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Dokumentenidentifikation DE102005012055B3 28.09.2006
Titel Kugelartige Halterung für Solarmodule am Dach
Anmelder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Erfinder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Anmeldedatum 16.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005012055
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.09.2006
IPC-Hauptklasse E04D 1/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04D 13/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F24J 2/52(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01L 31/042(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Halterung (100) zur lösbaren Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Solarmoduls, an einem Dacheindeckungselement (1), wie Dachpfanne, mit der sich die Lage des aufgenommenen Gegenstandes gegenüber dem Dacheindeckungselement verstellen und festlegen lässt. Die Halterung (100) besteht aus:
- wenigstens einer über das Dacheindeckungselement hinausragenden Stütze (15) für einen Aufnahmekopf (10), mit dem der Gegenstand zu haltern ist,
- wenigstens einem auf dem Dacheindeckungselement (1) flach aufliegenden und mit diesem verbundenen Basiselement (4), das die Stütze trägt,
wobei die Stütze (15) wenigstens zwei in einem Abstand (D) voneinander angeordnete Kugelelemente (7; 17) aufweist, von denen das eine Kugelelement (17) mit dem Aufnahmekopf (10) und das andere Kugelelement (7) fest mit dem Basiselement (4) verbunden ist. Zwischen den Kugelelementen (7; 17) ist ein Klemmelement angeordnet, das die beiden Kugelelemente (7; 17) jeweils halbkugelschalenartig umgibt, in dem Abstand (D) voneinander hält. Das Klemmelement ist an den beiden Kugelelementen (7; 17) durch sphärische Klemmung fixierbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine an einem Dacheindeckungselement, wie Dachpfanne, angebrachte Halterung zur lösbaren Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Solarmoduls, mit der sich die Lage des aufgenommenen Gegenstandes gegenüber dem Dacheindeckungselement verstellen und festlegen läßt, aufweisend:

  • – wenigstens eine über das Dacheindeckungselement hinausragende Stütze für einen Aufnahmekopf, mit dem der Gegenstand zu haltern ist,
  • – wenigstens ein auf dem Dacheindeckungselement flach aufliegendes und mit diesem verbundenes Basiselement, das die Stütze trägt.

Eine Halterung der eingangs genannten Art ist der DE 203 04 099 U1 des Anmelders zu entnehmen. Die Stütze weist ein mit dem Basiselement verbundenes Gelenkwerk, wie Gelenkviereck, und gegebenenfalls ein weiteres, den Aufnahmekopf tragendes Stützelement auf, das an dem Gelenkviereck ebenfalls gelenkig angebracht ist.

Diese Halterung hat sich in der Praxis bewährt, jedoch besteht der Bedarf an Vereinfachung der Konstruktion und Verbesserung ihrer Stabilität.

Diese Aufgabe ist durch eine gattungsgemäße Halterung gelöst, bei der

  • – die Stütze wenigstens zwei in einem Abstand voneinander angeordnete Kugelelemente aufweist,
  • – das eine Kugelelement mit dem Aufnahmekopf verbunden ist,
  • – das andere Kugelelement fest mit dem Basiselement verbunden ist,
  • – zwischen den Kugelelementen ein Klemmelement angeordnet ist, das die beiden Kugelelemente jeweils halbkugelschalenartig umgibt, in dem vorgenannten Abstand voneinander hält und mit seinen freien Enden jeweils über die Hälfte des Kugelelementes reicht,
  • – und dass das Klemmelement an den beiden Kugelelementen durch sphärische Klemmung fixierbar ist.

Das Klemmelement kann eine beliebige, beispielsweise zylindrische oder quaderförmige äußere Form haben. Vorzugsweise besteht das Klemmelement aus wenigstens zwei Teilen, die durch Spannelemente, wie Spannschrauben, zusammengehalten werden, so dass sich das Klemmelement an beiden Kugelelementen lösbar anbringen und fixieren lässt. Wichtig ist, dass das Klemmelement an seinen die Kugelelemente umgebenden Enden schalenförmig ausgebildet ist. Darüber hinaus kann die äußere Form des Klemmelementes etwa einer Sanduhr ähneln.

Das Klemmelement kann entlang einer Symmetrieebene geteilt sein, die im zusammengesetzten Zustand durch Mittelpunkte der beiden aufgenommenen Kugelelemente verläuft.

Eine mit dem Kugelelement zu kontaktierende Innenfläche des Klemmelementes und/oder das Kugelelement selbst kann zwecks Vergrößerung der Reibungskraft aufgerauht sein.

Dadurch, dass die Innenfläche des Klemmelementes an das Kugelelement angepasst ist und das Klemmelement mit seinen freien Enden jeweils über die Hälfte des Kugelelementes reicht, ist ein sicherer Halt gegeben. Fixiert wird das Klemmelement nicht punktartig, sondern durch die Reibungskraft seiner ganzen mit dem Kugelelement in Kontakt stehenden, schalenförmigen Innenfläche. Dies gewährleistet eine sehr gute Lagestabilität des aufgenommenen Gegenstandes, beispielsweise des Solarmoduls.

Das Kugelelement kann lösbar oder fest mit dem Basiselement verbunden sein. Vorzugsweise ist das Kugelelement einstückig mit dem Basiselement gefertigt, beispielsweise aus Kunststoff.

Die Kugelelemente können hohl oder massiv sein. Das Basiselement und/oder die Kugelelemente können aus Kunststoff oder Metall bestehen. Ebenso kann das sanduhrförmige Klemmelement aus Metall oder Kunststoff bestehen.

Das Basiselement kann in Draufsicht auf seine Flachseite polygonal, insbesondere rechteckig, oder oval bzw. kreisrund sein. Es kann fest oder drehbar mit dem Dacheindeckungselement verbunden sein.

Das Dacheindeckungselement kann mit einer Verstärkungsplatte unterlegt sein, die für eine standfeste Verbindung der Halterung mit der Dachhaut sorgt. Die vorzugsweise metallene Verstärkungsplatte kann über wenigstens eine Schraubverbindung sowohl mit dem Dacheindeckungselement als auch mit dem Basiselement verbunden sein. Ferner kann die Verstärkungsplatte an ihrer firstseitigen Kante zwecks Einhängung an einer Dachlatte abgewinkelt sein.

Die Erfindung bezieht sich schließlich auf eine Dachhaut eines Gebäudes oder Objektes mit wenigstens einer kugelartigen Halterung, deren Wirkungsprinzip auf der sphärischen Klemmung beruht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sind anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Figuren zeigen:

1 eine aus zwei Kugelelementen bestehende Halterung in einer schematischen Seitenansicht;

2 ein Klemmelement für die Halterung gemäß 1, in einer perspektivischen Ansicht;

3 einen Aufnahmekopf in einer schematischen, perspektivischen Ansicht.

In der 1 ist eine erste, an einem plattenförmigen Dacheindeckungselement 1 angebrachte Halterung 100 dargestellt, bestehend aus einem plattenförmigen Basiselement 4, einem mit dem Basiselement 4 fest verbundenen, unteren Kugelelement 7, einem zweiten, oberhalb des ersten angeordneten Kugelelement 17, einem Aufnahmekopf 10 und einem die Kugelelemente 7, 17 jeweils teilweise umgebenden Klemmelement 18. Die Kugelelemente 7, 17 und das dazwischen angeordnete Klemmelement 18 bilden eine Stütze 15 des Aufnahmekopfes 10. Das untere Kugelelement 7 kann auch einstückig mit dem Basiselement 4 sein.

Das obere Kugelelement 17 ist einstückig mit einem kurzem, zweiteiligen Stützelement 22, das den Aufnahmekopf 10 trägt, hergestellt. Am Stützelement 22 ist noch ein zusätzlicher Drehgelenk 23 vorgesehen, mit dem sich die Lage des Aufnahmekopfes 10 justieren lässt. Auf das Drehgelenk 23 kann verzichtet werden.

Wie der 2 zu entnehmen ist, besteht das Klemmelement 18 aus zwei im zusammengeschraubten Zustand spiegelsymmetrisch zueinander angeordneten, identischen Klemmteilen 28.1, 28.2, die die beiden Kugelelemente 7; 17 jeweils halbkugelschalenartig umgeben und in einem Abstand D voneinander halten. Die 1 zeigt, dass das Klemmelement 18 entlang einer Symmetrieebene E zweigeteilt ist, die im montierten Zustand durch Mittelpunkte M1, M2 der beiden Kugelelemente 7; 17 verläuft. Der sichere Halt der Kugelelemente ist dadurch gewährleistet, dass das Klemmelement 18 mit seinen beiden freien Enden 12.1, 12.2 jeweils über die Hälfte des Kugelelementes 7; 17 (im befestigten Zustand) reicht. Auf dieser Weise ist das Klemmelement 18 an beiden Kugelelementen 7; 17 durch sphärische, starke Klemmung fixierbar. Die Klemmteile 28.1, 28.2 sind mittels Spannschrauben 13.1, 13.2 verbunden.

Die beiden aus Kunststoff gefertigten Kugelelemente 7; 17 sind hohl. Das Klemmelement 18 besteht aus Metall.

Der Vorteil der in 1 dargestellten Konstruktion liegt darin, dass sie mehrere Verstellungsmöglichkeiten. in allen Himmelsrichtungen mit sich bringt.

Das plattenförmige, rechteckige Basiselement 4 weist vier Bohrungen auf, damit es mit dem Dacheindeckungselement über Schraubverbindungen verbunden werden kann. Für eine standfeste Verbindung der Halterung mit der Dachhaut sorgt eine unterhalb des Dacheindeckungselementes liegende, metallene Verstärkungsplatte, die ebenfalls mit entsprechenden Bohrungen versehen ist. Die Verstärkungsplatte ist auf ihrer firstseitigen Kante zwecks Einhängung an einer Dachlatte abgewinkelt.

Der in 3 detailliert gezeigte Aufnahmekopf 10 für einen Solarmodul 2 besteht aus zwei sich rechtwinklig kreuzenden, metallenen Flachleisten 20.1, 20.2 und aus vier abgekröpften Halteelementen 40, die jeweils an einem Ende 3.1, 3.2 der Flachleiste (im zusammengeschraubten Zustand) angeordnet sind. An den Enden 3.1, 3.2 der Flachleisten 20.1, 20.2 sind Langlöcher 19 und an den Halteelementen 40 Bohrungen 21 zur Aufnahme von nicht dargestellten Schrauben vorgesehen. Die Halteelemente 40 sind aus demselben Material, aus dem die Flachleisten hergestellt sind, abgelängt. Bei einer anderen Ausführungsform (nicht dargestellt) sind die Flachleisten durch einen den Solarmodul umlaufenden Rahmen und/oder ein Plattenelement, gegebenenfalls mit Clips, ersetzt.


Anspruch[de]
  1. An einem Dacheindeckungselement (1), wie Dachpfanne, angebrachte Halterung (100) zur lösbaren Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Solarmoduls, mit der sich die Lage des aufgenommenen Gegenstandes gegenüber dem Dacheindeckungselement verstellen und festlegen läßt, aufweisend:

    – wenigstens eine über das Dacheindeckungselement hinausragende Stütze (15) für einen Aufnahmekopf (10), mit dem der Gegenstand zu haltern ist,

    – wenigstens ein auf dem Dacheindeckungselement (1) flach aufliegendes und mit diesem verbundenes Basiselement (4), das die Stütze trägt,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Stütze (15) wenigstens zwei in einem Abstand (D) voneinander angeordnete Kugelelemente (7; 17) aufweist,

    – das eine Kugelelement (17) mit dem Aufnahmekopf (10) verbunden ist,

    – das andere Kugelelement (7) fest mit dem Basiselement (4) verbunden ist,

    – zwischen den Kugelelementen (7; 17) ein Klemmelement (18) angeordnet ist, das die beiden Kugelelemente (7; 17) jeweils halbkugelschalenartig umgibt, in dem Abstand (D) voneinander hält und mit seinen freien Enden (12.1, 12.2) jeweils über die Hälfte des Kugelelementes (7; 17) reicht,

    – und dass das Klemmelement (18) an den beiden Kugelelementen (7; 17) durch sphärische Klemmung fixierbar ist.
  2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (18) sanduhrförmig ist.
  3. Halterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (18) entlang einer Symmetrieebene (E) zweigeteilt ist, die im montierten Zustand durch Mittelpunkte (M1, M2) der beiden Kugelelemente (7; 17) verläuft, wobei die Kugelelemente (7; 17) durch das zweigeteilte Klemmelement (18) mittels wenigstens einer Spannschraube (13.1, 13.2) zusammendrückbar sind.
  4. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelelement (7; 17) hohl ist.
  5. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kugelelement (7; 17) massiv ist.
  6. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (4) plattenförmig ist.
  7. Halterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das plattenförmige Basiselement (4) in Draufsicht auf seine Flachseite polygonal, insbesondere rechteckig ist.
  8. Halterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das plattenförmige Basiselement (4) in Draufsicht auf seine Flachseite oval oder rund ist.
  9. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (4) drehbar am Dacheindeckungselement (1) angeordnet und an dem Dacheindeckungselement (1) fixierbar ist.
  10. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (4) einstückig mit dem Kugelelement (7) ist.
  11. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (4) und/oder die Kugelelemente (7; 17) aus Kunststoff oder Metall bestehen.
  12. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (18) aus Metall oder Kunststoff besteht.
  13. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmekopf (10) durch wenigstens zwei sich kreuzende Profil- oder Flachleisten (20.1, 20.2) gebildet ist, die jeweils beidseitig mit Halteelementen (40) enden.
  14. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dacheindeckungselement (1) von einer mit diesem verbundenen Verstärkungsplatte (42) unterlegt ist.
  15. Halterung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsplatte (22) über wenigstens eine Schraubverbindung (9) sowohl mit dem Dacheindeckungselement (1) als auch mit dem Basiselement (4) verbunden ist.
  16. Halterung nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsplatte (42) an ihrer firstseitigen Kante (44) zwecks Einhängung an einer Dachlatte (49) abgewinkelt ist.
  17. Dachhaut eines Gebäudes oder Objektes mit wenigstens einer Halterung (100) gemäß Anspruch 1 und gegebenenfalls gemäß weiterer Ansprüche 2 bis 16.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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