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Dokumentenidentifikation DE202006007467U1 05.10.2006
Titel Eiweißabscheider für Aquarien
Anmelder Tunze Aquarientechnik GmbH, 82377 Penzberg, DE
Vertreter Ostertag & Partner, Patentanwälte, 70597 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202006007467
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 09.05.2006
IPC-Hauptklasse A01K 63/04(2006.01)A, F, I, 20060509, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Eiweißabscheider für Aquarien, insbesondere Meerwasseraquarien gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Derartige Eiweißabscheider dienen dazu, dem Aquarienwasser Eiweißkomponenten zu entziehen, welche die Wasserqualität verschlechtern und die Lebensbedingungen für im Aquarium lebende Tiere und Pflanzen beeinträchtigen. Das Entfernen des Eiweißes erfolgt so, daß zunächst durch Vermischen von Luft und eiweißbelastetes Wasser ein Schaum erzeugt wird. Letzterer läßt sich einem Sammelbehälter auffangen, der in größeren zeitlichen Abständen geleert wird.

Die Eiweiß-Kontaminierungsrate in Aquarien ist nun aber nicht immer konstant. Wenn Organismen absterben oder organische Materialien von außen eingetragen werden, kann es vorübergehend zu einer starken Überbelastung des Aquarienwassers mit Eiweiß kommen, was sich darin niederschlägt, daß dann der Schaumgenerator des Abscheiders vorübergehend sehr große Schaummengen erzeugt. Aus Kostengründen und auch teilweise aus Gründen des Platzbedarfes, der bei in Wohnungen aufgestellten Aquarien eine Rolle spielt, kann man die Größe des Eiweißabscheiders nicht so auslegen, daß dieser auch im denkbar ungünstigsten Fall die entstehenden Schaummengen noch richtig verarbeitet. Es kann daher zu einem Überlaufen des Sammelbehälters kommen, was entweder das Vorsehen einer äußeren Auffangwanne notwendig macht oder zu unerwünschter Flüssigkeitsabgabe in die Umgebung des Eiweißabscheiders führt.

Durch die vorliegende Erfindung soll eine durch zu starke Schaumbildungsrate bedingte Schaumabgabe aus dem Sammelbehälter vermieden werden.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen Eiweißabscheider mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Die Erfindung läßt sich grob dadurch charakterisieren, daß man bei einer Eiweiß-Überbelastung des Aquarienwassers die Luftzufuhr zum Schaumgenerator so drosselt, daß insgesamt nur eine Schaummenge erhalten wird, die das Gerät problemlos handhaben kann. Die Erzeugung geringerer Schaummengen führt dazu, daß der Schaum auf dem Weg in den Sammelbehälter mehr Zeit hat, sich von einem feuchten Schaum in einen trockenen Schaum umzuwandeln. Es wird somit insgesamt weniger Wasser in den Sammelbehälter eingetragen. Entsprechend mehr Auffangraum steht für trockenen Schaum zur Verfügung.

Die so erfindungsgemäß verminderte Schaumbildungsrate über eine Drosselung der zugeführten Mischluft hat zwar zur Folge, daß die überhöhte Eiweißkonzentration im Aquarienwasser langsamer abgebaut wird. Dieser Nachteil ist aber im Hinblick auf den gewonnenen Vorteil akzeptabel, da langfristig gewährleistet ist, daß die gewünschten niederen Eiweißkonzentrationen erhalten werden.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 stellt auf einfache Weise ein sicheres Feststellen der Menge des den ersten Separator verlassenden Schaumes sicher. Schaum selber kann aus verschiedenen Gründen weniger gut detektiert werden. Das Wasser, welches im zweiten Separator aus dem nassen Schaum abgeschieden wird, ist aber ebenfalls ein Maß für die Menge des vom ersten Separator abgegebenen Schaumes. Dieses sogenannte Phasenwasser läßt sich sehr leicht unter Verwendung üblicher Detektoren messen, darunter mechanische Pegelfühler, optische Pegelfühler oder Pegelelektroden.

Das Entfernen des Eiweißes erfolgt gemäß Anspruch 2 also so, daß zunächst durch Vermischen von Luft und eiweißbelastetes Wasser ein Schaum erzeugt wird, aus diesem nassen Schaum in einem ersten Separator Wasser abgeschieden wird und in einem zweiten nachgeschalteten Separator der nasse Schaum in einen trockenen Schaum umgewandelt wird. Letzterer läßt sich platzsparend in einem Sammelbehälter auffangen, der in größeren zeitlichen Abständen geleert wird.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 wird erreicht, daß sich die Wassersammelkammer im Laufe der Zeit ständig leert. Sie braucht also kein großes Volumen zu haben. Das aus der Wassersammelkammer abgegebene Phasenwasser wird ins Innere des Aquariums oder einer den Abschalter umgebenden Filterkammer zurückgeführt.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 wird erreicht, daß die Absenkung des Phasenwasserpegels in der Wasserkammer gemäß Kapazität der zum Schaumgenerator gehörenden Pumpe gewählt ist.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 wird erreicht, daß in der Wasserkammer stets ein gewisses Mindest-Flüssigkeitsvolumen enthalten ist. Dieses ist so groß, daß der in der Wasserkammer aufrechterhaltene Pegel des Phasenwassers ausreicht, eine Flüssigkeitsdichtung zum Einlaß des zweiten Separators herzustellen. Dieser kann somit vom ersten Separator abnehmbar sein und trotzdem schaumdicht mit dem Auslaß des ersten Separators verbunden sein, ohne daß eine separate Dichtung vorgesehen werden müßte.

Bei einem Eiweißabscheider gemäß Anspruch 7 folgt das Ansaugen von Luft durch den Schaumgenerator aus der Wasserkammer. Hierdurch wird zum einen erreicht, daß praktisch gesättigte Luft angesaugt wird, zum anderen wird in der Wasserkammer auch ein leichter Unterdruck eingestellt. Diesem ist auch der durch die Wasserkammer hindurch geförderte nasse Schaum ausgesetzt, was das Aufplatzen von wenig stabilen Bläschen und damit das Trocknen des Schaumes begünstigt. Auch kann so die Wasserabgabeöffnung, über die Luft aus der Umgebung angesaugt wird, zugleich als Steuerventil dienen. Ist die Wasserabgabeöffnung bei erhöhtem Phasenwasserstand teilweise oder ganz verschlossen, wird der Zutritt von Luft aus der Umgebung gedrosselt.

Auch mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 ist gewährleistet, daß der Sammelbehälter nicht zu stark mit Schaum gefüllt wird und überläuft.

Die im Anspruch 9 angegebene Ausbildung des zweiten Separators ist im Hinblick auf mechanisch besonders einfache Realisierung von Vorteil.

Bei einem Eiweißabscheider gemäß Anspruch 10 wird der vom ersten Separator abgegebene nasse Schaum strömungsgünstig in den zweiten Separator übergeführt.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 11 ist im Hinblick auf ein gutes Zuführen von im zweiten Separator abgeschiedenen Phasenwasser in die Wasserkammer von Vorteil, wobei zugleich gewährleistet ist, daß nur wenig Schaum vom Einlaß des zweiten Separators in die Wasserkammer gelangt.

Ein Ringspalt zwischen Leitkörper und Rohrteil des zweiten Separators, wie er im Anspruch 12 angegeben ist, hat sich in der Praxis besonders bewährt.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 13 ist es möglich, die vom Schaumgenerator angesaugte Luftmenge sehr fein und kontinuierlich so zu steuern, daß der Nominaldurchsatz des zweiten Separators gut ausgenützt, jedoch nicht überschritten wird.

Bei einem Eiweißabschalter gemäß Anspruch 14 ist gewährleistet, daß kein in den ersten Separator zugeführter Schaum direkt den Wasserauslaß des ersten Separators erreicht.

Bei dem Eiweißabschalter gemäß Anspruch 15 ist gewährleistet, daß das obere Ende des vertikalen Auslaßstutzens des ersten Separators so nieder liegt, daß gewährleistet ist, daß durch den hydrostatischen Druck im ersten Separator kein Wasser direkt in die Wasserkammer gedrückt wird.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 16 ist im Hinblick auf geringe Geräuschentwicklung des Eiweißabscheiders von Vorteil, da das vom oberen Ende des Auslaßstutzens in das Aquarium oder die Filterkammer zurückfließende Wasser durch das Schaummaterial gebremst wird.

Nachstehend wird die Erfindung anhand dreier Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

1: einen schematischen axialen Schnitt durch ein ersten Ausführungsbeispiel eines Eiweißabscheiders mit automatischer Begrenzung des Schaumpegels im Schaumsammelbehälter;

2: eine ähnliche Ansicht wie 1, in welcher jedoch nur der obere Abschnitt eines Eiweißabscheiders dargestellt ist, der sich bezüglich der Geometrie eines zwischen erstem Separator und zweitem Separator liegenden Leitkörpers unterscheidet; und

3: eine ähnliche Ansicht wie 1, in welcher ein weiter abgewandelter Eiweißabscheider gezeigt ist, bei welchem die Steuerung der vom Schaumgenerator angesaugten Luft zusätzlich in Abhängigkeit vom Schaumpegel im Sammelbehälter gesteuert wird.

In 1 ist mit 10 insgesamt ein Eiweißabscheider bezeichnet, der im Inneren eines nur teilweise gezeigten Außenbehälters 12 angeordnet ist. Bei Letzterem kann es sich um einen Aquarienbehälter oder um eine unterhalb eines Aquarienbehälters in einem Unterschrank angeordnete Filterkammer handeln.

Der Eiweißabscheider 10 hat ein insgesamt mit 14 bezeichnetes Hauptteil sowie einen auf dieses aufgesetztes Oberteil 16.

Das Hauptteil 14 hat eine zylindrische Umfangswand 18, die unten durch eine Bodenwand 20 verschlossen ist.

In der Umfangswand 18 ist eine Öffnung vorgesehen, in welche ein Abgabestutzen 22 eines insgesamt mit 24 bezeichneten Schaumgenerators dicht eingesetzt ist.

Der Schaumgenerator 24 umfaßt eine durch einen Elektromotor 26 angetriebene Kreiselpumpe 28, deren Auslaß mit dem Abgabestutzen 22 verbunden ist und die einen Einlaßstutzen 30 aufweist, der mit einem Schlitzkörper 32 in Verbindung steht. Der Einlaßstutzen 30 trägt zusätzlich einen Lufteinlaßstutzen 32.

Der Schaumgenerator 24 arbeitet so, daß er aus dem Inneren des Außenbehälters 12 mit Eiweiß belastetes Wasser und zugleich über den Lufteinlaßstutzen 32 Luft ansaugt. In der Kreiselpumpe 28 wird somit ein Schaum erzeugt, der über den Abgabestutzen 22 ins Innere des Hauptteiles 14 abgegeben wird.

Dieser in das Hauptteil 14 abgegebene Schaum enthält zusätzlich noch Flüssigkeitsanteile, zu deren Verschäumung der Eiweißgehalt des Wassers nicht ausreichend war.

Der Abgabestutzen 22 mündet in die Umfangswand 18 tangential ein, so daß das Wasser/Schaumgemisch beim Eintreten in das Hauptteil 14 in Drehung versetzt wird. Die Umfangswand 18 des Hauptteiles 14 bildet somit einen Zyklon, der die schweren nicht verschäumten Wasseranteile des Gemisches von den Schaumanteilen trennt.

Die Wasseranteile sinken im Hauptteil 14 unter Schwerkraft nach unten und bauen über der Bodenwand 20 ein Wasservolumen 34 auf.

In den unteren Abschnitt des Hauptteiles 14 ragt ein Absaugwinkel 36, der mit seiner unteren offenen Seite unter geringem Abstand über der Oberseite der Bodenwand 20 endet. In der Praxis kann der Abstand zwischen Unterkante Absaugwinkel und Oberseite Bodenwand 2 bis 4 mm betragen.

Der Absaugwinkel 36 ist mit einem verminderten Durchmesser aufweisenden Abschnitt durch die Umfangswand 18 hindurchgeführt und mit einem Umlenkwinkel 38 dicht verbunden, der am anderen, in 1 oben liegenden Ende ein Abgaberohr 40 trägt. Auf der Außenseite des Abgaberohres 40 ist eine zylindrische Schaummaterialhülse 42 angeordnet.

Die im Hauptteil 14 von den wässrigen Komponenten getrennten Schaumanteile steigen im Hauptteil 14 nach oben und gelangen zur Unterseite eines Leitkörpers 44, der die Gestalt eines Kegelstumpfes mit großem Öffnungswinkel hat. Der obere Rand des Leitkörpers 44 trägt einen zylindrischen Stutzen 46.

Der Leitkörper 44 wird unter radialem und etwa gleichem axialem Abstand von einem Trennrohr 48 umgeben, welches vom Oberteil 16 gehalten ist. Der genannt e Abstand kann in der Praxis 1 bis 2 mm betragen.

Das Oberteil 16 hat eine Bodenwand 50, welche das Trennrohr 48 trägt, eine Umfangswand 52 sowie einen Deckel 54. Letzterer trägt nach unten hängend eine zylindrische Schikane 56, die radial außerhalb der Außenfläche des Trennrohres 48 liegt, wobei die Unterkante der Schikane 56 unter der Oberkante des Trennrohrs 48 liegt.

Das Oberteil 16 sitzt über eine ringförmige Flachdichtung 58 dicht auf einer Deckenwand 60 des Hauptteiles 14, die eine mittige Öffnung hat, durch welches sich das Trennrohr 48 unter kleinem radialem Spiel erstreckt.

Der Leitkörper 44 ist lösbar dicht von der Umfangswand 18 des Hauptteiles 14 getragen. Er begrenzt so zusammen mit dem oberen Abschnitt der Umfangswand 18 eine Wasserkammer 62 und die Umfangswand 18 hat auf etwas mehr als halber Höhe der Wasserkammer 62 eine Überlauföffnung 64. Vertikal etwas (in der Praxis 5–10 mm) über der Überlauföffnung 64, jedoch um 180° hierzu in Umfangsrichtung versetzt ist ein Luftabgabestutzen 66 in der Umfangswand 18 vorgesehen. Dieser ist über einen gestrichelt angedeuteten Schlauch 68 mit dem Lufteinlaßstutzen 32 der Kreiselpumpe 28 verbunden.

Der oben beschriebene Eiweißabscheider arbeitet folgendermaßen:

Im stationären Betrieb saugt die Kreiselpumpe 28 Aquarienwasser über den Einlaßstutzen 30 und Luft über den Einlaßstutzen 32 an. Das vom Schaumgenerator 24 abgegebene Gemisch aus Wasser und Schaum wird im Hauptteil 14 in die Wasseranteile und Schaumanteile zerlegt. Die Wasseranteile sinken ab und bilden das Wasservolumen 34. Über den Abgabewinkel 36, den Umlenkwinkel 38 und das Abgaberohr 40 steigt das Wasser im Abgaberohr 40 auf gleichem Pegel an wie das Wasservolumen 34.

Ist das Wasser genügend weit angestiegen, fließt es unter dem Pumpenförderdruck über die Oberkante des Abgaberohres 40 und über die Schaummaterialhülse 42 wieder zurück in den Außenbehälter 12.

Um zu verhindern, daß der Abgabewinkel 36 direkt von Schaum erreicht wird, welchen der Schaumgenerator 24 ins Innere des Hauptteils 14 einspeist, ist die direkte Verbindung zwischen dem offenen unteren Ende des Abgabewinkels 36 und dem Schaum-Abgabestutzen 22 durch eine Sperrwand 70 unterbrochen.

Der im Hauptteil 14 abgetrennte Schaum bewegt sich im Hauptteil 14 nach oben und wird über den Leitkörper 44 in das untere Ende des Trennrohres 48 geführt. Im Trennrohr findet beim langsamen Vorschieben des Schaumes eine weitere Abscheidung von Wasseranteilen statt. Dort abgeschiedenes Wasser, welches oft Phasenwasser genannt wird, strömt am Rand des Trennrohres 48 nach unten und gelangt so in die Wasserkammer 62.

Der getrocknete Schaum wird über die Oberkante des Trennrohres 48 ins Innere des Oberteiles 16 gedrückt, welches eine Schaum-Sammelkammer 72 begrenzt. Der dort ankommende Schaum ist trocken und hat nur geringe Wasseranteile.

Er läßt sich somit kompakt speichern, und fällt der Schaum dort im Laufe der Zeit weiter zusammen, entstehen nur kleine Wassermengen.

In der Wasserkammer 62 erreicht das mit 74 bezeichnete Phasenwasservolumen einen Pegel, der je nach Menge des anfallenden Schaumes bei der Unterkante oder etwas oberhalb der Unterkante der Überlauföffnung 64 liegt. Über die Überlauföffnung 64 und die Luftabgabeöffnung 66 saugt der Schaumgenerator 24 die zur Schaumerzeugung verwendete Luft an.

Wird dem Trennrohr 48 infolge verstärkter Schaumbildung durch den Schaumgenerator 24 ein größeres nasses Schaumvolumen zugeführt, so steigt auch die Menge des vom unteren Ende des Trennrohres 48 abgegebenen Phasenwassers an. Die Überlauföffnung 64 ist so bemessen, daß sie diese zusätzlichen Wassermengen nicht kurzfristig abführen kann. Der Pegel des Phasenwasservolumens steigt somit über die Unterkante der Überlauföffnung 64 an und drosselt den über sie angesaugten Luftstrom.

Durch eine zu starke Schaumentwicklung wird somit durch Luftreduzierung automatisch die weitere Schaumbildung gedrosselt.

Das Ausführungsbeispiel nach 2 unterscheidet sich von demjenigen nach 1 dadurch, daß die Deckenwand 60 des Hauptteiles 14 weggelassen ist und die Bodenwand 20 des Oberteiles 16 zugleich die obere Begrenzung der Wasserkammer 62 darstellt.

Darüber hinaus ist der Leitkörper 44 in axialer Schnittansicht gesehen gekrümmt, derart, daß die Innenfläche konkav ist.

Beim Ausführungsbeispiel nach 3 ist im Inneren der Sammelkammer 72 ein Pegelfühler 78 vorgesehen, der anspricht, wenn der dort befindliche Schaum einen vorgegebenen Maximalpegel erreicht oder überschreitet.

Durch das Ausgangssignal des Pegelfühlers 78 wird über eine Steuereinheit 80 ein Magnetventil 82 gesteuert, welches in den Schlauch 68 eingefügt ist. Das Magnetventil 82 ist federnd in die Offenstellung vorgespannt und wird dann geschlossen, wenn der Pegelfühler 78 anspricht.

Man hat also bei dem Eiweißabschalter nach 3 die schon oben unter Bezugnahme auf 1 beschriebene Regelung, welcher noch eine Sicherheitsmaßnahme überlagert ist, nämlich das vollständige Unterbrechen der Luftzufuhr zum Schaumgenerator 24 für den Fall, daß der Schaumpegel in der Sammelkammer 72 unzulässig stark ansteigt.

In Abwandlung kann das Magnetventil 82 ein Proportional-Magnetventil sein und der Pegelfühler 78 den Schaumpegel in der Sammelkammer 72 kontinuierlich messen.

Bei einem anderen abgewandelten Ausführungsbeispiel kann man die Steuerung der Luftzufuhr zum Schaumgenerator 24 auch ausschließlich unter Verwendung des in der Sammelkammer 72 angeordneten Pegelfühlers 78 vornehmen.

Bei einer nochmals abgewandelten Ausführungsform kann man in der Wasserkammer 62 einen Pegelfühler anordnen, der ein Magnetventil 82 steuert, über welches der Schaumgenerator 24 direkt aus der Umgebung ansaugt.

Die verschiedenen Teile der oben beschriebenen Eiweißabschalter sind aus einem korrosionsbeständigen und glatten Kunststoffmaterial hergestellt und um die verschiedenen Teile gut reinigen zu können, sind sie vorzugsweise lösbar miteinander verbunden.


Anspruch[de]
Eiweißabscheider für Aquarien, insbesondere Meerwasseraquarien, mit

a) einem Schaumgenerator (24), welcher Aquarienwasser und Luft ansaugt und ein Wasser/Luftgemisch erzeugt;

b) einem ersten Separator (14), welcher an einem Einlaß das Wasser/Luftgemisch erhält und dieses in eine Schaumkomponente, die an einem Schaumauslaß (44) bereitgestellt wird, und eine Wasserkomponente zerlegt, die an einem Wasserauslaß (36) bereitgestellt wird;

c) einem Schaum-Sammelbehälter (16), der einen mit dem Schaumauslaß des Separators (14) verbundenen Einlaß aufweist,

dadurch gekennzeichnet, daß

d) eine Luftsteuereinrichtung (64; 78, 82) vorgesehen ist, welche die Menge der vom Schaumgenerator (24) angesaugten Luft in Abhängigkeit von der Schaumbildungsrate des Schaumgenerators (24) steuert.
Eiweißabschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schaumeinlaß des Sammelbehälters (16) und dem Schaumauslaß des Separators (14) ein zweiter Separator (46, 48) vorgesehen ist, der mit einer Wasserkammer (62) in Verbindung steht und daß die Luftsteuereinrichtung (64) in Abhängigkeit vom Pegelstand des in der Wassersammelkammer (62) befindlichen Wasservolumens (74) erfolgt. Eiweißabscheider nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wassersammelkammer (62) eine Überlauföffnung (64) aufweist, welche zugleich eine Durchtrittsöffnung für vom Schaumgenerator (24) angesaugte Luft darstellt. Eiweißabscheider nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlauföffnung (64) einen Durchmesser hat, der im Hinblick auf die Luft- und/oder Wasserförderleistung einer Pumpe (28) des Schaumgenerators (24) und im Hinblick auf das Fassungsvermögen des Sammelbehälters (16) gewählt ist. Eiweißabscheider nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlauföffnung (64) eine vertikale Lage hat, die etwas über der Oberkante eines Wasserauslaßteiles (40) des ersten Separators (14) liegt. Eiweißabscheider nach Anspruch 4 oder 5 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlauföffnung (64) etwas niedriger liegt als die Oberkante eines Leitkörpers (44, 46), über welchen Schaum aus dem ersten Separator in den zweiten Separator eingeleitet wird. Eiweißabscheider nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Luftabgabeöffnung (66) der Wassersammelkammer (62) über der Überlauföffnung (64) angeordnet ist. Eiweißabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Sammelbehälter (72) oder in einer Wasserkammer (62) eines zweiten, dem ersten nachgeschalteten Separators (48) ein Pegelfühler (78) vorgesehen ist und die Luftsteuereinrichtung (82) in Abhängigkeit vom Ausgangssignal dieses Pegelfühlers (78) arbeitet. Eiweißabscheider nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Separator (48) ein prismatisches, vorzugsweise zylindrisches Rohrteil umfaßt, welches von einem oberen Abschnitt des ersten Separators (14) ins Innere des Sammelbehälters (72) geführt ist. Eiweißabscheider nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß beim unteren Ende des Rohrteiles (48) ein Leitkörper (44, 46) vorgesehen ist, welches sich in Richtung vom ersten Separator (14) zum zweiten Separator (48) verjüngt, vorzugsweise kegelstumpfförmig ist. Eiweißabscheider nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrteil (48) unter einem axialen Abstand über dem Leitkörper (44) endet, der klein ist verglichen mit dem mittleren Durchmesser des Rohrteiles (48) und vorzugsweise vergleichbar ist mit dem radialen Abstand zwischen dem Rohrteil (48) und dem oberen Ende des Leitkörpers (44, 46). Eiweißabscheider nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale Abstand zwischen Leitkörper (44) und Rohrteil (48) etwa 1–2 mm beträgt. Eiweißabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Ansaugweg des Schaumgenerators (24) ein einstellbares Servoventil (82), vorzugsweise ein Proportional-Servoventil befindet, welches in Abhängigkeit vom Ausgangssignal eines in der Wassersammelkammer (64) eines zweiten, dem ersten nachgeschalteten Separators (48) angeordneten Pegelfühlers (80) derart gestellt wird, daß der Luftdurchsatz bei wachsendem Pegel vermindert und bei fallendem Pegel vergrößert wird. Eiweißabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine direkte Strömungsverbindung zwischen Wasserauslaß (36) und Gemischeinlaß (22) des ersten Separators durch eine Trenneinrichtung (70) unterbrochen ist. Eiweißabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikales Auslaßteil (40) des ersten Separators (14) eine Höhe hat, die über dem Normalpegel (N) des Umgebungswassers liegt. Eiweißabscheider nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Auslaßstutzens (40) eine Schaummaterialhülse (42) trägt.






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