PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005014827A1 05.10.2006
Titel Verfahren zum Beschichten eines Trägerteils
Anmelder HeRo Hesse GmbH, 75382 Althengstett, DE
Erfinder Hesse, Nikolaus, 75365 Calw, DE
Vertreter Patentanwälte Otte & Jakelski, 71229 Leonberg
DE-Anmeldedatum 30.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005014827
Offenlegungstag 05.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.2006
IPC-Hauptklasse B68F 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D06N 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60R 13/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B32B 27/40(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B32B 7/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B32B 37/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Verfahren zum Beschichten eines Trägerteils mit Kunstleder, welches einen textilen Träger und eine auf diesen aufgebrachte Lederimitatbeschichtung aufweist, ist gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Trennen der Lederimitatbeschichtung von dem textilen Träger und
- Beschichten des Trägerteils nur mit der abgetrennten Lederimitatbeschichtung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten eines Trägerteils, insbesondere eines Trägerteils für Fahrzeuginnenausstattungen und ein solches Trägerteil.

In Kraftfahrzeugen, aber auch in anderen Fahrzeugen, werden Innenausstattungsteile mit einer Oberfläche versehen, die einem Lederbezug ähnelt. Hierbei werden Formteile verwendet, welche an ihrer Oberfläche eine entsprechende Prägung aufweisen. Diese Formteile sind zum Teil Hartkunststoffteile, zum Teil aber auch elastisch deformierbare Kunststoffteile. Gerade bei hochwertigen Fahrzeugen erfüllen diese Formteile nicht mehr die von den Nutzern dieser Fahrzeuge gestellten Qualitätsanforderungen.

Insbesondere bei hochwertigen Fahrzeugen werden daher Fahrzeuginnenteile verwendet, die mit einem Lederbezug versehen sind. Ein Lederbezug erfordert jedoch eine handwerklich sehr aufwendige Herstellung. Aus diesem Grunde findet er nur bei sehr hochwertigen und teuren Fahrzeugen Anwendung.

Eine hohe Qualitätsanmutung vermittelt auch mit Kunstleder bezogene Fahrzeuginnenteile. Hier tritt allerdings das Problem auf, daß Kunstledermaterialien, die gewöhnlich einen textilen Träger und eine Lederimitatbeschichtung aufweisen, ähnlich der Beschichtung mit natürlichem Leder nur mit großem Aufwand verarbeitet werden können, da derartige Kunstledermaterialien nur eine geringe Dehnung zulassen.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Beschichtung eines Trägerteils, insbesondere eines Fahrzeuginnenteils, mit einem Kunstleder, welches einen derartigen textilen Träger und eine Lederimitatbeschichtung aufweist, dahingehend weiterzubilden, daß auf technisch einfache und schnelle Weise ein Bezug des Trägerteils möglich ist, der von einer echten Lederbeschichtung praktisch nicht zu unterscheiden ist.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Beschichtung eines Trägerteils, insbesondere eines Fahrzeuginnenteils, mit einem Kunstleder, welches einen textilen Träger und eine Lederimitatbeschichtung aufweist, durch folgende Schritte gelöst:

Zunächst wird die Lederimitatbeschichtung von dem textilen Träger getrennt, sodann wird das Trägerteil, wie etwa ein Armaturträger oder dergleichen mit der Lederimitatbeschichtung beschichtet. Die Erfindung macht sich dabei zunutze, daß die Lederimitatbeschichtung, einmal von dem textilen Träger gelöst, eine wesentlich größere Dehnbarkeit aufweist als das Kunstleder in seinem Ausgangszustand.

Von sehr großem Vorteil ist, daß für das erfindungsgemäße Verfahren an sich bekannte im Handel übliche Kunstlederarten verwendet werden können. Bei all diesen Kunstlederarten weist die Lederimitatbeschichtung eine wesentlich größere Dehnbarkeit auf als der textile Träger. Diesen Umstand nutzt die Erfindung sehr vorteilhaft aus.

Die Trennung der Lederimitatbeschichtung von dem textilen Träger kann dabei auf die unterschiedlichste Art und Weise erfolgen.

Eine sehr vorteilhafte Ausführungsform sieht das Spalten der Lederimitatbeschichtung von dem textilen Träger mit geeigneten und an sich bekannten Spaltvorrichtungen vor.

Die Beschichtung des Trägerteils mit der Lederimitatbeschichtung kann auf die unterschiedlichste Art und Weise erfolgen. Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß das Lederimitat durch Aufkleben auf dem Trägerteil befestigt wird.

Die Erfindung betrifft ferner ein Trägerteil, insbesondere ein Fahrzeuginnenausstattungsteil, umfassend einen Formkörper, der mit einem Lederimitat bezogen ist. Das Lederimitat besteht beispielsweise aus Polyurethan.

Ausgangsmaterial ist ein an sich bekanntes Kunstleder, welches aus einem textilen Träger und aus einer Lederimitatbeschichtung besteht. Die Lederimitatbeschichtung wird von dem textilen Träger beispielsweise durch Spalten mit an sich bekannten Spalteinrichtungen getrennt. Sodann wird die Lederimitatbeschichtung, welche eine große Dehnbarkeit aufweist, auf ein Trägerteil, beispielsweise einen Armaturenträger, aufgezogen und auf diesem beispielsweise durch Kleben befestigt. Aufgrund der Dehnbarkeit der Lederimitatbeschichtung können dabei auch Stellen mit großen Krümmungsradien sauber mit dem Lederimitat beschichtet werden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Beschichten eines Trägerteils mit Kunstleder, welches einen textilen Träger und eine auf diesen aufgebrachte Lederimitatbeschichtung aufweist, gekennzeichnet durch folgende Schritte:

– Trennen der Lederimitatbeschichtung von dem textilen Träger und

– Beschichten des Trägerteils nur mit der abgetrennten Lederimitatbeschichtung.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung der Lederimitatbeschichtung von dem textilen Träger durch Spalten erfolgt. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lederimitatbeschichtung durch Kleben auf dem Trägerteil befestigt wird. Trägerteil, insbesondere Fahrzeuginnenausstattungsteil, gekennzeichnet durch einen Formkörper, der mit einem Lederimitat ohne textilen Träger bezogen ist. Trägerteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lederimitat aus Polyurethan besteht.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com