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Dokumentenidentifikation DE202004020961U1 05.10.2006
Titel Kappenteil für die Zahnbehandlung
Anmelder Blum, Martin, Dr., 33602 Bielefeld, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202004020961
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 21.05.2004
File number of patent application claimed 10 2004 025 509.1
IPC-Hauptklasse A61C 9/00(2006.01)A, F, I, 20060315, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung für die Herstellung eines Kappenteils für die Zahnbehandlung.

Das Bleichen von Zähnen und das prophylaktische Auftragen pharmakologischer Substanzen zur Härtung des Zahnschmelzes gehören zu den in jüngster Zeit vielfach angewandten Methoden. Zum Aufbringen der Bleich- oder Härtungsmittel auf die Zähne wird ein Kappenteil, auch Schiene genannt, benötigt, das die pharmakologischen Substanzen aufnimmt und auf eine Zahnreihe oder einen Kiefer aufgesetzt werden kann. Derartige Kappenteile werden dadurch hergestellt, dass über ein Gipsmodell der Zähne eine transparente Kunststoffschiene aufgelegt wird, die dem Zahnbogen angeformt wird. Dieses Verfahren ist zeitraubend und umständlich und im übrigen ungenau. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Folie direkt im Mund anzuformen, jedoch ist diese Vorgehensweise erst recht umständlich und ungenau und für den Patienten unter Umständen unangenehm.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung für die Herstellung eines zahnmedizinischen Kappenteils zu schaffen, die es gestattet, ein Kappenteil zum Aufsetzen auf einen Kiefer oder eine Zahnreihe mit hoher Genauigkeit und relativ einfach herzustellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Anordnung für die Herstellung eines zahnmedizinischen Kappenteils, die es gestattet, ein Kappenteil zum Aufsetzen auf einen Kiefer oder eine Zahnreihe mit hoher Genauigkeit und relativ einfach herzustellen.

Die Folie weist in diesem Stadium eine Innenform auf, die genau der Außenform der Zahnreihe entspricht.

Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung mit einem Abformlöffel, in dem sich eine Abformmasse befindet, auf die eine Folie aufgelegt ist.

Das Aushärten der Abformmasse und der Folie kann, wie bei den üblichen in diesem Zusammenhang verwendeten Silikonen, durch Autopolymerisation erfolgen. Es ist aber auch möglich, lichthärtende Materialien zu verwenden, die im Gegensatz zu den üblichen Silikonen nach dem Aushärten weitgehend steif sind.

In jedem Fall erhält man durch Aufdrücken der als Ausgangsprodukt für das Kappenteil verwendeten Folie auf die Zahnreihe in Verbindung mit dem Abformmaterial eine sehr genaue Wiedergabe der Konturen der Zahnreihe in dem Kappenteil. In das Kappenteil kann ein übliches Bleich- oder Härtungsmaterial eingelegt werden. Gegebenenfalls kann auch ein Material verwendet werden, das seinerseits die für das Bleichen oder Härten notwendigen Materialanteile enthält.

Die Kunststofffolie, die auf die Abformmasse aufgelegt wird, kann vorab zur genaueren Anpassung an übliche Zahnformen zugeschnitten werden, so dass das anschließende Beschneiden des Kappenteils in den Randbereichen der Zähne entfallen oder vereinfacht werden kann.

Eine Anordnung aus einem Abformlöffel, in die eine Abformmasse eingefüllt worden ist, auf die eine verformbare Folie aufgelegt ist, kann in einer geschlossenen, gegebenenfalls lichtdichten Verpackung vorab hergestellt und bereitgehalten werden.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 veranschaulicht in einer schematischen perspektivischen Darstellung eine Anordnung aus Abformlöffel, Abformmasse und Folie gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

2 entspricht 2, zeigt jedoch in entsprechender Darstellung eine zweite Ausführungsform.

In 1 ist ein weitgehend üblicher Abformlöffel 10 aus Kunststoff oder Blech gezeigt, in dem sich eine Abformmasse 12 befindet. Auf die Abformmasse 12 wird eine verformbare Folie 14 aufgelegt, und die Gesamtanordnung aus Abformmasse und Folie wird anschließend auf die abzuformende Zahnreihe aufgedrückt. Dabei nimmt die Folie 14 die Form der Zahnreihe an und legt sich aufgrund des Gegendrucks durch die Abformmasse 12 über die gesamte Fläche dicht an die Zähne an, ohne dass Hohlräume zurückbleiben. Der Abdrucklöffel besitzt üblicherweise einen Griff 16 zur besseren Handhabung. Nach dem Aushärten der Gesamtanordnung oder zumindest der Folie 14 wird diese von der Abformmasse 12 abgenommen. In diesem Stadium bildet sie ein Kappenteil, dass auf die Zahnreihe aufgesetzt werden kann. Das Kappenteil wird lediglich überarbeitet, indem die über die Zähne überstehenden Teile abgeschnitten werden. Das Kappenteil kann thermoplastisch oder auch starr sein, je nach Verwendung des Materials und des Aushärtverfahrens.

2 unterscheidet sich von 1 nur dadurch, dass gemäß 2 die Folie 18 bereits im Hinblick auf übliche Zahnformen zugeschnitten worden ist, so dass das Nachschneiden nach dem Aushärten erleichtert wird.


Anspruch[de]
Anordnung für die Herstellung eines Kappenteils für die Zahnbehandlung, mit einem Abformlöffel, in dem sich ein Abformmaterial befindet, auf das eine Kunststofffolie aufgelegt ist. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse ein lichthärtendes Material ist. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse ein Silikon ist. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung in einer licht- und/oder luftdichten Verpackung enthalten ist.






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