001349806
Titel HANDGRIFF ZUR UNTERSTÜTZUNG EINES REITANFÄNGERS BEI DER KONTROLLE DER ZÜGEL
Anmelder Dubourg, Yann, Bordeaux, FR
Erfinder Dubourg, Yann, 33000 Bordeaux, FR
Vertreter Sparing · Röhl · Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60116562
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 12.12.2001
EP-Aktenzeichen 012704870
WO-Anmeldetag 12.12.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FR01/03968
WO-Veröffentlichungsnummer 2002048021
WO-Veröffentlichungsdatum 20.06.2002
EP-Offenlegungsdatum 08.10.2003
EP date of grant 11.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.2006
IPC-Hauptklasse B68B 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die dazu bestimmt ist, im Reitsport verwendet zu werden und die aus Griffen besteht, die mit einem um den Hals eines Pferdes verlaufenden Kummet verbunden sind (siehe DE 29 09 113B).

Die Vorrichtung ermöglicht es, die "Handspiele" des erprobten Reiters zu vermeiden, unterstützt den Reitanfänger bei seiner Suche des Gleichgewichts und schützt das Maul seines Pferdes.

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, die darauf abzielt, die Ausführung des Reitsports zu erleichtern, indem sie auf die Unbeweglichkeit und die Unabhängigkeit der Hände einwirkt.

Die Unabhängigkeit der Hilfen (der Sitz, die Beine und die Hände) ist ein wesentliches Konzept des Reitsports. Die Verwendung des Sattels zielt darauf ab, die Kontrolle des Sitzes zu erleichtern, die Steigbügel erleichtern die Kontrolle und folglich die Unabhängigkeit der Beine.

Traditionell verfügt der Reiter zum Unterstützen der Kontrolle seiner Hände über zwei Verfahren: sich an der Mähne des Pferdes festzuhalten oder sich an einem um den Hals des Pferdes geführten Kummets festzuhalten. Diese zwei empirischen Verfahren sind einschränkend: sie verbessern die Unbeweglichkeit, aber verbieten die zum Lenken des Pferdes erforderliche Unabhängigkeit.

Die Vorrichtung der Erfindung umfasst einen Griff mit einer Länge, die zur Breite von drei Fingern (Ringfinger, Mittelfinger, Zeigefinger) äquivalent ist, welcher mit einem um den Hals des Pferdes geführten Kummets verbunden ist. Dieser Griff besitzt die Steifigkeit, die erforderlich ist, um einen starken Druck zu ertragen (in Abhängigkeit von der Kraft und vom Gewicht des Reiters), und die Feinheit, die erforderlich ist, um die Verwendung der Zügel nicht zu stören. Die Finger schließen sich an diesem Griff und den Zügeln. Der Griff steht mit den Fingern auf der Höhe des dritten Fingergliedes in direktem Kontakt, wobei sich die Zügel am Griff übereinander lagern, indem sie, wie es die Praxis des akademischen Reitsports will, zwischen dem Ringfinger und dem kleinen Finger und dem Zeigefinger und dem Daumen verlaufen. Der Griff ist am Kummet durch ein erstes Band befestigt, das am Griff zwischen dem Ringfinger und dem Mittelfinger befestigt ist. Diese Befestigung ermöglicht die Verwendung des Griffs, ohne die Verwendung der Zügel zu stören. Dieses erste Band ist mit einem Gummiband verbunden, das seinerseits über ein zweites einstellbares Band, das am Kummet in der Mitte des Halses befestigt ist, mit dem Kummet verbunden ist. Das Gummiband ermöglicht eine Translationswirkung. Die Befestigung in der Mitte des Halses und die Länge der Riemen und des Gummibandes ermöglichen eine seitliche Tätigkeit der Hand. Diese Befestigung in der Mitte des Halses kann einstellbar sein, um sich an die Größe des Pferdes und des Reiters anzupassen. Ein System mit zwei Clips ist am Kummet einige Zentimeter unter der Höhe des Widerrists befestigt, um dem Reiter zu ermöglichen, die Griffe zu befestigen. Diese Clips halten die Griffe in einer solchen Position, dass es dem Reiter ermöglicht wird, die Griffe schnell mit einer einfachen Geste zu greifen. Ein Schnellkarabinerhakensystem ist an das Kummet ungefähr drei Zentimeter unter den Befestigungsclips genäht. Dieser Karabinerhaken ermöglicht es, das Band des Griffs schnell und direkt am Kummet zu befestigen. Unter Verwendung dieses Befestigungsmittels kann der Reiter die mit dem Kummet fest verbundenen Griffe verwenden. Die Griffe können Unterscheidungsmittel umfassen, die Fähnchen in der Umgebung von Hindernissen entsprechen: Rot für den rechten Griff, Weiß für den linken Griff. Das Kummet ist einstellbar und kann am Spanngurt und Sattel befestigt werden, um seinen Halt sicherzustellen.

Mit Bezug auf die beigefügte 1 – eine schematische Ansicht – werden die speziellen Ausführungsformen beschrieben.

  • – Der Griff (1) kann eine Länge aufweisen, die zur Breite von drei Fingern äquivalent ist.
  • – Der Griff (1) kann aus Stahl bestehen und mit einem Lederstück bedeckt sein.
  • – Das Band (2) des Griffs kann durch ein Nahtsystem die Verlängerung des Lederstücks sein, das für die Bedeckung des Griffs (1) gedient hat.
  • – Dieses Band (2) kann eine Länge von 3 cm besitzen.
  • – Ein Ring kann an das Ende des Bandes des Griffs genäht sein.
  • – Das Gummiband (3) kann am Ring des Griffs mit Hilfe eines Karabinerhakens befestigt sein.
  • – Das Gummiband (3) kann eine Länge von 6 cm besitzen.
  • – Das Gummiband (3) kann an seinem anderen Ende mit einer Öse (4) versehen sein, die es ermöglicht, den Riemen (5) zur Befestigung am Kummet durchzulassen.
  • – Das Band zwischen dem Gummiband und dem Kummet (6) kann ein Lederriemen (5) mit 40 cm sein, der ungefähr 20 cm unter der Höhe des Widerrists an das Kummet genäht ist und der durch die Öse des Gummibandes (4), in welchem er verläuft, und ein klassisches System einer Schleife (7), die an das Kummet genäht ist, einstellbar ist.
  • – Schlaufen (8) können am Kummet vorgesehen sein, um den Überstand des Einstelllederriemens (5) zu führen.
  • – Zwei Träger zur Befestigung der Griffe durch einen Clip können 15 cm über der Befestigung des Befestigungsriemens (9) an das Kummet genäht sein.
  • – Schnellkarabinerhaken (10) können ungefähr 3 cm unter den Trägern zur Befestigung durch einen Clip (9) an das Kummet genäht sein.

Der verringerte Platzbedarf des Griffs ist derart, dass er die Verwendung der Zügel ohne besondere Störung ermöglicht. Der Widerstand dieses Griffs und der Verbindung mit dem Kummet ermöglicht dem Reiter, diesen Griff zu verwenden, um seine Position aufrechtzuerhalten und um die Hände unter allen Umständen "an der Stelle" zu halten. Die Verwendung eines Gummibandes ermöglicht dem Reiter, eine Wirkung auf das Maul seines Pferdes auszuüben, wobei die Wirkung absichtlich durch den Widerstand des Gummibandes begrenzt wird.

Gemäß einer nicht dargestellten Variante können die Griffe an einem Tragriemen anstelle des Kummets befestigt werden.

Als nicht begrenzendes Beispiel hat der Griff eine Länge von 4 cm, eine Breite von 1 cm und eine Dicke von 0,5 cm. Der Lederriemen, der mit dem Griff verbunden ist, hat eine Länge von 3 cm, das Gummiband hat eine Länge von 6 cm und der mit dem Kummet verbundene Lederriemen hat eine Länge, die von 2 bis 20 cm gemäß der Einstellung variiert.

Alle Ausführungen des Reitsports können von dieser Erfindung profitieren.

Eine lange Einstellung der Vorrichtung ermöglicht es, den Reiter in der Sitzposition zu unterstützen, ob es sich um einen Reitanfänger oder einen erprobten Reiter handelt.

Eine kurze Einstellung ermöglicht es, einen Reiter in der sogenannten "hängenden" Position, insbesondere bei der Ausführung des Hindernisspringens, zu unterstützen.

Die Verwendung der Griffe, die an den Schnellbefestigungen des Kummets befestigt sind, ermöglicht dem Reiter, schnell eine Verwendung der Griffe ähnlich der Verwendung eines klassischen Kummets mit dem Komfort zu erhalten, den die Verwendung des Griffs bringt.

Die Vorrichtung ermöglicht es, die "Handspiele" des erprobten Reiters zu vermeiden, unterstützt den Reitanfänger bei seiner Suche des Gleichgewichts und schützt das Maul seines Pferdes.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung, die dazu bestimmt ist, im Reitsport verwendet zu werden, um den Reiter bei der Suche des Gleichgewichts und bei der Unabhängigkeit der Hände zu unterstützen, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Griffe (1) umfasst, die durch Riemen (5) und Gummibänder (3) mit einem um den Hals eines Pferdes verlaufenden Kummet (6) verbunden sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (1) eine Länge, die zu der Breite der drei folgenden Finger äquivalent ist: Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger; und eine Breite von etwa einem Zentimeter sowie eine geringe Dicke hat.
  3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Griff (1) ein dünnes Band, das zwischen den Fingern verlaufen soll, befestigt ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (2) des Griffs (1) mit einem Gummiband (3) verbunden ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kummet (6) auf einer Höhe etwa in der Mitte des Halses zwei einstellbare Bänder (5) befestigt sind.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Befestigung des einstellbaren Bandes (5) am Kummet (6) ihrerseits auf einer Länge von etwa zwanzig Zentimetern einstellbar sein kann.
  7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei an dem Kummet befestigten Bänder (5) eine Einstellung der Befestigungslänge zwischen dem Kummet und dem Gummiband über eine an dem Gummiband (3) befestigte Öse und eine an dem Kummet (6) befestigte Schleife ermöglichen.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein System von an dem Kummet (6) befestigten Clips (9) eine Befestigung und schnelle Aufnahme mit der Hand der Griffe (1) am Kummet (6) ermöglicht.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an das Kummet etwa drei Zentimeter unterhalb der Befestigungsclips (9) mit Bändern versehene Schnellkarabinerhaken (10) genäht sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Satz aus zwei Griffen (1) Unterscheidungsmittel umfasst, die Fähnchen in der Umgebung von Hindernissen entsprechen: Rot für den rechten Griff, Weiß für den linken Griff.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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