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Dokumentenidentifikation DE102005016268A1 12.10.2006
Titel Schlauchbeutel mit Deckel
Anmelder Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG, 87671 Ronsberg, DE
Erfinder Michalsky, Andreas, 87700 Memmingen, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Anmeldedatum 08.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016268
Offenlegungstag 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B65D 33/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 65/40(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Schlauchbeutel (10) mit einem Schlauchbeutelkörper (12) und Deckel (14) sowie gegebenenfalls Boden, insbesondere Stand- bzw. Stehboden, wobei der Deckel (14) am Schlauchbeutel (10) mittels einer Manschette (18) fixiert ist und die Manschette (18) entweder integral mit dem Deckel (14) ausgebildet ist oder der Deckel (14) mit der Manschette (18) zusammenwirkt, wobei die Manschette (18) den Deckel (14) zumindest teilweise überlappt und sich die Manschette (18) um den Umfang des Deckels (14) und zumindest über einen deckelseitigen Endabschnitt (20) des Schlauchbeutels (10) erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schlauchbeutel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Schlauchbeutel der hier fraglichen Art sind allgemein bekannt und werden zum Aufbewahren, Lagern und Transportieren sowie in Verkehr bringen von flüssigen, pastösen und festen Inhaltsstoffen verwendet, wobei sich u.a. das leichte Gewicht und die einfache Gestalt- und Bedruckbarkeit dieser Schlauchbeutel und daraus hergestellter Verpackungen als äußerst vorteilhaft erwiesen hat. Ein weiterer Vorteil solcher Schlauchbeutel besteht in der leichten Entsorgbarkeit derselben.

Als problematisch hingegen hat sich das Öffnungsverhalten dieser Schlauchbeutel bzw. Schlauchbeutel-Verpackungen herausgestellt. Üblicherweise erfolgt das Öffnen solcher Verpackungen durch ein Aufreißen der Verpackung, wobei in aller Regel in einer seitlichen Siegelnaht eine Kerbe vorgesehen ist, mittels der ein Weiterreißen einer der den Schlauchbeutel bildenden Folie, zumeist von zwei Seitenwandfolien, initiiert wird.

Eine weitere Möglichkeit zum Öffnen einer solchen Schlauchbeutelverpackung besteht darin, daß zwei den Schlauchbeutel bildende Seitenflächen im Bereich einer Versiegelung auseinander gezogen werden, wobei die Versiegelung aufbricht.

Diese beiden Öffnungsvarianten weisen jedoch gravierende Nachteile auf, die darin bestehen, daß die den Schlauchbeutel bildende Folie bei einem solchen Ein- bzw. Aufreißen der Verpackung ziellos und unkontrolliert aufreißt, so daß der Verpackungsinhalt verschüttet wird, was zu einem Verlust des verpackten Gutes führt.

Ferner ist nach einem solchen Aufreißen häufig das Innere des Schlauchbeutels nur schwer zugänglich, da eingerissene bzw. stehen gebliebene Verpackungsabschnitte den Zugang ins Innere des Schlauchbeutels, beispielsweise mit der Hand oder einem Löffel, erschweren. Auch ein gewolltes Ausgießen oder Ausschütten des Verpackungsinhalts wird häufig durch stehen gebliebene Verpackungsteile behindert, so daß zum einen der Verpackungsinhalt auch mit Außenteilen der Verpackung in Kontakt kommt, wodurch der Schlauchbeutelinhalt zum einen beim Ausgießen kontaminiert und zum anderen nur unkontrolliert abgegeben werden kann.

Eine weitere Öffnungsvariante besteht schlußendlich in der Verwendung einer Schere, mittels der ein oberer Abschnitt des geschlossenen Schlauchbeutels abgetrennt und entfernt wird, so daß das Innenvolumen des Schlauchbeutels anschließend frei zugänglich ist. Diese Variante ermöglicht zwar ein sauberes Abtrennen eines den Schlauchbeutel verschließenden Schlauchbeutelabschnitts, wirft jedoch das Problem auf, daß erstens immer eine Schere zur Hand sein muß, und zweitens, bei Verwendung einer unsauberen Schere, die Gefahr einer Kontamination sowohl der Schnittkanten als auch des Schlauchbeutelinhalts besteht, wodurch dieser möglicherweise unbrauchbar wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schlauchbeutel der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, der auf hygienische Weise einfach und ohne Hilfsmittel so geöffnet werden kann, daß das Schlauchbeutelinnere problemlos zugänglich wird.

Diese Aufgabe wird durch einen Schlauchbeutel gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Insbesondere wird diese Aufgabe durch einen Schlauchbeutel mit einem Schlauchbeutelkörper und Deckel, sowie gegebenenfalls Boden, insbesondere Stand- bzw. Stehboden gelöst, wobei der Deckel am Schlauchbeutel mittels einer Manschette fixiert ist.

Die Manschette ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung integral mit dem Deckel ausgebildet, wobei sich die Manschette um den Umfang des Deckels und zumindest über einen deckelseitigen Endabschnitt des Schlauchbeutelkörpers erstreckt.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung wirkt der Deckel mit der Manschette zusammen derart, daß die Manschette den Deckel zumindest teilweise überlappt, insbesondere übergreift, und sich die Manschette um den Umfang des Deckels und zumindest über einen deckelseitigen Abschnitt des Schlauchbeutelkörpers erstreckt. In diesem Fall wird die Manschette als gesondertes Bauteil hergestellt. Die Manschette erstreckt sich hierbei sowohl über den Umfang des Deckels als auch über den Umfang des deckelseitigen Endabschnitts des Schlauchbeutelkörpers und hält dadurch den Deckel am Schlauchbeutelkörper in seiner Stellung fixiert.

In letzterem Fall ist die Manschette nach Art eines Winkelprofils ausgebildet, so daß sich ein Schenkel der Manschette über den Umfangsrand des Deckels und der andere Schenkel über den deckelseitigen Umfangsrand des Schlauchbeutelkörpers erstreckt.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß zumindest ein sich über den deckelseitigen Randabschnitt des Schlauchbeutelkörpers erstreckender Teil der Manschette an diesen gesiegelt oder geklebt ist.

Die erfindungsgemäße Manschette erfüllt somit zwei Aufgaben: die erste besteht darin, den Deckel am Schlauchbeutel zu fixieren, wobei der Deckel entweder lose am Schlauchbeutelkörper anliegt und mittels der Manschette, die Ihrerseits an den Schlauchbeutelkörper gesiegelt ist, gehalten wird.

Die zweite Aufgabe der Manschette besteht darin, sicherzustellen, daß ein Öffnen des Deckels ohne eine Entfernung der Manschette unmöglich ist. Somit stellt die Manschette eine Sicherungsmaßnahme dar, durch die ein mißbräuchliches Öffnen eines beispielsweise wiederverschließbaren Deckels wirkungsvoll verhindert wird (Verschlußgarantie). Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn der Deckel selbst mit einem Kaltkleber, der für ein Wiederverschließen geeignet ist, zum Verschließen des Schlauchbeutels verwendet wird.

Die Manschette selbst weist wenigstens einen, vorzugsweise zwei zusammenwirkende Griffbereiche in Form von Öffnungslaschen auf. Zum Öffnen der Manschette werden somit der oder die Griffbereiche erfaßt und durch Zug von dem Schlauchbeutelkörper getrennt, so daß die Versiegelung zwischen dem Schlauchbeutelkörper und dem an diesem anliegenden Teil der Manschette getrennt wird.

Vorzugsweise wird zum Anbringen der Manschette ein Siegelmedium gewählt, das ein Wiederverschließen der Manschette wirkungsvoll verhindert, so daß eine aufgebrochene Manschette zweifelsfrei erkannt wird. Gegebenenfalls kann die Manschette auch so ausgebildet sein, daß sie nach einem Öffnen Bruch- oder Rißstellen aufweist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Deckel um den diesem zugeordneten Umfangsrand des Schlauchbeutelkörpers gestülpt, so daß der Schlauchbeutelkörper zumindest außenseitig vom Deckelrand umfaßt ist. In diesem Fall ist der Innendurchmesser des Deckelrandes etwas größer als der Außendurchmesser des Schlauchbeutelkörpers, so daß der Deckel einfach auf den Schlauchbeutelkörper aufgesetzt werden kann.

Alternativ ist es vorgesehen, daß der Deckel mulden- bzw. schalenartig ausgebildet ist und einen Durchmesser aufweist, der es ermöglicht, daß der Deckel in den Schlauchbeutelkörper eingesetzt wird. Bei dieser Ausführungsform weist der Deckel vorzugsweise einen nach außen umgestülpten Deckelrand auf, so daß bei dieser Variante der deckelseitige Umfangsrand des Schlauchbeutelkörpers sowohl von innen als auch von außen von dem Deckelrand des Deckels umschlossen ist. Ein derartiger Deckel eignet sich in äußerst vorteilhafter Weise für ein Wiederverschließen des Schlauchbeutels, wobei der Deckel durch die innen- und außenseitige Umschließung des Schlauchbeutelkörpers so fest an dem Schlauchbeutelkörper anliegt, daß ein unbeabsichtigtes Abfallen des Deckels von dem Schlauchbeutelkörper nicht befürchtet werden muß. Vielmehr kann der Deckel bei dieser Ausführungsform leicht von Hand von dem Schlauchbeutelkörper abgezogen werden; ohne ein manuelles Abziehen hält der Deckel den Schlauchbeutel jedoch sicher verschlossen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der Siegel- oder Klebenaht der Manschette und dem Deckel eine Sollreißlinie ausgebildet. Diese erfindungsgemäße Variante ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Manschette integral mit dem Deckel ausgebildet ist und die Manschette zum Öffnen des Schlauchbeutels zumindest teilweise von dem Deckel getrennt werden kann.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Manschette durch einen Folienstreifen gebildet, dessen Endabschnitte sich überlappend miteinander verbunden, insbesondere versiegelt oder verklebt, sind, wobei ein jeweils außen liegender Endabschnitt als Grifflasche zum Öffnen der Manschette dient (lap-seal-Variante).

Die Überlappung der Endabschnitte kann also als lap-seal, aber auch als fin-seal ausgebildet sein. In letzterem Fall können zum Öffnen der Manschette die Endabschnitte des Folienstreifens ergriffen und auseinandergezogen werden, so daß das fin-seal aufbricht und die Manschette entfernt werden kann, so daß der Deckel des Schlauchbeutels abnehmbar ist.

Eine äußerst vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, den Deckel mit einem abgewinkelten Randstreifen auszubilden, der in Längsrichtung des Schlauchbeutels entweder zu diesem oder von diesem weg gewandt sein kann. In ersterem Fall kann der Deckel vorzugsweise über den deckelseitigen Abschnitt des Schlauchbeutelkörpers gestülpt werden, während in letzterem Fall, wie vorerwähnt, ein Einsatz des Deckels, der somit schalenartig ausgebildet ist, in den Schlauchbeutel hinein in Frage kommt, wobei der abgewinkelte Randstreifen des Deckels vorzugsweise über die Umfangsrandkante des Schlauchbeutelkörpers vorsteht.

In den beiden letztgenannten Fällen ist die Manschette erfindungsgemäß an die Außenseite des Randstreifens gesiegelt oder geklebt, so daß die Manschette bei einem Abheben des Deckels von dem Schlauchbeutelkörper an dem Deckel verbleibt. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise ein Haftkleber mit hoher Klebewirkung oder eine starke Versiegelung gewählt, um ein Abfallen der Manschette von dem Deckel zu vermeiden.

Eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Manschette weist wenigstens eine sich in Beutellängsrichtung, insbesondere zum Boden des Beutels hin erstreckende Grifflasche auf, mittels der ein Öffnen der Manschette, respektive ein Aufreißen derselben möglich ist. Wie vorerwähnt, ist die Grifflasche frei von Klebe- und/oder Siegelmedium.

Im übrigen ist der Schlauchbeutelkörper selbst sowie gegebenenfalls der Deckel und/oder der Boden des Schlauchbeutels relativ steif ausgebildet. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn der Schlauchbeutel flüssige oder pastöse Inhaltsstoffe enthält. Im Falle fester Inhaltsstoffe können diese dem Schlauchbeutelkörper selbst eine gewisse Festigkeit verleihen.

Ein wesentlicher Vorteil eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels besteht darin, daß im wesentlichen die gesamte Querschnittsöffnung des Schlauchbeutelkörpers geöffnet werden kann, so daß das Innenvolumen des Schlauchbeutels optimal, auch beispielsweise mit einem Löffel, einer Gabel oder einem sonstigen Entnahme-Hilfsmittel, zugänglich wird.

Gemäß einer Ausführungsform ist der Schlauchbeutelkörper aus einem quadratischen oder rechteckförmigen Folienzuschnitt hergestellt, wobei die sich überlappenden Randbereiche durch ein fin-seal- und/oder lap-seal-Versiegelung unter Ausbildung eines schlauchförmigen Körpers miteinander verbunden sind. Alternativ ist der Schlauchbeutelkörper als Teil eines extrudierten Folienschlauchs, der vorzugsweise nahtlos ausgebildet ist, hergestellt.

Ferner ist der Schlauchbeutelkörper vorzugsweise aus einem Laminat, insbesondere einem Aluminiumlaminat, mit wenigstens einer Siegel- und gegebenenfalls wenigstens einer Barriereschicht hergestellt. Die Barriereschicht besteht vorzugsweise aus SiO2, Ethylvinylalkohol (EVOH), einem orientierten Polyolefin, vorzugsweise Polypropylen (OPP) oder einer Metallfolie, beispielsweise einer Aluminiumfolie.

Weiterhin sind der Deckel und/oder der Boden im wesentlichen aus denselben Materialien hergestellt wie der Schlauchbeutelkörper. Hierdurch wird eine sehr kostengünstige Herstellung des Schlauchbeutels möglich, da sowohl der Deckel als auch der Boden aus derselben Folie bzw. demselben Laminat hergestellt werden, wie der Schlauchbeutelkörper selbst. Hierzu kann entweder die den späteren Schlauchbeutelkörper bildende Folie vor einer Bildung des Schlauchbeutelkörpers oder ein Abschnitt eines extrudierten Schlauchs dienen, die jeweils zur Bildung des Deckels und des Bodens abgetrennt werden. Beispielsweise ist es möglich, einen solchen kurzen Schlauchabschnitt zur Bildung des Bodens auf einfache Weise einseitig zu versiegeln und anschließend in den Schlauchbeutelkörper, gegebenenfalls unter Dehnung desselben, einzubringen und mit diesem dicht zu verbinden, d.h. zu versiegeln oder zu verkleben.

Sowohl der Deckel als auch der Boden und/oder der Schlauchbeutelkörper weisen eine Dicke im Bereich von 50 &mgr;m bis 1000 &mgr;m, bevorzugt 100 &mgr;m bis 500 &mgr;m und besonders bevorzugt 150 &mgr;m bis 350 &mgr;m auf. Bei Einhaltung dieser Maße ist zum einen ein geringes Gewicht als auch eine ausreichende Haltbarkeit und Festigkeit des Schlauchbeutels, auch für kohlensäurehaltige Beutelinhalte gewährleistet. Ferner ist der Deckel, der Boden und der Schlauchbeutelkörper selbst sterilisierbar, so daß auch Lebens- und Genußmittel in den Schlauchbeutel eingefüllt und hygienisch darin verpackt werden können.

Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels gemäß einer ersten Ausführungsform;

2 eine schematische Darstellung einer Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels gemäß einer zweiten Ausführungsform;

3 eine schematische Darstellung einer Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels gemäß einer dritten Ausführungsform;

4 eine schematische Darstellung einer Teilschnittansicht eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels gemäß einer fünften Ausführungsform;

5 eine schematische Darstellung einer Schnittansicht eines Deckels mit fin-seal von oben; und

6 eine schematische Darstellung einer Schnittansicht eines Deckels mit lap-seal von oben.

In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist der erfindungsgemäße Schlauchbeutel 10 einen Schlauchbeutelkörper 12 auf, der mittels einer lap-seal-Versiegelung gebildet sein kann. Bodenseitig kann der Schlauchbeutelkörper 12 mit einem tiefgezogenen Stehboden versehen und randseitig und umfänglich mit diesem dicht versiegelt sein. Der Schlauchbeutelkörper 12 ist sowohl in seinem Boden- als auch in seinem Deckelbereich 20 etwa kreisrund ausgebildet. Es sind jedoch auch andere Querschnittsformen, wie oval, rechteckig etc. denkbar. Der Deckel 14 eines etwa kreiszylindrischen Schlauchbeutelkörpers 12 besteht aus einem etwa kreisförmigen Teil, insbesondere Folienteil, das einen etwas größeren Durchmesser als der Schlauchbeutelkörper 12 aufweist. Randseitig ist der Deckel 14 über den Schlauchbeutelkörper 12 gestülpt. Der Deckel 14 des geschlossenen Schlauchbeutels 10 ist an dem Schlauchbeutelkörper 12 dadurch fixiert, daß eine Manschette 18, die den Deckel 14 kopfseitig mit einem Schenkel übergreift und sich umfänglich sowohl um den Deckel 14 als auch um den Schlauchbeutelkörper 12 spannt, mit dem Schlauchbeutelkörper 12 versiegelt ist. Zum Aufreißen der Manschette 18 weist diese eine doppelseitige und z.B. als fin-seal 34 ausgebildete Lasche 22 mit jeweils zwei Griffbereichen auf, die sich im wesentlichen rechtwinklig von dem Schlauchbeutelkörper 12 weg erstreckt und mit jeweils zwei Fingern einer Hand ergriffen werden kann. Zum Öffnen wird auf die beiden Enden der fin-seal 34 -versiegelten Lasche 22 Zug ausgeübt und auf diese Weise ein Entfernen der Manschette 18 von dem Schlauchbeutelkörper 12 bewirkt.

Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den 1 bis 6 schematisch näher dargestellt.

So zeigt 1 einen erfindungsgemäßen Schlauchbeutel 10, bestehend aus einem Schlauchbeutelkörper 12, einem Boden (nicht gezeigt) und einem Deckel 14, der mittels einer Manschette 18 am oberen deckelseitigen Umfangsrand 20 des Schlauchbeutelkörpers 12 fixiert ist. Die Manschette 18 ist mittels einer sehr festen Siegelung 36 mit der Außenseite eines in 1 nach oben abgewinkelten Randstreifens 32 des Deckels 14 fest verbunden. Die Siegelung 36 erstreckt sich über den Umfang des Deckelrandes 32.

Mittels einer Klebnaht 26 ist die Manschette 18 mit der Außenseite des deckelseitigen Umfangsrandes 20 des Schlauchbeutelkörpers 12 verbunden. Diese Verklebung erstreckt sich ebenfalls über den Umfang des Schlauchbeutelkörpers. Zum Öffnen der Manschette 18 ist ein Griffbereich in Form einer Lasche 22 vorgesehen. Die Klebnaht 26 ist hinsichtlich der Klebkraft schwächer als die Siegelung 36, so daß beim Öffnen der Manschette 18 sichergestellt ist, daß diese sich nur vom Schlauchbeutelkörper 12 löst.

Gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist der Deckel 14 schalenartig ausgebildet und in etwa zur Hälfte seines abgewinkelten Randstreifens 32 in den Schlauchbeutelkörper 12 eingetaucht. Der aus dem Schlauchbeutelkörper 12 heraus ragende Abschnitt des abgewinkelten Randstreifens 32 dient zur Verbindung mit der Manschette 18.

2 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, die eine Abwandlung der Ausführungsform gemäß 1 darstellt. Gemäß dieser Variante ist die Manschette 18 einstückig mit dem Deckel 14 ausgebildet. Der Deckel 14 ist somit über die Siegel- oder Klebnaht 26 der Manschette 18 mit dem Schlauchbeutelkörper 12 verbunden. Zum Öffnen des Schlauchbeutels 10 ist es somit notwendig, zunächst die Manschette 18 zu öffnen, wobei durch einen Zug an der Lasche 22 die Siegel- bzw. Klebnaht 26 zwischen der Manschette 18 und dem Schlauchbeutelkörper 12 gelöst werden kann. Zur erleichterten Freigabe des Deckels 14 kann noch eine Sollreißlinie 28 vorgesehen sein, entlang derer die Manschette 18 von dem Deckel 14abgetrennt werden kann. Diese Sollreißlinie 28 befindet sich zwischen Klebnaht 26 und oberem Deckel- bzw. Beutelrand.

3 zeigt eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels 10, bei welcher der Deckel 14 einen nach unten abgewinkelten Randstreifen aufweist und kappenartig über den deckelseitigen Umfangsrand 20 des Schlauchbeutelkörpers 12 gestülpt ist. Die Manschette ist in diesem Fall als Winkelprofil-Ring ausgebildet, wobei der horizontale Schenkel der Manschette 18 sich über den Umfangsrand des Deckels 14 erstreckt, während der senkrechte bzw. sich parallel zur Beutellängsachse erstreckende Schenkel mittels der Siegel- bzw. Klebnaht 26 mit dem Schlauchbeutelkörper 12 verbunden ist und somit den Deckel 14 an dem Schlauchbeutelkörper 12 hält. Zum Öffnen dieser Schlauchbeutel-Variante kann wiederum die Lasche 22 ergriffen und durch Zug die Siegel- bzw. Klebnaht 26 gelöst werden, so daß die als separates Bauteil ausgebildete Manschette 18 abgenommen werden kann. Damit ist der Deckel 14 frei, um entfernt werden zu können.

4 zeigt eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels, bei der die Manschette 18 wiederum einstückig mit dem Deckel 14 ausgebildet ist und von diesem entlang einer Sollreißlinie 28 abgetrennt werden kann. Die Lasche 22 dient gemäß der Teilschnittansicht der Ausführungsform gemäß 4 zum Öffnen der Manschette 18. Die Sollreißlinie 28 befindet sich auch hier zwischen Siegel- bzw. Klebnaht 26 und oberem Beutel- bzw. Deckelrand.

Die 5 und 6 zeigen eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen deckelseitigen Umfangsrandes 20 eines Schlauchbeutelkörpers 12 mit zugeordneter Manschette 18. Die jeweiligen Manschetten 18 sind als Folienstreifen ausgebildet und weisen sich überlappende Endabschnitte 30 auf. Im Falle der 5 sind diese Endabschnitte 30 als fin-seal 34 und im Falle der 6 als lap-seal ausgebildet. Zum Öffnen der Lasche wird gemäß 5 jeweils ein Griffbereich 22 der fin-seal-Versiegelung ergriffen und auseinander gezogen, so daß die Versiegelung gelöst und die Manschette 18 somit geöffnet wird.

Gemäß 6 ist ein Griffbereich 22 an dem außen liegenden Endabschnitt 30 des Folienstreifens vorgesehen, mittels dem die Manschette 18 unter Öffnung der lap-seal-Versiegelung aufgebrochen werden kann.

Die vorstehend beschriebenen Verpackungen eignen sich hervorragend zum Aufbewahren von festen Körpern, wobei betont sei, daß zwischen dem Deckel und dem diesen übergreifenden Schenkel der Manschette ebenfalls eine Versiegelung oder eine anderweitige Dichtung angebracht sein kann. In diesem Fall ist auch die Aufbewahrung von pastösen und flüssigen Schlauchbeutel-Inhaltsstoffen möglich, sofern die Manschette nicht ohnehin fest mit dem Deckel verbunden ist.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details, als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.

10
Schlauchbeutel
12
Schlauchbeutelkörper
14
Deckel
18
Manschette
20
deckelseitiger Endabschnitt/Umfangsrand
22
Griffbereich/Lasche
24
Deckelrand
26
Siegel-/Klebenaht der Manschette
28
Sollreißlinie
30
Endabschnitte des Folienstreifens
32
abgewinkelter Randstreifen
34
fin-seal
36
Siegel-/Klebenaht zwischen Deckel und Manschette


Anspruch[de]
Schlauchbeutel (10) mit einem Schlauchbeutelkörper (12) und Deckel (14), sowie gegebenenfalls Boden, insbesondere Stand- bzw. Stehboden, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) am Schlauchbeutelkörper (12) mittels einer Manschette (18) fixiert ist. Schlauchbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) integral mit dem Deckel (14) ausgebildet ist, wobei sich die Manschette (18) über den Umfang des Deckels (14) und über einen deckelseitigen Endabschnitt bzw. Umfangsrand (20) des Schlauchbeutelkörpers (12) erstreckt. Schlauchbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) als gesondertes Bauteil sich sowohl über den Umfang des Deckels (14) als auch über den Umfang des deckelseitigen Endabschnitts (20) des Schlauchbeutelkörpers (12) erstreckt und dadurch den Deckel (14) am Schlauchbeutelkörper (12) hält. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) am deckelseitigen Abschnitt (20) des Schlauchbeutelkörpers (12), insbesondere an der Außenseite desselben, angesiegelt oder angeklebt ist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) wenigstens einen, vorzugsweise zwei zusammenwirkende Griffbereiche) (22), nämlich Öffnungslasche(n), aufweist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) um den zugeordneten Umfangsrand des Schlauchbeutelkörpers (12) gestülpt ist, insbesondere so, daß der Umfangsrand des Schlauchbeutelkörpers (12) innen- und außenseitig vom Deckelrand (24) umfaßt ist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Siegel- oder Klebenaht (26) der Manschette (18) und dem Deckel (14) eine Sollreißlinie (28) ausgebildet ist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) durch einen Folienstreifen gebildet ist, dessen Endabschnitte (30) sich überlappend miteinander verbunden, insbesondere versiegelt oder verklebt, sind, wobei der außenliegende Endabschnitt (30) als Grifflasche (22) dient. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) einen abgewinkelten Randstreifen (32) aufweist, wobei die Manschette (18) mit hoher Siegelkraft an der Außenseite des Randstreifens (32) fixiert ist. Schlauchbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) durch einen Folienstreifen gebildet ist, dessen Endabschnitte (30) unter Ausbildung von zwei Grifflaschen (22) durch ein fin-seal (34) miteinander verbunden sind. Schlauchbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (18) wenigstens eine sich in Beutellängsrichtung, insbesondere zum Boden derselben hin, erstreckende Grifflasche (22) aufweist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchbeutelkörper (12) und/oder der Deckel (14) und/oder gegebenenfalls der Boden relativ steif ausgebildet ist. Schlauchbeutel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchbeutelkörper (12) aus einem quadratischen oder rechteckförmigen Folienzuschnitt hergestellt ist, wobei die sich überlappenden Randbereiche durch eine fin-seal- und/oder lap-seal-Versiegelung unter Ausbildung eines schlauchförmigen Körpers miteinander verbunden sind oder daß alternativ der Schlauchbeutelkörper (12) Teil eines extrudierten Folienschlauchs ist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchbeutelkörper (12) aus einem Laminat, insbesondere Aluminiumlaminat, mit wenigstens einer Siegel- und gegebenenfalls wenigstens einer Barriereschicht, vorzugsweise aus SiO2, Ethylvinylalkohol (EVOH), einem orientiertem Polyolefin, insbesondere Polypropylen (OPP), oder einer Metallfolie, hergestellt ist. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) und/oder der Boden im wesentlichen aus denselben Materialien hergestellt sind wie der Schlauchbeutelkörper (12). Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14), der Boden und/oder der Schlauchbeutelkörper (12) eine Dicke im Bereich von 50 &mgr;m bis 1000 &mgr;m, bevorzugt 100 &mgr;m bis 500 &mgr;m und besonders bevorzugt 150 &mgr;m bis 350 &mgr;m aufweisen. Schlauchbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14), der Boden und der Schlauchbeutelkörper (12) sterilisierbar sind.






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