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Dokumentenidentifikation DE102005016454A1 12.10.2006
Titel Handwerkzeugmaschine zum Eintreiben von Klammern und/oder Nägeln
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Kraenzler, Ernst, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE;
Bergner, Joao, 71134 Aidlingen, DE;
Amann, Sieghard, 71116 Gärtringen, DE;
Ergin, Erol, 70794 Filderstadt, DE;
Haeussler, Michael, 75223 Niefern-Öschelbronn, DE
DE-Anmeldedatum 11.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016454
Offenlegungstag 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B25C 5/15(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B25C 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B25C 1/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein motorisch getriebener Tacker (10) zum Einschlagen von Klammern (56), Nägeln oder dgl., insbesondere mittels eines Stößels (46), in ein Werkstück, wobei der Stößel (46) in einer Tackernase (38) geführt ist und wobei die Klammern (56) oder Nägel, insbesondere in einem Magazinschacht (26), in Blöcken anordenbar, quer zur Einschlagrichtung in die Bewegungsbahn des Stößels (46) hineinführbar sind, insbesondere bei vom Magazinschacht (26) getrennter Tackernase (38), ist dadurch einfacher und robuster aufgebaut und kostengünstiger herstellbar, dass die Tackernase (38) parallel zu ihrer Längsachse zwischen zwei definierten Endlagen und relativ zum Magazinschacht (26) geradverschiebbar geführt gelagert ist und auf ihrer Bewegungsbahn zwischen diesen Endlagen einem Endschalter (44) betätigbar zugeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung geht von einer Handwerkzeugmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aus.

Die meisten marktüblichen Tacker haben eine Sicherung, die eine ungewollte Schuß-Auslösung verhindert. Eine solche Auslösung kann zu unkontrolliertem Umherfliegen von Klammern und/oder Nägeln führen – mit entsprechender Verletzungsgefahr für den Bedienenden und in dessen Umgebung befindliche Personen. Die Sicherung ist dadurch aktivierbar bzw. deaktivierbar, dass die den Stößel zum Eintreiben der Klammern und/oder Nägel führende Tackernase so mit Schaltmitteln gekoppelt ist, dass sie eine Sperre löst, wenn sie auf das Werkstück aufgesetzt und dabei um wenige Millimeter entgegen der Aufsetzrichtung verschoben wird. Die Verschiebung der Tackernase erfolgt dabei in Form einer Schwenkbewegung gemeinsam mit einem starr mit der Tackernase verbundenen Magazin für Klammern oder Nägel. Die bauliche Einheit von Tackernase und Magazin ist – ähnlich wie bei Büro-Heftmaschinen – um eine nahe dem hinteren Ende des Magazins angeordnete Schwenkachse gegenüber dem Gehäuse beweglich gelagert. Nur in der verschobenen Position der Tackernase wird ein nahe der Schwenkachse angeordneter Schalter geöffnet und dadurch die Auslösesperre des Stößels aufgehoben.

Eine spielfreie Lagerung von Tackernase mit Magazin ist dabei nur mit verhältnismäßig hohem Aufwand zu erreichen. Außerdem bewegt sich die Tackernase beim Aufsetzen auf ein Werkstück zum Betätigen des Sicherheitsschalters auf einer Kreisbahn mit dem Radius des Abstandes der Tackernase zur Schwenkachse. Dabei unterliegt die Führung der Tackernase wegen der wechselnden Schwenkauslenkung einer hohen Materialbeanspruchung.

Vorteile der Erfindung

Die Handwerkzeugmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass die Schusssicherung allein in die Tackernase integriert, vom Magazinschacht getrennt und dadurch besonders einfach ist.

Dadurch, dass die Stoßmesserführung in der Tackernase spielfrei ist, ist eine Fehlfunktion, nämlich das Ausbringe von Doppelklammern bzw. -nägel auszuschließen.

Dadurch, dass die Tackernase im Kunststoffgehäuse an einander gegenüberliegenden Seiten längsverschieblich eng geführt ist und deren Rückstellung mittels zweier Druckfedern erfolgt, ist die Spielminderung hoch.

Abstützung Magazin durch Arretierhebel und -stift Dadurch, dass die Tackernase parallel zu ihrer Längsachse zwischen zwei definierten Endlagen und relativ zum Magazin geradverschiebbar geführt gelagert ist und auf ihrer Bewegungsbahn zwischen diesen Endlagen einem Schalttaster betätigbar zugeordnet ist, kann der Magazinschacht starr angeordnet und von der Tackernase unabhängig angeordnet werden, so dass die Anordnung robuster und einfacher wird.

Dadurch, dass der Magazinschacht starr im Gehäuse angeordnet ist, sind die Klammern präziser geführt.

Dadurch, dass ein seitliches Fenster im Magazinschacht angeordnet ist, das zur Tackernase führt, können sich die Klammern/Nägel seitlich an der Tackernase abstützen deren Spiel mindern.

Dadurch, dass die Tackernase einen seitlichen Anschlag aufweist mit dem sie das Betätigungsteil des Schalttasters betätigend erreicht, ist eine Schußsperre besonders einfach realisierbar.

Dadurch, dass das Magazin in starrem Schacht längsverschieblich geführt, wobei quer zu diesem und zu dessen Längsachse die Tackernase verschieblich angeordnet ist.

Tackernase und Stößel bewegen sich beim Auslösehub zum Betätigen des Sicherheitsschalters auf einer geraden Bewegungsbahn.

Zeichnung

Nachstehend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit zugehöriger Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen

1 eine Seitenansicht eines Elektro-Tackers teilweise aufgebrochen mit gesperrter Schusssicherung

2 einen Ausschnitt des Tackers nach 1 mit mit geöffneter Schusssicherung

3 den Ausschnitt nach 2 nach rechts gedreht und

4 eine Unteransicht des Tackers

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

1 zeigt einen Elektro-Tacker 10 mit Gehäuse 12, das auf seiner Oberseite einen Bügelgriff 14 bildet. Dieser trägt auf seiner Unterseite eine Schalttaste 16. Mittels dieser Schalttaste 16 wird ein Stromkreis des Elektro-Antriebs 17 geöffnet oder geschlossen, der über ein Netzkabel 18 an eine Netzstromversorgung anschließbar ist.

Ein unterer Gehäusebereich 22 unterhalb des Bügelgriffs 14 bildet einen länglichen, nach hinten zu öffnenden Magazinschacht 26 zur Aufnahme eines Bündels von Klammern 56 (3) bzw. blockartig miteinander verbundener u-förmiger Klammern 56, die ggf. in/auf einem Magazin 24 gehaltert sind. Die Klammern 56 werden mittels eines Arretierhebels 28 horizontal elastisch vorgespannt nach vorn gedrückt, so dass jeweils die vorderste der Klammern 56 in die Bewegungsbahn eines Stößels 46 zum Empfang von dessen Schlagimpuls zwecks Weiterbewegung in Eintreibrichtung positioniert wird. Der Arretierhebel 28 stützt sich dabei verrastend an einem Arretierstift 30 ab, so dass die Klammern 56 bzw. das Magazin 24 nur nach Niederdrücken des Arreiterhebels 28 nach hinten aus dem Gehäuse 12 herausgezogen werden können. Auf der Oberseite des Gehäusebereichs 22 sitzt ein Stellrad 20 zum Einstellen der an der Klammer 56 wirksam werdenden Eintreib-Schlagkraft des Stößels 46.

Eine Tackernase 38 an der Stirnseite 34 des Gehäuses 12 bildet die Geradführung für die Klammer 56 in Eintreibrichtung und ist als u-förmige Nut 47 in einem dickwandigen Blech ausgestaltet. Die zum Schuss bereite Klammer 56 liegt jeweils derart in der Nut 47 ein, dass ihre U-Schenkel 57 parallel zu Nutseitenwänden 41 und auf dem Nutgrund 61 abgestützt positioniert ist, so dass sie die Nut 47 mit den U-Schenkeln 57 voraus verlassen kann und mit diesen in ein Werkstück eindringen kann.

Die Tackernase 38 ist im Gehäuse 12 mittels einer Geradführung 40 geradverschiebbar geführt. Die schlitzartige Geradführung 40 wird von der vorderen Stirnseite des Magazinschachts 26 senkrecht zur Längsachse des Magazinschachts 26 und einer sinusförmig gewellten Blattfeder 50 gebildet. Die vordere Stirnseite des Magazinschachts 26 bildet auf der Unterseite 32 des Gehäuses 12 eine Anschlagnase 36, die parallel zur Tackernase 38 verläuft und über die hinaus die Tackernase 38 im Normalfall beim Betätigen des Tackers 10 nicht weiter ins Gehäuseinnere verschoben wird.

Die Tackernase 38 trägt im Inneren des Gehäuses 12 vorn einen Schaltnocken 42. Dieser ist einem Taster 43 eines Endschalters 44 zugeordnet, den er am Ende des Verschiebewegs der Tackernase 38 erreicht und dabei betätigt. Der Verschiebeweg der Tackernase 38 ist durch mindestens eine als Innenanschlag 54 wirkende Rippe im Gehäuse 12 begrenzt. Damit wird zugleich der Endschalter 44 gegen mechanische Beschädigung durch Überschieben der Tackernase 38 bzw. des Schaltnockens 42 geschützt.

Der Stößel 46 wird mittels Elektroantriebs 17 bei dessen Auslösen betätigt. Durch den Endschalter 44 ist der Stromkreis des Tackers 10 bei nach unten in der federvorgespannten Endlage befindlicher Tackernase 38 unterbrochen und somit das Auslösen eines Schusses ausgeschlossen.

Durch Aufsetzen der Tackernase 38 auf ein nichtdargestelltes festes Werkstück wird diese dabei entsprechend der Darstellung in 2 um einen Hub 60 eingedrückt bzw. axial entgegen mindestens einer Rückstellfeder 48 verschoben bis die Anschlagnase 36 auf der Unterseite des Gehäuses 12 auf dem Werkstück aufsitzt und die Tackernase 38nicht weiter verschoben werden kann. Sodann wird der Stromkreis des Elektroantriebs durch den Endschalter 44 geschlossen und der Schuss kann ausgelöst werden.

Die Rückstellung der Tackernase 38 in die Ausgangsposition und somit das Öffnen des Stromkreises wird durch Rückstellfedern gewährleistet.

Eine spielfreie Stößelführung ist durch die die Tackernase 38 frontal beaufschlagende Blattfeder 50 sichergestellt. Durch federvorgespanntes Abstützen der Frontseite des Magazins 24 an der Rückseite der Tackernase 38 wird deren Spiel minimiert, so dass der Stößel 46 nicht aus seiner Führungsnut 47 ausweichen kann.

Die in 3 gezeigte Hinteransicht der Tackernase 38 lässt deren Ausgestaltung als geprägtes Blech mit Führungsnut 47 mit Nutseitenwänden 59 und Nutgrund 61 erkennen. Außerdem ist erkennbar, dass die Tackernase 38 mittels zweier Rückstellfedern 48 gegen zwei Innenanschläge 54 nach oben federvorgespannt abgestützt ist und damit deren Hub zur Betätigung des Endschalters 44 erlaubt.

Außerdem ist erkennbar, dass die Tackernase 38 gegenüber dem Stößel 46 bei Ausführen seines Hubs relativverschiebbar ist.

4 zeigt die Unteransicht des Tackers 10 mit Blick auf die Unterseite 32, die zum Abstützen des Tackers 10 auf einem zu bearbeitenden Werkstück dient.

Ein Durchschalten des Stromkreises bei Anlage des Schaltnockens 42 der Tackernase 38 am Taster 44 des Endschalters 44.

Die Bewegungsbahn des Stößels 46 und einer u-förmigen Klammer 56 wird durch die Führungsnut 47 mit ihrem Nutgrund 43 und Nutseitenwänden 41 bestimmt. und stimmt mit der Eintreibrichtung der Klammer 56 überein.


Anspruch[de]
Motorisch getriebener Tacker (10) zum Einschlagen von Klammern (56), Nägeln und dergl. mittels eines Stößels (46) in ein Werkstück, wobei der Stößel (46) in einer Tackernase (38) geführt ist und wobei die Klammern (56) oder Nägel, insbesondere in einem Magazinschacht (26) in Blöcken anordenbar, quer zur Einschlagrichtung in die Bewegungsbahn des Stößels (46) hineinführbar sind, insbesondere bei vom Magazinschacht (26) getrennter Tackernase (38), dadurch gekennzeichnet, dass die Tackernase (38) parallel zu ihrer Längsachse zwischen zwei definierten Endlagen und relativ zum Magazinschacht (26) geradverschiebbar geführt gelagert ist und auf ihrer Bewegungsbahn zwischen diesen Endlagen einem Endschalter (44) zum Unterbrechen/Schließen eines Stromkreises zum Aktivieren des motorischen Antriebs betätigbar zugeordnet ist. Tacker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magazinschacht (26) von der Tackernase (38) unabhängig, inbesondere getrennt, starr im Gehäuse (12) angeordnet ist. Tacker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Magazinschacht (26) ein Fenster zur Tackernase (38) hin für Klammern (56) oder Nägel hat, wobei die Längsachse des Magazinschachts (26) die Tackernase (38) quer durchstößt. Tacker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tackernase (38) einen Schaltnocken (42) hat, mit dem sie betätigend auf den Endschalter (44) einwirkt. Tacker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Magazin (24) im starren Magazinschacht (26) längsverschieblich geführt ist, wobei quer zu diesem die Tackernase (38) geradverschieblich angeordnet ist.






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