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Dokumentenidentifikation DE69635687T2 21.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001378203
Titel Gerät zum Anbringen von chirurgischen Klammern
Anmelder United States Surgical Corp., Norwalk, Conn., US
Erfinder Peyser, Mark S., Easton, US;
Cuny, Douglas J., Bethel, US;
Strauss, Douglas W., Hamden, US;
Reed, Scott W., Shelton, US;
Rethy, Csaba L., Fairfield, US;
Aranyi, Ernie, Easton, US
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69635687
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.10.1996
EP-Aktenzeichen 030226708
EP-Offenlegungsdatum 07.01.2004
EP date of grant 28.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse A61B 17/128(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
1. Technisches Gebiet

Die vorliegende Anmeldung betrifft chirurgische Clip-Anbringvorrichtungen bzw. Klammerer, und insbesondere betrifft sie Instrumente mit einer Mehrzahl von Clips bzw. Klammern zum Anbringen der Klammern an Körpergewebe und Gefäße bei chirurgischen Verfahren.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Chirurgische Klammerer sind aus dem Stand der Technik bekannt und erfreuen sich unter Chirurgen zunehmender Beliebtheit, da sie eine Alternative zum herkömmlichen Vernähen von Körpergewebe und Gefäßen bieten. Typische Instrumente dieser Art sind in der EP-A-612 505, dem US-Patent Nr. 5,030,226 nach Green et al. und dem US-Patent Nr. 5,431,668 nach Burbank, III et al. beschrieben. Diese Instrumente sehen im Allgemeinen eine Mehrzahl von Klammern vor, die in dem Instrument enthalten sind und zum Backenmechanismus am distalen Ende des Instruments nach Öffnen und Schließen der Griffe am proximalen Ende des Instruments nacheinander bewegt werden. Werden die Griffe geschlossen, so schließen sich die Backen, um eine zwischen den Backenelementen befindliche Klammer zu deformieren, und beim Öffnen der Backen wird die deformierte Klammer freigegeben und eine neue Klammer wird aus der Reihe in eine Position zwischen die Backen bewegt. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sämtliche Klammern aus der Klammerreihe aufgebraucht sind.

Chirurgische Klammerer aus dem Stand der Technik umfassen eine gewisse Art von Arretiermechanismus, der das Schließen der Griffe und folglich das Schließen der Backen verhindert, falls sich keine Klammern in dem Instrument befinden. Diese Arretiermechanismen verhindern das Schließen der Backen um Gewebe, das zu einer Traumatisierung des Gewebes und möglicherweise zu einer ernsthaften Beschädigung des Gewebes oder des Gefäßes führen kann, falls sich keine Klammer zwischen den Backen befindet. Viele der aus dem Stand der Technik bekannten Instrumente sehen jedoch einen Arretiermechanismus vor, der das Schließen der Backen verhindert, und nach Ausübung einer ausreichend großen Kraft auf die Griffe kann so der Arretiermechanismus oftmals überwunden werden. Um dies zu vermeiden, werden komplexe Mechanismen vorgesehen, die zu einer Zunahme der Herstellungskosten des Instruments führen.

Viele der aus dem Stand der Technik bekannten Instrumente sehen zusätzlich komplexe mechanische Anordnungen zum Schließen der Backen vor, während sie gleichzeitig für das Zuführen der nächsten Klammer zwischen die Backen vorbereitet werden, nachdem die sich zwischen den Backen befindliche Klammer deformiert und anschließend freigegeben worden ist. Diese komplexen Mechanismen, wie z.B. derjenige, der in dem US-Patent Nr. 5,431,668 nach Burbank, III et al. gezeigt ist, erfordern eine Vielzahl von Teilen, die wiederum die Herstellungskosten als auch die Zeit, die erforderlich ist, um jedes Instrument zusammenzubauen, erhöhen. Zusätzlich treiben diese Instrumente im Allgemeinen eine erste Komponente, wie z.B. die Kanaleinheit, in eine Richtung, um die Backen zu schließen, während gleichzeitig die Klammerschubstange in eine entgegengesetzte Richtung gezogen wird, um so das Zuführen der nächsten Klammer aus der Reihe der Klammern zu dem Backenmechanismus zu ermöglichen. Diese Anordnung erfordert typischerweise zusätzliche, sich bewegende Teile, was wiederum möglicherweise zu einer Zunahme der Herstellungskosten und einer Erhöhung der Montagezeit führt.

Es besteht deshalb die Notwendigkeit für ein Instrument zum Anbringen von chirurgischen Klammern, bei der die Anzahl der Teile reduziert ist, und folglich die Kosten des Instruments reduziert sind, während gleichzeitig die Zeit verringert ist, die bei der Herstellung zum Zusammenbau des Instruments benötigt wird. Eine spezielle Notwendigkeit besteht für ein Instrument, das die Anzahl von sich bewegenden Teilen minimiert und die Bewegung dieser Teile synchronisiert, so dass diese sich in der gleichen Richtung nach Schließen und Öffnen der Griffe bewegen. Indem die Anzahl der sich bewegenden Teile minimiert wird und die Richtung der Bewegung der sich bewegenden Teile synchronisiert wird, wird die Steifigkeit des Instruments erhöht und die Handhabung während des chirurgischen Verfahrens vereinfacht.

Es besteht ebenso eine Notwendigkeit für ein Instrument mit einem Arretiermechanismus, der sowohl das Schließen der Backen dadurch verhindert, dass ein zuverlässiger Blockiermechanismus als auch gleichzeitig ein Mechanismus vorgesehen wird, der das Instrument nach Ausüben einer vorbestimmten Kraft auf die Griffe deaktiviert, nachdem sämtliche Klammern in dem Instrument während des chirurgischen Verfahrens aufgebraucht worden sind.

ZUSAMMENFASSUNG

Ein chirurgischer Klammerer ist beschrieben, der sowohl sehr effizient und zuverlässig ist, als auch die Anzahl der Teile reduziert, die sich in dem Instrument befinden, um so ein Instrument vorzusehen, das kostengünstig und einfach zusammenzubauen ist. Das Instrument synchronisiert die Bewegungsrichtung der sich bewegenden Teile des Instruments nach Öffnen und Schließen der Griffe, was wiederum die Steifigkeit und Zuverlässigkeit des Klammerers erhöht.

Der chirurgische Klammerer umfasst ein Gehäuse an einem proximalen Ende des Instruments, wobei ein Paar Griffe drehbar an dem Gehäuse an gegenüberliegenden Seiten des Instruments angebracht ist. Eine Kanaleinheit oder ein Körperabschnitt erstreckt sich von dem Gehäuse und ist fest daran angebracht. Die Kanaleinheit endet in einer Backeneinheit, die ein Paar Backenelemente umfasst, welches fest an dem distalen Ende der Kanaleinheit angebracht ist. Weder der Kanal noch die Backen bewegen sich beim Öffnen und Schließen der Griffe in Bezug auf die Längsachse des Instruments, die durch die Kanaleinheit bestimmt ist.

Die Griffe sind an dem Gehäuse an einem Drehpunkt angebracht und umfassen ferner ein Paar Verbindungselemente, die jeden Griff mit den beweglichen Komponenten, die sich in dem Gehäuse befinden, verbindet. Ein erstes Verbindungselement verbindet jeden Griff mit einer Verschiebeplatte, die verschiebbar in der Kanaleinheit angeordnet ist und die betriebsmäßig mit den Backenelementen zum Öffnen und Schließen der Backenelemente verbunden ist, wenn die Griffe sich öffnen und schließen. Ein zweites Verbindungselement ist auf jedem Griff vorgesehen und ist mit einer Treibplatte verbunden, die die Bewegung einer Klammerschubstange kontrolliert, die selbst verschiebbar in der Kanaleinheit angeordnet ist und benachbart den Backenelementen endet. Eine Mehrzahl von Klammern befindet sich ebenso in der Kanaleinheit, die in Reihe auf einem Klammerträger angeordnet sind. Die Reihe der Klammern wird in distaler Richtung zu den Backenelementen hin über einen Klammernachläufer bewegt, der in distaler Richtung durch eine Feder mit konstanter Federkraft vorgespannt ist.

Es ist erwünscht, dass der Klammerer eine ursprünglich zwischen den Backenelementen enthaltene Klammer aufweist, so dass der Klammerer bereit ist, verwendet zu werden, nachdem er aus der Verpackung entnommen ist. Alternativ kann das Instrument mit bereits in der geschlossenen Position befindlichen Griffen verpackt werden, so dass sich beim Herausnehmen des Instruments aus der Verpackung die Griffe öffnen, um eine Klammer zu den Backen zu bewegen, wie dies im Anschluss beschrieben wird, und das Instrument sodann bereit ist, verwendet zu werden. Werden die Backen um das Gewebe oder ein hohles Gefäß gebracht, wie z.B. ein Körperdurchgang oder Blutgefäß, so drückt der Chirurg die Griffe zusammen, um die Griffe von der offenen Position in die geschlossene Position zu bewegen. Während dies stattfindet, bewirkt das erste Verbindungselement auf den Griffen, dass sich die Verschiebeplatte in eine proximale Richtung gegen die Vorspannung einer Verschiebeplattefeder, die sich in dem Gehäuse befindet, bewegt wird. Das distale Ende der Verschiebeplatte umfasst vorzugsweise ein Paar Schlitze, von denen jeder in eine Richtung zur Längsachse des Instruments hin abgewinkelt ist. Die Backenelemente umfassen vorzugsweise ein Paar aufrechter Stäbe, die sich in den Schlitzen der Verschiebeplatte befinden, so dass beim Zurückziehen der Verschiebeplatte in proximaler Richtung nach Schließen der Griffe die Stäbe sich in den Schlitzen bewegen und dazu dienen, die Backen zu schließen, um so die zwischen den Backen befindliche Klammer zu deformieren.

Beim Schließen der Griffe dient das zweite Verbindungselement auf den Griffen dazu, die Klammerschubstange in proximaler Richtung gegen die Vorspannung der Schubstangenfeder zu bewegen. Am distalen Ende des Instruments wird der Nasenabschnitt der Schubstange in eine Position hinter die am weitesten distal gelegene Klammer aus der Reihe der Klammern bewegt und ist somit bereit, die nächste Klammer den Backen zuzuführen. Beim Bewegen der Schubstange in proximaler Richtung, nachdem der Schließhub der Griffe beendet worden ist, wird die Schubstange über ein federvorgespanntes Sperrelement in dem Gehäuse gesperrt, so dass der Nasenabschnitt in Position hinter der am weitesten distal gelegenen Klammer gehalten wird.

Beim Freigeben der Griffe bewegt sich die Verschiebeplatte in distaler Richtung unter der Vorspannung der Verschiebeplattefeder in dem Gehäuse, und die distale Bewegung der Verschiebeplatte ermöglicht es, dass sich die Backenstäbe in den Verschiebeplattenschlitzen bewegen, um so die Backen zu öffnen, wodurch die deformierte Klammer aus den Backen freigegeben wird. Die Schubstange wird gesperrt und wird gegenüber einer Vorwärtsbewegung für eine gewisse Verzögerungszeit gehalten, bis die Griffe und die Backen vollständig geöffnet sind, und zu diesem Zeitpunkt wird die Sperre freigegeben und die Schubstange wird in distaler Richtung unter dem Einfluss der Vorspannfeder bewegt. Beim Bewegen der Schubstange in distaler Richtung führt der Nasenabschnitt der Schubstange die am weitesten distal gelegene Klammer aus der Reihe der Klammern den Backenelementen zu.

Der Klammerer erzielt so das Krimpen und Zuführen, indem die Kanaleinheit und die Backenelemente in einer stationären Position in Bezug auf die Längsachse verbleiben, wodurch dem Instrument Stabilität und Festigkeit verliehen wird. Der Klammerer sieht ebenso eine synchronisierte Bewegung sämtlicher Komponenten in einer ersten Richtung, d.h. die Bewegung der Verschiebeplatte und der Klammerschubstange in proximaler Richtung bei der Deformation einer Klammer, die sich zwischen den Backenelementen befindet, und das anschließende Bewegen sämtlicher beweglicher Komponenten in distaler Richtung vor, um die Backen zu öffnen und die am weitesten distal gelegene Klammer aus der Reihe der Klammern den Backen für den nächsten Klammeranbringvorgang zuzuführen.

Ein neuartiger Arretiermechanismus wird bereitgestellt, der sicherstellt, dass das Instrument nicht funktionsfähig ist, nachdem die letzte Klammer aus der Reihe der Klammern deformiert und von dem Instrument freigegeben worden ist, und der sicherstellt, dass das Instrument durch das Vorsehen eines neuartigen, zerstörbaren Arretiermechanismus deaktiviert ist. Der Klammerer sieht so einen Arretiermechanismus vor, der quasi eine Drei-Wege-Arretierung ist, falls die Klammerreihe aufgebraucht worden ist.

Der Arretiermechanismus verwendet den Klammernachläufer, der die Reihe der Klammern in distaler Richtung durch den Klammerträger unter dem Einfluss einer Feder mit konstanter Federkraft drängt, um die Bewegung sowohl der Verschiebeplatte als auch des Schubstangenelements zu verhindern, nachdem sämtliche Klammern aufgebraucht worden sind. Die Verschiebeplatte selbst umfasst ebenso einen neuartigen Mechanismus, der das Instrument über das Vorsehen eines zerbrechlichen Abschnittes auf einem Teil der Verschiebeplatte, die sich in dem Gehäuse befindet, deaktiviert.

Nachdem sämtliche Klammern aus der Reihe der Klammern aufgebraucht worden sind, blockiert der Arretiermechanismus die Bewegung des Schubstangenelements und der Verschiebeplatte am distalen Ende des Instruments. Falls der Benutzer versucht, die Griffe zu diesem Zeitpunkt zu schließen, bei einem Versuch, den Arretiermechanismus am distalen Ende des Instruments zu überwinden, so zerbricht der zerbrechliche Abschnitt der sich in dem Gehäuse befindlichen Verschiebeplatte, wodurch der Griff aus dem Eingriff mit der Verschiebeplatte gebracht wird und das Instrument so nutzlos wird. Dies stellt sicher, dass keine Beschädigung des Gewebes oder der Gefäße auftreten kann, falls der Chirurg aus Versehen versucht, die Griffe zu schließen, nachdem sämtliche Klammern aufgebraucht worden sind.

Der chirurgische Klammerer ist mit einem auswählbaren Ratschenmechanismus versehen, der sich auf dem Gehäuse befindet, und der es dem Chirurgen ermöglicht, stufenweise die Backen um ein Gefäß oder einem sich in einem rohrförmigen Gefäß befindlichen Shunt bzw. Bypass zu schließen, wodurch auf diese Weise das Anbringen von bereits teilweise geschlossenen Klammern ermöglicht wird. Das Instrument kann ebenso ohne die Ratsche betrieben werden, indem der Eingriff des Ratschenmechanismus vor der Benutzung einfach gelöst wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Der vorliegende Klammerer wird nun klarer und verständlicher im Licht der folgenden detaillierten Beschreibung, wenn diese in Bezug auf die im Anschluss folgenden Zeichnungen betrachtet wird, von denen:

1 eine perspektivische Ansicht des Klammerers darstellt, die die Unterseite des Instruments zeigt;

2 eine perspektivische Ansicht des Klammerers darstellt, die die Oberseite des Instruments zeigt;

3 eine Unteransicht des Klammerers darstellt;

4 eine Seitenansicht des Klammerers darstellt;

5 eine Vorderansicht des Klammerers darstellt;

6 eine Rückansicht des Klammerers darstellt;

7 eine perspektivische Explosionsansicht des Klammerers darstellt;

7A eine perspektivische Explosionsansicht einer alternativen Ausführungsform des Klammerers darstellt;

8 eine perspektivische Explosionsansicht der Kanal-Untereinheit des Klammerers der 7 darstellt;

8A eine vergrößerte, perspektivische Ansicht darstellt, die im Detail den Zahnstangenabschnitt des Ratschenmechanismus des Klammerers der 8 zeigt;

9 eine vergrößerte, perspektivische Ansicht des distalen Endes der zusammengebauten Kanal-Untereinheit der 8 darstellt;

10A und 10B vergrößerte Draufsichten der Verschiebeplatte und der Backeneinheit darstellen, die den Schließvorgang der Backeneinheit zeigen;

10C eine vergrößerte Draufsicht des distalen Endes der Verschiebeplatte darstellt;

11 eine perspektivische Explosionsansicht der Klammerschubstangen-Untereinheit als auch des auswählbaren Ratschenmechanismus darstellt;

11A eine perspektivische Explosionsansicht der Schubstangen-Untereinheit und eine alternative Ausführungsform des Ratschenmechanismus darstellt;

12 eine vergrößerte, perspektivische Ansicht des Nasenabschnittes der Schubstange entlang der Linie 12-12 der 11 darstellt;

13A und 13B eine perspektivische Ansicht der Kanalabdeckung in Bezug auf das Schubstangenelement darstellen;

14 eine perspektivische Explosionsansicht der Klammerträger-Untereinheit darstellt, die die Reihe der Klammern und des Klammernachläufers umfasst;

14A und 14B eine vergrößerte perspektivische Ansicht des distalen Endes des Klammerträgers darstellen, die den Klammerträger mit bzw, ohne geladene Klammern zeigen;

15 eine perspektivische Teilansicht der Klammerträger-Untereinheit darstellt, die den Klammernachläufer hinter der Reihe der Klammern zeigt;

16 eine Seitenquerschnittsansicht des Klammernachläufers entlang der Linie 16-16 der 15 darstellt;

17A und 17B eine perspektivische Ansicht im Halbschnitt der Einheit der Klammernachläuferfeder und des Klammerträgers darstellen;

18A18C die Einheit der Griffelemente des Klammerers darstellen;

19 eine perspektivische Ansicht des Griffes des Klammerers darstellt, wobei die obere Abdeckung entfernt ist, und wobei die Komponenten in dem Gehäuse gezeigt sind, wenn die Griffe geschlossen werden;

19A eine perspektivische Ansicht des distalen Endes des Instruments darstellt, wobei die Kanalabdeckung entfernt ist, und wobei die Position der Backen gezeigt ist, die der Position der in 19 gezeigten Griffe entspricht;

19B eine Draufsicht des Gehäuses darstellt, wobei das obere Gehäuse entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, in der die Griffe sich in der geschlossenen Position entsprechend der 19 befinden;

20 eine perspektivische Ansicht des Gehäuses ist, wobei das obere Gehäuse entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, wenn die Griffe sich öffnen;

20A eine perspektivische Ansicht des distalen Endes des Instruments darstellt, und wobei die Kanalabdeckung entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, wenn die Griffe sich in der in 20 gezeigten Position befinden;

20B eine Draufsicht des Gehäuses darstellt, wobei das obere Gehäuse entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, wenn die Griffe sich in der in 20 gezeigten Position befinden;

21 eine perspektivische Ansicht darstellt, wobei das obere Gehäuse entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, wenn sich die Griffe in der vollständig geöffneten Position befinden;

21A eine perspektivische Ansicht des distalen Endes des Instruments darstellt, wobei die Kanalabdeckung entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, wenn sich die Griffe in der in 21 gezeigten Position befinden;

21B eine Draufsicht darstellt, wobei das obere Gehäuse entfernt ist, und wobei die Position der Komponenten gezeigt ist, wenn sich die Griffe in der vollständig geöffneten Position der 21 befinden;

22 das distale Ende der Kanaleinheit im Querschnitt darstellt;

22A und 22B vergrößerte Querschnittsansichten des in 22 gezeigten Details darstellen, die die am weitesten distal gelegene Klammer aus der Reihe der Klammern vor dem Zuführen zu den Backenelementen bzw. während des Zuführvorgangs zeigen;

22C22E eine Seitenquerschnittsansicht des Klammerzuführvorgangs darstellen;

23-25 die Funktionsweise des Instruments darstellen, wie sie in Bezug auf die 19-21 beschrieben wurde, allerdings mit einer alternativen Ausführungsform des Ratschenmechanismus;

26 eine Querschnittsansicht des distalen Endes der Kanaleinheit darstellt, wobei der duale Arretiermechanismus des Klammerers gezeigt ist; und

26A eine vergrößerte Querschnittsansicht des in 26 gezeigten Details darstellt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Bezugnehmend nun auf die Zeichnungen, in denen gleiche Bezugszeichen ähnliche oder identische Elemente in sämtlichen Ansichten anzeigen, und bezugnehmend insbesondere auf die 1-6, umfasst der chirurgische Klammerer 10 ein Gehäuse 12 mit einer oberen Gehäusehälfte 12a und einer unteren Gehäusehälfte 12b. Ein Paar Griffe 14 sind drehbar an dem Gehäuse 12 angebracht und erstrecken sich hiervon nach außen. Eine Kanaleinheit 16 ist fest an dem Gehäuse 12 angebracht und erstreckt sich hiervon nach außen und endet in einer Backeneinheit 18. Ein Ratschenknopf 20, dessen Funktion im Anschluss beschrieben wird, ist auf dem Gehäuse 12 zum gezielten Ineingriffbringen und Lösen des Ratschenmechanismus, der sich in dem Gehäuse befindet, vorgesehen.

Bezugnehmend nun auf die 7 ist eine perspektivische Explosionsansicht des Klammerers 10 dargestellt, die die Komponenten des Instruments zeigt. Die Gehäusehälften 12a und 12b passen vorzugsweise über eine Schnapppassung zusammen, obwohl ein beliebiges anderes Verfahren zum Anbringen der Gehäusehälften akzeptabel ist. Die Kanaleinheit 16 umfasst eine Kanal-Untereinheit 22, einen Klammerträger 24, der eine Mehrzahl von Klammern 26 umfasst, und die zur Backeneinheit 18 hin durch den Klammernachläufer 28 bewegt werden. Eine Klammerschubstange 30 befindet sich ebenso in der Kanaleinheit 16 und ist in der Kanaleinheit 16 von einer Kanalabdeckung 32 umschlossen. Die Kanaleinheit 16 ist an dem Gehäuse 12 durch Vorsehen von Kanalbefestigungsschlitzen 80 angebracht, wie dies am besten in 8 zu sehen ist, die auf Kanalbefestigungsstäbe 81 passen, welche sich in dem Gehäuse befinden. Diese Stab-/Schlitzanordnung bringt auf sichere Weise den Kanal 78 der Kanaleinheit 16 an dem Gehäuse an.

Eine Treibplatte 34 befindet sich ebenso in dem Gehäuse 12, die die Bewegung der Klammerschubstange 30 kontrolliert. Die Treibplatte 34 wirkt mit der Sperrplatte 40 und der Sperrfeder 42 zusammen, um die Bewegung der Schubstange 30 in distaler Richtung zum Zuführen von Klammern zur Backeneinheit zu kontrollieren. Die Verschiebeplattefeder 44 und die Schubstangenfeder 46 werden über Federhülsen 48 zusammengebaut, um die Verschiebeplatte bzw. die Schubstange in distaler Richtung vorzuspannen. In dem Gehäuse 12 befindet sich ebenso ein Ratschenmechanismus mit einer Zahnstange 38, siehe 8A, die vorzugsweise auf der Verschiebeplatte 73 sich befindet, und die sich über eine Sperrklinke 98 im Eingriff befindet (wie in 11 zu sehen ist), welche auf einem Ratschenläufer 36 befestigt ist. Der Ratschenläufer 36 wird über einen Ratschenknopf 20 kontrolliert, der dazu dient, die Sperrklinke 98 in oder aus dem Eingriff mit der Zahnstange 38 zu bewegen.

Die Griffe 14 sind an dem Gehäuse 12 über Griffdrehstäbe 51 angebracht. Ein Paar Verbindungselemente 50 und 52 sind dort vorgesehen, wo das Schubstangenverbindungselement 50 mit der Verschiebeplatte 34 verbunden ist, um die Bewegung der Schubstange 30 zu kontrollieren, während das Verschiebeplattenverbindungselement 52 an der Verschiebeplatte 73 angebracht ist, um die Bewegung der Verschiebeplatte 73 zu kontrollieren.

7A stellt eine perspektivische Explosionsansicht des Klammerers 10 dar, bei der sämtliche Komponenten im Wesentlichen die gleichen sind wie diejenigen, die in 7 gezeigt sind, mit Ausnahme der Zahnstange 37 auf der Verschiebeplatte 34a. Die Zahnstange 37 befindet sich im Eingriff mit der Sperrklinke 98 des Ratschenläufers 36 auf eine Weise, die in Bezug auf die 7 beschrieben ist. Der Ratschenknopf 20 bringt wahlweise die Sperrklinke 98 mit der Zahnstange 37 in Eingriff oder löst diese, um wahlweise den Ratschenmechanismus in oder aus dem Eingriff zu bringen.

Die 8-10 stellen, in perspektivischer Explosionsansicht, die Komponenten dar, aus denen sich die Kanal-Untereinheit 22 zusammensetzt. Die Kanal-Untereinheit 22 umfasst einen Kanal 78, der, wie zuvor beschrieben, gegenüber einer Bewegung in Bezug auf das Gehäuse 12 durch Vorsehen von Kanalbefestigungsschlitzen 80 gesichert ist, die über Kanalbefestigungsstäbe 81 auf der Gehäusehälfte 12b passen. Eine Verschiebeplatte 73 ist verschiebbar in dem Kanal 78 angeordnet, die dazu dient, die Backenelemente der Backen-Untereinheit 60 zu öffnen und zu schließen. Die Backen-Untereinheit 60 umfasst ein Paar Backenelemente 62, die miteinander über einen Brückenabschnitt 64 verbunden sind. Die Backen-Untereinheit 60 ist an der Kanal-Untereinheit 22 über eine Backen-Ankerniete 68 angebracht, die durch den mittleren Schlitz 91 der Verschiebeplatte 73 und durch das Backenankernietenloch 66 in dem Brückenabschnitt 64 und durch das Loch 77 der Backenführung 76 und durch das Nietenloch 79 des Kanals 78 verläuft. Die Verschiebeplatte 73 ist verschiebbar an dem Kanal 78 über die Niete 68 angebracht, und ist des weiteren verschiebbar an der Backen-Untereinheit 60 durch Vorsehen von Backentreibnieten 72 angebracht, die sich in Schlitzen 74 befinden und an den Backenelementen 62 an den Backentreibnietenlöchern 70 angebracht sind.

Bezugnehmend auf die 9 ist die vollständig auf der Kanal-Untereinheit 22 zusammengebauten Backen-Untereinheit gezeigt. Im zusammengebauten Zustand passen die Backentreibnieten 72 in die Schlitze 74, wodurch die Verschiebeplatte 73 verschiebbar an der Backen-Untereinheit 60 angebracht ist. Die Ankerniete 68 bringt auf verschiebbare Weise die Verschiebeplatte 73 an der Backen-Untereinheit 60 an, und bringt des Weiteren auf feste Weise die Backen-Untereinheit 60 und die Backenführung 76 an dem Kanal 78 an. Die Anordnung aus Verschiebeplatte, Backen-Untereinheit und Backenführung ist auf dem Kanal 78 unterhalb der Backenträgerbrücke 82 angeordnet, wie in 9 gezeigt ist.

Wie anhand der 10A–C zu sehen ist, befindet sich die Verschiebeplatte 73 auf der Backen-Untereinheit 60, indem die Treibnieten 72 in der Öffnung 84 der Verschiebeschlitze 74 ausgerichtet werden. Dies ermöglicht das Führen des großen Kopfes der Niete 72 durch die Schlitze 74. Ist die Verschiebeplatte in Bezug auf die Treibnieten 72 positioniert, wird die Ankerniete 68, wie gezeigt, durch das Ankernietenloch 66 in dem Brückenabschnitt 64 gebracht, während sie durch den mittleren Schlitz 91 der Verschiebeplatte 73 verläuft. Der mittlere Schlitz 91 der Verschiebeplatte 73 endet an der Arretieranschlagsoberfläche 92, deren Funktion im Anschluss beschrieben wird.

Die Konstruktion der Backen-Untereinheit 60 nützt die natürliche Federeigenschaft des Materials, aus dem die Backen-Untereinheit hergestellt ist, aus, um die Backen 62 zueinander beabstandet zu halten. Wenn sich die Verschiebeplatte 73 in Richtung des Pfeils "A" bewegt, wie in 10B gezeigt ist, werden auf diese Weise während des Schließhubes der Griffe die Backenelemente 62 zueinander hin in Richtung des Pfeils "B" verschoben, während die Backentreibnieten 72 sich entlang der Oberflächen 89 der Verschiebeschlitze 74 bewegen. Die Verschiebeschlitze 74 sind dazu bestimmt, eine konstante Schließkraft auf die Backenelemente 62 und folglich auf eine dazwischen befindliche Klammer vorzusehen. Zu diesem Zweck wird Bezug genommen auf die 10C, die die Bewegungsbahnen der Nieten darstellt, wenn sich die Verschiebeplatte 73 in Richtung des Pfeils "A" bewegt. Die Treibnieten 72 bewegen sich entlang einem ersten Segment 88 und gelangen anschließend über einen abgewinkelten Abschnitt 86 der Oberfläche 89, und dieser Hub setzt sich entlang dem zweiten Segment 90 fort. Der Winkel "theta" beträgt vorzugsweise zwischen 165° und 175°, und vorzugsweise ungefähr 168°. Der sanfte Übergang über den abgewinkelten Abschnitt 86 ermöglicht eine konstante Schließkraft auf die Backenelemente 62, um so wirkungsvoll die zwischen den Backenelementen befindliche Klammer zu krimpen oder zu deformieren. Der Winkel der Segmente 88 und 90 sieht ebenso eine gleichmäßige oder konstante Kraft auf die Griffe vor, um die Deformation der Klammer zu bewirken. Zu Beginn des Schließhubes ist die Schließrate sehr schnell, und deshalb ist der Winkel des Segments 88 in Bezug auf die Längsachse steil. Während die Schließrate abnimmt, da das Krimpen der Klammer fortschreitet, nimmt der Winkel des Schlitzes am Segment 90 in Bezug auf die Längsachse ab, um die Schließkraft während des Beendens des Schließhubes konstant zu halten. Die Kraft, die erforderlich ist, um den Schließhub auszulösen, die Kraft während des Schließhubes, und die Kraft, die erforderlich ist, um den Schließhub zu beenden, sind im Wesentlichen gleich aufgrund des Winkels "theta" zwischen den Segmenten 88 und 90.

Bezugnehmend wiederum auf die 8 und 8A, umfasst das proximale Ende der Verschiebeplatte 73 einen aufgeweiteten Abschnitt 55 mit darin vorgesehenen Drehstiftlöchern 56. Die Drehstiftlöcher 56 nehmen die Drehstifte der Verbindungselemente 52 des Griffes 14 auf, um die Bewegung der Verschiebeplatte 73 nach Schließen der Griffe 14 zu kontrollieren. Der aufgeweitete Abschnitt 55 umfasst ebenso zerbrechliche Abschnitte 57 und Arretierschlitze 58, die im Anschluss beschrieben werden. Das proximale Ende der Verschiebeplatte 73 umfasst eine Federanschlagsoberfläche 54, die gegen die Verschiebeplattefeder 44 anschlägt, welche über die Federhülse 48 passt, wie im Anschluss beschrieben wird. Die Verschiebeplatte 73, wie zuvor beschrieben, umfasst ebenso eine Zahnstange 38 des Ratschenmechanismus.

Bezugnehmend nun auf die 11 und 12 ist das Schubstangenelement 30 und der Mechanismus dargestellt, der das Schubstangenelement 30 kontrolliert. Das Schubstangenelement 30 endet an seinem distalen Ende in einem Nasenabschnitt 118, der, wie in 12 gezeigt ist, eine Naseneingriffsoberfläche 120, die in Eingriff mit den in den Backenmechanismus zuzuführenden Klammern tritt, und einen Rampenabschnitt 122, dessen Funktion im Anschluss beschrieben wird, umfasst. Die 13A und 13B zeigen die Position des Nasenabschnitts 118 in Bezug auf das distale Ende der Kanalabdeckung 32, wo der Nasenabschnitt 118 in eine Nasenabschnittsnut 128 benachbart dem Gewebeanschlag 129 der Kanalabdeckung 32 passt. Die Kanalabdeckung 32 umfasst ebenso eine Arretierrampe 130, über der sich der Schubstangenschlitz 132 befindet und dessen Funktion im Anschluss beschrieben wird.

Wie in 11 zu sehen ist, umfasst die Verschiebeplatte 34 Schubstangen-Verbindungsstabelemente 94, an denen die Schubstangen-Verbindungselemente 50 der Griffe 14 angebracht sind. Die Verschiebeplatte 34 umfasst ebenso eine Treibanschlagsoberfläche 114, die in Eingriff mit einem Schubstangen-Treibvorsprung 116 tritt, und umfasst des Weiteren einen Sperrverschiebeschlitz 106, der den Sperrstab 104 der Sperrplatte 40 aufnimmt. Der Sperrstab 104 wirkt mit der Verschiebeoberfläche 108 des Sperrverschiebeschlitzes 106 zusammen, um die Schubstange 30 freizugeben und um so eine Klammer dem Klammermechanismus zuzuführen, wie dies im Anschluss beschrieben wird. Die Sperrplatte 40 umfasst ebenso eine Sperrstange 110, die in Eingriff mit einem Sperrvorsprung 112 der Schubstange 30 tritt, wie dies im Anschluss beschrieben wird.

Das proximale Ende der Schubstange 30 umfasst eine Federanschlagsoberfläche 124, die in Eingriff mit einer Schubstangenfeder 46 tritt, die in dem Hohlraum 126 der Federhülse 48 angeordnet ist. Die Feder 46 spannt die Schubstange 30 in distaler Richtung zur Backeneinheit hin vor.

Der Ratschenmechanismus ist ebenso in 11 gezeigt und umfasst einen Ratschenknopf 20, an dem der Ratschenläufer 36 angebracht ist. Der Ratschenläufer 36 umfasst einen Sperrklinkenstab 96, an dem die Sperrklinke 98 angeordnet ist, und ein Sperrklinkenzahn 102 ist in Position durch die Sperrklinkenfeder 100 vorgespannt. Die Funktion des Ratschenmechanismus wird im Anschluss beschrieben.

11A stellt eine alternative Ausführungsform der Schubstangen-Untereinheit dar, in der der Ratschenmechanismus in der Schubstangen-Untereinheit enthalten ist. 11A ist im Wesentlichen gleich der 11, außer dass die Treibplatte 34 die Zahnstange 37 des Ratschenmechanismus umfasst, und wobei der Sperrklinkenzahn 102 in Eingriff mit der Zahnstange tritt, wenn der Ratschenknopf 20 wahlweise mit dem Ratschenmechanismus in Eingriff tritt. Die Funktion dieses Mechanismus wird im Anschluss beschrieben.

Bezugnehmend wiederum auf die 14 bis 16 ist die Klammerträger-Untereinheit dargestellt, die den Klammerträger 24 umfasst, auf dem eine Reihe von Klammern 26 angeordnet ist, welche in distaler Richtung durch den Klammernachläufer 28 bewegt werden. Der Klammernachläufer 28 umfasst eine Verschiebeplattearretierung 134 mit einer Drehoberfläche 136, einer Rampenoberfläche 137 und einer Blockieroberfläche 138, deren Funktion im Anschluss beschrieben wird. Die Drehoberfläche 136 wirkt mit der Drehoberfläche 154 auf dem Klammernachläufer 28, wie in 16 gezeigt ist, zusammen und wird im Anschluss beschrieben. Die Verschiebeplattearretierung 134 befindet sich in dem Arretiergehäuse 140 bei der Arretieröffnung 156.

Der Klammernachläufer 28 umfasst ebenso Klammereingriffsstäbe 144, die mit der am weitesten proximal gelegenen Klammer aus der Reihe der Klammern in Eingriff tritt, um die gesamte Reihe der Klammern zum Klammerausgangsabschnitt 160 des Klammerträgers 24 hin zu bewegen. Benachbart den Klammereingriffsstäben 144 befindet sich eine Arretieröffnung 146, die eine Blockierwand 148 und eine Rampenoberfläche 158 umfasst, deren Funktion im Anschluss beschrieben wird. Der Klammernachläufer 28 wird in distaler Richtung durch die Feder 142 mit konstanter Federkraft bewegt, die an dem Zuführfedervorsprung 150 angebracht ist, um die Federaufnahme 152 auf dem Klammerträger 24, wie in den 17A und 17B dargestellt ist, zuzuführen. Befindet sich die Reihe der Klammern auf dem Klammerträger 24, wird die Feder mit konstanter Federkraft 142 aufgerollt, um die Vorspannkraft auf die Reihe der Klammern vorzusehen. Beim Ausgeben der Klammern rollt sich die Feder 142 von selbst auf, um den Klammernachläufer 28 in distaler Richtung zu bewegen und die Klammern zum Backenmechanismus hin zu drängen.

Wie in den 14A und 14B dargestellt ist, wird die Reihe der Klammern durch die Kombination eines Klammerhalteelements 166, das eine nach unten gerichtete Kraft auf die Feder vorsieht, und das Klammerhalteelement 168, das eine nach oben gerichtete Kraft auf die Feder vorsieht, stationär gehalten. Der Klammeranschlag 164 verhindert eine rückwärts gerichtete Bewegung der distal gelegenen Klammer 26'. Wie im Anschluss beschrieben wird, befindet sich die Klammerrampe 162 am distalen Ende des Klammerträgers 24.

Die 18A18C stellen die Konstruktion und den Zusammenbau der Griffe 14 dar. Die Verbindungselemente 50 und 52 sind an dem Griff 14 an dem Verbindungsstab 172 bzw. dem Verbindungsschlitz 170 angebracht. Der Stab des Verbindungselements 52 verschiebt sich in den Schlitz 170, und der Schlitz des Verbindungselements 50 verschiebt sich über den Stab 172, wie dies in 18B zu sehen ist. Die Verbindungselemente werden anschließend, wie in 18C gezeigt ist, gedreht, um den Zusammenbau zu vervollständigen. Der Griff 14 ist an dem Gehäuse 12 über den Griffdrehstab 51 angebracht.

Die Funktionsweise des Klammerers 10 wird nun insbesondere in Bezug auf die 19 bis 22 beschrieben. Das Instrument 10 kann mit einer Klammer 26, die sich zwischen den Backenelementen 62 befindet, verpackt werden, so dass das Instrument bereit ist, unmittelbar verwendet zu werden, oder kann mit den Griffen in der geschlossenen Position verpackt werden, so dass, wenn das Instrument aus der Packung genommen wird, die Griffe sich in die geöffnete Position bewegen, um eine Klammer den Backen zuzuführen und um so das Instrument in eine Bereitschaftsstellung zu bringen. Um eine Klammer zu schließen, wie in 19 zu sehen ist, werden die Griffe 14 von der geöffneten Position in die geschlossene Position bewegt, was wiederum bewirkt, dass eine Klammer 26' zwischen den Backenelementen 62 deformiert wird, wie dies in 19A gezeigt ist. Während sich die Griffe schließen, werden die Verbindungselemente 50 und 52 in proximaler Richtung bewegt, wie dies durch die Pfeile in 19B gezeigt ist. Zum Zwecke dieser Beschreibung wird davon ausgegangen, dass der Ratschenmechanismus sich in einem Eingriffszustand befindet, der durch gestrichelte Linien mit dem Bezugszeichen 200 in 19B gezeigt ist. Der gelöste Zustand würde den Ratschenknopf 20 derart positionieren, wie dies durch gestrichelte Linien mit dem Bezugszeichen 201 gezeigt ist.

Werden die Griffe 14 geschlossen, bewegen die Verbindungselemente 52, deren Drehstifte sich in den Drehstiftlöchern 56 des aufgeweiteten Abschnitts 55 der Verschiebeplatte 73 befinden, die Verschiebeplatte in proximaler Richtung gegen die Vorspannung der Feder 44, die in einen komprimierten Zustand durch die Federanschlagsoberfläche 54 bewegt wird. Während die Verschiebeplatte 73 sich rückwärts bewegt, tritt der Sperrklinkenzahn 102 der Sperrklinke 98 in Eingriff mit den Zähnen der Zahnstange 38, um ein stufenweises Schließen des Backenmechanismus zu ermöglichen. Der Ratschenmechanismus erlaubt es dem Chirurgen, während des Schließhubes anzuhalten, falls er dies erwünscht, ohne dass die Klammer aus dem Backenmechanismus verloren geht. Sind die Griffe 14 und folglich die Verschiebeplatte 73 in die in den 19 und 19B gezeigte Position bewegt worden, werden die Backenelemente 62 in die in 19A gezeigte Position bewegt, um eine dazwischen befindliche Klammer 26' zu deformieren. Dies findet statt, indem die Verschiebeplatte 73 in proximaler Richtung bewegt wird, so dass die Treibnieten 72 sich entlang der Nietenschlitze 74 bewegen, was wiederum bewirkt, dass die Backen aufeinander zu bewegt werden (siehe 10B). Befindet sich die Ratsche in der "An"-Position, muss ein vollständiger Hub ausgeführt werden, um die Griffe zurück zur offenen Position zu bewegen. Da die Ratsche auswählbar ist, kann sie während des Schließhubes gelöst werden, um das Freigeben einer teilweise geschlossenen Klammer zu ermöglichen. Eine teilweise geschlossene Klammer ergibt sich dann, wenn die Ratsche sich nicht im Eingriff während des Schließhubes befindet.

Wenn die Griffe 14 in die in den 19 und 19B gezeigte Position bewegt werden, bewegen die Verbindungselemente 50, die an der Treibplatte 34 bei dem Schubstangenverbindungsstab 94 angebracht sind, die Verschiebeplatte 34 in proximaler Richtung zu der in 19B gezeigten Position. Während dies stattfindet, tritt die Treibanschlagsoberfläche 114 der Treibplatte 34 in Eingriff mit dem Treibvorsprung 116 der Schubstange 30, um die Schubstange 30 in proximaler Richtung gegen die Vorspannung der Schubfeder 46 zu bewegen. Während dies stattfindet, verschiebt sich die Sperrplatte 40, die nach unten über die Sperrfeder 42 vorgespannt ist, entlang der Kante der Schubstange 30, während sich die Schubstange 30 in proximaler Richtung bewegt. Die Sperrarretierstange 110 verschiebt sich auf der Rampenoberfläche 111, bis die Rampenoberfläche 111 einen Abstand zur Sperrarretierstange 110 aufweist, so dass die Sperrarretierstange 110 an den Schubstangensperrvorsprung 112 angrenzt, wie dies in 19B gezeigt ist. Die Schubstange 30 ist deshalb in der in 19 gezeigten Position gesperrt.

Bezugnehmend auf die 19A ist zu sehen, dass die Schubstange 30 sich in proximaler Richtung bewegt hat, so dass der Nasenabschnitt 118 sich hinter der nächsten Klammer in der Reihe befindet, die auf dem Klammerträger 24 durch das Klammerhalteelement 166 und 168, wie oben beschrieben, gehalten wird.

Werden die Griffe freigegeben, so beginnen sie, sich von der geschlossenen Position in die geöffnete Position unter der Vorspannung der Feder 44 zu bewegen, wie dies in den 20, 20A und 20B gezeigt ist. Wie in den 20 und 20B gezeigt ist, beginnen die Verbindungselemente 50 und 52, die Treibplatte 34 bzw. die Verschiebeplatte 73 in distaler Richtung zum Backenmechanismus hin zu bewegen. Wie in

20B zu sehen ist, wird die Sperrklinke 98 nach Beendigung des Schließhubes vollständig an der Zahnstange 38 vorbeigeführt und dreht sich unter der Vorspannung der Feder 100 in die in 20B gezeigte Position. Dies ermöglicht eine ungehinderte Bewegung der Zahnstange 38 über den Sperrklinkenzahn 102, wodurch ermöglicht wird, dass die Griffe in die geöffnete Position zurückkehren. Wie in

20A zu sehen ist, beginnen die Backenelemente 62 sich zu öffnen, während die Verschiebeplatte 73 sich in distaler Richtung bewegt, so dass die Nieten 72 sich in den Schlitzen 74 bewegen, wodurch die Backenelemente 62 voneinander weg bewegt werden. Während sich die Griffe weiterhin öffnen, bewegt die Treibplatte 34 die Verbindungselemente 50 in distaler Richtung, während die Griffe unter dem Einfluss der Feder 44 geöffnet werden. Wie in den 20 und 20B zu sehen ist, verbleibt jedoch die Schubstange 30 in der Sperrposition an dem Schubstangensperrvorsprung 112, da sie sich im Eingriff mit der Sperrarretierstange 110 der Sperrplatte 40 befindet. Die Treibanschlagsoberfläche 114 der Treibplatte 34 bewegt sich von dem Treibvorsprung 116 der Schubstange 30 weg.

Wie zuvor festgestellt wurde, umfasst die Treibplatte 34 den Sperrverschiebeschlitz 106, der den Sperrstab 104 der Sperrplatte 40 aufnimmt. Während sich die Treibplatte 34 in distaler Richtung bewegt, verschiebt sich der Stab 104 in dem Schlitz 106 so weit, bis der Stab 104 in Eingriff mit der Verschiebeoberfläche 108 des Sperrverschiebeschlitzes 106 tritt. Während dies stattfindet, und wie dies in Bezug auf die 21 und 21B beschrieben wird, bewirkt die Rampenoberfläche des Verschiebeschlitzes 108, dass der Stab 104 sich entlang der Rampenoberfläche nach oben gegen die Vorspannung der Feder 42 bewegt. 20A zeigt den Nasenabschnitt 118 der Schubstange 30 hinter der am weitesten distal gelegenen Klammer 26' aus der Reihe der Klammern, die bereit ist, den Backenelementen 62 zugeführt zu werden.

Bezugnehmend nun auf die 21, 21A und 21B, während sich die Griffe vollständig öffnen, hat sich der Stab 104 entlang der Rampenoberfläche der Verschiebeoberfläche 108 bewegt, um die Sperrarretierstange 110 über den Schubstangensperrvorsprung 112 anzuheben. Aufgrund der Vorspannung der Feder 46 bewegt sich die Schubstange 30 in distaler Richtung soweit, bis der Schubstangentreibvorsprung 116 in Eingriff mit der Treibanschlagsoberfläche 114 der Treibplatte 34 tritt, wie in 21B gezeigt ist. Wie in

21A zu sehen ist, ist zu diesem Zeitpunkt die Verschiebeplatte 73 in ihre Ruheposition zurückgekehrt, in der die Treibniete 72 sich an dem am weitesten proximal gelegenen Ende der Treibschlitze 74 befindet, wodurch die Backenelemente 62 vollständig geöffnet werden, um die Klammer 26' darin aufzunehmen. Ist die Sperrarretierstange 110 zu dem Schubstangensperrvorsprung 112 beabstandet, bewegt sich die Schubstange 30 unter der Vorspannung der Feder 46 in distaler Richtung, so dass der Nasenabschnitt 118 die am weitesten distal gelegene Klammer 26' in Position zwischen die Backen bewegt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Instrument bereit, eine weitere Klammer anzubringen und befindet sich so in einer Bereitschaftsstellung. Wie in der 21B zu sehen ist, ist die Sperrklinke 98 in ihre Bereitschaftsstellung gedreht worden, um in Eingriff mit der Zahnstange 38 beim Schließen der Griffe 14 zu treten.

Die 22 und 22A22E stellen eine Querschnittsansicht des Klammerladevorgangs am distalen Ende des Instruments dar. 22 zeigt das Instrument in der in Bezug auf die 19, 19A und 19B gezeigten Position, in der die Backen geschlossen sind und in der der Nasenabschnitt 118 der Schubstange 30 sich hinter der am weitesten distal gelegenen Klammer 26' befindet und so bereit ist, die Klammer den Backen zuzuführen. 22A zeigt die Bereitschaftsstellung im Detail, in der die Elemente 166 und 168 die am weitesten distal gelegene Klammer 26' in Position halten, wobei der Nasenabschnitt 118 der Schubstange 30 bereit ist, die Klammer an die Backenelemente 62 abzugeben. 22B zeigt den Anfang des Freigabehubes der Schubstange 30 entsprechend zu dem, was in Bezug auf die 21, 21A und 21B oben gezeigt worden ist. Wie in 22B zu sehen ist, während der Nasenabschnitt 118 beginnt sich in distaler Richtung zu bewegen, wird die Klammer 26' über den mittleren Abschnitt des Elements 168 bewegt, so dass sie beginnt nach oben entlang der Klammerrampe 162 auf dem Klammerträger 24 zu kippen. Während der Nasenabschnitt 118 in Eingriff mit der Klammer an dem Naseneingriffsabschnitt 120 tritt, tritt die Klammer in die Ambossoberfläche der Backenelemente 62 ein, während sie sich entlang der Klammerrampe 162 bewegt, wie in 22C zu sehen ist. 22D zeigt die Schubstange 30, deren Nasenabschnitt sich vollständig in die Backen erstreckt, um die Klammer 26' ordnungsgemäß zwischen die Backenelemente 62 anzuordnen. Während dies stattfindet, bewegt der Klammernachläufer 28 die gesamte Reihe der Klammern in distaler Richtung, so dass die nächste Klammer in der Reihe auf den Klammerhalteelementen 166 und 168 angeordnet wird. Diese Position des Nasenabschnittes 118 der Schubstange 30 entspricht der Position, die in den 21, 21A und 21B gezeigt ist. Während der nächste Schließhub der Griffe beginnt, wird die Schubstange 30 in proximaler Richtung bewegt, wie dies in der 19B gezeigt ist, und der Nasenabschnitt 118 wird zu der Position hinter der zweiten, am weitesten distal gelegenen Klammer in der Reihe der Klammern zurückgezogen, wie in 22E gezeigt ist. Der Rampenabschnitt 122 der Nase 118 ermöglicht es, dass sich die Nase 118 über den Brückenabschnitt 123 der nächsten Klammer bewegt, während diese aus dem Weg bewegt wird, so dass sie sich selbst hinter der nächsten, am weitesten distal gelegenen Klammer 26 ausrichten kann. Der Betrieb des Instruments wird anschließend, wie oben bereits angezeigt wurde, wiederholt.

Die 23 bis 25 zeigen die alternative Ausführungsform des Ratschenmechanismus, bei der die Zahnstange 37 integral mit der Treibplatte 34a ausgebildet ist. Zusätzlich ist die alternative Ausführungsform der Sperrplatte 40a dargestellt, bei der die Sperrfeder 42a integral mit der Sperrplatte 40a ausgebildet ist. Die Funktionsweise des Instruments ist identisch zu derjenigen, die in Bezug auf die 19 bis 21 beschrieben wurde.

Die Funktionsweise des neuartigen Arretiermechanismus des Klammerers 10 wird nun in Bezug auf die 26 und 26A beschrieben. Nach dem Anbringen der letzten Klammer aus der Reihe der Klammern blockiert der Arretiermechanismus sowohl die Bewegung der Verschiebeplatte 73 als auch die Bewegung der Schubstange 30 und sieht des Weiteren einen Mechanismus vor, der das Instrument deaktiviert. Wenn die letzte Klammer in eine Position zwischen den Backenelementen 62 geladen ist (wie z.B. in den 21A und 22D gezeigt ist, aber ohne weitere Klammern auf dem Klammerträger 24 außer der Klammer 26' zwischen den Backenelementen 62), verlängert sich die Schubstange 30 vollständig, so dass sich der Nasenabschnitt 118 zwischen den Backenelementen 62 befindet, wobei seine Naseneingriffsoberfläche 120 gegen den Brückenabschnitt der Klammer 26' anschlägt. Während die Griffe sich beginnen zu schließen, um die letzte Klammer zu verformen (wie zuvor in Bezug auf die 19, 19A und 19B beschrieben wurde), beginnt die Schubstange 30, sich in proximaler Richtung zusammen mit der Verschiebeplatte 73 zu bewegen. Sind die Griffe vollständig geschlossen worden, befindet sich die Verschiebeplatte 73 genauso wie die Schubstange 30 in ihrer am weitesten proximal gelegenen Position. Während dies stattfindet, und in Bezug auf die 26 und 10, verhindert der massive Abschnitt 93 der Verschiebeplatte 73 benachbart der Arretieranschlagsoberfläche 92 eine nach oben gerichtete Bewegung der Arretierung 134, da ihre Rampenoberfläche 137 in Eingriff mit der Arretierrampe 130 tritt und die Drehoberfläche 136 sich um die Drehoberfläche 154 dreht. Da die Schubstange 30 sich in ihrer am weitesten proximal gelegenen Position befindet, kehrt jedoch der Nasenabschnitt 118 in die in 26 gezeigte Position zurück, in der der Rampenabschnitt 122 des Nasenabschnittes 118 sich über den Rampenabschnitt 158 des Klammernachläufers 28 bewegt. Ist der Nasenabschnitt 118 zu dem Rampenabschnitt 158 des Klammernachläufers 28 beabstandet, fällt der Nasenabschnitt 118 in die Arretieröffnung 196 des Klammernachläufers 28. Eine Bewegung der Schubstange 30 in distaler Richtung wird nun durch den Eingriff des Naseneingriffsabschnittes 120 mit der Blockierwand 148 der Arretieröffnung 146 verhindert, wie dies in 26A gezeigt ist.

Werden die Griffe freigegeben, verbleibt der Nasenabschnitt 118 in der Arretieröffnung 146, wie in 26 und 26A gezeigt ist, während die Verschiebeplatte 73 beginnt zu ihrer Ruheposition zurückzukehren, während sie sich in distaler Richtung bewegt, um die Backenelemente 62 zu öffnen. Während die Verschiebeplatte 73 in die in 21A gezeigte Position zurückkehrt, verläuft der massive Abschnitt 93 der Verschiebeplatte 73 so weit über die Verschiebeplattearretierung 134, bis die Arretierung 134 in den Schlitz 91 der Verschiebeplatte 73 aufgrund der Vorspannkraft der Feder 142 gedreht ist und die Arretierrampe 130 sich auf der Rampenoberfläche 137 der Verschiebeplattearretierung 134 verschiebt. Während die Verschiebeplattearretierung 134 sich in die in 26 gezeigte Position dreht, dreht sich die Verschiebeplattearretierung 134 durch den mittleren Schlitz 132 der Schubstange 30 so weit, bis die Blockieroberfläche 138 sich benachbart zu und in Eingriff mit der Arretieranschlagsoberfläche 92 der Verschiebeplatte 73 befindet, wie in 26 gezeigt ist. Die Verschiebeplattearretierung 134 dreht sich ebenso nach oben durch die Arretieröffnung 156 des Klammernachläufers 28.

Befindet sich der Arretiermechanismus in der in den 26 und 26A gezeigten Position, führt jeglicher Versuch zum Schließen der Griffe dazu, dass die Verschiebeplatte 73 versucht sich in proximaler Richtung zu bewegen, aber durch den Eingriff zwischen der Blockieroberfläche 138 und der Anschlagsoberfläche 92 daran gehindert ist. Dies verhindert auf wirkungsvolle Weise, dass sich die Backenelemente 62 schließen. Gleichzeitig ist die Schubstange 30 daran gehindert, sich in distaler Richtung durch den Eingriff zwischen der Naseneingriffsoberfläche 120 des Nasenabschnittes 118 mit der Blockierwand 148 der Arretieröffnung 146 zu bewegen. Bezugnehmend auf die 8 und in dem Fall, dass ein Benutzer eine übermäßige Kraft auf die Griffe bei einem Versuch ausübt, diese zu schließen und den Arretiermechanismus zu überwinden, wie in den 26 und 26A gezeigt ist, reißt der zerbrechliche Abschnitt 57 des aufgeweiteten Abschnittes 55 der Verschiebeplatte 73, wodurch bewirkt wird, dass sich der Drehstift des Verbindungselements 52 frei zwischen das Drehstiftloch 56 und den Arretierschlitz 58 bewegt, wodurch der Griffmechanismus deaktiviert wird. Alternativ wurde in Betracht gezogen, dass der Drehstift des Verbindungselements 52 abscheren kann, und des weiteren ist ein Keilnutsystem in Betracht gezogen worden, bei dem der Drehstift in einem Arretierschlitz geführt wird, ohne dass ein zerbrechlicher Abschnitt verwendet werden muss.


Anspruch[de]
  1. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung (10) mit:

    einem Gehäuse (12);

    einem Paar Griffe (14), die drehbar mit gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses verbunden sind;

    einer Kanaleinheit (16, 22, 24), die fest an einem Ende des Gehäuses angebracht ist und sich von diesem erstreckt und eine Reihe von Clips in einer Ende-an-Ende-Anordnung trägt;

    einer Backeneinheit, die ein Paar gegenüberliegend angeordneter Backenelemente aufweist, die fest an einem Ende der Kanaleinheit gegenüberliegend dem Gehäuse angebracht sind und sich von diesem erstrecken, und wobei die Backenelemente einen dazwischen angeordneten Clip aufweisen;

    einem Clipschubelement (30), das auf gleitbare Weise in der Kanaleinheit angeordnet ist und betriebsmäßig an einem Ende mit zumindest einem der Griffe verbunden ist,

    wobei das Schubelement einen Nasenabschnitt (118) an einem zweiten Ende zum in Eingriff bringen eines am weitesten distal gelegenen Clips aus der Reihe der Clips aufweist und derart betätigbar ist, um den am weitesten distal gelegenen Clip in eine Position zwischen den Backenelementen zu bewegen; und

    einer Verschiebeplatte (73), die auf gleitbare Weise in der Kanaleinheit angeordnet ist, wobei die Verschiebeplatte betriebsmäßig an einem ersten Ende mit zumindest einem der Griffe und an einem zweiten Ende mit der Backeneinheit verbunden ist,

    wobei eine Bewegung der Griffe von einer geöffneten Position in eine geschlossene Position eine Bewegung der Schiebeplatte hin zu dem Gehäuse bewirkt, um das Schließen der Backenelemente herbeizuführen, und um so den Clip zu deformieren, und eine Bewegung des Schubelements hin zu dem Gehäuse bewirkt, um den Nasenabschnitt hinter den am weitesten distal gelegenen Clip aus der Reihe der Clips anzuordnen, und wobei eine Bewegung der Griffe von der geschlossenen Position in die geöffnete Position eine Bewegung der Verschiebeplatte hin zur Backeneinheit bewirkt, um ein Öffnen der Backenelemente herbeizuführen, und um so den deformierten Clip freizugeben, und eine Bewegung des Schubelements hin zur Backeneinheit bewirkt, um den am weitesten distal gelegenen Clip aus der Reihe der Clips in eine Position zwischen den Backenelementen vor zu bewegen.
  2. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse, die Kanaleinheit und die Backeneinheit in Bezug auf die Verschiebeplatte und das Clip-Schubelement bei der Öffnungs- und Schließbewegung der Griffe stationär sind.
  3. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 1, wobei eine Bewegung des Schubelements und der Verschiebeplatte hin zu dem Gehäuse gleichzeitig stattfindet, und wobei eine Bewegung des Schubelements hin zur Backeneinheit verzögert ist von der und im Anschluss an die Bewegung der Verschiebeplatte hin zur Backeneinheit erfolgt, um ein Öffnen der Backenelemente zu ermöglichen, und um so einen Clip dazwischen unterzubringen.
  4. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Ratschenmechanismus eine Ratsche (38) und eine Sperrklinke (98) umfasst, die betriebsmäßig im Zusammenhang mit der Ratsche steht.
  5. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Ratsche Teil der Verschiebeplatte (73) ist.
  6. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 4, des Weiteren mit einem Knopf, der betriebsmäßig im Zusammenhang mit der Sperrklinke steht, um die Sperrklinke in Eingriff mit der Ratsche zu bringen bzw. diese zu lösen.
  7. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Backeneinheit ein Paar Backenelemente aufweist, von denen jedes eine Clip-Eingriffsoberfläche an einem distalen Ende und einen Brückenabschnitt (64) an einem proximalen Ende besitzt, und wobei die Backenelemente an dem Brückenabschnitt verbunden sind, und wobei die Backeneinheit an der Kanaleinheit an dem Brückenabschnitt angebracht ist.
  8. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Verschiebeplatte betriebsmäßig mit jedem Backenelement über ein Stabelement (72) verbunden ist, das in einem Verschiebeschlitz (74) angeordnet ist, so dass eine Gleitbewegung der Verschiebeplatte eine Bewegung der Stabelemente durch die Verschiebeschlitze bewirkt, um so die Backenelemente aufeinander hin und voneinander weg zu bewegen.
  9. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Verschiebeplatte mit einem Paar von Verschiebeschlitzen (74) versehen ist, die ein Stabelement (72) aufnehmen, das sich von jedem Backenelement erstreckt, so dass eine Gleitbewegung der Verschiebeplatte die Stabelemente durch die Verschiebeschlitze verschiebt, um so gleichzeitig die Backenelemente aufeinander hin und voneinander weg zu bewegen.
  10. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Verschiebeplatte mit einem Paar von Verschiebeschlitzen (74) versehen ist, die ein Stabelement (72) aufnehmen, das sich von jedem Backenelement erstreckt, so dass eine Gleitbewegung der Verschiebeplatte die Schlitze über die Stabelemente verschiebt, um so gleichzeitig die Backenelemente aufeinander hin und voneinander weg zu bewegen.
  11. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, wobei jeder der Verschiebeschlitze (74) einen Verschiebeweg für sein entsprechendes Stabelement (72) mit einem ersten und einem zweiten Bereich bestimmt, die über einen Winkel &thgr; versetzt sind, so dass die Verschiebewege die Stabelemente zu einer Längsachse des Körperabschnitts und der Verschiebeplatte hin bewegen, um die Backenelemente zu verschließen.
  12. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 11, wobei der Winkel zwischen dem ersten und dem zweiten Segment eine konstante Schließkraft auf den Clip in der Backeneinheit bereitstellt.
  13. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, wobei der Winkel zwischen den Segmenten im Bereich von ungefähr 165° bis 175° liegt.
  14. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mehrzahl der Clips in Reihe, und zwar Ende-an-Ende, zur reihenweisen Abgabe an die Backeneinheit angeordnet ist.
  15. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, oder nach einem der Ansprüche 7 bis 14, die abhängig vom Anspruch 4 oder 5 sind, wobei der Ratschenmechanismus selektiv ein- und ausrastbar ist.
  16. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 15, wobei das Auswahlvermögen des Ratschenmechanismus ein teilweises Schließen eines in der Backeneinheit angeordneten Clips ermöglicht.
  17. Eine chirurgische Clip-Anbringvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Arretiermechanismus (134) zum Deaktivieren der Clip-Anbringvorrichtung nach Deformieren eines letzten Clips aus der Reihe der Clips, wobei der Arretiermechanismus ein erstes Blockierelement zum Eingriff (138, 92) mit der Verschiebeplatte, um eine Bewegung der Verschiebeplatte zu verhindern, und zumindest ein zerbrechliches Element (57) umfasst, um die Verschiebeplatte von den Griffen nach Verschließen derselben zu lösen, wenn das erste Blockierelement sich im Eingriff mit der Verschiebeplatte befindet.
  18. Die Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 17, des Weiteren mit einem zweiten Blockiermittel (148) zum Eingriff (120) mit dem Clip-Schubelement, um eine Bewegung des Clip-Schubelements nach Deformieren eines letzten Clips aus der Reihe der Clips zu verhindern.
  19. Die Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 18, wobei das erste Blockierelement und das zweite Blockiermittel betriebsmäßig im Zusammenhang mit dem Clip-Nachläufer stehen.
  20. Die Clip-Anbringvorrichtung nach Anspruch 19, wobei das erste Blockierelement drehbar im Eingriff mit einem Abschnitt der Verschiebeplatte ist, um eine Gleitbewegung der Verschiebeplatte zu verhindern, die wiederum ein Verschließen der Backenelemente verhindert, und wobei das zweite Blockiermittel Wandabschnitte bestimmt, die eine Öffnung in dem Clip-Nachläufer umgeben, und wobei das Clip-Schubelement drehbar in der Öffnung angeordnet ist und sich im Eingriff mit zumindest einem der Wandabschnitte befindet, um eine Bewegung des Clip-Schubelements zu verhindern.
  21. Die Clip-Anbringvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, wobei die Griffe mit der Verschiebeplatte über Drehstifte verbunden sind, die in Löchern (56) in der Verschiebeplatte angeordnet sind, und wobei die zerbrechlichen Elemente durch einen Abschnitt (57) der Verschiebeplatte benachbart zu und zwischen den Drehstiftlöchern und einer Öffnung in der Verschiebeplatte (58) bestimmt sind, und wobei die zerbrechlichen Elemente nach Ausübung einer vorbestimmten Kraft auf die Griffe im Anschluss an das Eingreifen des ersten Blockierelements mit der Verschiebeplatte brechen.
  22. Die Clip-Anbringvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, wobei die Griffe mit der Verschiebeplatte über Drehstifte verbunden sind, und wobei die zerbrechlichen Elemente durch die Drehstifte bestimmt sind, die nach Ausübung einer vorbestimmten Kraft auf die Griffe im Anschluss an das Eingreifen des ersten Blockierelements mit der Verschiebeplatte brechen.
Es folgen 29 Blatt Zeichnungen






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