PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006007351U1 21.09.2006
Titel Winkelmesser
Anmelder Wolf, Andreas, 21409 Embsen, DE
DE-Aktenzeichen 202006007351
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.09.2006
Registration date 17.08.2006
Application date from patent application 09.05.2006
IPC-Hauptklasse G01B 3/56(2006.01)A, F, I, 20060509, B, H, DE

Beschreibung[de]

Winkelmesser, insbesondere zur Feststellung von Zurrwinkeln mit zwei um eine gemeinsame Achse drehbaren, zweiteiligen Schenkeln und je einer Feststelleinrichtung an er gemeinsamen Achse und an den zwei Teilen jedes Schenkels.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Winkelmesser zu schaffen, der die Anforderungen des Eichgesetzes erfüllt und dessen Feststellung des zu messenden Winkels daher ausschließlich auf Längenmessungen rückzuführen ist. Das Eichgesetz verlangt, das zum Beispiel im Bereich der Verkehrsüberwachung nur mit geeichten Messgeräten (ausschließlich der in Anhang... der Eichordnung ausgenommen Messgeräte) gemessen werden darf. Unter anderem sind dort Längenmessgeräte mit einem Messbereich bis zu 2 m Länge ausgenommen. Das Messgerät „Winkelmesser" ist durch die Eichordnung nicht vom Eichgesetz ausgenommen und bedarf daher der Eichung, für welche aber nach dem derzeitigen technischen Stand keine Eichverfahren existent sind. Es war daher erforderlich diesem Umstand Rechnung zu tragen und dies bei der Berücksichtigung des vorliegenden Winkelmessers zu berücksichtigen.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die Forderungen des Eichgesetzes erfüllt werden und ein Messgerät zur Verfügung steht, mit dem vorhandene Innenwinkel schnell und einfach gemessen werden können. Durch die Markierungen [m] auf den Einzelteilen des Winkelmessers ist eine benutzerfreundliche und Bedienung möglich, so dass auch bei widrigen äußeren Umständen Fehlmessungen ausgeschlossen werden können.

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 1 bis 5 aufgeführt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

1: Winkelmessers, zerlegt

2: Winkelmesser, aufgeklappt.

Der Winkelmesser besteht aus zwei, um eine gemeinsame Achse [Teil AH] drehbaren Schenkeln [Teile 1 und 2] und einer Feststelleinrichtung an der gemeinsamen Achse. Die Feststelleinrichtung kann, wie allgemein üblich, aus einer Feststellschraube mit einer Rändel- oder Flügelmutter bestehen. Die beiden Schenkel enden an der gemeinsamen Achse mit einem Halbkreis. Durch Formgebung und die Abmessungen ist gewährleistet, dass der Winkelmesser auch an relativ engen Innenwinkeln eingesetzt werden kann. An dem Schenkel [Teile 1] befindet sich, in einem Abstand von 212,5 mm von der gemeinsamen Achse [Teil AH] aus, ein beweglicher Schenkel [Teil 3]. Dieser Schenkel kann in Richtung des Innenwinkel des Winkelmessers so gedreht werden, dass er in einem 90°-Winkel zu dem Schenkel [Teile 1] steht. Auf dem Schenkel [Teile 3] ist eine Skalierung [s] mit einer Länge von 200 mm aufgebracht. Die Skalierung erfolgt in mm. Die cm-Schritte sind auf der Skala angegeben. Oberhalb der mm-Skala sind die Gradzahlen von 0° bis 90° in verscheiden großen Schritten aufgebracht. An dem Schenkeln [Teile 2] befindet sich, in einem Abstand von 200 mm von der gemeinsamen Achse [Teil AH] aus, ein beweglicher Schenkel [Teil 4]. Dieser Schenkel kann in Richtung des Innenwinkel des Winkelmessers so gedreht werden, dass er in einem 90°-Winkel zu dem Schenkel [Teile 2] steht. Auf dem aus einem glasklaren Kunststoff bestehenden Schenkel [Teile 4] ist eine Linie [l] mittig mit einer Länge von 200 mm aufgebracht.

Funktionsweise:

In geschlossenem Zustand sind alle 4 Schenkel eingeklappt. Der Winkelmesser wird durch drehen der Schenkel [Teile 1 und 2] geöffnet und wie eine Schmiege an den Innenwinkel des zu messenden Winkels, zum Beispiel zwischen Fahrzeugboden und Zurrmittel abgelegt. Nach Anlegen an den Winkel werden die Schenkel durch Betätigen der Rändelschraube der gemeinsamen Achse festgelegt. Der Winkelmesser kann nun aus dem Innenwinkel entnommen werden. Die beiden Schenkel [Teile 3 und 4] werden nun in Richtung des Innenwinkels um 90° gedreht und durch die an den Drehachsen [Teile AZ1 und AZ2] befindlichen Rändelschrauben festgelegt. An dem Schnittpunkt der Linie [l] des einen Schenkels [Teile 4] und der Skala [s] des anderen Schenkels [Teile 3] kann nun ein Längenmaß [W] abgelesen werden. Die oberhalb des Längenmaßes aufgebrachte Gradzahl [G] gibt den Winkel an, welcher mit folgender Funktion aus den vorhandenen Längen errechnet wurde:

Berechnungsformel:

Beispiel:

abgelesener Skalenwert [W]: 150 mm

1Hauptschenkel 1 2Hauptschenkel 2 3Schenkel 3 3aAbstandhalter 4Schenkel 4 4aAbstandhalter mMarkierung lMarkierungslinie smm-Skala WMesswert in mm/cm Gerrechneter Wert in Grad AHHauptachse AZ1Achse Teil 1 – Teil 3 AZ2Achse Teil 2 – Teil 4

Anspruch[de]
  1. Winkelmesser, insbesondere zur Messung von Innenwinkeln, zur Erfüllung der Anforderungen des Eichgesetztes im Rahmen von Messungen zur Verkehrsüberwachung, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er aus insgesamt 4 Schenkeln [Teile 1, 2, 3, 4] besteht, von denen die beiden Hauptschenkel [Teile 1 und 1] um eine gemeinsame Achse gedreht werden und mittels einer feststellbaren Schraube mit Rändel- oder Flügelmutter arretiert werden können und die beiden Zusatzschenkel [Teile 3 und 4] um je eine eigene Achse gedreht werden und in einem 90°-Winkel zu den Hauptschenkeln [Teile 1 und 2] ebenfalls festgestellt werden können.
  2. Winkelmesser nach Anspruch 1, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Abstand zwischen den Drehpunkten der Hauptschenkel [Teil AH] und dem Drehpunkt Zusatzschenkel [Teil AZ1] 210 mm und zwischen den Drehpunkten der Hauptschenkel [Teil AH] und dem Drehpunkt Zusatzschenkel [Teil AZ2] 200 mm beträgt.
  3. Winkelmesser nach Anspruch nach einem vorigen Anspruch, der dadurch gekennzeichnet ist, dass auf dem Zusatzschenkel [Teil 3] eine Skalierung [s] in mm/cm-Schritten von 0 bis 200 mm/0 bis 20 cm und eine Skalierung in Grad von 0° bis 90° aufgebracht ist.
  4. Winkelmesser nach einem vorherigen Anspruch, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Zusatzschenkel [Teil 4] aus einem glasklaren Kunststoff hergestellt und mittig in Längsrichtung eine Linie [l] aufgebracht ist.
  5. Winkelmesser nach einem vorherigen Anspruch, der dadurch gekennzeichnet ist, dass sich auf den Schenkeln Markierungen [m] befinden, die eine 90°-Stellung der Zusatzschenkel kennzeichnen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com