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Dokumentenidentifikation DE60302598T2 14.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001348479
Titel Knochenzementmischvorrichtung
Anmelder DePuy Orthopaedics, Inc., Warsaw, Ind., US
Erfinder Vendrely, Timothy G., Warsaw, US;
Sackett, Samuel G., Ft. Wayne, US;
Ungers, Leslie J., Cincinnati, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 60302598
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.03.2003
EP-Aktenzeichen 032520132
EP-Offenlegungsdatum 01.10.2003
EP date of grant 07.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2006
IPC-Hauptklasse B01F 13/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B01F 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B01F 13/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf eine chirurgische Anordnung und im spezielleren auf eine Einrichtung zum Mischen von Knochenzement.

In vielen orthopädischen chirurgischen Verfahren ist es notwendig, eine Art von Zement- oder Vergießmassenmittel zu verwenden, wie z.B. zum Befestigen künstlicher Gelenkimplantate, Reparieren oder Bilden von Gelenken in Knochen oder bei anderen Formen orthopädischer Arbeit. Die für diese Zwecke allgemein verwendete Art des Zements ist ein selbsthärtendes Harz, welches durch Mischen von einer breiten Vielfalt flüssiger Monomere oder Comonomere mit Polymeren oder Copolymeren in Pulverform gebildet wird, um eine viskose Mischung zu bilden, welche als das Vergießmassenmittel zu verwenden ist.

Die Mischung der pulverförmigen und flüssigen Komponenten entwickelt ein schnell abbindendes Material. Die Präparation des Zements geschieht als solches gewöhnlich direkt in der Operationszone unmittelbar vor Verwendung. Speziell wird eine Mischvorrichtung für Knochenzement allgemein verwendet, um die pulverförmigen und flüssigen Komponenten in der Operationszone zu mischen. Die resultierende Mischung wird dann aus der Mischeinrichtung entfernt und in eine Zementabgabeeinrichtung zur nachfolgenden Verwendung durch den Chirurgen gegeben. Insbesondere muß der Knochenzement allgemein zuerst aus der Mischeinrichtung geschöpft oder anderweitig entfernt werden und danach in einer spritzenähnlichen Abgabeeinrichtung zur Verwendung durch den Chirurgen gegeben werden.

Das obenstehend beschriebene System zum Mischen und Abgeben von Knochenzement weist eine Anzahl von damit verbundenen Nachteilen auf. Zum Beispiel werden Monomerdämpfe während des Einbringens des Monomers in die Mischeinrichtung und während des nachfolgenden Mischens des Monomers mit der pulverförmigen Komponente des Knochenzements erzeugt. Solche Monomerdämpfe können schädlich und/oder gefährlich sein. Da der Knochenzement gewöhnlich in einer Operationssaalumgebung gemischt wird, ist es wichtig, jegliche Monomere oder deren Dämpfe davon abzuhalten, aus der Mischvorrichtung zu entweichen. Daher haben einige zuvor konstruierte Mischvorrichtungen Mechanismen zum Kontrollieren des Entweichens solcher Dämpfe umfaßt.

Solche bisherigen Mischvorrichtungen können in drei Hauptmischschalensysteme eingeteilt werden. Diese drei Hauptmischschalensysteme werden gegenwärtig in der Industrie verwendet. Eine solche Mischschale ist bekannt als die Strykermischschale. Die Strykermischschale verwendet ein Vakuum zum Beseitigen von Gasen während des Mischprozesses. Die Strykermischschale weist jedoch einige Unzulänglichkeiten auf. Solche Unzulänglichkeiten bestehen darin, daß die Mischschale nicht durchsichtig ist, so daß die Mischqualität nicht visualisiert werden kann, sie eine Direktantriebsschaufel mit fester Achse aufweist, welche es ungemischtem Pulver ermöglichen kann, sich in der Nähe des oberen Endes der Schale anzusammeln, und der Deckel nicht schließt. Die Direktantriebsschaufel bedeutet, daß der Nutzer manuell die Richtung der Schaufel umdrehen muß, um die optimale Mischqualität des Zements zu erhalten. Ferner kann die Strykermischschale, obwohl sie ein Vakuum verwendet, um während des Mischens Monomergase zu beseitigen, die Monomergase nicht beseitigen, sobald der Deckel entfernt worden ist.

Eine weitere Art einer Mischschale ist bekannt als die Summit Prism Mischschale. Die Summit Prism Mischschale weist einen Getriebemechanismus auf, welcher ein spirographartiges Muster in dem Zement erzeugt, der gemischt wird. Diese Wirkungsweise in Verbindung mit der Konstruktion der Schaufel erzeugt eine Faltbewegung (folding motion) des Zements, wodurch, wie sich herausgestellt hat, Zement recht gut gemischt wird. Die Schaufel dreht jedoch nicht ihre Richtung um. Die Schaufel erzeugt jedoch eine Ziehbewegung (taffy pulling motion) in dem Zement, der gemischt wird. Der Deckel auf der Summit Prism Mischschale ist verschließbar, und die Mischschale ist durchsichtig, um für eine Visualisierung der Mischqualität des Zements zu sorgen. Jedoch ist die Summit Prism Mischschale nicht ergonomisch konstruiert und daher schwer zu halten. Wiederum leitet die Summit Prism Mischschale, obwohl sie ein Vakuum zum Entfernen von Monomergasen während des Mischens verwendet, an den gleichen Einschränkungen wie die Stryker Mischschale dadurch, daß es keine Vorsehungen zum Beseitigen der Monomergase gibt, sobald der Deckel entfernt ist.

Das dritte Hauptsystem ist die UltraMix Mischschale, welche von DePuy Orthopaedics Inc. aus Warsaw, Indiana hergestellt wird. Die UltraMix Mischschale weist einen ergonomischen pfannenartigen Griff am Deckel auf. Der Deckel ist verschließbar anzubringen und die Schale ist ankuppelbar an den DePuy Monomerzuführer, welcher ebenfalls von DePuy Orthopaedics, Inc. aus Warsaw, Indiana hergestellt wird. Die Schaufel der UltraMix Mischschale ist ein Direktantriebssystem, aber ist versetzt, so daß die vorteilhafte Faltbewegung in dem Zement, der gemischt wird, erzeugt wird. Die Direktantriebsschaufel bedeutet, daß, um die optimale Mischqualität des Zements zu erhalten, die Schaufel umgedreht werden muß. Ebenfalls muß die Geschwindigkeit der Schaufel variiert werden. Wieder leitet die UltraMix Mischschale, obwohl sie ein Vakuum zum Beseitigen von Monomergasen während des Mischens verwendet, an den gleichen Einschränkungen wie die Stryker und Summit Prism Mischschalen, dadurch, daß das es keine Vorsehungen zum Beseitigen der Monomergase gibt, sobald der Dekkel entfernt ist.

US-A-4 185 072 offenbart einen orthopädischen Zementmischer, welcher ein Mischgefäß in einem Gehäuse umfaßt, wobei das Gehäuse mit Vakuumleitungen versehen ist, welche an eine Vakuumquelle zum Entziehen von Dämpfen und gasförmigen Reaktionsprodukten aus dem Gehäuse angeschlossen werden kann.

In bekannten Systemen, nicht nur den oben genannten, gibt es kein Mittel zum aktiven Beseitigen von Monomergasen, sobald der Deckel der Mischschale entfernt ist. Da solche Monomergase/-dämpfe schädlich und/oder giftig sein können, ist es wichtig, so viel wie möglich von diesen Dämpfen zu entfernen. Bei einigen Zementen ist es notwendig, bis zu vier Minuten zu warten, bevor der Zement bereit zur Verwendung ist.

Ferner sind bestehende Mischeinrichtungen mit Problemen bezüglich des unvollständigen Mischens der flüssigen Komponenten mit den pulverförmigen Komponenten befrachtet. Im Speziellen werden die pulverförmigen Komponenten und flüssigen Komponenten bei Betrieb von zuvor konstruierten Systemen oft unzureichend gemischt.

Daher besteht ein Bedarf nach einer Einrichtung zum Mischen eines Knochenzements, welche eine oder mehrere der vorstehend beschriebenen Nachteile oder Unzulänglichkeiten überwindet. Was speziell benötigt wird, ist eine Einrichtung zum Mischen von Knochenzement, welche das Ausgesetztsein für Dämpfe aus der flüssigen Knochenzementkomponente in der Operationszone reduziert oder sogar eliminiert.

In Übereinstimmung mit den Konzepten der vorliegenden Erfindung, wird eine Knochenzementmischvorrichtung bereitgestellt, welche eine Schale aufweist, die eine vakuumunterstützte Knochenzementdampfbeseitigung umfaßt. Die Knochenzementmischvorrichtung ermöglicht es, Knochenzementgase oder Dämpfe zu beseitigen, selbst wenn der Deckel abgenommen ist. Im Speziellen stellt die vorliegende Erfindung eine Knochenzementmischvorrichtung bereit, welche eine Schale, einen befestigbaren/abnehmbaren Deckel und einen Griff umfaßt, welcher sich von der Schale erstreckt. Die Schale umfaßt ein Beseitigungssystem für Knochenzementdampf welches die Extraktion von Knochenzementdämpfen oder Gasen ermöglicht, selbst nachdem der Deckel von der Schale abgenommen ist.

Entsprechend dem Anspruch 1 der Erfindung wird eine Knochenzementmischvorrichtung bereitgestellt, welche umfaßt: eine Schale, welche ein Inneres definiert; einen Deckel, welcher abnehmbar an der Schale befestigbar ist; und ein Beseitigungssystem für Knochenzementdampf welches in der Schale ausgebildet ist und die Funktion hat, die Extraktion von Knochenzementdämpfen oder Gasen aus dem Inneren zu ermögliche; wobei das Beseitigungssystem für Knochenzementdampf umfaßt: eine Kammer, welche nahe einer oberen Oberfläche der Schale ausgebildet ist; mehrere Einlaßöffnungen, welche eine Verbindung zwischen dem Inneren und der Kammer herstellen; und eine Auslaßöffnung, die in Verbindung mit der Kammer steht und zum Koppeln an eine Vakuumquelle eingerichtet ist; wobei die Einlaßöffnungen von einer ersten Größe bis zu einer letzten Größe, die größer als die erste Größe ist, der Größe nach angeordnet sind, wobei die Auslaßöffnung näher an der Einlaßöffnung mit der ersten Größe als an der Einlaßöffnung mit der letzten Größe liegt.

Entsprechend der vorliegenden Erfindung sind die Einlaßöffnungen entlang einem oberen, inneren Rand der Schale verteilt. Die Einlaßöffnungen variieren in der Größe in Abhängigkeit von der Position auf dem inneren Rand und/oder dem Abstand von der Auslaßöffnung.

Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine neue und nützliche Einrichtung zum Mischen von Knochenzement bereitzustellen.

Es ist ferner ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Einrichtung zum Mischen von Knochenzement bereitzustellen.

Ein noch weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Einrichtung zum Mischen von Knochenzement bereitzustellen, welche das Ausgesetztsein für Dämpfe aus der flüssigen Knochenzementkomponente in einer Operationszone reduziert oder sogar eliminiert.

Ausführungsformen der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin:

1 eine erste perspektivische Ansicht eines exemplarischen Knochenzementmischsystems ist, welche eine exemplarische Knochenzementmischvorrichtung in Übereinstimmung mit den Prinzipien der vorliegenden Erfindung umfaßt, wobei die exemplarische Knochenzementmischvorrichtung ihren Deckel oder Abdeckung entfernt aufweist und mit einer Vakuumquelle gekoppelt ist;

2 eine zweite perspektivische Ansicht des exemplarischen Knochenzementmischsystems ist, welches die exemplarische Knochenzementmischvorrichtung in Übereinstimmung mit den Prinzipien der vorliegenden Erfindung umfaßt, wobei die exemplarische Knochenzementmischvorrichtung ihren Deckel oder Abdeckung entfernt aufweist und mit der Vakuumquelle gekoppelt ist;

3 eine Explosionszeichnung aus der Oberansicht der exemplarischen Knochenzementmischvorrichtung in Übereinstimmung mit den Prinzipien der vorliegenden Erfindung ist;

4 eine Explosionszeichnung aus der Unteransicht der exemplarischen Knochenzementmischvorrichtung in Übereinstimmung mit den Prinzipien der vorliegenden Erfindung ist;

5 eine perspektivische Ansicht der Schale und einer Vakuumdichtung in einer Explosionsdarstellung der exemplarischen Knochenzementmischvorrichtung ist;

6 eine vergrößerte perspektivische Ansicht der Schale, der Vakuumdichtung eines unvollständigen Mischblattes der exemplarischen Knochenzementmischvorrichtung ist;

7 eine vergrößerte Abschnittsansicht eines Schalenteils ist;

8 eine perspektivische Ansicht der Schale ist, welche eine alternative Ausführung der Einlaßöffnungen darstellt; und

9 eine perspektivische Ansicht der Schale ist, welche eine weitere alternative Ausführung der Einlaßöffnungen darstellt.

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen zeigen die 1 und 2 ein Knochenzementmischsystem, welches allgemein mit 10 bezeichnet ist, welches eine exemplarische Knochenzementmischvorrichtung umfaßt, allgemein mit 12 bezeichnet, die in Verbindung mit einer allgemein mit 14 bezeichneten Vakuumquelle mittels der Rohrleitung 30 oder dergleichen steht. Die Vakuumquelle 14 kann jegliche Vakuumquellen sein, welche ein Vakuum bereitstellt, wie z.B. eine UltraMix Fußpumpe (UltraMix Foot-Pump), welche von DePuy Orthopaedics Inc. aus Warsaw, Indiana angeboten wird, manuelle oder automatische Vakuumpumpen oder dergleichen. Die Vakuumquelle kann bezüglich sowohl einer Intervall- oder kontinuierlichen Verwendung als auch bezüglich des Vakuumdrucks steuerbar sein, jedoch ist dies nicht notwendig. Auf jeden Fall arbeitet die Vakuumquelle, um ein Vakuum zu erzeugen. Die Vakuumquelle 14 kann auch ein Gas- oder Dampffilter und/oder eine Speichervorrichtung umfassen, welches das Fangen und/oder Sammeln von darin eintretenden Dämpfen ermöglicht.

Die Knochenzementmischvorrichtung 12 umfaßt eine Schale 16, welche durch einen Körper 18 definiert ist. Der Körper 18 ist bevorzugt durchsichtig und/oder durchscheinend und aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt, wobei jedoch andere nicht durchsichtige und/oder nicht durchscheinende Materialien verwendet werden können. Der Körper ist allgemein zylindrisch und definiert ein Inneres, eine Kammer, einen Hohlraum oder dergleichen 20. In dem Hohlraum 20 wird der Knochenzement gemischt. Im Speziellen wird in dem Hohlraum 20 das Monomer aufgenommen und gemischt.

Der Körper 18 weist einen unteren Rand 22 auf, welcher es der Schale 16 ermöglicht, aufrecht zu stehen, wenn sie auf eine Oberfläche gesetzt wird. Zusätzlich weist der Körper 18 eine obere Randstruktur 24 auf, auf der eine Dichtung, Abdichtung oder dergleichen 26 gehalten wird. Die Randstruktur 24 und daher die Dichtung 26 sind im wesentlichen ringförmig. Die Dichtung 26 liegt abnehmbar auf und/oder über der Randstruktur 24.

Ein Griff 28 erstreckt sich von dem Körper 18 und ist bevorzugt integral damit ausgebildet. Der Griff 28 ist ergonomisch geformt. Im Speziellen ist der Griff 28 in einer pfannenartigen Konfiguration entworfen, welche es einem Nutzer ermöglicht, den Griff 28 leicht zu ergreifen und somit die Schale 16 zu bewegen. Der Griff 28 liegt in einem Winkel schräg zu dem Körper 18. Speziell ist der Griff 28 von einer Vertikalen abgewinkelt, welche durch den Körper 18 und/oder die Randstruktur 24 definiert ist. Der Griff 28 hält oder bewahrt die Rohrleitung 30 oder, alternativ dazu, erstreckt sich die Rohrleitung 30 durch den Griff 28. Die Rohrleitung 30 stellt eine Verbindung zwischen der Vakuumquelle 14 und einem Beseitigungssystem, Merkmal, Struktur oder dergleichen, allgemein mit 50 bezeichnet, für Knochenzementdampf her. Das Beseitigungssystem für Knochenzementdampf 50 wird untenstehend in größerem Detail beschrieben.

Die Knochenzementmischvorrichtung 12 umfaßt ferner einen Deckel 32, welcher dazu konfiguriert, eingerichtet ist und/oder die Funktion hat, die Schale 16 lösbar zu verschließen. Insbesondere ist der Deckel 32 lokal lösbar auf der Randstruktur 24. Hierdurch wird die Dichtung 26 auf die Randstruktur 24 komprimiert. Der Deckel 32 ist bevorzugt durchsichtig und/oder durchscheinend und aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt, wobei jedoch andere nicht durchsichtige und/oder nicht durchscheinende Materialien verwendet werden können.

Der Deckel 32 weist einen Monomereinlaß, Bohrung, Loch oder dergleichen 34 auf, welcher eine selektive Verbindung zwischen dem Äußeren des Deckels 32 und dem Inneren des Dekkels 32 herstellt, wobei das Innere des Deckels 32 dem Hohlraum 20 der Schale 16 entspricht. Der Einlaß 34 ist bevorzugt dazu konfiguriert, eingerichtet und/oder hat die Funktion, mit einem Monomerzuführer (einem Monomerhalter) gekoppelt zu sein, diesen aufzunehmen und/oder daran anzukoppeln, wie z.B. den DePuy Monomerzuführer, welcher in US-6 296 149 offenbart ist.

Der Deckel 32 weist ein Loch (nicht speziell in den Figuren zu sehen) auf, welches bevorzugt, aber nicht notwendigerweise, zentral in dem Deckel 32 gelegen ist. Auf dem Deckel 32 ist über dem Loch ein Ring 36 angeordnet. Der Ring 36 weist eine Bohrung auf, welche dem Loch in dem Deckel 32 entspricht. Ein drehbarer Schaft 38 erstreckt sich durch die Bohrung des Ringes 36 und durch ein Loch an einem Ende der Kurbel 40. Drehen der Kurbel 40 dreht den Schaft 38. Wie untenstehend erklärt, bewegt ein Drehen der Kurbel 40 ein Mischblatt 42. Das Mischblatt 42 ist schaufelförmig, um für ein adäquates Mischen der in das Innere 20 eingebrachten Monomere zu sorgen. Eine detaillierte Erläuterung des vorliegenden Mischblattes 42 wird in der europäischen Patentanmeldung EP-A-1 210 974 geliefert.

Die Randstruktur 24 oben an der Schale 16 definiert eine äußere Wand 44 und eine innere Wand 46. Die äußere und innere Wand 44 und 46 liegen einander gegenüber und sind im wesentlichen kranz- oder ringförmig. Die äußere und innere Wand 44 und 46 sind beabstandet voneinander. Die Dichtung ist bemessen, um sich von der äußeren Wand 44 zu der inneren Wand 46 zu erstrecken und somit die Lücke oder den Raum zwischen den Wänden zu bedekken. Die innere Wand 46 weist mehrere Löcher, Bohrungen, Öffnungen, Einlässe, Ports oder dergleichen 48 auf, welche darin gebildet sind. Insbesondere sind die Öffnungen 48 um den inneren Umfang der Randstruktur 24 in der inneren Wand 46 gebildet. Die Öffnungen 48 erstrecken sich bevorzugt, jedoch nicht notwendigerweise, um den gesamten inneren Umfang. Die Anzahl der Ports 48 ist variabel, genauso wie die spezielle Größe. Die Öffnungen 48 können einheitlich in der Größe oder können variabel in der Größe sein. Auf jeden Fall sind die Öffnungen 48 dazu konfiguriert, eingerichtet und/oder haben die Funktion, es Gasen und/oder Dämpfen in dem Inneren 20 zu ermöglichen, durch sie hindurchzuströmen. Es ist auch zu beachten, daß, anstatt mehrerer Öffnungen, es auch nur eine Öffnung geben kann.

Unter Bezug auf 8 ist darin eine alternative Form der Einlaßöffnungen 48 gezeigt, welche entlang dem oberen Inneren der Schale 16 verteilt sind. Anstelle der Einlaßöffnungen 48 von einheitlicher Größe, können die Einlaßöffnungen 48 von unterschiedlicher Größe sein, in Abhängigkeit von der Position auf dem inneren Rand und/oder dem Abstand von der Einlaßöffnung. Wie in 8 dargestellt ist, sind ein erster Satz 70 von Einlaßöffnungen 48 einer ersten Größe benachbart oder nahe zu der Einlaßöffnung gelegen, während ein zweiter Satz 72 von Einlaßöffnungen 48 einer zweiten Größe, welche größer oder breiter als die erste Größe ist, distal oder weg von der Auslaßöffnung gelegen ist. Natürlich sind andere Abwandlungen, wie z.B. mehrere Sätze von Einlaßöffnungen 48 verschiedener Größen, welche sich von der Einlaßöffnung, wo immer gelegen, in distaler Richtung dazu vergrößern oder verkleinern in Betracht gezogen.

Unter Bezugnahme auf 9 ist darin eine alternative Form der Einlaßöffnungen 48 dargestellt, welche entlang dem oberen Inneren der Schale 16 verteilt sind. Anstelle von Einlaßöffnungen 48 gleicher Größe oder Sätzen oder verschiedenen Größen kann jede Einlaßöffnung 48 in der Größe unterschiedlich sein im Bezug auf die anderen Einlaßöffnungen 48, in Abhängigkeit von der Position auf dem inneren Rand und/oder dem Abstand von der Auslaßöffnung. Wie in 9 dargestellt ist, sind die Einlaßöffnungen 48 der Größe nach von proximal zu der Auslaßöffnung zu distal zu der Auslaßöffnung abgestuft, wie z.B. die Einlaßöffnungen 48, welche fortlaufend, wie dargestellt, in der Größe zunehmen. Natürlich werden andere Abwandlungen, wie z.B. Einlaßöffnungen 48, welche sich fortlaufend in ihrer Abmessung von der Auslaßöffnung, wo immer gelegen, zu distal davon verkleinern, in Betracht gezogen.

Die alternativen Ausführungsformen können eine größere gleichmäßige Luftströmung durch den oberen Teil der Schale 16 erreichen, speziell wenn der Deckel 32 entfernt ist. Da Luft dazu neigt, den Pfad des geringsten Widerstands zu finden, sorgt das Bereitstellen von Einlaßöffnungen 48, welche kleiner nahe (proximal) der Einlaßöffnung 31 sind (siehe 7), für einen größeren Widerstand für Luftströmung, während das Bereitstellen von Einlaßöffnungen 48, welche größer an den entgegengesetzten Seiten der Auslaßöffnung 31 (weg oder distal davon) sind, für einen geringeren Widerstand für Luftströmung sorgt. In dieser Weise kann eine volumetrische Luftströmung gleichmäßiger über den oberen Teil der Schale 16 verteilt werden und daher die Dampfbeseitigungseffizienz verbessern, sowohl wenn der Deckel 32 aufgesetzt als auch, wenn er abgenommen ist.

Mit Bezug auf die 5, 6 und 7 werden die Randstruktur 24 und das Dampfbeseitigungssystem 50 diskutiert. Wie obenstehend dargestellt, umfaßt die Randstruktur 24 eine äußere Wand 44 und eine innere Wand 46, welche zueinander beabstandet sind. Die äußere Wand 44 und die innere Wand 46 definieren als solches einen Hohlraum, Kanal, Nut oder dergleichen, welche zusammen mit einer unteren Wand 62 eine Kammer 60 bilden. Die Kammer 60 erstreckt sich kranzförmig um die Schale 16 oder die Randstruktur 24. Die mehreren Öffnungen 48, welche sich durch die innere Wand 46 erstrecken, stellen eine Verbindung zwischen dem Inneren 20 und der Kammer 60 her. Wie am besten in 7 zu sehen ist, steht die Röhre 30 in Verbindung mit der Kammer 60. Wie speziell in den 1 und 2 dargestellt ist, steht die Röhre 30 in Verbindung mit der Vakuumquelle 14. Die Dichtung 26 sorgt, wenn sie auf der Randstruktur 24 und über die Kammer 60 plaziert wird, für eine abgedichtete Kammer. Daher evakuiert jedes Vakuum, welches an die Kammer 60 angelegt wird, Gase oder Dämpfe aus dem Inneren 20 über die Öffnungen 48. Da das Dampfbeseitigungssystem 50 Teil der Schale 16 ist, wird ein Evakuieren des Inneren 20 sogar dann erreicht, wenn der Deckel 32 entfernt wird und die Vakuumquelle 14 ein Vakuum (Saugen) erzeugt.

Das Dampfbeseitigungssystem 50 umfaßt die Kammer 60 und die mehreren Öffnungen 48 (oder, alternativ dazu, nur eine Öffnung 48), welche in der Schale 16 benachbart zur Kammer 60 und durch die innere Wand 46 in Verbindung damit gebildet sind, und die Verbindungsleitung (z.B. Röhre 30), welche die Kammer 60 mit der Vakuumquelle 14 verbindet. Auf diese Weise steht das Innere 20 in Verbindung mit der Vakuumquelle 14.

Unter Bezugnahme auf die 3 und 4 umfaßt die Mischvorrichtung 12 ferner ein Mischblatt 42, welches von einer Halterung 52 hängt. Das Mischblatt 42 ist dazu konfiguriert, eingerichtet und/oder hat die Funktion, sich in beide Richtungen im Inneren 20 zu drehen oder umzulaufen und somit für ein Mischen der Monomere, welche darin eingebracht sind, zu sorgen. Das Mischblatt 42 weist einen Schaft auf, der durch die Halterung 52 mit einem Ritzel 56 in Verbindung steht. Das Ritzel 56 wiederum steht in Verbindung mit einem Ritzel 54, welches eingerichtet ist, in den Ausschnitt 55 eingesetzt zu sein. Das Ritzel 54 ist eingerichtet, um in Verbindung mit dem Ritzel 58 und einem Ritzel 38 zu stehen, wovon jedes auf einer Unterseite des Deckels 32 angeordnet ist. Ein Drehen der Kurbel 40 dreht das Getriebe, um zu bewirke, daß sich das Mischblatt 42 dreht. Eine detaillierte Erläuterung der vorliegenden Getriebeanordnung zum Antreiben des Mischblattes 42 ist in der europäischen Patentanmeldung EP-A-1 210 975 bereitgestellt.

Eine Verwendung und/oder Anwendung der vorliegenden Erfindung wird als Beispiel beschrieben. Unter Bezugnahme auf die Figuren sitzt die Dichtung 26 auf der Randstruktur 24 und über der Kammer 60. Der Deckel 32 wird dann über die Dichtung 26 und die Randstruktur 24 verschlossen. Die Röhre 30 wird mit der Vakuumquelle 14 verbunden.

Die Vakuumquelle 14 wird entweder vor oder nach dem Einbringen der ungemischten Knochenzementkomponenten in die Schale 16 über den Einlaß 34 in dem Deckel 32 aktiviert. Sobald die Knochenzementkomponenten in die Schale 16 eingebracht sind, wird die Kurbel 40 gedreht, um die Knochenzementkomponenten zu mischen, wie es für die spezielle Knochenzementkomponenten angebracht ist. Während dieser Zeit wird bewirkt, daß Gase oder Dämpfe, die im Inneren 20 der Schale 16 erzeugt werden, über die Öffnungen 48 in die Kammer 60, in die Röhre 30 und in die Vakuumquelle 14 evakuiert werden. Selbst nachdem das Mischen abgeschlossen und der Deckel 32 entfernt worden ist, wird ein Eingeschaltenlassen der Vakuumquelle weiterhin verbleibende Gase aus der Schale 16 beseitigen. Die Vakuumquelle kann ebenfalls eingeschaltet bleiben, solange der gemischte Knochenzement aus der Schale 16 zur Verwendung von dem Chirurgen entnommen wird.


Anspruch[de]
  1. Mischvorrichtung für Knochenzement (10), welche umfaßt:

    eine Schale (16), welche ein Inneres definiert;

    einen Deckel (32), welcher abnehmbar an der Schale befestigbar ist, und ein Beseitigungssystem für Knochenzementdampf welches in der Schale ausgebildet ist und die Funktion hat, die Extraktion von Knochenzementdämpfen oder Gasen aus dem Inneren zu ermöglichen;

    wobei das Beseitigungssystem für Knochenzementdampf umfaßt:

    eine Kammer (60), welche nahe einer oberen Oberfläche der Schale ausgebildet ist;

    mehrere Einlaßöffnungen (48), welche eine Verbindung zwischen dem Inneren und der Kammer herstellen; und

    eine Auslaßöffnung (31), die in Verbindung mit der Kammer steht und zum Koppeln an eine Vakuumquelle eingerichtet ist;

    dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnungen (48) von einer ersten Größe bis zu einer letzten Größe, die größer ist als die erste Größe, der Größe nach angeordnet sind, wobei die Auslaßöffnung näher an der Einlaßöffnung mit der ersten Größe als an der Einlaßöffnung mit der letzten Größe liegt.
  2. Mischvorrichtung für Knochenzement nach Anspruch 1, wobei die Kammer durch eine Randstruktur (24) ausgebildet ist, welche umfaßt:

    eine innere Wand (46), welche zu dem Inneren weist;

    eine äußere Wand (44); und

    eine Bodenwand (62);

    wobei die Einlaßöffnung (48) in der inneren Wand ausgebildet sind.
  3. Mischvorrichtung für Knochenzement nach Anspruch 1, welche des weiteren umfaßt:

    einen Griff (28), welcher sich von der Schale erstreckt.
  4. Mischvorrichtung für Knochenzement nach Anspruch 3, wobei der Griff (28) einteilig mit der Schale (16) ausgebildet ist.
  5. Mischvorrichtung für Knochenzement nach Anspruch 1, welche einen Knochenzementkomponenteneinlaß (34) umfaßt, welcher in dem Deckel (32) ausgebildet ist.
  6. Mischvorrichtung für Knochenzement nach Anspruch 1, in welcher die Kammer (60) eine ringförmige Kammer ist, welche in einem oberen ringförmigen Rand (24) der Schale ausgebildet ist;

    die Einlaßöffnungen in dem oberen ringförmigen Rand ausgebildet sind; und

    in welcher eine ringförmige Dichtung (26) auf dem oberen Rand angeordnet ist.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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