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Dokumentenidentifikation DE102006012693A1 21.09.2006
Titel Ausbausteuereinrichtung zum Kohleabbau
Anmelder Tiefenbach Control Systems GmbH, 45136 Essen, DE
Erfinder Kussel, Willi, 59368 Werne, DE
Vertreter Krienen Pfingsten Truskowski Rechts- und Patentanwälte, 42853 Remscheid
DE-Anmeldedatum 17.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006012693
Offenlegungstag 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse E21D 23/12(2006.01)A, F, I, 20060317, B, H, DE
Zusammenfassung Eine Ausbausteuereinrichtung zum Kohleabbau weist ein Zentralsteuergerät über Tage sowie ein Strebsteuergerät am Ende des Strebs zur Steuerung der Ausbaufunktionen der Ausbaueinheiten im Sinne des Raubens, Schreitens, Setzens auf. Das Strebsteuergerät ist mit einem Bildschirm ausgestattet, der durch ein auf einer Festplatte gespeichertes Programm gesteuert wird. Das Strebsteuergerät weist zusätzlich Festspeicherbausteine als Programmspeicher zur Speicherung der erforderlichen Funktionsprogramme auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ausbausteuereinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruch 1. Diese Ausbausteuereinrichtung ist z.B. bekannt durch die DE 100 18 481 C1 (9905).

Bei einer derartigen Ausbausteuereinrichtung dient das Strebsteuergerät neben dem Zentralsteuergerät auch der Steuerung der Abbau- und Ausbaugeräte von Hand und der Kontrolle der eingegebenen Steuerbefehle und/oder des Istzustandes.

Es ist Aufgabe dieser Erfindung, eine derartige untertägige Handbedienung und Handsteuerung sowie die Kontrolle der Positionen und Funktionszustände der Abbaugeräte und Ausbaugeräte zu erleichtern, ohne hierdurch die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Strebsteuergeräte, welche sehr ungünstigen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, zu beeinträchtigen.

Die Lösung ergibt sich aus dem Anspruch.

Hiermit wird ermöglicht, wie das Zentralsteuergerät auch das Strebsteuergerät mit einem Bildschirm auszustatten und auch an dem Strebsteuergerät alles das sichtbar zu machen, was auch an dem Zentralsteuergerät sichtbar ist. Dadurch wird die Kommunikation zwischen der Bedienungsperson an dem Zentralsteuergerät und der Bedienungsperson im Streb erleichtert. Bei der Vielzahl der Funktionen und Zustände der Abbaumaschine (Hobel- oder Schrämmaschine) und der Vielzahl der Ausbaueinheiten (Schilde) ist für diese Visualisierung am Bildschirm ein sehr umfangreiches Programm erforderlich, welches auch einen willkürlichen und schnellen Zugriff auf einzelne Programmteile erlauben muss. Aus diesem Grunde bietet sich zur Speicherung dieses Programms ein übliches Festplattenlaufwerk an, wie es auch in handelsüblichen PC in großen Stückzahlen mit Erfolg zum Einsatz kommt und das die Speicherung sehr großer Datenmengen ermöglicht. Damit schien auch das Problem der Speicherung der für den Ausbau und den Abbau erforderlichen Programme gelöst, da Festplatten mit größter Speicherkapazität zur Verfügung stehen.

Gleichwohl sieht die Erfindung von der Verwendung der Festplatte ab und verwendet zur Speicherung der für die Ausbau- und/oder Gewinnungsfunktionen und deren Steuerung und Überwachung erforderlichen Programme feste auf Halbleitern basierende Speicherbausteine mit digitaler Datenspeicherung und wahlfreiem Zugriff, vorzugsweise solche, die nach dem Einspeichern des Programms nicht mehr verändert, sondern nur noch gelesen werden können, d.h.: beispielsweise ROMs, EPROMs, EEPROMs, Flash-EEPROMs). Diese Speicherbausteine sind -abhängig von der gewählten Programm- und Befehlsstruktur- jeweils Bestandteil der Rechnereinheiten/Prozessoren der Schildsteuergeräte, der Strebsteuergeräten und des Zentralsteuergeräts, welche zur Datenübertragung insbesondere der Steuerbefehle und Zustandsmeldungen durch eine Busleitung- vorzugsweise seriell- verbunden und anrufbar oder ansteuerbar sind. Dem Bildschirm der Strebsteuergeräte ist dagegen eine eigene Rechnereinheit. (Bildschirmprozessor) zugeordnet, welche über eine Festplatte mit Laufwerk und Lesegerät zur Speicherung des Bildprogramms vertilgt und zur Bildschirmsteuerung dient, um die Arbeitsvorgänge, Funktionen und Zustände an dem Bildschirm sichtbar zu machen.

Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass bei Ausfall des Festplattenspeichers zwar auch die Visualisierung der Funktionen, Befehle und Zustände auf dem Bildschirm ausfällt das Strebsteuergerät im Übrigen jedoch voll funktionsfähig bleibt und daher auch der Kohleabbau weiter gehen kann, wobei die Visualisierung der Funktionen, Befehle und Zustände auf dem Bildschirm des Zentralsteuergerät nach wie vor gegeben ist. Zwar sind die für die Steuerung des Abbaus und des Ausbaus erforderliche Rechnereinheiten/Prozessoren auch mit der Rechnereinheit verbunden, welcher zur Bildschirmsteuerung dient (Bildschirmprozessor); ein Ausfall der Festplatte berührt jedoch die Funktionsfähigkeit der für die Steuerung der Ausbau- und Abbaufunktionen verantwortlichen Rechnereinheiten/Prozessoren der Schildsteuergeräte, Strebsteuergeräte und des Zentralsteuergerätes nicht, da die für die Speicherung der entsprechenden Programme dienenden Speicherbausteine durch einen Ausfall der Festplatte nicht berührt werden.

In der Zeichnung ist die Ausbausteuereinrichtung nach der Erfindung schematisch dargestellt. Mit 1 ist das obertägige Zentralsteuergerät bezeichnet, das ebenfalls über einen Bildschirm 2 verfügt. Das Zentralsteuergerät ist über eine Bus-Leitung 3 mit einem Strebsteuergerät, vorzugsweise zwei Strebsteuergeräten 4 und 5 verbunden, welche sich untertage an den Enden des Strebs befinden. Die Rechner 6 der Strebsteuergeräte (Strebrechner) sind über die Bus-Leitung 3 und jeweilige Stichleitungen mit den Schildsteuergeräten 12 der Ausbaueinheiten 11 verbunden. Jedes Strebsteuergerät 4 und 5 besitzt neben Strebrechner/Prozessoren auch Speicher 7, der als Festspeicher aus digitalen Speicherbausteinen in HAlbleiterbauweise – wie definiert – besteht, in welchen die Funktions-, Arbeits- und Kontrollprogramme gespeichert sind, welche der Strebrechner/Prozessrechner 6 zur Steuerung der Ausbaufunktionen benötigt. Nicht dargestellt ist, dass jede Strebsteuergerät 5, 6 ebenso wie das Zentralsteuergerät 1 über eine Tastatur verfügt, mit welcher Befehlen eingegeben werden können. Auch die Strebsteuergeräte 4, 5 sind jeweils mit einem Bildschirm 8 ausgestattet. Für deren Bildschirmsteuerung ist ein Bildschirmprozessor 10 mit Festplattenspeicher 9 jedem der Strebsteuergeräte 4, 5 zugeordnet. Jeder Bildschirmprozessor 10 ist zum Datenempfang mit dem Strebrechner/Prozessor 6 verbunden. Das jeweilige Bildsteuerprogramm ist auf der Festplatte 9 gespeichert, die mittels Festplattenlaufwerk lesbar ist, wie dies bei handelsüblichen Computern eingesetzt wird.

Da die Funktionen der Ausbaueinheiten über die jeweiligen Strebsteuergeräte 6 bzw. Schildsteuergeräte 12 von der jeweiligen Tastatur des Strebsteuergerätes 4 oder 5 aus über dessen Strebrechner/Prozessor 6 erfolgt, ohne daß zur Ausführung der Befehlseingabe und Durchführung der Funktionen auf den Festplattenspeicher 9 zugegriffen werden muss, ist die Funktionsfähigkeit der Strebsteuergeräte 4 und 5 unabhängig von der Funktion der Bildschirme 8 sowie der ihnen zugeordneten Bildschirmprozessoren 10 und des zugeordneten Festplattenlaufwerkes 9.

1Zentralsteuergerät 1 2Bildschirm 2 3Bus-Leitung 3 4Strebsteuergeräte 4 5Strebsteuergeräte 5 6Strebrechner, Rechnereinheit, Prozessor, Prozessrechner Rechner 6 7Speicher 7 8Bildschirm 8 9Festplatte 9, Festplattenspeicher 9 10Bildschirmprozessor 10 11Ausbaueinheiten 11 12Schildsteuergeräte 12

Anspruch[de]
  1. Ausbausteueinrichtung zum Kohleabbau im Streb eines Bergwerks zur Steuerung der Ausbaueinheiten (Schilde 11), die in Streblänge zwischen den Strecken nebeneinander aufgestellt sind,

    und der Gewinnungsmaschine, die längs des Kohlestoßes verfahrbar ist

    wobei die Ausbausteuereinrichtung

    ein Zentralsteuergerät (1) übertage,

    ein Strebsteuergerät (4, 5) am Ende des Strebs zur Steuerung der Abbaufunktionen der Gewinnungsmaschine und der Ausbaufunktionen der Ausbaueinheiten im Sinne des Raubens, Schreitens, Setzen sowie

    Schildsteuergeräte (12) aufweist, von welchen jeder Ausbaueinheit örtlich und funktionell jeweils eines zur Umsetzung und Weitergabe der Ausbaubefehle des Strebsteuergeräts zugeordnet ist,

    und mit einer das Strebsteuergerät und die Schildsteuergeräte vorzugsweise seriell verbindenden Busleitung (3),

    dadurch gekennzeichnet, daß

    das Strebsteuergerät (4,%) einen Bildschirm zur Sichtbarmachung der zu steuernden Befehle und Funktionen und/oder der Position und Funktionszustände der Ausbaueinheiten (Schilde), der Gewinnungsmaschine, der Ausbausteuereinrichtung und sonstiger insbesondere untertägiger Funktionselemente aufweist,

    daß das für die Bildschirmsteuerung erforderliche Programm auf der Festplatte eines in dem Strebsteuergerät befindlichen Festplattenspeicherlaufwerks (9) gespeichert ist, und

    daß das Strebsteuergerät mit Festspeicherbausteinen als Programmspeicher zur Speicherung der erforderlichen Funktionsprogramme und einem Prozessor zur Verarbeitung der Programme und Steuerung der Ausbau- und Gewinnungsfunktionen und ausgerüstet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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