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Dokumentenidentifikation DE202006010859U1 05.10.2006
Titel Dichtungsanordnung
Anmelder Meteor Gummiwerke K.H. Bädje GmbH & Co. KG, 31167 Bockenem, DE
Vertreter Sobisch & Callies, 44269 Dortmund
DE-Aktenzeichen 202006010859
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 12.07.2006
IPC-Hauptklasse B60J 10/02(2006.01)A, F, I, 20060712, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 10/08(2006.01)A, L, I, 20060712, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Dichtungsanordnung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Dichtungsanordnungen finden eine umfassende Anwendung bei Fahrzeugen im Rahmen beispielsweise von Regenleisten, Fensterführungsleisten und sonstigen Türdichtungen. In dieser Eigenschaft sollen sie einfach und zuverlässig montier-bar sein, eine stabile Montageposition aufweisen, eine hinreichende Anpassbarkeit an die Form der im allgemeinen räumlich gekrümmten Struktur einer verschiebbar gelagerten Fensterscheibe unter Sicherstellung einer gleichförmigen Dichtkraft zeigen und darüber hinaus kostengünstig herstellbar sein. Hinzutreten Anforderungen, die werkstoffliche Eigenschaften wie Festigkeit, Steifigkeit, Oberflächeneigenschaften, das optische Erscheinungsbild, die Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen usw. betreffen. Eine optimale Erfüllung sämtlicher dieser Anforderungen gestaltet sich schwierig und macht stets besondere Maßnahmen erforderlich.

Es ist bekannt, zur Erfüllung dieser Anforderungen die Dichtungsanordnung mehrteilig und aus unterschiedlichen Werkstoffen herzustellen.

So ist in der Fundstelle DE 30 36 058 eine zweiteilige Dichtungsanordnung offenbart, bei welcher ein, auf einen Randflansch eines Karosserieteiles eines Fahrzeugs aufsteckbares, im Querschnitt U-förmiges, außenseitig aus einem geschäumten, innenseitig aus einem ungeschäumten Kunststoff bestehendes Aufnahmeprofil mit einem, auf den einen der beiden Schenkel dieses Profiles setzbaren, aus einem Gummiwerkstoff bestehenden Aufsteckprofil verbindbar ist. Das Aufnahmeprofil und gleichermaßen der zum Aufsetzen auf dieses bestimmte U-förmige Abschitt des Aufsteckprofiles, an dem mehrere Dichtlippen angeformt sind, sind mit einer metallischen Armierung ausgerüstet. Ein wesentlicher Grund für die zweiteilige Ausgestaltung dieser Dichtungsanordnung besteht in den unterschiedlichen, z. B. eine gemeinsame Formgebung ausschließenden Verarbeitungseigenschaften der bei den beiden Komponenten eingesetzten Werkstoffe. Diese Dichtungsanordnung ist zum Zusammenwirken mit einer zwischen einer Schließ- und einer Öffnungsstellung gleitfähig geführten Fensterscheibe bestimmt, und dementsprechend mit einem U-förmigen Aufnahmeraum versehen, in welchem die Scheibe im Schließzustand aufgenommen ist. Der Aufnahmeraum wird teilweise durch Abschnitte des Aufsteckprofiles und teilweise durch Abschnitte des Aufnahmeprofiles gebildet, welche Abschnitte innenseitig jeweils Dichtlippen bilden, die zur Anlage an der Scheibe bestimmt und eingerichtet sind. Zur weiteren Stabilisierung ist das Aufsteckprofil mit einer zur Aufnahme eines leistenartigen metallischen Versteifungselementes versehen. Nachdem das Aufsteckprofil mittels eines U-förmigen, umgekehrt zu dem Aufnahmeprofil orientierten Aufnahmeabschnitts mit dem Aufnahmeprofil verbunden ist, ist die gesamte Dichtungsanordnung faktisch nur einstückig montierbar bzw. demontierbar.

Aus der Fundstelle US 6 485 663 ist eine mehrteilige Dichtungsanordnung bekannt, bei der ein aus thermoplastischem Elastomer (TPE) bestehendes, einen ersten, zum Aufstecken auf einen Randflansch eines Karosserieteiles bestimmten U-förmigen Profilabschnitt und einen zweiten, zur Aufnahme eines, aus Ethylen/Propylen-Dien-Terpolymer (EPDM) bestehenden U-förmigen Dichtungsprofiles bestimmten U-förmigen Profilabschnitt aufweisendes Aufnahmeprofil vorgesehen ist. Im Rahmen des Aufnahmeprofiles kommen unterschiedlich konditionierte thermoplastische Elastomere zum Einsatz, die sich hinsichtlich ihrer Elastizität unterscheiden, so dass einerseits soweit erforderlich eine ausreichende Verformbarkeit bei einer Montage entlang kleiner Krümmungsradien und andererseits zumindest örtlich eine ausreichende Steifigkeit bereitgestellt wird, so dass keine Armierungselemente notwendig sind. Der zum Aufstecken auf den Randflansch bestimmte Profilabschnitt wird von einer aus TPE bestehenden Deckleiste überlagert, an welcher eine Dichtlippe angeformt ist. Das genannte Dichtungsprofil ist formschlüssig innerhalb des genannten Profilabschnitts gesichert und umgrenzt einen Aufnahmeraum, in den eine gleitfähig geführte Fensterscheibe eines Fahrzeugs im Schließzustand einführbar ist, und zwar unter beidseitiger dichtender Anlage an zugekehrten dichtlippenartigen Strukturelementen des Dichtungsprofiles. Es handelt sich somit um eine insgesamt dreiteilige Dichtungsanordnung.

Schließlich ist aus der EP 0 799 748 eine Leistenanordnung bekannt, bei welcher es sich um eine Abdeckleiste handelt, die zur Überdeckung des Verbindungsbereichs zweier Karosserieteile bestimmt ist und global aus einem Halteprofil und einem Deckprofil besteht. Das Halteprofil ist zweiteilig ausgebildet, wobei die Teile jeweils mit einem der genannten Karosserieteile verklebt sind. Diese Teile bestehen jeweils aus Gummiwerkstoffen unterschiedlicher Härte und stehen untereinander über einen Gelenkabschnitt in Verbindung, der als werkstoffgleicher relativ dünnwandiger Abschnitt ausgestaltet ist. An dem Halteprofil ist das Deckprofil, z. B. eine Zierleiste formschlüssig gesichert. Infolge der genannten Ausbildung des Halteprofils besteht die Möglichkeit, Lageabweichungen der beiden Karosserieteile auszugleichen, ohne das das optische Erscheinungsbild der montierten Zierleiste beeinträchtigt wird.

Es ist vor diesem Hintergrund die Aufgabe der Erfindung, eine Dichtungsanordnung der eingangs bezeichneten Art bei einfacher montagemäßiger Handhabbarkeit, stabilen und reproduzierbaren Betriebseigenschaften und einfacher Herstellbarkeit mit Hinblick auf eine verbesserte Flexibilität hin auszugestalten. Gelöst ist diese Aufgabe bei einer solchen Dichtungsanordnung durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1.

Erfindungswesentlich ist hiernach, dass die zur dichtenden Anlage der Scheibe bestimmten Strukturelemente durch Hohlprofilteile gebildet werden, die sich ausgehend von der Innenseite des im Querschnitt U-förmigen Aufnahmeraumes erstrecken. Die Hohlprofilteile können nach Maßgabe der konkreten Gestalt des Aufnahmeprofils bzw. des Aufsteckprofiles entweder an dem einen oder dem anderen dieser beiden Profile angeformt sein. Es kann jedoch das eine Hohlprofilteil an dem Aufnahmeprofil und das andere Hohlprofilteil an dem Aufsteckprofil angeformt sein. Diese Hohlprofilteile eröffnen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zur Einstellung der zwischen diesen und der Scheibe wirksamen Dichtkraft. Wesentlich ist ferner, dass über das Aufnahmeprofil die Anbindung an Karosserieteile bereitgestellt wird und dass das Aufsteckprofil unabhängig von dem Aufsteckteil montierbar bzw. demontierbar ist. Letzteres eröffnet die Möglichkeit, das Aufnahmeprofil zur exakten Positionierung der Dichtungsanordnung zu benutzen, so dass bei montiertem Aufnahmeprofil das Aufsteckprofil einfach austauschbar ist. Letzteres kann im Verschleißfall von Vorteil sein – es eröffnet jedoch auch einfache Wege, das optische Erscheinungsbild der Dichtungsanordnung im Bedarfsfall zu verändern.

Entsprechend den Merkmalen der Ansprüche 2 und 3 bestehen das Aufnahmeprofil und das Aufsteckprofil aus einem Elastomer, in den eine Armierung eingebunden ist. Die Armierung besteht aus einem Metall, z. B. Stahl, Nirosta oder alternativ aus einem harten thermoplastischen Material wie z.B. TPE und erstreckt sich bei dem Aufnahmeprofil vorzugsweise über den wesentlichen Teil dessen U-förmigen Querschnitts. Das Aufsteckprofil ist mit einem Halteteil versehen, welches der vorzugsweise formschlüssigen Befestigung an dem Aufnahmeprofil dient und es erstreckt sich die Armierung des Aufnahmeprofils beispielsweise entlang des wesentlichen Teiles des Querschnitts des Halteteils. Auch diese Armierung kann auch aus einem Metall, z. B. Stahl, Nirosta oder einem harten thermoplastischen Material wie z. B. TPE bestehen. Mittels der Armierungen wird neben einer Festigkeitssteigerung eine Verbesserung der Steifigkeit erreicht, so dass eine Anpresswirkung zwischen aneinander liegenden Flächen erhöht werden kann. Als Elastomer kommt ein Weichgummi, Moosgummi oder auch ein thermoplastisches Elastomer in Betracht. Sowohl das Aufnahmeprofil als auch das Aufsteckprofil können kostengünstig im Extrusionsverfahren hergestellt werden.

Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 ist das Aufnahmeprofil zur Verschraubung mit Karosserieteilen bestimmt. Dies eröffnet in Verbindung mit Langlöchern in den Karosserieteilen Verstellmöglichkeiten parallel zu den Karosserieteilen und in Verbindung mit Unterlegscheiben senkrecht zu der Ebene der Karosserieteile.

Die Merkmale der Ansprüche 5 und 6 sind auf die weitere Ausgestaltung der genannten Hohlprofilteile gerichtet. Zur Reibungs- und Verschleißminderung können die unmittelbar an der Scheibe anliegenden Abschnitten entweder eine besondere Oberflächenbeschichtung , z. B. Lack, Flock oder Kaschierband aufweisen oder örtlich aus einem im Vergleich zu dem Werkstoff der übrigen Teile des Aufnahmeprofiles bzw. des Aufsteckprofiles härter konditionierten Werkstoff bestehen.

Das Halteteil des Aufsteckprofils ist entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 7 im Querschnitt U-förmig ausgebildet und zum Aufstecken auf den einen Schenkel des Aufnahmeprofils eingerichtet. Die bereits genannte Armierung erstreckt sich entlang dieses Querschnitts und unterstützt somit einen sicheren Sitz des Aufsteckprofiles.

Die Merkmale der Ansprüche 8 und 9 sind auf eine Ausgestaltung der zur Darstellung der Außenseite eines Fahrzeugs bestimmten Seite des Aufnahmeprofils gerichtet. An dieser Seite ist eine Rinne angeformt, die zur Ableitung von Niederschlagswasser dient. An dieser Rinne ist ferner eine Dichtlippe angeformt, die zur Anlage an Karosserieteilen bestimmt ist.

Die Merkmale der Ansprüche 10 und 11 sind auf eine Ausgestaltung des, zur Darstellung der Innenseite des Fahrzeugs bestimmten Aufsteckprofils gerichtet. An dessen der Innenseite des Fahrzeugs zugekehrter Seite ist ein weiteres Hohlprofilteil angeformt, welches zur Anlage an einem Bauteil innerhalb des Fahrzeugs, z. B. einem Innenhimmel bestimmt ist. Dieses Hohlprofilteil dient als kosmetisches Element der Innenraumgestaltung eines Fahrzeugs. Das U-förmige Halteteil ist innenseitig mit elastisch verformbaren Rückhalteelementen versehen, die zum Zusammenwirken mit dem genannten Schenkel des Aufnahmeprofils bestimmt sind und deren Rückhaltewirkung durch die ebenfalls genannte Armierung verstärkt wird.

Die in den Aufnahmeraum hineinragenden Abschnitte der Hohlprofilteile können entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 12 mit Hinblick auf die Bereitstellung eines definierten elastischen Verformungsverhaltens hin ausgebildet sein. Praktisch kann dies durch eine entsprechende Wandstärkenbemesseung, durch örtlich weicher konditionierte Werkstoffbereiche oder auch durch Kerbstellen, die Gestalt der Wandungen usw. erreicht werden.

Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf das in den Zeichnungen schematisch wiedergegebene Ausführungsbeispiel einer Dichtungsanordnung näher erläutert werden. Es zeigen:

1 eine isolierte Darstellung eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung im Querschnitt;

2 eine isolierte Darstellung des Aufnahmeprofiles als Teil der Dichtungsanordnung gemäß 1 im Querschnitt;

3 eine Darstellung einer unterseitigen Ansicht des Aufnahmeprofiles entsprechend einer Blickrichtung III der 2;

4 eine erste Darstellung einer Dichtungsanordnung gemäß 1 im eingebauten Zustand;

5 eine zweite Darstellung einer Dichtungsanordnung gemäß 1 im eingebauten Zustand;

6 eine isolierte Darstellung eines Aufsteckprofiles als Teil der Dichtungsanordnung gemäß 1 im Querschnitt.

Mit 1 ist in 1 ein global U-förmiges Aufnahmeprofil bezeichnet, welches über seine Grundseite 2 zur Montage an einem Karosserieteil bestimmt ist. Auf den in der Zeichnung linksseitigen Schenkel 3 ist ein ebenfalls U-förmiges Aufsteckprofil 4 aufgesetzt, welches im Bereich seiner Grundseite 5 an dem freien Ende des Schenkels 3 anliegt. Beide Komponenten, nämlich das Aufnahmeprofil 1 und das Aufsteckprofil 4 bilden im zusammengesetzten Zustand eine erfindungsgemäße Dichtungsanordnung.

Diese Dichtungsanordnung umschreibt einen, zur Oberseite 7 hin offenen Aufnahmeraum 6, in den in einer im Folgenden noch zu beschreibenden Weise eine Scheibe eines Fahrzeugfensters in Richtung der Pfeile 8 ein- bzw. ausfahrbar ist.

Zur Beschreibung der beiden Komponenten der Dichtungsanordnung wird im Folgenden ergänzend Bezug genommen auf die 2 und 3.

Das Aufnahmeprofil 1 kann zur Gänze aus Weichgummi oder TPE (Thermoplastic Elastomer) bestehen und es ist in dessen U-förmigen Teil eine Armierung 9 eingebunden, die aus Metall, z. B. Stahl, Nirosta, oder einem harten thermoplastischen Material , z. B. TPE bestehen kann. Die Armierung 9 erstreckt sich entlang des U-förmigen Teiles. Letzteres Profil kann jedoch auch zur Gänze aus mit einer Armierung versehenen EPDM (Ethylen/Propylen-Dien-Terpolymer) bestehen, wobei Gummiwerkstoffe auch in der Form von Moosgummi in Betracht kommen. Es handelt sich in jedem Fall um ein Extrusionsprodukt.

Das Aufnahmeprofil 1 bildet auf seiner dem Schenkel 3 gegenüberliegenden Seite, und zwar im Bereich seiner offenen Oberseite 7 ein Hohlprofilteil 10, welches sich in Richtung auf den Schenkel 3 hin auswölbt. Es ist durch einen relativ dünnwandigen, sich in den Aufnahmeraum 6 hineinstreckenden Wandungsabschnitt 10'' gekennzeichnet, der durch einen relativ dickwandigeren, eine seitliche äußere Begrenzung des Aufnahmeprofils 1 bildenden Wandungsabschnitt 10'''' zu einem vollständigen Hohlprofil 10 komplettiert wird. Die Armierung 9 erstreckt sich teilweise in den Wandungsabschnitt 10'''' hinein.

Der Grundseite 2 benachbart erstreckt sich eine Dichtlippe 11, welche mit dem, dem Schenkel 3 gegenüberliegenden Schenkel 12 des Aufsteckprofils 3 einen U-förmigen, in Richtung auf das Hohlprofilteil 10 hin offenen Hohlraum 13 umschließt. Die Dichtlippe 11 ist in einer im Folgenden noch zu beschreibenden Weise zur Anlage an Karosserieteilen eines Fahrzeugs bestimmt.

An der Außenseite des Schenkels 12 bzw. des Hohlprofilteiles 10 ist eine in Richtung auf den Hohlraum 13 hin offene Rinne 14 angeformt, deren Bedeutung im Folgenden noch erläutert werden wird.

Mit 15 ist ein, in die Grundseite 2 eingeformtes Langloch bezeichnet, welches für die Montage des Aufnahmeprofils 1 an einem Karosserieteil bestimmt ist und aufgrund seiner Anordnung Einstellmöglichkeiten der Montageposition relativ zu dem Karosserieteil in Profillängsrichtung eröffnet. Derartige Langlöcher 15 können nach Maßgabe gleichförmiger Abstände in Profillängsrichtung entlang der genannten Grundseite vorgesehen sein.

Zur Beschreibung des Aufsteckprofiles 4 wird im Folgenden ergänzend auf die Zeichnungsfigur 6 Bezug genommen.

Das Aufsteckprofil 4 weist ein U-förmiges, mit einer Armierung 16 versehenes Halteteil 17 auf, welches zum Aufstecken auf den Schenkel 3 des Aufnahmeprofiles 1 bestimmt ist. Mit 18 ist ein Hohlprofilteil bezeichnet, das an den in der Zeichnungs6 linksseitigen Schenkel 19 mit der Maßgabe angeformt ist, dass es im zusammengesetzten Zustand der Dichtungsanordnung dem Hohlprofilteil 10 des Aufnahmeprofils 10 gegenüberliegt. Dieses Hohlprofilteil 18 besteht aus einem relativ dünnen Wandungsabschnitt 18', der sich ausgehend von einem, dem freien Ende 20 des Schenkels 19 benachbarten Bereich bis zu einem, dem freien Ende 21 eines relativ dickeren, an der Grundseite 22 des Halteteils 17 angeformten Wandungsabschnitts 18'' erstreckt.

Die Wandungsabschnitte 18', 18'' bilden zusammen mit dem Schenkel 19 das Hohlprofilteil 18. Beide Wandungsabschnitte 18', 18'' weisen eine hinsichtlich des freien Endes 20 konkave Krümmung auf, wodurch eine elastische Verformbarkeit des Wandungsabschnitts 18'' in Richtung auf das genannte freie Ende hin gegeben ist.

Wie durch die Linien 23, 23' angedeutet, kann ein das freie Ende des Wandungsabschnitts 18'' bildender Bereich 24 werkstofflich anders als übrige Teile des Aufsteckprofils 4 ausgebildet sein. Beispielsweise kann dieser Bereich 24 relativ weicher als übrige Teile dieses Profils ausgebildet sein. Das Aufsteckprofil 4 kann grundsätzlich aus einem Weichgummi oder TPE bestehen, wobei der Bereich 24 aus Moosgummi bestehen kann. Das vorstehend dargestellte elastische Verformungsverhalten des Bereichs 24 kann durch eine Kerbstelle 24' weiter beeinflusst werden, welche sich an dem dem Schenkel 19 zugekehrten Ende des Bereiches 24 befindet.

Wie 1 zeigt, bilden die Hohlprofilteile 10, 18 im zuammengesetzten Zustand der Dichtungsanordnung den äußeren Abschluss des Aufnahmeraumes 6. Die Bedeutung dieser beiden Hohlprofilteile 10, 18 wird im Folgenden noch näher erläutert werden. Wesentlich ist, daß das freie Ende 21 bei aus dem Aufnahmeraum 6 ausgefahrener Scheibe unter elastischer Vorspannung an der zugekehrten Seite des Hohlprofilteils 10 anliegt.

An dem, dem Schenkel 19 gegenüberliegenden Schenkel 25, der zusammen mit der Grundseite 22 ein U-förmiges Profil bildet, ist ein weiteres Hohlprofilteil 26 angeformt. Dieses besteht aus einem relativ dicken Wandungsabschnitt 27, der sich unmittelbar an das freie Ende 28 des Schenkels 25 anschließt und einem relativ dünnen Wandungsabschnitt 29, der mit dem Schenkel 19 sowie dem Wandungabschnitt 27 das Hohlprofilteil 26 komplettiert.

Die elastische Verformbarkeit des Hohlprofilteils 26 wird hauptsächlich durch den Wandungsabschnitt 29 bestimmt und es ist dieses Hohlprofilteil 26 als kosmetisches Element der Innenraumgestaltung eines Fahrzeugs konzipiert, das zur Anlage an einem innenseitigen Bauteil, z. B. einem Innenhimmel bestimmt ist. Anstelle eines Hohlprofiles kann an dieser Stelle auch eine Dichtlippe oder lediglich eine Anlagefläche vorhanden sein. Zur Anlage an dem genannten Bauteil im Fall des Hohlprofilteils 26 gelangt vorzugsweise dessen Wandungsabschnitt 29.

Mit 30 sind Haltestege bezeichnet, die an der Innenseite des Schenkels 25 angeformt sind und welche sich im nicht montierten Zustand des Aufsteckprofils 4 ausgehend von der offenen Seite des Haltteils 17 unter einem Winkel in Richtung auf die Grundseite 22 hin erstrecken. Den Haltestegen 30 innerhalb des U-förmigen Raumes des Halteteils 17 gegenüberliegend angeordnet befinden sich Profilelemente 31, die Im Verbund mit den Haltestegen 30 zur Sicherung der Aufsteckposition des Aufsteckprofils 4 auf dem Schenkel 3 des Aufnahmeprofils 1 bestimmt und angeordnet sind.

Sichtbare Teile des Aufsteckprofiles 4 sowie des Aufnahmeprofiles 1 können zur Verbesserung des Erscheinungsbildes mit einem zeichnerisch nicht dargestellten Kaschierband oder mit Lack überzogen sein.

Zur Erläuterung des Einbaus einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung wird im Folgenden auf die zeichnerische Darstellung gemäß 4 Bezug genommen:

Diese Darstellung zeigt ein Karosserieteil 32, hier einen Teil eines Dachabschnitts eines Fahrzeugs, an dem die Dichtungsanordnung befestigt ist, wobei mit 33 eine Außenseite und mit 34 eine Innenseite des Fahrzeugs bezeichnet sind. Das Karosserieteil ist durch ein, der Außenseite 33 zugekehrtes Blech 35 gekennzeichnet, um dessen freies Ende 36 herum ein weiteres Blech 37 abgekantet ist. Das Blech 37 ist gegenüber dem Blech 35 zur Innenseite 34 hin abgewinkelt und erstreckt sich im Anschluß an einem Zwischenabschnitt 38 parallel zu einem innenseitigen Blech 39 und unter Anlage an diesem. Das Blech 39 erstreckt sich im wesentlichen senkrecht zu dem Zwischenabschnitt 38 und bildet mit seinem freien Ende 40 einen sich parallel zu dem Zwischenabschnitt 38 des Bleches 35 erstreckenden Montageabschnitt 40'.

Mit diesem Montageabschnitt 40' ist das Aufnahmeprofil 1 über die in 3 gezeigten Langlöcher 15 mittels Schrauben 15' verschraubt, so dass dieser Abschnitt 40' mit einer Reihe von für diesen Zweck bestimmten Bohrungen versehen ist. Die Verschraubung erfolgt unter Zwischenanordnung von Unterlegscheiben 41, mittels welchen eine Justierbarkeit der Montageposition des Aufnahmeprofils 1 in Richtung der Pfeile 8 gegenüber dem Montageabschnitt 40' gegeben ist. Aufgrund der genannten Langlöcher ist eine Justierung senkrecht zur Zeichenebene der 4 möglich.

Nach erfolgter Montage des Aufnahmeprofils 1 an dem Montageabschnitt 40' nach Maßgabe einer Sollposition wird das Aufsteckprofil 4 auf den Schenkel 3 aufgesteckt, und zwar mit der Maßgabe, dass sich das Hohlprofilteil 18 in Richtung auf das Hohlprofilteil 10 des Aufnahmeteils 1 hin erstreckt. Die einander zugekehrten Abschnitte der beiden Hohlprofilabschnitte 10, 18 liegen unter elastischer Vorspannung aneinander an und verschließen das offene Ende des Aufnahmeraumes 6.

Mit 42 ist eine Fensterscheibe eines Fahrzeugs bezeichnet, die in an sich bekannter Weise in Richtung der Pfeile 8 zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung verschiebbar gehalten ist. Man erkennt, dass die Scheibe 42 im Schließzustand unter elastischer Verdrängung der zugekehrten Seiten der Hohlprofilteile 10, 18 in den Aufnahmeraum 6 einführbar ist, so in dieser Position die genannten Seiten dichtend an der Scheibe 42 anliegen.

Auf die Darstellung eines solchen Strukturteils des Dachabschnitts, an welchem das Hohlprofilteil 26 unter elastischer Verformung anliegt, ist aus Gründen der zeichnerischen Übersichtlichkeit verzichtet worden.

Man erkennt, dass die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung aufgrund der vorstehend geschilderten Befestigung eine zur Oberseite 43 hin offene Rinne 14 bildet, die zur geordneten Ableitung von auftreffenden Niederschlagswasser bestimmt ist. Man erkennt ferner, dass im montierten Zustand die Dichtlippe 11 unter elastischer Verformung an der dieser zugekehrten Innenseite des Bleches 37 anliegt, so dass ein außenseitiges Eindringen von Feuchtigkeit in das Karosserieteil 32 zuverlässig unterbunden ist.

Man erkennt schließlich, dass die Aufsteckposition des Aufsteckprofils 4 auf dem Schenkel 3 infolge der elastischen Verspannung der Haltestege 30 in Verbindung mit den Profilelementen 31 zuverlässig gesichert ist. Aufgrund dieser zweiteiligen Ausbildung der Dichtungsanordnung ist andererseits im Bedarfsfall eine einfache Demontage eines beschädigten Aufsteckprofils 4 sowie ein Ersatz durch ein unbeschädigtes Profilteil möglich.

Beide Profile der Dichtungsanordnung können werkstoffgleich ausgebildet sein und weisen aufgrund ihrer Struktur in Verbindung mit den eingesetzten Armierungen eine ausreichende Steifigkeit auf, welche eine zuverlässigen Sitz im Einbauzustand sichert.

5 zeigt eine Montageposition der Dichtungsanordnung, bei welcher keine Unterlegscheiben 41 Verwendung finden, so dass deren Justierung ausschließlich senkrecht zur Zeichenebene mittels der eingangs bereits erwähnten Langlöcher 15 (3) erfolgt. Es sind im übrigen gleiche Bezugsziffern für gleiche Funktionselemente benutzt worden, so dass insoweit auf eine wiederholte Beschreibung verzichtet werden kann.


Anspruch[de]
Dichtungsanordnung für die Berandung einer Fahrzeugöffnung, insbesondere eines Fensters, in der eine Scheibe (42) gleitfähig zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung geführt ist, mit einem zur unmittelbaren Befestigung an Karosserieteilen bestimmten Aufnahmeprofil (1), welches lösbar mit einem Aufsteckprofil (4) in Verbindung steht, wobei im zusammengesetzten Zustand das Aufnahmeprofil (1) und das Aufsteckprofil (4) einen U-förmigen, die Scheibe (42) im Schließzustand aufnehmenden Aufnahmeraum (6) umgrenzen, wobei der Aufnahmeraum (6) Strukturelemente aufweist, die im Schließzustand beidseitig dichtend an der Scheibe (42) anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente durch jeweils an dem Aufnahmeprofil (1) und/oder dem Aufsteckprofil (4) angeformte, sich zumindest in deren zusammengesetztem Zustand aufeinander zu und in den Aufnahmeraum (6) hinein erstreckende Hohlprofilteile (10, 18) gebildet werden und dass das Aufsteckprofil (4) unabhängig von dem Aufnahmeprofil (1) montier- bzw. demontierbar ist. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeprofil (1) aus einem Elastomer besteht, das durch eine Armierung (9) verstärkt ist und dass sich die Armierung (9) vorzugsweise entlang der Gesamtheit dessen U-förmigem Querschnitts erstreckt. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsteckteil (4) aus einem Elastomer besteht und durch eine Armierung (16) verstärkt ist, die sich vorzugsweise entlang der Gesamtheit des Querschnitts eines zur Befestigung des Aufsteckprofils (4) an dem Aufnahmeprofil (1) bestimmten Halteteils (17) erstreckt. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeprofil (1) zur Verschraubung mit einem Montageabschnitt eines Karosserieteiles bestimmt ist, und dass die Verschraubung in der Grundseite (2) des U-förmigen Querschnitts des Aufnahmeteiles (1) eingerichtet ist. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Anlage an der Scheibe (42) bestimmten Abschnitte der Hohlprofilteile (10, 18) reibungs- und/oder verschleißmindernde Beschichtungen tragen. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die für die zur Anlage an der Scheibe (42) bestimmten Abschnitte der Hohlprofilteile (10, 18) einerseits und die übrigen Abschnitte des Aufsteckprofiles (4) sowie des Aufnahmeprofiles (1) andererseits werkstofflich unterschiedlich angelegt sind, wobei in den erstgenannten Abschnitten ein relativ weicherer und in den letztgenannten Abschnitten ein relativ härterer Werkstoff verwendet wird. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in das Aufsteckprofil (4) ein U-förmiges Halteteil (17) eingeformt ist, und dass dieses Halteteil (17) zum Aufstecken auf den einen, im Montagezustand in einem Fahrzeug dessen Innenseite (34) zugekehrten Schenkel (3) des Aufnahmeprofils (1) bestimmt und eingerichtet ist. Dichtungsanordnung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem, im Montagezustand in einem Fahrzeug dessen Außenseite (33) zugekehrten Schenkel (12) des Aufnahmeprofiles (1) außenseitig eine Rinne (14) angeformt ist. Dichtungsanordnung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem, im Montagezustand in einem Fahrzeug dessen Außenseite (33) zugekehrten Schenkel (12) des Aufnahmeprofiles (1) außenseitig eine zum Zusammenwirken mit Karosserieteilen bestimmte Dichtlippe (11) angeformt ist. Dichtungsanordnung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der, im Montagezustand der Innenseite (34) des Fahrzeugs zugekehrten Seite des Aufsteckprofils (4) ein weiteres Hohlprofilteil (26) angeformt ist, welches zur Anlage an innenseitigen Bauteilen des Fahrzeugs bestimmt ist. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite des Halteteiles (17) elastisch verformbare Rückhalteelemente angeformt sind, die zum Zusammenwirken mit dem Schenkel (3) des Aufnahmeprofiles (1) bestimmt sind. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die, in den Aufnahmeraum (6) hineinragenden Hohlprofilteile (10, 18) im Umfangsbereich mit Hinblick auf die Bereitstellung eines definierten elastischen Verformungsverhaltens hin strukturiert ausgebildet sind.






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