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Dokumentenidentifikation DE202006009411U1 05.10.2006
Titel Schmuckstück
Anmelder Zweibrüder Optoelectronics GmbH, 42699 Solingen, DE
Vertreter Vomberg, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 42653 Solingen
DE-Aktenzeichen 202006009411
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 16.06.2006
IPC-Hauptklasse A44C 15/00(2006.01)A, F, I, 20060616, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A44C 17/00(2006.01)A, L, I, 20060616, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schmuckstück, insbesondere ein Medaillon, eine Brosche oder einen Anhänger mit einer LED (Licht emitierenden Diode) als Lichtquelle sowie einem teilweise lichttransparenten Körper mit mindestens einer Lichtaustrittsfläche.

Blinklichteinrichtungen mit einer mit mindestens einer Knopfbatterie mit Energie zu versorgenden Blinkunterbrecherschaltung, einem Ein-Aus-Schalter und einer Niedrigenergie-Lichtquelle, die in einem Ziergehäuse angeordnet sind, von dem rückseitig ein Befestigungselement wegsteht, sind beispielsweise in der DE 298 21 353 U1 beschrieben. Nach der dort beanspruchten Ausführungsform soll das Ziergehäuse als Kronenkork oder als schildartiges Knopfelement mit einem Loch für die Niedrigenergie-Lichtquelle ausgebildet sein. Anstecker mit blinkenden Leuchtdioden und/oder einem Musik-Speicherchip werden unter anderem auch in der DE 196 23 077 A1 erwähnt.

Die DE 198 10 450 C2 beschreibt eine tragbare Leuchte mit getakteter Lichtemission, die ein lang gestrecktes Gehäuse besitzt, das an beiden seitlichen Enden lichtdurchlässige Gehäuseabschnitte aufweist, in denen Leuchtmittel angeordnet sind. Die lichtdurchlässigen Gehäuseabschnitte sollen aus Streuglas bestehende Gehäuseklappen sein, die an den seitlichen Enden eines mittleren Gehäuseteils befestigt sind, wobei der mittlere Gehäuseteil die Schaltungseinrichtung zum taktweisen Ein- und Ausschalten der Leuchtmittel enthält, die bei ihrer Betätigung beide Leuchtmittel in einen blinkenden Zustand versetzt. Im Wesentlichen dient diese Leuchte zu Sicherheitszwecken.

Die DE 20 2005 012 146 U1 betrifft ein dekoratives Schmuckelement zum Anstecken bzw. Anschlagen an Gegenständen, insbesondere an Bekleidungsstücken oder Taschen. Dieses Schmuckelement ist nach Art einer Fahne aus verschiedenfarbigen Oberflächenabschnitten ausgebildet, denen jeweils zumindest ein Leuchtmittel zugeordnet ist, das Licht in der Farbe dieses Oberflächenabschnittes aussendet. Als Leuchtmittel sollen vorzugsweise LED verwendet werden.

Schließlich beschreiben die US 2001/0055205 A1 und US 7,000,428 B2 Halsketten mit einem illuminierten Medaillon, das auch aus einem transparenten lichtdurchlässigen oder getönten Glas bestehen kann. Die elektrischen Zuleitungen bestehen jeweils aus kunststoffummantelten elektrischen Drähten, deren freie Enden mittels einer Schließe, die gleichzeitig als Batterieaufnahmefach ausgebildet ist, verbunden werden können. In diesem Batteriefach ist auch ein Ein-Aus-Schalter angeordnet.

Im Handel sind auch dekorative Schmuckstücke in Form von Ansteckbroschen in unterschiedlichen Formen, z. B. in Herzform, erhältlich, die als Blinklichteinrichtung ausgebildet sind.

Den vorbeschriebenen Schmuckstücken ist gemein, dass diese entweder durch ihre Formgestaltung als Billig-Produkte erscheinen oder in ihrer Ausstrahlung blass bleiben.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Schmuckstück zu schaffen, das über eine deutlich verbesserte Strahlkraft mit einem vielseitigen Lichtspektrum verfügt.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird das Schmuckstück nach Anspruch 1 vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Lichtaustrittsfläche oder die Lichtaustrittsflächen facettiert ist bzw. sind und dass mindestens eine der anderen Außenflächen zumindest teilweise innen verspiegelt ist, wobei der lichttransparente Körper entweder einen Hohlraum zur Aufnahme der LED oder eine sacklochartige Bohrung als Lichteintrittsöffnung aufweist. Durch die vorbeschriebenen Maßnahmen werden mehrere optische Lichteffekte so miteinander kombiniert, dass sich eine multiplikative Wirkung ergibt. Facettierte Lichtaustrittsflächen sind beispielsweise als Kristallperlen bekannt, wobei die einzelnen ebenen Kristallflächenabschnitte mit jeweils benachbarten Abschnitten einen stumpfen Winkel bilden, der dazu führt, dass austretendes Licht den Brechungsgesetzen folgend in unterschiedlichen Richtungen abgestrahlt wird. Die facettierten Lichtaustrittsflächen wirken zudem auch noch reflektierend bei von außen auftreffenden Lichtstrahlen, wobei die reflektierenden Wirkungen insbesondere von sogenannten Kristalllüstern her bekannt sind. Zudem wird durch die zumindest teilweise innen verspiegelte Außenfläche ein hier auftreffendes Lichtbündel innerhalb des homogenen Kristallglaskörpers reflektiert, wodurch sich beim Austritt an der gegenüberliegenden unverspiegelten Fläche durch Brechungserscheinungen weitere Lichteffekte ergeben. Zum Teil ergeben sich bei größerem Einfallswinkel chromatische Dispersionen mit entsprechenden Farbeffekten. Insgesamt führen diese zusätzlichen Reflexionen bei unterschiedlichen Blickwinkeln zu Scheinbildern, die eine Vielzahl von leuchtenden Flächen mit großer Strahlkraft annehmen lassen, die üblicherweise nur bei hochwertigen Schmuckstücken aus mehrfach geschliffenen Glaskristallen oder Diamanten erwartet werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können beliebig viele facettierte Lichtaustrittsflächen sowie ganz oder teilweise verspiegelte weitere Außenflächen vorhanden sein. Die als Lichtquelle verwendete Leuchtdiode ist entweder in einem Hohlraum eines ansonsten kompakten Körpers oder in einer sacklochartigen Bohrung angeordnet, die als Lichteintrittsfläche für das von einer LED ausgesandte Licht dient. Je nach Anordnung der LED bzw. des Lichtabstrahlbereiches dieser LED zu den verspiegelten Flächen lassen sich die Brechungs- und Reflexionseffekte variieren sowie insbesondere optimieren. Die verspiegelten Flächen können im Wesentlichen total reflektierend oder auch teilweise farbabsorbierend ausgebildet sein. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich den teilweise lichttransparenten Körper als eingefärbten Glaskörper auszubilden. Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist es jedenfalls wesentlich, dass neben einer Vielzahl von facettierten Außenflächen mindestens eine verspiegelte Außenfläche vorgesehen ist.

Weitere Ausführungsbeispiele sind in den Unteransprüchen beschrieben.

So weist nach einer ersten Ausführungsform der teilweise lichttransparente Körper einen im wesentlichen kugelsegmentartige Hüllform mit einer verspiegelten, vorzugsweise ebenen Basisfläche und facettierten Lichtaustrittsflächen auf. Unter einer kugelsegmentartigen Hüllform soll eine Form einer Kugelkappe oder eine rotationsparaboloiden verstanden werden, bei denen die Außenflächen einen kristallähnlichen Facettenschliff erhalten haben. Als verspiegelte Fläche dient die ebene Basisfläche, die von einer sacklochartigen Bohrung nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung durchdrungen wird. Prinzipiell können jedoch die lichttransparenten Körper auch andere Formen wie Oktaeder- oder Ikosaeder-Formen bilden. Es empfiehlt sich jedoch generell die größte Fläche des lichttransparenten Körpers als verspiegelte Basisfläche auszubilden, da dies die Möglichkeit schafft, hieran angrenzend ein Gehäuse mit einer Spannungsversorgung sowie einer Halterung bzw. Platine für die LED anzuordnen, die dann mit ihrem Leuchtdom in der sacklochartigen Bohrung angeordnet ist. Vorzugsweise weist ein solches Gehäuse eine Batterie, notwendige Halterungen für die LED sowie Zuleitungen auf, gegebenenfalls auch Ein-Aus-Schalter, elektronische Schalteinrichtungen für einen intermetierenden Betrieb oder ähnliches. Mit dieser Maßnahme lässt sich eine flache Rückseite schaffen, die auf dem Kleidungsstück als Brosche oder auch in Verbindung mit einem Reif oder einer Kette angenehm auf der Haut zu tragen ist.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der teilweise lichttransparente Körper und die hierin angeordnete LED mit elektrischen Zuleitungen als ummantelte Drähten einer metallseilartigen Kette ausgebildet, die durch eine Schließe lösbar verbunden ist, die vorzugsweise als Batteriebehälter ausgebildet ist. Die Drähte dienen als elektrische Leiter, die zur Vermeidung eines Kurzschlusses mit einem Nichtleiter, z. B. einem Kunststoffmantel, der vorzugsweise transparent ist, ummantelt sind. Durch Verlagerung des Batteriebehälters (sowie gegebenenfalls des Ein-Aus-Schalters) in eine Schließe wird ermöglicht, dass die LED in einem teilweise lichttransparenten Körper angeordnet bzw. eingebettet ist. Im einfachsten Fall kann durch Lösen des Verschlusses der Stromkreis unterbrochen bzw. durch ein Schließen der Halskette geschlossen werden, so dass der lichttransparente Körper nur dann strahlt, wenn die Kette verschlossen ist. Falls gewünscht, kann der Träger die Kette abnehmen, wobei bereits beim Lösen des Verschlusses die Stromzufuhr zur LED unterbrochen wird.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der teilweise lichttransparente Körper als Kristallperle ausgebildet sein, die wenigstens eine innen verspiegelte Außenfläche besitzt. Diese Perle erscheint bei leuchtender LED als strahlendes Objekt, wobei durch die Lichtreflexion die Abstrahlung aus den anderen Außenflächen heraus noch verstärkt wird und gleichzeitig auch der Eindruck vermittelt wird, dass eine viel größere Anzahl an kristallinen Teilflächen vorliegt.

Wahlweise kann das erfindungsgemäße Schmuckstück eine Schaltungseinrichtung zum kontinuierlichen oder taktweisen Ein- und Ausschalten der LED besitzen.

Ein Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:

1 eine teilgeschnittene Querschnittsansicht einer Brosche gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,

2 eine Ansicht einer Kette mit einer beleuchteten Perle gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung und

3 eine teilgeschnittene Ausschnittsvergrößerung der Perle mit Zuleitungen.

Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform besitzt der teilweise lichttransparente Körper 10 eine ebene, innen verspiegelte Fläche 11, die von einer Bohrung 12 durchdrungen ist, in welche eine LED 13 hineinragt. Der teilweise lichttransparente Körper 10 ist an seiner gesamten Oberfläche 14 facettiert ausgebildet, so dass sich eine Vielzahl von einzelnen ebenen Flächenstücken aneinander reihen. Diese Flächenstücke können kristallartig eine gleichmäßige räumliche Orientierung besitzen oder ungeordnet aus unterschiedlich großen Flächenstücken und/oder unterschiedlichen Winkeln zum benachbarten Flächenstück angeordnet sein. Wesentlich ist lediglich, dass mit Ausnahme der verspiegelten Fläche 11 der Körper 10 im Übrigen nicht transparent ist. Rückseitig der verspiegelten Fläche 11 ist ein Gehäuse 15 angeordnet, das als Halterung für eine Batterie 16 sowie nicht dargestellte Zuleitungen für die LED dient. An dem Gehäuse 15 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Clip 17 befestigt; alternativ käme hier eine Nadel wie beispielsweise einer Brosche in Betracht.

Das von der Leuchtdiode 13 abgestrahlte Licht tritt über die Mantelflächen der Sacklochbohrung 12 in den lichttransparenten Körper 10, wobei das vorwärts sowie seitwärts abgestrahlte Licht je nach dem Einfallswinkel an den Grenzflächen zu den Facetten unterschiedliche Brechungen erfährt. Licht, das in Richtung der verspiegelten Fläche 11 abgestrahlt (oder auch reflektiert) wird, erfährt dort eine Reflexion in Richtung der facettierten Oberfläche, so dass diese Verspiegelung für eine 100%-ige Lichtausbeute sorgt.

Zudem vermittelt die Verspiegelung der Fläche 11 einen Eindruck einer Raumtiefe, da sich auch die facettenartigen Oberflächen dort widerspiegeln. Insgesamt erscheint der teilweise lichttransparente Körper 10 als hochreiner funkelnder Reinstkristall mit einer erheblichen Strahlkraft.

Die vorliegende Erfindung lässt sich jedoch auch in anderer Form z. B. als Halskette realisieren, wie dies in 2 exemplarisch dargestellt ist.

Wie näher aus 3 ersichtlich, ist die LED 21 in einem kristallinen Glaskörper 20 mit einer facettierten Oberfläche eingebettet, wobei in einem Teilbereich die Facetten ganz oder teilweise verspiegelt sind, um die bereits beschriebene Raumwirkung zu erzeugen. Zur Spannungsversorgung dienen Drähte 22 und 23, die von einem Mantel 24 aus nicht leitendem Material, z. B. aus Kunststoff umgeben sind. Die ummantelten Drähte 22, 23 führen zu einer Schließe 25, die gleichzeitig als Batteriefach ausgebildet ist. Diese Schließe enthält auch einen Ein-Aus-Schalter oder dient im einfachsten Fall als Ein-Aus-Schalter, der durch das Verschließen oder Öffnen der Schließe betätigt wird.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind auch andere Ausgestaltungen als Anhänger, Armreif, Anstecknadeln oder ähnliches möglich.


Anspruch[de]
Schmuckstück, insbesondere Medaillon, Brosche oder Anhänger mit einer LED als Lichtquelle sowie einem teilweise lichttransparenten Körper mit mindestens einer Lichtaustrittsfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsfläche oder -flächen (14) facettiert ist/sind und dass mindestens eine der anderen Außenflächen (11) zumindest teilweise innen verspiegelt ist, wobei der lichttransparente Körper entweder einen Hohlraum zur Aufnahme der LED (13, 21) oder eine sacklochartige Bohrung (12) als Lichteintrittsöffnung aufweist. Schmuckstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der teilweise lichttransparente Körper (10, 20) eine im wesentlichen kugelsegmentartige Hüllform mit einer verspiegelten, vorzugsweise ebenen Basisfläche (11) und facettierten Lichtaustrittsflächen (14) aufweist. Schmuckstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die sacklochartige Bohrung (12) die verspiegelte Fläche (11) durchgreift. Schmuckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem mit dem teilweise lichttransparenten Körper verbundenen Gehäuse (15) eine Batterie (16), notwendige Halterungen für die LED sowie Zuleitungen angeordnet sind. Schmuckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der teilweise lichttransparente Körper (20) und die hierin angeordnete LED (21) mit elektrischen Zuleitungen (22, 23) als ummantelte Drähten einer metallseilartigen Kette ausgebildet ist, die durch eine Schließe (25) lösbar verbunden ist, die vorzugsweise als Batteriebehälter ausgebildet ist. Schmuckstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der teilweise lichttransparente Körper als Kristall-Perle (20) ausgebildet ist. Schmuckstück nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Schaltungseinrichtung zum kontinuierlichen oder taktweisen Ein- und Ausschalten der LED (13, 21).






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