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Dokumentenidentifikation DE202006002220U1 05.10.2006
Titel Automatischer Flachdachschneeräumer
Anmelder Deissinger, Claudius, Dipl.-Ing. (FH), 86949 Windach, DE
DE-Aktenzeichen 202006002220
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 13.02.2006
IPC-Hauptklasse E04D 13/00(2006.01)A, F, I, 20060213, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01H 5/00(2006.01)A, L, I, 20060213, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Der automatische Flachdachschneeräumer ist ein dem allgemeinen Stahlbau im Bereich Förderanlagen zuzuordnendes Gerät, mit einem auf Schienen geführten, mobilen Bauteil, dass von Elektromotoren angetrieben wird.

Durch klimatische Veränderungen herbeigeführte extreme Wettereinflüsse verändern die Menge der Niederschläge, was im Winter zu einer erhöhten Schneebelastung auf flachen Dächern führen kann. (Siehe Ereignisse im Winter 2005/2006) Dies hat zur Folge, dass bisherige Annahmen bei der statischen Bemessung von Dachkonstruktionen deutlich überschritten werden und bestehende Bauten den zunehmenden Druck unter einer unüblich hohen Schneelast nicht mehr standhalten.

Um eine aufwändige Sanierung der tragenden Bauteile eines Gebäudes zu umgehen, verhindert der automatische Flachdachschneeräumer auf mechanischem Wege eine zu große Ansammlung von Schneelasten und wird durch einen Gewichtssensor weit vor einem kritischen Moment aktiviert. Diese automatische Schaltung setzt den Schneeräumer in Bewegung, der dann die Schneedecke auf ein für die Dachkonstruktion leicht zu tragendes Maß an Schneebelastung abzieht.

So wird der automatische Flachdachschneeräumer unter dem Nachweis einer zuverlässigen Funktion zu einem mechanischen Bauteil, dass zu einer begünstigten Berechnungsmethode bei statischen Nachweisen führen kann.

Der automatische Flachdachschneeräumer ist eine kostengünstige Alternative zum Neubau, einer aufwendigen Versteifung des Tragwerks oder dem manuellen Abräumen von Dächern durch Feuerwehr und Hilfskräfte.

Beschreibung der Bauteile mit Nummerierung zu den Zeichnungen:

  • 1 Gebäude mit Flachdach
  • 2 (blau) Schienenanlage mit oder ohne Auskragung über die Gebäudekante. Die Auskragung ist nicht von großer technischer Bedeutung, sie macht die Existenz des automatischen Flachdachschneeräumers von unten sichtbar und kennzeichnet zu allen Sicherheitsmaßnahmen den Gefahrenbereich. Die Schienenanlage wird je nach Gebäudeart nach den gängigen Stand der Technik montiert. Im Falle einer Massivbauweise (Beton) kann sie durch hochfeste Schraubanker befestigt werden.
  • 3 (gelb-schwarz) Die Räumschaufel besteht aus Stahlblech, Leichtmetall oder in einer Leichtbauversion auch aus einem textilen Band, sie ist der mobile Teil der Anlage, die von der Schiene geführt und über einen elektrischen Antrieb bewegt wird.

    Antriebsvariante A

    Motor sitzt auf der Räumschaufel mit einer formschlüssigen Antriebseinheit. (z. B. Zahnräder & Zahnschiene)

    Antriebsvariante B

    Motor sitzt auf der Räumschaufel mit einer kraftschlüssigen Antriebseinheit. (z.B. mit einem Wettereinfluss geschützten Schienensystem)

    Antriebsvariante C

    Motor sitzt auf der Schienenanlage, die Räumschaufel wird über Seil, Kette, Zahnriemen oder vergleichbaren Zugbändern gezogen.

    Antriebsvariante D

    Motor sitzt auf der Räumschaufel, die Räumschaufel wird über Seil, Kette, Zahnriemen oder vergleichbaren Zugbändern gezogen.
  • 4 (rot) Bewegungsrichtung der Räumschaufel:

    Da zugunsten des Antriebskraftaufwandes eine Räumschaufel in ihrer Höhe begrenz ist (Der Gegendruck durch den Schnee ist dann geringer) ist damit zu rechnen, dass die Räumschaufel mehrere Räumvorgänge benötigt um die vorhandene Menge an Schnee vom Dach zu entfernen.

    Aus diesem Grund ist ein Klappmechanismus für die Räumschaufel vorgesehen, für den Fall, dass der Schnee nicht auf 2 Seiten des Gebäudes herabfallen darf. Der Klappmechanismus stellt die Räumschaufel bei ihrer Rückwärtsfahrt auf und räumt den Schnee somit nur in eine Richtung ab, wenn die Räumschaufel vorwärts in Betrieb genommen wird. Detaillierte Lösungen bezüglich des Klappmechanismus werden dem aktuellen Stand der Technik entnommen.
  • 5 Abräumbereich/Gefahrenbereich Der abgetragene Schnee wird an einer dafür geeigneten, abgesperrten und gesondert gekennzeichneten Gebäudeseite abgeladen.
  • 6 (orange) Sicherheit-Warnleuchte während des Betriebes der Anlage.
  • 7 Auf dem Dach ist eine wetterfeste elektronische Waage oder ein vergleichbarer Massesensor angebracht, der ab einer, je nach Gebäudeart variierender, maximalen Schneebelastung den Räumvorgang automatisch auslöst. Alternative Steuerungen wie Lichtschranke oder elektronische Kontakte sind ebenfalls denkbar.
  • H Auf der Zeichnung 3 „Detailschnitt" ist ein Maß H eingezeichnet. Dieses Maß entspricht der dauerhaften Schneedecke, d.h. dem Rest Schnee, der von der Schaufel nicht erfasst werden kann. Gerade bei Flachdächern sind oft Kniestöcke (kleine Mauervorsprünge) in denen sich der Schnee ansammeln darf ohne die Belastungsgrenze des Daches zu überschreiten.


Anspruch[de]
Automatischer Flachdachschneeräumer, dadurch gekennzeichnet, dass eine wachsende Schneelast auf einem Flachdach durch einen Sensor (7) erkannt wird. Die Erkennung kann über elektronische Bauteile erfolgen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. (z.B. elektronische Waagen, Lichtschranken etc.) Automatischer Flachdachschneeräumer, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Impuls eines Sensors (Siehe Schutzanspruch 1) eine elektrisch angetriebene Räumschaufel (3) (gelb-schwarz) automatisch in Bewegung gesetzt wird. Automatischer Flachdachschneeräumer, dadurch gekennzeichnet, dass neben der einfachen Räumung des Daches durch die Räumschaufel (3) eine Schneefräse eingesetzt werden kann, die den Schnee nicht Lawinenartig vom Dach schiebt und dadurch einen Gefahrenbereich (5) erzeugt. Der fein zerstäubte Schnee wird dann in ungefährlicher Art und Weise vom Dach entfernt und führt lediglich zu einer verstärkten Schneedeckenbildung um das Gebäude. Automatischer Flachdachschneeräumer, dadurch gekennzeichnet, dass die Räumschaufel (Siehe Schutzanspruch 2) bzw. die Schneefräse (Siehe Schutzanspruch 3) von einer Schiene (2) geführt wird die dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Automatischer Flachdachschneeräumer, dadurch gekennzeichnet, dass die Räumschaufel (Siehe Schutzanspruch 2) eine einseitige Funktion besitzen kann. (d.h. Die Räumschaufel bewegt sich vor- und rückwärts, besitzt jedoch nur in einer Richtung eine Räumfunktion) Dazu ist wie auch in der Beschreibung beschrieben ein Klappmechanismus vorgesehen, der dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Automatischer Flachdachschneeräumer, dadurch gekennzeichnet, dass die in Schutzanspruch 1 beschriebene automatische Erkennung der Notwendigkeit zum Räumen wahlweise auch durch ein manuelles Auslösen des Räumvorgangs ersetzt oder ergänzt werden kann.






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