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Dokumentenidentifikation DE102004039078B4 14.09.2006
Titel Gassack zum Einbau in ein Kraftfahrzeug
Anmelder Autoliv Development AB, Vargarda, SE
Erfinder Wienecke, Thomas, 80993 München, DE;
Sager, Claudia, 85247 Schwabhausen, DE
Vertreter Mayer, Frank und Schön, 75173 Pforzheim
DE-Anmeldedatum 12.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004039078
Offenlegungstag 09.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2006
IPC-Hauptklasse B60R 21/23(2006.01)A, F, I, 20060405, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Gassack zum Einbau in ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Gassack-Einheit weist stets eine Gassackhülle und eine Gasgenerator-Einheit auf, die den von der Gassackhülle umschlossenen Raum im Bedarfsfall mit Gas befüllt. Je nach Ausgestaltung kann sich die Gasgenerator-Einheit ganz oder teilweise innerhalb der Gassackhülle befinden. Bei Frontgassäcken werden zumeist topfförmige Gasgeneratoren (pan cake) verwendet, die auf einer Grundplatte montiert sind und durch eine Öffnung der Gassackhülle nahezu vollständig in diese hineinragen. Da die Gassackhülle im Bereich dieser Öffnung großen Belastungen ausgesetzt ist, ist hier in der Regel mindestens eine Verstärkungslage mit der Gassackhülle verbunden, beispielsweise vernäht. Dies ist beispielsweise aus der FR 2 724 144 bekannt. Um eine gewisse Flächigkeit bei der Verbindung zu erreichen, ist es auch bekannt, zwei geschlossene, im wesentlichen konzentrische kreislinienförmige Nähte vorzusehen, die sich um die Öffnung herum erstrecken.

Es hat sich herausgestellt, dass auf diese Art und Weise nicht unter allen Umständen eine ideale Verbindung zwischen Gassackhülle und Verstärkungslage erreicht wird. Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen gattungsgemäßen Gassack dahingehend weiterzubilden, dass eine verbesserte Verbindung zwischen Gassackhülle und Verstärkungslage erreicht wird.

Diese Aufgabe wird durch einen Gassack mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Erfindungsgemäß erfolgt die Verbindung zwischen Gassackhülle und Verstärkungslage über eine Naht, die wenigstens eine Schleife, vorzugsweise mehrere Schleifen, aufweist. Somit kann mit einfachen Mitteln eine flächige Kraftübertragung erreicht werden, was zu der gewünschten Stabilität und Widerstandsfähigkeit führt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in den meisten Anwendungsfällen mit einer einzigen geschlossenen Naht auskommen kann, was den Fertigungsaufwand reduziert, da die Nähmaschine nur ein einziges mal angesetzt werden muss.

Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus dem nun mit Bezug auf die Figuren näher dargestellten Ausführungsbeispiel. Hierbei zeigen:

1 Den Bereich einer für einen Gasgenerator vorgesehenen Öffnung eines Gassacks,

2 den Bereich aus 1 entlang der Schnittlinie A-A mit einem Gasgenerator und einer Grundplatte,

3 eine der 1 entsprechende Darstellung des Standes der Technik.

Zur Verdeutlichung der erfindungsgemäßen Neuerung wird zunächst mit Bezug auf die 2 und 3 auf den Stand der Technik eingegangen. In dem Bereich, in dem eine Gasgenerator-Einheit angeordnet wird, weist die Gassackhülle 10 eine Öffnung 12 auf. Durch diese Öffnung 12 erstreckt sich, wie in 2 dargestellt, die Gasgenerator-Einheit 30, durch deren Austrittslöcher 32 im Bedarfsfall das Gas in den Innenraum des Gassacks strömt.

Die Gasgenerator-Einheit 30 ist auf eine Grundplatte 34 montiert, mit der auch die Gassackhülle 10 verbunden ist. Da die thermischen und mechanischen Belastungen in diesem Fall sehr hoch sind, ist auf die Gassackhülle 10 im Bereich der Öffnung 12 eine Verstärkungslage 20 aufgenäht, die sich vollständig um die Öffnung 12 herum erstreckt. Im Stand der Technik, wie er in

3 dargestellt ist, erfolgt das Vernähen von Gassackhülle 10 und Verstärkungslage 20 beispielsweise über zwei Nähte 22, die sich im wesentlichen konzentrisch um die Öffnung 12 herum erstrecken.

1 zeigt die erfindungsgemäße Verbesserung in einer bevorzugten Ausführungsform. Hier ist nur eine einzige Naht 22 vorgesehen, die eine geschlossene Linie bildet. Die Liniennaht 22 beschreibt in diesem Ausführungsbeispiel vier Schleifen 22a–d, die symmetrisch bezüglich der Öffnung 12 angeordnet sind. Die Schleifen 22a–d umschließen hierbei einen Teil der um die Öffnung 12 herum angeordneten Befestigungslöcher 14. Über diese Befestigungslöcher 14 wird die Gassackhülle 10 an der Grundplatte 34 befestigt. Durch das Umschließen zumindest eines Teils der Befestigungslöcher 14 ergibt sich eine besonders günstige Krafteinleitung und -verteilung bei expandierendem Gassack, da ein großer Anteil der Kraftübertragung im Bereich der Befestigungslöcher erfolgt und durch Umschließung eines Befestigungsloches mit einer Schleife eine gute Kraftverteilung erfolgt.

Das hier dargestellte Ausführungsbeispiel trägt eine Verstärkungslage 20 auf der Innenseite der Gassackhülle 10. Es ist jedoch auch möglich, mehrere Verstärkungslagen vorzusehen, oder die Verstärkungslage auf der Außenseite der Gassackhülle anzuordnen.

10Gassackhülle 12Öffnung 14Befestigungsloch 20Verstärkungslage 22Naht 22a–dSchleife 30Gasgeneratoreinheit 32Austrittsloch 34Grundplatte

Anspruch[de]
  1. Gassack zum Einbau in ein Kraftfahrzeug, wobei der Gassack eine Gassackhülle (10) mit einer Öffnung (12) für eine Gasgenerator-Einheit (30) aufweist und wobei die Gassackhülle (10) im Bereich der Öffnung (12) mittels wenigstens einer sich um die Öffnung (12) herum erstreckende Naht (22) mit wenigstens einer Verstärkungslage (20) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (22) wenigstens eine Schleife (22a–d) aufweist.
  2. Gassack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (22) eine geschlossene Linie bildet.
  3. Gassack nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass genau eine Naht (22) vorhanden ist.
  4. Gassack nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass um die Öffnung (12) herum mehrere Befestigungslöcher (14) angeordnet sind, und dass zumindest ein Teil der Befestigungslöcher von einer Schleife (22a–d) umschlossen werden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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