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Dokumentenidentifikation DE102005013553A1 28.09.2006
Titel Filter
Anmelder KRONES AG, 93073 Neutraubling, DE
Erfinder Stippler, Kurt, Dr., 85417 Marzling, DE;
Wasmuht, Klaus, 91792 Ellingen, DE;
Stumpe, Cornelia, 85356 Freising, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 23.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005013553
Offenlegungstag 28.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.09.2006
IPC-Hauptklasse C12C 7/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C12C 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   C12H 1/07(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A23L 2/72(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Filter und ein Verfahren insbesondere zur Filtration von verunreinigter Reinigungslauge oder von Würze. Zur Filtration von stark verunreinigten Unfiltraten wird das Unfiltrat einem Filter zugeführt und spiralförmig über eine Filterfläche des Filterkörpers geleitet, wobei es durch die Filterfläche in den Filterkörper durchtritt und von dort als Filtrat abgezogen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Filter insbesondere zur Filtration von verunreinigter Reinigungslauge aus dem Sudhaus oder Flaschenkeller oder von Würze sowie ein entsprechendes Verfahren.

Die Sudgefäßreinigung ebenso wie die Flaschenreinigung erfolgen mit Hilfe von Reinigungslauge. Bei der Flaschenreinigung verschlechtert sich jedoch der Zustand der Reinigungslauge trotz Zuschärfung, weil sich immer mehr Schlamm absetzt und lösliche, unlösliche oder kolloid gelöste Bestandteile in der Lauge enthalten sind. Dazu gehören unter anderem Papierfasern von zerfaserten Etiketten, Farbpigmente, Bindemittel aus den Etiketten, Nassfestmittel, Leimungsmittel, ausgefällter Schlamm von Kalkbestandteilen, anhaftender Schmutz aus Flaschen etc. Bei der Reinigung von Sudhausgefäßen fallen unter anderem größere Treber- und Trubrestmengen an.

Die Aufbereitung der entsprechenden Reinigungslaugen erfolgt heute in zunehmendem Maße durch Filtration mittels Ultra- oder Nanofilter. Die Filtration ist, insbesondere in Anbetracht der ständig steigenden Preise für belastete Abwässer, die modernste Form der Reinigung. Wenn man die Lauge in derartiger Weise aufbereitet und ständig schärft, kann man sie nahezu unbegrenzt ohne Laugenwechsel nutzen. Bei den im Stand der Technik verwendeten Laugenreinigungsanlagen ergibt sich jedoch das Problem, dass sich die Filterflächen, insbesondere durch die große Menge an Verunreinigungen, wie beispielsweise Papierfasern von Etikettenresten, Treber- und Trubresten, zusetzen.

Auch bei der Vorderwürzegewinnung gestaltet sich die Filtration der heißen Würze zum Ausscheiden des Trub schwierig, da der Trub den Filter leicht zusetzen kann.

Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Filter bereitzustellen, der auch stark verschmutzte Unfiltratfluide zuverlässig reinigt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Filter nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren nach Anspruch 15 gelöst.

Dadurch, dass das Unfiltrat in spiralförmigen Bahnen zwischen Außenkörper und Filterkörper über den Filterkörper geleitet wird, erfolgt eine effektive Filtration, bei der sich durch die Bewegung des Filtrats der Filterkörper nicht zusetzt. Durch die Fliehkraftwirkung sammeln sich größere Partikel an den Wänden, die kleineren werden von dem Filterkörper zurückgehalten. Durch das Abziehen des Filtrats aus dem Inneren des Filterkörpers entsteht zusätzlich zu der spiralförmigen Bewegung des Unfiltrats von oben nach unten eine zusätzliche Bewegung des Unfiltrats durch den Filterkörper in seinen Innenraum.

Es ist vorteilhaft, wenn der Filterkörper eine raue, reibeisenförmige Filterfläche aufweist. Somit können die Verunreinigungen, wie beispielsweise die zuvor erwähnten Etikettenreste, Treber- und Trubreste sehr fein zerrieben werden, so dass auch stark verschmutzte Unfiltratfluide zuverlässig gereinigt werden können. Der Filterkörper kann aus einem Siebblech mit einer Lochgröße kleiner 0,2 Millimeter bestehen.

Es ist vorteilhaft, wenn der Unfiltratzulauf tangential zum Außenkörper angeordnet ist, so dass ermöglicht wird, dass sich das Unfiltrat ohne große Druckverluste mit hoher Geschwindigkeit spiralförmig nach unten bewegen kann.

Das Innenelement kann entweder an der Innenwand des Außenkörpers und/oder an der Außenwand des Filterkörpers angeordnet sein und ist vorzugsweise spiralförmig.

Vorzugsweise ist der Filtratablauf ein Absaugrohr, das sich durch den hohlförmigen Filterkörper erstreckt. Vorzugsweise sind in dem Absaugrohr mehrere über seine Länge verteilte Öffnungen vorgesehen. Wenn sich ein derartiges Absaugrohr durch den hohlförmigen Filterkörper erstreckt, ist sichergestellt, dass es über die gesamte Filterfläche hinweg zu einer Bewegung des Unfiltrats durch den Filterkörper hin zum Absaugrohr kommt.

Vorzugsweise ist der Filterkörper aus Edelstahl. Der Filterkörper und/oder Außenkörper haben eine bezüglich ihrer Längsachse rotationssymmetrische Form, vorzugsweise eine hohlzylindrische oder konische Form.

Vorzugsweise wird das Unfiltrat im Filter mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis 4 m/s zugeführt.

Bei einem Filtersystem gemäß der vorliegenden Erfindung weist der Filter in Strömungsrichtung nach dem Filtratauslauf eine Pumpe zum Absaugen des Filtrats auf. Durch die Pumpe kann eine ausreichende Strömung durch den Filter eingestellt und aufrechterhalten werden. Zusätzlich kann weiter in Strömungsrichtung hinter dem Filtratablauf ein Feinfilter angeordnet sein, der beispielsweise eine Porengröße < 2 &mgr;m aufweist. Somit können dann auch Feinstpartikel ausgefiltert werden, ohne dass sich der Feinfilter zusetzt da die Grobpartikel bereits durch den Filter ausgefiltert wurden. Vorzugsweise ist der Feinfilter eine Multi-Tube-Membran-Filterkerze.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der Feinfilter 13 einen Unfiltratstrom sowie einen Filtratstrom aufweisen, wobei weiter ein Rücklauf vorgesehen sein kann zum Rückführen des Unfiltrats von dem Feinfilter in den Filter.

Die Vorrichtung und das Verfahren eignen sich insbesondere zur Filtration von verunreinigter Reinigungslauge aus dem Sudhaus oder Flaschenkeller, oder aber zur Würzefiltration, wobei das Unfiltrat z.B. Etikettenreste und/oder Treberreste aufweisen kann.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme der begleitenden Zeichnungen näher erläutert werden.

1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Filter.

2 zeigt einen schematischen Querschnitt durch einen Außenkörper.

3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie I-I in 1.

4 zeigt schematisch den Aufbau eines Filtersystems gemäß der vorliegenden Erfindung.

5a zeigt schematisch eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts der Filteroberfläche.

5b zeigt schematisch eine Aufsicht auf den Ausschnitt der in 5a gezeigten Filteroberfläche.

5c zeigt einen Schnitt entlang der Linien I und II in 5b.

5d zeigt einen Schnitt entlang der Linie III-III der 5b.

6 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Filterkerze eines Feinfilters.

7 zeigt einen Längsschnitt durch einen Feinfilter

8 zeigt einen Schnitt entlang der Linie I-I in 7

9 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Filters mit Rücklauf.

Wie aus 1 bis 3 ersichtlich ist, umfasst der erfindungsgemäße zyklonartige Filter 1 einen Außenkörper 2, der vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt ist und eine bezüglich der mittleren Längsachse L rotationssymmetrische, hier hohlzylindrische Form aufweist. Der Filter 1 weist darüber hinaus einen innenliegenden hohlförmigen Filterkörper 3 auf, der hier ebenfalls eine hohlzylindrische Form aufweist. Der Filterkörper 3 ist entnehmbar in den Außenkörper 2 eingefügt. An der Innenwand des Außenkörpers 2 ist, wie aus 2 hervorgeht, ein Leitelement 9, hier ein spiralförmiges Element 9, angebracht. Die Höhe p des Leitelements 9 liegt in einem Bereich von 5 bis 15 mm. Der Abstand K zwischen zwei Spiralgängen liegt in einem Bereich zwischen 20 und 100 mm. Die Tiefe t des Leitelements 9 liegt in einem Bereich von 5 bis 15 mm. Die Steigung der Spirale beträgt 3 bis 30°.

Der Durchmesser a (siehe 3) des Außenkörpers 2 liegt in einem Bereich von 500 bis 2000 mm und der Durchmesser c des Filterkörpers 3 in einem Bereich von 300 bis 1800.

Wird der Filterkörper 3 in den Außenkörper 2 eingesetzt, so stößt die Filterfläche des Filterkörpers 3 fest an die Kanten 24 des Leitelements 9, so dass sich zwischen Außenkörper 2 und Filterkörper 3 spiralförmige Bahnen 8 ergeben. Der Filter weist weiter ein Bodenteil 20 sowie einen Deckelteil 19 auf. Der Abstand zwischen Außenkörper 2 und Filterkörper 3 wird durch die Tiefe t des Leitelements 9 bestimmt. Der Filter 1 weist weiter einen Unfiltratzulauf 4 an seinem oberen Ende auf. Der Unfiltratzulauf 4 ist, wie aus 3 ersichtlich, tangential zum Außenkörper 2 angeordnet, so dass das Unfiltrat tangential mit hoher Geschwindigkeit angeströmt werden kann, um sich entlang der spiralförmigen Bahnen 8 nach unten zu bewegen, wie nachfolgend noch näher erläutert wird. Der Durchmesser b des Zulaufs liegt in einem Bereich von DN 20 bis DN 200.

Im Innenraum des Filterkörpers 3 befindet sich das Abzugsrohr 6, das sich vom unteren Ende des Filters 1 aus nach oben zum Auslauf 5 hin erstreckt. In dem Abzugsrohr 6 befinden sich verteilt mehrere Öffnungen 7 durch die das Filtrat aus dem Innenraum im Filterkörper 3 abgeleitet werden kann. Der Durchmesser des Rohres 6 liegt in einem Bereich von DN 20 bis DN 200.

5a bis 5d zeigen einen Ausschnitt der Filterfläche des Filterkörpers 3, der hier als Siebblech ausgebildet ist. 5a zeigt die Oberfläche, die dem Außenkörper 2 zugewandt ist, in perspektivischer Darstellung, während 5b eine Draufsicht auf diesen Abschnitt ist. Wie den Figuren zu entnehmen ist, weist der Filterkörper 3 zueinander versetzte Öffnungen auf. Wie die Schnittdarstellungen 5c und 5d zeigen, ist das Blech im Bereich der Öffnungen 10 erhaben, so dass sich eine raue geriffelte Oberfläche ergibt. Wenn bei der Filtration das Unfiltrat in Richtung T über die reibeisenförmige Oberfläche des Filterkörpers 3 geleitet wird, können Verunreinigungen durch die kantigen Erhebungen fein zerrieben werden.

Eine weitere Ausführungsform des Filters 1 ist in 9 gezeigt, der in 9 gezeigte Filter 1 weist den gleichen Aufbau wie der im Zusammenhang mit den 1 bis 3 beschriebene Filter, weist jedoch zusätzlich zu dem Unfiltratzulauf 4 noch einen Rücklauf 50 am unteren Ende des Filters 1 auf. Der Rücklauf ist tangential zum Außenkörper 2 angeordnet, so dass das Unfiltrat, das nicht durch das Abzugsrohr 6 zum Filtratablauf 5 hin abgezogen wird und, wie zuvor beschrieben, in spiralförmigen Bahnen zwischen Filterkörper und Außenkörper nach unten fließt, den Filter 1 als Unfiltrat verlassen kann. Der Rücklauf 50 ermöglicht einen höheren Fluss des Unfiltrats entlang der spiralförmigen Bahnen zwischen Außenkörper 2 und Filterkörper 3. Das über den Rücklauf 50 abgeführte Unfiltrat kann dann erneut dem Filter 1 oder aber auch einem weiteren Filter 1 zugeführt werden.

Der erfindungsgemäße zyklonartige Filter wird insbesondere, wie zuvor erläutert, zur Filtration von stark verunreinigten Fluiden, wie beispielsweise verunreinigter Reinigungslauge aus dem Sudhaus oder Flaschenkeller verwendet, die große Mengen an Etikettenresten oder Treber- und Trubresten aufweist. Der zuvor beschriebene Filter kann auch erfolgreich zur Filtration der Vorderwürze eingesetzt werden.

Der in Zusammenhang mit 1 bis 3 beschriebene Filter arbeitet wie folgt. Über den Unfiltratzulauf 4 wird Unfiltrat, z.B. aus einem Laugetank, mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis 4 m/s tangential angeströmt und dann entlang der Innenwand des Außenkörpers 2 durch die spiralförmigen Leitelemente 9 in spiralförmigen Bahnen 8 nach unten geleitet, wie durch die Pfeile in den Bereichen 8 in 1 angedeutet ist. Zu der spiralförmigen Bewegungskomponente kommt noch weiter eine Bewegung des Unfiltrats in Richtung Abzugsrohr 6, von dem aus Filtrat abgezogen wird, hinzu. Durch die schraubenförmige Bewegung des Unfiltrats sammeln sich größere Partikel an der Wand des Außenkörpers 2 an und kleinere Partikel (z.B. größer 1 Millimeter) werden durch den Filterkörper 3 zurückgehalten. Durch die Zufuhr in Zusammenhang mit 5 beschriebene raue Oberfläche des Filterkörpers 3 werden Schmutzreste sehr fein zerrieben, wodurch die Möglichkeit geschafft wird, auch stark verschmutzte Unfiltratfluide zuverlässig zu reinigen. Wie durch die Pfeile in 1 dargestellt, strömt das durch den Filterkörper 3 durchgetretene Filtrat dann in Richtung Abzugsrohr 6 und wird über die Öffnungen 7 durch das Abzugsrohr 6 zum Filtratablauf 5 hin abgezogen.

4 zeigt ein Filtersystem gemäß der vorliegenden Erfindung.

Das in 4 gezeigte Filtersystem weist den in Zusammenhang mit 1 bis 3 beschriebenen Filter 1 auf an dessen Filtratablauf sich ein Ventil 22 anschließen kann. In Strömungsrichtung hinter dem Filtratablauf 5 ist eine Pumpe 12 vorgesehen, die das Filtrat aus dem Filterkörper herauspumpen kann. An die Pumpe 12 schließt sich ein Feinfilter 13 an, beispielsweise mindestens eine Multi-Tube-Membran-Filterkerze 40 mit einer Porengröße kleiner 2 Mikrometer. Die Multi-Tube-Membran-Filterkerze 40 dient zur weiteren feineren Filtration des Filtrats aus dem Filter 1. Die Multi-Tube-Membran-Filterkerze 40 ist näher in 6 dargestellt und umfasst mehrere Röhren 21, die sich in Längsrichtung durch die Filterkerze erstrecken.

Der Feinfilter 13 kann aus keramischem Material gebildet sein, wobei auf der Röhreninnenseite eine wenige Mikrometer starke Membranschicht angeordnet sein kann. Wie aus 7 hervorgeht, ist mindestens eine Membranfilterkerze 40 in einem Druckgehäuse 42 angeordnet. Zwischen der Filterkerze 40 und dem Druckgehäuse 42 bildet sich ein Filtratraum 43 aus. Bei der Filtration tritt Unfiltrat, das aus dem Filter 1 kommt, in die Röhren 21 der Filterkerze 40, tritt durch die Membran in den Röhren 21 sowie durch die Keramik der Filterkerze 40 und verlässt über die Oberfläche 41 der Filterkerze 40 als Filtrat die Filterkerze und tritt in den Filtratraum 43, von wo das Filtrat F2 abgezogen werden kann. Das Unfiltrat, das durch die Röhren 21 fließt, verlässt den Feinfilter 13 und wird wie nachfolgend beschrieben erneut dem Filter 1 zur weiteren Filtration zugeführt.

Bei dem in 4 gezeigten Filtersystem wird zunächst stark verschmutztes Unfiltrat, wie beispielsweise Reinigungslauge aus dem Sudhaus oder Flaschenkeller bzw. verunreinigte Vorwürze, dem Filter 1 zugeführt und wie zuvor beschrieben filtriert. Das Filtrat F1 wird über den Filtratablauf 5 bei geöffnetem Ventil 22 durch die Pumpe 12 abgezogen und dem Feinfilter 13 zugeführt. Bei geöffnetem Ventil 14 kann dann das Feinfiltrat F2 abgeleitet werden. Wenn es sich dabei beispielsweise um filtrierte Reinigungslauge handelt, kann die filtrierte Lauge weiter geschärft und erneut dem Reinigungsvorgang zugeführt werden. Gemäß der Erfindung kann bei geöffnetem Ventil 15 über die Rückführungsleitung 16 das Unfiltrat U aus dem Feinfilter 13 dem Filter 1 über den Rückführungseingang 17 im cross-flow rückgeführt werden.

Es ist auch möglich, den Filter 1 und/oder die Filterkombination aus Vorfilter 1 zusammen mit dem Mikrofilter 13 kaskadenartig hintereinander zu schalten. Somit wird insbesondere bei größeren Mengen an Unfiltrat eine ausreichende Reinigung gewährleistet. Dabei wird beispielsweise das Unfiltrat aus dem Mikrofilter 13 einer neuen Filterkombination aus Filter 1 und Mikrofilter 13 zugeführt. Es besteht auch die Möglichkeit, mehrere Feinfilter 13 hintereinander anzuordnen, wobei das Unfiltrat aus dem Feinfilter 13 dann einem weiteren Feinfilter zugeführt werden kann.

Durch die Kombination des zyklonartigen Filters 1 sowie des Feinfilters 13 ist eine ausreichende Reinigung auch von stark verschmutzten Lösungen möglich, ohne dass sich dabei die Filter zusetzen.

Im Sudhaus wäre ein solcher Filter als Ersatz des Whirlpools, d.h. zum Entfernen des Heißtrubs nach dem Kochen der Würze zu sehen, oder aber zum Filtrieren der Würze, die beim Vorschießen bzw. Trübwürzepumpen aus dem Läuterbottich anfällt.


Anspruch[de]
  1. Filter (1) insbesondere zum Filtern von verunreinigter Reinigungslauge aus dem Sudhaus oder Flaschenkeller oder von Würze mit

    einem Unfiltratzulauf (4) an einem ersten Ende des Filters (1),

    einem Außenkörper (2),

    einem innenliegenden hohlförmigen Filterkörper (3), wobei das Unfiltrat

    zwischen Außenkörper (2) und Filterkörper (3) in spiralförmigen Bahnen in Richtung des gegenüber liegenden Endes des Filters geleitet wird,

    sowie einen Filtratablauf (5) zum Abziehen des Filtrats aus dem Inneren des Filterkörpers (3).
  2. Filter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper (3) eine raue, reibeisenförmige Filterfläche aufweist.
  3. Filter (1) nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochgröße des Filterkörpers (3) < 0,2 mm, vorzugsweise 0,1 mm beträgt.
  4. Filter (1) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unfiltratzulauf (4) tangential zum Außenkörper (2) angeordnet ist.
  5. Filter (1) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (9) an der Innenwand des Außenkörpers (2) und/oder an der Außenwand des Filterkörpers (2) angeordnet ist und im Wesentlichen spiralfönnig ist.
  6. Filter (1) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtratablauf (5) ein Absaugrohr umfasst, das sich durch den hohlförmigen Filterkörper (3) erstreckt.
  7. Filter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Absaugrohr (6) mehrere über seine Länge verteilte Öffnungen (7) vorgesehen sind.
  8. Filter nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper aus Edelstahl gefertigt ist.
  9. Filtern nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper (3) und/oder Außenkörper (2) eine bezüglich ihrer Längsachse (L) rotationssymmetrische Form, vorzugsweise eine hohlzylindrische oder konisch zulaufende Form, aufweisen.
  10. Filtersystem mit einem Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Filter (1) in Strömungsrichtung nach dem Filtratablauf (5) eine Pumpe (12) nachgeschaltet ist, zum Absaugen des Filtrats.
  11. Filtersystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung nach dem Filtratablauf (5) ein Feinfilter (13) angeordnet ist.
  12. Filtersystem nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Feinfilter eine Porengröße < 2 &mgr;m aufweist.
  13. Filtersystem nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Feinfilter (13) eine Multi-Tube-Membran-Filterkerze umfasst.
  14. Filtersystem nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Feinfilter 13 einen Unfiltratstrom (U) sowie einen Filtratstrom F2 aufweist, wobei ein Rücklauf (17, 16) vorgesehen ist zum Rückführen des Unfiltrats von dem Feinfilter (13) in den Filter (1).
  15. Verfahren zum Filtern, insbesondere von verunreinigter Reinigungslauge aus dem Sudhaus oder Flaschenkeller oder von Würze, wobei

    – Unfiltrat einem Filter (1) zugeführt wird,

    – spiralförmig über eine Filterfläche des Filterkörpers (2) geleitet wird und dabei durch die Filterfläche in den Filterkörper (2) durchtritt und von dort als Filtrat (F1) abgeleitet wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Unfiltrat dem Filter (1) tangential zugeführt wird.
  17. Verfahren nach den Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Unfiltrat dem Filter (1) mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis 4 m/s zugeführt wird.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verunreinigungen im Unfiltrat an der rauen reibeisenförmigen Filterfläche zerrieben werden, wenn sie spiralförmig über die Filterfläche geleitet werden.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtrat innerhalb des Filterkörpers (2) von unten nach oben abgezogen wird.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtrat (F1) Teilchen < 0,1 mm aufweist.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das abgezogene Filtrat (F1) einer weiteren Feinfiltration unterzogen wird.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Feinfiltrat (F2) dem Filter (1) rückgeführt wird.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Unfiltrat Etikettenreste und/oder Trubreste umfasst.
  24. Verwendung eines Filters nach einem der Ansprüche 1 bis 9 bzw. eines Filtersystems nach einem der Ansprüche 10 bis 14 zur Reinigung von Reinigungslauge aus dem Sudhaus, Gär- oder Lagerkeller, Filterkeller oder Flaschenkeller oder von Trübwürze/Vorderwürze aus dem Läuterbottich.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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