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Dokumentenidentifikation DE102005015440A1 12.10.2006
Titel Musikinstrument
Anmelder Straußmann, Jürgen, 14109 Berlin, DE
Erfinder Straußmann, Jürgen, 14109 Berlin, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 40474 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 05.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005015440
Offenlegungstag 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse G10H 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird ein Musikinstrument mit mindestens einem Tonerzeuger, mindestens einer Spieleinheit, mindestens einer Mischeinheit und mindestens einer Wiedergabeeinheit und/oder einem Aufnahmesystem beschrieben. Das Musikinstrument zeichnet sich durch einen besonders flexiblen Aufbau und eine besonders flexible Anwendungsmöglichkeit aus.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Musikinstrument.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Musikinstrument zu schaffen, das sich durch einen besonders flexiblen Aufbau und eine besonders flexible Anwendungsmöglichkeit auszeichnet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Musikinstrument mit mindestens einem Tonerzeuger zur Erzeugung von einem bis mehreren Einzeltönen, mindestens einer Spieleinheit, die als Multiplexer arbeitet und die zugeführten Einzeltöne auf eine bis mehrere Einzelleitungen aufteilt, mindestens einer Mischeinheit, der die Einzelleitungen zugeführt sind, und mindestens einer an die Mischeinheit angeschlossenen Wiedergabeeinheit und/oder mindestens einem an die Mischeinheit angeschlossenen Aufnahmesystem gelöst.

Der Tonerzeuger erzeugt einen bis mehrere wohldefinierte Einzeltöne einer bestimmten Qualität. Die Einzeltöne sind wohldefiniert, um einen gewünschten Klang zu erreichen. Sie werden an die mindestens eine Spieleinheit weitergeleitet.

Diese Spieleinheit arbeitet als Multiplexer und teilt die angelieferten Einzeltöne auf eine bis mehrere Einzeleitungen auf. Mit „Leitung" ist hierbei lediglich eine Informationsleitung gemeint, die entsprechend der technischen Realisierung eine tatsächliche Leitung, aber insbesondere auch einen Informationskanal bei einer beispielsweise softwaremäßigen Realisierung darstellen kann.

Diese Einzelleitungen sind einer Mischeinheit zugeführt, mit deren Hilfe der Benutzer eine unendliche Anzahl von Klangfarben erzeugen kann. Hiernach kann das Klangergebnis des Musikinstrumentes an ein Aufnahmesystem weitergeleitet werden und/oder über eine Wiedergabeeinheit direkt hörbar gemacht werden.

In Weiterbildung der Erfindung weist der Tonerzeuger einen mit Informationssignalen gespeisten Prozessor auf. Bei einer anderen Lösung besitzt der Tonerzeuger einen elektrischen/elektronischen Speicher. Bei noch einer anderen Lösung umfaßt der Tonerzeuger einen elektromagnetischen Tonerzeuger. Auch kann der Tonerzeuger einen elektrooptischen Tonerzeuger umfassen.

Die Spieleinheit und/oder Mischeinheit umfassen vorzugsweise einen informationssignalgesteuerten Prozessor oder eine geeignete Hardware-Einheit. Dabei sind Spieleinheit und/oder Mischeinheit vorzugsweise von einem MIDI-Keyboard gebildet.

Das erfindungsgemäße Musikinstrument kann somit beliebig ausgebildet sein und ist geeignet, unter Verwendung von genau spezifizierten Einzeltönen durch beliebige Mischung, aber auch direkt Musik zu produzieren.

Herausragende Eigenschaften des erfindungsgemäßen Musikinstrumentes sind die klanglichen Möglichkeiten sowie der Klangcharakter. Der Klang dieses Musikinstrumentes zeichnet sich dadurch aus, daß er als natürlich und dadurch als besonders angenehm (selbst bei großen Lautstärken) empfunden wird, obwohl die Tonerzeugung künstlich (elektrotechnisch) erfolgt. Infolge des Aufbaus des Instrumentes ist es möglich, die vielfältigsten Klänge anderer Musikinstrumente (beispielsweise Trompete, Klarinette, Pfeifenorgel etc.) zu imitieren.

Die Spieleinheit umfaßt im Normalfall eine übliche Tastatur (Klaviatur) bzw. Fußpedale, über die das Instrument gespielt wird. Wie vorstehend bereits angedeutet, kann die Spieleinheit auch einen informationssignalgesteuerten Prozessor (Sequenzer), eine MIDI-Tastatur oder Computerbedienteile (Computer-Keyboard bzw. Maus) umfassen.

Jeder Einzelton wird unter Verwendung unterschiedlicher Signalpegel auf die 1..m-Leitungen verteilt, d.h. bei Druck einer Taste produziert das Instrument 1..m Einzeltöne gleichzeitig, die auf den 1..m-Leitungen zur Weiterbearbeitung anstehen.

Eine der 1..m-Leitungen erzeugt den Grundton. Alle anderen (m-1)-Leitungen erzeugen vorzugsweise natürliche Obertöne, z.B. zweite Harmonische, dritte Harmonische usw., auch Subharmonische, aber auch nichtharmonische Anteile sind denkbar.

Die Mischeinheit ermöglicht es dem Spieler, die unterschiedlichsten Klänge selbst zu komponieren und damit beispielsweise bestehende Musikinstrumente zu imitieren. Diese Mischeinheit gestattet es dem Spieler durch entsprechende Bedienelemente, beispielsweise Schieberegler, die von der Spieleinheit auf den 1..m-Leitungen erzeugten Signale, die in der Regel den Grundton und definierte Obertöne darstellen, in einem beliebigen Verhältnis untereinander zu mischen. Diese Bedienelemente können natürlich auch von einer Maus oder einer Computertastatur gebildet werden.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel eines Musikinstrumentes in Verbindung mit der einzigen Figur beschrieben. Die einzige Figur zeigt den schematischen Aufbau des Musikinstrumentes.

Das dargestellte Musikinstrument besitzt einen Tonerzeuger 1, bei dem es sich um eine elektromechanische Konstruktion handelt, mittels der eine elektromagnetische Tonerzeugung erfolgt. Eine solche Konstruktion kann beispielsweise nach Art einer Hammond-Orgel ausgebildet sein.

Im Tonerzeuger 1 wird eine Vielzahl von wohldefinierten Einzeltönen erzeugt, die an eine Spieleinheit 2 weitergeleitet werden. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der Spieleinheit 2 um eine übliche Tastatur mit Fußpedale, über die das Instrument gespielt wird. Die Spieleinheit 2 arbeitet als Multiplexer und teilt die angelieferten Einzeltöne auf eine bis mehrere Einzelleitungen 6 auf, die an eine Mischeinheit 3 geführt sind, mit deren Hilfe der Benutzer eine unendliche Anzahl von Klangfarben erzeugen kann. Die Mischeinheit 3 umfaßt Schieberegler, mit denen die von der Spieleinheit 2 auf den Leitungen erzeugten Signale in einem beliebigen Verhältnis untereinander gemischt werden können. Das mit der Mischeinheit 3 erzeugte Klangergebnis wird über eine Wiedergabeeinheit 4 direkt hörbar gemacht und/oder einem Aufnahmesystem 5 zugeführt.


Anspruch[de]
Musikinstrument mit mindestens einem Tonerzeuger (1) zur Erzeugung von einem bis mehreren Einzeltönen, mindestens einer Spieleinheit (2), die als Multiplexer arbeitet und die zugeführten Einzeltöne auf eine bis mehrere Einzelleitungen (6) aufteilt, mindestens einer Mischeinheit (3), der die Einzelleitungen (6) zugeführt sind, und mindestens einer an die Mischeinheit (3) angeschlossenen Wiedergabeeinheit (4) und/oder mindestens einem an die Mischeinheit (3) angeschlossenen Aufnahmesystem (5). Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Einzelleitung (6) um einen Informationskanal handelt. Musikinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonerzeuger (1) einen mit Informationssignalen gespeisten Prozessor aufweist. Musikinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonerzeuger (1) einen elektrischen/elektronischen Speicher aufweist. Musikinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonerzeuger (1) einen elektromagnetischen Tonerzeuger umfaßt. Musikinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonerzeuger (1) einen elektrooptischen Tonerzeuger umfaßt. Musikinstrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Spieleinheit (2) und/oder Mischeinheit (3) einen informationssignalgesteuerten Prozessor oder eine geeignete Hardware-Einheit umfassen. Musikinstrument nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Spieleinheit (2) und/oder Mischeinheit (3) von einem MIDI-Keyboard gebildet sind.






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