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Verfahren zur Qualitätsminderung illegalen Aufzeichnungen und zur Anbringung von Wasserzeichen in Raubkopien - Dokument DE102005012267A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005012267A1 21.09.2006
Titel Verfahren zur Qualitätsminderung illegalen Aufzeichnungen und zur Anbringung von Wasserzeichen in Raubkopien
Anmelder Meßler, Andreas, Dipl.-Ing. (FH), 42579 Heiligenhaus, DE
DE-Anmeldedatum 17.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005012267
Offenlegungstag 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse H04N 1/44(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04N 5/76(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H04N 5/74(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Verfahren zur Qualitätsminderung illegaler Aufzeichnungen und zur Anbringung von Wasserzeichen (6) in Raubkopien, die insbesondere im Kino- oder Theatersaal mittels der Videoaufzeichnungsgeräte aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet,
dass die Videoaufzeichnungsgeräte neben der sichtbaren Lichtstrahlung der Vorstellung (5) eine von mindestens einer Störstrahlquelle (3) emittierte Strahlung (4) aufzeichnen, die bestimmte Informationen bzw. Muster beinhaltet und deren Wellenlängenbereich so gewählt ist, dass das menschliche Auge diese Strahlung (4) nicht sehen kann, diese aber, bei der Wiedergabe illegaler Aufzeichnungen auf einem Bildschirm oder Display, die Information bzw. das Muster als sichtbares Licht erscheinen lässt.
Auf diese Art erstellte Wasserzeichen (6) können Informationen wie Datum und Ort der illegalen Aufzeichnung beinhalten und wirken störend bei Betrachtung der Wiedergabe der Aufzeichnung auf einem Bildschirm.
Das hat zur Folge, dass ein Teil der Ersteller und Nutzer von Raubkopien von weiteren Taten abgeschreckt wird und ein anderer Teil einfach keinen Spaß an der Betrachung von Raubkopien haben wird, die durch ständiges Blinken von weißen Texten (6) oder Mustern gestört sind. Die Verbreitung von illegalen Aufzeichnungen wird dadurch drastisch minimiert.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung richtet sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art. Das Raubkopieren von Kinofilmen und illegale Aufzeichnung von Theatervorführungen mittels eines Camcorders oder Videohandys, während einer Vorstellung im Kino- oder Theatersaal so zu stören bzw. durch Wasserzeichen zu markieren, dass kommerzielle oder private Nutzung der Raubkopie nicht mehr attraktiv ist.

Die rasant gestiegene Verbreitung von DVD-Brennern, DVD-Rekordern, schnellen Internetanschlüssen und immer kleiner werdenden Videoaufzeichnungsgeräten sorgen dafür, dass die Anzahl der illegalen Aufzeichnungen von Kinofilmen, populären Theatervorstellungen und anderen kulturellen Ereignissen drastisch zunimmt. Mit der gestiegenen Verbreitung von illegalen Aufzeichnungen steigt auch der Schaden für die Unterhaltungsbranche.

Es gibt zwei bekannte Verfahren, die Zuschauer in einem Theater- oder Kinosaal davon abschrecken sollen, illegale Aufzeichnungen während der Vorstellung zu erstellen. Beide diese Verfahren wurden von dem amerikanischen Unternehmen Trakstar LLC entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert.

Beim ersten Verfahren wird das System „PyrateEye" eingesetzt. Das scannt den gesamten Zuschauersaal dreimal während einer Vorstellung auf aktive Videoaufzeichnungsgeräte wie etwa Camcorder oder Videohandys. Erkannt werden derartige Geräte durch kurze, für das menschliche Auge nicht registrierbare Lichtimpulse, deren Wellenlänge noch im sichtbaren Bereich liegt. Wird ein verdächtiges Gerät durch das System registriert, so werden Aufnahmen vom Umfeld des aufgespürten Camcorders angefertigt. Auf diese Weise kann man den oder die Täter nach Ende der Vorstellung festnehmen und überprüfen.

Der Nachteil dieses Verfahrens ist, der relativ hohe personelle und bürokratische Aufwand, der damit verbunden ist, ohne Aufsehen und Imageverluste für Kinobetreiber, die verdächtige Personen aus der Zuschauermenge rauszuholen. Mit diesem Verfahren werden hauptsächlich die „Laien" ausfindig gemacht, aber die Täter, die Kommerz mit Raubkopien im großen Stil betreiben und sich zu kriminellen Gruppen zusammenschließen, werden es oft schaffen durch Tricks dem Überwachungspersonal, zu entkommen.

Das zweite Verfahren, das zu dem Ersten parallel verwendet werden kann, basiert auf einer Technologie, mit der sich Wasserzeichen in Audiosignale einbinden und aus aufgenommenen Videos wieder herauslösen lassen. So könne etwa bei einem im Internet angebotenen Film erkannt werden, wann und in welchem Kino die "Raubkopie" erstellt wurde. Für den Nutzer der Raubkopie ist dieses Wasserzeichen nicht erkennbar und daher schreckt ihn dieses Verfahren von weiteren illegalen Aufzeichnungen nicht ab.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein zuverlässiges Verfahren zu entwickeln, welches die in einem Kino- oder Theatersaal illegal aufgezeichnete Bilder einer Vorstellung durch das Anbringen eines Wasserzeichens, das Identifizierung der illegalen Aufnahmen eindeutig macht und dabei die Qualität der Aufzeichnung mindert, ermöglicht.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch den Einsatz einer Strahlquelle oder eines Strahlquellensystems gelöst, die eine elektromagnetische Strahlung im nahen Infrarotbereich emittieren. Dabei kommen die unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften bei der Erfassung der Strahlung durch das menschliche Auge und der Videoaufzeichnungsgeräte der Erfindung zugute.

Es ist bekannt, dass das menschliche Auge nur die elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich zwischen 380 und 780 nm erfassen kann. Die elektromagnetische Strahlung, die außerhalb dieses Bereiches liegt, wird von menschlichem Auge nicht wahrgenommen.

Andererseits, alle analogen aber auch modernen digitalen Camcorder oder Videohandys haben die Eigenschaft, neben der für die Menschen sichtbaren elektromagnetischen Strahlung, die Strahlung im nahen Infrarotbereich zu erfassen und die bei der Wiedergabe in für Menschen sichtbaren Wellenlängenbereich zu verschieben.

Die Erfindung schlägt vor, während einer Programmvorführung im Kino- oder Theatersaal auf die Kinoleinwand bzw. auf ein Teil der Theaterbühne eine Zeichenfolge mittels mindestens einer Strahlquelle, die eine Strahlung im nahen Infrarot emittiert, zu projizieren. Da diese Störstrahlung für das menschliche Auge unsichtbar ist, werden die Zuschauer die Vorstellung wie üblich wahrnehmen. Die Videoaufzeichnungsgeräte, die auf die Leinwand gerichtet sind, erfassen neben der sichtbaren Strahlung auch die durch NIR-Strahlung projizierte Zeichenfolge. Bei der Wiedergabe der Raubkopie wird die Zeichenfolge auf dem Display oder Bildschirm eines Computers oder Fernsehers eindeutig sichtbar sein. Die Zeichenfolge kann Datum, Vorstellungsort und andere wichtige Informationen beinhalten und stellt damit ein eindeutig identifizierbares Wasserzeichen der Vorstellung bzw. der illegalen Aufzeichnung dar. Das hat zur Folge, dass viele Raubkopierer dadurch von weiteren Taten abgeschreckt werden.

Wird die Zeichenfolge auf unterschiedliche Bereiche der Kinoleinwand bzw. der Theaterbühne sprunghaft projiziert, so wird bei der späteren Wiedergabe der illegalen Aufzeichnung das Schauen der Vorstellung stark gestört. Die Videoaufzeichnung verliert dadurch für den Nutzer ihr Wert und wird nicht mehr weiter verbreitet.

Nach einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist vorzusehen in Kino- und Theatersälen den Zuschauerbereich direkt mittels einer oder mehreren Lichtquellen, die eine Störstrahlung im NIR-Wellenlängenbereich emittieren, blitzartig oder kontinuierlich zu beleuchten. Die für die Zuschauer unsichtbare und ungefährliche Störstrahlung wird von Aufzeichnungsgeräten erfasst und die Qualität der Aufzeichnungen wird dadurch drastisch reduziert.

Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beispielbeschreibung und Zeichnung.

In der Zeichnung 1 ist die Erfindung an einem Beispiel dargestellt. Es zeigt eine Kinoleinwand (1) auf die Bilder (7) eines Films mittels des Kinoprojektes (2) projizieren werden. Das Licht des Kinoprojektors (5) ist weißes Licht eier Xenon-Lichtbogenlampe.

Um die Qualität der illegalen Aufzeichnung zu reduzieren und gleichzeitig die Kinovorstellung durch das Anbringen eines Wasserzeichens zu kennzeichnen, wird mittels einer Laserumlenkeinheit mit integriertem Diodenlaser (3) der Text (6) „Das ist eine Raubkopie, Lichthaus Essen 17.03.2005" mitten auf die Leinwand (1) projiziert. Die hier verwendete Laserstrahlung (4) hat eine Wellenlänge von 790 nm, daher ist die Laserprojektion (6) auf der Kinoleinwand (1) für die Kinozuschauer nicht zusehen. Bei der Wiedergabe der illegal aufgezeichneten Kopie wird der Text (6) mitten auf dem Display bzw. auf dem Bildschirm weiß erscheinen. Das wird sowohl die Ersteller als auch die Nutzer der Raubkopie abschrecken. Die Verbreitung der illegalen Kopien dieser Vorstellung wird dadurch drastisch reduziert.

Bei der Laserumlenkeinheit mit integriertem Diodenlaser (3) handelt es sich um ähnliches Lasersystem, das bei Lasershows in Diskotheken und bei großen Werbeveranstaltungen oft eingesetzt wird. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die hier verwendete Laserstrahlung für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Die Laserleistung, Strahlwinkel und Position der Laserumlenkeinheit (3) werden so ausgewählt, dass alle Sicherheitsbestimmungen für Laserstrahlanwendung in der Öffentlichkeit erfüllt sind.

1Kinoleinwand 2Kinoprojektor 3Störstrahlquelle 4Laser- bzw. Störstrahlung 5Lichtstrahl des Kinoprojektors 6Die Laserprojektion bzw. Wasserzeichen 7Projektion des Kinobildes

Anspruch[de]
  1. Ein Verfahren zur Qualitätsminderung der illegalen Aufzeichnungen und zur Anbringung von Wasserzeichen (6) in Bilder von Raubkopien, die insbesondere im Kino- oder Theatersaal mittels der Videoaufzeichnungsgeräte aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Videoaufzeichnungsgeräte neben der sichtbaren Lichtestrahlung der Vorstellung (5) eine von mindestens einer Störstrahlquelle (3) emittierte Störstrahlung (4) aufzeichnen, die bestimmte Information bzw. Muster beinhaltet und deren Wellenlängenbereich so gewählt ist, dass das menschliche Auge diese Strahlung (4) nicht sehen kann, diese aber, bei der Wiedergabe illegalen Aufzeichnung auf einen Bildschirm oder Display, die Information bzw. Muster als sichtbares Licht erscheinen lässt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Störstrahlung (4) um eine NIR-Strahlung handelt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese elektromagnetische Strahlung (4) eine Laserstrahlung ist, die den Sicherheitsbestimmungen für Laseranwendungen entspricht.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese Störstrahlung (4) direkt in den Zuschauersaal projiziert und somit von allen Videoaufzeichnungsgeräten, die auf die Kinoleinwand (1) bzw. Theaterbühne gerichtet sind, erfasst wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Störstrahlung (4) auf die Kinoleinwand (1) projiziert, von der in Kinosaal reflektiert und von den Videoaufzeichnungsgeräten, die auf die Leinwand (1) gerichtet sind, erfasst wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Störstrahlung (4) auf die Rückseite der Leinwand (1) projiziert, durch die Leinwand (1) mindestens teilweise transmittiert und von den Videoaufzeichnungsgeräten, die auf die Kinoleinwand (1) gerichtet sind, erfasst wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die störende elektromagnetische Strahlung mittels einer Strahlumlenkeinheit (3) im Raum bewegt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Störstrahlung (4) eine Zeichenfolge, wie zum Beispiel Datum, Vorführort und andere Informationstexte projiziert werden. Diese Projektion (6) stellt ein Wasserzeichen (6) dar, das eine Raubkopie oder illegale Aufzeichnung identifizierbar macht.
  9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die störende elektromagnetische Strahlung (4) kontinuierlich ausgestrahlt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die störende elektromagnetische Strahlung (4) systematisch oder sporadisch gepulst wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, 5, 8, 9 und 10 dadurch gekennzeichnet, dass die Störstrahlquelle direkt im Kinoprojektor integriert wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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