PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006002349U1 05.10.2006
Titel Hochhitzebeständige Ofenbauteile
Anmelder Dusel, Anton, 84030 Landshut, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier Graf Glück, 93049 Regensburg
DE-Aktenzeichen 202006002349
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 15.02.2006
IPC-Hauptklasse F24B 1/195(2006.01)A, F, I, 20060215, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24B 13/02(2006.01)A, L, I, 20060215, B, H, DE   F23M 5/00(2006.01)A, L, I, 20060215, B, H, DE   C23C 4/10(2006.01)A, L, I, 20060215, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft hochhitzebeständige Bauteile für Heizöfen, insbesondere Brennkammern, Brenner, Brennerroste, Brennerrohre, Leitungsrohre, Abwurfschienen, Ringfedern und dergl.

Alle Bauteile, die in Heizöfen extrem hohen Temperaturen ausgesetzt sind, bestehen derzeit entweder aus sehr teuerem, hochlegiertem Stahl, der extrem aufwendig zu verarbeiten ist, oder aus Auskleidungen mit Schamottesteinen oder dergl., was ebenfalls mit sehr hohem Aufwand verbunden ist.

Aufgabe der Neuerung ist, derartige Bauteile für Heizöfen, wie z.B. Brennkammern, usw. erheblich kostengünstiger herstellen zu können und dabei die sehr teueren, hochlegierten Stähle oder aufwendige Schamottesteinauskleidungen zu vermeiden.

Gemäß der Neuerung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Bauteile, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind, aus niedrig legiertem Stahl und einem hochhitzebeständigen Überzug hergestellt sind. Ein derartiger hochhitzebeständiger Überzug besteht beispielsweise aus oxidkeramischem Werkstoff, z.B. AL2O3. Niedriglegierter Stahl, wie z.B. normaler S235 Stahl, ist für die Zwecke der Herstellung von Bauteilen im Ofenbau nicht geeignet, weil er den dort herrschenden Temperaturen nicht stand hält. Werden die der in Heizöfen herrschenden Hitze ausgesetzten Bauteile mit einer dünnen Schicht eines oxidkeramischen Werkstoffs beschichtet und wird die Beschichtung nach dem Verfahren des Hochgeschwindigkeitsflammspritzens vorgenommen, werden, wie praktische Versuche ergeben haben, etwa die gleichen Eigenschaften wie mit hochlegiertem Stahl erzielt. Das Hochgeschwindigkeitsflammspritzverfahren wird im Turbinen- und im Motorenbau für Werkstücke eingesetzt, die hohen mechanischen und thermischen Belastungen unterworfen sind, so dass das Verfahren des Flammspritzens im praktischen Einsatz erprobt ist. Bei einem derartigen Verfahren wird der in der Brennkammer erzeugte hohe Druck des Brenngas-Sauerstoff-Gemisches dazu verwendet, eine hohe Strömungsgeschwindigkeit im Gasstrahl zu erzeugen, derart, dass die Spritzpartikel auf hohe Partikelgeschwindigkeit beschleunigt werden, die zu enorm dichten Spritzschichten mit ausgezeichneten Hafteigenschaften führen. Bei einem solchen Verfahren werden extrem dünne Schichten aus oxidkeramischem Material mit hoher Maßgenauigkeit erzielt, und diese Schichten bieten einen hohen Schutz gegen chemische und thermische Einwirkungen des Heizgases.

Die Zeichnung zeigt in 1 einen Längsschnitt durch einen Pelletsofen, dessen der Hitze ausgesetzte Bauteile in neuerungsgemäßer Weise ausgestaltet sind, und in 2 einen Schnitt durch ein einer hohen Temperatur ausgesetztes Bauteil in Form eines Leitungsrohres mit der neuerungsgemäßen Beschichtung.

Der Heizofen 1 besteht aus einem Brenner 2, einem Brennerrohr 3, über das flüssiger Brennstoff zugeführt wird, einer Abwurfschiene 4, über die Pellets dem Brenner 2 bzw. dessen Flamme 5 zugeführt werden, einem Brennerrost 6, der Pellets für die Verbrennung aufnimmt, und ein Leitungsrohr 7 mit Ringfedern 8, durch das die im Brenner 2 erzeugte Wärme der Nutzung zugeführt wird.

2 zeigt schematisch und im Schnitt das Leitungsrohr 9, das aus niedrig legiertem Stahl besteht und das innen mit einer dünnen Schicht 10 aus oxidkeramischem Material nach dem Hochgeschwindigkeitsflammspritzverfahren beschichtet ist.


Anspruch[de]
Hochhitzebeständige Bauteile für Heizöfen, insbesondere Brennkammern, Brennerroste, Brennerrohre, Leitungsrohre, Abwurfschienen, Ringfedern und dergl., dadurch gekennzeichnet, dass diese Bauteile aus niedrig legiertem Stahl bestehen und einen dünnen Überzug aus hochhitzebeständigem Material aufweisen. Hochhitzebeständige Bauteile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug aus oxidkeramischem Werkstoff besteht. Hochhitzebeständige Bauteile nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oxidkeramische Werkstoff Al2O3 ist. Hochhitzebeständige Baueile nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug aus oxidkeramischem Werkstoff durch Hochgeschwindigkeitsflammspritzen aufgebracht ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com