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Dokumentenidentifikation DE202006004520U1 12.10.2006
Titel Energieverwertungs-Nachrüstsatz zur Warmwasseraufbereitung für Kaminöfen
Anmelder Uhrbrock, Michael, 24819 Todenbüttel, DE;
Wittenberg, Thies, 24819 Todenbüttel, DE
DE-Aktenzeichen 202006004520
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.10.2006
Registration date 07.09.2006
Application date from patent application 22.03.2006
IPC-Hauptklasse F24B 9/04(2006.01)A, F, I, 20060322, B, H, DE

Beschreibung[de]

Zur Aufnahme der Warmwasseraufbereitung kommt ein handelsübliches Rauchrohrverlängerungsstück von 25 cm Länge und 15 cm Durchmesser zum Einsatz. In dieses Rohr wurde eine Kupferrohrspirale als Wärmetauscher eingebaut.

Die Länge des Kupferrohres beträgt 10m um eine hohe Hitzeaufnahme zu gewährleisten. Durch zwei Bohrungen, zur Durchführung der Kupferrohrenden, von je 12 mm links und rechts im unteren Drittel des Rauchrohrs stellen wir eine Verbindung mit dem Zu- und Rücklauf her. Um einen sinnvollen Anschlußpunkt zu ermöglichen, werden die beiden Rohr Enden um das Rauchrohr zu einem Anschlußpunkt nebeneinander verlegt.

Das Rohr wird mit Hilfe von Reduzierstücken von 12 auf 15 mm erweitert, mit zwei 90 grad Winkeln nach unten zu einer Anschlußeinheit für Schraubfitthinge zusammengeführt, welches einen einfachen Ein- und Ausbau garantiert.

Auf der Oberseite des Rauchrohres wird außen eine Kupferrohrhülse mit einer Rohrschelle befestigt, in die der Temperaturfühler eines elektrischen Thermostaten eingesteckt wird, welcher sich außerhalb des ganzen Gehäuses an der Zulaufleitung befindet.

Im Rauchrohr wird (bei seitlicher Ansicht) links und rechts eine kleine Sichel eingeschweißt, so das eine Wanne entsteht, die verhindert, das sich das an der Wärmetauschspirale bildende Kondenswasser nicht in den Kaminofen oder Schornstein laufen kann, sondern sich im Rauchrohr sammelt. An der untersten Stelle wird eine 12 mm Bohrung vorgenommen und ein Kupferrohr mit einem Durchmesser von 12 mm unter zu Hilfenahme von Silberlot eingelötet. Dieses Rohr dient dazu, das sich bildende Kondenswasser nach außen in einen Auffangbehälter abzuleiten.

Eine Wandanschlußrosette wird auf die nicht reduzierte Seite des Rauchrohres bündig gesteckt und mit vier kleinen, sich gegenüberliegenden Schweißpunkten befestigt. Ein 20 cm langes Lüftungsrohr mit einem Innendurchmesser von 25 cm wird über das Rauchrohr gestülpt und mit vier sich gegenüberliegenden Blechschrauben mit der Wandanschlußrosette verbunden. Der entstandene Hohlraum zwischen dem Rauch- und dem Lüftungsrohr wird mit Steinwolle isoliert bzw. ausgefüllt und mit einer zweiten Wandanschlußrosette auf der noch offenen Seite mittels 4 Blechschrauben mit dem Lüftungsrohr geschlossen, bzw. verbunden.

Durch die ganzen Verbindungen unter den einzelnen Komponenten wird sichergestellt, das sich das Rauchrohr in dem Lüftungsrohr nicht verdreht oder verschiebt, sondern eine sichere Position einhält.

Der Zu- und Rücklauf wird nun mit isoliertem Kupferrohr eines Querschnitts von 15 mm, zum Beispiel so weit verlängert, das sich dies Energiesparsystem an einem separaten Heizkörper oder an einen Brauchwasserspeicher anschließen läßt.

In die Zuleitung der Wärmetauschspirale im Rauchrohr wird eine Zirkulationspumpe installiert, die an das Elektrothermostat angeschlossen wird. Sobald der Kaminofen angefeuert wird, und eine einstellbare Temperatur von z.B. 60 Grad ereicht wird schaltet der Thermostat die Zirkulationspumpe ein und es kann damit der separate Heizkörper oder der Brauchwasserspeicher beheizt werden. Fällt die Temperatur im Rauchrohr nun unter 60 Grad (bei erlischen des Feuers), schaltet der Thermostat die Zirkulationspumpe wieder aus, so das sich das aufgeheizte Wasser nicht im Rohrsystem wieder abkühlt sondern die gewonnene Energie im Brauchwasserspeicher bestehen bleibt. Der Heizkörper kühlt, wie bei jeder Zentralheizung, ab, unabhängig, ob die Zirkulationspumpe eingeschaltet ist oder nicht. Die Pumpe wird jedoch durch den Thermostaten abgeschaltet, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, bzw. zu unterbinden.

Bezugszeichenliste zu Abb. 1
1
Kondenswasserablauf
2
Schraubfittinge
3
Wärmetauscherspirale
4
Außengehäuse
5
Rohrschelle
6
Thermostatfühler
7
Thermostatfühlerleitung
8
Steinwolle
9
Rauchrohr
10
* Sichel *
11
Elektrischer Temperaturregler
12
Bohrungen
Bezugszeichenliste zu Abb. 2 + Fig. 3
11
Elektrischer Temperaturregler
13
Zirkulationspumpe
14
Heizkörper
15
Warmwasserspeicher
16
Stromversorgung
17
Zulauf
18
Rücklauf
19
Brauchwasser heiß
20
Brauchwasser kalt
21
Kaminofen


Anspruch[de]
Energiespar- bzw. Verwertungs-System für Kaminöfen eingebaut in ein Rauchrohr (9), dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetauschspirale (3) ins Rauchrohr eingebaut wird, die sonst im Schornstein verschwindende Wärme aufnimmt und weiterverwertet. Energiespar- bzw. Verwertungs-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserzufuhr durch einen Elektrischen Temperaturregler (11) gesteuert wird, welcher die Zirkulationspumpe (13) ein- bzw. ausschaltet, um Energieverschwendung zu vermeiden und die Heizenergie des Kaminofen voll auszunutzen. Energiespar- bzw. Verwertungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rohrschelle (5) den Thermostatfühler (6) auf dem Rauchrohr fixiert. Energiespar- bzw. Verwertungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Rauchrohr zwei * Sicheln * (10) befinden, um auftretendes Kondenswasser aufzuhalten und es durch den Ablauf (1) nach außen abzuleiten. Energiespar- bzw. Verwertungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchrohr (9) ein Außengehäuse (4) aufweist, wobei der Hohlraum mittels Steinwolle (8) zur zusätzlichen Isolierung gefüllt wird. Energiespar- bzw. Verwertungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwendung des erhitzten Wassers aus der Wärmetauschspirale (3) durch Schraubfitthinge (2) für verschiedene Anwendungen ermöglicht wird. Energiespar- bzw. Verwertungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch zwei Bohrungen (12) die Enden der Wärmetauschspirale (3) aus dem Rauchrohr (9) nach außen geführt werden können.






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