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Dokumentenidentifikation DE102005011974A1 21.09.2006
Titel Tragteil einer Fahrzeugkarosserie
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Eipper, Konrad, Dipl.-Ing., 72108 Rottenburg, DE;
Kranz, Michael, Dipl.-Ing., 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE;
Linke, Stefan, 71034 Böblingen, DE;
Visel, Kai, Dipl.-Ing., 70569 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 14.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005011974
Offenlegungstag 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse B62D 21/11(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Tragteil einer Fahrzeugkarosserie zur Aufnahme eines Motors sowie von Teilen eines Fahrwerkes. Sie umfasst zwei quer zur Fahrtrichtung verlaufende Tragelemente und zwei in Fahrtrichtung verlaufende Tragelemente. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Tragteil (2) eine obere Schale (8) und eine untere Schale (10) aufweist. Jede der Schalen (8, 10) beschreibt entsprechend der Anordnung der Tragelemente (4, 6) in etwa ein Rechteck. Zumindest eine der beiden Schalen (8, 10) ist hierbei aus einem einzigen umgeformten Blechteil ausgestaltet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Tragteil einer Fahrzeugkarosserie zur Aufnahme eines Motors nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Zur Vormontage von Achsen, Lenkung und Motor wird ein integrales Tragteil als Montageteil an eine Rohbaustruktur einer Fahrzeugkarosserie angeschraubt. Dieses Tragteil besteht auf Grund von funktionalen herstellungstechnischen Anforderungen aus vielen verschiedenen Bauteilen. Hierzu werden beispielsweise Einzelbauteile aus tiefgezogenen Blechen, aus IHU-Strukturen oder aus Strangpressprofilen zusammengesetzt. Auch Tragteile aus einem Aluminiumdruckguss werden für diesen Zweck verschiedentlich eingesetzt. Hierbei werden auch Kombinationen von verschiedenen Bauteilen, die auf verschiedenen Herstellungsverfahren beruhen und aus verschiedenen Materialen bestehen angewendet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei gleich bleibender Festigkeit die Anzahl der Einzelelemente des Tragteiles zu reduzieren und hierbei die Herstellungskosten zu verringern.

Die Lösung der Aufgabe besteht in einem Tragteil einer Fahrzeugkarosserie mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Das erfindungsgemäße Tragteil, das auch den Fachbegriff Integralträger führt, und im Weiteren als solches bezeichnet wird, dient als Tragteil einer Fahrzeugkarosserie und nimmt hierbei Motor sowie Teile des Fahrwerks und der Lenkung auf. Es weist hierbei zwei quer zur Fahrtrichtung verlaufende Tragelemente und zwei in Fahrtrichtung verlaufende Tragelemente auf.

Der Integralträger zeichnet sich dadurch aus, dass er eine obere und eine untere Schale umfasst. Jede der Schalen beschreibt hierbei in etwa ein Rechteck und folgt somit der Anordnung der Tragelemente, den beiden quer und den beiden längs zur Fahrtrichtung verlaufenden Tragelementen. Ferner ist zumindest eine der Schale aus einem einzigen umgeformten Blechteil ausgestaltet.

Erfindungsgemäß reduziert sich die Anzahl der Bauteile des Integralträgers auf zwei, eine obere Schale und eine untere Schale. Zumindest eine der beiden Schalen ist aus einem einzigen Umformteil hergestellt. Auf der einen Seite sind hierdurch die Anzahl der Bauteile auf zwei reduziert, andererseits kann die Herstellung einer Schale durch einen einzigen Umformprozess erfolgen. Gegebenenfalls können die Umformteile durch zusätzliche Verstärkungsteile verstärkt sein.

Zur Aufnahme von weiteren Anbauteilen ist es zweckmäßig, dass zumindest eine Schale weitere Anformteile, beispielsweise Sockel aufweist, an die wiederum die Anbauteile befestigbar sind.

Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Erfindung sind anhand der folgenden Figuren näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Integralträgers mit einer oberen und einer unteren Schale und

2 einen Querschnitt des Integralträgers entlang der gestrichelten Linie II.

Der Integralträger 2 nach 1 weist zwei, in etwa längs zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges verlaufende Tragelemente 4 und 4' auf. Ferner weist der Integralträger 2 zwei quer zur Fahrtrichtung verlaufende Tragelemente 6 und 6' auf. Die Tragelemente 4, 4' und 6, 6' beschreiben in etwa ein Rechteck. Fahrzeugbedingt kann ein derartiger Integralträger auch eine andere Form aufweisen. Grundsätzlich können beispielsweise auch der Einbaulage des Motors entsprechend Krümmung und Querverstrebungen vorhanden sein, auch können die längs verlaufenden Tragelemente 4, 4' über die quer verlaufenden Tragelemente 6, 6' hinauslaufen.

Der Integralträger 2 umfasst in dieser Ausgestaltungsform zwei Schalen, eine obere Schale 8 und eine untere Schale 10. In dieser Ausgestaltungsform ist sowohl die obere Schale 8 als auch die untere Schale 10 durch jeweils ein einziges umgeformtes Blechteil ausgestaltet. Hierbei handelt es sich um ein tiefgezogenes Blechteil, das aus einem Stahl besteht, der einen sehr hohen Umformgrad ermöglicht.

Die Unterschale 10 ist ebenfalls aus einem einzigen umgeformten Blechteil aufgebaut und über Flansche 14 mit der Oberschale 8 verbunden. Grundsätzlich können zur Verstärkung des Integralträges 2 in den einzelnen Schalen 8 und 10 noch weitere Verstärkungselemente integriert werden, die beispielsweise eingeschraubt oder eingeschweißt werden.

Beim Umformen der einzelnen Schalen 8 und 10 können zusätzlich Befestigungssockel 12 angeformt werden, die sich besonders dazu eignen, entsprechenden Peripheriebauteilen der Achsen oder des Motors als Befestigungsgrundlage zu dienen. Selbstverständlich können auch derartige Befestigungsmittel oder Halter an eine der beiden Schalen 8 oder 10 angefügt, beispielsweise angeschweißt oder angeschraubt werden.


Anspruch[de]
  1. Tragteil einer Fahrzeugkarosserie zur Aufnahme eines Motors sowie von Teilen eines Fahrwerkes mit zwei quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Tragelementen und zwei in Fahrtrichtung verlaufenden Tragelementen,

    dadurch gekennzeichnet,

    • dass das Tragteil (2) eine obere Schale (8) und eine untere Schale (10) aufweist, wobei

    •jede der Schalen (8, 10) der Anordnung der Tragelemente (4, 6) entsprechend in etwa ein Rechteck beschreiben und

    • zumindest eine der Schalen (8, 10) aus einem einzigen umgeformten Blechteil besteht.
  2. Tragteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an das umgeformte Blechteil Sockel (12) angeformt sind, die zur Befestigung von Anbauteilen dienen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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