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Dokumentenidentifikation DE202006008673U1 14.09.2006
Titel Vorrichtung zur elektrischen Verbindung eines Weidezaunbandes mit einem Elektrozaungerät bzw. zweier Weidezaunbänder untereinander
Anmelder Lister GmbH Landgeräte- und Kühlanlagenfabrik, 58509 Lüdenscheid, DE
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet, Wirths & Roche, 42275 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202006008673
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.09.2006
Registration date 10.08.2006
Application date from patent application 30.05.2006
IPC-Hauptklasse H05C 1/06(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 4/40(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft zunächst eine Vorrichtung zur elektrischen Verbindung eines Weidezaunbandes mit einem Elektrozaungerät, im Wesentlichen bestehend aus zwei Anschlussplatinen mit gegenüberliegenden Klemmbereichen, wobei eine Anschlussplatine mit einem Anschlusskabel versehen ist, und die Anschlussplatine zumindest teilweise miteinander fluchtende Bohrungen aufweisen, in denen zwei Schraubverbindungen lösbar angeordnet sind.

Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster 93 09 248.2 der Anmelderin bekannt. Bei dieser grundsätzlich vorteilhaften bekannten Vorrichtung wird jedoch die Handhabung als verbesserungswürdig angesehen.

Aus diesem Grunde besteht die Aufgabe der Erfindung nunmehr darin, eine neue Vorrichtung zur elektrischen Verbindung eines Weidezaunbandes mit einem Elektrozaungerät zu schaffen, welche handhabungstechnisch vorteilhafter ist.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruches 1, insbesondere den Merkmalen des Kennzeichenteils, wonach eine der Anschlussplatinen außerhalb des Klemmbereiches eine Bohrung aufweist, die als zum Rand der Anschlussplatine offenes Langloch ausgebildet ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist den großen Vorteil auf, dass zum Zwecke der Befestigung der Vorrichtung an einem Weidezaunband lediglich beide Schraubverbindungen geringfügig gelöst werden müssen, wodurch dann eine Schwenkung der mit einem offenen Langloch ausgebildeten Anschlussplatine um die andere Schraubverbindung möglich wird. Dann kann auf einfache Weise das Weidezaunband eingelegt werden und durch Rückschwenkung und Anziehen der beiden Schraubverbindungen eine feste leitende Verbindung zwischen Weidezaunband und der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellt werden. Auch weist die Vorrichtung gegenüber dem Stand der Technik zusätzlich den Vorteil auf, dass aufgrund des nicht mehr vollständigen Lösens einer Schraubverbindung bei letzterer auch nicht mehr die Gefahr besteht, dass sie ganz oder teilweise verloren geht.

Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auch auf eine Vorrichtung zur elektrischen Verbindung von zwei Weidezaunbändern untereinander, im Wesentlichen bestehend aus zwei Vorrichtungen gemäß Anspruch 1, die durch das Anschlusskabel miteinander verbunden sind.

Ausgehend von dem bereits oben genannten Stand der Technik und der ebenfalls oben genannten Aufgabe ergibt sich die Lösung aus den Merkmalen des Anspruches 1, insbesondere den Merkmalen des Kennzeichenteils, wonach jeweils eine der Anschlussplatinen einer Vorrichtung außerhalb des Klemmbereiches eine Bohrung aufweist, die als zum Rand der Anschlussplatine offenes Langloch ausgebildet ist.

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die oben dargelegten Vorteile hingewiesen.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen, entspricht die Mittelachse des Langloches einem Kreisabschnitt um den Mittelpunkt der anderen Bohrung der Anschlussplatinen. Durch diese Ausbildung des Langloches wird das Ein- und Ausführen des Gewindebolzens der Schraubverbindung in das Langloch deutlich einfacher.

Eine weitere Verbesserung der Handhabung ergibt sich dadurch, dass der offene Endbereich des Langloches abgerundet ausgebildet ist, so dass es während des Öffnens oder des Schließens der Verbindung nicht zu einem Verkanten kommen kann.

Letztlich weist eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung Klemmbereiche mit zueinander weisenden Profilierungen auf, wobei diese abgerundet ausgebildet sein können und in einer bevorzugten Ausführung mit einer wellenförmigen Profilierung versehen sind. Eine derartige Ausgestaltung der Klemmbereiche führt zu einem hervorragenden Klemmschluss zwischen dem Weidezaunband und den Anschlussplatinen, wodurch einerseits eine vollständige elektrische Kontaktierung sichergestellt ist und andererseits keine Beschädigung des Weidezaunbandes erfolgt, welches beispielsweise mit Leiterdrähten versehen ist.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele. Es zeigen:

1 eine Vorrichtung zur elektrischen Verbindung eines Weidezaunbandes mit einem Elektrozaungerät,

2 eine Vorrichtung gemäß 1 mit eingelegtem Weidezaunband,

3 eine Vorrichtung gemäß 1 im geschlossenen Zustand,

4 eine Schnittdarstellung der Vorrichtung gemäß Schnittlinie IV-IV in 3 und

5 eine Vorrichtung zur elektrischen Verbindung von zwei Weidezaunbändern untereinander.

In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zur elektrischen Verbindung eines Weidezaunbandes mit einem Elektrozaungerät bzw. zweier Weidezaunbänder untereinander insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.

In der 1 ist eine derartige Vorrichtung in geöffnetem Zustand dargestellt. Die Vorrichtung 10 weist eine Anschlussplatine 11 auf, die mit einem Anschlusskabel 12 versehen ist, welches eine elektrische Verbindung zu einem nicht dargestellten Elektrozaungerät herstellt. Die Anschlussplatine 11 weist zwei Bohrungen 13 auf. Zwischen den Bohrungen 13 ist ein Klemmbereich 14 vorhanden.

Die Vorrichtung 10 weist darüber hinaus eine weitere Anschlussplatine 16 auf, die mit einer Bohrung 17 versehen ist, welche mit der dem Anschlusskabel 12 nahe liegenden Bohrung 13 fluchtet. Durch diese miteinander fluchtenden Bohrungen 13 und 17 der Anschlussplatinen 11 und 16 greift ein Sechskant-Gewindebolzen 18, der von einer Flügelmutter 19 gesichert wird. Das andere Ende der Anschlussplatine 16 ist mit einem Langloch 20 versehen, welches zum Rand der Anschlussplatine hin offen ausgebildet ist.

Letztlich weist die Anschlussplatine 11 noch einen weiteren Sechskant-Gewindebolzen 18 einschließlich Flügelmutter 19 auf, welche in der anderen Bohrung 13 angeordnet ist.

Die 2 unterscheidet sich von der 1 nur dadurch, dass der Klemmbereich 14 weitestgehend von einem Weidezaunband 15 abgedeckt ist.

Aus der Zusammenschau der 1 bis 3 erkennt man die einfache Funktionsweise der Vorrichtung 10. In der Stellung gemäß 1 kann das Weidezaunband 15 entnommen werden. Zu diesem Zweck wurden vorher die Flügelmuttern 19 leicht gelöst, so dass durch Bewegung der Anschlussplatine 16 in x-Richtung die Vorrichtung 10 geöffnet werden konnte.

Nach dem Einlegen des Weidezaunbandes 15 (s. 2) kann dann durch einfache Schwenkbewegung der Anschlussplatine 16 um den nahe des Anschlusskabels 12 angeordneten Sechskant-Gewindebolzen 18 herum die Vorrichtung 10 in die 2 dargestellte Geschlossenstellung gebracht werden. Bei diesem Schwenkvorgang in y-Richtung wird der Sechskant-Gewindebolzen 18 automatisch in das Langloch 20 eingeführt.

Nach Erreichen der in 3 dargestellten Stellung, müssen lediglich die beiden Flügelmuttern 19 wieder geringfügig angezogen werden, so dass eine klemmende, die elektrische Kontaktierung sicherstellende Verbindung zwischen dem mit Leiterdrähten versehenen Weidezaunband 15 und den leitfähigen Anschlussplatinen 11 und 16 hergestellt wird.

In der 4 erkennt man gut den Aufbau der Vorrichtung 10. Insbesondere wird gezeigt, dass die Klemmbereiche 14 eine wellenförmige Profilierung aufweisen, durch die eine zugfeste Verbindung zwischen dem Weidezaunband 15 und der Vorrichtung 10 zwar erreicht wird, jedoch eine Beschädigung des Weidezaunbandes 15 und insbesondere der darin angeordneten Leiterdrähte vermieden wird.

Letztlich ist in der 5 eine Ausführungsform der Vorrichtung 10 dargestellt, bei der das Anschlusskabel 12 nicht mit einem Elektrozaungerät elektrisch verbunden ist, sondern mit einer weiteren Vorrichtung 10, so dass bei dieser Ausführungsform lediglich eine elektrische Verbindung von zwei Weidezaunbändern 15 untereinander hergestellt wird. Eine derartige Ausführungsform wird immer dann eingesetzt, wenn bereits ein Weidezaunband 15 mit einem Elektrozaungerät elektrisch verbunden ist und dadurch auch das zweite Weidezaunband 15 mit dem Elektrozaungerät elektrisch verbunden werden kann.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (10) zur elektrischen Verbindung eines Weidezaun-Breitbandes (15) mit einem Elektrozaungerät, im Wesentlichen bestehend aus zwei Anschlussplatinen (11, 16) mit gegenüberliegenden Klemmbereichen (14), wobei eine Anschlussplatine (11) mit einem Anschlusskabel (12) versehen ist, und die Anschlussplatine (11) zumindest teilweise miteinander fluchtende Bohrungen (13) aufweisen, in denen zwei Schraubverbindungen lösbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Anschlussplatinen (11) außerhalb des Klemmbereiches (14) eine Bohrung aufweist, die als zum Rand der Anschlussplatine (16) offenes Langloch (20) ausgebildet ist.
  2. Vorrichtung (10) zur elektrischen Verbindung von zwei Weidezaunbändern (15) untereinander, im Wesentlichen bestehend aus zwei Vorrichtungen (10) gemäß Anspruch 1, die durch das Anschlusskabel (12) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Anschlussplatinen (11, 16) außerhalb des Klemmbereiches (14) eine Bohrung aufweist, die als zum Rand der Anschlussplatine (16) offenes Langloch (20) ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelachse des Langloches (20) einem Kreisabschnitt um den Mittelpunkt der anderen Bohrung (13, 17) der Anschlussplatine (11, 16) entspricht.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Endbereich des Langloches (20) abgerundet ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbereiche (14) mit zueinander weisenden Profilierungen versehen sind.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierungen der Klemmbereiche (14) abgerundet ausgebildet sind.
  7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbereiche (14) jeweils eine wellenförmige Profilierung aufweisen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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