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Dokumentenidentifikation DE202006005324U1 14.09.2006
Titel Faltschachtel zum Transport und zur Freilassung von Schmetterlingen
Anmelder IS Insect Services GmbH, 12163 Berlin, DE
DE-Aktenzeichen 202006005324
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.09.2006
Registration date 10.08.2006
Application date from patent application 29.03.2006
IPC-Hauptklasse B65D 85/50(2006.01)A, F, I, 20060329, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 5/30(2006.01)A, L, I, 20060329, B, H, DE   A01K 29/00(2006.01)A, L, I, 20060329, B, H, DE   A01K 67/00(2006.01)A, L, I, 20060329, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Behältnis zum Transport und zur individuellen Freilassung von Schmetterlingen mit den Merkmalen des Schutzanspruches.

  • 1) Unter den Insekten sind Schmetterlinge beim Menschen besonders positiv besetzt und so besteht vielfach der Wunsch, diese anmutigen Falter bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Jubiläen etc. fliegen zu lassen. Hierzu werden gezüchtete Schmetteringe benötigt, die vom Zuchtbetrieb zum Veranstaltungsort transportiert werden müssen. Dabei muss sichergestellt werden, dass sowohl beim Transport als auch bei der Freilassung sämtliche artenschutz- und tierschutzrechtlichen Belange berücksichtigt werden. Letzteres bedeutet, dass insbesondere Schäden und Leiden der Falter durch die Behandlung vermieden werden müssen.
  • 2) Bisherige Methoden beruhen darauf, entweder mehrere Schmetterlinge in größeren Kartons oder einzelne Falter in Umschlägen aus Papier oder dreieckigen Kartons geeigneter Größe zu verschicken. Dabei werden die Falter während des Versandes stets gekühlt, so dass die Schmetterlinge ihre Aktivität einstellen und gleichzeitig deren Sauerstoffverbrauch und Verdunstungsrate auf ein Minimum reduziert wird. Befinden sich die Falter in der Kältestarre, so besteht die Gefahr, dass sie sich nicht mehr festhalten können und innerhalb des Kartons umherfallen und damit ihre Flügel beschädigen können. Diese Gefahr ist zwar beim Transport innerhalb eines Umschlages gebannt, allerdings ist hier das Handling beim Herausnehmen und Freilassen für den Ungeübten nicht einfach. Eine weitere Gefahr für den Schmetterling besteht darin, dass der Karton, in dem er sich befindet verkehrt herum hingestellt wird, so dass der Falter versucht ist, sich in diesem Behältnis umzudrehen.
  • 3) Aufgabe der vorgenannten Erfindung ist es, einen Transportbehälter für lebende Schmetterlinge zu entwickeln und herzustellen, der die Falter sicher verwahrt und vor Schäden schützt, insbesondere wenn diese sich in einer Kältestarre befinden. Des weiteren muss dieser Behälter auch von Laien (z.B. Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft) leicht und intuitiv zu öffnen sein, ohne dass der Falter dadurch Schäden erleidet. Schließlich soll sichergestellt werden, dass der Behälter nur so hingestellt werden kann, dass der darin befindliche Schmetterling richtig herum, d.h. in seiner natürlichen Position steht.

Die Erfindung

Im Folgenden ist die Erfindung beschrieben.

  • 1) Es handelt sich um eine Faltschachtel aus Papier, Pappe oder Kunststoff geeigneter Stärke, die aus einem Stück gestanzt bzw. gegossen oder im Spritzgussverfahren hergestellt wird (s. 1). Die Besonderheit der Faltschachtel liegt darin, dass sie unten breit genug ist, damit der Falter bequem darin stehen kann, sich nach oben hin, wo sich die Flügel des Falters befinden aber verjüngt (s. 2). Die Größe der Faltschachtel ist dabei an die Größe der Schmetterlingsart angepasst, so dass dieser innerhalb der Schachtel beim Transport nicht hin- und herfallen kann.
  • 2) 1 zeigt eine Stanzform, wobei gestrichelte Linien die prospektiven Knickfalten darstellen. Die Faltschachtel ist ohne weitere Hilfsmittel durch einfaches Ineinanderstecken der Laschen zu verschließen. Dazu werden zunächst die beiden Seitenflügel (Fig. 1-1) hochgeklappt und die beiden Laschen (Fig. 1-2) ineinandergesteckt. Diese zusammengesteckten Flügel bilden die innere Rückwand der Faltschachtel. Durch Umschlagen der seitlichen Klappen (Fig. 1-3) wird das sich nach oben verjüngende Seitenprofil (Fig. 1-4) und die Begrenzung zur Vorderseite festgelegt. Dann wird die äußere Rückseite (Fig. 1-5) hochgeklappt, der Falter mit den Füßen auf dem Boden (Fig. 1-6) eingesetzt, die Vorderseite (Fig. 1-7) hochgeklappt und durch Ineinanderstecken der beiden Laschen (Fig. 1-8) mit der Rückseite verbunden.
  • 3) An den beiden überstehenden, ineinandergesteckten Laschen am oberen Ende kann die Schachtel nun in die Hand genommen werden. Dies erlaubt ein gefahrloses Handling, ohne dass der darin befindliche Falter berührt, gedrückt oder gar beschädigt werden kann.
  • 4) Werden die Schmetterlinge zur Freilassung an die Teilnehmer z.B. einer Hochzeitsgesellschaft verteilt, können die Faltschachteln kurzfristig durch Aufklappen des Fußes aus der äußeren Rückwand (Fig. 1-9) aufgestellt werden. Die Art der Schachtel erlaubt nur diese Art des Hinstellens, so dass eine unbeabsichtigte falsche Aufstellung ausgeschlossen ist.
  • 5) Geeignete Aufdrucke auf der Schachtel weisen den Teilnehmer auf die korrekte Handhabung hin.
  • 6) Zum Freilassen der Schmetterlinge müssen nun nur noch die beiden oberen Laschen auseinandergezogen werden. Die Schachtel klappt auf, und der Falter kann davonfliegen. Dieses Verfahren stellt keine besonderen Anforderungen an die Geschicklichkeit des Teilnehmers und erlaubt eine sichere Freilassung des Falters.


Anspruch[de]
  1. Faltschachtel zum Transport und zum Freilassen lebender Schmetterlinge dadurch gekennzeichnet, dass die gefaltete Schachtel eine auf die jeweilige Schmetterlingsart zugeschnittene Größe besitzt, im Bodenbereich die Breite des Falters aufweist und sich nach oben hin kontinuierlich verjüngt. Die bevorzugte Breite im Bodenbereich beträgt 3 bis 9 mm, die Länge der Schachtel 30 bis 70 mm und die Höhe ebenfalls 30 bis 70 mm (jeweils Innenmaße). Am Beispiel des Großen Kohlweißlings betragen die bevorzugten Maße 4–6 mm (Breite des Bodens), 35 bis 45 mm (Länge) und 35 bis 45 mm (Höhe).
  2. Faltschachtel nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtel aus bedrucktem oder unbedrucktem Papier, Pappe oder Karton oder aber aus geeignetem Kunststoff besteht. Die Innenseite der Schachtel weist eine glatte Oberfläche auf. Die Innenfläche des Bodens kann auch rauh sein, ebenso wie die Außenfläche.
  3. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2 gekennzeichnet dadurch, dass die Schachtel durch Ineinanderstecken ohne weitere Hilfsmittel verschlossen und auch wieder geöffnet werden kann (s. Beschreibung, 1 und 2).
  4. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtel auch mittels Klammern, Tackern, Klettverschluss oder sonstiger geeigneter Hilfsmittel an ihrer Oberseite (Fig. 1-8) verschlossen werden kann.
  5. Faltschachtel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, das ein Ständer an der Außenseite herausgeklappt werden kann, um so ein stabiles Aufstellen der Schachtel zu ermöglichen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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