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Dokumentenidentifikation DE102005011347A1 14.09.2006
Titel Stehpackung, insbesondere Round-Pouch
Anmelder Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG, 87671 Ronsberg, DE
Erfinder Michalsky, Andreas, 87700 Memmingen, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Anmeldedatum 11.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005011347
Offenlegungstag 14.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2006
IPC-Hauptklasse B65D 33/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Stehpackung, insbesondere "Round-Pouch" (10), deren bzw. dessen oberes Ende (13) durch eine Quersiegelnaht (11) verschlossen ist. Die Quersiegelnaht (11) ist etwa parallel zu ihrer Längserstreckung nach vorne oder nach hinten gefaltet. Des weiteren sind die beiden an die Quersiegelnaht (11) anschließenden Ecken (18, 19) um etwa 90° nach innen an die Packungswand gefaltet.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stehpackung, insbesondere einen sogenannten „Round-Pouch", deren bzw. dessen oberes Ende durch eine Quersiegelnaht verschlossen ist.

Derartige Stehpackungen sind allgemein bekannt. Sie umfassen einen zylinder- oder tubenartigen Grundkörper, an dessen bodenseitigem Ende ein Standboden eingesiegelt ist. Dieser Boden kann aus einem relativ steifen Material bestehen und flach-topfförmig ausgebildet sein. Alternativ bestehen derartige Standböden aus demselben Folienmaterial wie der Grundkörper und umfassen eine V- oder W-Falte. Da es sich hier um an sich bekannte Konstruktionen handelt, erübrigt sich hier eine nähere Beschreibung derselben. Zum Grundkörper sei noch erwähnt, dass dieser vorzugsweise aus einem Folienlaminat, insbesondere Aluminiumlaminat mit wenigstens einer Siegelschicht und einer Barriereschicht besteht. Verbreitet sind Grundkörper als Abschnitt eines extrudierten Schlauches. Alternativ werden die Grundkörper aus einem rechteckförmigen Folienzuschnitt hergestellt. Die Verbindung der aneinanderstoßenden Randbereiche erfolgt dann entweder durch ein sogenanntes fin- oder lap-seal.

Im vorliegenden Fall geht es um Stehpackungen, deren oberes Ende jeweils durch eine Quersiegelnaht verschlossen ist. Diese Stehpackungen sind aufgrund der erwähnten Quersiegelnaht nur schlecht – wenn überhaupt – für den Transport oder die Darreichung übereinander stapelbar.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Stehpackungen der vorgenannten Art derart weiter zu bilden, dass sie sicher übereinander stapelbar sind. Für den Fall, dass die Packung unterhalb der Quersiegelnaht noch einen Ausguss aufweisen sollte, sollte dieser auch vor Beschädigungen geschützt sein, insbesondere dann, wenn die Stehpackungen übereinander gestapelt transportiert werden.

Diese Aufgaben werden durch die kennzeichnenden Maßnahmen des Anspruches 1 gelöst, wobei für die Konstruktion mit Ausguss insbesondere auf Anspruch 3 hingewiesen wird.

Ein wesentlicher Punkt der vorliegenden Erfindung besteht also darin, dass die Quersiegelnaht etwa parallel zu ihrer Längserstreckung nach vorne oder nach hinten und die beiden an die Quersiegelnaht anschließenden Ecken um etwa 90° nach innen an die Packungswand gefaltet sind. Damit wird ein etwa flächiger Abschluss an der dem Boden der Packung gegenüberliegenden Kopfseite bzw. am oberen Packungsende definiert. Dadurch, dass die beiden an die Quersiegelnaht anschließenden Ecken dann nach innen an die Packungswand gefaltet sind, erhält man eine insgesamt kompakte Stehpackung, die sich raumsparend und übereinander gestapelt transportieren lässt. Vorzugsweise sind die an die Quersiegelnaht anschließenden und um etwa 90° nach innen an die Packungswand gefalteten Ecken an die Packungswand gesiegelt, insbesondere punktgesiegelt. Damit erhält man eine Art „Originalitätsgarantie". Der Verbraucher erkennt sofort, ob an der Packung, insbesondere am oberen Öffnungsbereich der Packung manipuliert worden ist. Diese „Originalitätsgarantie" ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn unterhalb der Quersiegelnaht ein Ausguss, insbesondere mit Schraubkappe, angeordnet ist, der bei der erfindungsgemäßen Faltung regelrecht in den Packungskörper hineingefaltet wird. Der Ausguss liegt dann unterhalb der Quersiegelnaht in einem Raum zwischen Quersiegelnaht und Packungswand einerseits sowie den beiden nach innen gefalteten Ecken andererseits. Solange die beiden Ecken an die Packungswand gesiegelt sind, ist der Ausguss nicht zugänglich. Nur wenn diese Siegelung aufgehoben ist, muss der Verbraucher vermuten, dass der Ausguss schon einmal geöffnet worden ist, oder dass versucht worden ist, den Ausguss zu öffnen.

Vorzugsweise besteht die Packung aus einer Verbundfolie mit einer äußeren und inneren Siegelschicht, so dass sowohl die vorgenannte Eckversiegelung als auch das eingangs erwähnte Einsiegeln eines Standbodens problemlos möglich sind.

Nachstehend werden zwei Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Stehpackung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1a1d die Schritte, die ausgehend von einer durch eine Quersiegelnaht verschlossenen Stehpackung zu einer erfindungsgemäß gefalteten Packung führen;

2a2d die Schritte, die ausgehend von einer zweiten Ausführungsform einer durch eine Quersiegelnaht verschlossenen Stehpackung zu einer erfindungsgemäß gefalteten Stehpackung führen.

1a zeigt einen Round-Pouch 10, dessen oberes Ende durch eine Quersiegelnaht 11 verschlossen ist. Diese Quersiegelnaht 11 wird dann entsprechend 1b in Richtung des Pfeils 12 etwas nach unten, d. h. in Richtung des hier nicht näher dargestellten Standbodens gedrückt unter entsprechender Stauchung des oberen Kopfendes 13 des hier etwa zylinder- bzw. dosenartigen Grundkörpers 14 der Packung 10.

Anschließend wird entsprechend 1c die Quersiegelnaht 11 etwa parallel zu ihrer Längserstreckung, d. h. um eine virtuelle Achse 15 parallel zur Längserstreckung der Quersiegelnaht nach vorne in Richtung des Pfeils 16 gefaltet, und zwar auf die Oberseite des Grundkörpers 14 unter gleichzeitiger Ausbildung einer sich etwa parallel zum Boden erstreckenden Stapelfläche 17.

Die beiden an die Quersiegelnaht 11 anschließenden äußeren Ecken 18, 19 werden dann, wie in 1d gezeigt, um etwa 90° nach innen an die Packungswand gefaltet und mit dieser verklebt, verschweißt oder versiegelt. Auf diese Art und Weise erhält man eine insgesamt etwa dosenartige Stehpackung, die sich kompakt verstauen und stapeln lässt.

Die 2a2d zeigen dieselben Schritte wie die 1a1d zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Stehpackung. Ausgangspunkt ist bei der Ausführungsform nach den 2a2d jedoch ein Round-Pouch 10, an dessen oberem Ende 13 unterhalb der Quersiegelnaht 11 ein Ausguss 20 mit Schraubkappe 21 angeordnet, insbesondere angesiegelt ist. Auch hier erfolgt eine Faltung der Quersiegelnaht 11 in Richtung nach vorne (siehe Pfeil 16 in 2c), wodurch der Ausguss 20 in eine Lage unterhalb der Quersiegelnaht 11 bzw. der nach der Faltung gemäß 2c entstehenden Stapelfläche 17 gelangt. Der Ausguss 20 ist daher durch die Stapelfläche 17 geschützt. Der Ausguss 20 liegt bei fertiggestellter Packung entsprechend 2d in einem Raum 22 zwischen Quersiegelnaht 11 bzw.

Stapelfläche 17 und der das obere Ende 13 des Grundkörpers 14 begrenzenden Packungswand einerseits sowie den beiden nach innen an die Packungswand gefalteten Ecken 18, 19 andererseits. Durch die erfindungsgemäße Faltung des oberen Endes der Packung 10 entsteht dort unterhalb der nach vorne gefalteten Quersiegelnaht 11 eine Delle, die den Raum 22 zur Aufnahme des Ausgusses 20 definiert. Im übrigen werden bei der Ausführungsform nach den 2a2d für Teile, die bereits anhand der 1a1d beschrieben sind, dieselben Bezugsziffern verwendet.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

10Round-Pouch 11Quersiegelnaht 12Pfeil 13oberes Ende 14Grundkörper 15virtuelle Achse 16Pfeil 17Stapelfläche 18Ecke 19Ecke 20Ausguss 21Schraubkappe 22Raum

Anspruch[de]
  1. Stehpackung, insbesondere „Round-Pouch" (10), deren bzw. dessen oberes Ende (13) durch eine Quersiegelnaht (11) verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Quersiegelnaht (11) etwa parallel zu ihrer Längserstreckung (Achse 15) nach vorne (Pfeil 16) oder nach hinten und die beiden an die Quersiegelnaht (11) anschließenden Ecken (18, 19) um etwa 90° nach innen an die Packungswand gefaltet sind.
  2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken (18, 19) an die Packungswand gesiegelt, insbesondere punktgesiegelt sind.
  3. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Quersiegelnaht (11) ein Ausguss (20), insbesondere mit Schraubkappe (21), angeordnet ist, in dessen Richtung die Quersiegelnaht (11) gefaltet ist, bevor die daran anschließenden Ecken (18, 19) an die Packungswand gefaltet und mit dieser verbunden werden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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