PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006009225U1 21.09.2006
Titel Dachhaken
Anmelder Wilhelm Flender GmbH & Co. KG, 57250 Netphen, DE
Vertreter Olbricht & Buchhold, 35096 Weimar
DE-Aktenzeichen 202006009225
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.09.2006
Registration date 17.08.2006
Application date from patent application 09.06.2006
IPC-Hauptklasse E04D 13/00(2006.01)A, F, I, 20060609, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04D 13/12(2006.01)A, L, I, 20060609, B, H, DE   E04D 13/10(2006.01)A, L, I, 20060609, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dachhaken gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Solche Dachhaken werden für unterschiedliche Eindeckungen gebraucht, beispielsweise mit Schiefer, Dachziegeln sowie Dachsteinen, wobei vielfach hohe Sicherheit verlangt wird und gegebenenfalls eine Seil- oder Kettenbefestigung notwendig ist. Um die erforderliche Tragfähigkeit zu erzielen, müssen Dachlatten und -sparren vorgegebene Mindestmaße und Höchstabstände einhalten.

Die bekannten Dachhaken haben vielerlei Formen. Ein am Dach anliegend befestigter Tragschenkel ist gewöhnlich mit einem Winkelelement versehen, das – mit oder ohne Verstärkungsbogen – einen geraden oder verkröpften Stützschenkel aufweisen kann. Beispielsweise besteht ein Schneefanghaken gemäß DE 78 00 625 U1 aus einem mehrfach abgekröpften Flachbandeisen, das am unteren Ende als Sicherungselement einen Stützbügel von Dreiecks- oder Trapezform hat, der einen aufrechten Stützschenkel mit einer durchbohrten Versteifungsplatte aufweist. Am oberen Ende ist ein U-förmiger Einhängeteil vorhanden, dem aber ebenso wie dem Stützschenkel Mittel zur seitlichen Abstützung über die Bandeisenbreite hinaus fehlen. In DE 201 15 088 U1 ist eine vergleichbare Halterung für Schneefangbarrieren beschrieben, die mit einem Tragschenkel an einer Dachunterkonstruktion befestigbar ist und eine dazu senkrechte Flachstütze aufweist, die zwischen einer unteren Ausnehmung und einem oberen, aufbiegbaren Riegel ein Barriere-Element faßt.

Bei den herkömmlichen Halterungen ist es nachteilig, daß der Tragschenkel und das Stützteil getrennt gefertigt und anschließend miteinander verbunden werden. Das erfordert mehrere Arbeitsgänge und kann an den Verbindungen zu prinzipieller Unsicherheit führen.

Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, diese und weitere Nachteile des Standes der Technik mit einfachen Mitteln zu überwinden und eine Halterung für Dachzubehör-Elemente zu schaffen, die wirtschaftlicher als herkömmlich herstellbar ist. Sie soll ferner leicht zu montieren und auch verformbar sein sowie hohe Festigkeit besitzen.

Hauptmerkmale der Erfindung sind in Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 14.

Ein Dachhaken mit einem mehrfach abgekanteten Blech- oder Stahlkörper, der in einem oberen Bereich einen flachen, vorzugsweise einhängbaren Tragschenkel und an einem unteren Bereich einen davon abgewinkelten, mit wenigstens einer Querausnehmung versehenen, formsteifen und aufrechten Stützschenkel hat, zeichnet sich laut Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch aus, daß der Blech- oder Stahlkörper ein integrales Stanzteil ist. Daher wird keinerlei Verbindung zwischen separat gefertigten Bauelementen benötigt, so daß der Dachhaken in sich formstabil und zudem überaus kostengünstig zu fertigen ist. Die sehr einfache Herstellung erfolgt aus einem einzigen Blechstück ohne jedes Schweißen, Kleben, Vernieten usw., insbesondere als sog. fertigfallendes Stanzteil. Der neuartige Haken ist sowohl als Sicherheitsdachhaken als auch zum Haltern von Gittern, Rundhölzern, Rohren usw. geeignet.

Zwar wurden in DE 196 29 672 C2 unter anderem bereits Sicherheitsdachhaken vorgeschlagen, deren Halteschenkel-Ende zu einem Hakenteil gebogen ist, das vorgegebenen Abmessungen eines Bedachungselements oder der Gestalt einer Schneefangbarriere entspricht. Dabei ist aber ein flacher und verbreiterter Übergang zwischen U-Profilen am Trag- und am Stützschenkel vorgesehen, was im Allgemeinen mehrere Arbeitsschritte und besondere Verformungen voraussetzt, z.B. Verkröpfungen und entgegengesetzt gerichtete Sicken. Solchen Aufwand vermeidet die Erfindung.

Der neuartige Dachhaken weist zweckmäßig einen Auflagekörper auf, der den Tragschenkel mit dem Stützschenkel einstückig verbindet und von den Schenkeln abgekantet sein kann. Daher ist der Auflagekörper in der Lage, Querkräfte aufzunehmen. Er hat bevorzugt die Querschnittsform eines Dreikantprismas, dessen Basisfläche mindestens ebenso breit wie der Tragschenkel ist. Wird dessen Breite überschritten, so bewirkt der Auflagekörper eine besonders gute Abstützung des Dachhakens auf der Dachhaut beiderseits des Tragschenkels.

Gemäß einer Weiterbildung ist der Auflagekörper ein durch maximal drei Biegungen bzw. Abkantungen zwischen Trag- und Stützschenkel gebildeter Fuß. Bevorzugt führen entgegengesetzt verlaufende Streben von dem Stützschenkel zu dem Tragschenkel, so daß der Dachhaken einen in Bezug auf die Vertikalebene des Stützschenkels nach beiden Seiten, insbesondere symmetrisch abgewinkelten breiten Auflagekörper bzw. Fuß hat. Konstruktiv günstig ist es, wenn die Biegungen und/oder Abkantungen zueinander Winkel im Bereich von 30° bis 120° einschließen, wobei der Winkel der Streben zur Basisfläche des Dreikantprismas z.B. bis zu 75° betragen kann, bevorzugt aber etwa 40° bis 60° beträgt.

Vorteilhaft ist – gesehen in Längsrichtung des Tragschenkels – zwischen zwei äußeren, zueinander parallelen Streben eine entgegengerichtete mittlere Strebe angeordnet. Diese rahmenartige Stützkonstruktion ergibt eine hohe Formstabilität. Indem die Streben als flächige Bogen- oder Schrägstreben ausgebildet sind, erzielt man besonders hohe Festigkeit, namentlich mit einer mittleren Strebe, die in der Tragschenkel-Richtung wenigstens doppelt so ausgedehnt ist wie eine der äußeren Streben und an der Basisfläche des Auflagekörpers bzw. Fußes ein Widerlager findet. Der Stützschenkel ist hierdurch auf seiner ganzen Fußlänge stabil abgestützt.

Der Dachhaken wird bevorzugt aus rostfreiem Stahl (V2A), aus verzinktem Blech, aus Kupferblech oder aus feuerverzinktem Normalstahl mit oder ohne Pulverbeschichtung gefertigt. Das Aufnahmeelement kann insbesondere derart gestaltet sein, daß daran Schneefangbarrieren, Rohre, Balken, Gitter u.dgl. sicher anbringbar sind, wodurch der Einsatzbereich des Dachhakens beträchtlich erweitert wird.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Darin zeigen:

1 eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Dachhakens,

2 eine zu 1 ähnliche Schrägansicht aus anderem Blickwinkel,

3 eine Draufsicht auf ein ebenes Stanzblech für einen Dachhaken

4a eine Seitenansicht eines Dachhakens entsprechend 1,

4b eine Draufsicht auf den Dachhaken von 4a,

4c eine vergrößerte Schnittansicht entsprechend der Linie IVc-IVc in 4a/b.

Die Schrägansichten von 1 und 2 zeigen einen Dachhaken 10, der einen flachen und längsausgedehnten Tragschenkel 12 sowie einen davon senkrecht abstehenden, kürzeren Stützschenkel 14 aufweist. Dieser ist aufwärts gekrümmt, hat ein schmaleres oberes Ende und weist in seinem ausgedehnteren unteren Bereich eine Querausnehmung 15 auf, die beispielsweise rund oder dreieckig begrenzt sein kann. Schraublöcher 16 im oberen Bereich des Tragschenkels 12, die vorteilhaft in gleichförmigen Abständen schräg gestaffelt sein können, dienen zur Befestigung des Dachhakens 10 an einer (nicht dargestellten) Dach-Unterkonstruktion. Aus 4a bis 4c gehen Einzelheiten einer bevorzugten Bauform hervor.

Der Dachhaken 10 läßt sich aus einem flachen Stanzteil, wie 3 gezeigt, nur durch Abkanten bzw. Biegen bilden. Ohne daß sonstige Arbeitsschritte oder Verbindungsmittel nötig wären, erhält er schon durch die gewählte Gestaltung eine hohe Festigkeit.

Ein wichtiger Bestandteil des Dachhakens 10 ist ein mit ihm einstückiger Auflagekörper 20 mit einem Fuß 22, der die allgemeine Form eines Dreikantprismas hat. Am unteren Ende des Tragschenkels 12 hat dieser eine vorzugsweise verbreiterte Basisfläche 18, von der entlang einer ersten Biegelinie 19 eine flächige äußere Strebe 24, 25 derart hochgekantet ist, daß sie mit der Basisfläche 18 z.B. einen Winkel von etwa 40° bis 60° einschließt, bevorzugt 45°. Entlang einer zweiten Biegelinie oder Biegeleiste 23 ist aus der "zweibeinigen" äußeren Strebe 24, 25 in entgegengesetztem Winkel eine ebenfalls flächige mittlere Strebe 26 abgekantet, deren unteres Ende 27 sich an der Basisfläche 18 abstützt (vergl. die stirnseitige Ansicht in 4c). Die Abkantwinkel sind im gezeichneten Beispiel so gewählt, daß die Streben 24, 25; 26 symmetrisch zueinander und zu dem Stützschenkel 14 angeordnet sind. Dieser ist entlang einer dritten Biegelinie 28 von den äußeren Streben 24, 25 weg hochgekantet. Er kann zur Mitte der Basisfläche 18 etwas versetzt sein, nämlich z.B. um die Materialdicke, doch bleibt die Vertikalsymmetrie des Dachhakens 10 auch in diesem Falle im Wesentlichen erhalten.

Die Erfindung ist nicht auf die vorbeschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. Ein wichtiger Vorteil bei der Herstellung ist, daß man einen Stanz- oder Laserzuschnitt an einem ebenen Blechstück (3) vornehmen kann, das anschließend lediglich durch Abbiegen bzw. Abkanten mit einem Folgewerkzeug zu dem Dachhaken 10 geformt wird. Der etwa prismenförmige Auflagekörper 20 bzw. Fuß 22 ragt vorzugsweise über die Breite des Tragschenkels 12 hinaus, was beiderseits eine zuverlässige Abstützung bewirkt. In der wenigstens einen Quer-Ausnehmung 15 des Stützschenkels 14 kann ein (nicht gezeichnetes) Anschlagseil für eine Sicherheits-Einrichtung angebracht werden.

Man erkannt, daß ein Dachhaken 10 mit einem flachen, verschraub- und/oder einhängbaren Tragschenkel 12 und einem davon aufrecht abstehenden, formsteifen Stützschenkel 14 erfindungsgemäß einen aus einem integralen Stanzteil durch maximal drei Biegungen und/oder Abkantungen gebildeten Blech- oder Stahlkörper mit einem Auflagekörper 20 bzw. Fuß 22 aufweist. Dieser ist dreikantförmig, verbindet den Tragschenkel 12 mit dem Stützschenkel 14 einstückig und ist vorzugsweise zur Vertikalebene des Dachhakens 10 beiderseits verbreitert. Er hat zwischen dem Stütz- und dem Tragschenkel 14 bzw. 12 flächige Streben 24, 25, 26 in Winkeln von 30° bis 120°; die insbesondere symmetrischen Bogen- oder Schrägstreben 24, 25, 26 stehen zur Basisfläche 18 des Fußes 22 bevorzugt unter ca. 45°. Zwischen zwei äußeren, parallelen Streben 24, 25 ist eine entgegengerichtete mittlere Strebe (26) vorhanden, die in Richtung des Tragschenkels 12 länger ist als eine der äußeren Streben 24, 25. Der Dachhaken 10 wird aus feuerverzinktem oder rostfreiem Stahl (V2A), verzinktem Blech, Kupferblech mit oder ohne Pulverbeschichtung in solcher Gestalt gefertigt, daß daran Schneefangbarrieren, Rohre, Balken, Gitter u.dgl. sicher anbringbar sind.

Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.

10Dachhaken/Körper 12Tragschenkel 14Stützschenkel 15Querausnehmung 16Schraublöcher 18Basisfläche 191. Biegelinie 20Auflagekörper 22Fuß 232. Biegelinie/Biegebereich 24, 25äußere Streben 26mittlere Strebe 27unteres Ende 283. Biegelinie

Anspruch[de]
  1. Dachhaken mit einem mehrfach abgekanteten Blech- oder Stahlkörper (10), der in einem oberen Bereich einen flachen, vorzugsweise einhängbaren Tragschenkel (12) und an einem unteren Bereich einen davon abgewinkelten, mit wenigstens einer Querausnehmung (15) versehenen, formsteifen und aufrechten Stützschenkel (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Blech- oder Stahlkörper (10) ein integrales Stanzteil ist.
  2. Dachhaken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er einen Auflagekörper (20) aufweist, der den Tragschenkel (12) mit dem Stützschenkel (14) einstückig verbindet.
  3. Dachhaken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er einen von dem Tragschenkel (12) abgekanteten Auflagekörper (20) aufweist.
  4. Dachhaken nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er einen in Bezug auf die Vertikalebene des Stützschenkels (14) nach beiden Seiten abgewinkelten breiten Fuß (22) aufweist.
  5. Dachhaken nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagekörper (20) bzw. Fuß (22) die Querschnittsform eines Dreikantprismas hat.
  6. Dachhaken nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisfläche (18) des Dreikantprismas mindestens so breit wie der Tragschenkel (12) ist, bevorzugt breiter als dieser.
  7. Dachhaken nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagekörper (20) bzw. Fuß (22) durch maximal drei Biegungen und/oder Abkantungen am Stanzteil gebildet ist.
  8. Dachhaken nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Stützschenkel (14) und dem Tragschenkel (12) Streben (24, 25, 26) angeordnet sind, insbesondere symmetrisch.
  9. Dachhaken nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegungen und/oder Abkantungen zueinander Winkel im Bereich von 30° bis 120° einschließen, wobei der Winkel der Streben (24, 25, 26) zur Basisfläche (18) vorzugsweise etwa 45° beträgt.
  10. Dachhaken nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß – gesehen in Längsrichtung des Tragschenkels (12) – zwischen zwei äußeren, zueinander parallelen Streben (24,25) eine entgegengerichtete mittlere Strebe (26) angeordnet ist.
  11. Dachhaken nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streben (24, 25, 26) als flächige Bogen- oder Schrägstreben ausgebildet sind.
  12. Dachhaken nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Strebe (26) in Längsrichtung des Tragschenkels (12) wenigstens doppelt so ausgedehnt ist wie eine der äußeren Bogen- oder Schrägstreben (24, 25).
  13. Dachhaken nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß er aus rostfreiem Stahl (V2A), aus verzinktem Blech, aus Kupferblech oder aus feuerverzinktem Stahl mit oder ohne Pulverbeschichtung gefertigt ist.
  14. Dachhaken nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch solche Gestaltung, daß daran Schneefangbarrieren, Rohre, Balken, Gitter u.dgl. sicher anbringbar sind.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com