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Dokumentenidentifikation DE102005015179A1 05.10.2006
Titel Befestigungsvorrichtung
Anmelder Gorski, Ekkehard, 81827 München, DE
Erfinder Gorski, Ekkehard, 81827 München, DE
DE-Anmeldedatum 31.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005015179
Offenlegungstag 05.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.2006
IPC-Hauptklasse G10G 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Befestigungsvorrichtung für Blasinstrumente (1), insbesondere für Saxophone, zur Verbindung eines Tragegurtes mit dem Befestigungsring (2) des Musikinstruments und zur Verschiebung des Krafteinleitungspunktes des Musikinstrumentes gegenüber seinem Schwerpunkt, um das Instrument beim Spielen selbständig in eine ergonomisch optimale Lage um seine Vertikalachse zu drehen.

Beschreibung[de]

Blasinstrumente werden üblicherweise mit Gurten getragen, die mit einem Haken in einem am Instrument befestigten Befestigungsring eingehängt werden. Die Lage des Schwerpunktes vom Instrument bestimmt, welche Lage das Instrument frei hängend einnehmen würde. Insbesondere beim Saxophon, speziell beim Alto, ist der Befestigungsring häufig ungünstig angeordnet, so daß der Musiker das Instrument mit den Händen kippen und drehen muß, um eine zum Spielen optimale ergonomische Lage des Instrumentes zu erreichen.

Nach dem Stand der Technik sind dazu so genannte Balancer bekannt, die, wie der Name besagt, die Balance des Instrumentes verbessern sollen. Die bekannten Balancer ermöglichen in weiten Bereichen eine Verlegung des Krafteinleitungspunktes nach oben bzw. unten. Damit braucht das Instrument nicht durch die obere Hand vom Körper weggedrückt zu werden, damit das Mundstück locker auf den Lippen liegt. Dieses ist sicherlich von Vorteil, es behebt aber nicht den Nachteil, daß das Instrument noch per Handkaft in die richtige Lage um seine Vertikalachse gedreht werden muß. Balancer nach dem Stand der Technik weisen – wenn überhaupt – nur in geringem Maße eine Verschiebung des Krafteinleitungspunktes zur Seite auf, um die Drehung in dem erwünschten Maß zu erreichen. Insbesondere ist der vertikale Verstellbereich wesentlich größer als der seitliche. Diese üblichen Balancer bewirken eine Drehung des Instrumentes in die falsche Richtung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Befestigungsvorrichtung zu schaffen, die eine ausreichend große seitliche Verschiebung der Befestigungsöse ermöglicht, wodurch eine Drehung des Instruments gegenüber dem Befestigungsring entsteht, so daß der Musiker nicht mehr gezwungen ist, das Instrument zum Spielen in der ergonomisch optimalen Lage um seine Vertikalachse zu drehen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.

Weitere vorteilhafte Nebenziele werden verfolgt:

  • 1. Kompakte und robuste Bauweise
  • 2. austauschbare Befestigungsöse, damit der Befestigungsring am Instrument nicht nach mehrjähriger Benutzung ausgetauscht werden muß.

Im Folgenden wird die Erfindung und deren Ausgestaltungen, die auch Gegenstand von Unteransprüchen sind, im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert.

1 einen Vertikalschnitt durch ein Saxophon

2 einen Horizontalschnitt durch ein Saxophon

3 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung

4 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung

5 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung

6 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung

Das Wesen der Erfindung besteht dann, daß eine zusätzliche Befestigungsöse (5) seitlich auf einer Achse befestigt ist, die durch den Befestigungsring (2) des Instrumentes (1) geführt ist und gegenüber diesem schwingungsfest verbunden sind, so daß der Musiker das Instrument zum Spielen in dessen ergonomisch optimaler Lage nicht mehr drehen muß.

Es zeigen

1 einen Vertikalschnitt durch ein Alt-Saxophon mit seinem Korpus (1) und dem am Instrument angelöteten Befestigungsring (2).

2 einen Horizontalschnitt durch ein Alt-Saxophon mit seinem Korpus (1) und dem am Instrument angelöteten Befestigungsring (2).

3 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung in einer räumlichen Darstellung, jedoch hier vereinfacht ohne Mutter (6).

4 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung so wie sie am Instrument befestigt ist, bestehend aus einer Schraube (3), die durch den Befestigungsring (2) des Instrumentes gesteckt wurde, auf der die zusätzliche Befestigungsöse (5) mittels mindestens einer Distanzhülse (4) und einer Mutter (6) fest verspannbar gegenüber dem Befestigungsring (2) angeordnet ist. Diese Ausführung ermöglicht bei einer geringen vertikalen Verschiebung des Krafteinleitungspunktes eine große Verschiebung in die horizontale Richtung. Bei Verwendung mehrerer Distanzhülsen läßt sich die horizontale Verschiebung beliebig einstellen. Durch die geringe Ovalität der zusätzlichen Befestigungsöse kann eine ausgeprägte Drehung des Instrumentes im Uhrzeigersinn erzwungen werden, ohne daß eine große Verschiebung des Krafteinleitungspunktes nach oben oder unten erfolgt.

Ebenso können anstelle der Distanzhülsen Muttern eingesetzt werden.

Vorteilhaft können anstelle der Distanzhülsen auch Federn eingesetzt werden, mit denen ohne Werkzeug eine Verdrehung der Befestigungsöse ermöglicht wird.

Entgegen der bisher dargestellten Anordnung kann der Schraubenkopf ebenso in der Nähe der zusätzlichen Befestigungsöse (5) und die Mutter (6) in der Nähe des Befestigungsringes angeordnet sein.

5 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung mit einer Ringschraube (7), wobei der Ring der Schraube die zusätzliche Befestigungsöse darstellt und die Ringschraube in der zuletzt unter 4 beschriebenen Anordnung angeordnet ist. Vorteilhaft ist eine weitere Rändelmutter (8), die neben dem Ring der Schraube angeordnet ist, um die Schraubenlänge zu justieren.

6 eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung, bei der die unter 4 beschriebene Schraube mit Hutmutter durch zwei über eine Gewindehülse (10) verbundene Flachkopfschrauben (9) eingesetzt werden.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Merkmale der Ausführungsbeispiele nach den 1 bis 5 beliebig miteinander kombinierbar sind, ohne vom Grundgedanken der Erfindung, wie er im Anspruch 1 umrissen ist, abzuweichen.


Anspruch[de]
Befestigungsvorrichtung für Blasinstrumente (1), insbesondere für Saxophone, zur Verbindung eines Tragegurtes mit dem Befestigungsring (2) des Musikinstruments und zur Verschiebung des Krafteinleitungspunktes des Musikinstrumentes gegenüber seinem Schwerpunkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung im wesentlichen aus einer Schraube (3), sowie weiterer auf der Schraube angeordneter Distanzhülsen (4), einer Mutter (6) und Befestigungsöse (5) besteht, wobei die Schraube durch den Befestigungsring (2) des Instrumentes geführt ist und die Befestigungsvorrichtung gegenüber dem Befestigungsring mit der Mutter fest verspannbar ist. Befestigungsvorrichtung nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzhülsen unterschiedliche Längen aufweisen. Befestigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsöse ein Kettenglied ist. Befestigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsöse in den Schraubenkopf (7) integriert ist und die Mutter an der Seite des Befestigungsrings vom Instrumentes angeordnet ist. Befestigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur axialen Verspannung zwei über eine Gewindehülse (10) verspannbare Schrauben (9) innerhalb der Distanzhülsen und der zusätzlichen Befestigungsöse angeordnet sind. Befestigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Verstellbereich großer ist als der vertikale.






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