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Dokumentenidentifikation DE102005008259A1 14.09.2006
Titel Elektrode zur Separation von Stoffgemischen
Anmelder Reitmeir, Thomas, 83346 Bergen, DE
Erfinder Reitmeir, Thomas, 83346 Bergen, DE
DE-Anmeldedatum 23.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005008259
Offenlegungstag 14.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2006
IPC-Hauptklasse B03C 7/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Elektrode zur Separation von Stoffgemischen.
Die Erfindung betrifft eine Elektrode 2, die zur elektrostatischen Separation von Stoffgemischen eingesetzt wird.
Erfindungsgemäß ist an der Elektrodenoberfläche ein Luftstrom 1, der verhindert, dass von der Elektrode angezogene Teilchen durch ihre schnelle Umladung wieder zurückfliegen. Die vom Luftstrom erfassten Teilchen 4 werden somit gezielt in eine bestimmte Richtung abtransportiert.
Die Elektrodenoberfläche 2 bleibt durch den Luftstrom 1 sauber und dadurch bleibt auch das elektrostatische Kraftfeld konstant gleich.

Beschreibung[de]

Die elektrostatische Separation ist Standard. Bei der elektrostatischen Separation werden elektrisch leitfähige, bzw. triboelektrisch positiv- oder negativ geladene Teilchen über eine Gegenelektrode angezogen.

Elektrostatisch separiert werden Stoffgemische, bestehen aus grob zerkleinerten-, granulat- und rieselfähigen, möglichst staubfreien Materialien, in den Bereichen Kunststofftrennung, Kabelaufbereitung, Mineralienseparation, usw.

Das Problem bei der Elektrostatischen Separation ist, dass sich manche Teilchen, speziell die elektrisch leitfähigen, aber auch die speziell kleinen oder dünnen, großflächigen Teilchen sich an der angezogenen Gegenelektrode, durch ihre schnelle Umladung, sofort wieder zurückfliegen und sich auf das Trennergebnis negativ auswirken. Ein großer Nachteil ist auch, dass die Elektrode Staub und Fasern anzieht, die sich dort ansammeln und in der Folge Kurzschlüsse, bzw. blitzartige Überschläge verursachen, die in ungünstigen Fällen Brand und Explosionen verursachen. Trotz Absaugeinrichtungen und intervallmäßiger automatischer Abreinigungseinrichtungen, sind die bisherigen elektrostatischen Separationsverfahren daher nur begrenzt einsatzfähig.

Diese Probleme werden durch die, in den Patentansprüchen aufgeführten Merkmalen, gelöst.

Erfindungsgemäß ist an der Elektrodenoberfläche 2 ein Luftstrom 1, der verhindert, dass sich, von der Elektrode angezogene Teilchen, durch ihre schnelle Umladung, wieder zurückfliegen.

Die vom Luftstrom 1 erfassten Teilchen 4 werden so gezielt abtransportiert. Auch die Elektrodenoberfläche bleibt durch den Luftstrom sauber, dadurch ergibt sich ein konstant gleich bleibendes Kraftfeld das zu einem wesentlich besseren Trennergebnis führt.

Erfindungsgemäß ergeben sich dadurch auch neue Separationsverfahren und neue Anwendungsgebiete, da die Form und die Lage der Elektrode aber auch der Austrag durch den Luftstrom 4 in eine bestimmte Richtung, jeweils an die speziellen Anwendungsmöglichkeiten angepasst werden kann.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beziehen sich:

  • • auf ein wesentlich verbessertes Trennergebnis, da die angezogenen Teilchen nicht mehr zurückspringen können und gezielt in eine bestimmte Richtung 1, 4, abtransportiert werden.
  • • Auf der Elektrodenoberfläche 2 bildet sich kein Belag mehr, da sie durch den Luftstrom 1 ständig sauber gehalten wird.
  • • Das elektrostatische Kraftfeld bleibt durch die sauber gehaltene Elektrodenoberfläche immer gleich.

Die Erfindung erschließt auch neue Anwendungsmöglichkeiten, speziell bei feinen-, staub- und pulverförmigen Stoffgemischen, wie beispielsweise verunreinigte Metallstäube oder Filterstäube mit Rückgewinnung von Metall, usw.

Mit der Erfindung sind auch neue Verfahrensmethoden möglich, wie beispielsweise eine vertikale Abtrennung 3 von einer horizontalen Fläche 6 insbesondere von leichten Teilchen, die dann durch den Luftstrom 1 der Elektrode in eine bestimmte Richtung 1, 4, abtransportiert werden. Die Horizontale Fläche 6 kann z.B. ein Förderband oder eine Vibrationsrinne sein.


Anspruch[de]
  1. Die erfindungsgemäße Elektrode ist dadurch gekennzeichnet, dass an ihrer Oberfläche Luft 1 oder entsprechende Gase entlang strömen.
  2. Nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenoberfläche gerade, 2 in 2, 3, oder gebogen 2 in 2 ist.
  3. Nach Patentanspruch 1–2 dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode in verschiedenen Lagen 2, horizontal, vertikal oder schräg, einsetzbar ist.
  4. Nach Patentanspruch 1–3 dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenoberfläche auch mit einem Koronakraftfeld ausgeführt ist.
  5. Nach Patentanspruch 1–4 dadurch gekennzeichnet, dass der Luft- oder Gasstrom 1 blasend und oder saugend ist
  6. Nach Patentanspruch 1–5 dadurch gekennzeichnet, dass die, an der Elektrode, entlang strömende Luft- oder Gas auch im Kreislauf geführt wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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