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Dokumentenidentifikation DE69423664T3 05.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000607810
Titel Verfahren zur Abstimmung und Speicherung, kompatibel mit mehreren Empfängern von Fernsehsignalen
Anmelder Edico S.r.l., Rom/Roma, IT
Erfinder d'Errico, Dr., Federico, I-00186 Roma, IT
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Aktenzeichen 69423664
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.01.1994
EP-Aktenzeichen 941001372
EP-Offenlegungsdatum 27.07.1994
EP date of grant 29.03.2000
EPO date of publication of amended patent 22.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.2006
IPC-Hauptklasse H03J 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04N 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abstimm- und Speichersystem einer Vielzahl von Fernsehsignalempfängern.

Es ist bekannt, dass üblicherweise Fernsehsignalempfänger, d.h. hauptsächlich Fernseher und Videorekorder, verschiedene Verfahren zum Suchen und Abstimmen von zu empfangenen Fernsehsignalen verwenden. So sind beispielsweise eine Spannungssyntheseabstimmung und eine Frequenzsyntheseabstimmung bekannt. Es ist ein Verfahren zum automatischen Suchen aller Rundfunksender (bestehend aus einem kontinuierlichen Durchsuchen aller empfangbaren Frequenzbereiche) oder das direkte Aufrufverfahren eines gewünschten Rundfunksenders bekannt, obwohl das letztere Verfahren anfänglich für Frequenzsyntheseabstimmsysteme reserviert war, ist es ebenfalls für Spannungssyntheseabstimmsysteme vorgeschlagen worden.

Ungeachtet des verwendeten Abstimmverfahrens, sei es eine Spannungs- oder Frequenzsyntheseabstimmung mit einer kontinuierlichen Suche oder einem direkten Aufruf, ist das System zum Speichern des abgestimmten Rundfunksenders in einer festgelegten Zelle eines nicht-flüchtigen Speichers jedoch mehr oder weniger verallgemeinert, aus der es durch Betätigung einer gegebenen Taste oder eines Knopfes aufgerufen werden kann, auf welche der Rundfunksender auf einer Anweisungsvorrichtung zugeordnet wurde (üblicherweise eine Fernbedienungseinheit).

Der Suchvorgang, das Abstimmen und Speichern muss für alle Rundfunksender wiederholt werden, die üblicherweise empfangen werden sollen, d.h. normalerweise 20 oder mehr Rundfunksender, sei es bei dem Fernseher oder bei dem Videorekorder.

Es tritt fast immer auf, dass für verschiedene von verschiedenen Geräten verwendeten Verfahren zum Abstimmen und Speichern oder aufgrund der Tatsache, dass die Geräte zu unterschiedlichen Zeitpunkten gekauft wurden, den gleichen Rundfunksendern bei dem Fernseher und bei dem Videorekorder verschiedenen Tasten der Fernbedienung zugewiesen werden, selbst wenn es sich um die gleiche Steuereinheit für beide Geräte handeln kann.

Zum Vereinfachen der Verwendung von Videorekordern ist es aus EP-A 0 243 740 und EP-A 0 309 878 bekannt, die Abstimmdaten, die bereits in einem zugeordneten Fernsehempfänger gespeichert wurden, an den Stationsspeicher des Videorekorders unter Verwendung eines Datenbusses zu übermitteln. Diese bekannten Druckschriften beschäftigen sich jedoch nicht mit dem Problem der Übermittlung von Abstimmdaten von dem Speicher eines Frequenzsyntheseabstimm-Fernsehsignalempfängers an den Speicher eines Spannungssyntheseabstimm-Fernsehsignalempfängers, so dass offensichtlich die beabsichtigte Übermittlung von Abstimmdaten lediglich möglich ist, wenn beide Empfänger das identische Abstimmsystem teilen.

Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, ein Abstimm- und Speichersystem von Fernsehsignalempfängern anzuzeigen, das die vorstehend angeführten Nachteile des bekannten Systems eliminiert oder größtenteils verringert.

Zum Erlangen des veranschaulichten Ziels weist die vorliegende Erfindung die Aufgabe auf, ein Abstimm- und Speichersystem mit einer Vielzahl von Fernsehsignalempfängern und einem Empfänger wie in den Ansprüchen beschrieben vorzusehen.

Die Eigenschaften und Vorteile des erfindungsgemäßen Abstimm- und Speichersystems wird anhand der folgenden Beschreibung mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung verdeutlicht, die lediglich beispielhaft und ohne Beschränkung angeführt ist, wobei:

1 die erfindungsgemäße Verbindung eines Fernsehers mit einem Videorekorder darstellt;

2 einen signifikanten Teil der Logiksteuerschaltung eines erfindungsgemäßen Fernsehsignalempfängers darstellt; und

3 ein vereinfachtes Blockschaltbild eines Spannungssynthese-Fernsehsignalempfängers gemäß der Erfindung darstellt.

In dem durch Bezugszeichen A bezeichneten oberen Abschnitt von 1 bezeichnet Bezugszeichen 31 ein Fernsehgerät, Bezugszeichen 32 einen Videorekorder, Bezugszeichen 33 einen mehradrigen Sockel des Fernsehgerätes 31, Bezugszeichen 34 einen mehradrigen Sockel des Videorekorders 32 und schließlich Bezugszeichen 35 eine mehradrige Verbindung, die den Sockel 33 des Fernsehers 31 mit dem Sockel 34 des Videorekorders 32 verbindet.

Mittels der Verbindung 35 können zwei Geräte miteinander mit dem Vorteil kommunizieren, dass die beiden Sockel von der SCART-Bauart sein können, mit denen ein Großteil der Fernsehgeräte und Videorekorder ausgestattet sind, wodurch die Notwendigkeit von zusätzlichen Sockeln vermieden wird.

Angenommen, dass gewünschte Programme bereits in dem Fernsehgerät 31 gespeichert sind, so sind in dem relativen Abstimmspeicher sowohl die Abstimmdaten (bei einer Frequenzsyntheseabstimmung die Anzahl der Kanäle wie beispielsweise 39) und die Informationen der Taste der Fernbedienung, der der Kanal zugewiesen wurde (beispielsweise Taste Nr. 2), vorhanden.

Die Erfindung befasst sich mit einer automatischen Übermittlung derartiger Informationen an den Abstimmspeicher des Videorekorders 32, wenn eine geeignete Anweisung durch den Anwender (beispielsweise mittels einer zugewiesenen Taste in der Fernbedienungseinheit) erfolgt.

Es wird angenommen, dass sowohl das Fernsehgerät als auch der Videorekorder mit einem geeigneten Mikrokontroller (beispielsweise der Bauart SDA 2083) ausgestattet ist. Sie sind miteinander verbindbar und sind mit geeigneten Speichern (wie beispielsweise der Bauart SDA 2516) auf geeignete Weise mittels einer spezifische Adresszahl unterscheidbar unter Verwendung eines sogenannten I2C-Bus unterschieden verbindbar, der aus zwei Drähten plus einer Erdeverbindung aufgebaut ist.

Somit ist es einfach für die Mikrosteuereinrichtung des Fernsehers, den Abstimmspeicher des Fernsehers auslesen, die Daten graduell an die Mikrosteuereinrichtung des Videorekorders zu übertragen, die wiederum vorgesehen ist, sie in den Abstimmspeicher des Videorekorders abzulegen.

Natürlich müssen die Abstimmsysteme der beiden Geräte ebenfalls kompatibel sein, so dass sie in der Lage sind, die gleichen Daten auf gleiche Weise zu interpretieren.

Die Sockel 33 und 34 sollten somit drei Kontaktanschlüsse aufweisen und die Verbindung 35 sollte drei Drähte aufweisen.

In dem durch das Bezugszeichen A bezeichneten unteren Abschnitt von 1 ist ein SCART-Anschluss, wie gezeigt mit 21 Stiften ausgestattet, dargestellt. Wie dargestellt, werden die Stifte 10, 12 und 14 normalerweise nicht verwendet.

Es ist somit möglich, beispielsweise Stifte 10 und 12 zusammen mit einem Erdestift (wie beispielsweise Stift 18) für die Verbindung mit dem I2C-Bus zu verwenden.

2 stellt einen signifikanten Teil der Logiksteuerschaltung der Mikrosteuereinrichtung des Fernsehgerätes 31 (wie vorstehend erwähnt entspricht dies ebenfalls der Steuerschaltung des Videorekorders 32) schematisch dar, welche zur Verdeutlichung der Übermittlung von Daten von dem Abstimmspeicher des Fernsehgerätes 31 an den Abstimmspeicher des Videorekorders 32 dient.

Block 100 ist der Startblock des Vorganges zum Übetragen von Daten von dem Abstimmspeicher des Fernsehers an den Abstimmspeicher des Videorekorders. Der Ablauf schreitet zu dem nachfolgenden Block 101 voran.

Block 101 ist ein Steuerblock. Er steuert, ob eine vorbestimmte Taste (die als Übermittlungstaste oder T-Taste bezeichnet wird) auf einer Anweisungsvorrichtung (Fernbedienung) betätigt wurde. Wenn dies der Fall ist, schreitet der Ablauf zu Block 102 voran und wenn dies nicht der Fall ist, springt der Ablauf auf Block 101zurück (in allen Steuerblöcken ist die JA-Ausgabe die tiefere Ausgabe, und die laterale Ausgabe ist die NEIN-Ausgabe).

Block 102 initiiert einen Programmanzahlzähler (N = 1), weist die Mikrosteuereinrichtung des Fernsehers 31 an, den Abstimmspeicher des Fernsehers lesbar zu machen, weist die Mikrosteuereinrichtung des Videorekorders 32 an, den Abstimmspeicher des Videorekorders lesbar zu machen und der Ablauf schreitet zu dem nachfolgenden Block 103 voran.

Block 103 sieht ein Lesen der relativen Daten des Programms n in dem Abstimmspeicher des Fernsehers an der Adresse N vor. N, d.h. die Kanalnummer, die als der Tast N zugewiesenen gespeichert ist.

Der Ablauf schreitet zu dem nachfolgenden Block 104 voran.

Block 104 sieht ein Schreiben der relativen Daten des Programms n in dem Abstimmspeicher des Videorekorders an der Adresse N vor. N, d.h. die Kanalnummer, die der Taste N zugewiesen wurde.

Der Ablauf schreitet zu dem nachfolgenden Block 105 voran.

Block 105 inkrementiert die Nummer N um eine Einheit und der Fluss schreitet zu dem nachfolgenden Block 106 weiter.

Block 106 ist ein Steuerblock. Er steuert, ob die Anzahl N größer als die Anzahl der in dem Abstimmspeicher vorgesehenen Zellen ist (die Anzahl von Programmen, die gespeichert werden können). Wenn dies der Fall ist, schreitet der Ablauf zu Block 107 voran und wenn dies nicht der Fall ist, springt der Ablauf auf Block 102 zurück.

Block 107 deaktiviert die Speicher des Fernsehers und des Videorekorders und der Ablauf schreitet zum nachfolgenden Block 108 voran.

Block 108 ist der letzte Block des Vorgangs. Der Ablauf kann entweder zum Anfangsblock 100 zurückspringen oder zu einem anderen geeigneten operativen Block der Steuerschaltung weiterspringen.

3 stellt das vereinfachte Blockschaltbild eines Empfängers von Spannungssynthese-Fernsehsignalen gemäß der Erfindung dar.

Bei Frequenzsyntheseempfängern wird sofort verstanden, wie der Austausch der auf die Nummer der Taste (Programmnummer) bezogenen Kanalnummern vonstatten geht. Es ist ausreichend, zu erlauben, dass der zweite Empfänger (Videorekorder) auf den entsprechenden Rundfunksender abgestimmt wird, bei Spannungssyntheseempfängern ist dies üblicherweise nicht ganz einfach. Der Empfänger von 3 erlaubt ein direktes Abrufen des Kanals wie bei einem Frequenzsyntheseempfänger.

Eine Vielzahl von digitalen Kodes, die jeweils eine Spannung entsprechend einem Fernsehkanal anzeigen, werden vor dem Verkauf des Empfängers in dem Abstimmspeicher in einer entsprechenden Vielzahl von Adressen gespeichert. Zum Ausführen des direkten Aufrufens des gewünschten Kanals gibt der Anwender die Kanalnummer in die Anweisungseinheit ein, die an die Steuereinheit des Empfängers übermittelt wird, welche den entsprechenden digitalen Kode in dem Abstimmspeicher liest und ihn an die Abstimmeinrichtung übermittelt, der ein Abstimmen des gewünschten Kanals vorsieht.

Ein geeignetes automatisches Abstimmsystem erlaubt die Steuerung der Driftphänomene, so dass immer gewährleistet wird, dass der gewünschte Rundfunksender korrekt abgestimmt wird.

In 3 bezeichnet Bezugszeichen 210 die Abstimmeinrichtung einer herkömlichen Spannungssynthesebauart, Bezugszeichen 211 den Aufbau (im wesentlichen der herkömmlichen Bauart) der Zwischenfrequenz und Signaldemodulatorschatungsverstärker, Bezugszeichen 212 die automatische Abstimmschaltung (AFC), und Bezugszeichen 213 den Aufbau von den restlichen Schaltungen des Fernsehsignalempfängers der herkömmlichen Bauart.

Ferner bezeichnet Bezugszeichen 214 in 3 eine Zentralsteuereinheit (Mikroprozessor oder Mikrosteuereinrichtung), Bezugszeichen 215 den nicht-flüchtigen Speicher, der aber elektrisch löschbar und wiederbeschreibbar ist, in dem die digitalen Kodes entsprechend den Abstimmspannungen aller Fernsehkanäle gespeichert sind, die durch den Empfänger von in Frage kommenden Fernsehsignalen empfangen werden können.

Bezugszeichen 216 bezeichnet ein gemeinsames Organ zum Senden von Anweisungssignalen an die Steuereinheit 214. Ein derartiges Anweisungsorgan kann beispielsweise einen herkömmlichen Fernbedienungssender mit dem entsprechenden Empfänger darstellen.

Die Anweisungssignale kommen natürlich von der Anweisungseinheit 214.

Bezugszeichen 217 bezeichnet eine Hilfsanweisungseinheit, die sich in dem Empfänger befinden kann oder die aus Kostengründen lediglich in der Fabrik oder in Wartungsstationen erhältlich ist. Eine derartige Hilfsanweisungseinheit dient zum Senden der Signale an die Steuereinheit 214, die zum Ausführen der vorläufigen Suche und Abstimmung für alle Kanäle, die empfangen werden können und zum relativen Speichern der digitalen Kodes relativ in dem Speicher 215 benötigt werden.

Schließlich bezeichnet Bezugszeichen 218 einen zweiten nicht-flüchtigen Speicher, der zum Speichern der bevorzugten Kanäle verwendet wird. Ein derartiger Speicher kann beispielsweise 20 oder mehr Zellen enthalten. In jeder Zelle wird die Entsprechung zwischen der Kanalnummer und der Tastennummer der Fernbedienungseinheit, mit der der Kanal aufgerufen werden kann, unter Verwendung der Steuereinheit 214 geeignete durch den Anwender mittels der Anweisungseinheit 216 eingegebene Anweisungen folgen. Wie allgemein bekannt, wird das System zum indirekten Aufrufen üblicherweise mit Spannungssynthesesystemen ohne die Möglichkeit einer direkten Anwahl verwendet. Ein derartiges System kann mnemonisch sinnvoll sein (Zuweisung des Kanals RAI1 zu der Taste 1 und des Kanals RAI2 zu der Taste 2 usw.).

Das erfindungsgemäße Spannungssyntheseabstimmsystem sieht vor, dass die Mikrosteuereinrichtung 214 an einen D/A-Wandler mit der nötigen Auflösung wie beispielsweise 14 Bits angeschlossen wird. Zum Abstimmen des Empfängers auf einen bestimmten Kanal muss der lokale Oszillator der Abstimmeinrichtung 310 um die zentrale Frequenz des Kanals um den Wert der Zwischenfrequenz erhöht oszillieren.

Dies wird durch Laden des D/A-Wandlers der Mikrosteuereinrichtung mit dem geeigneten digitalen Abstimmkode und durch Auswählen des Bandes erreicht, wodurch die relativen Bandschaltzeilen eingestellt werden. Der in eine Spannung umgewandelte Abstimmkode steuert den spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) der Abstimmeinrichtung an und die gleiche Abstimmeinrichtung stellt die Bandkommunikationszeilen her.

In der einleitenden Kanalsuchphase (und Speicherung der relativen Kodes) erhöht die Mikrosteuereinrichtung den Abstimmkode in derartigen Schritten, um in dem Ausgangssignal des spannungsgesteuerten Oszillators (VCO) Abstimmfrequenzvariationen in der Größenordnung von ungefähr 500 kHz (erste Geschwindigkeit) für jeden einzelnen Schritt zu erhalten. Gleichzeitig testet die Mikrosteuereinrichtung das Identifikationssignal, das von der integrierten Zwischenfrequenzschaltung 211 empfangen wird, mit dem Ziel des Erfassens des Vorhandenseins oder der Abwesenheit einer Station. Wenn das Vorhandensein einer Station nicht erfasst wird, erhöht die Mikrosteuereinrichtung den Abstimmkode um einen weiteren Schritt (um eine Variation der Frequenz von ungefähr 500 kHz zu erzeugen) und führt wieder den Test des Vorhandenseins des Identifikationssignals, das von der integrierten Zwischenfrequenzschaltung kommt, mit dem Ziel des Erfassens des Vorhandenseins oder der Abwesenheit einer Station durch. Diese Vorgänge werden durch die Mikrosteuereinheit ausgeführt, bis die Information des Identifikationssignals das Vorhandensein einer Station nicht signalisiert. Bei dem Vorhandensein einer Station modifiziert die Mikrosteuereinrichtung die Erhöhung des Abstimmkodes zum Erhalten einer Frequenzvariation von ungefähr 200 kHz (zweite Geschwindigkeit) mit jedem Schritt. Von diesem Augenblick an wird bei jedem Schritt das gleichzeitige Vorhandensein des Identifikationssignals und des Vorhandenseins des Signals getestet, das von einem A/D-Wandler kommt und in der Lage ist, den Pegel des von der automatischen Abstimmschaltung (AFC) 212 kommenden Signal zu unterscheiden.

Wenn die Mikrosteuereinrichtung zum erstenmal den Anfang des absteigenden Abschnitts der Kurve der automatischen Abstimmung (AFC) durch Auslesen des A/D-Wandlers erfasst, speichert es den Wert des augenblicklichen effektiven Abstimmkode in dem Speicher 215 und modifiziert die Erhöhung des Abstimmkodes zum Erhalten einer so gering wie möglichen Variation bei jedem Schritt (ungefähr 50 kHz, dritte Geschwindigkeit), um die maximale Auflösung zu haben.

Von diesem Augenblick an wird das gleichzeitige Vorhandensein des Identifikationssignals und des von einem A/D-Wandler kommenden Signal in jedem Schritt mit dem Ziel des Erfassens des Punktes getestet, bei dem die Kurve einen niedrigeren stabilisierten Pegel erreicht. An diesem Punkt rechnet die Mikrosteuereinrichtung das mathematische Mittel zwischen dem aktuellen Abstimmkode und dem vorher gespeicherten Kode und speichert einen derartigen Mittelwert in dem Speicher 215 an die entsprechende Adresse des ausgewählten Kanals. Auf diese Weise wird das System eine Abstimmung des Kanals durchführen, die dem Ideal am dichtesten nahe kommt.

Der Ziehbereich wird sehr weit sein und gleichzeitig wird die Steigung der AFC-Vorrichtung sehr betont. Auf diese Weise wird sowohl ein großer Ziehbereich (gesichert durch das digitale Suchsystem) als auch eine hohe Abstimmgenauigkeit (gesichert durch die Steigung der AFC) erhalten.

In der Aufrufphase des Kanals muss die Mikrosteuereinrichtung den vorher gespeicherten Abstimmkode aus dem Speicher 215 für den D/A-Wandler, die Informationen bezüglich des Bandes und schließlich einen Kode bezüglich des Standards der Übertragung bei Multistandardempfängern aufrufen.

Aufgrund der Abstimmdrift, die durch Temperaturschwankungen verursacht werden (sei es entweder die Umgebungstemperatur oder die Gerätetemperatur), kann die Abstimmung der relativen Stationen mehr oder weniger große Schwankungen der Zustimmspannung (und somit der digitalen Kodes) benötigen.

Um dies zu vermeiden, führt die Mikrosteuereinrichtung 214 Korrekturen der vorab gespeicherten Zustimmkodes wie nachstehend beschrieben durch. Es sei jedoch angemerkt, dass in einer derartigen Phase die korrigierten Abstimmkodes nicht gespeichert werden.

Die maximale Abstimmdrift wurde mit ungefähr 1,5 MHz gemessen. Bei jeder Änderung der Station testet die Mikrosteuereinrichtung, nachdem die Abstimmdaten bezüglich der neu ausgewählten Station geladen wurden, das Vorhandensein des von der integrierten Schaltung der Zwischenfrequenz kommenden Identifikationssignals mit dem Ziel des Erfassens des Vorhandenseins oder der Abwesenheit einer Station. Wenn das Vorhandensein einer Station nicht erfasst wird, realisiert die Mikrosteuereinrichtung, dass die Drift in negativer Richtung stattgefunden hat (wenn die Drift in der positiven Richtung stattfindet, ist die Station für die Eigenschaften des Fernsehsignals immer vorhanden) und sie realisiert, dass es notwendig ist, die Zustimmfreqeunz hinsichtlich der vorhandenen zu reduzieren.

Die Mikrosteuereinrichtung reduziert daher den Abstimmkode um einen Schritt (was ungefähr einer Frequenz von 500 kHz entspricht) und führt den Test auf das Identifikationssignal wieder aus. In dem negativen Fall wird die Reduzierung und der nachfolgende Test bis zu einem Maximum von viermal (für im ganzen ungefähr 2 MHz) wiederholt, es sei denn, das Vorhandensein einer Station wird vorher nicht erfasst.

Bei dem Vorhandensein einer Station modifiziert die Mikrosteuereinrichtung 214 den Variationsschritt des Abstimmkodes, um eine Frequenzvariation von ungefähr 200 kHz pro Schritt zu erhalten. Bei jedem Schritt wird das Vorhandensein des Identifikationssignals und des Signals getestet, das von dem A/D-Wandler kommt, als Anzeige des Spannungspegels der automatischen Abstimmschaltung 212.

Nach einer Analyse der von dem A/D-Wandler empfangenen Informationen ist die Mikrosteuereinrichtung 214 in der Lage, festzustellen, ob der aktuelle Abstimmkode ein positives oder negatives Verstimmen involviert. In dem gegebenen Fall entsprechen die exakten Abstimmungen einer Spannung von 6 Volt am Ausgang der AFC-Schaltung. Als Konsequenz modifiziert die Mikrosteuereinrichtung 214 den Abstimmkode in der Nähe der exakten Abstimmung zum Erhalten einer Frequenzvariation von ungefähr 50 kHz in der entgegengesetzten Richtung der Verstimmung. Mit nachfolgenden Schritten wird das System somit wieder zurück in die korrekte Abstimmung gebracht, wodurch der Drifteffekt eliminiert wird.

In dieser Phase wird eine korrekte Abstimmung entsprechend einem Signal von 6 Volt an dem Ausgang der automatischen Abstimmung angenommen.

Davon abgesehen stellt die Mikrosteuereinrichtung 214 ebenfalls zur Korrektur einer geringeren Entität-Drift bereit, die zeitlich langsamer ist (beispielsweise das der möglichen Antennenwandler).

Die Mikrosteuereinrichtung testet den von der integrierten Schaltung der Zwischenfrequenz 211 kommenden Identifikationskode zum Erfassen des Vorhandenseins einer Station auch bei der normalen Funktion des Empfängers. Beim Vorhandensein einer Station testet die Mikrosteuereinrichtung das Signal, das von dem A/D-Wandler kommt, das den Pegel der von der automatischen Abstimmschaltung 212 kommenden Spannung anzeigt. Wenn die Mikrosteuereinrichtung ein negatives oder positives Verstimmen erfasst, sieht es eine Modifikation des Abstimmkodes als Konsequenz vor, um eine Variation von 50 kHz in der entgegengesetzten Richtung der entsprechenden Verstimmung zu erhalten.

Diese konstante zeitliche Steuerung stellt sicher, dass die langsame Verstimmung eliminiert wird, was eine konstante perfekte Sicht und ein perfektes Dekodieren einer möglichen Teletextübertragung sichert, die wie allgemein bekannt empfindlich auf eine perfekte Abstimmung reagiert.

Andererseits wird selbst bei dieser Steuerung während der normalen Funktion der schließlich korrekte Abstimmkode nicht in dem digitalen Abstimmspeicher gespeichert.

Als Ergebnisse der vorliegenden Beschreibung weist das Abstimm- und Speichersystem gemäß der Erfindung wesentliche Vorteile verglichen mit bekannten Verfahren auf.

Die gespeicherten Daten werden unverzüglich von dem Abstimmspeicher eines ersten Fernsehsignalempfängers (Fernseher 31) an einen zweiten Fernsehsignalempfänger (Videorekorder 32) mit allen sich daraus ergebenden Vorteilen übermittelt.

Zusätzlich zu einer derartigen Übermittlung ist es entweder mit Frequenzsyntheseabstimmempfängern oder Spannungssyntheseabstimmempfängern oder zwischen einem Empfänger der ersten Bauart und einem Empfänger der zweiten Bauart möglich.

Es ist offensichtlich, dass bei den Prinzipien der Erfindung bleibend verschiedene Varianten der Eigenschaften des Abstimm- und Speichersystems, das als ein Beispiel beschrieben wurde, möglich sind, ohne dabei das Feld der der erfinderischen Idee inhärenten Neuheit zu verlassen, da es klar ist, dass in Verbindung mit dem beschriebenen Verfahren in der praktischen Anwendung der Erfindung ihre spezifischen Eigenschaften variiert sein können und dass die verwendeten Komponenten mit technisch äquivalenten Elementen ersetzt werden können.

Es ist beispielsweise ebenfalls dienlich, dass die Daten die sich auf mögliche Feinabstimmungskorrekturen beziehen, die durch den Anwender aufgezeichnet wurden, auf der Basis seiner persönlichen Referenzen ausgetauscht werden.

Es ist ebenfalls möglich, dass eine automatische Abstimmschaltung, sei es bei einem Fernsehgerät oder einem Videorekorder, vorgesehen ist.

Das beschriebene System kann wie vorstehend beschrieben ebenfalls bei Spannungsabstimmgeräten verwendet werden, es muss sich jedoch dabei um eine Spannungsabstimmung handeln, die das direkte Aufrufen eines Fernsehkanals erlaubt. Es ist offensichtlich, dass die Feinabstimmungskorrektur keinen Sinn macht, wenn eine automatische Abstimmschaltung zum Auffrischen der unvermeidlichen Frequenzdrift in derartigen Systemen immer vorhanden und notwendig ist.


Anspruch[de]
Abstimm- und Speichersystem mit einer Vielzahl von Fernsehsignalempfängern, das einen Austausch von Informationen zwischen den Empfängern (31, 32) vorsieht, und in dem die Speicherung von Abstimmdaten eines bestimmten Fernsehsenders automatisch zwischen den Empfängern derart korreliert wird, um mit demselben Referenzindikator für alle Empfänger (31, 32) wieder aufgerufen zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, so dass ein derartiger Austausch zwischen der Vielzahl von Fernsehsignalempfängern ermöglicht wird, wobei zumindest ein Spannungssynthese-Abstimmempfänger vorhanden ist und dass der Austausch und die Speicherung von Informationen auf eine Fernsehkanalnummer und auf eine Programmnummer oder eine der Programmnummer zugewiesenen Taste bezogen sind und dass der Spannungssynthese-Abstimmempfänger einen nicht-flüchtigen Speicher (215) aufweist, in dem die digitalen Kodes in jedem in Frage kommenden Empfänger werksseitig gespeichert sind, die die Abstimmspannungen für jeden in Frage kommenden Empfänger entsprechend den empfangbaren Fernsehkanälen darstellen, so dass ein direktes Abrufen des Fernsehkanals mittels der Kanalnummer ermöglicht wird. Abstimm- und Speichersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungssynthese-Abstimmempfänger ein durch eine Mikrosteuereinrichtung gesteuertes Breit-Ziehbereich-Digitalabstimmsystem (wide pull-in range digital tuning system) umfasst, das einem automatischen Abstimmsystem (212) mit einer hohen Abstimmgenauigkeit zugewiesen ist und mit einer automatischen Frequenzdriftkorrektursteuerung vorgesehen ist, die ebenfalls eine Korrektur der vorab gespeicherten Abstimmkodes vorsieht, wann immer es nötig ist. Abstimm- und Speichersystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das System zumindest ein Fernsehgerät (31) und einen Videorekorder (32) aufweist. Abstimm- und Speichersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfänger (31, 32) mit zwei Drähten (10, 12) plus einer Masseverbindung (18) zum Durchführen des Informationsaustausches vorgesehen sind. Abstimm- und Speichersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung von Informationen und die entsprechende Speicherung durch Betätigen einer Taste (T) auf einer Anweisungsvorrichtung vorgesehen wird. Empfänger von Fernsehsignalen der Spannungssynthese-Abstimmbauart mit Mitteln zum Betrieb in einem System nach Anspruch 1, ferner mit einem nichtflüchtigen Speicher (215), in dem digitale Kodes in jedem in Frage kommenden Empfänger werksseitig gespeichert werden, wobei diese Kodes eine Abstimmspannung für jeden in Frage kommenden Empfänger darstellen, die auf alle empfangbaren Fernsehsignale bezogen ist und mit einem durch eine Mikrosteuereinrichtung gesteuerten Breit-Ziehbereich-Digitalabstimmsystem (wide pull-in range digital tuning system), das einem automatischen Abstimmsystem (212) mit einer hohen Genauigkeit zugeordnet ist, und mit einer automatischen Frequenzdriftkorrektursteuerung, die ebenfalls eine Korrektur der vorab gespeicherten Abstimmkodes vorsieht, wann immer es nötig ist, so dass ein direktes Aufrufen des Fernsehkanals mittels der Kanalnummer ermöglicht wird.






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