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Dokumentenidentifikation DE69834144T2 21.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001342451
Titel Chirurgische Vorrichtung mit verformbarem Schaft
Anmelder Allegiance Corp., McGaw Park, Ill., US
Erfinder Cosgrove, III, Delos M., Hunting Valley, Ohio 44022, US;
Gray, Joel Donald, Barrington, Illinois 60010, US;
Williams, Donald B., Lake Forest, Illinois 60045, US;
Block, Thomas J., Imperial, Missouri 63052, US
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69834144
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.09.1998
EP-Aktenzeichen 030767677
EP-Offenlegungsdatum 10.09.2003
EP date of grant 05.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse A61B 17/128(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61B 17/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf chirurgische Vorrichtungen und im Spezielleren auf chirurgische Vorrichtungen mit einem verformbaren Schaft zum Ergreifen, Festhalten und Verschließen von Körpergewebe und -kanälen.

Stand der Technik

Chirurgische Vorrichtungen umfassen allgemein, sind aber nicht darauf beschränkt, Klemmen, Scheren, Zangen, Präpaxierwerkzeuge und Wundhaken. Typischerweise bestehen solche chirurgische Vorrichtungen aus drei Bestandteilen: einem Handgriff, einer Gewebehalteeinrichtung, und einem Teil, das sich zwischen dem Handgriff und der Gewebehalteeinrichtung erstreckt. Der Handgriff öffnet und schließt die Klemmbacken der Gewebehalteeinrichtung und verfügt oftmals über eine Feststelleinrichtung, um die Klemmbacken geschlossen zu halten. Die Klemmbacken der Gewebehalteeinrichtung variieren je nach der Funktion der Vorrichtung und dem festzuhaltenden Gewebe erheblich in Auslegung, Länge, Winkel und Empfindlichkeit. Es gibt viele Varianten des zwischen dem Handgriff und der Gewebehalteeinrichtung vorgesehenen Teils. Solche Teile wurden in einer großen Anzahl von Längen, Krümmungen und Winkeln bereitgestellt, um es dem Chirurgen zu ermöglichen, die Klemmbacken zu einer großen Anzahl von Stellen in höchst unterschiedlichen Formen und Größen des menschlichen Körpers einzubringen.

Herkömmlicher Weise waren operative Eingriffe für den Körper des Patienten ziemlich invasiv und brachten oftmals große offene Schnitte mit sich. Solche Operationen führen zu einem großen Trauma für die Patienten und machen eine lange dauernde Erholungszeit notwendig. Weil solche Operationen oftmals große Schnitte mit sich bringen, bestand kein starker Bedarf, chirurgische Vorrichtungen mit einer Größe und mit Konstruktionseinzelheiten bereitzustellen, die sich für einen eingeschränkten Arbeitsbereich eignen. Zusätzlich wurden chirurgische Vorrichtungen mit verschiedenen Formen bereitgestellt, um den Chirurgen eine Anzahl von Auswahlmöglichkeiten zu bieten.

In der jüngsten Vergangenheit hat die minimalinvasive Chirurgie (MIS – minimallyinvasive surgery), auch Schlüssellochtechnik genannt, als Alternative zur herkömmlichen Großschnittchirurgie an Popularität zugenommen. Der Begriff MIS bezieht sich auf die Durchführung von Operationen in kleineren Schnitten, um das Trauma zu reduzieren, das der Patient erfährt, die Heilung zu beschleunigen und die Genesungszeit zu verkürzen. Für den Patienten kommt dies schließlich einem kürzeren Krankenhausaufenthalt gleich, was zur Kosteneffizienz dieser Eingriffe beiträgt.

Verständlicherweise ist es eine starke Herausforderung für Chirurgen, operative Aufgaben in kleinen MIS-Schnitten vorzunehmen. Die normalen Operationsbelange vermischen sich mit den einzigartigen Problemen, die mit MIS-Eingriffen einhergehen. Da es sich bei den Zielen offener Eingriffe und MIS-Eingriffen oftmals um dieselben handelt, ist das Verschließen von Körperkanälen immer noch ein Thema. Jedoch waren chirurgische Vorrichtungen aus der Vergangenheit dazu ausgelegt, Körperkanäle während eines offenen Eingriffs zu verschließen, wobei die Größe der chirurgischen Vorrichtung nicht durch enge Durchmesser kleiner MIS-Schnitte eingeschränkt war. Somit stehen solche chirurgischen Vorrichtungen, die in fast allen Eingriffen notwenig sind, aus dem MIS-Schnitt hervor und können die Hände des Chirurgen stören, wenn sie versuchen, im Schnitt etwas sichtbar zu machen, zu schneiden, zu sezieren oder zu nähen. Zusätzlich hat auf dem Gebiet nicht minimalinvasiver Chirurgie die Verwendung von Instrumenten mit zunehmend komplexeren Operationstechniken zugenommen.

Somit wäre es vorteilhaft, über eine chirurgische Vorrichtung zu verfügen, die den Grad auf ein Mindestmaß reduziert, zu dem sie den Chirurgen während einer Operation stört, wodurch es dem Chirurgen möglich wird, effizienter operieren zu können. Es wäre ferner vorteilhaft, über eine chirurgische Vorrichtung zu verfügen, die ein richtiges Einbringen in vorbestimmte Körperstellen in den kleinen Schnitten ermöglicht.

Die US-A-5,156,609 beschreibt ein chirurgisches Instrument mit einer Klammer (54), die verschiebbar in einen Biopsiekanal (72) eingeführt werden kann, der sich der Länge nach durch ein rohrförmiges Endoskopteil (74) erstreckt. Die Klammer ist durch eine Verbindung, die einen Knopf (56) und eine entsprechende Ausnehmung (70) umfasst, lösbar an einem Stabteil (68) angebracht.

Die WO 97/20506 beschreibt eine Klemmeinheit (302F), die eine Klemme (304F) und einen Klemmenpositionierer (306F) umfasst. Die Klemmeinheit umfasst ein Kabel (442), das in einer Hülse (440) untergebracht ist, die sich zwischen einem Handgriff (460) und der Klemme (304F) erstreckt. Die Klemme (304F) umfasst allgemein parallele Klemmbacken (308F, 310F), die über einen Kugelkopf (448) am Kabel (442) angebracht sind. Der Handgriff umfasst einen Zapfen (458), in welchen sich eine Kugel (456) am Kabel (442) einpasst. Das Kabel wird zum Öffnen und Schließen der Klemmbacken verwendet.

Offenbarung der Erfindung

Nach der vorliegenden Erfindung wird eine chirurgische Vorrichtung nach Anspruch 1 bereitgestellt.

Die vorliegende Erfindung stellt eine chirurgische Vorrichtung bereit, die den Grad auf ein Mindestmaß reduziert, mit dem sie den Chirurgen insbesondere bei einem MIS-Eingriff potentiell stört, ist aber nicht auf MIS-Eingriffe beschränkt. Die vorliegende Erfindung stellt auch eine chirurgische Vorrichtung bereit, die ein genaues Einbringen in vorbestimmte Körperstellen ermöglicht. Die vorliegende Erfindung erreicht diese Ziele, indem eine chirurgische Vorrichtung mit einem verformbaren Schaft verwendet wird, der es dem Chirurgen ermöglicht, die Form der Vorrichtung zu biegen und einzustellen, um ihr Eindringen zu minimieren und ein genaues Einbringen in vorbestimmte Körperstellen zu ermöglichen. Die chirurgische Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist darüber hinaus mit einer Gewebehalteeinrichtung und einem Handgriffabschnitt versehen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine Seitenansicht einer als Vergleich angeführten chirurgischen Vorrichtung.

2 ist eine Seitenansicht eines alternativen Handgriff- und Sperrzahnsystems.

2a ist eine Seitenansicht der in der Einheit von 2 gezeigten Sperrzahneinrichtung.

3 ist eine Seitenansicht einer als Vergleich angeführten chirurgischen Vorrichtung.

3a ist eine Seitenansicht der Gewebehalteeinrichtung der Vorrichtung von 3, wobei sich die Gewebehalteeinrichtung in der geschlossenen Stellung befindet.

3b ist eine Seitenansicht der Gewebehalteeinrichtung der Vorrichtung von 3, wobei sich die Gewebehalteeinrichtung in der offenen Stellung befindet.

3c ist eine Querschnittsansicht der Gewebehalteeinrichtung der Vorrichtung von 3.

4 ist eine Querschnittsansicht des Mechanismus, die es dem Handgriff ermöglicht, den Schaft zu drehen.

5 ist eine Querschnittsansicht einer verformbaren Ausführungsform des Schaftteils, die nach den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

Die 6a bis 6c sind Seitenansichten eines als Vergleich angeführten Klemmbackenbetätigungsmechanismus.

7 ist eine Seitenansicht einer gewundenen Rohrleitungsausführungsform des Schafftteils, die nach den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

7a ist eine Querschnittsansicht der gewundenen Rohrleitungsausführungsform des in 7 gezeigten Schaftteils.

7b ist eine Querschnittsansicht der gewundenen Rohrleitungsausführungsform des in 7 gezeigten Schaftteils, das in eine gebogene Form versetzt wurde.

7c ist eine Seitenansicht einer Kugelgelenkausführungsform des Schaftteils, die nach den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

7d ist eine Querschnittsansicht der Kugelgelenkausführungsform des in 7c gezeigten Schaftteils.

7e ist eine Querschnittsansicht der Kugelgelenkausführungsform des in 7c gezeigten Schaftteils, das in eine gebogene Form versetzt wurde.

8 ist ein als Vergleich angeführter Klemmbackenbetätigungsmechanismus.

8a ist eine Querschnittsansicht des in 8 gezeigten Klemmbackenmechanismus entlang der Ebene der Linie 8a-8a.

8b ist eine Draufsicht des in 8 gezeigten Klemmbackenmechanismus im der geschlossenen Stellung.

8c ist eine Draufsicht des in 8 gezeigten Klemmbackenmechanismus, der mit alternativen Klemmbacken gezeigt ist.

9 ist eine perspektivische Ansicht einer als Vergleich angeführten chirurgischen Vorrichtung.

9a ist eine Detailansicht der Kugelgelenkanordnung, die in der Vorrichtung von 9 zum Einsatz kommt.

10 ist eine perspektivische Ansicht einer für einmaligen Gebrauch bestimmten, als Vergleich angeführten chirurgischen Vorrichtung.

Die 11 und 12 sind Querschnittsansichten der Kupplungsanordnung zwischen der Klemmbackenbetätigungseinrichtung und der Gewebehalteeinrichtung der Vorrichtung von 10.

Die 13 und 14 sind Querschnittsansichten der Kupplungsanordnung zwischen der Klemmbackenbetätigungseinrichtung und des Handgriffsystems der Vorrichtung von 10.

15a ist eine Querschnittsansicht der Kupplungsanordnung der 11 und 12 in der verriegelten Stellung.

15b ist eine Querschnittsansicht entlang der Ebene der Linie 15a-15a von 15a.

16a ist eine Querschnittsansicht der Kupplungsanordnung der 11 und 12 in der unverriegelten Stellung.

16b ist eine Querschnittsansicht entlang der Ebene der Linie 16a-16a von 16a.

17 ist eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des Klemmbackenbetätigungsmechanismus, die nach den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

17a ist eine Draufsicht des in 17 gezeigten Klemmbackenmechanismus.

17b ist eine Querschnittsansicht des in 17 gezeigten Klemmbackenmechanismus in der geschlossenen Stellung.

Die 18 und 19 sind Querschnittsansichten einer alternativen Ausführungsform der Kupplungsanordnung zwischen der Klemmbackenbetätigungseinrichtung und des Handgriffsystems, die nach den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

18a ist eine vergrößerte Ansicht der Kupplungsanordnung von 18.

19a ist eine vergrößerte Ansicht der Kupplungsanordnung von 19.

Wege zur Umsetzung der Erfindung

Zuerst ist mit Bezug auf 1 eine als Vergleich angeführte chirurgische Vorrichtung 10 gezeigt. Die chirurgische Vorrichtung umfasst allgemein einen Handgriffabschnitt 12, ein Schaftteil 14 und eine Gewebehalteeinrichtung 16. Obwohl die Abbildungen eine Klemmvorrichtung darstellen, sollte klar sein, dass die Grundgedanken der vorliegenden Erfindung nicht auf Klemmvorrichtungen beschränkt sind und sich auch auf andere chirurgische Vorrichtungen wie beispielsweise Scheren, Zangen, Präparierwerkzeuge und Wundhaken anwenden lassen.

Der Handgriffabschnitt 12 funktioniert so, dass er die Gewebehalteeinrichtung 16 zwischen offenen und geschlossenen Stellungen bewegt. Der Handgriffabschnitt 12 umfasst ein Sperrzahngriffsystem 19 mit einem abgewinkelten Griff. Es sollte klar sein, dass sich auch andere Griffsysteme mit unterschiedlichen Ausrichtungen oder Sperrzahnauslegungen verwenden ließen. Das Griffsystem 19 der chirurgischen Vorrichtung 10 umfasst ein Paar länglicher Schenkel 21, 23, die an den distalen Enden in Fingereingriffen enden und an einer entlang ihrer Längen dazwischenliegenden Stelle an einem Drehzapfenteil 26 drehbeweglich angelenkt sind. Ein Schafthalterungselement 28 für das Schaftteil 14 ist am proximalen Ende des Schenkels 21 angebracht. Während der Schenkel 21 im Hinblick auf das Schafthalterungselement 28 feststehend bleibt, bewegt sich der Schenkel 23 im Hinblick auf den Schenkel 21 um das Drehzapfenelement 26.

Zusätzlich steht das proximale Ende des Schenkels 23 in Wirkverbindung mit einer Betätigungseinrichtung 31, die sich axial durch das Schaftteil 14 erstreckt und in Wirkverbindung an die Gewebehalteeinrichtung 16 angeschlossen ist. Die Betätigungseinrichtung 31 umfasst vorzugsweise ein Kabel. Allerdings könnten auch andere äquivalente Betätigungseinrichtungen verwendet werden.

Das Griffsystem 19 ist darüber hinaus mit einem Sperrzahnmechanismus 35 versehen, der an einem der Schenkel angebracht ist und mit dem anderen Schenkel zusammenwirkt, um die Gewebehalteeinrichtung in der geschlossenen Stellung zu halten. Um die Gewebehalteeinrichtung in die offene Stellung zu bewegen, wird ein Hebel 36 nach unten gedrückt, um den Schenkel 23 und die Gewebehalteeinrichtung aus der geschlossenen Stellung freizusetzen. Um die Gewebehalteeinrichtung aus der offenen Stellung in die geschlossene Stellung zu bewegen, wird der Schenkel 23 zum Schenkel 21 hin geschoben, wobei sich das proximate Ende des Schenkels 23 an der Betätigungseinrichtung 31 zurückzieht und dabei die Gewebehalteeinrichtung betätigt. Die Betätigung der Gewebehalteeinrichtung wird nachstehend noch ausführlicher erläutert.

Ein alternatives Griffsystem und ein alternativer Sperrzahnmechanismus, die mit der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommen könnten, sind in 2 gezeigt. Das Griffsystem 19 umfasst zwei längliche Schenkel 22, 24 die an einem Ende miteinander in Wirkverbindung stehen. Die Schenkel enden an den distalen Enden in Fingereingriffen. Jeder der Schenkel ist auch mit einer seitlichen Verlängerung 25, 27 versehen, die Sperrzahneinrichtungen 29 trägt. Die Sperrzahneinrichtungen 29 wirken auf die in 2a gezeigte Weise zusammen. Wenn die Schenkel in Bezug aufeinander bewegt werden, wirken die Sperrzahneinrichtungen so zusammen, dass sie die Gewebehalteeinrichtung der Vorrichtung in der gewünschten Stellung einstellen.

In einer in 3 gezeigten alternativen Einrichtung des Griffsystems kann ein Schenkel 123 an einem Schafthalterungselement 128 für ein Schaftteil 114 angebracht werden, während sich ein Schenkel 121 um ein Drehzapfenelement 126 bewegt. Das proximale Ende des Schenkels 121 steht in Wirkverbindung mit einem Kolben 130, der im Wellenhalterungselement 128 eine axial hin- und hergehende Bewegung macht. Wenn der Schenkel 121 zum Schenkel 123 hin bewegt wird, wirkt der Schenkel 121 auf den Kolben 130, der wiederum auf eine Betätigungseinrichtung 131 drückt. Die Betätigungseinrichtung 131 wirkt wiederum auf eine Gewebehalteeinrichtung 116.

Die vorliegende Erfindung kann auch mit einem Mechanismus versehen sein, der es ermöglicht, dass das Griffsystem 19 sich bezüglich des Schaftteils 14 frei drehen kann, um den Griff flach auf dem Operationstisch und außerhalb des Arbeitsbereichs des Chirurgen liegen zu lassen. 4 zeigt die detaillierte Ansicht dieses Mechanismus. Wenn ein Knopf 39 aus seinem Eingriff mit dem Halterungselement 28 des Griffsystems gelöst wird, fällt die Kraft weg, die vom Knopf 39 an ein Lager 40 und eine Dichtung 41 angelegt wird. In der Folge kann sich das Schaftteil 14 dann im Hinblick auf das Halterungselement 28 frei drehen. Um das Griffsystem im Hinblick auf das Schaftteil in die gewünschte Stellung zu bringen, wird der Knopf 39 am Halterungselement 28 angezogen, wodurch auf die Dichtung eingewirkt wird. Die Dichtung 41 fungiert dabei als Bremse, die verhindert, dass sich das Schaftteil nach dem Anziehen im Hinblick auf das Griffsystem dreht.

Die chirurgische Vorrichtung ist darüber hinaus mit einem Schaftteil 14 versehen, das das Griffsystem 12 an der Gewebehalteeinrichtung 16 anschließt. Wie in 1 zu sehen ist, steht ein Ende des Schaftteils 14 mit dem Schafthalterungselement 28 des Griffsystems 19 in Wirkverbindung, während das andere Ende des Schaftteils 14 mit der Gewebehalteeinrichtung 16 in Wirkverbindung steht. Bei der vorliegenden Erfindung kann die Form des Schaftteils 14 umgestaltet werden, um ein genaues Einbringen der Gewebehaltereinrichtung an vorbestimmte Körperstellen zu ermöglichen. Das Schaftteil 14 kann manuell in die gewünschte Form gebracht werden, um Behinderungen in einem Arbeitsbereich zu verhindern oder um aus dem Aktionsradius des Chirurgen herausgebracht zu werden. Um seine Funktion zu erfüllen, kann es eine Anzahl von Formen annehmen.

Das Schaftteil nimmt eine verformbare Form an. Aufgrund seiner verformbaren Beschaffenheit kann der Schaft in verschiedene Anordnungen versetzt werden, um die gewünschten Körperstellen zu erreichen. In einer solchen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Schaftteil eine verformbare Röhre, wobei sich die Betätigungseinrichtung axial durch diese hindurch erstreckt. Ein Ende der Betätigungseinrichtung steht in Wirkverbindung mit der Gewebehalteeinrichtung, während das andere Ende mit dem Griffsystem in Wirkverbindung steht. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können die Enden der Betätigungseinrichtung über eine Kugelgelenkverbindung an die Gewebehalteeinrichtung und das Griffsystem angeschlossen sein. Jedes Ende der Betätigungseinrichtung ist mit einem Teil in Form einer Kugel versehen, das sich in eine Gelenkpfanne einpasst, die von der Gewebehalteeinrichtung und dem Griffsystem getragen wird. 9a ist eine Detailansicht der Kugelgelenkverbindungsanordnung zwischen der Betätigungseinrichtung und der Gewebehalteeinrichtung. Allerdings könnte auch eine andere äquivalente Verbindungseinrichtung verwendet werden.

Die verformbare Röhre des Schaftteils könnte eine aus Weichmetall wie beispielsweise vergütetem rostfreiem Stahl, Messing oder Aluminium bestehende Rohrleitung oder eine gewundene Rohrleitung aus Stahl umfassen, die biegbar ist und in verschiedene Formen versetzt werden kann. Eine solche gewundene Rohrleitungsausführungsform des Schaftteils 14 ist in den 77b dargestellt. Bei einem solchen Weichmetallrohr liegt das Biegemoment, das zur Herstellung einer permanenten Einstellung im Schaft notwendig ist, im Bereich von ca. 0,06 Nm bis 0,91 Nm (0,5 bis 8 Pfund je Quadratzoll) und vorzugsweise bei ca. 0,23 Nm (2 Pfund je Quadratzoll). Alternativ könnte das Schaftteil 414 ein Doppelkanalrohr 416 umfassen, wobei sich die Betätigungseinrichtung durch einen Kanal 419 erstreckt und sich ein verformbarer Stab 422 durch den anderen Kanal 425 entlang des Rohrverlaufs erstreckt. Der Kanal 419, der die (nicht gezeigte) Klemmbackenbetätigungseinrichtung aufnimmt, erstreckt sich vorzugsweise durch die Mitte des Rohrs 416, während sich der Kanal 425, der den verformbaren Stab 422 aufnimmt, außermittig erstreckt, wie in 5 gezeigt ist. Alternativ kann der verformbare Stab 422 an anderen Stellen im Rohr 416 bezüglich dessen Mitte angeordnet werden. Aufgrund des Vorhandenseins des verformbaren Stabs 422 kann das Rohr 416 in verschiedene Formen versetzt werden. In einer weiteren alternativen Ausführungsform können mehrere verformbare Stäbe und nicht nur ein einzelner verformbarer Stab verwendet werden, um das Rohr in der gewünschten Form zu halten.

Das Schaftteil kann auch eine Form annehmen, die sowohl biegsam als auch starr ist. Diese Form hat die Fähigkeit, sich so biegen zu lassen, dass der Chirurg eine vorbestimmte Form herstellen kann, die in eine bestimmte Körperöffnung und einen bestimmten Körperkanal passen soll. Der Zustand des Schafts kann von starr auf biegsam und umgekehrt verändert werden. Eine solche Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in 1 und im Detail in den 7c7e gezeigt. Das Schaftteil 14 umfasst eine Reihe miteinander verbundener Kugeldrehzapfensegmente 38, durch die das Betätigungskabel 31 verläuft. Die 7d7e zeigen den Querschnitt eines typischen Kugeldrehzapfensegments, während 7e die Wechselwirkung benachbarter Segmente zeigt, wenn das Schaftteil in eine gewünschte Form versetzt wird. Wieder mit Bezug zurück auf 1 ist auch ein Feststellknopf 42 angrenzend an das Schafthalterungselement 28 vorgesehen, der betätigt werden kann, um einen axialen Druck auf die Segmente 38 auszuüben. Dieser Druck lässt zu, dass die Kugelgelenksegmente 38 des Schaftteils 14 in jeder vom Chirurgen oder einem anderen Benutzer der chirurgischen Vorrichtung ausgewählten Form festgesetzt werden können.

Alternativ umfasst das Schaftteil ein biegsames Rohr, wobei sich das Betätigungskabel durch dieses hindurch erstreckt. Ein zweites Einführinstrument, das verformbar ist, ergreift das Schaftteil, und zusammen werden die beiden in den Einschnitt eingeführt. Sobald sich die Gewebehalteeinrichtung in der geschlossenen Stellung befindet, wird das Einführinstrument freigegeben und entfernt.

Die chirurgische Vorrichtung ist darüber hinaus noch mit einer Gewebehalteeinrichtung 16 versehen, die so funktioniert, dass sie Körpergewebe und -kanäle ergreift, festhält und verschließt. Die Gewebehalteeinrichtung 16 umfasst ein Paar Klemmbacken 46, 48, wobei die Klemmbacken an einem Ende durch ein Drehgelenk 50 verbunden sind. Die Klemmbacken können sich durch verschiedene Mechanismen zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung bewegen. Die Gewebehalteeinrichtung kann auch mit einer Rückstelldruckfeder 53 ausgestattet sein, um sie bei der Rückkehr in die offene Stellung zu unterstützen.

Da es für Chirurgen wichtig ist, dass die Größe und Masse des Drehgelenks der Klemmbacken reduziert ist, um das Sichtfeld zu vergrößern und den Platz auf ein Minimum zu beschränken, den die Gewebehalteeinrichtung einnimmt, sind die Klemmbacken in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit der Längsachse des Schaftteils koaxial. Diese Auslegung, die in den 3, 6, 8 und 9 gezeigt ist, reduziert die Größe und Masse des Drehgelenks, behält aber immer noch die Festigkeit bei, die von den Klemmbacken benötigt wird. Jedoch kann die Gewebehalteeinrichtung im Hinblick auf das Schaftteil in anderen Anordnungen angebracht sein. Beispielsweise ist in 1 die Gewebehalteeinrichtung im Hinblick auf das Schaftteil in einem Winkel von ca. 90° angeordnet.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann das Schaftteil von der Gewebehalteeinrichtung getrennt werden. Im Gebrauch wird das Schaftteil dazu verwendet, die Gewebehalteeinrichtung an die gewünschte Stelle zu bringen. Das Schaftteil wird dann von der Gewebehalteeinrichtung gelöst und aus dem Körper des Patienten entnommen, wobei die Gewebehalteeinrichtung im Körper zurückbleibt. Die Gewebehalteeinrichtung weist einen daran befestigten Faden oder ein daran befestigtes Halteseil auf, der/das sich aus dem Einschnitt heraus erstreckt. Wenn die Gewebehalteeinrichtung entfernt werden soll, wird das Schaftteil zurück in den Einschnitt eingeführt und durch den Faden oder das Seil zur Gewebehalteeinrichtung geleitet. Das Schaftteil wird dann an der Gewebehalteeinrichtung angeschlossen und die gesamte Vorrichtung entfernt.

Die Klemmbacken können durch eine Anzahl unterschiedlicher Mechanismen betätigt werden, wie in den 3, 6, 8, 9 und 10 gezeigt ist. Trotz des Einsatzes eines nicht starren Schaftteils kann die vorliegende Erfindung eine Kraft auf die Gewebehalteeinrichtung im Bereich von ca. 44,5 bis 89 N (10 bis 20 Pfund) ausüben. In der Vorrichtung von 3 ist das angelenkte Ende jeder Klemmbacke mit einem Abschnitt 154, 155 reduzierter Dicke ausgestattet. In der in 3b gezeigten offenen Stellung der Gewebehalteeinrichtung passt ein Klemmbackenbetätigungsteil 156 mit dem Abschnitt reduzierter Dicke der Klemmbacken zusammen. Im Gebrauch wird das Griffsystem 112 betätigt, wodurch die Betätigungseinrichtung 131 nach vorn geschoben wird. Die Betätigungseinrichtung 131 wiederum schiebt das Betätigungsteil 156, wodurch bewirkt wird, dass es nach vorn und aus den Abschnitten reduzierter Dicke gleitet, wie in 3a gezeigt ist. Diese Bewegung drückt die Klemmbacken 146, 148 in die geschlossene Stellung, während die Umkehrbewegung die Klemmbacken 146, 148 voneinander weg in die offene Stellung auseinanderklappen lässt.

In der alternativen Vorrichtung der 6a bis 6c ist das angelenkte Ende jeder Klemmbacke mit einer Öffnung 259 versehen, die mit einem Haken 261 zusammenwirkt, der am Ende des Betätigungskabels 231 vorgesehen ist. Eine Feder 253 ist vorgesehen, um die Klemmbacken 246, 248 in der offenen Stellung zu halten, wie in 6a dargestellt ist. Um die Klemmbacken 246, 248 in die geschlossene Stellung zu versetzen, wird das Griffsystem betätigt, wodurch das Kabel 231 und der Haken 261 durch das Schaftteil 214 zurückgezogen werden. Wenn das Kabel 231 zurückgezogen wird, werden die Klemmbacken 246, 248 durch ihre Wechselwirkung mit einem konischen Endteil 264, das am Schaftteil 214 vorgesehen ist, in die geschlossenen Stellung gebracht.

8 stellt eine weitere alternative Klemmbackenbetätigungseinrichtung dar. Die Einrichtung umfasst einen zylindrischen Zughaken 520 mit zwei Längsschlitzen 522, 524 entlang seines Verlaufs, wobei die Schlitze einander entgegengesetzt angeordnet sind. Der Zughaken 520 umfasst darüber hinaus noch einen Längsausschnitt 527 entlang seines Verlaufs. Die Klemmbacken 546, 548 sind an einem Ende des Zughakens 520 angeordnet. Das andere Ende des Zughakens 520 ist mit einer zylindrischen Verlängerung 529 versehen, durch die sich die Klemmbackenbetätigungseinrichtung erstreckt. In dieser Ausführungsform umfasst die Klemmbackenbetätigungseinrichtung einen Drahttreiber 531, der sich durch die zylindrische Verlängerung 529 erstreckt und mit einem Ende der Klemmbacken in Wirkverbindung steht.

Die Klemmbacken 546, 548 dieser Vorrichtung sind mit einem Diagonalschlitz 567, 569 an einem Ende ausgestattet. Wie in 8b gezeigt ist, sind die geschlitzten Enden der Klemmbacken im Ausschnitt 527 des Zughakens angeordnet, wenn sich die Klemmbacken in der geschlossenen Stellung befinden. Die Klemmbacken sind entlang ihres Mittelteils durch eine sich quer über den Längsausschnitt 527 erstreckende Schraube 572 am Zughaken befestigt. Der übrige Teil der Klemmbacken, die Gewebehalteenden, erstrecken sich vom Zughaken 520.

Das Ende des Drahttreibers 531, das mit den Klemmbacken 546, 548 verbunden ist, ist mit einem Haken 561 versehen. Wie in 8a zu sehen ist, ist ein Teil des Hakens 561 jeweils in den Längsschlitzen untergebracht. Der übrige Teil des Hakens ist an die Schlitze 567, 569 der Klemmbacken angeschlossen. Um die Klemmbacken in eine offene Stellung zu bewegen, wird der Treiber 531 zu den Klemmbacken hin geschoben. Diese Bewegung bringt den Haken 561 dazu, sich jeweils zu einem Ende der Schlitze 567, 569 zu begeben, was bewirkt, dass sich die Klemmbacken 546, 548 um die Schraube drehen und sich in die geöffnete Stellung bewegen. Wie in 8 gezeigt ist, erstrecken sich die geschlitzten Enden der Klemmbacken aus dem Längsausschnitt 527 heraus, wenn sich die Klemmbacken in der geöffneten Stellung befinden. Um die Klemmbacken zur geschlossenen Stellung zurückkehren zu lassen, wird der Treiber 531 in der Richtung von den Klemmbacken weg bewegt, wodurch bewirkt wird, dass sich der Treiber zum entgegengesetzten Ende der Schlitze 567, 569 bewegt. Die Klemmbacken drehen sich wieder um die Schraube in die geschlossene Stellung. In der geschlossenen Stellung befinden sich die geschlitzten Enden der Klemmbacken im Ausschnitt 527. Wie durch Bezugnahme auf die 8 und 8c zu sehen ist, kann diese Art von Betätigungseinrichtung mit unterschiedlichen Gewebehalteeinrichtungen verwendet werden.

Eine weitere als Vergleich angeführte Vorrichtung ist in 9 dargestellt. Die chirurgische Vorrichtung 510 umfasst allgemein ein Griffsystem 512, das eine Schafthalterung 528 und Schenkel 521, 523, ein Schaftteil 514 mit einem sich durch dieses erstreckenden Betätigungskabel 531, und eine Gewebehalteeinrichtung 516 mit Klemmbacken 646, 648 umfasst. Das Betätigungskabel 531 ist durch eine wie vorstehend erwähnte und im Detail in 9a gezeigte Kugelgelenkanordnung am Schenkel 523 und der Klemmbacke 646 angeschlossen. Wenn der Schenkel 523 des Griffsystems zum Schenkel 521 hin bewegt wird, zieht diese Bewegung am Betätigungskabel 531. Das Betätigungskabel 531 zieht wiederum an der Klemmbacke 646, was diese veranlasst, sich zur Klemmbacke 648 und in die geschlossene Stellung zu bewegen. Wenn die Klemmbacken in die offene Stellung zurückkehren sollen, wird der Schenkel 523 freigegeben, wodurch die auf das Kabel wirkende Kraft nachlässt und die Klemmbacken in die offene Stellung zurückkehren.

Bei der Vorrichtung von 9 kann das Schaftteil 514 eine von zwei Formen annehmen. Das Schaftteil 514 kann wie vorstehend erläutert und in 5 gezeigt die Doppelkanalröhre umfassen. Alternativ kann das Schaftteil aus einer Rohrleitung aus Weichmetall wie beispielsweise vergütetem rostfreien Stahl, Messing oder Aluminium bestehen, das biegbar ist und in verschiedene Formen versetzt werden kann. In jedem Fall ist das Schaftteil von einer verformbaren Art, so dass es in verschiedene Anordnungen versetzt werden kann, um gewünschte Körperstellen zu erreichen.

Um Zeit und Kosten zu sparen, die mit der Sterilisierung von chirurgischen Vorrichtungen verbunden sind, und um Kosten und Abfall zu reduzieren, die mit vollständig wegwerfbaren Vorrichtungen verbunden sind, kann die chirurgische Vorrichtung der vorliegenden Erfindung teilweise aus für einmaligen Gebrauch bestimmtem Material bestehen, so dass die übrige chirurgische Vorrichtung wiederverwendbar ist. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht die Gewebehalteeinrichtung und das Schaftteil aus Wegwerfmaterial, und ein Handgriffabschnitt besteht aus einem wiederverwendbaren Material wie rostfreiem Stahl. Alternativ besteht nur die Gewebehalteeinrichtung aus Wegwerfmaterial, und das Schaftteil und der Griffabschnitt bestehen aus wiederverwendbarem Material.

Eine als Vergleich angeführte Einmalvorrichtung ist in 10 gezeigt. Die Vorrichtung 710 umfasst ein für einmaligen Gebrauch bestimmtes Schaftteil 714, das mit der Gewebehalteeinrichtung 716 und dem Griffsystem 712, die beide aus wiederverwendbarem Material bestehen, in Wirkverbindung steht. Das Schaftteil 714 ist aus einer verformbaren Röhre, vorzugsweise aus Weichmetall, hergestellt, wie beispielsweise vergütetem rostfreiem Stahl, Messing oder Aluminium, mit einer Kunststoffabdeckung für kosmetische Zwecke. Alternativ besteht das Schaftteil 714 aus einer verformbaren Kunststoffröhre, vorzugsweise Polyethlen oder irgendeinem anderen extrudierten Kunststoffschlauch.

Eine Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731, die entweder ein biegsames Kabel oder einen biegsamen Stab umfasst, erstreckt sich durch die Röhre 715, wobei die Betätigungseinrichtung 731 frei in der Röhre gleiten kann. Jedes Ende der Betätigungseinrichtung 731 erstreckt sich von einem jeweiligen Ende der verformbaren Röhre 715 und ist an seiner Spitze mit einer Kugel 720, 722 versehen. Wie in den 11 bis 14 gezeigt ist, sind sowohl die Gewebehalteeinrichtung 716 als auch das Griffsystem 712 mit einer Passgelenkpfanne 724, 726 für die Kugel 720, 722 ausgestattet. Wie nachstehend noch erläutert wird, ist die verformbare Röhre 715 durch das Eingreifen der Kugeln 720, 722 in die Gelenkpfannen 724, 726 an der Gewebehalteeinrichtung 716 und dem Griffsystem 712 angeschlossen.

Mit Bezug auf die 11 und 12 ist eine der Klemmbacken 748 der Gewebehalteeinrichtung 716 an einem Ende mit einem Zylinder 733 versehen. Die andere Klemmbacke 746 der Gewebehalteeinrichtung 716 ist mit einem Steckstift 737 versehen. Der Steckstift 737 umfasst ein Ausschnittteil 739, in dem sich ein Ende der Klemmbacke 746 dreht. Der Steckstift 737 erstreckt sich dann durch den Zylinder 733 von der Klemmbacke 746 weg, um in die Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 einzugreifen. Wie vorstehend erwähnt, ist der Steckstift 737 mit der Gelenkpfanne 724 versehen, die mit der Kugel 720 der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 zusammenpasst. Der Zylinder 733 ist auch mit einer Feder 741 versehen, die den Steckstift 737 und wiederum die Klemmbacke 746 zur offenen Stellung drückt. Um die Klemmbacken der Gewebehalteeinrichtung von der in 11 gezeigten offenen Stellung in eine geschlossene Stellung zu bringen, wird das Griffsystem 712 betätigt, um ein Ende der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 in die Richtung weg von der Gewebehalteeinrichtung 716 zu ziehen. Aufgrund der Kugelgelenkverbindung wird der Steckstift 737 auch von der Gewebehalteeinrichtung 716 weggezogen. Dieser Vorgang bringt den Steckstift 737 dazu, über das Ausschnittteil 739 auf die Klemmbacke 746 einzuwirken, wobei die Klemmbacke 746 in die in 12 gezeigte geschlossene Stellung schwenkt. Da die Klemmbacken durch Federkraft in die offene Stellung gedrückt werden, kehren die Klemmbacken beim Lösen des auf die Schenkel des Griffsystems wirkenden Drucks in die offene Stellung zurück.

Wie in den 13 und 14 gezeigt ist, wird eine ähnliche Kugelgelenkverbindung verwendet, um die Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 an das Griffsystem 712 anzuschließen. Einer der Schenkel des Griffsystems 712 ist an einem Ende mit einem Zylinder 735 versehen, während der andere Schenkel 723 mit einem Steckstift 739 versehen ist. Der Steckstift 739 umfasst ein Ausschnittteil 743, in dem das Ende des Schenkels 723 schwenkt. Der Steckstift 739 erstreckt sich dann durch den Zylinder 735 vom Schenkel 723 weg, um in die Klemmbackeneinrichtung 731 einzugreifen. Um sich der Kugel 722 der Klemmbackeneinrichtung 731 anzupassen, ist der Steckstift 739 mit einer Gelenkpfanne 726 versehen. Um die Gewebehalteeinrichtung 716 in die geschlossene Stellung zu bringen, werden die Schenkel 721, 723 des Griffsystems 712 aus der in 13 gezeigten Stellung, in der die Schenkel voneinander entfernt sind, in die in 14 gezeigte Stellung bewegt, in der die Schenkel zueinander gebracht sind. Bei diesem Vorgang wirkt der Schenkel 723 auf den Steckstift 739 und zieht ihn in einer Richtung von der Gewebehalteeinrichtung 716 weg. Der Steckstift 739 wirkt wiederum auf die Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 und zieht sie in einer Richtung von der Gewebehalteeinrichtung 716 weg. Wie vorstehend erörtert, bewirkt dieser Vorgang, dass das andere Ende der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 auf die Klemmbacke 746 der Gewebehalteeinrichtung 716 wirkt, wodurch die Klemmbacken wie in 12 gezeigt zueinander in die geschossene Stellung gebracht werden.

Um zu ermöglichen, dass das Schaftteil 714 vom Griffsystem 712 und der Gewebehalteeinrichtung 716 getrennt und somit weggeworfen werden kann, sind Feststellvorrichtungen 751, 753 an jeder Kugelgelenkverbindung vorgesehen. Wie aus den 15b und 16b ersichtlich ist, ist jede Feststellvorrichtung mit einer Öffnung 755 versehen, die allgemein die Form der Zahl "8" hat. Um die Kugel 720 der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 an der Gelenkpfanne 724 des Steckstifts 737 festzusetzen, wird die Feststellvorrichtung 751 in die in 15b gezeigte Stellung versetzt. Um die Kugel 720 der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 731 aus der Gelenkpfanne 724 des Steckstifts 737 freizusetzen und dadurch zu ermöglichen, dass das Schaftteil 714 demontiert und weggeworfen werden kann, wird die Feststellvorrichtung 751 in die in 16b gezeigte Stellung versetzt.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den 17 bis 19 dargestellt. Die Vorrichtung 810 umfasst eine Gewebehalteeinrichtung 816 mit Klemmbacken 846, 848, ein Schaftteil 814, und ein Griffsystem 812 mit Handgriffen 821, 823. Das Schaftteil 814 besteht aus einer verformbaren Röhre, vorzugsweise aus Weichmetall wie beispielsweise vergütetem rostfreiem Stahl, Messing oder Aluminium. Jedes Ende des Schaftteils ist mit einem Endstück 840, 841 versehen. Wie in den Figuren gezeigt ist, erstreckt sich eine ein Kabel umfassende Klemmbackenbetätigungseinrichtung 831 durch das Schaftteil 814. Die Klemmbackenbetätigungseinrichtung ist an jedem Ende mit einem Endstück 818, 819 versehen, wobei jedes Endstück eine Kugel 820, 822 aufweist, die mit ihm verbunden ist.

Mit Bezug auf die 1717b ist die Gewebehalteeinrichtung 816 in ein Gehäuse 824 eingebunden. Im Gehäuse 824 bewegt sich ein Steckstiftteil 837, wobei das Steckstiftteil mit einem Stift 832 und einer Gelenkpfanne 838 versehen ist, die mit der Kugel 820 der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 831 zusammenwirkt. Die Klemmbacke 846 der Gewebehalteeinrichtung ist mit einem Schlitz 825 versehen, der über den Stift 832 mit dem Steckstiftteil 837 in Wirkverbindung steht. Das Schaftteil 814 wird durch das Zusammenwirken zwischen einem Endstück 840 und einer Kappe 833 an das Gehäuse 824 angeschlossen. Um das Schaftteil mit dem Gehäuse zu verbinden, wird das Endstück 840 am Gehäuse 824 in Anlage gebracht und dann die Kappe 833 über geeignete Mittel wie Schraubengewinde am Gehäuse 824 befestigt.

Um die Gewebehalteeinrichtung aus ihrer in 17 gezeigten offenen Stellung in ihre in 17b gezeigte geschlossene Stellung zu bringen, wird die Klemmbackenbetätigungseinrichtung in einer Richtung von der Gewebehalteeinrichtung weg gezogen. Diese Bewegung bringt wiederum das Steckstiftteil 837 dazu, sich von der Gewebehalteeinrichtung weg zu bewegen. Wenn sich das Steckstiftteil wegbewegt, begibt sich der Stift 832 von einem Ende des Schlitzes zum anderen, und bewirkt dadurch, dass sich die Klemmbacke um den Gelenkpunkt 850 in ihre geschlossene Stellung dreht. Die Verbindungsanordnung zwischen der Klemmbackenbetätigungseinrichtung und der Gewebehalteeinrichtung ermöglicht es, dass die erforderliche Kraft relativ gering bleibt, insbesondere, wenn die lange, dünne Auslegung des Schaftteils in Erwägung gezogen wird. Sobald die Klemmbackenbetätigungseinrichtung freigesetzt ist, bewegt sie sich zurück zur Gewebehalteeinrichtung, und die Klemmbacke 846 kehrt in ihre offene Stellung zurück.

Mit Bezug auf die 18 bis 19 ist der Handgriff 821 des Griffsystems an einem Ende mit einem Gehäuse 852 versehen. In dem Gehäuse 852 bewegt sich ein Steckstiftteil 839, wobei das Steckstiftteil 839 mit einer Gelenkpfanne 855 zur Verbindung mit der Klemmbackeneinrichtung und einem Ausschnittteil 843 versehen ist, in dem das Ende des Schenkels 823 schwenkt. Das Schaftteil 814 wird durch das Zusammenwirken zwischen dem Endstück 841 und der Kappe 834 an das Gehäuse 852 angeschlossen. Um das Schaftteil 814 mit dem Gehäuse 852 zu verbinden, wird das Endstück 841 am Gehäuse 852 in Anlage gebracht und dann die Kappe 834 über geeignete Mittel wie Schraubengewinde am Gehäuse 852 befestigt.

Um die Gewebehalteeinrichtung 816 in die geschlossene Stellung zu bringen, werden die Schenkel 821, 823 des Griffsystems 812 von der in 18 gezeigten Stellung, in der die Schenkel voneinander entfernt sind, in die in 19 gezeigte Stellung bewegt, in der die Schenkel zueinander gebracht sind. Bei diesem Vorgang wirkt der Schenkel 823 auf das Steckstiftteil 839 und zieht es in einer Richtung von der Gewebehalteeinrichtung 816 weg. Das Steckstiftteil 839 wirkt wiederum auf die Klemmbackenbetätigungseinrichtung 831 und zieht sie in einer Richtung von der Gewebehalteeinrichtung 816 weg. Wie vorstehend erörtert, bewirkt dieser Vorgang, dass das anderen Ende der Klemmbackenbetätigungseinrichtung 831 auf die Klemmbacke 846 der Gewebehalteeinrichtung 816 wirkt, wodurch die Klemmbacken, wie in 17b gezeigt, zusammen in die geschlossene Stellung gebracht werden.

Es sollte klar sein, dass für die Fachleute auf diesem Gebiet verschiedene Veränderungen in den Abwandlungen an der hier beschriebenen Ausführungsform offensichtlich sein werden. Solche Veränderungen und Abwandlungen können erfolgen, ohne dass dabei vom Rahmen der vorliegenden Ansprüche abgewichen würde.


Anspruch[de]
  1. Chirurgische Vorrichtung (810) mit einer Längsachse, die sich zwischen einem proximalen Ende und einem distalen Ende erstreckt, umfassend:

    eine Gewebehalteeinrichtung (816), die von einem Gehäuse (824) getragen ist und eine erste und eine zweite gegenüberliegende Klemmbacke (846, 848) umfasst, um Körpergewebe und -kanäle zu ergreifen, festzuhalten und zu verschließen, wobei die Gewebehalteeinrichtung (816) darüber hinaus mit einem ersten Abschnitt (838) eines Steckverbinders (820, 838) versehen ist;

    ein Schaftteil (814), das in Wirkverbindung mit der Gewebehalteeinrichtung (816) steht, wobei das Schaftteil (814) aus einem verformbaren Material besteht und somit in verschiedene Krümmungen versetzt werden kann;

    ein Handgriffsystem (812), das in Wirkverbindung mit dem Schaftteil (814) und der Gewebehalteeinrichtung (816) steht;

    eine Klemmbackenbetätigungseinrichtung (831), um die Klemmbacken (846, 848) der Gewebehalteeinrichtung (816) zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung zu betätigen, wobei die Klemmbackenbetätigungseinrichtung (831) einen zweiten Abschnitt des Steckverbinders (820, 838) umfasst, der in den ersten Abschnitt (838) des Steckverbinders (820, 838) der Gewebehalteeinrichtung (816) eingreifen soll, wobei sich die Klemmbackenbetätigungseinrichtung (831) axial durch das Schaftteil (814) erstreckt, wobei das Schaftteil (814) mit einem Endteil (840) und einer Kappe (833) versehen ist, die abnehmbar mit dem Gehäuse (824) verbunden ist, was es ermöglicht, die Klemmbackenbetätigungseinrichtung (831) von der Gewebehalteeinrichtung (816) zu trennen; und

    wobei die Verbindung der Kappe (833) mit dem Gehäuse (824), wenn das Endteil am Gehäuse (824) anliegt, dazu dient, den Steckverbinder (820, 838) lösbar festzusetzen.
  2. Chirurgische Vorrichtung (810) nach Anspruch 1, wobei die Klemmbackenbetätigungseinrichtung (831) darüber hinaus einen zweiten Abschnitt (822) eines zweiten Steckverbinders (822, 855) umfasst, der am anderen Ende der Klemmbackenbetätigungsvorrichtung (831) vorgesehen ist, um mit einem ersten Abschnitt (855) des zweiten Steckverbinders (822, 855) des Handgriffspstems (812) verbunden zu werden.
  3. Chirurgische Vorrichtung (810) nach Anspruch 1 oder 2, darüber hinaus eine Feder umfassend, um die Gewebehalteeinrichtung (816) eine offene Stellung einnehmen zu lassen.
  4. Chirurgische Vorrichtung (810) nach Anspruch 1, 2 oder 3, darüber hinaus eine lösbare Feststellvorrichtung umfassend, die dazu dient, den zweiten Abschnitt (820, 822) des Steckverbinders der Klemmbackenbetätigungseinrichtung (831) lösbar im ersten Abschnitt (838, 855) des Steckverbinders festzusetzen.
Es folgen 15 Blatt Zeichnungen






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A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

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