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Dokumentenidentifikation DE202006004232U1 14.09.2006
Titel Vorrichtung zum Aufnehmen von zu beseitigendem Schnee und/oder Eis
Anmelder Jähnig, Jürgen, 09366 Stollberg, DE
Vertreter Bauer, S., Dipl.-Ing. Faching. f. Schutzrechtsw., Pat.-Anw., 09661 Hainichen
DE-Aktenzeichen 202006004232
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.09.2006
Registration date 10.08.2006
Application date from patent application 17.03.2006
IPC-Hauptklasse E01H 5/10(2006.01)A, F, I, 20060317, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E02B 5/08(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schnee- bzw. Eistaugitter zur Entsorgung von Schnee und/oder Eis, der bzw. das von Flugplätzen, Verkehrs-, Hof- oder anderen frei zu haltenden Flächen abtransportiert wird.

Die Entsorgungsbetriebe stehen alljährlich vor dem Problem, den auf Straßen und Plätzen anfallenden Schnee abzutransportieren und gegebenenfalls umweltgerecht zu beseitigen, wobei Sammelflächen insbesondere in höher gelegenen Regionen nicht hinreichend zur Verfügung stehen, da dort die Menge des zu beseitigenden Schnees besonders groß ist, für den Antransport mit größeren Fahrzeugen geeignete Lagerflächen jedoch aus topographischen Gründen rar sind. Deshalb werden die anfallenden Schnee- und Eismassen oftmals von Brücken in Flüsse und Bäche gekippt, so daß es entweder zu einem Anstau des Gewässers und Eisverschlickerung beim Abströmen kommt oder, bei zugefrorenen Gewässern das Fließvolumen nach Einsetzen der Schneeschmelze wegen der zusätzlich im Flußbett lagernden Schnee- und Eismassen zunächst beeinträchtigt, bei fortschreitender Erwärmung dann jedoch um so größer ist und mitunter derart Überschwemmungen provoziert werden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Nachteile bei der Beseitigung von Schnee und/oder Eis durch Abtauen in einer Strömung zu beseitigen, insbesondere die Eisverschlickerung zu vermeiden.

Die Aufgabe wird gelöst, indem ein nach oben offenes kasten- oder trogartig ausgebildetes Taugitter in der Strömung eines Fließgewässers angeordnet ist.

Vorteilhaft ausgestaltet ist die Erfindung dadurch, daß das kasten- oder trogartig ausgebildete Taugitter mit Befestigungsmitteln versehen ist, mittels derer das Taugitter verankerbar ist, so daß unabhängig vom Verhältnis der Strömungsgeschwindigkeit und damit der kinetischen Energie des anströmenden Fließgewässers zum Volumen des Taugitters und damit zur Masse des der Strömung ausgesetzten Taugutes die Standsicherheit des Taugitters gewährleistet ist. Weitergebildet wird die Erfindung, indem das kasten- oder trogartig ausgebildete Taugitter mit einer Hubvorrichtung verbunden ist. Besonders zweckdienlich ausgebildet ist die Erfindung, wenn das Taugitter die gesamte Breite des Fließgewässers einnimmt.

Zur Anwendung gelangt ein erfindungsgemäßes Taugitter, indem es im Bett eines Fließgewässers aufgestellt und das Taugut in die nach oben weisende Öffnung gekippt wird. Das Abtauen des Taugutes erfolgt, indem die Wärmeenergie des fließenden Wassers ausgenutzt wird. Das Taugut schmilzt im Kontakt mit dem anströmenden Wasser, wodurch das Taugut unterhöhlt wird und in den entstehenden Freiraum nachrutscht. Das Abschmelzen geht dabei hinreichend langsam vonstatten, so daß sowohl die Verschlickung auf der Talseite des Taugitters vermieden wird als auch darüber hinaus mit der Strömung gegen das Taugitter treibender Schnee- und Eisschlick ebenfalls abschmilzt.

Anhand der Zeichnung wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt

ein kastenartiges Taugitter in perspektivischer Darstellung.

Ein Taugitter 1 besteht aus vier Metallgitterflächen, die kastenartig miteinander verbunden sind. Die Metallgitterflächen sind rechteckig ausgebildet, so daß ein quaderförmiges Taugitter 1 mit offener Unter- und ebensolcher Oberseite gebildet wird. Ebenso können zwei rechteckige und zwei trapezförmige Flächengitter miteinander verbunden werden, so daß ein trapezoederförmiger Gitterkörper entsteht, dessen quer zur Strömung angeordnete Seitenflächen rechteckig sind. Als Grundfläche des Taugitters 1 wird das Terrain verwendet. Je nach Beschaffenheit des Flußbettes und Größe des Taugitters 1 kann es erforderlich sein, die Flächengitter geeignet miteinander zu verstreben. Andererseits kann es auch genügen, wenn die Flächengitter lediglich gegeneinander verhakt und somit lösbar miteinander verbunden sind. Zur Verankerung des Taugitters 1 dienen geeignet angeordnete Befestigungsmittel 3, die bei dem hier dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel als senkrecht angeordnete, mit den parallel zur Fließrichtung des Gewässers auszurichtenden Seitenflächen des Taugitters 1 verbundene Gleitschienen ausgebildet sind, die in im Flußbett oder an der Uferbefestigung angebrachten Führungen gelagert sind. Damit ist das Taugitter 1 gegen die Strömung verankert und kann darüber hinaus angehoben und abgesenkt werden. Die oberen Querholme 2 der Seitenflächen dienen hier als Anschlagmittel für eine geeignete Hubvorrichtung, beispielsweise eine Seilwinde, und sind dementsprechend verstärkt ausgebildet.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Aufnahme von zu beseitigendem Schnee und/oder Eis, dadurch gekennzeichnet, daß ein nach oben offenes kasten- oder trogartig ausgebildetes Taugitter 1 in der Strömung eines Fließgewässers angeordnet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das kasten- oder trogartig ausgebildete Taugitter 1 mit Befestigungsmitteln 3 versehen ist, mittels derer das Taugitter 1 verankerbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das kasten- oder trogartig ausgebildete Taugitter 1 mit einer Hubvorrichtung verbunden ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Taugitter 1 die gesamte Breite des Fließgewässers einnimmt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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